{"id":10,"date":"2013-12-12T20:26:58","date_gmt":"2013-12-12T20:26:58","guid":{"rendered":"?p=10"},"modified":"2013-12-12T20:26:58","modified_gmt":"2013-12-12T20:26:58","slug":"der-daltonplan-nach-helen-parkhurst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=10","title":{"rendered":"Der Daltonplan nach Helen Parkhurst"},"content":{"rendered":"<p>Helen Parkhurst sah in ihrem <strong>Daltonplan<\/strong> ein erstes <em>Reforminstrumentarium<\/em>, um f\u00fcr die gesamte Schule den Prozess einer \u201ereconstruction\u201c einzuleiten und zweitens ein <em>didaktisches Instrumentarium<\/em> in einem exemplarischen Sinn, das \u00fcberall anwendbar ist, wo die Voraussetzungen gegeben sind.<\/p>\n<p class=\"a1\">F\u00fcr engagierte P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen, die sich mit dem <strong>Daltonplan<\/strong> Helen Parkhursts auseinandersetzen, wird dieser (selbst)verst\u00e4ndlich und wird einsichtig als \u201ea way of life, a way of lifelong learning\u201c.<\/p>\n<p class=\"a1\">\u00a0<\/p>\n<div class=\"WordSection1\">\n<h4 align=\"right\">Harald Eichelberger<\/h4>\n<h1>Der Daltonplan nach Helen Parkhurst<\/h1>\n<p>Helen Parkhursts Daltonplan<strong>.<\/strong> wurde nach der Stadt Dalton in Massachusetts benannt. Englische P\u00e4dagogen waren es vor allem, die dieses Reformkonzept f\u00fcr die Sekundarstufe international bekannt gemacht haben. Heute finden wir den Daltonplan am meisten in den Niederlanden verbreitet. Hier jedoch nicht nur in der Sekundar-, sondern ebenso in der Primarstufe, in der Fachliteratur meist \u201eSub-Daltonplan\u201c genannt.<\/p>\n<p>Susanne Popp, die in ihrem Buch \u201eDer Daltonplan<strong>.<\/strong> in Theorie und Praxis\u201c eine klare und \u00fcbersichtliche Darstellung \u00fcber das p\u00e4dagogische Konzept Helen Parkhursts gibt, beschreibt das zentrale Element der Daltonplan-P\u00e4dagogik folgenderma\u00dfen: \u201e<em>Das Grundprinzip besteht also darin, die (traditionellen) Lehrstrategien in eine Didaktik der Aneignungsstrategien zu \u00fcbersetzen<\/em>.\u201c <a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Vor der Darstellung der Daltonplan<strong>.<\/strong>-P\u00e4dagogik ein kurzer Blick auf die Biographie Helen Parkhursts:<\/p>\n<h3>Leben und Werk Helen Parkhursts<\/h3>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1887<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> wird am 7. M\u00e4rz in Duland in Wisconsin geboren.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1905<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> beginnt ihre Laufbahn als Lehrerin an einer einklassigen Volksschule in Wisconsin.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1913<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> geht nach Italien, um das Werk von Maria Montessori<strong>.<\/strong> zu studieren.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1915<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Maria Montessori<strong>.<\/strong> und Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> gehen zusammen in die Vereinigten Staaten von Amerika. Helen Parkhurst hilft Maria Montessori bei der Realisierung ihrer Ideen in Kalifornien.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1920<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Die High School in Dalton organisiert ihren Unterricht nach den Ideen von Helen Parkhurst<strong>.<\/strong>. Viele Besucher aus England und Japan interessieren sich f\u00fcr den Unterricht und den \u201ePlan\u201c Helen Parkhursts.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1922<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Das erste Buch von Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> erscheint: \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1951<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Das zweite Buch Helen Parkhursts erscheint: \u201eExploring the child\u2019s world\u201c.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1952<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> besucht die Niederlande und die Dalton-Einrichtungen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1957<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>K\u00f6nigin Juliana von den Niederlanden verleiht Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> eine hohe Auszeichnung \u2013 den Orden von Oranien-Nassau.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p>1973<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"437\">\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> stirbt 86-j\u00e4hrig in New Milford in Connecticut.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Charakteristik des Daltonplanes<\/h2>\n<p>Die Einf\u00fchrung eines \u201eneuen\u201c p\u00e4dagogischen Konzeptes setzt in den meisten F\u00e4llen das Erkennen der Defizite des bestehenden Schulsystems voraus. Die dem Wesen des Daltonplanes<a href=\"#_ftn2\" title=\"\">[2]<\/a> nach zentrale erzieherische Leistung verweist auf ein auch in unserem System noch bestehendes Defizit: <em>&#8230;, dass sich die Heranwachsenden in konstruktiven Probleml\u00f6sungen als lernf\u00e4hig erfahren k\u00f6nnen<\/em>. Einen weiter gefassten Rahmen dieser Lernf\u00e4higkeit bilden bei Helen Parkhurst die Begriffe \u201eDaseinsbew\u00e4ltigung\u201c und \u201eLebenst\u00fcchtigkeit\u201c.<\/p>\n<h3>Die Daltonprinzipien<\/h3>\n<p>In \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c (1922) werden zwei Grundprinzipien der P\u00e4dagogik Helen Parkhursts genannt:<\/p>\n<p>\u201e<em>Freedom <\/em>is &#8230;\u00a0 the first principle &#8230; . The second principle &#8230;\u00a0 is <em>cooporation <\/em>or &#8230;\u00a0 the interaction of group life.\u201c<a href=\"#_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a><\/p>\n<p>1925 f\u00fcgt Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> den dritten p\u00e4dagogischen Grundsatz bei: \u201eThe Proportion of Effort to Attainment, or <em>Budgeting Time<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a>. Der niederl\u00e4ndische Daltonverein nennt hingegen <em>Selbstt\u00e4tigkeit<\/em><em><strong>.<\/strong><\/em>als drittes Prinzip.<\/p>\n<h4>Freiheit<\/h4>\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> definiert die \u201ep\u00e4dagogische Freiheit\u201c nicht als absolute Selbstbestimmung<strong>.<\/strong> des Sch\u00fclers, sondern vielmehr als <em>selbst gesetzte Bestimmtheit <\/em>des Sch\u00fclers im Verh\u00e4ltnis zu einer Aufgabe. Bedenkt man den Unterschied zwischen den beiden Bedeutungen von \u201eFreiheit\u201c \u2013 \u201eFreiheit <em>f\u00fcr<\/em>\u201cund \u201eFreiheit <em>von<\/em>\u201c<em> \u2013 <\/em>so ist im Daltonunterricht in der Regel die Rede von ersterer: \u201eFreiheit <em>f\u00fcr<\/em>\u201c.<a href=\"#_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a> Dabei kann nicht ganz au\u00dfer Acht gelassen werden, dass die beiden Bedeutungen des Freiheitsbegriffes auch komplement\u00e4r sind: Freiheit zur \u00c4u\u00dferung der eigenen Meinung bedeutet ebenso Freiheit von Unterdr\u00fcckung. Freiheit bedeutet aber auch, die Freiheit anderer Menschen zu respektieren, wodurch die eigene Freiheit wieder eine Einschr\u00e4nkung erf\u00e4hrt und Grenzen bekommt. Eine uneingeschr\u00e4nkte Freiheit gibt es nicht, auch nicht in der Daltonmethode. Helen Parkhurst meint mit dem Begriff \u201e<em>freedom<\/em>\u201c jene Freiheit, welche die pers\u00f6nliche Wahl, die pers\u00f6nliche Entscheidung erlaubt und sogar fordert. Diese Art von Freiheit schlie\u00dft auch die Verantwortung des Menschen f\u00fcr andere ein, wenn er sich f\u00fcr etwas entschieden hat. Daher muss das Kind diese Art von Freiheit allm\u00e4hlich lernen.<\/p>\n<p>Dalton definiert Freiheit als <em>Wahlfreiheit<\/em>, unl\u00f6slich verbunden mit der <em>Verantwortung <\/em>f\u00fcr die Entscheidungen, die man trifft.<\/p>\n<p>Die von Helen Parkhurst in den Mittelpunkt ihrer P\u00e4dagogik gestellte Freiheit ist historisch gesehen auch eine Reaktion auf die so genannte \u201eZwangsschule<strong>.<\/strong>\u201c. Es ist nicht die Aufgabe des Lehrers, dem Kind immer zu sagen, was es tun soll. Es ist aber seine Aufgabe, dem Kind in seiner Entwicklung zu helfen.<a href=\"#_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Wie wird nun die Freiheit in den Unterricht in der Daltonschule umgesetzt:<\/p>\n<h5>Die Wahlfreiheit der Sch\u00fcler<\/h5>\n<p>Die Wahlfreiheiten der Sch\u00fcler sollen das Selbst\u00e4ndigwerden der Sch\u00fcler erm\u00f6glichen: Sobald ein Kind ein Pensum<strong>.<\/strong><a href=\"#_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a> erh\u00e4lt, kann es w\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit welchem Teil meines Pensums m\u00f6chte ich beginnen?<\/li>\n<li>Arbeite ich alleine oder suche ich mir f\u00fcr mein Pensum<strong>.<\/strong> Partner?<\/li>\n<li>Wo werde und m\u00f6chte ich arbeiten?<\/li>\n<li>Welche Hilfsmittel, die mir zur Verf\u00fcgung stehen, m\u00f6chte ich benutzen?<\/li>\n<li>Wie lange Zeit m\u00f6chte ich f\u00fcr die einzelnen Teile des Pensums verwenden?<\/li>\n<li>Wann werde (muss) ich beginnen, um sicher fertig zu werden?<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Wahlfreiheit der Lehrer<\/h5>\n<p>Die Wahlfreiheiten der Lehrer sind zugegebenerma\u00dfen eingeschr\u00e4nkt. Bei den beschriebenen Freiheiten handelt sich aus p\u00e4dagogischer Sicht ebenso um Verpflichtungen.<\/p>\n<ul>\n<li>Wie viele und welche Niveaugruppen werde ich f\u00fcr meine Lerngruppe einteilen?<\/li>\n<li>Welche Studienmittel stelle ich meinen Sch\u00fclern f\u00fcr die Arbeit mit den Pensen zu Verf\u00fcgung?<\/li>\n<li>Wie viele Stunden m\u00f6chte ich, dass in meinem Unterricht der Freien Arbeit zur Verf\u00fcgung gestellt werden?<\/li>\n<li>Wie viele Stunden werde ich gemeinsamen Unterricht machen (m\u00fcssen)?<\/li>\n<li>Werde ich meine Sch\u00fcler altershomogen oder altersheterogen mischen?<\/li>\n<li>Wie konstruiere ich die Pensen?<\/li>\n<li>Wie kontrolliere ich die Pensen?<\/li>\n<li>Welche Tagesfarben werden wir w\u00e4hlen?<a href=\"#_ftn8\" title=\"\">[8]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h5>Verantwortung<\/h5>\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> versucht mit dem Daltonplan, den Schwerpunkt der Schule auf das <em>Lernen <\/em>und nicht auf das <em>Lehren <\/em>zu verlegen. Im herk\u00f6mmlichen Unterricht ist es die Aufgabe des Lehrers, darauf zu achten, dass der Sch\u00fcler lernt. Ein wesentliches Prinzip des Daltonunterrichts ist es aber, dass der Sch\u00fcler selbst verantwortlich f\u00fcr seine Arbeit und seinen Fortschritt ist. Der Unterricht wird so abgehalten (Pensen, Wahlm\u00f6glichkeiten, assignments,&#8230;), dass der Sch\u00fcler versteht, dass das Lernen seine Sache ist und nicht die des Lehrers. Dem Sch\u00fcler Verantwortung f\u00fcr sein Tun und sein Leben in der Schule zu geben, pr\u00e4gt ebenso dessen Selbstvertrauen und seine F\u00e4higkeit, initiativ f\u00fcr sich selber zu werden.<\/p>\n<p>\u00a0\u201e<em>Dadurch, dass wir seine Aufgabe in der Form eines Pensums geben, f\u00fcr dessen Erf\u00fcllung sich der Sch\u00fcler verantwortlich wei\u00df, geben wir der Arbeit W\u00fcrde und ihm <\/em>(dem Sch\u00fcler \u2013 Verf.)<em> das Bewusstsein eines bestimmten Zieles. Dieses Bewusstsein w\u00e4chst, wenn wir ihm bewusst machen, dass wir ihm trauen und auch seinem Verm\u00f6gen, es <\/em>(das Pensum<strong>.<\/strong> \u2013 Verf.) <em>zu leisten<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn9\" title=\"\">[9]<\/a> Hier verweist Helen Parkhurst auf die immens wichtige Sensibilit\u00e4t des Lehrers: Inwieweit traue ich meinen Sch\u00fclern, und was traue ich meinen Sch\u00fclern zu? Nach Helen Parkhurst steigert die Verantwortung f\u00fcr das Ergebnis nicht nur die latenten Intelligenzf\u00e4higkeiten, sondern auch das Urteilsverm\u00f6gen und st\u00e4rkt den Charakter des Sch\u00fclers.<a href=\"#_ftn10\" title=\"\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Freiheit und Verantwortung werden in diesem Konzept in einem engen Zusammenhang zu den beiden anderen Prinzipien stehen: Zusammenarbeit und Selbst\u00e4ndigkeit<strong>.<\/strong> (und Selbstt\u00e4tigkeit<strong>.<\/strong>).<\/p>\n<h4>Die Zusammenarbeit (Kooperation)<\/h4>\n<p>Das zweite Grundprinzip \u201eKooperation\u201c bezieht sich nicht nur auf die Sozialformen der Arbeiten der Sch\u00fcler, sondern vielmehr auf die Beseitigung kooperationshemmender Strukturen im Schulleben. Nach Parkhursts Auffassung entfaltet sich die soziale Dimension schulischen Arbeitens von selbst, wenn man nur die Konkurrenzsituation des Frontalunterrichtes aufhebt und den Lernenden die M\u00f6glichkeit einr\u00e4umt, nach Bedarf und Belieben zu kooperieren, auch \u00fcber die Grenzen der \u201eKlassen\u201c<a href=\"#_ftn11\" title=\"\">[11]<\/a>-Gemeinschaft hinweg.<a href=\"#_ftn12\" title=\"\">[12]<\/a> Der Daltonplan<strong>.<\/strong> zielt auch darauf hin, eine Schule als Einheit zu sozialisieren, aus ihr eine kooperative Gemeinschaft zu machen. Diese Einheit zu schaffen, ist vor allem auch Aufgabe der Lehrer einer Schule. Diese sollen vor allem \u00fcber die entsprechenden Methoden, die Hilfsmittel, die Art von Pensen, Tagesfarben, Verhaltensregeln und vieles mehr intensive Diskussionen f\u00fchren und die Schule f\u00fcr ihre Kinder nach den Dalton-Prinzipien schaffen.<\/p>\n<p>In der <em>Zusammenarbeit <\/em>manifestiert sich die Daltonplan-P\u00e4dagogik als P\u00e4dagogik, als mehr als nur eine Methode. In der Zusammenarbeit werden drei Elemente verwirklicht, die die erzieherische Bedeutung der P\u00e4dagogik Helen Parkhursts verdeutlichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Freiheit zu erlernen,<\/li>\n<li>Kreativit\u00e4t zu erlernen und<\/li>\n<li>in einer Gemeinschaft als Mitglied leben zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Zuwendung zum Stoff (Pensum<strong>.<\/strong>) ist vom Kind eine konzentrierte Aufmerksamkeit auf den Gegenstand, das Klarwerden einer Problemstellung und die Kreativit\u00e4t m\u00f6glicher L\u00f6sungen gefordert. In der Zuwendung zur Gruppe wird das Kind lernen, den anderen zu respektieren und zu verstehen, seine eigene Meinung zu formulieren und in der Diskussion zu vertreten und eine entsprechende Kultur des Gespr\u00e4ches und des demokratischen Zusammenlebens zu entwickeln.<\/p>\n<h4>Selbstt\u00e4tigkeit.<\/h4>\n<p>Das dritte Lernprinzip des Daltonplans umschreibt die angestrebte Erziehung zu Selbst\u00e4ndigkeit<strong>.<\/strong> durch die Forderung nach <em>kontrollierter Arbeitsplanung <\/em>und <strong>&#8211;<\/strong><em>Durchf\u00fchrung<\/em>, durch die Forderung nach Selbstt\u00e4tigkeit<strong>.<\/strong> des Sch\u00fclers.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte darauf hinweisen, dass dieses Prinzip von Helen Parkhurst nicht origin\u00e4r als solches erw\u00e4hnt wird. Es ist vielmehr ein Prinzip aus der europ\u00e4ischen Schulwirklichkeit, ein Prinzip, das die Dalton-Lehrer in den Niederlanden als solches erw\u00e4hnen.<a href=\"#_ftn13\" title=\"\">[13]<\/a> Gemeint ist damit, dass der Sch\u00fcler alleine oder mit anderen in Kooperation, im Dialog L\u00f6sungsstrategien zu den gestellten Problemen suchen soll.<\/p>\n<p>Die hier angesprochene Forderung nach Selbstt\u00e4tigkeit<strong>.<\/strong> wird in der Konstruktion von <em>Lernaufgaben<\/em> ihren eindeutigen Niederschlag finden m\u00fcssen. Wir werden auf diesen Punkt nochmals zur\u00fcckkommen, wenn wir \u00fcber die Konstruktion und Beschaffenheit der Pensen und \u201eassignments\u201c diskutieren werden.<\/p>\n<p>Die Wahlfreiheit und das Prinzip der Selbstt\u00e4tigkeit<strong>.<\/strong> bringen es mit sich, dass die Daltonschulen untereinander doch ziemlich verschieden sein k\u00f6nnen. Diese Verschiedenheit kann, so paradox es klingen mag, ein Charakteristikum der Daltonplan<strong>.<\/strong>-P\u00e4dagogik sein. Denn nach den Worten Helen Parkhursts ist Dalton ist keine Methode, kein System, Dalton ist ein Einfluss, \u201ea Way of Life\u201c.<\/p>\n<h3>Anthropologische Auffassung<\/h3>\n<p>Gro\u00dfe reformp\u00e4dagogische Vorhaben sind meist auch von der Unzufriedenheit mit dem bestehenden Schulsystem oder dem Erziehungssystem ausgegangen. Dieser Umstand ist auch bei Peter Petersen<strong>.<\/strong>, C\u00e9lestin Freinet<strong>.<\/strong> und Maria Montessori<strong>.<\/strong> zu beobachten. Helen Parkhursts Kritik an der traditionellen Schulp\u00e4dagogik kann anschaulich durch zwei Statements illustriert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die traditionelle P\u00e4dagogik betrachtet den Lernprozess des Sch\u00fclers ausschlie\u00dflich aus der Perspektive des <em>Lehrenden, \u201edurch das falsche Ende des Fernrohrs\u201c<\/em> (\u201ethrough the wrong end of the telescope\u201c)<a href=\"#_ftn14\" title=\"\">[14]<\/a>. Diese Perspektive erschwert das Verst\u00e4ndnis der Hypothese Helen Parkhursts, dass jeglicher Lernfortschritt aus der <em>Eigenaktivit\u00e4t des Lernenden <\/em>entspringen muss. Dieser Punkt bereitet unter Umst\u00e4nden manchen P\u00e4dagogen in ihren Vorstellungen Schwierigkeiten. Ist es doch nicht leicht, die Eigenaktivit\u00e4t des Lernenden zum Prinzip zu erheben und doch die p\u00e4dagogische Steuerung des Unterrichtes nicht au\u00dfer Acht zu lassen. Hier ergibt sich vor allem f\u00fcr die Lehrer ein \u00fcberaus spannender Lernprozess.<\/li>\n<li>Die P\u00e4dagogik des Daltonplanes soll zur Entfaltung von Pers\u00f6nlichkeitswerten f\u00fchren, wie \u201e<em>industrious<\/em>, <em>sincere<\/em>, <em>open-minded<\/em> und <em>independent<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn15\" title=\"\">[15]<\/a>. Helen Parkhurst bezieht die schulische Bew\u00e4ltigung der Lebensaufgaben stets auf die gegenw\u00e4rtigen Erfahrungen der Sch\u00fcler. \u00c4hnlich wie bei Maria Montessori<strong>.<\/strong> wird die Bew\u00e4ltigung der gegenw\u00e4rtigen Aufgaben als die beste Vorbereitung auf das k\u00fcnftige Leben angesehen. Damit ergibt sich eine g\u00e4nzlich neue Sicht der Frage, ob die Schule \u00fcberhaupt \u2013 und wenn ja, wie \u2013 die Aufgabe habe, auf das k\u00fcnftige Leben vorzubereiten, oder ob sie nicht vielmehr die Aufgabe h\u00e4tte, sich der optimalen Entwicklung der personellen und sozialen F\u00e4higkeiten des Individuums im \u201eHier und Jetzt\u201c zu widmen, was die beste Vorbereitung auf die Zukunft jedes Menschen sein kann. \u201e<em>To become masters not only of our time and work, but of ourselves, is a real preparation for life<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn16\" title=\"\">[16]<\/a> Und Maria Montessori formuliert ganz \u00e4hnlich: \u201e&#8230; <em>Meister seiner selbst zu sein<\/em>\u201c,<a href=\"#_ftn17\" title=\"\">[17]<\/a> ist ein wesentliches Erziehungsziel einer P\u00e4dagogik der Selbstbestimmung<strong>.<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Daltonunterricht sieht den Menschen als freies Wesen, das verantwortlich f\u00fcr die gemachten Wahlen ist und als kreatives Wesen in seinem Denken. Die anthropologischen Voraussetzungen f\u00fcr ein Erziehungskonzept sehen die meisten Dalton-Lehrer in den Elementen der <em>Freiheit<\/em>, der <em>Verantwortung<\/em> und der <em>Sozialit\u00e4t<\/em>. Immer wieder wird die Integrationsnotwendigkeit des Lernenden in die bestehende Gesellschaft betont.<\/p>\n<p>So ist nach den Worten Helen Parkhursts der Daltonplan<strong>.<\/strong> auch nicht als ein System im Sinne eines zweckm\u00e4\u00dfig geordneten Ganzen aufzufassen. Ein System ist nach ihrem Verst\u00e4ndnis konsistent, eine imponierend gebaute Gedankenkonstruktion. Wenn dieses Unterrichts- und Erziehungsgeb\u00e4ude fertig gestellt ist, gibt es die Gefahr der Erstarrung. Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> nennt Dalton vielmehr \u201ean influence\u201c. Man k\u00f6nnte dieses Wort auch \u00fcbersetzen mit <em>\u201eArbeitsidee\u201c<\/em> \u2013 eine mittels der Prinzipien und des Pensums selbst gestaltete Schule. Ein System ist vollendet, eine Daltonschule niemals.<a href=\"#_ftn18\" title=\"\">[18]<\/a> Dazu schreibt Helen Parkhurst:<\/p>\n<p>\u201eDadurch dass Freiheit ein integrales Teil jenes Ideals ist, habe ich sorgf\u00e4ltig daf\u00fcr Sorge getragen, aus meinem Plan keine stereotype, gusseiserne Sache zu machen, die in allen Schulen angewandt werden k\u00f6nnte. Solange das Prinzip, das ihn (den Daltonplan<strong>.<\/strong> \u2013 Verf.) beseelt, aufrecht erhalten bleibt, kann er modifiziert werden in \u00dcbereinstimmung mit den Schulumst\u00e4nden und dem Lehrerschaftsurteil.\u201c<a href=\"#_ftn19\" title=\"\">[19]<\/a><\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang sollte auch noch erw\u00e4hnt werden, dass der Daltonunterricht auch als \u201e<em>Zweckm\u00e4\u00dfigkeitsma\u00dfnahme f\u00fcr Kinder<\/em>\u201c bezeichnet wird \u2013 vielleicht ein allen anderen Prinzipien voran stehendes Prinzip?<\/p>\n<p>F\u00fcr die Anwendung des Daltonplanes gibt Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> zwei entscheidende Hinweise:<\/p>\n<ul>\n<li>Als Eingangsphase dieser \u201eneuen\u201c Arbeitsweise gibt Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> ein Alter von 8 \u2013 9 Jahren an. Im Gegensatz zu anderen reformp\u00e4dagogischen Modellen (vgl. Jenaplan<strong>.<\/strong>, Freinet<strong>.<\/strong>-P\u00e4dagogik oder Montessori<strong>.<\/strong>-P\u00e4dagogik) ist Helen Parkhurst der Auffassung, dass die Sch\u00fcler erst in diesem Alter entsprechend reif sind, ihre Arbeit zunehmend selbst\u00e4ndiger zu organisieren und auch ihre Erfahrungen bewusst zu reflektieren.<\/li>\n<li>Mit Nachdruck betont Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> die \u201e<em>offene Struktur<\/em>\u201c ihres p\u00e4dagogischen Entwurfes. Sie habe kein offenes Reformmodell entwickelt, sondern ein Konzept<a href=\"#_ftn20\" title=\"\">[20]<\/a>, das den Weg zu umfassenderen Schulreformen bahnen sollte. \u201e<em>I offer it as a first step towards the evolution of a scheme of education which will develop the creative faculty in both teachers and pupils<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn21\" title=\"\">[21]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die Unterrichtsorganisation des Daltonplanes<\/h3>\n<h4>Zur Bedeutung des Lernortes<\/h4>\n<p>In der P\u00e4dagogik des Daltonplanes werden die traditionellen Klassenzimmer in \u201eFachr\u00e4ume\u201c umgestaltet. Diese Fachr\u00e4ume oder \u201eLaboratorien\u201c werden von den Sch\u00fclern aus verschiedenen Lerngruppen (bzw. \u201eKlassen\u201c) und Jahrgangsstufen gemeinsam ben\u00fctzt. Diese Laboratorienwerden mit vielf\u00e4ltigem Material ausgestattet, welches den Lernenden frei zug\u00e4nglich sein soll (z. B. Nachschlagewerke, Zeitschriften, didaktische Materialien, Karten, Modelle, Apparaten, &#8230;).<\/p>\n<p>In den Laboratorien werden die Freiarbeitsphasen, hier: \u201eDaltonphasen\u201c<strong>, <\/strong>abgehalten. W\u00e4hrend der \u201eDaltonphase<strong>.<\/strong>\u201c besteht die Hauptaufgabe des Lernortes darin, jene selbst\u00e4ndige Arbeitsweise anzubahnen, die im traditionellen Klassenzimmer weitgehend verwehrt ist. Jeder Lernende soll angeregt werden, die fachspezifische Arbeit als \u201eseine Sache\u201c zu betreiben. Dies bringt gleichzeitig auch einen Wechsel der Lehrerrolle mit sich: Die Lehrerin oder der Lehrer ist vielmehr ein \u201eanregender Helfer\u201c. In dieser Art des Lernens ist auch die permanente Reflexion des Lernweges des Sch\u00fclers von immenser Bedeutung.<\/p>\n<p>Wie aus dem zweiten Prinzip der Daltonplan<strong>.<\/strong>-P\u00e4dagogik hervorgeht, dient das p\u00e4dagogische Konzept Helen Parkhursts nicht nur der Individualisierung und Differenzierung des Unterrichtes, sondern in gleicher Weise auch der Gemeinschaftserziehung durch die \u201ecommunity\u201c. In den Laboratorien k\u00f6nnen einander Sch\u00fcler aus verschiedenen Jahrg\u00e4ngen und verschiedenen \u201eKlassen\u201c begegnen. Entscheidend f\u00fcr die Entfaltung sozialer Erfahrungen und Kompetenzen ist nach Helen Parkhursts Meinung der Umstand, dass die sozialen Beziehungen wesentlich durch das Interesse an der Sache bzw. der Arbeit strukturiert werden und der einzelne Sch\u00fcler im \u201eFachraum\u201c in verschiedenen Rollen agiert, meist notwendigerweise in einem \u201eHandeln zu zweien\u201c.<a href=\"#_ftn22\" title=\"\">[22]<\/a><\/p>\n<h4>Zur Bedeutung der Lernzeit<\/h4>\n<p>Von entscheidender Bedeutung im Daltonplan ist das Recht des Lernenden, im Rahmen der <em>Monats- oder Wochenpensen<\/em> (Tagespensen sind nach Meinung Helen Parkhursts zu kurz) \u00fcber die Verwendung der verf\u00fcgbaren Lernzeit frei zu entscheiden und w\u00e4hrend der Daltonphasen ungest\u00f6rt zu arbeiten. Schreibt man den Lernenden die Kompetenz zu, planvoll und verantwortungsbewusst mit der verf\u00fcgbaren Zeit umzugehen, so unterstreicht man ihre Selbst\u00e4ndigkeit<strong>.<\/strong>. \u201e<em>Freedom is taking one\u2019s own time. <\/em><em>To take someone esle\u2019s time is slavery<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn23\" title=\"\">[23]<\/a><\/p>\n<p>Die Verpflichtung der Sch\u00fcler auf die Einhaltung eines vorgegebenen Wochen- oder Monatspensums soll keinesfalls eine Gleichschaltung der Lernzeiten bedeuten, viel eher eine Orientierungshilfe f\u00fcr die Arbeitsplanung des Lernenden. Jene, die das \u201eFundamentum\u201c in der vorgegebenen Zeit nicht abschlie\u00dfen k\u00f6nnen, sollen die Arbeit so lange fortsetzen, bis sie zu einem f\u00fcr beide Seiten befriedigenden Ergebnis kommen. Sch\u00fclern, die aus irgendwelchen Gr\u00fcnden sp\u00e4ter einsteigen, wird die volle Anzahl der Arbeitstage zugestanden, die dem \u201ejob\u201c zugrunde liegt. Selbst Schuljahresgrenzen sollen den Fortgang der Arbeit nicht behindern, und selbstverst\u00e4ndlich wird es <em>kein <\/em>Wiederholen im herk\u00f6mmlichen Sinn geben. In manchen Schulen wird die \u00dcbernahme eines Monatspensums auch mit einem Kontrakt (oder Vertrag) abgeschlossen:<\/p>\n<div>\n<p align=\"center\">\u201eI&#8230;&#8230;&#8230;, pupil of &#8230;&#8230;. standard (form), contract to do the &#8230;&#8230;.. assignment.<\/p>\n<p align=\"center\">Date and signature.\u201c<a href=\"#_ftn24\" title=\"\">[24]<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Bei diesen Lernvertr\u00e4gen handelt es sich in der Regel um individuell auf einzelne Sch\u00fcler zugeschnittene Lehrpl\u00e4ne.<\/p>\n<h5>Die Strukturierung der Lernzeit<\/h5>\n<p>Der Tagesablauf:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201e<em>Class meeting<\/em>\u201c: Planungsphase am Morgen jeden Tages f\u00fcr die folgende Daltonphase. Kl\u00e4rung der Aufgaben, Fragen und Beratung durch den Lehrer oder die Lehrerin.<\/li>\n<li><em>Daltonphase<\/em>: Der zeitliche Umfang soll jeden Tag zwei bis drei Stunden dauern. W\u00e4hrend der Daltonphase k\u00f6nnen so genannte \u201especial calls\u201c stattfinden; diese Versammlungen sollen die Einf\u00fchrung in neue Themengebiete leisten.<\/li>\n<li>\u201e<em>Conference period<\/em>\u201c: Fachkonferenzen der festen Lerngruppe im Anschluss an die Freiarbeitsphase<\/li>\n<li><em>Wahl- und Wahlpflichtkurse<\/em>: Erg\u00e4nzungen des Pflichtprogramms des Vormittages; der Hauptteil der Arbeitszeit soll hier f\u00fcr Arbeitsgemeinschaften auf intellektuellen, musischen, sportlichen oder handwerklich-praktischen Gebieten zu Verf\u00fcgung stehen.<\/li>\n<li><em>Hausaufgaben<\/em>: Wahrscheinlich keine<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Frage nach der Strukturierung der Lernzeit im Daltonplan<strong>.<\/strong> bezieht sich nicht nur auf die lineare Abfolge der Lehr-Lernsituation, sondern vor allem auf das Verh\u00e4ltnis von allgemein verf\u00fcgbarer und individuell ben\u00f6tigter Arbeitszeit.<a href=\"#_ftn25\" title=\"\">[25]<\/a> Bei der Gestaltung der \u201eassignments\u201c wird dennoch von einer durchschnittlichen Lerngeschwindigkeit ausgegangen.<\/p>\n<h3>Die Lernpensen im Daltonplan.<\/h3>\n<p>Das <em>Pensum<\/em><em><strong>.<\/strong><\/em> ist ein klar sichtbares Zeichen einer Daltonschule. Die Sch\u00fcler \u00fcbernehmen eine Aufgabe, die der Lehrer f\u00fcr sie konstruiert hat. Dieser wiederum verspricht, Hilfe bei der Erf\u00fcllung der Aufgabe zu leisten. An den \u201econtract\u201c \u2013 bei Helen Parkhurst auch \u201ejob\u201c genannt \u2013 sind Lehrer und Sch\u00fcler gleicherma\u00dfen gebunden. Das Geben eines Pensums ist in der Daltonplan-Schule Lehrer- bzw. Erzieherrecht und -pflicht, die selbst\u00e4ndige Ausf\u00fchrung des Pensums ist Sch\u00fclerrecht und Sch\u00fclerpflicht.<\/p>\n<p>Helen Parkhurst fand es in diesem Zusammenhang wichtig, dass die Sch\u00fcler einen \u00dcberblick \u00fcber den Lernstoff eines ganzen Jahres erhalten, denn nur so kann dem Sch\u00fcler das Endziel des Jahres klar werden, das er dann erreicht haben soll.<\/p>\n<p>Da f\u00fcr Pensen auch verschiedene Namen benutzt werden, schlug Lynch \u2013 einer der Pioniere der Daltonplan-Arbeit \u2013 folgendes Schema f\u00fcr die Ordnung der Begriffe vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Contract \u2013 die Jahresarbeit<\/li>\n<li>Assignment \u2013 die Monatsarbeit<\/li>\n<li>Periode \u2013 die Wochenarbeit<\/li>\n<li>Tag oder Unit \u2013 die Tagesarbeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die \u201eLernfreiheit<strong>.<\/strong>\u201c des Daltonplanes erfordert als didaktisches \u00c4quivalent eine sorgf\u00e4ltige methodische Sicherung der Arbeitsbedingungen und -anregungen. Diese Leistungen werden im Wesentlichen durch schriftliche Studieranleitungen, den \u201eassignments\u201c, erbracht. Helen\u00a0Parkhurst<strong>.<\/strong> bezeichnet diese auch als \u201eassistent teachers\u201c<a href=\"#_ftn26\" title=\"\">[26]<\/a>, deren Aufgabe auch im Motivieren, Instruieren und \u201eLernen lehren\u201c liegt.<\/p>\n<p>Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> stellt an die Gestaltung von Pensen strenge Anforderungen. Ein Pensum<strong>.<\/strong> soll<\/p>\n<ul>\n<li>v\u00f6llig ausgeschrieben werden, m\u00fcndliche Weitergabe gen\u00fcgt nicht,<\/li>\n<li>ein \u201einterest pocket\u201c vorangestellt haben, das den Sch\u00fcler neugierig macht und seine Motivation anregt,<\/li>\n<li>deutlich sagen, was es erfordern wird und welchen Schwierigkeiten der Sch\u00fcler begegnen kann (Es kann auch die Bemerkung \u201eMit dem Lehrer sprechen!\u201c noch dazu kommen.),<\/li>\n<li>drei Ebenen von Differenzierung beinhalten:<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Niveaudifferenzierung,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Interessendifferenzierung,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Differenzierung nach Umfang und Zeit der Aufgabe und<\/p>\n<ul>\n<li>aus neun Teilen bestehen (Siehe unten!).<\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00dcber die Gestaltung von \u201ePensen\u201c<\/h4>\n<p>Helen Parkhurst verlangt nicht nur <em>f\u00e4cher\u00fcbergreifende <\/em>Fragestellungen, sondern auch eingehende Absprachen aller beteiligten Kollegen in eigenen Planungskonferenzen. Zur Gestaltung der Studierleitf\u00e4den legt Helen Parkhurst fest, dass jedem Sch\u00fcler die gesamte Studieranleitung\u00a0 f\u00fcr einen \u201ejob<strong>.<\/strong>\u201c<a href=\"#_ftn27\" title=\"\">[27]<\/a> in einer schriftlich und einheitlich gestalteten Fassung zu \u00fcbergeben sei. Aufgaben und Anweisungen sind f\u00fcr die Sch\u00fcler vom Lehrer her zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<h5>Vorschlag f\u00fcr den formalen Aufbau einer Monatsaufgabe:<\/h5>\n<ul>\n<li><em>Preface<\/em>: Strukturierung der Aufgabe, Unterst\u00fctzung der Arbeitsplanung und Motivierung des Sch\u00fclers; vergleichbar mit den so genannten \u201eadvance organizers\u201c (inhaltsbezogene Organisationshilfen). Ankn\u00fcpfung an die Alltagserfahrungen und Interessenlagen der Lernenden.<\/li>\n<li><em>Topic<\/em>: Dient der thematischen Orientierung der Sch\u00fcler.<\/li>\n<li><em>Problems<\/em>:<a href=\"#_ftn28\" title=\"\">[28]<\/a> Verzeichnis der Aufgaben, die der Sch\u00fcler im gegebenen assignment zu bew\u00e4ltigen hat, gegebenenfalls unterteilt in:<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Written work und<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Memory work.<\/p>\n<ul>\n<li><em>Conferences<\/em>: Hier wird dem Sch\u00fcler mitgeteilt, wann Fachunterrichtsstunden zu bestimmten Themen stattfinden.<\/li>\n<li><em>References<\/em>: In dieser Rubrik finden die Sch\u00fcler die entsprechenden Literaturangaben bzw. Nachschlagewerke oder Fachliteratur.<\/li>\n<li><em>Equivalents<\/em>: Hier soll angegeben werden, wie die Sch\u00fcler den Fortschritt w\u00e4hrend der Arbeit am Pensum<strong>.<\/strong> vermerken k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><em>Bulletin Studium<\/em>: Mitteilungen auf dem Organisationsbrett, die w\u00e4hrend der Arbeit gemacht werden k\u00f6nnen und die hilfreich f\u00fcr die Erledigung des Pensums sind.<\/li>\n<li><em>Departmental cuts<\/em>: Mitteilungen, welche Leistungen auch von einem anderen Fach anerkannt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese genannten Organisationsprinzipien sind jedoch nach Aussagen Helen Parkhursts eindeutig den p\u00e4dagogischen Prinzipien nachzuordnen:<\/p>\n<p>Danach sollen Pensen vielmehr:<\/p>\n<ul>\n<li>ein partnerschaftlich-kooperatives Lehrer-Sch\u00fclerverh\u00e4ltnis signalisieren,<\/li>\n<li>die Freiarbeit gezielt mit der Klassen- oder Gruppenarbeit verbinden,<\/li>\n<li>die M\u00f6glichkeiten f\u00e4cher\u00fcbergreifender Verbindungen wahrnehmen,<\/li>\n<li>die Aufgaben auf die Lernumgebung beziehen und<\/li>\n<li>die Aufgaben so konzipieren, dass ein selbst\u00e4ndiges Studium und eine selbst\u00e4ndige Bew\u00e4ltigung der Lernaufgaben durch den Sch\u00fcler m\u00f6glich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0\u201eDas \u201etypische\u201c Daltonplan-Pensum<strong>.<\/strong> konfrontiert den Sch\u00fcler mit Aufgaben, die er selbst\u00e4ndig bearbeiten soll und deren Vielfalt vom Auswendiglernen von Fakten \u00fcber die bedeutungsbezogene Aneignung von Wissen oder fachspezifischen Methoden bis zum probleml\u00f6senden Denken und zur Arbeit an den Lern- und Probleml\u00f6sungsstrategien selbst reicht. Auch der kommunikative (gemeinsame Arbeit, Diskussion), kreative oder projekt- bzw. produktorientierte Aspekt muss keinesfalls aus dem Anwendungsbereich ausgeklammert werden, und dies gilt f\u00fcr alle Themengebiete und F\u00e4cher.\u201c<a href=\"#_ftn29\" title=\"\">[29]<\/a><\/p>\n<h5>Organisatorisches zu den Pensen<\/h5>\n<p>Die Pensen k\u00f6nnen auch auf speziellen Pensenbrettern angeschlagen werden. Diese Bretter k\u00f6nnen von Schule zu Schule verschieden sein. Ebenso die \u00e4u\u00dfere Form der Pensen (siehe Beispiele!).<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler sollen auch festhalten, wann sie mit einem Pensum<strong>.<\/strong> fertig geworden sind. Im sogenannten \u201escholar\u2019s graph\u201c beschreibt der Sch\u00fcler, mit welchen Teilen er bereits fertig ist. Im \u201eteacher\u2019s subject\u201c, einem Register f\u00fcr die Lerngruppen, verschafft sich der Lehrer einen entsprechenden \u00dcberblick \u00fcber die Namen der Sch\u00fcler und die Pensumteile.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler benutzen f\u00fcr die Markierung der fertiggestellten Teile ein Farbsystem, das von Schule zu Schule differieren kann. Eine bestimmte Farbe zeigt an, an welchem Tag ein Kind mit einem bestimmten Teil eines Pensums besch\u00e4ftigt war. Hat ein Kind am Dienstag gerechnet, und der Dienstag hat die Farbe Gelb, so kommt hinter die Rechenaufgabe des Pensums eine gelbe Markierung.<\/p>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Leistungsfeststellung. und Beurteilung<\/p>\n<p>Die Kontrolle der Lernfortschritte erfolgt f\u00fcr die Arbeiten der Daltonphase vornehmlich im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch zwischen Lehrer und Sch\u00fcler. Dies wird erg\u00e4nzt durch monatliche Tests, in denen das Pensum<strong>.<\/strong> des \u201ejobs\u201c schriftlich gepr\u00fcft wird. Erst wenn der Sch\u00fcler hier ausreichende Leistungen in Bezug auf das beidseitig vorgenommene Lernziel erzielt, wird das n\u00e4chste Pensum vergeben. In nicht wenigen Daltonplan<strong>.<\/strong>-Schulen werden auch Noten oder verbale Beurteilungen vergeben.<\/p>\n<p>Ein integraler Bestandteil des Konzeptes von Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> ist die schriftliche Aufzeichnung der Lernfortschritte: Bei diesem Aufzeichnungssystem handelt es sich um drei so genannte \u201eGraphen\u201c (\u201egraphs\u201c), Tabellen, die den Lernstand und -fortschritt visualisieren:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Instructor\u2019s Laboratory Graph<\/em>: Der Fachlehrer verzeichnet die Namen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die er unterrichtet, und markiert die Anzahl der erarbeiteten units hinter den entsprechenden Namen.<\/li>\n<li><em>Pupil\u2019s Contract Graph<\/em>: Pers\u00f6nliche Monatskarte der Sch\u00fcler, in die sie die Anzahl der units eintragen \u2013 Planungshilfe f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrer<\/li>\n<li><em>Form or House Graph<\/em>: In dieser \u00dcbersicht sind die units der \u201edaltonisierten\u201c F\u00e4cher einer Lerngruppe dargestellt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daltonisierte F\u00e4cher sind in der Regel die F\u00e4cher, wie Mathematik, Sprache, Sachunterricht. Der Lernstoff aus diesen F\u00e4chern wird dann in Lernaufgaben \u00fcber einen bestimmten Zeitraum zum selbst\u00e4ndigen Lernen gegeben. Diese Lernaufgaben werden auch f\u00e4cher\u00fcbergreifend konstruiert. Neben den Daltonstunden gibt auch in den erw\u00e4hnten F\u00e4chern aber vor allem in den musischen und k\u00fcnstlerischen F\u00e4chern und in der Leibeserziehung gemeinsamen Unterricht.<\/p>\n<h3>Zusammenfassung<\/h3>\n<p>Wir k\u00f6nnen den Daltonplan<strong>.<\/strong> Helen Parkhursts als <em>Konzeption selbstgesteuerten Lernens<\/em> betrachten, dessen Bandbreite innerhalb des schulischen Lernens vom rezeptiven bis zum entdeckenden Lernen reicht. Die organisatorischen Ma\u00dfnahmen des Daltonplanes zielen darauf ab, das Lernen au\u00dferhalb geplanter Lehrveranstaltungen zu erm\u00f6glichen und die den Handlungsspielraum der Sch\u00fcler zu erweitern. Das oberste p\u00e4dagogische Ziel ist in der Zielnorm \u201e<em>the fearless human being &#8230; who knows how<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn31\" title=\"\">[31]<\/a> postuliert.<\/p>\n<h3>Fragen, die noch bleiben k\u00f6nnten:<\/h3>\n<p><em>Verwenden die Sch\u00fcler nicht zu viel Zeit f\u00fcr Gegenst\u00e4nde, die sie gerne machen und zu wenig in den Gebieten, in denen sie Schwierigkeiten haben?<\/em><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann der Sch\u00fcler durch den Wegfall des Stundenplanes seine Zeit besser einteilen. Es wird auch Aufgabe des Lehrers sein, mit den Sch\u00fclern die Zeit so einteilen zu lernen, dass allen Gebieten die notwendige Aufmerksamkeit zukommt. Hier hat der Sch\u00fcler aber die M\u00f6glichkeit, sich den F\u00e4chern, in denen er Schwierigkeiten hat, l\u00e4nger zu widmen.<\/p>\n<p><em>Wie verh\u00e4lt es sich mit der Disziplin der Sch\u00fcler? <\/em><\/p>\n<p>Wenn Sch\u00fcler in einer Schule aktiv sein k\u00f6nnen, wird die Disziplinfrage auf einen kleinen Teil des Schulgeschehens reduziert.<\/p>\n<p>\u201eDie freie Gestaltung des Zusammenlebens in den Montessori<strong>.<\/strong>&#8211; und Daltonschulen l\u00f6st die leidige Disziplinfrage scheinbar \u201evon selbst\u201c. Durch das Vertrauen wird jene geistige Schicht im Sch\u00fcler angesprochen, durch die er sich selbst verantwortlich wei\u00df f\u00fcr die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sitte in der Gemeinschaft\u201c<a href=\"#_ftn32\" title=\"\">[32]<\/a><\/p>\n<p><em>Wie wird der Lehrplan verwirklicht?<\/em><\/p>\n<p>Bei der Konstruktion der Lernaufgaben m\u00fcssen die Lehrerinnen und Lehrer immer vom g\u00fcltigen Lehrplan ausgehen. Dadurch wird der Lehrplan selbstverst\u00e4ndlich erf\u00fcllt. Durch die Ber\u00fccksichtigung der Interessen der Sch\u00fcler wird der Lehrplan in sinnvoller und interessanter Weise erg\u00e4nzt. Gerade dadurch, dass auch von den Sch\u00fclerinteressen ausgegangen wird, wird die Schule auch interessanter.<\/p>\n<p><em>Kann ein Lehrer denn einem Sch\u00fcler in allen F\u00e4chern helfen?<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Daltonstunden steht jedem Sch\u00fcler ein Lehrerteam zur Verf\u00fcgung. Jeder Sch\u00fcler wei\u00df genau, an welchen Lehrer er sich z. B. mit einem mathematischen Problem wenden kann. Das Lehrerteam muss bei der Planung der Lernaufgaben, bei der Dokumentation der Sch\u00fclerarbeiten und bei der Beratung der Sch\u00fcler immer eng zusammenarbeiten.<\/p>\n<p><em>Kann ein Sch\u00fcler jederzeit auch in eine andere Schule \u00fcbertreten?<\/em><\/p>\n<p>Ein \u00dcbertritt ist jederzeit m\u00f6glich, da der Lehrplan erf\u00fcllt wird. Der Sch\u00fcler wird sich auf die Methoden der anderen Schule einstellen m\u00fcssen, kann dies aber wahrscheinlich gut, weil er gelernt hat, selbst\u00e4ndig und kooperativ zu lernen und zu arbeiten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Literatur:<\/h3>\n<p align=\"left\">Popp, Susanne, Der Daltonplan in Theorie und Praxis. Ein aktuelles reformp\u00e4dagogisches Modell zur F\u00f6rderung selbst\u00e4ndigen Lernens in der Sekundarstufe, Bad Heilbrunn 1995<\/p>\n<p align=\"left\">Parkhurst, Helen, Education on the Dalton Plan. With an Introduction by T. P. Nunn, M. A. D. Sc., Professor of Education, University of London; and Contributions by Rosa Bassett, M. B. E., B. A., John Eades, and Belle Rennie, Hon. Sec. of the Dalton Association, 4., erw. Aufl. London 1924<\/p>\n<p align=\"left\">Janssen, C. J., Der Daltonunterricht und seine Stelle innerhalb reformp\u00e4dagogischer Auffassungen. unver\u00f6ffentlichtes Typoskript<\/p>\n<p align=\"left\">Montessori, Maria, Grundlagen meiner P\u00e4dagogik, Heidelberg 1968 (M\u00fcnchen 1934)<\/p>\n<p align=\"left\">Standing, E. M., Maria Montessori, \u00dcber die Bedeutung der \u00dcbungen des t\u00e4glichen Lebens, Oberursel o. J.<\/p>\n<p align=\"left\">De Bonkelar, openbare Daltonschool for Daltononderwijs, Maardijk 87D, NL-7609 PP Almelo<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Popp, Susanne, Der Daltonplan<strong>.<\/strong> in Theorie und Praxis. Ein aktuelles reformp\u00e4dagogisches Modell zur F\u00f6rderung selbst\u00e4ndigen Lernens in der Sekundarstufe, Bad Heilbrunn 1995<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Die Bezeichnung \u201ePlan\u201c wird verwendet f\u00fcr die in der reformp\u00e4dagogischen Bewegung der Jahrhundertwende und zu Beginn unseres Jahrhunderts entstandenen Reformprojekte, wie z. B. auch Jenaplan<strong>.<\/strong>, Winnetkaplan, Puebloplan, usw.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. With an Introduction by T. P. Nunn, M. A. D. Sc., Professor of Education, University of London; and Contributions by Rosa Bassett, M. B. E., B. A., John Eades, and Belle Rennie, Hon. Sec. of the Dalton Association, 4., erw. Aufl. London 1924, S. 84 zitiert nach: Popp, Susanne, Der Daltonplan in Theorie und Praxis.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 84<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Die vier \u201eatlantischen Freiheiten\u201c (freedom of speech, freedom of religious worship, freedom from want und freedom from fear), von denen Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> wahrscheinlich in ihrem Freiheitsbegriff beeinflusst worden ist, nennen beide Bedeutungen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Vergleiche auch das Erziehungs- (besser Entwicklungs-)konzept zur Selbstbestimmung<strong>.<\/strong> von Maria\u00a0Montessori<strong>.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Pensum<strong>.<\/strong> \u2013 eine didaktisch fundierte und methodisch durchdachte Lernaufgabe.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Jeder Tag hat eine bestimmte Farbe. Mit dieser Farbe wird die Erledigung einer Aufgabe auf dem Arbeitsplan markiert. So haben Lehrer und Sch\u00fcler den \u00dcberblick, wann welche Aufgabe erledigt worden ist.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" title=\"\">[9]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zitat nach Helen Parkhurst<strong>.<\/strong> aus dem unver\u00f6ffentlichten Typoskript von Janssen, C. J., Der Daltonunterricht und seine Stelle innerhalb reformp\u00e4dagogischer Auffassungen. unver\u00f6ffentlichtes Typoskript, S. 12<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" title=\"\">[10]<\/a> \u00a0\u00a0 Janssen, C. J., Der Daltonunterricht &#8230;, S. 12<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" title=\"\">[11]<\/a> \u00a0\u00a0 Dabei handelt es sich bei H. Parkhurst<strong>.<\/strong> \u2013 wie bei den meisten der Reformp\u00e4dagogen \u2013 nicht mehr um die uns bekannte Jahrgangsklasse.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" title=\"\">[12]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Popp, Susanne, Der Daltonplan in Theorie und Praxis. S. 93<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" title=\"\">[13]<\/a> \u00a0\u00a0 Janssen, C. J., Der Daltonunterricht &#8230;, S. 13<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" title=\"\">[14]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 23<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" title=\"\">[15]<\/a> \u00a0\u00a0 flei\u00dfig, aufrichtig, geistig offen und unabh\u00e4ngig<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" title=\"\">[16]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 100<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" title=\"\">[17]<\/a> \u00a0\u00a0 Montessori<strong>.<\/strong>, Maria, Grundlagen meiner P\u00e4dagogik, Heidelberg 1968 (M\u00fcnchen 1934), S. 23 und Standing, E. M., Maria Montessori, \u00dcber die Bedeutung der \u00dcbungen des t\u00e4glichen Lebens, Oberursel o. J.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" title=\"\">[18]<\/a> \u00a0\u00a0 Janssen, C. J., Der Daltonunterricht &#8230;, S. 16<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" title=\"\">[19]<\/a> \u00a0\u00a0 Janssen, C. J., Der Daltonunterricht &#8230;, S. 17<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" title=\"\">[20]<\/a> \u00a0\u00a0 Vergleiche hier vor allem das Konzept Peter Petersens, das in seinem Ansatz ein ganz \u00e4hnliches Selbstverst\u00e4ndnis enth\u00e4lt<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" title=\"\">[21]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 24<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" title=\"\">[22]<\/a> \u00a0\u00a0 Vergleiche Popp, Susanne, Der Daltonplan<strong>.<\/strong> in Theorie und Praxis. S. 105<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" title=\"\">[23]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 16<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" title=\"\">[24]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 28<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" title=\"\">[25]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. Popp, Susanne, Der Daltonplan<strong>.<\/strong> in Theorie und Praxis. S. 118<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" title=\"\">[26]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst<strong>.<\/strong>, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 49<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" title=\"\">[27]<\/a> \u00a0\u00a0 mehrw\u00f6chiges Pensum<strong>.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" title=\"\">[28]<\/a> \u00a0\u00a0 2 Teile eines Pensums<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" title=\"\">[29]<\/a> \u00a0\u00a0 Popp, Susanne, Der Daltonplan in Theorie und Praxis. S. 134<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" title=\"\">[30]<\/a> \u00a0\u00a0 De Bonkelar, openbare Daltonschool for Daltononderwijs, Maardijk 87D, NL-7609 PP Almelo<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" title=\"\">[31]<\/a> \u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton Plan. S. 7<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" title=\"\">[32]<\/a> \u00a0\u00a0 R\u00f6hrs, Hermann, in: Janssen, C. J., Der Daltonunterricht &#8230;, S. 35<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helen Parkhurst sah in ihrem Daltonplan ein erstes Reforminstrumentarium, um [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-10","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-daltonplan-paedagogik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}