{"id":13,"date":"2013-12-17T17:33:58","date_gmt":"2013-12-17T17:33:58","guid":{"rendered":"?p=13"},"modified":"2013-12-17T17:33:58","modified_gmt":"2013-12-17T17:33:58","slug":"parkhurst-helen-erziehung-und-unterricht-nach-dem-daltonplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=13","title":{"rendered":"Parkhurst, Helen: Erziehung und Unterricht nach dem Daltonplan"},"content":{"rendered":"<p class=\"A1\" align=\"left\">UNTERRICHT NACH DEM DALTONPLAN von HELEN PARKHURST, Schulleiterin der Children&#8217;s University School. Mit einem Vorwort von T. P. NUNN, M.A., D.Sc. Professor der P\u00e4dagogik, University of London, Schulleiter des London Day Training College, University of London. Beitr\u00e4ge von ROSA BASSETT, M.B.E., B.A. und JOHN EADES. NEW YORK 1933. E. P. DUTTON &amp; COMPANY. 681 Fifth Avenue (\u00dcbersetzung: Harald Eichelberger; Vorarbeit zur deutschen \u00dcbersetzung: C. J. Jannsen; final check Diana Eastment May 2006)<\/p>\n<p><em>Der Antrieb unsere Vergangenheit aufzuzeichnen und daraus eine sinnvolle Schlussfolgerung abzuleiten, bildet einen Teil des menschlichen Bed\u00fcrfnisses zu wissen wer wir sind&#8230; Die Dalton Schule ist ein bedeutender Teil des Lebens derjenigen die ihre Sch\u00fcler und ihr Team sind&#8230; Sie ist auch Tr\u00e4gerin ihrer eigenen Werte, Ideale und Traditionen; um zu verstehen warum sie gegr\u00fcndet wurde und wie sie sich entwickelte bedeutet wertvolle Einsicht in die Geschichte der amerikanischen P\u00e4dagogik zu erhalten. <\/em>(Diane Ravitch, EDP)<\/p>\n<p>Zitiert aus: Eichelberger, Harald &amp; Laner, Christian (Hrsg.): Zukunft Reformp\u00e4dagogik. Neue Kraft f\u00fcr eine moderne Schule. Studienverlag. Innsbruck 2007. S. 151.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Helen Parkhurst<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">UNTERRICHT NACH DEM DALTONPLAN<\/p>\n<p>Einleitung<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Der Antrieb unsere Vergangenheit aufzuzeichnen und daraus eine sinnvolle Schlussfolgerung abzuleiten, bildet einen Teil des menschlichen Bed\u00fcrfnisses zu wissen wer wir sind&#8230; Die Dalton Schule ist ein bedeutender Teil des Lebens derjenigen die ihre Sch\u00fcler und ihr Team sind&#8230; Sie ist auch Tr\u00e4gerin ihrer eigenen Werte, Ideale und Traditionen; um zu verstehen warum sie gegr\u00fcndet wurde und wie sie sich entwickelte bedeutet wertvolle Einsicht in die Geschichte der amerikanischen P\u00e4dagogik zu erhalten.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Diane Ravitch<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Adjunct Associate Professor<br \/> der Geschichte und Erziehung<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Lehrerausbildung<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Columbia University<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4hrend der Feier zum sechzigj\u00e4hrigen Bestehen der Dalton Schule im Schuljahr 1980-1981, erkundigten sich viele Eltern, Lehrer und ehemalige Sch\u00fcler nach <em>Education on the Dalton Plan<\/em>, von Helen Parkhurst. Das ist das Buch in dem Miss Parkhurst die Geschichte und die Einf\u00fchrung des Dalton Plans und die Anf\u00e4nge der Dalton Schule beschreibt. Ungl\u00fccklicherweise war das Buch zur Zeit der Geburtstagsfeiern vergriffen und wir konnten die Menschen nur auf die wenigen Exemplare verweisen, die sich in der Dalton Bibliothek befanden.<\/p>\n<p class=\"A1\">In Anbetracht des gro\u00dfen Interesses f\u00fcr <em>Education on the Dalton Plan<\/em> haben wir diese spezielle neue Auflage ver\u00f6ffentlicht um das sechzigsten Geburtstag der Schule zu feiern.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dr. Gardner P. Dunnan<\/p>\n<p class=\"A1\">Schulleiter<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Dalton Schule<\/p>\n<p class=\"A1\">New York City<\/p>\n<p class=\"A1\">J\u00e4nner 1982<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Jahre 1922 ver\u00f6ffentlichte Helen Parkhurst <em>Education on the Dalton Plan<\/em>, ein Buch das rasch in vierzehn Sprachen \u00fcbersetzt wurde. In vielerlei Hinsicht ist dieses Buch heute f\u00fcr die Erziehungswelt ebenso wichtig wie es damals war.<\/p>\n<p class=\"A1\">Damals war Helen Parkhurst \u201eEducation Director of the Children&#8217;s University School\u201c, einer kleinen aber bewegten Schule an der West Side die zwei Jahre sp\u00e4ter in The Dalton School umbenannt wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Als Dalton seinen sechzigsten Geburtstag feierte, legten wir das Buch als Antwort auf vielen Bitten neu auf. Es wurde weit verbreitet und wird regelm\u00e4\u00dfig jedem neuen Lehrer in der Daltonschule geschenkt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieses Jahr, in dem wir den f\u00fcnfundsiebzigsten Geburtstag der Dalton School feiern, ist es angebracht dass <em>Education on the Dalton Plan<\/em> wiederum neu aufgelegt wird, denn es enth\u00e4lt den Kern von Helen Parkhurst&#8217;s bemerkenswerter Vision \u2013 einer Vision die noch immer unsere Arbeit lenkt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dr. Gardner P. Dunnan<\/p>\n<p class=\"A1\">Headmaster<\/p>\n<p class=\"A1\">The Dalton School<\/p>\n<p class=\"A1\">September 1994.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein 75-j\u00e4hriger Geburtstag ist immer eine besondere Gelegenheit. In der Daltonschule bietet uns diese Feier die Gelegenheit um sowohl unsere bewegte Geschichte zu \u00fcberdenken als auch in eine gro\u00dfartige und aufregende Zukunft zu blicken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die einzigartigen Qualit\u00e4ten die Dalton so au\u00dferordentlich gemacht haben wurden zuerst von Helen Parkhurst in ihrem Buch <em>Education on the Dalton Plan<\/em> in Worten gefasst.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir freuen uns dar\u00fcber, dass es als ein Teil der Feierlichkeiten zu Daltons 75-j\u00e4hrigem Geburtstag aufs Neue verlegt wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Norma Smith and<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Randy Smith Aberg &#8217;78<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Co-Chairpersons<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Komitee zum 75. Geburtstag<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">September 1994<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">UNTERRICHT NACH DEM DALTONPLAN<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">von<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">HELEN PARKHURST<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Schulleiterin der Children&#8217;s University School<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Mit einem Vorwort von<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">T. P. NUNN, M.A., D. Sc.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Professor der P\u00e4dagogik, University of London<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Schulleiter des London Day Training College,<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">University of London<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Beitr\u00e4ge von ROSA BASSETT, M.B.E., B.A.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">und JOHN EADES<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">NEW YORK<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">E.P. DUTTON &amp; COMPANY<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">681 Fifth Avenue<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Aus Liebe<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">MRS. W. MURRAY CRANE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">MRS. ANNE A. SAUNDERSON<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">und<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">MISS BELLE RENNIE<\/p>\n<p class=\"A1\">GEWIDMET, deren groSSz\u00fcgige Hilfe und Ermutigung es m\u00f6glich gemacht haben den Dalton Arbeitsplan der erziehungsWelt zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eEs gibt eine Art geheimnisvolle Umbruch in der Menschheit in der Art und Weise wie neue Sachen entstehen, die uns Respekt einfl\u00f6\u00dft. In einem gewissen Augenblick erscheint etwas was die Menschheit braucht, gleichzeitig in so vielen Winkeln, dass der Anspruch eines Einzelnen auf die Entdeckung immer bestritten wird und deutlich Gott zu geh\u00f6ren scheint, offenbart durch einen Menschen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"right\">EDWARD SEGUIN.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">VORWORT<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich m\u00f6chte die Gelegenheit benutzen um meinen Dank auszusprechen f\u00fcr die unersch\u00f6pfliche Sympathie und Unterst\u00fctzung, die mir und meiner Arbeit durch das Elternkomitee und den Lehrern der Children&#8217;s University School seitens Ernest Jackman, Schulleiter der Dalton High School, Dr. M. V. O&#8217;Shea der Wisconsin Universit\u00e4t, Miss Helen Hutchins Weist, die mir in England und Amerika half, und Mr. John Macrae, Vizepr\u00e4sident von E. P. Dutton &amp; Co, dessen Interesse und kluge Voraussicht Miss Evelyn Deweys Buch \u00fcber den Dalton Plan herausbrachte und somit der erzieherischen \u00d6ffentlichkeit das erste Werk \u00fcber den Dalton Plan schenkte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zu denen, welchen ich in England f\u00fcr Rat und Ermutigung Dank schulde geh\u00f6ren Sir Michael Sadler, Mr. Edmond Holmes, Dr. C. W. Kimmins und Professor T. P. Nunn, der so freundlich war die Einleitung zu diesem Buche zu schreiben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mein Dank geb\u00fchrt auch Miss Rosa Bassett, die als Erste den Plan in der gr\u00f6\u00dften Fortbildungsschule f\u00fcr M\u00e4dchen in London einf\u00fchrte und Mr. John Eades, Schulleiter einer gro\u00dfen Schule f\u00fcr Knaben in Leeds, die mit wertvollen Berichten \u00fcber die Experimente mit dem Dalton Laboratory Plan beigetragen haben.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"right\">Helen Parkhurst.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Children&#8217;s University School.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Juni 1922.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">EINLEITUNG<\/p>\n<p class=\"A1\">Lehren und Lernen sind seit dem Anfang der menschlichen Gesellschaft untrennbar mit einander verbunden. In diesem Buche untersucht Miss Helen Parkhurst wie sie am besten zusammengef\u00fcgt werden k\u00f6nnen und gibt eine endg\u00fcltige Antwort auf diese Frage.<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr viele Personen, sowohl f\u00fcr Lehrer als auch f\u00fcr Laien, scheinen Frage und Antwort heute \u00fcberfl\u00fcssig. Jeder weis ja hinreichend was es bedeutet zu lehren und zu lernen! Und ist eine Diskussion \u00fcber so simple Dinge nicht zwangsl\u00e4ufig eine dieser \u00dcbungen in Wortklauberei, die zwar Pedanten und Exzentriker erfreuen, jedoch einen Grund der Irritation f\u00fcr vern\u00fcnftige Menschen darstellen? Es gen\u00fcgt, derartigen Einspr\u00fcchen entgegenzuhalten, dass das Thema nicht so einfach sein kann, da es diesbez\u00fcglich immer gro\u00dfe und bedeutende Meinungsverschiedenheiten gegeben hat und auch heute noch gibt. Eine neue Debatte, gef\u00fchrt in dem praktischen Geist, der auch die folgenden Seiten inspirierte ist n\u00f6tig, selbst wenn sie uns nur dazu auffordert, anerkannte Ideen zu hinterfragen und uns davon zu \u00fcberzeugen dass sie richtig sind. In der Erziehung ist wie in allen Lebensphilosophien ein gewisser \u201eZweifel am Instrument\u201c (wie Mr. Wells es nannte) notwendig, wenn sich Fortschritt nicht in Routine verwandeln soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die zentrale Frage des Lehren und Lernens k\u00f6nnte folgenderma\u00dfen lauten: Was ist die richtige Aufteilung von Initiative und Verantwortung zwischen Lehrer und Sch\u00fcler? Die Antwort darauf h\u00e4ngt offenbar von der nat\u00fcrlichen Einstellung des Sch\u00fclers hinsichtlich des Lernens, vom Verst\u00e4ndnis (bewusst oder unbewusst) der eigenen Bed\u00fcrfnisse und von der Willenskraft um diese zu befriedigen ab. \u00dcber diese Punkte waren fr\u00fcher sehr pessimistische Ansichten weit verbreitet. Ein Knabe, so glaubte man, kann unm\u00f6glich wissen was gut f\u00fcr ihn ist und wenn er, wie eine Schnecke, mit Widerwillen zur Schule kriecht, wird er dort nur das lernen zu dem er gezwungen wird. Initiative und Verantwortung liegen dann fast v\u00f6llig bei seinen Lehrern. Es liegt an ihnen zu entscheiden, was unterrichtet werden soll, aber auch wie und wann es gelernt werden soll. Die Beteiligung des Knaben an dieser Sache ist lediglich seine Aufgaben zu erledigen, oder, wenn dies nicht gelingt, die Strafe f\u00fcr Faulheit, Dummheit oder Unfolgsamkeit auf sich zu nehmen. Diese Theorie negiert nicht v\u00f6llig dass Knaben und M\u00e4dchen nat\u00fcrliche Interessen haben und diesen gerne nachgehen m\u00f6chten, aber sie betrachtet diese eher als Feind denn als den Freund des Lehrers. \u201eSchau mal was Budge und Tod machen und sage ihnen dass sie damit aufh\u00f6ren sollen\u201c, entspricht der generellen Haltung gegen\u00fcber der Initiative der Jugend. Was das Lernen in der Schule betrifft, so besteht die Arbeitshypothese aus der Idee, dass der Verstand des Kindes ein glattes Wachstablett ist, das nur darauf wartet, die Schriftzeichen zu empfangen, die der Lehrer darauf einpr\u00e4gen will, oder ( wie Dickens&#8216; Mr M&#8217;Choakumchild dachte) ein leeres Gef\u00e4\u00df, das nach seinem Ermessen mit \u201eganzen Gallonen von Tatsachen\u201c gef\u00fcllt werden soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In derart rohen Formen wird diese Ansicht kaum mehr bei einer verantwortlichen Stelle zu finden sein. Sogar Bernard Shaw, der so eine schlechte Meinung von Schulen hat, leugnet nicht, dass Knaben und M\u00e4dchen innerhalb der Schule oft viel gl\u00fccklicher sind als au\u00dferhalb. Und es besteht kein Zweifel, dass sie nun gl\u00fccklicher sind und ihre Schulzeit h\u00e4ufiger n\u00fctzlich verbringen als fr\u00fcher, weil der moderne Lehrer sozusagen ihre nat\u00fcrlichen Aktivit\u00e4ten offiziell anerkannt hat und ihnen bis zu einem gewissen Grad erlaubt, Partner im Management ihrer eigenen Leben zu sein \u2013 kurz, weil Mr M&#8217;Choakumchild endg\u00fcltig tot ist. Trotzdem ist es f\u00fcr einen Zyniker m\u00f6glich darauf zu bestehen, dass sein Geist weiterleben wird solange es zwei Instanzen gibt, die zusammen den Kern seiner Erziehungsphilosophie bilden. Diese Instanzen sind: der \u00fcbliche schulische Stundenplan und das gebr\u00e4uchliche System des Frontalunterrichts. Denn der Stundenplan entstand in der Annahme, dass der Lehrer bestimmen sollte was seine Sch\u00fcler zu jeder Stunde ihres Schulleben zu tun haben, und der Frontalunterricht entstand im Glauben, dass er die unterschiedlichen Arten und Tempi der Bewegung, die einen Geist vom andern unterscheiden, ignorieren kann und f\u00fcnf oder zwanzig (oder hundert) Geister so behandeln kann, als w\u00e4ren sie nur einer.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nun k\u00f6nnte man zur Verteidigung sagen, dass eine Instanz sehr wertvoll sein kann, obwohl sie keinen angesehenen Ursprung hat, und dass \u201ewas am besten verwaltet wird, auch am besten ist\u201c, und dass tats\u00e4chlich sehr viel Gutes in Schulen geschieht, in denen man noch nie \u00fcber eine Alternative zum Frontalunterricht nachgedacht hat. Das alles ist zweifellos wahr. Die alte Maschinerie wurde von einem neuen Geist erfasst, aber gerade die gro\u00dfe Kompetenz und die Menschlichkeit mit der man sie jetzt handhabt, haben viele Beobachter zum \u201eZweifel am Instrument\u201c gef\u00fchrt, d. h. zum Zweifel ob das Klassensystem nicht die Grenzen seiner N\u00fctzlichkeit erreicht hat, und ob es nicht erg\u00e4nzt, wenn nicht sogar ersetzt werden sollte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vor kurzem \u00e4u\u00dferte sich dazu der Verfasser dieser Zeilen in einer Passage, die \u2013 da sie \u00fcber diese Krankheit hinaus hin zu einer m\u00f6glichen L\u00f6sung blickt \u2013 hier erw\u00e4hnt werden soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eSie alle kennen das, wie ein bekanntes Wort beharrlich angestarrt, pl\u00f6tzlich fast beunruhigend fremd und bedeutungslos wird \u2013 wie (wie William James sagte) es von der Seite ohne etwas Beseeltes in den Augen zur\u00fcck zu starren scheint. Sie werden dieselbe schauderhafte Erfahrung haben wenn Sie die Funktionsweise eines schulischen Stundenplans betrachten, nachdem Sie Ihren Geist gr\u00fcndlich von bekannten Assoziationen befreit haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Von 10.15 bis 11.00 Uhr sind f\u00fcnfundzwanzig Seelen gleichzeitig vertieft in die Theorie der quadratischen Gleichungen vertieft. P\u00fcnktlich zu Stundenende verschwindet pl\u00f6tzlich ihr Interesse an diesem Thema, und sie alle w\u00fcnschen \u00dcbung in der franz\u00f6sischen Phonetik! \u00c4hnlich dem \u00dcbereinkommen von Schauspielern auf der B\u00fchne \u201eist ihre Einstimmigkeit wunderbar\u201c \u2013 aber, wenn man dar\u00fcber nachdenkt, l\u00e4cherlich k\u00fcnstlich. K\u00f6nnen wir keinen Weg ausarbeiten unserer Bet\u00e4tigung nachzugehen, der besser mit der nat\u00fcrlichen Ebbe und Flut von Interesse und Aktivit\u00e4t \u00fcbereinstimmt?<\/p>\n<p class=\"A1\">Es k\u00f6nnte sein, dass das System von Spezialisten, oft ein unendliches Problem von den heutigen Regeln und Vorschriften, eine biegsame Organisation sehr wohl erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Ohne Zweifel muss es gewisse festgelegte Perioden kollektiver Arbeit geben, aber w\u00e4hrend des Rests des Tages k\u00f6nnte der Fachlehrraum ein \u201eSch\u00fclerraum\u201c sein, in dem Knaben oder M\u00e4dchen aus allen Klassen alleine oder in Gruppen arbeiten k\u00f6nnten, unabh\u00e4ngig von einander und f\u00fcr unterschiedliche Zeitspannen. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es notwendig, den Fortschritt von jedem Sch\u00fcler zu vermerken und zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob er einem vern\u00fcnftigen Studienplan folgt. Aber ich finde keinen Grund weshalb in solchen Dingen nicht Methoden wie jene der Caldicott Community verallgemeinert werden sollten.&#8220;<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">*<\/a><\/p>\n<p class=\"A1\">Jahre bevor diese Worte ge\u00e4u\u00dfert wurden hatte der Redner, wie zahllose andere Lehrer, mit so etwas wie diesem Plan mit einer Gruppe von Oberstufensch\u00fclern gearbeitet. Er hatte dabei die Arbeit von Professor Dewey und Miss Mason und vor allem die bemerkenswerten Reformen in der Kindergartenp\u00e4dagogik, inspiriert von Dr. Montessori vor Augen. Aber es war ihm nicht wirklich bewusst, dass das was er als einen Zukunftstraum vorlegte, bereits eine konkrete Tatsache auf der anderen Seite des Atlantiks war w\u00e4hrend er davon sprach. Miss Bell Rennie war es, die ihren vielen Verdienste hinzuf\u00fcgte, die P\u00e4dagogik weitergebracht zu haben, indem sie die britischen Lehrer auf Miss Parkhursts couragiertes und wohl durchdachtes Experiment aufmerksam machte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Miss Rennies kurzer Bericht \u00fcber den &#8222;Dalton Laboratory Plan&#8220; erschien in der Erziehungsbeilage der <em>Times<\/em> vom Mai 1920 und ihr gef\u00fcllter Postsack begann sofort zu zeigen wie weit verbreitet die Unzufriedenheit mit dem Frontalunterricht ist und wie viele Lehrer nach einem besseren Lehrmittel Ausschau halten. Ein Monat sp\u00e4ter wurde von Miss Rosa Bassett eine Wiederholung des amerikanischen Experiments im gro\u00dfen Ma\u00dfstab an der Streatham County Oberstufenschule initiiert. Im August wurden die ersten Resultate am Cardiff Treffen des Britischen Verbands diskutiert. Danach nahm das Interesse so rapide zu, dass, als Miss Parkhurst im Juli 1921 nach England kam, nicht f\u00fcr alle, die ihre Erl\u00e4uterungen zum \u201ePlan\u201c h\u00f6ren wollten Unterkunft konnte. Und als Miss Bassett die T\u00fcren ihrer Schule f\u00fcr Interessierte f\u00fcr drei Tage \u00f6ffnete, wurden die Stra\u00dfen von Streatham mit \u00fcber 2000 Pilgern beladen!<\/p>\n<p class=\"A1\">An dieser Stelle muss nichts \u00fcber den Plan selbst gesagt werden, weil ihn Miss Parkhurst sorgf\u00e4ltig und detailliert in den folgenden Kapiteln erkl\u00e4rt und Miss Bassett einen Bericht \u00fcber ihre Erfahrungen mit seiner Adaptation an eine gro\u00dfe englische Oberstufenschule hinzugef\u00fcgt hat. Es sei jedoch demjenigen, der die Ehre hat dieses Buch der \u00d6ffentlichkeit vorzustellen gestattet, die wissenschaftliche Weise in der es geschrieben ist zu empfehlen. Miss Parkhurst hat sich einem bestimmten Problem von gro\u00dfer praktischer Bedeutung gestellt: n\u00e4mlich wie man aus der gro\u00dfen Menge von p\u00e4dagogischen Anstrengungen, die man in Schulen anwendet, eine reichere Ernte an individueller Kultur und Leistungsf\u00e4higkeit einbringt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der \u201eDalton Laboratory Plan\u201c ist ihre L\u00f6sung. Keiner erkennt deutlicher als sie, dass es noch andere gibt und dass ihr Plan nicht das Endg\u00fcltige ist, sondern f\u00fcr n\u00fctzliche \u00c4nderung und Entwicklung empf\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Als Dr. Montessoris Arbeit in diesem Lande bekannt wurde, erhielt die Bewegung, die ein wenig barbarisch \u201eSelbstunterricht\u201c genannt wird, einen bemerkenswerten Impuls. Allerorts sind die Reformer nun damit besch\u00e4ftigt neue Wege der Durchf\u00fchrung der uralten Aufgabe der Erziehung zu \u00f6ffnen und zu erforschen. Einige sind \u201ewildere Gesellen\u201c, die geschworen haben sich von der alten Tradition und von allem was dazu geh\u00f6rt loszusagen. Diese m\u00f6gen einen Plan, der\u00a0 nicht einmal die Abschaffung von \u00f6ffentlichen Pr\u00fcfungen fordert als einen miserablen Kompromiss betrachten!<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber f\u00fcr weniger abenteuerliche Geister, die weniger eilen und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, bietet der \u201eDalton Plan\u201c einen Weg des Fortschritts, der sicher von allen jenen genommen werden kann, welche die Gabe von Intelligenz, Hingabe und Initiative haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">K\u00fchnheit und Urspr\u00fcnglichkeit sind typische Eigenschaften der amerikanischen Erziehung, und wir d\u00fcrfen hoffen, dass die derzeitige enge und gl\u00fcckliche Zusammenarbeit zwischen einer amerikanischen Lehrerin und den englischen M\u00e4nnern und Frauen die ihr folgen, auch typisch wird. Typisch amerikanisch ist auch die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, mit welcher Miss Parkhurst ihr finanzielles Interesse an diesem Buch der Heritage Craft School f\u00fcr behinderte Kinder in Chailey \u00fcbergab.<\/p>\n<p class=\"A1\">In jeder Hinsicht w\u00fcnschen wir dieser Unternehmung eine gute Entwicklung.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"right\">T. P. Nunn<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">University of London, <br \/> <em>April 1922.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">UNTERRICHT NACH DEM DALTONPLAN<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL I<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">DIE ANF\u00c4NGE DES DALTON LABORATORY PLAN<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Von den amerikanischen Denkern war Emerson einer der Ersten der erkannte und darauf hinwies, dass unser Unterrichtssystem ein Irrtum war, weil die Ideale auf welchen es gegr\u00fcndet worden war, ihre Bedeutung verloren hatten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eWir studieren Worte\u201c, schrieb er, \u201ewir werden f\u00fcr zehn oder f\u00fcnfzehn Jahre in Schulen, Colleges und H\u00f6rs\u00e4le eingesperrt und verlassen diese schlie\u00dflich mit einem Beutel Wind, mit einer Erinnerung an Worte, und wissen gar nichts\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">In einem j\u00fcngsten Interview wiederholte Thomas Edison, dessen einzige formale Bildung aus \u201eein wenig Unterricht durch seine Mutter\u201c bestand, diese Anklage:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDie M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Entwicklung des menschlichen Gehirns\u201c, sagte er, \u201esind fast unendlich. Aber wichtig ist, dass man junge Kinder nicht dazu zwingt, Dinge zu lernen, die sie nicht wollen. In dem Augenblick wo die Schule nicht ebenso interessant wie das Spiel ist, kommt sie mehr einer Verletzung glich. Ich wei\u00df nicht genau in welchem Alter das Gehirn eines Kindes zu schwinden beginnt, aber es geschieht irgendwo im Alter zwischen elf und vierzehn Jahren. Wenn man ein Kind dazu bringt, Dinge zu lernen, die es nicht interessieren und damit nicht aufh\u00f6rt bis es vierzehn Jahre alt ist, dann wird sein Gehirn f\u00fcr immer beeintr\u00e4chtigt sein. Es liegt in der Natur der Kinder dass sie gerne lernen. Sie besitzen eine gro\u00dfe Neugierde, aber sie m\u00fcssen f\u00fcr ein Thema interessiert werden. Unsere Unterrichtsmethoden versagen dabei. Ver\u00e4ndern wir diese Methoden und es wird viel mehr Begeisterte geben. Ich bin selber ein \u201eBegeisterter\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ist es denn ein Wunder, dass in den Vereinigten Staaten, wo jedermann auf Kosten des Staates ausgebildet werden kann, die Durchfallsrate an Colleges und Universit\u00e4ten, heute gr\u00f6\u00dfer als je zuvor in unserer Geschichte ist? Fr\u00fcher, als das erzieherische Feld viel kleiner als heute war, besuchten nur wenig Auserw\u00e4hlte ein College. Sie waren die geistige Oberschicht in jeder Familie. Sie wurden ausgew\u00e4hlt weil man glaubte, dass sie geeignet waren, die Vorteile einer h\u00f6heren Bildung zu genie\u00dfen. Somit wurden sie als \u00fcberlegene Wesen beurteilt und etikettiert, schon bevor sie dem Unterrichtsprozess unterworfen waren. Die Folge war, dass sie mehr oder weniger so vom College zur\u00fcckkamen wie sie hingegangen waren. Erziehung wurde damals als ein Privileg betrachtet und die Akademiker wurden automatisch zu einer Klasse f\u00fcr sich, \u00fcber jede Kritik erhaben. Ihre versteinerten Ansichten, die die Schule nur noch verst\u00e4rkt hatte, trennten sie von den einfacheren M\u00e4nnern und Frauen von denen sie abstammten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wie k\u00f6nnten sie etwas gemeinsam haben mit dem elterlichen Kampf und den elterlichen Opfern die es ihnen erm\u00f6glicht hatten, diese Vorteile zu genie\u00dfen? Es war ihnen weniger m\u00f6glich, Anteil am gew\u00f6hnlichen Haufen zu nehmen, weil sie ihre Schlichtheit gegen einen Sockel intellektueller Passivit\u00e4t eingewechselt hatten, der sie f\u00fcr die Gesellschaft daheim und drau\u00dfen nutzlos machte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das waren die Vereinigten Staaten von gestern. Heutzutage hat sich selbst die Bedeutung vom Unterricht ge\u00e4ndert. Er wird nicht l\u00e4nger als ein Ziel an sich, als ein Selbstzweck betrachtet. Und auf jedes einzelne Individuum, das sich in der Vergangenheit danach auf die Suche gemacht hat, kommen jetzt f\u00fcnfzig. So allgemein ist die Nachfrage nach Unterricht, dass die Minderheit, die den Vorteilen gleichg\u00fcltig gegen\u00fcbersteht, vernachl\u00e4ssigbar ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jetzt wo Schulen und Colleges bis zum Bersten gef\u00fcllt sind, werden Didaktiker mit neuen Problemen konfrontiert, sowohl in geistiger wie in materieller Hinsicht. Die Nachfrage ist nicht nur unendlich viel gr\u00f6\u00dfer als je zuvor, sondern es ist auch eine andere Art von Nachfrage. Fr\u00fcher besuchten die Sch\u00fcler die Schule, um zu bekommen was die Schule ihm zu bieten hatte; jetzt geht er zur Schule um ein bestimmtes Bed\u00fcrfnis an Selbstentfaltung zu befriedigen. Er hat keine Lust mehr gerade das zu erlernen was der Lehrer beabsichtigt ihn zu lehren. Die Schablone die f\u00fcr ehemalige Generationen von Sch\u00fclern reichte, reicht f\u00fcr ihn nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ungl\u00fccklicherweise sind die M\u00e4nner und Frauen, die in diesem alten System arbeiten und leben nicht nur an seiner Erhaltung interessiert, sondern sie haben auch fast unvermeidlich die F\u00e4higkeit verloren es unparteiisch zu beurteilen. Ihr Geist wird genau so verkrustet wie das System selbst. Und obwohl es viele aufrichtige und rechtschaffene Menschen unter ihnen gibt, neigen sie dadurch, dass sie ihre ganze Energie der Aufgabe widmen \u201edie alten Traditionen aufrecht zu erhalten\u201c, dazu unf\u00e4hig zu werden, die Fackel der Wahrheit aufs Neue zu entz\u00fcnden. Sie betrachten sich noch immer als die geweihten F\u00fchrer der Jugend \u2013 F\u00fchrer deren Autorit\u00e4t nicht angezweifelt werden kann. Sie beurteilen die neuen und unterschiedlichen Sch\u00fclergruppen mit denselben alten Standards. Nichts k\u00f6nnte sie dazu veranlassen die alte Routine gegen eine frische und vitale Methode einzutauschen, die ausgedacht wurde, um zu frischen und vitalen Menschen zu passen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mehr Kritik am Unterrichtssystem kommt von den Eltern der Sch\u00fcler. Von allen Seiten h\u00f6rt man die Frage:\u201c Welchen Nutzen hat die Collegeausbildung f\u00fcr meine Tochter?\u201c und \u201e Wie hat die Universit\u00e4t meinen Sohn f\u00fcr den Kampf ums Dasein ger\u00fcstet?\u201c Die Antwort der Schulen dass sie \u201eErfahrung\u201c bieten, ist nach einer Diskussion was Erfahrung wirklich ist g\u00fcltig. Die Pioniere aus dem Anfang der amerikanischen Geschichte waren meistens Menschen die im akademischen Sinne des Wortes ziemlich ungebildet waren. Erfahrung war ihre einzige Schule. Allein ihre angeborenen Talente erm\u00f6glichten es ihnen, die erhabenste Lektion im Leben lernen. Sie waren die \u00dcberlebensk\u00fcnstler, die k\u00e4mpften und siegten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber was ist mit jenen, die im Kampf fielen und sich mit Hilfe von ein wenig Schulerfahrung ebenfalls gut geschlagen h\u00e4tten? Heute k\u00f6nnen wir uns nicht mehr so einen hohen Prozentsatz von Nachz\u00fcglern leisten. Wir m\u00fcssen eine Methode finden um die nat\u00fcrliche Begabung vom Durchschnittsknaben zu vergr\u00f6\u00dfern und zu st\u00e4rken bevor er in den Kampf ums Dasein und um Erfolg zieht. Wir m\u00fcssen f\u00fcr das Durchschnittsm\u00e4dchen Gelegenheit bieten, zu lernen wie sie nicht nur ihren Intellekt entwickelt sondern auch wie sie sich als Mitglied der Gesellschaft benehmen soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um diese beiden Arten von Erfahrung zu erwerben w\u00e4hrend wir noch unreife Wesen sind ist eine g\u00fcnstige Umwelt notwendig. Dar\u00fcber schreibt Edwin G. Conklin kl\u00e4rend in seinem Buche <em>Heredity and Environment<\/em> (Vererbung und Umwelt). Diesem Autor zufolge sind:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eNur jene Umwelt und Training richtig, die zur Entwicklung von guten Gewohnheiten und Charakterz\u00fcgen oder zur Unterdr\u00fcckung von schlechten f\u00fchren &#8230; Im Allgemeinen ist die beste Umwelt diejenige welche Extremata vermeidet, die maximale Effizienz von Geist und K\u00f6rper bewirkt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eIn der Erziehung sind wir sonderbarerweise blind f\u00fcr richtige Ziele und Methoden. Jede Erziehung ist schlecht, die zu schlechten Gewohnheiten wie Faulheit, Nachl\u00e4ssigkeit, Misserfolg statt zu Flei\u00df, Ausdauer und Erfolg f\u00fchrt. Jede Religion oder soziale Institution ist schlecht, die zu Gewohnheiten einer falschen Scheinwelt, Falschheit, sklavischer Unterw\u00fcrfigkeit und Verneinung von Tatsachen statt zu Gewohnheiten der Aufrichtigkeit, Aufgeschlossenheit und Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Dies sind die Leuchtt\u00fcrme nach denen sich der Unterricht richten sollte. Durch seine Wirkung auf die Sch\u00fcler werden wir es wissen. Ist es unserem Unterrichtssystem gelungen die Kinder, die ihm unterworfen waren, flei\u00dfig, aufrichtig, aufgeschlossen und unabh\u00e4ngig zu machen? Die Antwort muss eindeutig negativ ausfallen. Das bedeutet aber nicht, dass diese Qualit\u00e4ten nur auf Kosten der alten und rein kulturellen Werte entwickelt werden k\u00f6nnen denen die Anstrengungen der Didaktiker bisher ausschlie\u00dflich gewidmet waren. Es ist m\u00f6glich, Ehrfurcht vor dem Lernen und den Wunsch nach einem hohen Niveau an kultureller Entwicklung einzuimpfen und zu gleicher Zeit bei den Jugendlichen jenes moralische Stehverm\u00f6gen zu erzeugen, auf das Edwin Conklin so gro\u00dfen Wert legt und das f\u00fcr ein gutes und reiches Leben unentbehrlich ist. Aber dieses doppelte Ideal kann nur erreicht werden, wenn das Schulleben derart ge\u00e4ndert wird, dass es auch \u00dcbung in echter Erfahrung enth\u00e4lt \u2013 jene Erfahrung f\u00fcr die ein Verlangen in jedem jugendlichen Herzen existiert. Das Kind soll darin best\u00e4rkt werden, die Probleme der Kindheit zu l\u00f6sen bevor es mit den Problemen der Jugend und Reife konfrontiert wird. Es kann dies nur tun, wenn der Unterricht dazu entworfen ist, ihm solche Freiheit und Verantwortung zu bieten, die es ihm erlauben diese selbst zu l\u00f6sen. Erfahrung und sonst nichts leistet das. Ohne sie gibt es keine Charakterentwicklung und ohne Charakter k\u00f6nnen in keinem Alter Probleme befriedigend gel\u00f6st werden. Das Kind, das durch die Regeln und Vorschriften unseres Unterrichtssystems eingeengt und frustriert wird, kommt nie mit Erfahrung in irgendeiner Form in Ber\u00fchrung. Es lernt weder seine eigenen Schwierigkeiten noch jene, die vom Kontakt mit Andern herr\u00fchren, zu besiegen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist tats\u00e4chlich fast unm\u00f6glich den Wert einer solcher Erfahrung f\u00fcr Kind und Erwachsene zu \u00fcbersch\u00e4tzen. Sie pr\u00fcft wie nichts Anderes ihn pr\u00fcfen k\u00f6nnte die moralische und intellektuelle St\u00e4rke des Individuums. Sie formt und z\u00fcgelt seine Gedanken, sch\u00e4rft und vergr\u00f6\u00dfert sein Urteilsverm\u00f6gen und lehrt ihn zu gleicher Zeit die wichtigste Lektion von allen \u2013 Selbstdisziplin \u2013 wenn der Einzelne in Verbindung mit anderen Individuen tritt. Das Gruppenbewusstsein erw\u00e4chst aus dieser sozialen Erfahrung. Nur wenn wir dies in das Alltagsleben unserer Kinder einbringen, k\u00f6nnen wir dem Schulleben jene Lebenslust, jenes Ziel und jene Bedeutung, die es verloren hat, wiedergeben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Eines Tages, als mich ein Eilzug aus New York zu sehr notwendigen und hei\u00df ersehnten Ferien wegbrachte, lenkte mich eine Bemerkung eines Mitreisenden von der Beobachtung der dahineilenden Landschaft ab. \u201eK\u00f6nnen Sie sich vorstellen, \u201c rief er, \u201edass bei einer so modernen Eisenbahn wie dieser, die noch nicht achtzig Jahre alt ist, Erziehung und Unterricht erst jetzt beginnen Disziplin und Kritik zu ersetzen? Wir waren es fr\u00fcher gewohnt, unzul\u00e4ngliche Arbeiter zu entlassen. Jetzt versuchen wir sie zu verstehen und haben schon viel weniger Schwierigkeiten\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4re der Sprecher ein Professor statt eines Eisenbahnbeamten gewesen, wie er mir sp\u00e4ter erz\u00e4hlte, h\u00e4tten mich seine Worte weniger \u00fcberrascht. Aber er hatte ein unerwartetes Licht genau auf jene Probleme geworfen mit denen ich mich damals gerade befasste. Da er keine Ahnung hatte, dass ich P\u00e4dagogin war, nahm ich diese Gelegenheit wahr, um die Meinung eines Au\u00dfenstehenden zu h\u00f6ren. In diesem Augenblick eilte der Zug an einem Arbeitstrupp vorbei, der gerade seine Arbeit erledigte.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eSehen Sie sich diese M\u00e4nner an\u201c, fuhr mein Mitreisender fort, \u201esie haben keinen blassen Schimmer davon wie sie ihre Arbeit am besten tun k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eWarum nicht?\u201c fragte ich.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDie Frage wie man die Arbeit am besten verrichtet geh\u00f6rt zur Kompetenz des Vorarbeiters. Es ist seine Pflicht f\u00fcr den ganzen Trupp zu denken. Ein Arbeiter der selber denkt w\u00fcrde bald als eine Plage betrachtet werden. Der Vorarbeiter w\u00fcrde es jedem \u00fcbel nehmen, der ihm sagt, wie er seine Arbeit tun soll und dieser Mann w\u00fcrde wahrscheinlich entlassen werden. Aber um wie viel besser w\u00e4re das Ergebnis, wenn der Arbeiter die Arbeit als seine eigene betrachten und sich daf\u00fcr verantwortlich f\u00fchlen w\u00fcrde. In diesem Falle w\u00fcrde der Vorarbeiter zu einem Helfer statt eine F\u00fchrer werden\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unser Gespr\u00e4ch ging weiter \u00fcber Bahnhofsbeamte, Bremser und Lokomotivf\u00fchrer \u2013 ihre Ausbildung und ihr Interesse an dem gro\u00dfen Eisenbahnsystem in dem sie die Z\u00e4hne der R\u00e4der waren. Und w\u00e4hrend wir sprachen wurde mir klar, dass mein Problem und das seine eigentlich identisch waren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Endlich wagte ich es ihn nach seiner Meinung \u00fcber seinen Chef, den Pr\u00e4sidenten der Gesellschaft zu fragen. Die Antwort kam in einem ganz anderen Ton, rasch, mit begeisterter Bewunderung.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eAh, der ist v\u00f6llig anders! Wir haben einen Pr\u00e4sidenten der Bescheid weis! Er blickt in die Zukunft und plant mit dieser seltenen T\u00fcchtigkeit, die auf Erfahrung beruht. Na, wenn er zu reden anf\u00e4ngt, sp\u00fcrt man bald dass er dich und deine Ideen ebenso weit hinter sich gelassen hat wie dieser Zug die Arbeiter von eben. Ja \u2013 unser Pr\u00e4sident ist einer aus Millionen \u2013 einer ohne Furcht!\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieser Satz traf mich ins Herz, denn ist dies nicht gerade das, was wir P\u00e4dagogen zu erschaffen versuchen \u2013 Menschen ohne Furcht? Das Leben braucht sie weil es solche Leute nie in ausreichender Zahl gibt. Sie sind so selten \u2013 diese M\u00e4nner und Frauen, die vorausschauen und planen k\u00f6nnen \u2013 die Bescheid wissen!<\/p>\n<p class=\"A1\">Vor dieser Eisenbahnreise hatte ich mich jahrelang gefragt ob, wie und wann diese Art von Menschen ohne Furcht entstehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Meine erste Erfahrung im Unterrichten machte ich in einer Schule auf dem Land, in der wo vierzig Sch\u00fcler auf acht Gruppen oder Klassen verteilt waren. Ich musste also daf\u00fcr sorgen, dass sieben Klassen besch\u00e4ftigt waren, w\u00e4hrend ich eine Klasse unterrichtete. Es schien mir die beste L\u00f6sung des Problems, daf\u00fcr zu sorgen, dass sich jeder Sch\u00fcler mit etwas besch\u00e4ftigte bis ich seine Arbeit korrigieren konnte. Um diesen Plan zum Erfolg zu verhelfen, musste ich die \u00e4lteren Sch\u00fcler dazu bringen, den j\u00fcngeren zu helfen. Sie, und besonders die gro\u00dfen Buben, reagierten auf meinen Aufruf. Mit ihrer Hilfe verwandelte ich ein Lager in eine Bibliothek. Jede Ecke im Schulgeb\u00e4ude wurde f\u00fcr ein anderes Schulfach bestimmt. Wir verf\u00fcgten neben dem umgebauten Lager \u00fcber einen Garten und einen Saal, welcher schon bald als Spielzimmer benutzt wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Sogar in dieser sturen und hinterw\u00e4ldlerischen Gesellschaft hegte keiner Bedenken gegen diese ungebr\u00e4uchlichen Experimente, weil sie erfolgreich waren. Der Schulbesuch wuchs rasch an, die Kinder waren ordentlich und gehorsam, und sie arbeiteten gerne. Einen Teil meiner Beliebtheit verdankte ich meinem Vater, der Indianergeschichten erz\u00e4hlte wenn er mich jeden Freitag von der Schule abholte. Aber auch die Schulverwaltung zeigte ihre Zufriedenheit mit den Ergebnissen, denn am Ende des Semesters berichtete sie von mir als \u201ekompetent und von gutem, ausgeglichenem Benehmen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Sp\u00e4ter als Lehrer an einer High School, Volksschulen, Normal Training Schools und einer P\u00e4dagogischen Hochschule, begegnete ich anderen Schwierigkeiten und obwohl ich st\u00e4ndig meine Erfindungsgabe anstrengte um eine L\u00f6sung zu finden, war ich nie zufrieden. Als mir ein ehemaliger Dozent 1908 ein Exemplar von Edgar James Swifts Buch \u201eMind in the Making\u201c (der Geist im Stadium der Entwicklung) gab, war es also nicht verwunderlich, dass ich von den Ideen, die es enthielt beeindruckt war.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieses Buch hat mich und meine Arbeit tief gehend beeinflusst. Ich verdanke ihm meinen ersten Entwurf des \u201eUnterrichtslabors\u201c. Nachdem ich es wieder und wieder gelesen hatte, kehrte ich immer zu zwei Stellen zur\u00fcck, die den Schl\u00fcssel zu meinen speziellen Problemen zu enthalten schienen. Die erste lautete:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eBei der rationellen Methode arbeitet man <em>mit den Sch\u00fclern<\/em>, inspiriert sie mit dem Verlangen, sich selbst in Sachen zu vertiefen und zum allgemeinen Wissensschatz beizutragen, der w\u00e4hrend der Stunde besprochen oder erkl\u00e4rt wird. Die belehrende Methode geh\u00f6rt ins Mittelalter. Sie ist in unseren Schulen noch immer vorherrschend, obwohl die Umst\u00e4nde, die sie anwendbar machten schon l\u00e4ngst vor\u00fcber sind. Die Erweiterung des geistigen Horizonts der Lehrer selbst ist der erste Schritt um mit dem mittelalterlichen Schutt aufzur\u00e4umen. <em>Dann werden sie die Sch\u00fcler untersuchen, das Klassenzimmer wird zum Unterrichtslabor<\/em> und Aktivit\u00e4t wird nicht auf den Werkraum beschr\u00e4nkt bleiben. <em>Der Einfluss der Umwelt hat in der Schule nie seine verdiente Anerkennung gefunden.<\/em> Lehrer wollen eine zu bestimmende Rolle spielen in der Ausbildung der Sch\u00fcler spielen. Der Erzieher mag seine Ziele zuvor w\u00e4hlen, aber das menschliche Leben ist durch seine Komplexit\u00e4t nicht vorherzusagen. <em>Gerade das Kind dessen Eigenschaften er ablehnt, kann der Keim einer Person weit \u00fcber seinem geistigen Horizont sein.<\/em>\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr mich war die zweite Stelle die ich anf\u00fchre kaum weniger kl\u00e4rend:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eBisher waren Schulexperimente zu unzusammenh\u00e4ngend und fragmentarisch. Die wenigen, die sie auf sich genommen haben, waren schon mit schwieriger Arbeit belastet, die den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Zeit beanspruchte. Dadurch hatten sie wenig Freizeit oder Energie f\u00fcr Einzelheiten oder f\u00fcr ein kritisches Studium der Ergebnisse. In vielen F\u00e4llen zwang Zeitmangel sie das Experiment aufzugeben bevor es vollendet war. Das ist das Resultat des Vers\u00e4umnisses die Wichtigkeit der Arbeit zu sch\u00e4tzen. Die P\u00e4dagogik hat sich bisher zu viel mit ihrer Geschichte besch\u00e4ftigt. Lehrer strengen fortw\u00e4hrend ihre Augen an um \u00fcber die Schultern von Pestalozzi, Fr\u00f6bel und Herbart zu schauen, statt nach vorne und zu neuen Errungenschaften zu blicken. Die Folge ist, dass die P\u00e4dagogik immer in der Defensive gegen\u00fcber der Anklage von Unbestimmtheit, Romantik und vor allem von Unzul\u00e4nglichkeit bleibt. <em>Der sparsame Umgang mit Energie ist f\u00fcr den Unterricht ebenso ein Problem wie f\u00fcr die Mechanik.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Effizienz \u2013 das Verh\u00e4ltnis zwischen n\u00fctzlicher Arbeit und der Energie die benutzt wird um das Ziel zu erreichen \u2013 kann vergr\u00f6\u00dfert werden indem man den Widerstand verringert oder indem man mehr Kraft aufwendet, und Lehrer haben sich zu sehr mit der Produktion von Energie besch\u00e4ftigt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es war Edgar Swifts Buch \u2013 das ich jedem Studenten gab, von dem ich ahnte dass er es verstehen w\u00fcrde- das mich zu dem festen Entschluss veranlasste in der Erziehung sobald als m\u00f6glich selbstst\u00e4ndig zu werden, mit gen\u00fcgend Freizeit zum Experimentieren und auf der Suche nach einer neuen und besseren Methode.<\/p>\n<p class=\"A1\">Drei Jahre sp\u00e4ter verwirklichte ich dieses Bestreben in einem Arbeitsplan f\u00fcr Kinder im Alter von acht bis zw\u00f6lf Jahren, der im ersten Unterrichtslabor ausgef\u00fchrt werden sollte. Ein Kollege aus der Normal Training School stimmte zu mit mir zusammenzuarbeiten, zweifelte aber an der Durchf\u00fchrbarkeit meines Plans. Aber die Furcht als Revolution\u00e4r gegen geheiligte Traditionen verurteilt zu werden, hielt mich davon ab die neue Arbeitsweise in der Klasse zu besprechen, obwohl ich versuchte sie au\u00dferhalb der Schule einer ausgew\u00e4hlten Gruppe von Studenten zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Von Anfang an beabsichtigte der Arbeitsplan, wie ich ihn weiterhin, auch nach seiner Perfektionierung im Jahre 1913 nannte, eine vollst\u00e4ndige Reorganisation des Schullebens. Ich hatte die Absicht, die jetzige kopflastige Maschinerie durch einfache \u00c4nderungen von schulischen Vorg\u00e4ngen umzubauen, wobei die Sch\u00fcler eine gr\u00f6\u00dfere Freiheit und eine besser auf die unterschiedlichen Schulf\u00e4cher abgestimmte Umgebung genie\u00dfen w\u00fcrden, in der jeder Lehrer ein Spezialist sein sollte. Vor allem wollte ich die individuellen Schwierigkeiten der Sch\u00fcler gleichstellen und dieselben Chancen zum Fortschritt f\u00fcr das langsame wie f\u00fcr das kluge Kind schaffen. Im Jahre 1913 hatten wir den Arbeitsplan so weit ausgearbeitet, dass wir den Stundenplan teilweise au\u00dfer Kraft setzen konnten. Aber erst im Jahre 1915 konnten wir ihn v\u00f6llig loswerden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Jahre 1913 fingen wir damit an, die Sch\u00fcler in Gruppen mit freier Wahl der Fachlehrr\u00e4ume zu organisieren. Das war an sich eine gro\u00dfe Erneuerung, obwohl sie weiterhin in isolierten Gruppen bleiben mussten. Ich ben\u00f6tigte zwei weitere Jahre, um die v\u00f6llige Interaktion zwischen den Gruppen auszuarbeiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gelang mir immer die Mitarbeit und Ermutigung von Schulleitern mehrerer Anstalten mit denen ich verbunden war, f\u00fcr meine Experimente zu bekommen. Meine Funktion als Supervisor erm\u00f6glichte es mir Erfahrung mit Problemen der Organisation und auch der Methodik zu sammeln. Noch gr\u00f6\u00dferen Wert hatten die mir gebotenen Gelegenheiten die Entwicklung von anderen Experimenten zu beobachten und meine Bitten um Urlaub zu diesem Zwecke wurden nie abgelehnt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Jahre 1914 bat ich um Erlaubnis nach Italien zu reisen um die Montessori-Methode zu untersuchen. Nach dieser Erfahrung beteiligte ich mich an der Anwendung dieser Methode in Kalifornien im Jahre 1915. Ich war dabei als Dr. Montessoris Assistentin t\u00e4tig und nahm als ein Teil ihres Haushalts an vier Ausbildungskursen teil. W\u00e4hrend dieser Periode meiner Laufbahn genoss ich, durch das Wohlwollen von Dr. Frederic Burk und sein Interesse an meiner Arbeit, die Genugtuung meinen Laborplan einem praktischen Test zu unterziehen mit einer ausgew\u00e4hlten Gruppe von hundert Kindern im Alter von neun bis zw\u00f6lf Jahren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zwischen Dezember 1915 und Januar 1918, nachdem ich den Auftrag akzeptiert hatte Dr. Montessoris Interessen in Amerika zu wahren, musste ich zeitweilig meine Experimente mit der Labor-Idee aufgeben. Nach meinem R\u00fccktritt aus dieser Stellung, setzte ich sie eifrig fort, mit finanzieller Unterst\u00fctzung der Child Education Foundation (Stiftung Unterricht f\u00fcr Kinder), die ich damals leitete. Zu dieser Zeit meinte ich, dass ich den individuellen Aspekt des Unterrichts hinreichend studiert hatte. Der Aspekt von der Schule als menschlicher Gesellschaft beschlagnahmte nun all meine Energie.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es war im September 1919, gerade f\u00fcnfzehn Jahre nach meiner ersten Erfahrung im Unterrichten, dass ich den Laborplan in einer Schule ohne Jahresklassen f\u00fcr behinderte Knaben angewandt sah. Es war ein wichtiger Augenblick f\u00fcr mich und ich kann jenen nie genug danken, die mir uneigenn\u00fctzig die Gelegenheit boten meinen Plan in die Praxis umzusetzen. Ich h\u00e4tte nat\u00fcrlich andere Schulen finden k\u00f6nnen wo das Experiment in seiner Gesamtheit mit gesunden Kindern ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Aber ich selber und meine Freundin Mrs. W. Murray Crane, wurden vom Wunsche angetrieben diesen Behinderten jede Freude und jedes Gl\u00fcck zu geben die m\u00f6glicherweise mit dem Unterricht verbunden sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Als Vorstandsmitglied dieser Schule f\u00fcr Behinderte, bei deren Gr\u00fcndung und Unterst\u00fctzung sie selbst geholfen hatte und als Vorsitzende des Schulausschusses, verdient Mrs. W. Murray Crane alle Bewunderung die ich \u00e4u\u00dfern kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Einige Monate zuvor hatte sie mich gebeten Vorschl\u00e4ge zur Verbesserung der Schule zu machen. Es schien mir, dass der Labor-Plan genau das war was wir brauchten und als ich ihr im November 1918 den Plan erkl\u00e4rte, verstand sie ihn sofort und glaubte an seine guten Eigenschaften.<\/p>\n<p class=\"A1\">Einige Monate sp\u00e4ter besuchte ich die Schule f\u00fcr Behinderte und im Herbst des Jahres 1919 wurde der Plan dort bereits angewandt. Schon sehr bald trug er Fr\u00fcchte und erregte vielerorts Interesse. F\u00fcr mich hatte diese Erfahrung unsch\u00e4tzbaren Wert, denn durch sie entdeckte ich dass es notwendig war den Fortschritt von jedem Sch\u00fcler irgendwie zu vermerken. Da erfand ich die Graphs\u201c (Diagramme) die ich in einem sp\u00e4teren Kapitel besprechen werde. Mit Hilfe dieser Graphen wurde es m\u00f6glich die Organisation zu vereinfachen und die Interaktion der verschiedenen Gruppen zu vervollkommnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unser Erfolg mit den Behinderten inspirierte Mrs. Crane zu dem ambitionierten Projekt den Labor-Plan mit den Knaben und M\u00e4dchen der High School ihrer Heimatstadt Dalton, Massachusetts, anzuwenden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Februar 1920 wurde dieses Vorhaben verwirklicht. Schon bald nachdem wir mit der neuen Methode begonnen hatten, bekam die Dalton High School Besuch von Mrs. Saunderson, die von Miss Belle Rennie, einer von den Pionieren der neuen p\u00e4dagogischen Ideen in England, begleitet wurde. Miss Rennies Interesse an meiner Arbeit brachte sie dazu dar\u00fcber nach ihrer R\u00fcckkehr nach London zu schreiben. Sie bef\u00fcrchtete, dass mein bevorzugter Ausdruck \u201elaboratory\u201c falsch verstanden werden k\u00f6nnte. Darum entschloss ich mich meinen Plan den \u201eDalton Laboratory Plan\u201c zu nennen, mit welchem Namen er seitdem bekannt ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich muss zugeben, dass das Wort \u201elaboratory\u201c (Labor) manchen als unpassend vorkommt, weil es bisher ausschlie\u00dflich mit wissenschaftlichen Experimenten verbunden war. Aber f\u00fcr mich ist das Wort sehr bedeutungsvoll und ich beharre absichtlich darauf, in der Hoffnung, dass es allm\u00e4hlich den p\u00e4dagogischen Blickpunkt von der Atmosph\u00e4re des Vorurteils und der fast toten Theorien, die das Wort \u201eSchule\u201c bei uns erregt, ablenkt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Denken wir lieber von der Schule als ein soziologisches Labor in dem die Sch\u00fcler selbst die Experimente machen und nicht die Opfer eines komplizierten und festgelaufenen Systems sind an dem sie \u00fcberhaupt nicht beteiligt sind. Denken wir lieber von ihr als einen Ort an dem Gemeinschaftsbedingungen vorherrschen, wie sie das auch im Leben tun.<\/p>\n<p class=\"A1\">Von Dalton aus gingen wir weiter um weiter neue Gebiete zu erobern. Ich schulde einer Gruppe von Freundinnen gro\u00dfen Dank. Besonders Mrs. James P. Pyle, f\u00fcr ihre Zuversicht und Hilfe w\u00e4hrend der Anf\u00e4nge. Sp\u00e4ter wurde durch die Freigebigkeit von Mr. und Mrs. W. Murray Crane die \u201eChildren&#8217;s University School\u201c gegr\u00fcndet, mit einem erkl\u00e4rten Ziel, zu zeigen was der Daltonplan tun kann um den Unterricht neu zu beleben \u2013 um ihn zu etwas Lebendigem zu machen das im Stande ist das Interesse der Sch\u00fcler f\u00fcr ihre Arbeit zu erregen und zu erhalten. Hier wurde es zum ersten Mal mit Kindern im vorpubert\u00e4ren Alter angewandt. Auch ihrer Mitarbeit und Kritik verdanke ich vieles.<\/p>\n<p class=\"A1\">Noch bevor ich den Plan bis in Einzelheiten mit meinen Mitarbeitern besprach, legte ich ihn den Kindern vor und erkundigte mich bei ihnen nach ihrer Meinung. Ihre Hinweise waren \u00e4u\u00dferst wertvoll. Es waren gerade die Sch\u00fcler selbst die mir den Weg zeigten um mehrere Dinge in denen der Plan mangelhaft war, zu verbessern. Dadurch rechtfertigte sich von Anfang an das Prinzip der Freiheit im Unterricht f\u00fcr diejenigen die wir zu lehren versuchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL II<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">DIE GRUNDS\u00c4TZE DES PLANS<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Gro\u00dfen und Ganzen k\u00f6nnte man sagen, dass der alte Typus Schule f\u00fcr <em>Kultur<\/em> und der moderne Typus Schule f\u00fcr <em>Erfahrung<\/em> steht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der \u201eDalton Laboratory Plan\u201c ist prim\u00e4r ein Weg beide diese Ziele zu erreichen und mit einander verbinden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Kulturerwerb ist eine Art von Erfahrung und ist als solche ein Element im Betrieb des Lebens mit welchem die Schule genauso eng verbunden sein sollte wie die Existenz der Erwachsenen. Aber dies wird nie geschehen solange die Schule nicht als Ganzes umgestaltet wird, sodass sie als eine Gemeinschaft funktionieren kann \u2013 eine Gemeinschaft deren wesentliche Bedingung die Freiheit f\u00fcr den Einzelnen um sich selbst zu entwickeln ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese ideale Freiheit ist keine Z\u00fcgellosigkeit und noch weniger Undiszipliniertheit. Sie ist faktisch gerade das Umgekehrte. Das Kind das \u201emacht was es will\u201c ist kein freies Kind. Sie ist in Wahrheit genau das Gegenteil von beidem. Das Kind das \u201emacht was es will\u201c ist kein freies Kind. Es ist im Gegenteil geneigt der Sklave schlechter Gewohnheiten, selbsts\u00fcchtig und f\u00fcr das Gemeinschaftsleben recht ungeeignet zu werden. Unter diesen Umst\u00e4nden braucht das Kind Mittel um seine Energie zu befreien, ehe es zu einem harmonischen\u00a0 und verantwortlichen Wesen werden kann, f\u00e4hig und willens mit seinen Gef\u00e4hrten zum Gemeinwohl beizutragen. Der Dalton Laboratory Plan liefert diese Mittel indem er seine Energie auf das Anstreben und die Organisation von seinen eigenen Studien lenkt, in seiner eigenen Weise. Er gibt ihm jene geistige und moralische Freiheit die wir auf der k\u00f6rperlichen Ebene als notwendig anerkennen um sein k\u00f6rperliches Wohlbefinden zu sichern. Asoziale Eigenschaften und Aktivit\u00e4ten sind schlie\u00dflich nur fehlgeleitete Energie.<\/p>\n<p class=\"A1\">Freiheit ist darum der erste Grundsatz des Dalton Laboratory Plans. Vom akademischen oder kulturellen Gesichtspunkt aus muss es dem Sch\u00fcler freistehen, seine Arbeit auf jedem Gebiet in das er vertieft ist ohne Unterbrechung fortzusetzen. Denn wenn er Interesse hat, ist er geistig lebhafter, alerter und besser im Stande jede Schwierigkeit die im Laufe seines Studiums auftauchen kann, zu \u00fcberwinden. Bei der neuen Methode gibt es keine Glocken die ihn zu einer bestimmten Stunde aus seinem Schulfach reisen und ihn p\u00e4dagogisch an ein anderes Fach und einen anderen Lehrer fesseln. Wenn er so behandelt wird, wird die Energie des Sch\u00fcler automatisch vergeudet. Solche willk\u00fcrlichen Wechsel sind wahrlich genauso un\u00f6konomisch als w\u00fcrden wir einen elektrischen Ofen in bestimmten Intervallen ein- und ausschalten. Solange einem Sch\u00fcler nicht erlaubt wird Kenntnisse in seinem eigenen Tempo zu erwerben, wird er nie etwas gr\u00fcndlich lernen. Freiheit ist, sich die Zeit selbst einzuteilen. Die Zeit eines Anderen einzuteilen ist Sklaverei.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der zweite Grundsatz des Dalton Laboratory Plans ist Kooperation, oder wie ich es lieber nenne, Interaktion im Gruppenleben. Es gibt eine Passage in Dr. John Dewey&#8217;s <em>Democracy and Education<\/em> (Demokratie und Unterricht) die auf bewundernswerte Weise diesen Gedanken definiert.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDas Ziel eines demokratischen Unterrichts\u201c, schreibt er, \u201eist nicht nur ein Individuum zu einem intelligenten Teilhaber am Leben seiner unmittelbaren Gruppe zu machen, sondern auch die verschiedenen Gruppen zu solcher fortw\u00e4hrenden Interaktion zu f\u00fchren, sodass es sich kein Individuum und keine \u00f6konomische Gruppe leisten k\u00f6nnte unabh\u00e4ngig von anderen zu leben\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im alten Unterrichtssystem kann ein Sch\u00fcler au\u00dferhalb seiner Gruppe leben, macht dies auch oft und kommt nur dann mit ihr in Ber\u00fchrung wenn er mit seinen Gef\u00e4hrten \u00fcber die gemeinschaftliche geistige Hauptstra\u00dfe geht, die wir Lehrplan nennen. Dies endet oft damit dass er asozial wird und wenn dies geschieht f\u00fchrt er diese Behinderung mit sich wenn er die Schule f\u00fcr die gro\u00dfe Sph\u00e4re des Lebens verl\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"A1\">So ein Sch\u00fcler kann sogar \u201e ein intelligenter Teilhaber\u201c am Leben seiner Klasse sein, genauso wie das ein Lehrer sein kann. Aber eine demokratische Institution fordert mehr als das. Echtes soziales Leben ist mehr als Kontakt, es ist Zusammenarbeit und Interaktion. Eine Schule kann die soziale Erfahrung welche die Frucht des Gemeinschaftslebens ist nicht reflektieren, es sei denn, dass alle Teile oder Gruppen, jene intimen Verh\u00e4ltnisse und jene Interdependenz entwickeln die au\u00dferhalb der Schule Menschen und Nationen verbindet.<\/p>\n<p class=\"A1\">Durch den Dalton Laboratory Plan werden Bedingungen geschaffen wo Sch\u00fcler, um Freude zu erleben, unwillk\u00fcrlich als Mitglied von einer sozialen Gesellschaft funktioniert. Er wird von dieser Gesellschaft akzeptiert oder abgelehnt, je nachdem ob sein Funktionieren oder Verhalten sozial ist oder nicht. Dieses Gesetz gilt in der Schule genauso wie in der Welt der M\u00e4nner und Frauen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um wirksam zu sein darf dieses Gesetz nicht auferlegt werden, sondern muss ungeschrieben sein, gleichsam eine Ausstrahlung von der Atmosph\u00e4re in der Gesellschaft. Der Wert vom Gemeinschaftsleben steckt im Dienst den es dadurch erweist, dass es jedem freien Individuum, das daran beteiligt ist, fortw\u00e4hrend bewusst macht, dass es, als Mitarbeiter dem Ganzen Verantwortung schuldet und f\u00fcr das Ganze verantwortlich ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dies bildet ein Problem f\u00fcr den Schulprozess. Dieser sollte so organisiert sein dass weder Sch\u00fcler noch Lehrer sich absondern, noch sich von ihrem Teil der Aktivit\u00e4ten und Schwierigkeiten der anderen entziehen k\u00f6nnen. Wir alle kennen die Lehrer, die jeden Morgen ihre Pers\u00f6nlichkeit wie ihre M\u00e4ntel an den Kleiderst\u00e4nder h\u00e4ngen. Au\u00dferhalb der Schule haben diese Leute menschliche Interessen und menschlichen Liebreiz, welche sie nicht zu zeigen wagen wenn sie mit ihren Sch\u00fclern beisammen sind, aus Furcht, dass sie ihr Prestige verlieren. Der Dalton Laboratory Plan bietet keinen Raum f\u00fcr die Parade von solch falschen Autorit\u00e4t, die restriktiv und nicht erzieherisch wirkt. Statt Ordnung zu f\u00f6rdern erregt sie Disziplinlosigkeit. Es ist verh\u00e4ngnisvoll f\u00fcr die Idee der Schule eine lebendige soziale Einheit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Gleichfalls, vom Gesichtspunkt des Sch\u00fclers, ist das Kind, wenn es willk\u00fcrlicher Autorit\u00e4t und unab\u00e4nderlichen Regeln und Vorschriften unterworfen ist, unf\u00e4hig ein soziales Bewusstsein zu entwickeln welches das Vorspiel zu jener sozialen Erfahrung bildet die notwendig ist f\u00fcr die Vorbereitung auf die Erwachsensein. Theoretisch betrachtet ist das alte System genauso fatal wie sie es in sozialer Hinsicht ist. Ein Kind macht nie etwas freiwillig was es nicht versteht. Die Wahl seiner Spiele oder Aktivit\u00e4ten wird bestimmt durch eine genaue Einsch\u00e4tzung seiner F\u00e4higkeiten sich darin hervorzutun. Nachdem das Kind die Verantwortung f\u00fcr seine Wahl \u00fcbernommen hat, verf\u00e4hrt sein Geist wie ein starkes Mikroskop: jeden Aspekt des Problems den er beherrschen muss um erfolgreich zu sein \u00fcberschauen und abzuw\u00e4gen. Mit denselben freien Bedingungen w\u00fcrde sein Geist auf dieselbe Weise mit den Problemen beim Lernen verfahren. Beim Dalton Laboratory Plan legen wir das Problem ehrlich vor ihn hin und weisen auf den Standard hin, der erreicht werden soll. Danach darf er es auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo l\u00f6sen. Die Verantwortung f\u00fcr das Ergebnis wird nicht nur seine latenten intellektuellen F\u00e4higkeiten sondern auch sein Urteilsverm\u00f6gen und seinen Charakter entwickeln.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber damit er diesen p\u00e4dagogischen Prozess vollenden kann \u2013 sodass es ihm gelingt, sich selbst zu lehren \u2013 m\u00fcssen wir ihm die Gelegenheit bieten, die ganze Aufgabe die wir ihm stellen zu \u00fcberblicken. Um im Rennen zu siegen muss er zuerst eine klare Sicht auf das Ziel haben. Es w\u00e4re gut, dem Sch\u00fcler zu Beginn des Schuljahres einen Ganzjahresplan vorzulegen. Das gibt ihm eine Aussicht auf den f\u00fcr ihn geplanten Unterricht. So kann er die Schritte absch\u00e4tzen, die er jedes Monat und jede Woche machen muss um den ganzen Weg zur\u00fcckzulegen, anstatt blind weiterzugehen, ohne jede Ahnung von Weg oder Ziel. Wie kann man von einem derart benachteiligten Kind erwarten sich f\u00fcr das Rennen zu interessieren oder sogar gewinnen zu wollen? Wie kann ein Lehrer hoffen ein gut ger\u00fcstetes, menschliches Wesen zu liefern wenn er sich nicht die M\u00fche macht, die Psychologie des Kindes zu studieren? F\u00fcr Lehrer und Sch\u00fcler ist eine klare Wahrnehmung ihrer Aufgabe wesentlich. Unterricht ist letzten Endes eine kooperative Aufgabe. Erfolg und Misserfolg greifen dabei ineinander.<\/p>\n<p class=\"A1\">Kinder lernen, ob wir es glauben oder nicht, genauso wie M\u00e4nner und Frauen lernen, indem sie die Mittel dem Ziel anpassen. Was macht ein Sch\u00fcler wenn er, wie es beim Dalton Laboratory Plan der Fall ist, Verantwortung f\u00fcr das Ausf\u00fchren dieser oder jener Arbeit bekommt? Er sucht instinktiv nach der besten Art um sie zu leisten. Wenn er dann einen Entschluss gefasst hat, verf\u00e4hrt er danach. Angenommen sein Plan ist nicht ziel f\u00fchrend, so verwirft er ihn und versucht einen andern. Sp\u00e4ter findet er es vielleicht vorteilhaft seine Mitsch\u00fcler zu Rate zu ziehen, die sich mit einer \u00e4hnlichen Aufgabe besch\u00e4ftigen. Eine Diskussion hilft ihm, seine Gedanken und auch seine Arbeitsweise zu kl\u00e4ren. Wenn er das Ziel erreicht hat, zeigt das Endergebnis alle Pracht des Erfolges. Dies verk\u00f6rpert alles was er gedacht, gef\u00fchlt und gelebt hat w\u00e4hrend der Zeit die er brauchte um seine Aufgabe zu vollenden. Das ist wahre Erfahrung. Es ist Kultur, die durch gemeinschaftliches Zusammenarbeiten errungen wurde. Es ist nicht l\u00e4nger Schule \u2013 es ist Leben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Unterrichtsmethode erzeugt beim Sch\u00fcler nicht nur das tiefste Interesse und die h\u00f6chsten F\u00e4higkeiten, sondern lehrt ihn auch das richtige Verh\u00e4ltnis zwischen Anstrengung und Ergebnis. In seinem Buche \u00fcber die Prinzipien des Krieges sagt General Foch:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eSparsamkeit mit Streitkr\u00e4ften besteht darin, dass man in einem bestimmten Augenblick alle verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte an einem Punkte einsetzt.\u201c Deshalb sollte der Angriff des Kindes auf seine Arbeitsaufgabe dadurch erleichtert werden, dass man ihm erlaubt alle seine Kr\u00e4fte auf das Gebiet zu konzentrieren das sein Interesse in einem bestimmten Moment erregt. Er wird in diesem Fall nicht nur mehr, sondern auch bessere Arbeit leisten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan erlaubt Sch\u00fclern ihre Zeit zu planen und sie sich nach ihren Bed\u00fcrfnissen zu nehmen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDas Geheimnis der Erziehung\u201c, so erz\u00e4hlt Emerson uns, \u201esteckt im Respekt vor dem Sch\u00fcler. Es steht dir nicht zu auszuw\u00e4hlen was er wissen und was er tun soll. Das ist bereits ausgew\u00e4hlt und vorherbestimmt und nur er hat den Schl\u00fcssel zu seinem Geheimnis. Wenn du dich einmischt, ihm in die Quere kommst und ihn zu sehr beherrscht, hinderst du ihn vielleicht daran sein Ziel zu erreichen und seinen eigenen Weg zu gehen. Respektiere das Kind. Warte und betrachte das neue Produkt der Natur. Die Natur liebt Analogien aber keine Wiederholungen. Respektiere das Kind. \u00dcbernimm nicht die Rolle seiner Eltern. S\u00fcndige nicht wider seine Einsamkeit\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eAber ich h\u00f6re den Aufschrei als Reaktion auf diesen Vorschlag. Wollen Sie wirklich die Z\u00fcgel der \u00f6ffentlichen und privaten Ordnung hinwerfen? Wollen Sie das junge Kind wirklich der verr\u00fcckten Laufbahn seiner eigenen Leidenschaften und Launen \u00fcberlassen und diese Anarchie Respekt vor dem Wesen des Kindes nennen? Ich antworte: Respektiere das Kind, respektiere es bis ans Ende, aber respektiere dich auch selbst. Sei Gef\u00e4hrte seines Denkens, Freund seiner Freundschaft, Liebhaber seiner Tugend, aber sei nicht Verwandter seiner S\u00fcnden. Er macht wilde Versuche klar zu machen wer er ist und erbittet die Hilfe und Zustimmung der Umstehenden. Gehindert durch einen Mangel an Sprache und Methoden um seine Meinung, die ihm selbst noch nicht klar ist, zu \u00e4u\u00dfern, versteht er dass es, zwar nicht in diesem Hause oder dieser Stadt, wohl aber in irgendeinem andern Haus oder irgendeiner anderen Stadt, den klugen Meister gibt der ihn in Besitz der Regeln und Instrumente setzt um seinen Willen durchzuf\u00fchren. Gl\u00fccklich ist das Kind mit einer Vorliebe, mit einem Gedanken der es entz\u00fcckt, es bald in W\u00fcsten, bald in St\u00e4dte f\u00fchrt, gefesselt durch eine Idee. Gestatte ihm dass es dieser Idee folgt, in guter oder schlechter Gesellschaft. Es wird sich lohnen, es f\u00fchrt ihn schlie\u00dflich in die illustre Gesellschaft derer, die die Wahrheit lieben\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eK\u00f6nnen wir die Menschen nicht sie selbst sein lassen, die das Leben auf ihre eigene Weise genie\u00dfen? Du versuchst aus diesem Manne ein Ebenbild von dir zu machen. Einer gen\u00fcgt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eOder wir opfern das Genie des Sch\u00fclers, die unbekannten M\u00f6glichkeiten seiner Natur und verzerren es zu einer schwachen und sicheren Uniformit\u00e4t, so wie die T\u00fcrken die kostbaren Mosaiken alter Kunst \u00fcbert\u00fcnchen welche die Griechen auf ihren Tempelmauern zur\u00fcckgelassen hatten. Lasst uns lieber Menschen haben deren Erwachsensein nur die Fortsetzung ihrer Kindheit ist, weiterhin mit nat\u00fcrlichem Charakter. Sie sind zu heldenhaften Handlungen f\u00e4hig und zeigen nicht das traurige Schauspiel das wir nur allzu gut kennen: geschulte Augen in ungeschulten K\u00f6rpern\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eIch mag Knaben, die Meister der Spielpl\u00e4tze und der Stra\u00dfe \u2013 Knaben die dieselbe Freikarte wie Fliegen f\u00fcr alle L\u00e4den, Fabriken, Waffenlagern, Treffpunkten in der Stadt, Gremien, Banden und Schiessvereinen haben. Recht unerwartet kommen sie herein, genauso nat\u00fcrlich wie der Hausmeister. Bekannt daf\u00fcr, kein Geld in ihren Taschen zu haben und selber verstehen sie nicht wie wertvoll diese Armut ist. Niemand ist auf der Hut vor ihnen, sie schauen hinter die Kulissen und h\u00f6ren alle Beteiligte. Es gibt keine Geheimnisse vor ihnen, sie wissen alles was bei der Feuerwehr passiert, die Eigenschaften von jeder Maschine und von allen M\u00e4nnern bei den Pumpen, wie man sie handhaben muss und versuchen eiligst alle Teile. Sie wissen auch die Eigenschaften von jeder Lokomotive auf den Schienen und \u00fcberreden die Lokf\u00fchrer dass sie mitfahren und an den Kurbeln ziehen d\u00fcrfen wenn die Lokomotive ins Depot f\u00e4hrt. Sie sind dort nur aus Vergn\u00fcgen und wissen nicht dass sie in der Schule sind, im Gericht oder bei der Viehausstellung, genauso oder mehr noch als eine Stunde zuvor im Mathematikunterricht\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eSie kennen den Unterschied zwischen Echt und Nachahmung genau so schnell wie ein Chemiker. Sie entdecken Schw\u00e4che in deinen Augen und in deinem Benehmen bereits eine Woche bevor du den Mund aufmachst und \u00fcberreichen dir im Nu den Vorteil ihrer Meinung. Sie machen keine Fehler, sind nicht pedantisch, aber vertrauen v\u00f6llig auf ihre Erfahrung\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist gerade jene individuelle und soziale Erfahrung, die der Dalton Laboratory Plan innerhalb der Schulmauern zu geben versucht. Die Prinzipien die Emersons Prosa so malerisch schildert, sind auch seine Prinzipien. Er zeigt den Weg, und ich glaube fest, den einzigen Weg um die Schule genau so einladend und genau so p\u00e4dagogisch wie das Spiel zu machen und letztendlich diese furchtlosen Menschen zu ersch\u00f6pfen, was im weitesten Sinne unser Ideal ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber da Freiheit ein wesentlicher Teil dieses Ideals ist, bin ich gegen die Versuchung auf der Hut gewesen aus meinem Plan eine stereotype, gusseiserne Sache zu machen, die \u00fcberall in jede Schule passt. Solange das Prinzip das ihn beseelt, unversehrt bleibt kann der Plan in \u00dcbereinstimmung mit der Schullage und dem Urteil der Lehrerschaft ver\u00e4ndert werden. Darum verzichte ich darauf zu dogmatisieren welche Schulf\u00e4cher im Curriculum enthalten sein sollten, oder mit welcher Norm die Leistungen der Sch\u00fcler gemessen werden sollten. Vor allem will ich das Lebensblut der B\u00fcrgerrechte nicht regulieren. Dar\u00fcber kann ich nur sagen dass sich das Curriculum jeder Schule in \u00dcbereinstimmung mit den Bed\u00fcrfnissen der Sch\u00fclern unterscheiden. Und sogar in Schulen wo er entworfen wurde um einem bestimmten akademischen Ziel zu dienen, sollte man diesen Aspekt nicht aus dem Auge verlieren, wie es leider oft der Fall ist. Bis die p\u00e4dagogische Welt die Tatsache versteht dass das Curriculum nicht das wichtigste Problem der Gesellschaft ist, werden wir, so bef\u00fcrchte ich, fortfahren die Jugend einzuschr\u00e4nken, weil wir sie durch das falsche Ende des Teleskops betrachten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Heutzutage denken wir zu viel an das Curriculum und zu wenig an die Knaben und M\u00e4dchen. Der Dalton Plan ist kein Allheilmittel gegen akademische \u00dcbel. Er ist ein Plan mit dem der Lehrer in die Probleme der Kinderpsychologie eindringen kann und der Sch\u00fcler in das Problem des Lernens. Er analysiert Schulsituationen in Bezug auf die Knaben und M\u00e4dchen. Schwierigkeiten in Schulf\u00e4chern haben mit den Sch\u00fclern zu tun und nicht mit den Lehrern. Das Curriculum ist nur unsere Technik, ein Mittel zum Zweck. Das Instrument das gespielt werden soll, ist der Knabe oder das M\u00e4dchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unter den Bedingungen die es in der Durchschnittsschule gibt kann die Energie dieser Knaben und M\u00e4dchen sich nicht frei entfalten. Die kopflastige Organisation ist f\u00fcr Lehrer gebaut worden und man erwartet dass die Lehrer mit ihr ihre Probleme l\u00f6sen k\u00f6nnen. Aber ich behaupte dass das wahre Problem im Unterricht nicht das Problem vom Lehrer sondern vom Sch\u00fcler ist. Alle Schwierigkeiten die den Lehrer qu\u00e4len werden durch ungel\u00f6ste Probleme der Sch\u00fcler verursacht. Wenn letztere verschwinden, verschwinden erstere auch, aber nicht bevor die Schulorganisation und der begleitende Apparat f\u00fcr den Sch\u00fcler umgestaltet worden ist, der wenig tun kann und reizbar geworden ist, weil er gezwungen wird einen Apparat zu benutzen der nicht sein eigener ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Erste was getan werden muss ist also alle Hindernisse zu beseitigen die den Sch\u00fcler daran hindern in sein Problem einzudringen. Nur er wei\u00df was seine wahren Schwierigkeiten sind und solange er sie nicht l\u00f6sen kann, wird er geschickt darin werden sie zu verbergen. Bisher ist unser Unterrichtssystem damit zufrieden gewesen das Oberfl\u00e4chenwasser seiner Energie abzuzapfen. Jetzt m\u00fcssen wir versuchen die tiefe Quelle seiner nat\u00fcrlichen Kr\u00e4fte zu erreichen und zu befreien. Auf diese Weise werden wir der \u00c4u\u00dferung seiner Lebenskraft helfen und sie ermutigen und sie f\u00fcr die Erziehungsarbeit nutzen. Das erreichen wir nicht wenn wir die Arbeit des Sch\u00fclers tun, sondern indem wir es ihm erm\u00f6glichen die Arbeit selbst zu leisten. Harmonie zwischen Lehrer und Sch\u00fcler ist wesentlich wenn wir die emotionellen Konflikte vermeiden wollen, die die t\u00f6richtsten unter den Krankheiten sind von denen der alte Schultypus Erbe ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Erfahrung mit dem Dalton Laboratory Plan zeigt \u00fcberdies dass er dem Sch\u00fcler moralisch und geistig zutr\u00e4glich ist. Wo er eingef\u00fchrt wird, enden Konflikte und verschwindet Unordnung. Der Widerstand den die alte unelastische Maschinerie im Kinde gegen den Lernprozess erregte, wird in Bejahung und dann in Interesse und Flei\u00df umgewandelt, sobald es die Freiheit hat das Unterrichtsprogramm in seiner eigenen Weise zu erledigen. Freiheit und Verantwortung bewirken zusammen das Wunder.<\/p>\n<p class=\"A1\">Kurz zusammengefasst: das Ziel des Dalton Plan ist ein synthetisches. Er schl\u00e4gt eine einfache und wirtschaftliche Weise vor mit der die Schule in ihrer Gesamtheit als eine Gemeinschaft funktionieren kann. Die Bedingungen unter denen die Sch\u00fcler leben und arbeiten sind die wichtigsten Faktoren ihrer Umwelt und eine g\u00fcnstige Umwelt ist die welche Gelegenheit zu spirituellem und geistigem Wachstum bietet. Es ist die soziale Erfahrung welche die Aufgaben begleitet, nicht die Aufgaben an sich, die diese beiden Arten von Wachstum stimuliert und f\u00f6rdert. Folglich betont der Dalton Plan die Wichtigkeit der Umwelt des Kindes in der es seine Arbeit leistet und die Weise wie es sich als Mitglied der Gesellschaft benimmt mehr als die Schulf\u00e4cher seines Curriculums. Es ist die Summe dieser beiden Erfahrungen die seinen Charakter und seine Kenntnisse bestimmt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um diesen Gedankenlauf zu erl\u00e4utern gibt es nichts Besseres als eine Stelle in Miss Emily Wilsons Buch <em>An Experiment in Synthetic Education<\/em> (Ein Experiment in synthetischem Unterricht) anzuf\u00fchren<a href=\"#_ftn2\" title=\"\">*<\/a>. Es ist ein kleines Buch mit gro\u00dfer Botschaft.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDie wichtigsten F\u00e4cher in unserem Curriculum m\u00fcssen synthetisch, \u2013 d.h. in ihrem Zusammenhang \u2013 gelehrt werden und nicht in separaten Abteilen. Nur auf synthetische Weise, nur dadurch dass wir uns vergegenw\u00e4rtigen und immer wieder betonen, dass wenn wir etwas von einem Menschen wissen wollen, wir seine Geschichte, seine Umwelt, seine Wissenschaft, Literatur und Kunst studieren und zusammenf\u00fcgen m\u00fcssen. Erst dann k\u00f6nnen wir Kenntnisse zu einem lebendigen und fruchtbaren Organismus machen, und nicht zu einem toten und d\u00fcrren Aktenordner\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eEs ist notwendig eine Tatsache zu betonen, die ungen\u00fcgend gew\u00fcrdigt wird. Es ist leichter zur selben Zeit zwei F\u00e4cher zu lernen, die einen lebendigen Zusammenhang zeigen als ein Fach das als eine isolierte Tatsache dargestellt wird, die mit nichts eine lebendige Verbindung hat. Reine Ged\u00e4chtnisarbeit ist schwierig und ist eine Belastung f\u00fcr den Geist. In dem Augenblick in dem die allj\u00e4hrlichen Pr\u00fcfungen vor\u00fcber sind, vergessen wir diese isolierten Tatsachen mit denen wir unser junges Gehirn voll stopfen und erinnern uns nie wieder daran. Aber wenn einmal ein Zusammenhang zwischen zwei Schulf\u00e4chern hergestellt ist, beh\u00e4lt man beide F\u00e4cher sehr leicht insofern sie lebendig sind, d.h. zusammenh\u00e4ngen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDass dieses Bewusstsein vom Zusammenhang aller Schulf\u00e4cher notwendigerweise Fr\u00fcchte tr\u00e4gt auf den Gebiet der Ethik und der Religion ist klar. Denn Dienstbarkeit und Kooperation sind, was wir brauchen um unsere gro\u00dfen politischen und sozialen Probleme von heute zu l\u00f6sen. Ein synthetischer Unterricht verschafft diesen weiten und alles umfassenden Ausblick der diese Tugenden zu einer Denkgewohnheit und Lebenspraxis macht. Diese Gesamtvision soll immer im Geiste des Lehrers sein. Er soll immer nach Zusammenh\u00e4ngen Ausschau halten und so im Geiste des Kindes die F\u00e4higkeit erzeugen Kan\u00e4le zwischen den verschiedenen Gebieten zu schaffen, Kan\u00e4le welche die ganze Erde zwischen ihnen fruchtbar machen und jene unendliche Freude erregen die aus dem Bewusstsein der Sch\u00f6pferschaft herr\u00fchrt, der wahren Funktion des Menschen, die Arbeit f\u00fcr die er mit unsterblichem Geist beschenkt wurde.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Vom Standpunkt der Eltern werden die Prinzipien des Dalton Plans auf bewundernswerte Weise in einem Leserbrief in der <em>New York Evening Post<\/em>, von Eltern zweier Sch\u00fcler der Children&#8217;s University School beschrieben.<\/p>\n<p class=\"A1\">An den Herausgeber der <em>New York Evening Post:<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan ist eine ausgesprochene Neuigkeit. Seine Einf\u00fchrung in England bevor wir New Yorker je davon geh\u00f6rt hatten zeigt wie viel beliebter dort das Thema Erziehung ist als hier.<\/p>\n<p class=\"A1\">Als ein Elternteil von zwei Kindern m\u00f6chte ich dringend um eine weiter verbreitete Bekanntheit mit den Methoden, die im Dalton Plan ausarbeitet wurden bitten. Er bestimmt den Widerwillen des Kindes als nicht gegen das Lernen selbst, sondern gegen die Lehrmethoden gerichtet. Er geht nicht von dem Glauben aus, dass das Kind eine angeborene Abneigung gegen das Lernen hat. Es ist der Fehler des erzieherischen Prozesses dem es gezwungenerma\u00dfen unterworfen ist, der seine Kinderseele unterschiedslos gegen alle Schulf\u00e4cher erbittert. Der Dalton Plan ist kein willk\u00fcrlicher Prozess der dem Kind auferlegt wird ohne mit seiner Veranlagung zu rechnen, sondern ist ein N\u00fctzen des eigenen Interesses des Kindes beim Erwerb von Kenntnissen. Der Dalton Plan ruft eine neue Reaktion in der Natur des Kindes hervor, indem er es dazu einl\u00e4dt eine Aufgabe zu erledigen, wie es zu seinem nat\u00fcrlichen Wunsch Sachen auf seine eigene Art und sogar in seinem eigenen Tempo zu lernen passt. Der Lehrer gibt ihm dieselbe freundliche Hilfe und Ermutigung um seine Probleme zu bew\u00e4ltigen, die ein Erwachsener einem anderen bei Gesch\u00e4ften oder einer anderen Sache im Leben geben w\u00fcrde, aber das Kind l\u00e4sst sich auf ein Abenteuer in den Gebieten der Wissenschaft unter eigener Flagge und eigenem Befehl \u00fcber seine Mittel ein.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt so etwas wie Kultur. Wir sch\u00e4tzen sie als die Verk\u00f6rperung unserer Zivilisation und wir wissen dass die Stabilit\u00e4t unseres Soziallebens davon abh\u00e4ngig ist, dass die Mehrheit unserer jungen Leute wenigstens Elemente dieser Kultur mitbekommt. Der Dalton Plan zeigt einen Weg auf um den Prozess eher nat\u00fcrlich und spontan als gezwungen und willk\u00fcrlich zu machen. Er erweckt im Kind einen Geist des Selbstvertrauens und der Initiative und sofort beginnt seine Charakterbildung. Hier ist das Leben Erfahrung f\u00fcr den kleinen Kerl. Er lernt mit eigener Verantwortung in der Gesellschaft von seinen Gef\u00e4hrten die alle demselben Abenteuer nachsetzen. Er bildet dieselbe Art von Beziehungen in seinem Schulleben auf, die er sp\u00e4ter bei Gesch\u00e4ften oder im Berufsleben haben wird. Er lernt indem er es ausprobiert. Er qu\u00e4lt sich nicht unter st\u00e4ndiger Lenkung und fortw\u00e4hrendem Druck ab. Er ist Teil vom wahren Leben der Welt, teilt ihre Probleme, erkennt die Leere des Scheins und geniest die Belohnung f\u00fcr Flei\u00df. Es gibt nichts Unechtes oder K\u00fcnstliches in diesen Beziehungen. Aber, das Wichtigste ist, dass der Dalton Plan ihm auf dieser Basis einen Vorsprung von zehn bis f\u00fcnfzehn Jahren auf die Knaben oder M\u00e4dchen gibt, die nun durch die Tretm\u00fchle unseren heutigen Schulen gehen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL III<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">DER PLAN IN DER PRAXIS<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Ich komme nun zu einer Betrachtung des Dalton Laboratory Plans in seiner praktischen Anwendung beim Problem der Erziehung. Vielleicht ist es gut damit zu beginnen zu zeigen was er nicht ist um die Grundlagen zu erhellen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan ist kein System und keine Methode die durch jahrelange Anwendung zu einer monotonen und uniformen Form versteinert ist, mit der aufeinander folgende Generationen von Sch\u00fclern gebrandmarkt werden, so wie man Schafe brandmarkt wenn sie in den Pferch gehen. Er ist kein Curriculum das allzu oft einfach die Maschine ist mit der die Brandmarke den Individuen eingepr\u00e4gt wird, die in den Schlingen des Systems gefangen sind. Praktisch gesprochen ist er ein Schema einer Reorganisation der Erziehung das die Zwillingsaktivit\u00e4ten Lehren und Lernen vereint. Wird er intelligent angewandt erzeugt er Bedingungen die es dem Lehrer erm\u00f6glichen zu lehren und dem Sch\u00fcler erm\u00f6glichen zu lernen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um das Schema anzuwenden ist es nicht notwendig, oder sogar w\u00fcnschenswert weder die Klassen als Organisationseinheiten in der Schule noch das Curriculum als solches abzuschaffen. Der Dalton Laboratory Plan beh\u00e4lt beide bei. Jeder Sch\u00fcler wird als Mitglied einer Klasse betrachtet und f\u00fcr jede Klasse wird ein maximaler und ein minimaler Lehrplan entworfen. Aber vom Anfang an legt er den ganzen Arbeitsvorschlag in der Gestalt von einem Vertragspensum vor die Sch\u00fcler. Der Lehrplan ist in Pensen eingeteilt worden und der Sch\u00fcler akzeptiert die Arbeit die f\u00fcr seine Klasse bestimmt ist als einen Vertrag. Obwohl in h\u00f6heren Klassen darauf verzichtet wird, k\u00f6nnen j\u00fcngere Kinder einen bestimmten Vertrag unterschreiben, der jedem Einzelnen zur\u00fcckgegeben wird sobald seine Arbeit erledigt ist:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eIch &#8212;&#8212;, Sch\u00fcler der &#8212; Klasse, verpflichte mich dazu, das &#8212; Pensum zu machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Datum und Unterschrift &#8212;&#8212;&#8212;- .\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Da jedes Monat des Jahres seine eigene Arbeit zugewiesen hat, enth\u00e4lt ein Pensum in jeder Klasse die Arbeit f\u00fcr ein ganzes Monat. Bequemlichkeitshalber arrangieren wir die verschiedenen Teile des Lehrplans in Haupt- und Nebenf\u00e4cher:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">HAUPTF\u00c4CHER<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">NEBENF\u00c4CHER<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Mathematik<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Musik<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Geschichte<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Kunstunterricht<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Naturwissenschaft<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Handarbeiten<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Englisch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Hauswirtschaft<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Geografie<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Zeichnen<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Fremdsprachen, etc.<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Gymnastik, etc.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Die erste Kategorie von F\u00e4chern ist nicht wichtiger als die andere, aber sie werden als \u201eHauptf\u00e4cher\u201c eingestuft, weil sie in den meisten Schulen als Grundlage f\u00fcr das Versetzen benutzt werden und die Zulassungspr\u00fcfungen f\u00fcr das College es n\u00f6tig machen, ihnen mehr Zeit zu widmen. Der Wert der Nebenf\u00e4cher steckt in ihrem gro\u00dfen Einfluss auf den Sch\u00fcler. Das Studium dieser F\u00e4cher erzeugt eine Reaktion auf Sch\u00f6nheit und auch ein gr\u00f6\u00dferes Ausdrucksverm\u00f6gen. Aber wenn in der niedrigeren Schule f\u00fcr Kinder von 8 bis 12 Jahren Fremdsprachen nicht als Grundlage f\u00fcr Versetzung erforderlich sind, sollten sie zu den Nebenf\u00e4chern f\u00fcr diese Sch\u00fcler gerechnet werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um die anf\u00e4ngliche Anwendung des Dalton Laboratory Plans zu vereinfachen empfehle ich, dass er zuerst blo\u00df auf die Hauptf\u00e4cher angewendet werden sollte. Wenn das neue Schema bekannter geworden ist, kann es allm\u00e4hlich auf die Nebenf\u00e4cher ausgeweitet werden. Nehmen wir als Beispiel eine Schule deren Hauptf\u00e4cher f\u00fcr Klasse II sind: Mathematik, Naturwissenschaft, Geschichte, Geografie, Englisch und Franz\u00f6sisch. Das erste Pensum f\u00fcr einen Sch\u00fcler aus dieser Klasse w\u00e4re ein Block vom Lernstoff dieses Jahres, der einen Monat Arbeit f\u00fcr jedes von den Hauptf\u00e4chern umfasst. In den Vereinigten Staaten betrachten wir zwanzig Tage als ein Schulmonat. Das Pensum w\u00fcrde also Folgendes enthalten:<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">ZWANZIG TAGE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse II. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1 Monat Franz\u00f6sisch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1 Monat\u00a0 Englisch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1 Monat\u00a0 Naturw.<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1 Monat Mathematik<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1 Monat Erdkunde<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1 Monat Geschichte<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<\/table>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese \u00dcbersicht stellt die erforderliche Menge Arbeit dar und f\u00fcr seine Erf\u00fcllung unterschreibt jeder Sch\u00fcler den Vertrag. Wiewohl die Norm dieselbe ist, sind die Sch\u00fcler nicht gleich. Weil ihre geistigen Beine ungleich lang sind, ist ihre Lerngeschwindigkeit auch unterschiedlich. Einige brauchen diese zwanzig Tage f\u00fcr ihre Arbeit vielleicht nicht, andere k\u00f6nnen sie vielleicht in dieser Zeit nicht schaffen. Es ist ein Wesenszug vom Dalton Laboratory Plan dass jeder Sch\u00fcler im eigenen Tempo vorw\u00e4rts kommt, denn nur so kann der Lernstoff gr\u00fcndlich erworben werden. Daher soll es jedem Sch\u00fcler erlaubt sein seine eigene Arbeitsmethode zu organisieren, wie sie ihm am besten vorkommt. Ungl\u00fccklicherweise k\u00f6nnen wir am Anfang nicht erwarten, dass diese Sch\u00fcler wissen wie sie arbeiten sollen, obwohl sie, sobald die neue Methode angewandt wird, allm\u00e4hlich lernen, wie sie sowohl ihre Zeit als auch ihre Arbeit besser und mit gr\u00f6\u00dferem Erfolg organisieren k\u00f6nnen. Aber Zweckm\u00e4\u00dfigkeit bedeutet Tempo und Tempo erreicht man nur wenn gute Arbeitsgewohnheiten geschaffen worden sind. Es braucht Zeit der Gewohnheit der Abh\u00e4ngigkeit entgegenzuwirken, die im Sch\u00fcler gez\u00fcchtet wird indem man ihm fortw\u00e4hrend sagt was er wie und zu welchem Zeitpunkt tun soll. Dieses System machte einen Diener aus ihm, gelegentlich einen zweckm\u00e4\u00dfigen Diener, aber immer auf Befehle angewiesen. Und obwohl die Umgestaltung der Schule schnell stattfinden kann, ist die Reaktion des Sch\u00fclers auf die ver\u00e4nderten Bedingungen nicht immer so schnell. Es ist die Sache des Lehrers daf\u00fcr zu sorgen dass die Anpassung Fortschritte macht, wie langsam dies auch immer geschieht. Man kann diesen Prozess dadurch unterst\u00fctzen dass man das aufgeteilte Curriculum klar darstellt und darauf achtet dass der Sch\u00fcler den ganzen Umfang und die Art der Arbeit, die er zustimmt zu leisten, \u00fcberblickt. Solange er nicht versteht was von ihm erwartet wird, wird seine Einteilung seiner Zeit mangelhaft sein.<\/p>\n<p class=\"A1\">Indem wir ihm seine Aufgabe in der Gestalt eines Vertrags geben, und er sich f\u00fcr dessen Erf\u00fcllung verantwortlich weis, verleihen wir der Arbeit W\u00fcrde und geben ihm das Gef\u00fchl, dass er sich f\u00fcr ein bestimmtes Ziel anstrengt. Dieses Gef\u00fchl wird noch verst\u00e4rkt, wenn indem wir ihm unser Vertrauen in seinen Wunsch und sein Verm\u00f6gen die Arbeit zu leisten bewusst machen. Es darf einem Sch\u00fcler jedoch nicht erlaubt werden, das Studium eines Hauptfachs \u00fcber die Grenzen des Monatspensums hinaus fortzusetzen, solange er nicht den Vertrag in jedem Fach erf\u00fcllt hat. Es darf ihm nicht gestattet sein, einen h\u00f6heren Standard als den Klassendurchschnitt in einem oder zwei F\u00e4chern anzustreben, um in den restlichen unter diesem zur\u00fcckzubleiben. Das w\u00fcrde ihm nur die Gelegenheit geben Fortschritte in den schw\u00e4cheren F\u00e4chern zu umgehen, dadurch w\u00fcrde ihm der Wert von zusammenh\u00e4ngenden und lebendigen F\u00e4chern entgehen. Die Uniformit\u00e4t von Normen garantiert dass er seine Zeit so einteilt dass sie zum gr\u00f6\u00dften Teil dem \u00dcberwinden seiner pers\u00f6nlichen Schw\u00e4chen und Schwierigkeiten gewidmet ist. Der Plan lehrt ihn <em>seine Zeit so einzuteilen<\/em> dass sie f\u00fcr seine Bed\u00fcrfnisse reicht und dass er langsam und gr\u00fcndlich vorw\u00e4rts kommt. Auf diese Weise ist er gut auf jeden n\u00e4chsten Schritt vorbereitet. Die Zusammenstellung seiner F\u00e4cher ist ausgeglichen und seine Bildung wird vollkommen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Umfang von jedem Monatspensum ist ein Teil und zwar ein entscheidender Teil vom Problem des Lehrers. Ein gutes Curriculum soll so ebenm\u00e4\u00dfig und so gut zusammengesetzt sein dass weder zu viel noch zu wenig im Pensum gefordert wird. In der Grundschule soll nicht mehr gefordert werden als die Sch\u00fcler leicht mit einer klugen Zeiteinteilung leisten k\u00f6nnen. Dass ein zehnj\u00e4hriges Kind alles erlernen soll was ein normales Kind in seinem Alter erlernen kann, ist das Ideal das wir anstreben. Das Studium der Kinderpsychologie ist notwendig wenn wir den Unterricht so umgestalten wollen dass er seinem Verm\u00f6gen und seinen Bed\u00fcrfnissen in jedem Alter entspricht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenden wir uns vom Sch\u00fcler dem Schulgeb\u00e4ude zu, ist es klar dass der Dalton Laboratory Plan die Errichtung von Fachlehrr\u00e4umen erfordert, einen f\u00fcr jedes Fach im Curriculum, obwohl in Schulen mit einem kleinen Team zwei F\u00e4cher in einem Fachlehrraum erlernt werden k\u00f6nnen. Ein Spezialist in diesem Fach oder diesen F\u00e4chern sollte seinen Fachlehrraum verwalten, dessen Verh\u00e4ltnis zu dem Schema ich noch sp\u00e4ter behandeln werde. F\u00fcr den Moment m\u00f6chte ich betonen, dass diese Fachlehrr\u00e4ume der Ort sind wo die Kinder experimentieren \u2013 wo sie frei mit ihren Aufgaben besch\u00e4ftigt sind, nicht Orte wo mit ihnen experimentiert wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Bibliothek der Schule soll in \u00dcbereinstimmung mit dem Lernfach \u00fcber diese Fachlehrr\u00e4ume verteilt werden . Es ist selbstverst\u00e4ndlich wesentlich dass die notwendigen B\u00fccher f\u00fcr jeden Sch\u00fcler jederzeit erreichbar sind \u2013 einen Vorrat B\u00fccher \u00fcber Physik im Fachlehrraum f\u00fcr Physik, B\u00fccher \u00fcber Geschichte im Fachlehrraum f\u00fcr Geschichte usw. Was diese B\u00fccher betrifft, ist es gut einige Standardwerke zu haben und die Zahl der Nachschlagwerke m\u00f6glichst stark zu erh\u00f6hen. Habe keine Angst davor B\u00fccher f\u00fcr Erwachsene, die Art von B\u00fcchern die man bisher eher zu Hause als in Schulen antrifft, in die Schulbibliothek aufzunehmen. Denk daran, dass kein Buch f\u00fcr ein Kind zu gut geschrieben sein kann um es f\u00fcr den Inhalt zu interessieren. Die trockene K\u00fcrze des normalen Schulbuchs, ohne jede literarische Qualit\u00e4t, ist verantwortlich f\u00fcr die H\u00e4lfte vom Ekel vor dem Lernen, der so kennzeichnend f\u00fcr die durchschnittlichen Schulbuben oder Schulm\u00e4dchen ist. Gerade in der Schule sollen unsere k\u00fcnftigen M\u00e4nner und Frauen in Kontakt gebracht werden mit jenen literarischen Sch\u00e4tzen die das gemeinschaftliche Erbe der Menschheit sind. Selbst wenn man diese blo\u00df als eine Auskunftsquelle betrachtet, kann nichts wertvoller sein f\u00fcr die Entfaltung von der Intelligenz vom Sch\u00fcler als die Chance die er so bekommt um die unterschiedlichen Ansichten von mehreren Autoren \u00fcber den Gegenstand den er studiert, miteinander zu vergleichen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zu den Hemmungen f\u00fcr wahre Erziehung und f\u00fcr wahren Unterricht die der Dalton Laboratory Plan r\u00fccksichtslos abschafft, geh\u00f6rt der Stundenplan. Sogar f\u00fcr den Lehrer ist der Stundenplan ein Schreckensbild. Wie oft habe ich Schulleiter und Schulleiterinnen nicht \u00fcber die Schwierigkeiten klagen geh\u00f6rt um die Zeit derma\u00dfen einzuteilen dass kein Mitglied der Lehrerschaft meinen w\u00fcrde dass sein spezielles Fachgebiet unterbewertet werden w\u00fcrde! Das Ergebnis ist dass der Stundenplan meistens eher im Interesse der Lehrer als im Interesse der Sch\u00fcler zusammengesetzt wird. F\u00fcr die Sch\u00fcler ist der Stundenplan nichts als ein Fluch. Seine Abschaffung ist der erste Schritt zur Befreiung.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nehmen wir an, dass in einer bestimmten Schule die Zeit f\u00fcr alle Klassen und F\u00e4cher von 9 bis 12 Uhr jeden Morgen dauert. Beim Dalton Plan ist diese dreist\u00fcndige Periode dem Studium von den Hauptf\u00e4chern \u2013 Erdkunde, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaft, Englisch und Franz\u00f6sisch \u2013 gewidmet. Bevor sie anfangen ihre Zeit einzuteilen, bittet jeder Sch\u00fcler seinen Lehrer um Rat, der beim neuen Plan ein Fachspezialist oder Berater geworden ist. Zusammen betrachten sie das Pensum des Sch\u00fclers, stellen fest welche F\u00e4cher seine guten und welche seine schwachen sind. Die F\u00e4cher, die ein Kind liebt und gerne macht geh\u00f6ren meistens zu seinen guten F\u00e4chern. Die F\u00e4cher in denen er schwach ist, sind fast unab\u00e4nderlich die welche er schwer verstehen und verarbeiten kann, vornehmlich weil er bisher zu wenig Zeit darauf verwenden konnte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um deutlich zu sein gebe ich ein Beispiel. Mary Smith ist Sch\u00fclerin der Klasse II. Wenn sie, mit Hilfe ihres Beraters, ihre F\u00e4cher eingeteilt hat, nehmen wir an dass sie in folgende Kategorien fallen:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\">Schwache F\u00e4cher<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\">Gute F\u00e4cher<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\">Mathematik<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\">Englisch<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\">Franz\u00f6sisch<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"246\">\n<p class=\"A1\">Geschichte<\/p>\n<p class=\"A1\">Erdkunde<\/p>\n<p class=\"A1\">Naturwissenschaft<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">In Relation zu den drei ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Daltonstunden, k\u00f6nnen wir ihre individuellen Bed\u00fcrfnisse mit der folgenden Gleichung darstellen:<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">DREI STUNDEN IM FACHLEHRRAUM<\/p>\n<p class=\"A1\">Mathematik + Franz\u00f6sisch (Schwache F\u00e4cher) Englisch + Geschichte + Erdkunde + Naturwissenschaft (Gute F\u00e4cher)<\/p>\n<p class=\"A1\">Weil sie das Pensum akzeptiert hat, muss sie das ganze Pensum \u00fcberdenken, und da sie schwach in Franz\u00f6sisch und Mathematik ist, muss sie genau so viel Zeit auf diese F\u00e4cher verwenden wie auf ihre vier guten F\u00e4cher. Aber wenn der Stundenplan gelten w\u00fcrde, d\u00fcrfte Mary, ungeachtet ihrer Schwierigkeiten, nur genau so viel Zeit auf Mathematik und Franz\u00f6sisch\u00a0 verwenden wie die andern Sch\u00fcler in Klasse II, von denen viele gut in diesen F\u00e4chern sind. Gibt es eine noch vollkommenere Verurteilung des Stundenplans als diese einfache Demonstration?<\/p>\n<p class=\"A1\">Befreit von der Tyrannei des Stundenplans, wird sich Marys Gleichung \u00e4ndern wenn sie den Widerwillen gegen diese F\u00e4cher, oder ihre Schw\u00e4che darin, ablegt. Aber so lange ihr Problem in oben stehender Gleichung ausgedr\u00fcckt werden kann, sollte sie die H\u00e4lfte von den drei zur Verf\u00fcgung stehenden Stunden t\u00e4glich auf Mathematik und Franz\u00f6sisch verwenden, und nur die verbleibende H\u00e4lfte auf die vier \u00fcbrigen F\u00e4cher. Wenn sie besser in Franz\u00f6sisch als in Mathematik ist, sollen die anderthalb Stunden demgem\u00e4\u00df verteilt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mary ist jedoch frei in der Wahl in welchem Fach sie zuerst t\u00e4tig sein m\u00f6chte und sie geht in den diesbez\u00fcglichen Fachlehrraum. Weil sie es selbst in dem Augenblick in dem sie sich mit diesem Fach bet\u00e4tigen m\u00f6chte gew\u00e4hlt hat, arbeitet sie besser und schneller. Wenn sie im Fachlehrraum ist f\u00e4ngt Mary alleine zu lernen an, aber wenn sie dort andere Sch\u00fcler aus Klasse II findet, arbeitet sie mit ihnen zusammen. Das ist beim Dalton Plan die Regel im Fachlehrraum. Er verteilt und reduziert die gro\u00dfe Klassengruppe und schafft eine kleine Gruppe von t\u00fcchtig arbeitenden Sch\u00fclern, was die Diskussion anregt und sozialen Einfluss aus\u00fcbt. Der erzieherische Wert von solchen kleinen Gruppen ist sehr Gros indem er eine gute Atmosph\u00e4re im Fachlehrraum schafft und M\u00f6glichkeiten zur sozialen Anpassung und Erfahrung gibt. Es bietet ein unsch\u00e4tzbar wertvolles Spiel von Geist mit Geist. Da Mary freiwillig in diesen Fachlehrraum gegangen ist und ihn verlassen kann um in einen anderen zu gehen wenn sie Neigung dazu empfindet, treten keine disziplin\u00e4ren Schwierigkeiten auf. Ihr Geist kommt mit ihr herein und geht mit ihr hinaus, das Interesse f\u00fcr das Lernfach beherrscht sie und sie ist v\u00f6llig auf ihre Arbeit konzentriert. Es wird keine Zeit vergeudet, denn obwohl der allgemeine Stundenplan verschwunden ist, hat Mary, zusammen mit ihrem Berater, einen eigenen Stundenplan entworfen. Das ist sehr wichtig, besonders f\u00fcr j\u00fcngere Kinder um ihnen beizubringen mit dem Wert von Zeit umzugehen. Wenn man sie n\u00fctzt um unsere geistigen und moralischen Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen, n\u00fctzt man sie am kl\u00fcgsten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist auch wesentlich, dass Mary genau wei\u00df wie sie mit dem gew\u00e4hlten Fachgebiet vorw\u00e4rts kommt. F\u00fcr diesen Zweck habe ich Grafische Darstellungen entworfen, wie zuvor erw\u00e4hnt. Da es der M\u00fche wert ist diesem Thema ein Kapitel an sich zu widmen, erw\u00e4hne ich sie hier nur beil\u00e4ufig als einen Teil des Fachlehrraums und der Arbeitsweise. Es gibt drei Arten von Graphen. Der Erste verschafft jedem Lehrer und Berater die Mittel um dem individuellen Fortschritt jedes Sch\u00fclers zu folgen und ihn mit dem anderer Mitglieder der Klasse zu vergleichen. Er erm\u00f6glicht auch jedem Sch\u00fcler selbst seinen Fortschritt mit dem seiner Klassenkameraden zu vergleichen. Aber Mary besitzt auch ihr eigenes Pensumblatt auf dem sie t\u00e4glich ihren Fortschritt vermerkt. Der dritte Graph zeigt den Fortschritt der ganzen Klasse ebenso wie den individuellen Fortschritt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Damit der Sch\u00fcler nie den \u00dcberblick \u00fcber das ganze Pensum verliert, wird der Fortschritt an der Arbeit gemessen, die pro Woche geleistet worden ist. Mary hat sechs Hauptf\u00e4cher mit vier Wochen Arbeit f\u00fcr jedes Hauptfach. Ihr Pensum umfasst also vierundzwanzig Wochen Arbeit. Auf dem Wochengraph wird sie daher nicht in jedem einzelnen Fach vermerkt sondern es wird Woche f\u00fcr Woche ihr erledigtes Wochenpensum eingetragen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Auf diese Weise bew\u00e4ltigt ein Sch\u00fcler stetig , Aufgabe nach Aufgabe, den Lehrplan seiner Klasse. Wenn er in einem Schuljahr von neun oder zehn Monaten wegen Abwesenheit oder Krankheit nur die Arbeit f\u00fcr acht Monaten fertig hat, f\u00e4ngt er im n\u00e4chsten Schuljahr mit dem Neunten an. Das intelligente Kind kann im Gegenteil vielleicht die Arbeit f\u00fcr achtzehn Monate in blo\u00df einem Jahr leisten. Oft gewinnt das tr\u00e4ge, offenbar weniger intelligente Kind an Tempo, jedenfalls eignet es sich den Lernstoff gut und gr\u00fcndlich an, im eigenen, nat\u00fcrlichen Tempo.<\/p>\n<p class=\"A1\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL IV<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">SEINE ANWENDUNG \u2013 <br \/> EIN KONKRETES BEISPIEL<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan kann f\u00fcr die Reorganisation von jeder beliebigen Schule, mit Ausnahme von Kinderg\u00e4rten oder Schulen f\u00fcr Kinder die noch nicht neun Jahre alt sind angewandt werden. \u00dcber dieser Altersgrenze teilen wir in den Vereinigten Staaten die Schulen in Niedrige \u2013 Mittlere und H\u00f6here ein. Aber da ich haupts\u00e4chlich f\u00fcr britische Leser schreibe, werde ich die Ausdr\u00fccke Elementarschule und Sekundarschule in der englischen Bedeutung benutzen wenn ich \u00fcber englische Schulen rede. In Amerika ist eine Elementarschule eine Niedrige Schule. Sie besteht meist aus vier bis acht Klassen und kann \u00f6ffentlich oder privat sein, d.h. kostenlos oder kostenpflichtig. Bei uns sind \u00f6ffentliche Schulen immer kostenlose Schulen die von der \u00f6ffentlichen Hand bezahlt werden, und nicht, wie im Fall von Eton und Harrow, nur zug\u00e4nglich f\u00fcr Sch\u00fcler deren Eltern f\u00fcr ihren Unterricht bezahlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Allgemeinen wird der Dalton Plan als Gradmesser verwendet um ein Arbeitsprogramm zu vervollkommnen das bereits f\u00fcr die unterschiedlichen Klassen standardisiert worden ist. Er ist jedoch f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Ausdehnung in Richtung unseres Erziehungsideals empf\u00e4nglich. So hoffe ich, dass er eines Tages f\u00fcr die Organisation von einem neuen Unternehmen an Stelle der Neugestaltung von einem alten benutzt wird. In diesem Falle k\u00f6nnte er dazu benutzt werden ein freieres Curriculum zu gestalten, das zur G\u00e4nze aus Projekten besteht, die die Sch\u00fcler selbst arrangieren und bei denen die Lehrer als beratende Spezialisten betrachtet werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nun aber beschr\u00e4nke ich mich auf die Anwendung als Zweckm\u00e4\u00dfigkeitsma\u00dfnahme die sowohl theoretische wie soziale Umgestaltung umfasst. Nun beschr\u00e4nke ich jedoch meine Beobachtungen auf seine Anwendung als Gradmesser (efficiency measure) bez\u00fcglich akademischer und sozialer Reorganisation. In diesem Zusammenhang muss ich wieder auf der Notwendigkeit bestehen, in Erinnerung zu behalten, dass mein Plan oder \u201eWay\u201c nicht nur eine \u00c4nderung im Curriculum oder in der Methode enth\u00e4lt, sondern auch eine \u00c4nderung im ganzen Leben und Geiste der Schule. Diese Sozialisation der Schule, wie ich es nenne, ist ebenso wesentlich f\u00fcr den Erfolg des Experiments wie sie f\u00fcr die Befreiung des Sch\u00fclers ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Als konkrete Illustration vom dem was ich meine, beschreibe ich die Einf\u00fchrung vom Dalton Laboratory Plan in einer Grundschule und besch\u00e4ftige mich dabei zuerst mit der theoretischen Seite des Themas. In dieser Schule gab es einhundertundf\u00fcnfzig Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahre. Es gab f\u00fcnf Klassen, die vierte bis achte, und drei\u00dfig Sch\u00fcler in jeder Klasse. Es war eine kostenlose, \u00f6ffentliche Schule. Wenn sie privat und kostenpflichtig gewesen w\u00e4re, w\u00e4ren die Klassen bestimmt kleiner gewesen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese f\u00fcnf Klassen waren in f\u00fcnf Klassenzimmern untergebracht und jede Klasse hatte einen Klassenlehrer. Mathematik, Geschichte, Geografie, Englisch und Naturwissenschaft wurden als Hauptf\u00e4cher oder \u201eWerkzeuge des Wissens\u201c betrachtet und wurden in jeder Klasse unterrichtet. Sie waren die standardisierten Grundlagen, und wurden \u00fcberdies als Versetzungsgrund betrachtet. Franz\u00f6sisch, Musik, Kunstunterricht, Gymnastik, Handarbeiten und Kochen wurden als Nebenf\u00e4cher betrachtet, aber nach der \u00dcbernahme des Plans wurde Franz\u00f6sisch Hauptfach. Vor dieser Zeit wurde den Hauptf\u00e4chern allt\u00e4glich viel Aufmerksamkeit in m\u00fcndlichen Stunden geschenkt, den Nebenf\u00e4chern mehrere Male pro Woche, w\u00e4hrend Musik gewisserma\u00dfen eine t\u00e4gliche Aufgabe war, da die Kinder die Schulstunde meistens mit Gesang er\u00f6ffneten. Praktisch der ganze Morgen war den F\u00e4chern der ersten Kategorie gewidmet, w\u00e4hrend der Nachmittag f\u00fcr die \u00fcbrigen F\u00e4cher reserviert war. Weiters wurden Musik und Kunstunterricht auf Laborbasis aufgenommen und Lehrer wurden nicht mehr f\u00fcr nur zweimal pro Woche sondern mit einer vollen Lehrverpflichtung eingestellt um sie zu unterrichten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan war schon einige Zeit diskutiert worden, als der Direktor eines Tages die Lehrerinnen f\u00fcr die f\u00fcnf Klassen zu einer Konferenz \u00fcber dieses Thema einlud. Diese Lehrerinnen waren durchschnittliche Lehrerinnen, nicht weniger oder mehr intelligent als die Mehrheit in ihrem Beruf. Ihre Beobachtungen enth\u00fcllten einen unterschiedlichen Grad an Unzufriedenheit in der Arbeit mit dem alten System. Mehrere unter ihnen waren dar\u00fcber einig dass die Forderung, dass jeder Lehrer Experte im Unterrichten von jedem Fach im Curriculum sein sollte, als Ergebnis hatte dass sie sich wie ein Hans Dampf in allen Gassen f\u00fchlten und kein einziges Schulfach gr\u00fcndlich beherrschten. Alle gaben zu dass sie fortw\u00e4hrend und oft un\u00fcberwindliche Probleme hatten um das Interesse der Sch\u00fcler in ihren Stunden zu erregen. Viel Unterrichtszeit wurde vergeudet um ihren Widerwillen mit den vorgesehenen Aufgaben des Tages fortzufahren zu besiegen. Eine Lehrerin beschrieb ziemlich pathetisch ihre Bem\u00fchungen ihre Stunde zu dramatisieren, in der Hoffnung die Kinder daf\u00fcr zu interessieren. Nachdem sie in der Bibliothek das Thema recherchiert hatte, nutzte sie oft die Nacht um vorzubereiten, wie sie es auf spannende und aufregende Weise bringen konnte. Ihr Fach war Geschichte und sie erz\u00e4hlte wie sie einmal versucht hatte das Interesse der Kinder mit einem romantischen Bericht \u00fcber den Krieg zwischen Franzosen und Indianern zu erregen. Aber ihre einzige Belohnung f\u00fcr all diesen Aufwand an Energie war die Bitte eines Kindes um mehr Information \u00fcber den Nordpol und die Eskimos, was wahrscheinlich durch den Schnee verursacht wurde, der vor den Fenstern der Schule fiel!<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00c4hnliche Erfahrungen wurden von anderen Lehrerinnen berichtet. Die Unm\u00f6glichkeit den Charakter der Stunde und ihre Dauer Sch\u00fclern anzupassen deren Verarbeitungsverm\u00f6gen individuell verschieden war, wurde auch von allen Lehrerinnen unisono als Fehler als Systems genannt. Die Stunde war\u00a0 f\u00fcr den schnellen Sch\u00fcler meistens zu kurz, f\u00fcr den das Lernfach leicht war und der also alles rasch verstand. Sie dauerte zu lang f\u00fcr das Kind dessen Aufmerksamkeit durch das Fenster entflogen war um etwas zu folgen das es begeisterte. Und sie dauerte viel zu lange f\u00fcr den tr\u00e4gen Sch\u00fcler der viel Erkl\u00e4rung brauchte und den Lernstoff nur langsam verstand. Sogar diejenigen unter den Lehrerinnen die der Meinung waren dass bei ihnen Disziplin herrschte, mussten zugeben dass sie zwar die K\u00f6rper ihrer Sch\u00fcler kontrollieren konnten, dass aber die Seele sich fast immer ihrer Autorit\u00e4t entzog.<\/p>\n<p class=\"A1\">Eine Reihe von Fragen des Direktors brachte ans Licht dass jede der Lehrerinnen ein bevorzugtes Fach hatte das sie gerne die ganze Zeit unterrichten w\u00fcrde. Mehrere unter ihnen f\u00fcgten hinzu dass der Aufwand sie zu lehren bei einer Reihe von F\u00e4chern in keinem Verh\u00e4ltnis zum erlangten Ergebnis bei den Sch\u00fclern stand. Unter diesen Umst\u00e4nden ist es nicht verwunderlich, dass die f\u00fcnf Lehrerinnen voller Erleichterung und Freude die Ank\u00fcndigung aufnahmen, dass das alte unbefriedigende System abgesetzt werden sollte. Ihnen wurde dann mitgeteilt, dass die Schule nach dem Dalton Laboratory Plan reorganisiert werden w\u00fcrde, wobei jede Lehrerin ihre ganze Energie dem Unterricht in ihrem bevorzugten Schulfach und nur diesem widmen k\u00f6nnte. Jedes der ehemaligen Klassenzimmer sollte nun in einen Fachlehrraum umgewandelt werden, in den Sch\u00fcler aller Klassen kommen w\u00fcrden, um mit Hilfe der Lehrerin die es \u00fcbernommen hatte dieses eine spezielle Fach zu studieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der n\u00e4chste Schritt war die Neuverteilung der Schulausr\u00fcstung die der Ausf\u00fchrung des neuen Plans voranging. Der ganze geografische Apparatus, wie B\u00fccher, Karten und Globen wurde in einem Klassenzimmer konzentriert. Der \u00dcberschuss an Material zu dem was in Zukunft ben\u00f6tigt werden w\u00fcrde, zeigte die \u00dcberlegenheit des Dalton Laboratory Plans aus \u00f6konomischer Sicht. Aller Bedarf f\u00fcr das Studium der anderen F\u00e4cher wurde gleichfalls in Fachlehrr\u00e4ume transportiert und schlie\u00dflich wurde die Bibliothek nach demselben Prinzip \u00fcber die Fachlehrr\u00e4ume verteilt. Es war bereits deutlich, dass der Prozess der Vitalisierung begonnen hatte. Ein neuer Geist schien unter den Lehrerinnen zu sein, der aus ihnen Freundinnen auf einer neuen Ebene statt Rivalinnen machte. Jede Lehrerin erkannte dass sie bald eine feste und sympathische Dom\u00e4ne haben w\u00fcrde, wo ihre Interessen nicht mit denen ihrer Kolleginnen zusammensto\u00dfen w\u00fcrden. Nat\u00fcrlich gab es ein paar Zweifel, ein paar halb ausgesprochene \u00c4ngste vor Misserfolg wenn die gro\u00dfe Neuerung der Feuerprobe der Praxis unterworfen werden w\u00fcrde. Was w\u00fcrde geschehen, so fragten sich einige, wenn bestimmte Sch\u00fcler die bekannt waren wegen ihrer F\u00e4higkeit die viel versprechenden Programme der Lehrerinnen scheitern zu lassen, nun versuchen w\u00fcrden auch das neue Programm zu verderben? Aber all diesem Zweifel und den b\u00f6sen Vorahnungen setzte die Direktorin ihren fr\u00f6hlichen Optimismus entgegen. Sie glaubte an das Wunder und \u00e4u\u00dferte sich dar\u00fcber. Wenn der Plan einmal im Gang war w\u00fcrde der Widerstand des Kindes, davon war sie \u00fcberzeugt, verschwinden wie der Frost im Juni. \u201e\u00c4ndere die Bedingungen\u201c, wiederholte sie, \u201eund du \u00e4nderst den Druck. \u00c4ndere den Druck und du \u00e4nderst das Produkt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Tatsache dass in dieser Schule die Entscheidung den Dalton Laboratory Plan einzuf\u00fchren am Ende des Semesters getroffen wurde, verschaffte die ben\u00f6tigte Zeit um sich sowohl materiell als auch psychologisch darauf vorzubereiten. Als die alten Tische in den Fachlehrr\u00e4umen umgruppiert wurden, wurden jeweils f\u00fcnf mit den Vorderseiten aneinander gestellt, um Tische f\u00fcr die einzelnen Klassen zu formen. Um die Anpassung an die neue Organisation zu erleichtern, wurden diese mit 4, 5, 6, 7 und 8 genannt um die verschiedenen Klassen anzuzeigen die sie benutzen w\u00fcrden. Es wurden den Nummern entsprechende, farbige Karten ausgew\u00e4hlt um die verschiedenen Klassen darzustellen und auch individuelle Graphen um den Fortschritt zu kontrollieren. In der Aula wurden 150 K\u00e4stchen aufgestellt und nummeriert in denen jeder Sch\u00fcler diverse Dinge aufbewahren konnte die sich bisher in seinem Bankfach angesammelt hatten. Schlie\u00dflich stellte die Zeichenlehrerin jeder ihrer Kolleginnen eine Karte\u00a0 zur Verf\u00fcgung, die an der T\u00fcr jedes Fachlehrraums befestigt wurde f\u00fcr die T\u00fcr um das Lernfach anzuzeigen. Drau\u00dfen wurde eine Anschlagtafel f\u00fcr die Klassenpensen aufgeh\u00e4ngt, im Fachlehrraum gab es eine \u00e4hnliche Tafel f\u00fcr die Laborgraphen. Der Umbau eines Lagerraums zu einem Lehrerzimmer \u2013 das es bisher gar nicht gegeben hatte \u2013 mit einer eigenen Anschlagtafel vollendete den Umbau.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das folgende einfache Diagramm zeigt was die Umstellung von einer Lehrerin mit vielen F\u00e4chern auf eine Lehrerin mit nur einem Schulfach f\u00fcr die Lehrerschaft bedeutete:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Miss A:<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">4. Klasse Math;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">5. Klasse Math;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">6. Klasse Math;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">7. Klasse Math:<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">8. Klasse Math<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Miss B:<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">4. Klasse Eng.;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">5. Klasse Eng.;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">6. Klasse Eng.;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">7. Klasse Eng.;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">8. Klasse Eng.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Miss C:<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">4. Klasse Gesch;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">5. Klasse Gesch;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">6. Klasse Gesch;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">7. Klasse Gesch;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">8. Klasse Gesch<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Miss D:<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">4. Klasse Geog.;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">5. Klasse Geog;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">6. Klasse Geog;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">7. KLasse Geog;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">8. Klasse Geog<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Miss E:<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">4. Klasse Natw.;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">5. Klasse Natw;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">6. Klasse Natw;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">7. Klasse Natw;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"82\">\n<p class=\"A1\" align=\"left\">8. Klasse Natw.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">In Bezug auf die wichtige Frage was jedes Pensum umfassen sollte wurde die Durchschnittsleistung von jeder Klasse sorgf\u00e4ltig betrachtet um die Menge Arbeit zu bestimmen die von den Sch\u00fclern aus diesen f\u00fcnf Klassen f\u00fcr einen Schulmonat von zwanzig Tagen verlangt werden sollte. Diese Untersuchung zeigte die Riesenmenge an Arbeit und die Lehrerinnen erkannten wie \u201e\u00fcberladen\u201c die Pensen waren. Man entschloss sich dann dazu diese stark zu reduzieren. Wenn eine Arbeit in einem Fachgebiet auch f\u00fcr ein anderes Fachgebiet gelten konnte, wurde das im Pensum erw\u00e4hnt. Inhaltliche K\u00fcrzungen reduzierten den Stoffumfang. Wenn die Pensen erf\u00fcllt waren wurden sie an farbigen Karten befestigt, die der Farbe der jeweiligen Klasse entsprachen und an die Anschlagtafeln au\u00dferhalb der Fachlehrr\u00e4ume geh\u00e4ngt. Au\u00dferhalb des Fachlehrraums f\u00fcr Geschichte wurden alle Geschichtspensen f\u00fcr die f\u00fcnf Klassen aufgeh\u00e4ngt, usw. An die Anschlagtafeln in den Fachlehrr\u00e4umen wurden entsprechend gef\u00e4rbte Laborgraphen geh\u00e4ngt um den individuellen Fortschritt festzuhalten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jede Lehrerin bekam eine detaillierte Darstellung des Dalton Laboratory Plans um diese w\u00e4hrend der Ferien zu studieren. Als die Sch\u00fcler zu Beginn des folgenden Semesters zusammenkamen, erkl\u00e4rte ihnen die Direktorin auf einfache Weise die \u00c4nderungen in der Organisation ihrer Arbeit und zeigte ihnen wie die Pensenkarten und Vermerkkarten benutzt werden sollten. Es wurde ihnen mitgeteilt dass der Stundenplan und die Schulglocke abgeschafft worden waren, dass es ihnen fortan freistand jeden Fachlehrraum ruhig ohne Erlaubnis zu betreten und dort solange sie wollten an einem beliebigen Fach zu arbeiten. Die drei Stunden, von 9 bis 12 Uhr, wurden nun ihre eigene Zeit und sie waren individuell verantwortlich f\u00fcr die Benutzung dieser Stunden. Sie konnte nach den Schwierigkeiten die jedes Fachgebiet f\u00fcr jeden einzelnen Sch\u00fcler darstellte eingeteilt werden. Es wurde erkl\u00e4rt dass ihre Fortschritte bez\u00fcglich der Erf\u00fcllung des Pensums kontrolliert werden w\u00fcrde und dass auch beurteilt w\u00fcrde, wie sie mit der neuen Aufgabe zurechtkamen. Um 12 Uhr sollte die vierte Klasse zu Fr\u00e4ulein A. in den Fachlehrraum f\u00fcr Mathematik gehen. Sie w\u00fcrde ihnen dann und k\u00fcnftig einmal pro Woche eine m\u00fcndliche Stunde in Mathematik geben. Die f\u00fcnfte Klasse sollte zu Fr\u00e4ulein B., die sechste zu Fr\u00e4ulein C., die siebente zu Fr\u00e4ulein D. und die achte zu Fr\u00e4ulein E. gehen. Dieser erste Auftrag f\u00fcr eine m\u00fcndliche Stunde fing f\u00fcr jede Klasse mit der Fachlehrerin an, die auch als Beraterin f\u00fcr eine bestimmte Klasse fungierte.\u00a0 Die sozialen und ethischen Aspekte vom Dalton Laboratory Plan wurden bei dieser Gelegenheit nicht erw\u00e4hnt. Diese Seite der neuen Methode wurde zuerst mit den Eltern und anschlie\u00dfend mit den Sch\u00fclern selbst besprochen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Obwohl die Kinder die Sache anfangs ein wenig un\u00fcbersichtlich fanden, zeigten sie sofort deutlich Interesse f\u00fcr das neue Schema. Um seine Einf\u00fchrung an diesem ersten Morgen zu unterst\u00fctzen, wies die Direktorin den verschiedenen Fachlehrr\u00e4umen Gruppen zu. Weil jede Klasse aus drei\u00dfig Sch\u00fclern bestand, schickte sie je sechs Sch\u00fcler aus jeder Klasse, das machte insgesamt drei\u00dfig, zu jedem Fachlehrraum f\u00fcr weitere Erkl\u00e4rungen, die die Lehrerin die auf sie wartete erteilen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Was im Fachlehrraum von Fr\u00e4ulein D. geschah ist kennzeichnend f\u00fcr die Geschehnisse in allen andern Fachlehrr\u00e4umen an diesem Morgen. Jede Gruppe wurde einzeln um die aufgestellten Tische gruppiert, die f\u00fcr jede Klasse da standen. Die Klassenpensen von der Anschlagtafel au\u00dferhalb des Fachlehrraums wurden auf die Gruppen verteilt wobei ein Sch\u00fcler sie ruhig den anderen vorlas. Fr\u00e4ulein D. ging von einer Gruppe zur anderen, gab Hinweise und leistete Hilfe. Danach wurden Schulhefte ausgeteilt, eines f\u00fcr jedes Schulfach, die entweder im Fachlehrraum zur\u00fcckbleiben oder im K\u00e4stchen aufbewahrt werden sollten. Nachdem das Pensum vorgelesen worden war wurden Kopien davon f\u00fcr den Gebrauch jeder einzelnen Gruppe verteilt, mit dem Auftrag sie in einer Mappe auf den Tischen zur\u00fcckzulassen. Nun kam der Augenblick in dem sie den Auftrag bekamen mit der Arbeit anzufangen. Wenn sie Hilfe brauchten, sollten sie entweder mit einem Mitglied der Gruppe oder mit der Lehrerin sprechen. Ohne Kommunikation w\u00e4ren tief gehende Gespr\u00e4che und gegenseitiger Gedankenaustausch unm\u00f6glich gewesen. Der Fachlehrraum w\u00e4re nur ein Studierraum gewesen und keine interagierende stimulierende Gemeinschaft. Wenn ein Sch\u00fcler mit einem Teil des Pensums f\u00fcr die erste Woche fertig war, wurde ihm gesagt dass er den Fachlehrraum verlassen durfte und in einen anderen seiner Wahl gehen konnte, nachdem er die Menge der Arbeit die er geleistet hatte, auf seiner Vermerkkarte und auf der Klassentabelle eingetragen hatte.<\/p>\n<p class=\"A1\">In weniger als zwanzig Minuten hatten die Sch\u00fcler die Struktur der Organisationsform verstanden und mit dem Studium begonnen. Da sich jeder in das Fach vertiefte wurde es im Klassenzimmer fast ruhig, oder, wie Fr\u00e4ulein D. sp\u00e4ter sagte: \u201eMan sp\u00fcrte dass eine Atmosph\u00e4re von echter, zufriedener Arbeit entstand\u201c. Im Laufe des Morgens war ein Sch\u00fcler nach dem andern mit einem Teil der Arbeit fertig und Fr\u00e4ulein D. fragte ihn wohin er jetzt gehen wolle. Diese Frage war nur an diesem ersten Morgen n\u00f6tig, um sicher zu gehen dass sich der Sch\u00fcler wirklich f\u00fcr ein Schulfach entschieden hatte, mit dem er sich danach besch\u00e4ftigen wolle, und um ihm Halt und Ermutigung zu geben. Wenn er zweifelte wurde er gebeten noch eine Weile im Klassenzimmer zu bleiben, bis er einen echten Entschluss gefasst hatte. Als Sch\u00fcler aus anderen Fachlehrr\u00e4umen herein kamen, begr\u00fc\u00dfte Fr\u00e4ulein D. sie wie man einen Gast begr\u00fc\u00dft, denn es ist wesentlich jedes Gef\u00fchl von Zwang oder Verlegenheit zu beseitigen. Gl\u00fccklicherweise waren das alte Piesacken und Hetzen und die m\u00fcrrische Widerspenstigkeit schon verschwunden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um 12 Uhr ging jede Klasse, wie vereinbart, in das f\u00fcr sie bestimmte Klassenzimmer, wo die Lehrerin ihnen eine Lektion von 45 Minuten \u00fcber ein Thema aus ihrem Fachgebiet gab und teilte den w\u00f6chentlichen Plan dieser Stunden aus in denen jeden Tag ein anderes Fach unterrichtet werden sollte. Diese Lektionen wurden nun \u201eKonferenzen\u201c genannt, weil die ganze Klasse, die in einzelnen Fachlehrr\u00e4umen gearbeitet hatte, einzeln oder in kleinen, freiwilligen Gruppen, nun zusammentrat um \u00fcber Probleme im Pensum zu reden. Bei diesen \u201eKonferenzen\u201c verglichen sie ihren Fortschritt, brachten ihre speziellen Schwierigkeiten zur Sprache, diskutierten sie und halfen dabei die Probleme ihrer Mitsch\u00fcler zu l\u00f6sen. Der gr\u00f6\u00dfte Scharfsinn wurde bei diesen Treffen gezeigt. Die Diskussionen waren einzigartig und wirklich hilfreich f\u00fcr alle Beteiligten. Jede Konferenz war sozial weil die Schule selbst durch den Plan zu einer Gemeinschaft geworden war.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Fachinspektorinnen welche die Schule w\u00f6chentlich besuchten zeigten gro\u00dfes Interesse am Wirken des neuen Plans. Es erm\u00f6glichte einer Inspektorin die Schule zu jeder Zeit am Morgen zu besuchen und in ihrem Fachlehrraum das Studium in vollem Gange zu beobachten. Indem sie die Pensen betrachtete, konnte sie leicht den Fachstoff \u00fcberpr\u00fcfen. Anstatt viel Zeit auf das Beraten der Lehrerinnen zu verwenden wie sie ihre Klassen disziplinieren und kontrollieren sollten, erm\u00f6glichte es der Dalton Arbeitsplan, die Arbeit zusammen mit anderen Inspektorinnen und Lehrerinnen zu besprechen und zu koordinieren. Gleichfalls konnte ein einziger Bibliothekar nur wenige Tage pro Monat in einer einzigen Schule verbringen und von Fachlehrraum zu Fachlehrraum gehen um f\u00fcr die Pflege und den Verleih der B\u00fccher zu sorgen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die folgenden Morgen, Wochen und Monate trugen nur dazu bei den Erfolg mit dem ersten Versuch mit der neuen Organisationsform zu best\u00e4tigen. Und allm\u00e4hlich wurde das Lernen unter ihrem Einfluss genau so angenehm wie das Spiel.<\/p>\n<p class=\"A1\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL V<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSEN \u2013 WIE MACHT MAN DIE?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist nicht zu viel gesagt, dass der Dalton Laboratory Plan vom Pensum abh\u00e4ngt, denn die erfolgreiche Anwendung des neuen Plans ist stark vom Ausma\u00df an Gewandtheit und Verst\u00e4ndnis beim Zusammensetzen des Pensums abh\u00e4ngig. Seine Bedeutung wird richtig eingesch\u00e4tzt wenn wir uns in Erinnerung rufen, dass der Sch\u00fcler nur durch jedes einzelne Pensum einen v\u00f6lligen \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit, die von ihm erwartet wird bekommen kann. Zusammen betrachtet stellen sie eine \u00dcbersicht der Arbeit in allen Unterteilungen dar.<\/p>\n<p class=\"A1\">Obwohl die Anpassung der Arbeit an die Kapazit\u00e4ten der Sch\u00fcler immer das Hauptproblem des Lehrers bildete, hat man dieser Frage aus dem Gesichtspunkt des individuellen Sch\u00fclers bisher nicht hinreichend Aufmerksamkeit geschenkt. Allzu oft hat die aufgegebene Arbeit nur das Studium von einer gewissen Zahl Seiten im Lehrbuch oder Handbuch gefordert. Und oft wurde diese Anforderung dem Sch\u00fcler am Stundenende hingeworfen, nachdem seine Aufmerksamkeit durch die Glocke schon auf ein anderes Fach gelenkt worden war. Unter diesen Umst\u00e4nden ist es kein Wunder, dass das Kind die genaue Bedeutung des eilig zusammen geflickten Pensums, ja selbst seine Verbindung zum betreffenden Fach nicht versteht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die erste Bedingung f\u00fcr ein gutes Pensum ist, dass es nicht m\u00fcndlich sondern schriftlich festgehalten, , klar formuliert und so entworfen ist, dass es dem Sch\u00fcler zeigt wohin es ihn f\u00fchrt. Beim Entwerfen soll sich die Lehrerin von dem Gedanken befreien, dass sie einen Plan f\u00fcr sich selbst entwirft. Was ben\u00f6tigt wird, ist ein Plan den die Sch\u00fcler als F\u00fchrer bei ihrem Angriff auf ihr Pensum benutzen k\u00f6nnen. Ein gutes Pensum repr\u00e4sentiert einen Teil der ganzen Aufgabe und ist vom Gesichtspunkt der Sch\u00fcler entworfen worden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenig Kinder, egal welchen Alters, wissen instinktiv wie sie zu arbeiten haben. Da es das Hauptziel des Dalton Laboratory Plans ist sie dies zu lehren, soll der Lehrer am Anfang acht geben, um nicht zu viel zu fordern. Vielseitigkeit, Erfindungsgabe und allgemeine Effizienz werden besser entwickelt, wenn das ganze Pensum zu den geistigen Kapazit\u00e4ten des Durchschnittssch\u00fclers passt. Keinesfalls darf es seine F\u00e4higkeit \u00fcbersteigen es als Ganzes zu verstehen. Es muss ihm m\u00f6glich sein, es zu verstehen, bevor er seine Zeit klug einteilen und mit einer konsequenten Ausf\u00fchrung beginnen kann. Nur die Aufgabe die er bew\u00e4ltigen kann reizt das Wachstum seines Interesses, und letztendlich seiner sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte an.<\/p>\n<p class=\"A1\">In F\u00e4llen wo Erfahrung einen deutlichen Unterschied in der Intelligenz zwischen Sch\u00fclern gleichen Alters und derselben Klasse gezeigt hat, ist es manchmal gut das Pensum zu ver\u00e4ndern um es f\u00fcr, sagen wir, drei unterschiedliche Kategorien erreichbar zu machen. Das Minimumpensum erfordert nur das Wesentliche der notwendigen Kenntnisse und seine Erf\u00fcllung darf die am wenigsten begabten Sch\u00fcler in der Klasse nicht zu schwer belasten. Das Pensum von mittlerer Schwierigkeit kann man der n\u00e4chsten Gruppe von massig intelligenten Kindern geben. Und das Maximumpensum ist f\u00fcr die besten Sch\u00fcler bestimmt. Wenn der Einzelne Fortschritte macht oder sich intellektuell entwickelt, was ein allgemeines Ph\u00e4nomen ist nachdem der Dalton Laboratory Plan schon einige Zeit in Anwendung ist, k\u00f6nnte er von der Minimum- in die Maximumgruppe versetzt werden. Aber man sollte nie vergessen dass Uniformit\u00e4t keineswegs ein Synonym f\u00fcr Fortschritt ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Am Anfang gibt ein Monatspensum dem Sch\u00fcler ausreichend Perspektive, aber selbst dieses soll in Wochenpensen eingeteilt werden, sodass der Sch\u00fcler seinen eigenen Fortschritt vermerken kann, wenn er \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt \u2013 vorw\u00e4rts kommt. Indem er das tut, bekommt er Genugtuung durch die Menge an Leistung und wird zu neuen Anstrengungen ermutigt. Aber dazu muss ein Pensum wie ein Lehrplan zusammengesetzt sein, wobei nicht nur erw\u00e4hnt wird was gelernt werden soll, sondern es auch n\u00fctzliche Hinweise und Listen von bestimmten Fragen enth\u00e4lt, die zu beantworten sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese hilfreichen Hinweise, oder wie ich sie lieber nenne \u201einterest pockets (Denkanreize.) sollen ein Wesenszug des Pensums sein. Hier kommt das Wissen der Lehrerin \u00fcber die Psychologie jedes Sch\u00fclers ins Spiel. Sie muss, wenn sie ihr Pensum entwirft, auf die speziellen Bed\u00fcrfnisse und den Geschmack jedes Kindes in ihrer Klasse Acht geben. Das ist notwendig um \u201einterest pockets\u201c zu ersinnen. Sie soll nicht in gebieterischem Tone schreiben wie zum Beispiel \u201eLies dieses oder jenes Nachschlagewerk\u201c, denn das Interesse vom Sch\u00fcler entsteht wenn es wie folgt formuliert ist:\u00a0\u00a0 \u201cdu wirst sehen dass dieses oder jenes Nachschlagewerk f\u00fcr dich n\u00fctzlich ist\u201c. So eine Formulierung erregt die Aufmerksamkeit des Kindes und somit machen solche \u201einterest pockets\u201c das Pensum lebendig. Das Pensum soll nicht zu viel sagen sondern soll zu Nachforschung anregen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein so hergestelltes Pensum k\u00f6nnte fast als Teamlehrer dienen. Es ist gut Punkte anzuzeigen bei denen R\u00fccksprache mit der Lehrerin empfehlenswert ist, wie z.B. bei einem Mathematikpensum k\u00f6nnten die Worte:\u201c Wenn du mit den Aufgaben fertig bist, komm zu mir und ich erkl\u00e4re dir die n\u00e4chste Regel bevor du weitergehst\u201c hinzugef\u00fcgt werden. Ein Sch\u00fcler sch\u00e4tzt jeden Hinweis der seinen Fortschritt erleichtert. Wir d\u00fcrfen nicht die Arbeit statt ihm erledigen, aber es ist notwendig ihn bei seinen Anstrengungen zu inspirieren und ihm \u00fcber einen schwierigen Teil des Weges zu helfen. Das Ideal, das erreicht werden soll ist, den Sch\u00fcler sp\u00fcren zu lassen, dass die Lehrerin Interesse f\u00fcr seinen Fortschritt hegt ohne dass er von ihr abh\u00e4ngig wird. Die Einf\u00fchrung solcher \u201einterest pockets\u201c in den Pensen sind f\u00fcr das Erreichen dieser Beziehung sehr n\u00fctzlich.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber diese Beziehung zwischen Lehrerin und Sch\u00fcler soll nicht auf eine Klasse beschr\u00e4nkt bleiben. Es ist notwendig dass es in der Schule dieselbe Sympathie und Interaktion zwischen den Lehrerinnen als auch zwischen den Sch\u00fclern gibt. Ohne sie, kann der Zusammenhang von Schulf\u00e4chern beim Erstellen des Pensums nicht erreicht werden. In allen Schulen existiert bei jeder Lehrerin die Neigung zu glauben, dass ihr Fach von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit im Lehrplan ist. In ihrem Wunsch dem gerecht zu werden neigt sie dazu, Zeit die anderen F\u00e4chern gewidmet sein sollte zu beschlagnahmen. Eine zufrieden stellende Anpassung von allen F\u00e4chern in einem Pensum kann nur erreicht werden wenn alle Lehrerinnen bereit sind ihre gesamten Kenntnisse \u00fcber die Psychologie der Sch\u00fcler und ihre gesamten Beobachtungen von den Interessen und F\u00e4higkeiten jedes Kindes zusammenzuf\u00fcgen. Dazu sollten die vorgeschlagenen Pensen zum Nutzen und zur Diskussion f\u00fcr das Team ausgeh\u00e4ngt werden, wenigstens eine Woche bevor sie auf den Anschlagtafeln der Sch\u00fcler befestigt werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen die Lehrerinnen vern\u00fcnftig zusammenarbeiten wenn sie die Menge an Arbeit f\u00fcr jedes Fach anpassen und verringern. Auf diese Weise werden Pensen zu Aufgaben, die vom ganzen Team geteilt und gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zum Wohl der ganzen Schule ist es wesentlich, dass das komplette Arbeitsschema als eine Synthese betrachtet wird. Eine Untersuchung des Penseninhalts wird zeigen wie die Arbeit f\u00fcr jedes Fach in Verbindung mit andern gebracht werden kann. Wenn z.B. ein besonders interessantes Thema als Aufgabe f\u00fcr Naturwissenschaften oder Geschichte erw\u00e4hnt wird, k\u00f6nnte der Englischlehrer darin gutes Material f\u00fcr einen Aufsatz, eine Debatte oder ein Referat finden. Es geh\u00f6rt zur Dom\u00e4ne der Direktorin zu betonen, dass die Stellung, die den speziellen F\u00e4cher jeder Lehrerin im Pensum gegeben wird, von einer neuen Darstellung dieses Fachs f\u00fcr die anderen Lehrerinnen und von dem Ausma\u00df an Kooperation in seiner Entwicklung abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieser Aspekt des Pensums ist so wesentlich, dass ich ihn durch ein konkretes Beispiel erl\u00e4utern werde. Nehmen wir z.B. das Fach Kunst. Die Kunstabteilung geh\u00f6rt zur ganzen Schule, nicht nur zur Kunstlehrerin, die einfach diese Verantwortung f\u00fcr das Team \u00fcbernimmt. Wenn Kunst nur Arbeit im Zeichensaal bedeutet, die man nur bei der allj\u00e4hrlichen Ausstellung sieht, ist sie eine tote Sache. Sie kann nur zu einem lebendigen Einfluss gemacht werden wenn sie jedes Fach durchdringt und ihm dient. Um dies zu erreichen muss sich die Kunstlehrerin sowohl das Interesse ihrer Kolleginnen an ihrem Fach als auch das ihrer Sch\u00fcler sichern. Letztere darum zu bitten einen Gro\u00dfteil ihrer Zeit irgendeinem speziellen Fach einfach auf Grund seines hohen Werts zu widmen, ist Zeitverschwendung. Bessere Ergebnisse werden erzielt, wenn sich jede Lehrerin vergegenw\u00e4rtigt, dass sie ihr Fach ins allgemeine Schema einpassen muss, sodass es den Bed\u00fcrfnissen des Ganzen dient. Sie muss versuchen ihre Kolleginnen dazu zu bringen, ihre F\u00e4cher mit dem ihren zu verbinden. Man darf auch nicht vergessen, dass es die Lehrerinnen und nicht die Sch\u00fcler sind, die f\u00fcr \u00c4nderungen im Lehrplan und f\u00fcr den Zusammenhang der F\u00e4cher in den Pensen verantwortlich sind. \u00c4nderungen in der Haltung und Wertsch\u00e4tzung der Sch\u00fcler sind das Ma\u00df ihres Erfolgs.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Weise wie wir die Sache in the Children&#8217;s University School (die Daltonschule in New York, Leiterin Helen Parkhurst selber &#8211; <em>Anmerkung des \u00dcbersetzers<\/em>) angefasst haben ist in diesem Zusammenhang eine Erw\u00e4hnung wert. Da verlangt die Geografielehrerin spezielle Hefte, die im Zeichensaal hergestellt werden. Notizhefte sind nicht das Endziel von Zeichnen, aber ein kunstvolles Heft ist ein Mittel das von der Geografielehrerin gesch\u00e4tzt wird und \u00fcber die Grenzen des Kunstunterrichts hinausgeht. Angenommen die Leiterin dieser Abteilung besch\u00e4ftigt sich mit einem Gegenstand des Hausschmucks. Sie schickt ihre Sch\u00fcler in den Werkraum, damit sie dort den notwendigen handwerklichen Teil der Aufgabe erledigen. Wenn das Handwerksst\u00fcck fertig ist, wird es ins Klassenzimmer zur\u00fcckgebracht. Der Einfluss einer solchen Zusammenarbeit ist wertvoll in dem Sinne, dass sie die Ziele von allen F\u00e4chern vereint. Aber eine solche Zusammenarbeit ist nur m\u00f6glich nachdem eine Einigung zwischen allen Abteilungsleitern erreicht worden ist. Wenn die Zeichenlehrerin weis welche Arbeit f\u00fcr Geografie und andere F\u00e4cher im Pensum vorgesehen ist, kann sie ihre Aufgaben damit in \u00dcbereinstimmung bringen. Sie kann mit dem Medium Heft beginnen, aber wenn das sch\u00f6n aussieht, erstrahlt dieser Abschnitt in einem besonderen Licht in den K\u00f6pfen der Kinder und auf diese Weise wird Kunst allm\u00e4hlich zu einem Faktor in ihrem Leben. Wiederum, wenn das Sonnensystem bei Geografie aufs Tapet kommt, kann der Mathematiklehrer es benutzen um Probleme der Mathematik und Algebra zu erhellen, w\u00e4hrend der Zeichenlehrer die Aufmerksamkeit auf sch\u00f6ne Himmelskarten lenkt, die in den st\u00e4dtischen Museen zu sehen sind. Im Prinzip findet man in jedem n\u00fctzlichen Ding Sch\u00f6nheit. In der Children\u2019s University School dienen die F\u00e4cher der Musik- und Zeichenlehrerinnen den Bed\u00fcrfnissen der anderen F\u00e4cher und Musik und Kunst drangen in jedes Klassenzimmer als lebendige Kraft ein. Demzufolge haben Musik und Kunst dieselbe Wertigkeit wie jedes andere Fach und es wird ihnen die gleiche Zeit zugestanden. Wir haben erfahren, dass Sch\u00f6nheit jedes Fach in das sie eingebracht wird, neu belebt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jede Klassenlehrerin sollte daher mit Kopien aller Pensen ihrer Klasse versehen werden, sodass sie die ganze Arbeit \u00fcberblicken kann wenn sie jeden Sch\u00fcler \u00fcber die beste Methode wie er sein Wochenpensum angehen kann, ber\u00e4t. Was diese Wochenpensen betrifft, ist es vielleicht nicht notwendig das Monatspensum f\u00fcr \u00e4ltere Sch\u00fcler an der Universit\u00e4t oder f\u00fcr Sch\u00fcler der letzten zwei Jahre einer Sekundarschule in Wochenpensen zu unterteilen. Ich empfehle jedoch bei der Einf\u00fchrung des Dalton Laboratory Plans allen Sch\u00fclern, ungeachtet deren Alters, dadurch zu helfen dass man ihnen Wochenpensen gibt. Sch\u00fcler, die daran gew\u00f6hnt sind dass sie all ihre Arbeit in vorgekauten, m\u00fcndlichen Stunden verabreicht bekommen, werden anfangs Schwierigkeiten haben, an das Pensum als Ganzes zu denken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die allgemeine Gewohnheit nur von Tag zu Tag zu lernen, intellektuell von der Hand in den Mund zu leben, kann man nicht so leicht loswerden. Um sich stattdessen auf die Organisation ihrer Arbeit und ihre Zeiteinteilung zu konzentrieren, erfordert gro\u00dfe Anstrengung und Ausdauer. Sie werden allm\u00e4hlich lernen sich selbst zu sagen: \u201eWo bin ich schwach und was muss ich tun um mich in diesem oder jenem Fach zu vervollkommnen?\u201c statt \u201eWieviel von dieser Aufgabe muss ich erledigen um Vorw\u00fcrfen zu entkommen?\u201c. Die \u00c4nderung impliziert eine v\u00f6llige \u00c4nderung in der Arbeitshaltung und oft in der Einstellung zum Lehrer. Sch\u00fcler, deren Ziel es ist so wenig wie m\u00f6glich zu arbeiten, analysieren erstaunlich schnell die Psychologie der verschiedenen Lehrer. Sie wissen instinktiv genau welche Lehrer anspruchsvoll und welche leichter zufrieden zu stellen sind. Aber an die Arbeit im Sinne von Miss A. oder Miss B. zu denken ist nat\u00fcrlich f\u00fcr den Fortschritt des Sch\u00fclers in jeder Richtung verh\u00e4ngnisvoll. Moralisch gesehen besteht darin eine gro\u00dfe Gefahr, denn es verf\u00fchrt die gewissenhafte Lehrerin dazu den Sch\u00fcler voranzutreiben und je mehr sie versucht ihn mit Kenntnissen zu f\u00fcttern, desto weniger ist er bereit sie sich durch eigene Anstrengung anzueignen, es mit eigener Anstrengung zu verdauen. Tats\u00e4chlich ist es so, dass je mehr sie ihn belehrt, er umso weniger lernt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Beim Aufsetzen der Pensen m\u00fcssen verschiedene F\u00e4cher nat\u00fcrlich auf verschiedene Weise behandelt werden. Bestimmte Punkte sollten jedoch, ungeachtet des Faches immer herausgestrichen werden. Wenn wir erreichen wollen, dass der Sch\u00fcler selbst sch\u00fcrft und gr\u00e4bt, m\u00fcssen wir ihm das daf\u00fcr notwendige Werkzeug geben. Lehrer sollen sich dagegen wappnen, ihren Anteil\u00a0 an den zehn oder weniger unterschiedlichen Pensen auf zehn verschiedene Arten zu organisieren, denn man kann nicht vom Sch\u00fcler erwarten, dass er sein Pensum als ein Ganzes betrachtet, solange nicht alle Teile so zusammenh\u00e4ngen dass es ihm wirklich wie ein Problem erscheint. Mangel an Zusammenarbeit zwischen den zehn verschiedenen Lehrern beim Erstellen eines konsistenten Pensensystems ist genauso sch\u00e4dlich f\u00fcr den Geist und die Energie Kindes wie zehn Bauunternehmer die an einem Geb\u00e4ude arbeiten ohne auf den Entwurf des Architekten zu achten. Der Entwurf ist f\u00fcr das Erstellen eines Pensums ebenso wesentlich wie f\u00fcr den Bau eines Hauses.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die folgenden Skizze, die Dinge vorschl\u00e4gt, die in einem Pensum enthalten sein sollten, kann sich als n\u00fctzlich erweisen, sei es bei Monatspensen mit einer Unterteilung in Wochenpensen f\u00fcr j\u00fcngere Kinder, sei es ohne diese Unterteilung Sch\u00fcler \u00e4ltere und weiter fortgeschrittene Sch\u00fcler.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">FACH<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ( Klasse)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Pensennummer)<\/p>\n<p class=\"A1\">Vorwort zum Monatspensum<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Erste Woche<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Thema<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Aufgaben<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Schriftliche Arbeit<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Ged\u00e4chtnis\u00fcbung<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Gespr\u00e4che oder m\u00fcndliche Stunden<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Nachschlagewerke<\/p>\n<p class=\"A1\">7. \u00c4quivalente<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Mitteilungsbrett lesen<\/p>\n<p class=\"A1\">9. fachliche \u00dcberschneidungen<\/p>\n<p class=\"A1\">In die zweite, dritte und vierte Woche k\u00f6nnen einige oder alle von diesen Punkten inkludiert werden. Auf jeden Fall m\u00fcssen alle beachtet werden, weil jede Unterteilung ein selbstst\u00e4ndiges Ganzes und auch ein Teil vom ganzen Monatspensum sein soll. Ein fixes Verfahren mit, wenn m\u00f6glich, gleichf\u00f6rmigen \u00dcberschriften usw. ist w\u00fcnschenswert. Die Zahl der Pensen wird nat\u00fcrlich durch die Zahl der Schulmonate bestimmt, z.B.:<\/p>\n<p class=\"A1\">Klasse\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fach\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\">II\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geografie\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Punkte brauchen ein wenig Erl\u00e4uterung f\u00fcr die unerfahrenen Lehrer.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Vorwort<\/em>. Dies sollte eine einfache Erkl\u00e4rung in wenigen S\u00e4tzen sein, um das Pensum vorzustellen. Vor allen sollte das Vorwort ein \u201einterest pocket\u201c (Denkansto\u00df) sein.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Thema<\/em>. Mit diesem Ausdruck meine ich Phasen oder Aspekte eines Fachs. Nehmen wir an, das Fach ist Geografie, das Thema k\u00f6nnte \u201eChina\u201c, \u201eErd\u00f6l\u201c oder \u201eDie Friedenskonferenz\u201c sein. Jungen Kindern sollte immer ein Thema geboten werden. Es sorgt f\u00fcr einen zentralen Gedanken der entwickelt werden kann.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aufgaben.<\/em> Dieses Wort kann eine Vielzahl von Dingen bedeuten. Wir k\u00f6nnen Aufgaben stellen wie Karten zeichnen, Messungen sch\u00e4tzen, Wege vorzeichnen oder Bilder studieren, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht oder eine bestimmte Reaktion erregt werden soll. Aufgaben k\u00f6nnen auch enthalten: Beispiele oder Thesen die ausarbeitet werden sollen, \u00dcbersetzungen, Transpositionen oder Themen in Musik, eine Schablone oder Holzschnitt in Werken, Experimente in Physik oder eine fixe Schulung um einen gewissen Punkt festzustellen oder eine Regel zu illustrieren.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Schriftliche Aufgaben.<\/em> Unter dieser \u00dcberschrift sollte alle schriftlichen Aufgaben mit dem Abgabedatum aufgelistet werden. Dies bezieht sich auf schriftliche Arbeiten in Heften oder sonst wo.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Ged\u00e4chtnisaufgaben.<\/em> Diese \u00dcberschrift umfasst Gedichte auswendig lernen, Regeln oder Tabellen, Verben oder Lieder, Thesen, Vertr\u00e4ge, Pr\u00e4ambeln usw.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Gespr\u00e4che.<\/em> Hier sollte man das Datum an dem spezielle Themen in der Stunde diskutiert werden, erw\u00e4hnen sodass sich die Sch\u00fcler auf solche Diskussionen in Eigenverantwortung vorbereiten und ihre Beitr\u00e4ge zeigen k\u00f6nnen, usw.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Quellen<\/em>. Unter dieser \u00dcberschrift m\u00fcssen die Titel und, wenn das Pensum umfangreich ist, die Seiten von allen Nachschlagewerken oder Zeitschriftenartikeln erw\u00e4hnt werden mit Hinweisen wo man solche B\u00fccher finden kann.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>\u00c4quivalente<\/em>. Hier ist es wesentlich einem Sch\u00fcler zu zeigen wie er seinen Fortschritt auf der eigenen Pensengraph vermerken kann, denn sie ist ein Bild von seinen Leistungen und ein Kompass ist, der ihm erm\u00f6glicht seine Bed\u00fcrfnisse zu entdecken und zu befriedigen. Sein \u201eGraph\u201c sollte von einem Fachlehrraum in den anderen und auch zu allen Klassengespr\u00e4chen mitgenommen werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist seine Eintrittskarte und darauf sollte t\u00e4glich genau vermerkt werden wie es vorangeht. ist das psychologische Abbild seiner Arbeit. Au\u00dfer zu seltenen Gelegenheiten erledigt er nicht die gesamte Monatsarbeit oder sogar Wochenarbeit in einer Sitzung. Also wenn in einem bestimmten Wochenpensum Grammatik, \u00dcbersetzung und m\u00fcndliche Arbeit erfordert wird, z.B. in einer Fremdsprache, sollte ein Zeitma\u00df festgesetzt werden. Grammatik k\u00f6nnte als zwei Tage Arbeit oder Arbeitseinheiten gelten, \u00dcbersetzen als zwei Tage Arbeit und Lesen als einen Tag Arbeit. Bei einem Monatspensum, wenn das Fach Englisch ist, k\u00f6nnte sein Bericht vom betreffenden Buch f\u00fcr das Lesen, eine Woche Arbeit, und f\u00fcr den schriftlichen Teil als drei Wochen Arbeit gelten.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Mitteilungsbrett lesen.<\/em> Dieser Punkt sollte immer erw\u00e4hnt werden, wenn im Fachlehrraum Karten oder Bilder an das Mitteilungsbrett geheftet sind, die die Sch\u00fcler im Zusammenhang mit einer speziellen Phase des Faches studieren sollen oder wenn erwartet wird, dass Sch\u00fcler zu der ausgestellten Sammlung beitragen.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>fachliche \u00dcberschneidungen.<\/em> Weil ich dies schon erw\u00e4hnt habe, reicht es hier zu wiederholen, dass Aufgaben in einem Fach gek\u00fcrzt werden k\u00f6nnen, wenn eine Arbeit aus irgendeinem Fach auch in einem anderen verwandten Fach gelten kann. Wenn z.B. ein Bericht f\u00fcr Physik in so gutem Englisch geschrieben ist um als englischer Aufsatz akzeptiert zu werden und dann wird das Pensum f\u00fcr Englisch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig reduziert. Wann immer Arbeit angerechnet wird, sollte das im Pensum erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die \u00dcberschriften Aufgaben, schriftliche Aufgaben und Ged\u00e4chtnisaufgaben bezeichnen Dinge, die eng miteinander verwandt sind. Die Aufgabe mag manchmal tats\u00e4chlich eine Ged\u00e4chtnisaufgabe sein und in andern F\u00e4llen kann die Ged\u00e4chtnisaufgabe die eigentliche Aufgabe erg\u00e4nzen. In Englisch kann ein geschriebener Bericht die gestellte Aufgabe sein, w\u00e4hrend in Physik ein Experiment die Aufgabe bildet wobei der geschriebene Bericht dar\u00fcber noch hinzukommt. Wenn eine schriftliche Arbeit nicht als Aufgabe gefordert wird, sondern um eine Aufgabe in Worte zu fassen, sollte dies unter der \u00dcberschrift \u201eSchriftliche Aufgaben\u201c genannt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber die eigentliche Hauptsache beim Erstellen eines Pensums, die man im Auge behalten muss ist, dass es dem Sch\u00fcler deutlich zeigen soll was seine Aufgabe wirklich ist. Es muss ihm deutlich gesagt werden, was von ihm erwartet wird und welchen Schwierigkeiten er bei der Erledigung dessen vermutlich begegnen wird. Ich hoffe dass die k\u00fcnftigen P\u00e4dagogischen Akademien spezialisierte Fachleute ausbilden werden f\u00fcr die alles das einleuchtend ist. Um Erfolg in der Ausbildung von wirklich wertvollen Lehrern f\u00fcr unsere Schulen zu haben, muss man die kulturellen Hintergrund und die kulturellen Bed\u00fcrfnisse der Lehrer ber\u00fccksichtigen. Hinreichende Ausbildung in Psychologie um es den Lehrern zu erm\u00f6glichen, die Natur des Kindes, seine geistigen Prozesse und deren Entwicklung zu verstehen, muss auch ein wesentlicher Teil ihrer Ausr\u00fcstung sein. Bei Spezialisten m\u00fcssen auch M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine intensive Ausbildung im gesamten Fachgebiet geschaffen werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr die Lehrerin, die den Charakter und die Bed\u00fcrfnisse der M\u00e4dchen und Knaben sch\u00e4tzt und die das menschliche Material, das ihr anvertraut wurde, zu ihrem Hauptstudium macht, bedeutet die Umgestaltung der Schule nach dem Dalton Laboratory Plan keine Schwierigkeit. Ebenso wenig , wird sie dazu neigen, sich auf lauter \u00f6rtliche Aspekte zu beschr\u00e4nken, wenn sie ihr Fach gr\u00fcndlich versteht. In den Vereinigten Staaten wird heute Geschichte viel zu allgemein aus dem rein nationalen Gesichtspunkt unterrichtet. Oft bekommen Sch\u00fcler unbewusst den Eindruck dass \u201edie Welt\u201c im amerikanischen Jahre 1776 \u201ebegann\u201c! Manche m\u00f6gen dies als patriotisch betrachten, aber der einengende Einfluss von solchem Unterricht auf den Sch\u00fcler ist deutlich. Nur wenn man Geschichte als Weltgeschichte, und alle F\u00e4cher auf einer universellen Grundlage lernt, kann das Kind zu einem vollst\u00e4ndigen Mann, einer vollst\u00e4ndigen Frau und einem guten B\u00fcrger werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL VI<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">BEISPIELE VON PENSEN<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Vorbemerkung des \u00dcbersetzers:<\/em><\/p>\n<div>\n<p class=\"A1\"><em>Die Beispiele von Pensen sind im Jahre 1922 geschrieben worden. Die Folge ist, dass oft nicht mehr herauszufinden ist welche Lehrb\u00fccher gemeint sind. F\u00fcr die \u00dcbersetzung von diesem Buch haben Kollege De Jong und ich sehr ausf\u00fchrlich \u00fcber dieses Problem mit Parkhurst&#8217;s \u201ejunior partner\u201c, Mrs. Dorothy Rawls Luke geredet, welche die Urheberrechte besa\u00df. Auch sie konnte keine Ausk\u00fcnfte geben. De Jong war damals mit der \u00dcbersetzung ins Niederl\u00e4ndische besch\u00e4ftigt. Weiter gibt es Aufgaben die nicht zum Verstehen vom Daltonunterricht beitragen. Daher haben De Jong und ich uns, im Einvernehmen mit Mrs. Luke, entschlossen von den meisten Schulf\u00e4chern nur <strong>ein Pensum als Beispiel<\/strong> zu \u00fcbersetzen. Wer f\u00fcr Studien \u00fcber den ganzen Text verf\u00fcgen m\u00f6chte kann dazu ein \u201ereprint\u201c von der urspr\u00fcnglichen Ausgabe benutzen. Diese ist erh\u00e4ltlich bei der Daltonschule in New York. Adresse: 108 East 89 Street New York N.Y. 10128 \u2013 1599.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Dem Prinzip folgend, dass ein Beispiel besser ist als eine Vorschrift, widme ich dieses Kapitel einer Sammlung von Musterpensen. Um die Anwendung der Aspekte auf die man Acht geben soll, zu erhellen, fange ich damit an, dass ich zwei Beispiele von einem Physikpensum der achten Klasse ( Alter 12-13 Jahre) anf\u00fchre. Das Erste ist meiner Meinung nach unzul\u00e4nglich weil es keine hinreichenden Hinweise f\u00fcr den Sch\u00fcler gibt um die Aufgaben zu erledigen. Man wird sehen, dass der Fehler im zweiten Beispiel verbessert worden ist. Seine Einleitung enth\u00e4lt die notwendigen \u201einterest pockets\u201c (motivierende Denkanreize &#8211; <em>Anmerkung des \u00dcbersetzers<\/em>) und die \u00c4quivalente werden deutlich genannt. Das Ganze ist so angelegt, dass es eine Perspektive auf die ganze Aufgabe bietet und Zusammenarbeit und Diskussion unter den freiwilligen Klassengruppen im Fachlehrraum anregt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich m\u00f6chte die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass die Pensen nicht in bestimmte Tagesaufgaben aufgeteilt sind. W\u00fcrde man das tun, w\u00fcrde man den Sch\u00fcler seines Interesses und der notwendigen Freiheit selbst seine Zeit in \u00dcbereinstimmung mit seinen Bed\u00fcrfnissen einzuteilen, berauben.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSUM A<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(unzul\u00e4ngliche Fassung)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VIII. PHYSIK. 5. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">BEWEGUNG UND KRAFT<\/p>\n<p class=\"A1\">An erster Stelle will ich, dass du die drei Bewegungsgesetze von Newton lernst. Du findest sie in Abschnitt I, Kap. III in Higgins. Lerne dieses Kapitel sehr gr\u00fcndlich, mach das Experiment auf Seite 47, suche alles was du \u00fcber Sir Isaac Newton in einer Enzyklop\u00e4die finden kannst heraus, und schreibe dann die Antworten auf die Fragen auf Seite 49 in dein Heft ( Drei Tage Arbeit).<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn du mit deiner Aufgabe weitermachst, wirst du einige von den Auswirkungen von Newton&#8217;s Gesetzen finden. Lies was dar\u00fcber in Higgins, S. 50 \u2013 54, bis Paragraf 64 steht. Es m\u00fcssen sechs Experimente gemacht werden. Sorge daf\u00fcr dass du genau weist was Tr\u00e4gheit, Moment, Schwerpunkt, Basis und Gleichgewicht bedeuten (Zwei Tage Arbeit).<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche studieren wir weiter die Auswirkungen von Newton&#8217;s Gesetzen. Lerne Higgins S. 54 \u2013 60. Es m\u00fcssen sieben Experimente gemacht werden und ich will dass du ihre Ergebnisse in dein Heft schreibst (Zwei Tage Arbeit). Schreibe die Antworten auf die Fragen auf S. 59 \u2013 60 (Zwei Tage Arbeit).<\/p>\n<p class=\"A1\">ARBEIT UND MASCHINEN<\/p>\n<p class=\"A1\">Lerne Higgins S. 60 \u2013 66 sehr sorgf\u00e4ltig. (Einen Tag Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">ARBEIT UND MASCHINEN (Fortsetzung)<\/p>\n<p class=\"A1\">Gehe zu S. 173 in Caldwell und Eikenberry und denk \u00fcber die Antworten zu den Fragen nach, und dann komm und diskutiere sie mit mir. (Einen Tag Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">Auf S.176 in C. und E. sind sechs Bilder, die verschiedene Typen von Hebeln. Schreibe in dein Heft welche Art von Hebeln jeder Einzelne dieser Artikeln beschreibt. (Einen Tag Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">In Cummings Naturstudien auf 11. 231-232-233 sind ein paar Experimente mit Flaschenz\u00fcgen, von denen ich will, dass du sie durchf\u00fchrst. Alle Fragen sollen in dein Heft geschrieben werden. (Experimente entsprechen einem Tag Arbeit und die Fragen z\u00e4hlen als zwei Tage Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">ARBEIT UND MASCHINEN (Fortsetzung)<\/p>\n<p class=\"A1\">Mit einer Serie von vier Flaschenz\u00fcgen will ich, dass du die effizienteste Kombination arrangierst, um ein schweres Gewicht zu heben. (Einen Tag Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">Lies Kapitel XV in C. und E. (Zwei Tage Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">Beantworte die Fragen in Higgins auf S. 66 (schriftlich: einen Tag Arbeit)<\/p>\n<p class=\"A1\">Konstruiere mit dem Stabilbaukasten eine Maschine wie den Schwenkkran -24, S. 10 im Handbuch<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSUM A<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(verbesserte Fassung)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VIII PHYSIK 5. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">BEWEGUNG UND KRAFT<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Wird ein Auto ohne eine Benzinexplosion starten? Wodurch geht eine Schraube in das Holz? Weshalb \u00f6len wir unsere Fahrr\u00e4der? Warum benutzen wir Flaschenz\u00fcge? Hast du noch nie \u00fcber diese Dinge nachgedacht? T\u00e4glich sehen wir Dinge die \u00fcberall um uns geschehen, aber selten halten wir um zu \u00fcberlegen, wie sie geschehen!<\/p>\n<p class=\"A1\">Diesen Monat werden wir etwas \u00fcber diese normalen, allt\u00e4glichen Geschehnisse lernen, die durch bestimmte, grundlegende Physikgesetze erkl\u00e4rt werden. Wir betrachten einige der bekannten Maschinen n\u00e4her und werden entdecken wie sie im Stande sind ihre Arbeit zu leisten. Um ein gutes Verst\u00e4ndnis von Maschinen zu haben ist es wichtig, dass wir etwas \u00fcber Bewegung und Kraft wissen. Darum beginnen wir unsere Arbeit f\u00fcr diesen Monat damit, dass wir zuerst Bewegung und Kraft betrachten.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Newton&#8217;s drei Bewegungsgesetze und ihre Auswirkungen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst es als n\u00fctzlich empfinden, zuerst diese drei Gesetze zu lernen und dann mit den folgenden Experimenten weiterzumachen (siehe Quelle 1.)<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 1 Eine Bewegungs\u00e4nderung folgt der Richtung der Kraft die sie verursacht und ist proportional zu der Menge der angewandten Kraft und der Zeit w\u00e4hrend der sie ausge\u00fcbt wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\">H\u00e4nge eine kleine Kugel an eine lange Schnur. Schnippe sie mit je einem Finger einer Hand in zwei Richtungen, die im rechten Winkel zueinander sind. Beobachte in welche Richtung sich die Kugel bewegt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bevor du die folgenden Experimente machst die mit den Auswirkungen von Newton&#8217;s Gesetzen zu tun haben, ist es notwendig dass du etwas von diesen Auswirkungen verstehst (siehe Quelle 2, und \u00fcberpr\u00fcfe was du gelernt hast mit den folgenden Experimenten)<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 2. TR\u00c4GHEIT<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Balanciere eine Visitenkarte auf deinem Finger und lege eine M\u00fcnze darauf, genau \u00fcber deiner Fingerspitze. Schnippe die Karte mit der andern Hand pl\u00f6tzlich von der Seite weg. Warum f\u00e4llt die M\u00fcnze nicht mit der Karte runter?<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 3. MOMENT<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Benutze dieselbe Kugel, rolle sie zweimal \u00fcber dieselbe Fl\u00e4che, einmal langsam und einmal schnell. Notiere die zur\u00fcckgelegten Strecken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nimm jetzt zwei Kugeln, eine viel schwerer als die andere, rolle sie \u00fcber die Fl\u00e4che, starte sie mit derselben Geschwindigkeit. Notiere die zur\u00fcckgelegten Strecken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Experiment 4. SCHWERPUNKT<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\">Versuche ein Lineal auf deinem Finger zu balancieren. Wo ist der Schwerpunkt des Lineals? Vergleiche die Massenmenge an beiden Seiten von diesem Punkt. Wie, glaubst du, verh\u00e4lt sich die Schwerkraft auf der einen Seite zu jener auf der andern Seite? Wo ist der Schwerpunkt des Lineals? H\u00e4nge nun ungleiche Gewichte an das Lineal und suche wiederum den Schwerpunkt des Ganzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Suche den Schwerpunkt deines Lineals indem du es balancierst und markiere den Punkt. Leg das Lineal nun auf einen Tisch, schiebe es allm\u00e4hlich \u00fcber den Rand und notiere die Position des Schwerpunkts, kurz bevor es runter f\u00e4llt.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">SCHRIFTLICHE Aufgaben<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Fragen<\/em>. (siehe Quellen 1 und 2)<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Formuliere Newton&#8217;s Bewegungsgesetze. Erz\u00e4hle alles was du weist \u00fcber Newton (siehe Quelle 3)<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Gib Beispiele von K\u00f6rpern die sich selbst in Bewegung zu setzen scheinen und erz\u00e4hle, welche \u00c4u\u00dfere Kraft sie bewegt. Weshalb finden wir auf der Erde keine Beispiele von konstanter Bewegung ohne dass Kraft ausge\u00fcbt wird?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Wenn zwei gleiche Kr\u00e4fte auf einen K\u00f6rper ausge\u00fcbt werden, in entgegen gesetzten Richtungen, was w\u00e4re dann das Ergebnis? Wenn die Kr\u00e4fte ungleich w\u00e4ren, was w\u00fcrde dann das Ergebnis sein?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Was meint man mit Reaktion? K\u00f6nnte es eine Reaktion geben wenn keine Aktion gebe? Gibt es je eine Aktion ohne Reaktion?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Gib Beispiele von Reaktion. Erkl\u00e4re einige ihrer Anwendungen. Zeige wie eine Schraube ein Boot bewegt.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Wenn du mit der Faust gegen eine Mauer schl\u00e4gst, tut es weh. Warum tut es nicht genauso weh wenn du mit der Faust gegen ein Polster schl\u00e4gst?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">1. Higgins \u2013 First Science Book, Kapitel III, Abschnitt 1.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Higgins \u2013 First Science Book, S. 50 \u2013 54<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Um etwas \u00fcber Sir Isaac Newton herauszufinden, schlag im American Educator oder in einer Enzyklop\u00e4die nach. Einige von euch haben vielleicht Interesse in unserem neuen Magazin The Outlines of Sciences von Prof. J. Arthur Thomson nachzuschlagen. Diese sind gerade aus England angekommen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Experimente z\u00e4hlen als zwei Tage Arbeit, schriftliche Aufgaben als ein Tag Arbeit, Nachschlagewerke als zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">EIN PAAR WEITERE AUSWIRKUNGEN VON NEWTON\u00b4S GESETZEN.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unsere Aufgabe f\u00fcr diese Woche hat mit anderen Auswirkungen von Newton\u00b4s Gesetzen zu tun. Du wirst dich damit in der folgenden Reihenfolge befassen: Stabilit\u00e4t, Zentrifugalkraft, Gesetz der Fallenden K\u00f6rper und das Pendel. Bevor du die Experimente machst, die diese Dinge erkl\u00e4ren, wirst du die Quellenangaben hilfreich finden.<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 1. STABILIT\u00c4T<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise<\/em>. Stell deinen Bleistift auf die Spitze. Dann leg ihn auf die Seite. In welcher Position hat er die breitere Basis? In welcher ist er stabiler? Lege drei B\u00fccher aufeinander und teste die Stabilit\u00e4t des Stapels. Dann lege so viel B\u00fccher wie du kannst darauf und teste das. Welcher Stapel ist stabiler? Warum?<\/p>\n<p class=\"A1\">Versuche dein Lineal zu balancieren, zuerst auf seiner Seite, dann auf seinem Ende. Was ist leichter und warum?<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 2. ZENTRIFUGALKRAFT.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise<\/em>: Binde eine Schnur an eine h\u00f6lzerne Kugel und schwinge sie schnell mit der Hand im Kreis. Brauchst du Kraft um sie zu halten? Warum? Pl\u00f6tzlich l\u00e4sst du die Kugel aus und beobachte seine Bewegung. Welche Richtung nimmt sie ein? Versuch dasselbe mit einer sehr kurzen Schnur und einer sehr langen und erkl\u00e4re die Unterschiede. Beachte dass sich die zwei Kr\u00e4fte genau die Waage halten. W\u00e4hrend eine zum Zentrum hin und eine hinaus wirkt, bewegt sich die Kugel nicht n\u00e4her zum Zentrum oder weiter weg als die L\u00e4nge der Schnur erlaubt. Sobald du losl\u00e4sst h\u00f6ren beide Kr\u00e4fte auf zu wirken und die Kugel gehorcht dem ersten Gesetz der Bewegung.<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 3. FALLENDE K\u00d6RPER.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise<\/em>. Lass zwei Kugeln von genau derselben Gr\u00f6\u00dfe zur selben Zeit und aus derselben H\u00f6he fallen, eine aus Holz und die andere aus Blei, und beobachte genau, ob sie gemeinsam aufkommen oder nicht. Wiederhole das mehrfach um sicherzugehen, dass die Ergebnisse, die du erh\u00e4ltst auch zutreffen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vergleiche das mit dem Fall eines Bogen Papiers.<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 4. DAS PENDEL.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Hinweise<\/em>. Fertige zwei Pendel mit derselben L\u00e4nge an, verwende eine h\u00f6lzerne Kugel und eine Bleikugel. Starte sie genau gleichzeitig und vergleiche die Zahl ihrer Schwingungen, also die Anzahl der Schwingungen, die jedes in einer gewissen Zeitperiode macht. Welchen Effekt hat das Gewicht der Kugel auf die Zahl der Schwingungen des Pendels?<\/p>\n<p class=\"A1\">Schwinge ein Pendel durch einen kleinen Bogen und z\u00e4hle seine Schwingungen f\u00fcr 15 Sekunden. Schwinge dasselbe Pendel dann durch einen viel gr\u00f6\u00dferen Bogen und z\u00e4hle seine Schwingungen f\u00fcr 15 Sekunden. Welchen Effekt hat die L\u00e4nge des Bogens auf die Zahl der Schwingungen? (Die L\u00e4nge des Bogens bewirkt einen kleinen Unterschied in der Anzahl, wenn ein Bogen viel gr\u00f6\u00dfer ist als der andere und \u00fcberhaupt keinen, wenn beide B\u00f6gen klein sind.)<\/p>\n<p class=\"A1\">Fertige ein Pendel an, das 4 Inch lang ist und eines das 16 Inch lang ist und vergleiche die Anzahl ihrer Schwingungen. Um wie viel ist das Zweite l\u00e4nger als das Erste? Welches schwingt schneller? Was bewirkt einen starken Unterschied in der Anzahl der Schwingungen?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Fragen<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Was ist Tr\u00e4gheit? Gib Beispiele. Warum kannst du ein Fahrrad nicht sofort mit gr\u00f6\u00dfter Geschwindigkeit starten?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Was ist das Momentum? Von welchen zwei Faktoren h\u00e4ngt es ab? Wie wird es generell gemessen?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Eine Gewehrkugel, die eine halbe Unze wiegt, bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 1000 Fu\u00df pro Sekunde, w\u00e4hrend eine vierzig Pfund Kanonenkugel sich mit einer Geschwindigkeit von einem Fu\u00df pro Sekunde bewegt. Welche hat das gr\u00f6\u00dfere Momentum?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Warum befestigt ein Holzhacker seine Axt manchmal an einem Stock, dreht sie um und schl\u00e4gt damit auf den Hackstock?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Warum kannst du ein Ei nicht mit seinem Ende hinstellen? Wenn es ein Loch genau durch den Erdkern g\u00e4be, von Oberfl\u00e4che zu Oberfl\u00e4che, wie weit w\u00fcrde ein fallender K\u00f6rper in dieses hinein fallen?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Unter welchen Umst\u00e4nden wird ein K\u00f6rper am Fallen gehindert?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Wovon und wie h\u00e4ngt die Stabilit\u00e4t eines K\u00f6rpers ab? Warum ist es schwierig auf Stelzen zu gehen?<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Erkl\u00e4re die Ursache der Zentrifugalkraft. Gib Beispiele daf\u00fcr. Warum neigst du dich etwas zur Seite wenn du um eine Ecke gehst? Warum ist die Innenseite einer Rennbahn etwas tiefer gesetzt?<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Wie tief f\u00e4llt ein K\u00f6rper in einer Sekunde? In zwei Sekunden? Warum erh\u00f6ht ein K\u00f6rper konstant seine Geschwindigkeit w\u00e4hrend er f\u00e4llt? Warum verursacht ein l\u00e4ngerer Fall in der Regel gr\u00f6\u00dferen Schaden?<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Beschreibe ein Pendel. Welche Kraft bewirkt, dass es hinunter schwingt? Warum schwingt es dann hinauf? Wenn keine Kraft au\u00dfer der Schwerkraft seinem Aufw\u00e4rtsschwung entgegenwirken w\u00fcrde, wie weit w\u00fcrde es verglichen mit seinem Schwung hinunter gehen?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Milikan und Gale \u2013 Practical Physics, S. 81 \u2013 87<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Nachschlagen wird als ein Tag Arbeit z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Experimente werden als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen. Die schriftliche Aufgabe wird als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Arbeit und MAschinen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Was ist Arbeit? Was wird durch das Ben\u00fctzen von Hebeln, Flaschenz\u00fcgen, Keilen\/Keilr\u00e4dergetriebe, geneigten Fl\u00e4chen\/Hobeln (unklar, Anm. d. \u00dcbersetzers), etc. erreicht. Diese Dinge sind allesamt einfache Maschinen, und unsere Aufgabe f\u00fcr diese Woche ist es, die Antworten auf diese Fragen herauszufinden. Bevor du mit den Experimenten weitermachst wirst du es als hilfreich empfinden, das erste Nachschlagewerk zu Rate zu ziehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 1. Flaschenz\u00fcge<\/p>\n<p class=\"A1\">Befestige einen Flaschenzug an irgendeinem Halt und f\u00fchre \u00fcber ihn ein Seil mit einem Gewicht an einem Ende und einer Federwaage am anderen Ende. Vergleiche das Gewicht mit der Kraft, die von der Federwaage gemessen wird, wenn es gehoben wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 2. FLASCHENZ\u00dcGE.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bringe ein Gewicht an einem beweglichen Flaschenzug an und beobachte die Kraft, die ben\u00f6tigt wird, um es zu halten.<\/p>\n<p class=\"A1\">EXPERIMENT 3. FLASCHENZ\u00dcGE:<\/p>\n<p class=\"A1\">Arrangiere einen fixierten und zwei bewegliche Flaschenz\u00fcge, die ein Gewicht halten, und beobachte die Kraft, die ben\u00f6tigt wird, um es zu halten. Welcher Vorteil wird durch das Ben\u00fctzen eines fixierten Flaschenzuges erreicht? Welchen Teil des Gewichts h\u00e4lt jeder einzelne Abschnitt des Seils?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Written Work<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Fragen<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Im Falle eines beweglichen Flaschenzuges wird welcher Teil des Gewichts von der Federwaage gehalten?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Im Falle eines beweglichen Flaschenzuges wirkt die Kraft in welche Richtung, und wie k\u00f6nnte diese Richtung durch das Ben\u00fctzen eines fixierten Flaschenzuges ge\u00e4ndert werden?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Wenn ein beweglicher Flaschenzug benutzt wird, muss die Kraft wieweit wirken, um das Gewicht einen Fu\u00df hoch zu heben? Wenn ein fixierter Flaschenzug benutzt wird?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Du hast einen fixierten und zwei bewegliche Flaschenz\u00fcge, welcher Teil des Gewichts wird vom fixierten Flaschenzug gehalten? Von der Waage?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Im Fall 4 muss die Kraft wie weit wirken um das Gewicht einen Fu\u00df hoch zu heben? Was wird durch das Ben\u00fctzen von zwei beweglichen Flaschenz\u00fcgen erreicht? Was geht dadurch verloren? Wie verhalten sich Gewinn und Verlust zueinander?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Wenn im Fall 4 noch ein fixierter Flaschenzug angef\u00fcgt w\u00fcrde, was w\u00e4re der Effekt? Wenn noch ein beweglicher Flaschenzug angef\u00fcgt w\u00fcrde, was w\u00e4re der Effekt?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Wovon h\u00e4ngt die Kraft, gewonnen durch das Ben\u00fctzen eines Flaschenzugs ab? Setze eine Regel auf, um sie zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Higgins \u2013 First Science Book, S. 60 \u2013 66<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Nachschlagen wird als je einen Tag Arbeit z\u00e4hlen (zwei Tage); die Experimente werden als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen; die schriftlichen Aufgaben werden als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">ARBEIT UND MASCHINEN <em>Fortsetzung<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aufgabe<\/em>. Ich denke, du wirst dich jetzt f\u00fcr die Anwendung einiger dieser Maschinen und Prinzipien einer Maschine interessieren. Folglich will ich, dass du ein Modell eines Travelling Jib Krans (Schwenkkran) mit dem Stabilbaukasten baust. W\u00e4hrend der Ausf\u00fchrung wirst du erkennen wie die Hebel und Flaschenz\u00fcge vorteilhaft zusammenarbeiten.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Fragen<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Was ist Arbeit, wie wird sie gemessen und was ist die Einheit der Arbeit?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Was ist mit Kraft gemeint? Was ist die Einheit der Arbeitsleistung? Wie viel ist ein Fu\u00df Pfund?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Was ist eine Maschine? Kann eine Maschine selbstst\u00e4ndig Arbeit tun?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Was ist allgemeine der Nutzen von Maschinen f\u00fcr den Menschen?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Stelle das Gesetz f\u00fcr Maschinen auf und zeig wie ein Hebel dieses Gesetz befolgt.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Warum haben Schneiderscheren lange Schneiden und kurze Griffe, w\u00e4hrend Klempnerscheren kurze Klingen und lange Griffe haben?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Warum ist ein Fahrrad in einem hohen Gang h\u00e4rter zu treten als in einem niedrigen?<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Bestimme den Vorteil, der durch einen Hebel der zweiten Klasse erreicht wird; einen der dritten Klasse.<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Benenne einige bekannte Anwendungen der Schraube.<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Erkl\u00e4re den Gebrauch von Getrieber\u00e4dern in Maschinen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Bericht<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst mir f\u00fcr ein Klassengespr\u00e4ch berichten, nachdem du die folgende Quelle in \u201eSome Common Types of Work\u201c gelesen hast.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Caldwell und Eikenberry \u2013 General Science, Kapitel XV.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Aufgabe wird als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen; die schriftlichen Aufgaben werden als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen, der Bericht wird als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen; das Nachschlagen wird als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSEN F\u00dcR GESCHICHTE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum I<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr Sch\u00fcler der 4. Klasse von 8 bis 9 Jahren)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse IV\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geschichte\u00a0\u00a0\u00a0 5. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\">Nachdem Paul Revere die \u201eMinute Men\u201c (Soldaten im amerikanischen Freiheitskampf die in einer Minute kampfbereit waren \u2013 <em>Anmerkung des \u00dcbersetzers) <\/em>gewarnt hatte, dass die Briten n\u00e4her kamen und nachdem die Briten aus Concorde zur\u00fcckgeschlagen worden waren, gab es w\u00e4hrend einiger Monate keine K\u00e4mpfe mehr. Die Briten waren vollkommen zufrieden mit ihrem Aufenthalt in Boston und auch damit dass sie sich nicht um die \u201eMinute Men\u201c zu k\u00fcmmern brauchten. Am 17. Juni 1775 sahen die Briten, dass die \u201eMinute Men\u201c ein Fort auf dem Bunker Hill in Charlestown erbaut hatten. Wenn die Briten nicht die Amerikaner vom H\u00fcgel verjagen w\u00fcrden, k\u00f6nnten die Amerikaner die Briten aus Boston verscheuchen. Die Briten griffen Bunker Hill an und nachdem sie zweimal mit gro\u00dfen Verlusten zur\u00fcckgetrieben worden waren, gelang es ihnen schlie\u00dflich die Amerikaner zu verjagen, weil die Amerikaner all ihre Munition verbraucht hatten. Im Sommer \u00fcbernahm General George Washington das Kommando der amerikanischen Armee unweit Boston und im Fr\u00fchling des n\u00e4chsten Jahres brachte er die Briten dazu mit ihren Schiffen fort zu segeln indem er einige Kanonen auf Dorchester Heights unweit Boston stellte. Washington ging dann nach New York und die Briten tauchten dort auch bald auf. Diesmal hatten die Briten Erfolg und Washington wurde aus New York und quer durch New Jersey gejagt, w\u00e4hrend die Briten ihm nachsetzten. Als Washington den Delaware River nach Pennsylvania \u00fcberquerte, gaben die Briten die Verfolgung auf, weil sie glaubten, dass sie ihn endg\u00fcltig vertrieben hatten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche lesen wir wie Washington die Briten \u00fcberraschte als sie es am wenigsten erwarteten. Dazu gibt es zwei Aufgaben.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aufgabe 1.<\/em> Nehmen wir an dass du einer von Washingtons Soldaten bist, zu der Zeit als die Briten ihn quer durch New Jersey bis nach Pennsylvania jagten. Schreib die Geschichte wie du den Delaware River mit Washington am Heiligen Abend \u00fcberquert und wie du Trenton erobert hast.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aufgabe 2. <\/em>Nehmen wir wieder an, dass du einer von Washingtons M\u00e4nnern bist. Diesmal bist du mit der amerikanischen Armee in Valley Forge, im Winter 1776 -77, als die Briten warm in Philadelphia untergebracht waren und als Washington, mit seinem armseligen kleinen Heer, in Valley Forge vor K\u00e4lte zitterte. Schreibe einen Brief nach Hause an deine Kinder, in dem du ihnen vom Lagerleben erz\u00e4hlst.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Nachschlagewerk f\u00fcr diese Aufgaben ist \u201eAmerican Hero Stories\u201c. Benutze das Inhaltsverzeichnis um die gew\u00fcnschten Geschichten zu finden. Eine hei\u00dft \u201eEine Weihnachts\u00fcberraschung\u201c und die andere \u201e Winter in Valley Forge\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Jede von diesen Aufgaben z\u00e4hlt f\u00fcr zweieinhalb Tage Arbeit. Bringe deine Aufs\u00e4tze zu mir wenn du mit ihnen fertig bist.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Fachliche K\u00fcrzungen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn ich diese schriftliche Arbeit genehmigt habe, z\u00e4hlt sie auch als eine Woche Arbeit im Aufsatzschreiben in Englisch.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Im Sommer des Jahres 1776 geschah in Philadelphia etwas sehr wichtiges. Es war kurz bevor die Briten die Stadt einnahmen und es war keine Schlacht. Die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung wurde am 4. Juli unterzeichnet. Das ist es was wir diese Woche lernen werden. Ich nehme an, dass du schon etwas dar\u00fcber wei\u00dft. Vielleicht kannst du noch ein bisschen mehr dar\u00fcber herausfinden.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Hier sind ein paar Fragen zur Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung. Schreib Antworten dazu, verwende ganze S\u00e4tze in jeder Antwort.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Wer war in dem Continental Kongress?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Wo traf er sich und wann?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Welche zwei wichtigen Taten musste der Continental Congress vollbringen?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Wer brachte die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung ein?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Welche f\u00fcnf M\u00e4nner waren in dem Komitee?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Wer verfasste die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Wie wurde der \u00d6ffentlichkeit die Neuigkeit von der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung mitgeteilt?<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Was war das genaue Datum der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Ged\u00e4chtnisarbeit<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Lerne den letzten Paragrafen der Erkl\u00e4rung auswendig, beginnend mit: \u201eWir, die Repr\u00e4sentanten der Vereinigten Staaten von Amerika&#8212;&#8211;\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Nachschlagewerk f\u00fcr diese Aufgabe ist \u201eMakers of the Nation\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Anschlagbrett lesen und Klassengespr\u00e4ch<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Werdet ihr alle die Kopie der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung, die am Anschlagbrett ist lesen? Im Klassengespr\u00e4ch an Freitag, dem 17. Februar werden wir \u00fcber die Erkl\u00e4rung sprechen und ich werde dich fragen, was dir an der Kopie der Erkl\u00e4rung aufgefallen ist.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen z\u00e4hlt als einen Tag Arbeit; die Fragen als zwei Tage Arbeit, und die Ged\u00e4chtnisaufgabe als zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche werden wir \u00fcber einen M\u00e4rtyrer der Revolution lesen und lernen. Ich frage mich, ob ihr alle wisst, was ein M\u00e4rtyrer ist. Wenn du es nicht wei\u00dft, schau, ob du es herausfinden kannst Der Name dieses M\u00e4rtyrers war Nathan Hale.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Deine Aufgabe f\u00fcr diese Woche ist es, \u00fcber Nathan Hale zu lesen und dann zu mir zu kommen und dich von mir \u00fcber das Gelesene pr\u00fcfen zu lassen. Ich gebe dir ein paar Fragen zum Geleit wenn du \u00fcber ihn liest.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Wo wurde Nathan Hale geboren?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Wo ging er ins College?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Erz\u00e4hle von seinem Angebot f\u00fcr Washington auf diese gef\u00e4hrliche Mission zu gehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Was war seine Verkleidung?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Erz\u00e4hle von seinen Abenteuern und seiner Gefangennahme.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Was wurde mit ihm gemacht?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Was waren seine letzten Worte?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen z\u00e4hlt als zwei Tage Arbeit und der Bericht \u00fcber das Gelesene als drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt sehr viele Helden aus dem Unabh\u00e4ngigkeitskrieg \u00fcber die wir lesen k\u00f6nnen. Wir haben nicht Zeit \u00fcber alle zu lesen, aber ich hoffe, dass du daran interessiert bist mehr \u00fcber ein paar von ihnen herauszufinden. Hier sind ein paar der Interessanten: Ethan Allen, Benedict Arnold, Colonel Prescott, General Gates, General Herkimer, Israel Putnam, Mad Anthony Wayne, Daniel Morgan, The Swamp Will o\u00b4the Wisp, Nathaniel Greene, Lafayette, Baron Von Steuben, Robert Morris, George Rogers Clark.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche werden wir \u00fcber einen gro\u00dfen Helden mehr der Revolution lernen, John Paul Jones, dem \u201eVater der amerikanischen Navy\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Aufgabe ist es, \u00fcber John Paul Jones zu lesen, dann zu mir zu kommen und mir einen m\u00fcndlichen Bericht \u00fcber das Gelesene zu geben. Ich werde von die erwarten, dass du kommst und mir berichtest ohne jede Fragen oder Hilfe von meiner Seite. Plane deinen Bericht bevor du zu mir kommst.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0Ich werde ein paar der Kinder, die gute Berichte geben, diese im Klassengespr\u00e4ch am 24. Februar zu wiederholen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Nachschlagewerke f\u00fcr diese Aufgaben sind \u201eAmerican Hero Stories\u201c oder \u201eMakers of the Nation\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen z\u00e4hlt als zwei Tage Arbeit und der Bericht als drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 2<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr die f\u00fcnfte Klasse, Sch\u00fcler 9 bis 10 Jahre alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse V\u00a0 Geschichte\u00a0 5. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Perserkriege waren vor\u00fcber und die Griechen f\u00fcrchteten die persischen Angriffe nicht l\u00e4nger. Als die Athener nach Hause kamen, waren ihre H\u00e4user zerst\u00f6rt, denn du wirst dich erinnern, dass die Perser gerade vor der Schlacht bei Salamis Athen niedergebrannt hatten. Die Spartaner gingen nach Hause mit der Absicht aus ihrer Stadt die gr\u00f6\u00dfte Griechenlands zu machen. Eigentlich hatte jede Stadt \u00e4hnlich gro\u00dfe Pl\u00e4ne. Obwohl sie sich zu dieser Zeit alle vereinigt hatten um die Perser zu vertreiben, war jede Stadt eifers\u00fcchtig auf ihre Nachbarn und wir werden sehen, welche schwierigen Zeiten die Griechen die n\u00e4chsten dreihundert Jahre hatten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche lernen wir von einem der gr\u00f6\u00dften athenischen Helden, Pericles. Er ist vielleicht der gr\u00f6\u00dfte von allen gro\u00dfen athenischen F\u00fchrern.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Nachdem du den unten erw\u00e4hnten Lesestoff durchgearbeitet hast, musst du folgende Fragen beantworten. Schreibe jede Antwort in vollst\u00e4ndigen S\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Erz\u00e4hle die Geschichte, wie die Athener ihre Mauern neuerlich errichteten.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Was war Piraeus?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Beschreibe die Langen Mauern.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Welches sind die Namen der drei Arten von S\u00e4ulen die f\u00fcr griechische Tempel benutzt wurden?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Wie heizen die beiden Geb\u00e4ude auf der Akropolis?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Erz\u00e4hle wozu jedes Geb\u00e4ude benutzt wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Beschreibe das Theater von Dionysius.<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Wer waren die drei gro\u00dfen griechischen Dramendichter?<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Was ist eine Trag\u00f6die? Was ist eine Kom\u00f6die?<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Wer war ein Kom\u00f6diendichter in Athen?<\/p>\n<p class=\"A1\">11. Wer waren die beiden Historiker?<\/p>\n<p class=\"A1\">12. Welche \u00c4nderungen machte Pericles in den Gesetzen von Athen?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Lies in \u201eOld World Hero Stories\u201c die Geschichte mit dem Titel Pericles<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen z\u00e4hlt als zwei Tage Arbeit und das Schreiben als drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Wir lernen mehr \u00fcber das Zeitalter von Pericles in dieser Woche.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt in dieser Woche drei Aufgaben<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Zeichne einen Plan der Vorderseite des Panthenon und benenne die verschiedenen Teile.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Verfasse eine Beschreibung eines griechischen Hauses. Erz\u00e4hl wie ein Haus arrangiert war und vergleiche es mit einem modernen Haus.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Erz\u00e4hl mit einer Geschichte, was die Kinder in Athen taten. Erz\u00e4hle, wie sie unterrichtet wurden, wie sie spielten etc.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Nachschlagewerk f\u00fcr 1 ist \u201eHistory of Greek Art\u201c von Tarbell. Das Nachschlagewerk f\u00fcr 2 und 3 ist \u201eOld World Hero Stories\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 z\u00e4hlt als drei Tage Arbeit und 2 und 3 als einen Tag.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Anschlagebrett lesen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Betrachte die Bilder des Panthenon und der griechischen H\u00e4user, die auf dem Anschlagebrett sind. Sie k\u00f6nnten dir bei deiner Arbeit helfen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Fachliche K\u00fcrzungen\/\u00dcberschneidungen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Miss Baily ist gewillt, dir drei Tage Arbeit in Kunst f\u00fcr eine Zeichnung des Panthenons anzurechnen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Nach dem Zeitalter von Perikles hatten die Athener eine harte Zeit. Sie hatten einen Krieg mit den Spartanern und die Spartaner gewannen. Die Athener waren niemals wieder so gl\u00fccklich und wohlhabend wie sie waren als Perikles ihr F\u00fchrer war. Fast dreihundert Jahre sp\u00e4ter erhob sich ein gro\u00dfes K\u00f6nigreich im Norden Griechenlands, das Mazedonien genannt wurde. Der K\u00f6nig dieses Reichs wurde Philip genannt und er hatte einen Sohn namens Alexander. Das ist der Mann \u00fcber den wir diese Woche lernen werden.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Hier sind ein paar Fragen, die zu Alexander zu beantworten sind. Schreib die Antworten in ganzen S\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Welche Neuigkeiten brachten die drei Boten K\u00f6nig Philip von Mazedonien?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Erz\u00e4hl die Geschichte von der Z\u00e4hmung von Bucephalus.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Wer war Alexanders Lehrer und woher kam er?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Was entschied Alexander nach Philips Tod zu tun?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Wie gro\u00df war die Armee die er hatte?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Was waren seine drei Schlachten?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Erz\u00e4hl die Geschichte vom Gordischen Knoten.<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Wie viele St\u00e4dte wurden nach Alexander benannt?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Die zweite Aufgabe ist es, eine Karte von Alexanders K\u00f6nigreich zu zeichnen. Verwende farbige Malkreiden um das Territorium, das er eroberte zu kennzeichnen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Lies \u00fcber Alexander in \u201eOld World Hero Stories\u201c und suche die Karte seines Reichs in \u201eAncient World\u201c von West.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen ist ein Tag Arbeit, das Schreiben ist zwei Tage Arbeit und das zeichnen ist zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche werden wir mit dem Studium \u00fcber Rom beginnen. Das erste Thema ist die Gr\u00fcndung der Stadt.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Es wird diese Woche zwei Teilaufgaben geben<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Zuerst lesen wir alle die Geschichte von Romulus und sei darauf vorbereitet einen m\u00fcndlichen Bericht dar\u00fcber zu geben.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Ich werde bestimmten Mitgliedern unserer Gruppe verschiedene Geschichten geben, und diese bestimmten Mitglieder werden daf\u00fcr verantwortlich sein diese Geschichte im Klassengespr\u00e4ch am 19. Dezember zu erz\u00e4hlen. Diese kleinen Gruppen k\u00f6nnen zusammenarbeiten und k\u00f6nnen die Erz\u00e4hlung ihrer Geschichten planen wie sie wollen. Hier sind die Geschichten:<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Geschichte des Aeneas<\/p>\n<p class=\"A1\">Margery, Edward, Harry, Jane, Mary.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Raub der Sabinerinnen<\/p>\n<p class=\"A1\">Doris, Louise, Donald, John.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Frauen beenden den Kampf<\/p>\n<p class=\"A1\">Richard, Helen B., Joseph.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Schatz von Tarpeia<\/p>\n<p class=\"A1\">Edith, Alice, Eleanor, Arthur, Horace.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Nachschlagewerke f\u00fcr diese Geschichten sind: Old World Hero Stories, The Story of the Romans, The Story of the Roman People.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 und 2 z\u00e4hlen je als eine halbe Woche Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Anschlagbrett lesen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Ihr werdet euch alle daf\u00fcr interessieren, euch die Bilder auf dem Anschlagebrett anzusehen, die die Geschichte von Aeneas und die Gr\u00fcndung Roms illustrieren.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 3<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(F\u00fcr sechste Klasse, Sch\u00fcler 10 bis 11 Jahre alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VI\u00a0 Pensum 5<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">ENGLISCHE GESCHICHTE<\/p>\n<p class=\"A1\">Edward III, K\u00f6nig von England, der einen hundertj\u00e4hrigen Krieg mit Frankreich begann, hatte sechs S\u00f6hne. Wir haben schon \u00fcber den Schwarzen Prinzen gelesen. Er starb, bevor er K\u00f6nig werden konnte, und nicht einer von Edwards S\u00f6hnen wurde K\u00f6nig. Einige ihrer Nachkommen, wie auch immer, bestiegen den Thron, der erste war Richard II, \u00fcber den wir gelesen haben. Dann kam Henry IV, der Sohn des Duke of Lancaster. Henry V war auch ein Lancaster und sein Sohn Henry VI war auch ein Lancaster. Henry VI war ein sehr junger Knabe und viele Leute dachten, dass die Krone an einen anderen Nachkommen Edwards III, Duke of York gehen sollte. Das f\u00fchrte zu Streitigkeiten und die Streitigkeiten zu gewaltt\u00e4tigeren Formen des Streits, bis in England ein Krieg begann, bekannt als der Rosenkrieg. Er wurde so genannt, weil Lancasters eine rote Rose als ihr Emblem hatten und die von Yorker, wie die vom Duke of York genannt wurden, eine wei\u00dfe Rose als Emblem hatten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Wir werden diese Woche von den Rosenkriegen lernen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Aufgabe<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Aufgabe ist es, so viel wie m\u00f6glich \u00fcber diese Kriege zu lesen, dann zu mir f\u00fcr einen m\u00fcndlichen Test \u00fcber das Gelesene zu kommen. Ich empfehle dir, dass du beim Lesen Dinge, die dir wichtig erscheinen und die du dir merken willst niederschreibst.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Nachschlagewerke sind \u201eThe Story of the English\u201c oder \u201eEngland\u00b4s Story\u201c in Piers Plowman, Buch VI.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen z\u00e4hlt als drei Tage Arbeit, der m\u00fcndliche Test als zwei Tage.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Wir werden von ein paar besonderen Ereignissen in den Rosenkriegen lernen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Es wird die Aufgabe sein, einen Aufsatz \u00fcber die folgenden Themen zu schreiben:<\/p>\n<p class=\"A1\">1. K\u00f6nigin Margaret und der R\u00e4uber<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Die Prinzessin im Turm<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Der erste englische Drucker<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Nachschlagewerke sind dieselben wie letzte Woche.<\/p>\n<p class=\"A1\">Achtung: Beim Schreiben dieses Aufsatzes vergiss nicht, alle Satzzeichen, Gro\u00dfbuchstaben etc. zu schreiben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Fachliche K\u00fcrzungen\/\u00dcberschneidungen<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn dieser Aufsatz akzeptiert wird, z\u00e4hlt er als eine Woche Arbeit f\u00fcr Schreiben in Englisch<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du bist ein Reporter einer Englischen Zeitung. (Wir werden so tun, als h\u00e4tte es in der Zeit Richards III Zeitungen gegeben) Dir wurde aufgetragen, \u00fcber die Schlacht bei Bosworth Field zu schreiben. Erz\u00e4hle, wie es dazu kam, dass die Schlacht ausgetragen wurde, erz\u00e4hl von der Schlacht selbst und erz\u00e4hl was dadurch geschah. Hol dir dein Material aus irgendeinem der B\u00fccher der Englischen Geschichte. Hier ist eine \u00dcberschrift f\u00fcr deine Geschichte.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u201eGekr\u00f6nt auf dem Schlachtfeld\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Familie der englischen K\u00f6nige, die mit Henry VII begann, wurde die Tudor Familie genannt. Es gab f\u00fcnf von ihnen, Henry VII, Henry VIII, Edward VI, Mary and Elizabeth. Ich w\u00fcnschte wir h\u00e4tten Zeit \u00fcber sie alle und \u00fcber einige der gro\u00dfen M\u00e4nner, die zu jener Zeit lebten zu lesen. Wir m\u00fcssen sie oder die meisten von ihnen \u00fcbergehen und kommen zur Regierung von Elizabeth, der vielleicht gr\u00f6\u00dften Tudor.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Wir werden diese Woche zwei Aufgaben haben und jede wird Gegenstand eines m\u00fcndlichen Berichts sein. Ich werde dir die Aufgaben geben und ich werde dich selbst das Material finden lassen. Jetzt bist du schon vertraut genug mit den verschiedenen B\u00fcchern, die wir haben und kannst leicht deinen eigenen Lesestoff finden.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Die Spanische Armada, was war das, warum kam sie nach England, wie bereiteten sich die Engl\u00e4nder darauf vor, ihr entgegenzutreten, der Sturm, die Schlacht, das Ende der Armada.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Das Elisabethanische Zeitalter; was ist mit diesem Namen gemeint; wie lauten die Namen der gro\u00dfen Figuren dieses Zeitalters, was taten sie.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Jede Aufgabe und ihr m\u00fcndlicher Bericht werden als eine halbe Woche Arbeit gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 4<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr siebente Klasse, Sch\u00fcler 11 bis 12 Jahre alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VII Pensum 5<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">AMERIKANISCHE GESCHICHTE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>Ein Monatspensum<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Nachdem die Delegierten bei der Philadelphia Kongress die Verfassung aufgesetzt hatten und die neun Staaten ihr zugestimmt hatten, so wurde sie Gesetz, war das Land bereit, sich selbst zu regieren. So schnell als m\u00f6glich kamen die Leute zusammen um einen Pr\u00e4sidenten zu w\u00e4hlen, und sie alle einigten sich in der Wahl von George Washington als dem Ersten. Wir hatten achtundzwanzig seit Washington. Von nun werden wir ein wenig anders von unserer Geschichte lernen, n\u00e4mlich, was w\u00e4hrend der Amtsperiode jedes Pr\u00e4sidenten geschah. Wir werden ein Heft dar\u00fcber f\u00fchren, das ich euch geben werde und werden uns die verschiedenen Dinge, die wir \u00fcber die verschiedenen Pr\u00e4sidenten herausfinden, notieren. Wir werden mindestens eine Seite f\u00fcr jeden Pr\u00e4sidenten haben, und f\u00fcr ein paar werden wir mehr als eine Seite haben, wenn es eine gro\u00dfe Zahl an wichtigen Ereignissen gab.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Unsere Aufgabe in diesem Monat wird es sein, das Material f\u00fcr unsere Hefte \u00fcber elf der Pr\u00e4sidenten, beginnend mit Washington und endend mit James K. Polk, vorzubereiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">In euren Heften sollt ihr den Namen des Pr\u00e4sidenten auf die oberste Zeile schreiben. Nach seinem Namen unter Anf\u00fchrungszeichen schrieb die Namen der politischen Partei, der er angeh\u00f6rte und die Daten seiner Regierungszeit. Auf die Zeile darunter schreib den Namen des Vizepr\u00e4sidenten, oder der Vizepr\u00e4sidenten, wenn er zwei hatte. Dann lass eine Zeile frei und beginne damit die wichtigen Fakten der Regierungszeit dieses Pr\u00e4sidenten, die du im Ged\u00e4chtnis behalten solltest aufzuschreiben. Nummeriere die Fakten und beginne f\u00fcr jede eine neue Zeile. Es w\u00e4re eine gute Idee, die Fakten zuerst auf einem St\u00fcck Papier zu schreiben, dann zeig sie mir und dann schreib sie in dein Heft ein. Geh sicher, mich zu fragen, wenn du irgendwelche Zweifel bei dieser Aufgabe hast. Hier ist das Beispiel einer so arrangierten Seite:<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">George Washington (F\u00f6deralist) 1789 \u2013 1797<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">John Adams, Vizepr\u00e4sident.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Angelobt in New York, 30. April 1789.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. _____________<\/p>\n<p class=\"A1\">3. _____________<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Quellen<\/p>\n<p class=\"A1\">Um das Material f\u00fcr dein Heft zu bekommen lies \u201eElementary History\u201c von Montgomery oder seine \u201eLeading Facts\u201c. Benutze den \u201eWeltalmanach\u201c f\u00fcr Informationen \u00fcber den Vizepr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du kannst selbst herausfinden, wie viel Arbeitstage du auf deiner Karte vermerken kannst. Da sind elf Pr\u00e4sidenten, und das sind zwanzig Tage Arbeit. Daher z\u00e4hlen manche Pr\u00e4sidenten als zwei Tage Arbeit und manche nur als einer.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 5<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr 8. Klasse, Sch\u00fcler 12 bis 13 Jahre alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">AMERICAN HISTORY<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VIII\u00a0 STAATSB\u00dcRGERKUNDE\u00a0 Pensum 5<\/p>\n<p class=\"A1\">Letztes Monat hast du von der Verfassung der Vereinigten Staaten gelernt: du hast von der Legislative, der Exekutive und dem Justizministerium und ihren verschiedenen Machteinfl\u00fcssen und Pflichten gelernt. Dieses Monat werden wir das wiederholen, indem wir eben diese Abteilungen mit denen in anderen L\u00e4ndern vergleichen. Wir werden von den gro\u00dfen Figuren im heutigen \u00f6ffentlichen Leben lernen. und wir werden uns daran machen, etwas mehr notwendiges und n\u00fctzliches Wissen \u00fcber unsere Verfassung herauszufinden.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Wir alle sind an England interessiert, weil dort die Leute dieselbe Sprache wie wir sprechen und weil unsere Ahnenv\u00e4ter aus diesem Land kamen. Diese Woche werden wir erfahren wie unterschiedlich die Teile der Englischen Regierung im Vergleich zu unseren sind und was sie gemein haben.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgabe<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Es wird die Aufgabe sein, diese \u00dcbereinstimmungen und Unterschiede zu lernen, damit du sie irgendjemanden auf eine deutliche Weise erkl\u00e4ren kannst. Ich werde dich darin testen was du gelernt hast, entweder mit einer m\u00fcndlichen oder schriftliche \u00dcberpr\u00fcfung.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">In einem Pamphlet, dem Abriss f\u00fcr Sch\u00fcler zum Selbststudium, Staatsb\u00fcrgerkunde, Teil I, Seiten 10 \u2013 14, wirst du die notwendigen Fakten \u00fcber die Regierung der Vereinigten Staaten und Englands in parallelen Spalten finden.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst wahrscheinlich die ganze Wochenaufgabe auf einmal erledigen wollen, aber wenn du sie nicht auf einmal tust, frage mich bez\u00fcglich des Werts der Arbeitsportionen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">In Zusammenhang mit dem, was wir letzte Woche gelernt haben, werden wir diese Woche von ein paar aktuellen Ereignissen lernen. Wir werden herausfinden, wer einige der M\u00e4nner sind, die die verschiedenen Positionen in der Regierung, von der wir gelernt haben, innehaben. Du wirst vielleicht ein paar von ihnen auch ohne nachzuschlagen kennen.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten<\/p>\n<p class=\"A1\">2. der K\u00f6nig von England<\/p>\n<p class=\"A1\">3. der Vizepr\u00e4sident der Vereinigten Staaten<\/p>\n<p class=\"A1\">4. der Prinz of Wales<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Kabinettsmitglieder der Vereinigten Staaten<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Mitglieder des englischen Kabinetts<\/p>\n<p class=\"A1\">7. der Botschafter der Vereinigten Staaten in England<\/p>\n<p class=\"A1\">8. der englische Botschafter in den Vereinigten Staaten<\/p>\n<p class=\"A1\">9. der Botschafter der Vereinigten Staaten in Frankreich<\/p>\n<p class=\"A1\">10. der Botschafter der Vereinigten Staaten in Italien<\/p>\n<p class=\"A1\">11. der Botschafter der Vereinigten Staaten in Belgien<\/p>\n<p class=\"A1\">12. die Richter des Supreme Court der Vereinigten Staaten<\/p>\n<p class=\"A1\">13. die Senatoren des Staates New York<\/p>\n<p class=\"A1\">14. Sprecher des Repr\u00e4sentantenhauses<\/p>\n<p class=\"A1\">15. Gouverneur der Philippinen<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">16.\u00a0 Delegierte der Vereinigten Staaten bei der Abr\u00fcstungskonferenz<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du kannst diese Information im <em>Weltalmanach 1922<\/em> finden.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Anschlagbrett lesen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt Bilder von ein paar M\u00e4nnern dieser Aufgabe auf dem Anschlagbrett. Schau, ob der Sammlung ein paar Bilder aus aktuellen Zeitschriften oder Bildbeilage aus den Sonntagszeitungen hinzuf\u00fcgen kannst.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Bevor wir das Studium von der Regierung der Vereinigten Staaten verlassen, gibt es ein paar Dinge, die wir als Intelligente Staatsb\u00fcrger wissen sollten. Wir werden ein paar dieser Dinge in dieser Woche lernen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Wie wird ein Gesetz im Kongress verabschiedet?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Wie wird die Verfassung abge\u00e4ndert? Was ist ein \u00c4nderungsantrag?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 3. Die \u00c4nderungsantr\u00e4ge: was sie enthalten; lerne Nos. I \u2013 XVIII<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn du mit der L\u00f6sung dieser Aufgaben fertig bist, komm zu mir und gib einen m\u00fcndlichen Bericht von dem was du gefunden hast.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Jetzt bist du schon ausreichend vertraut mit den verschiedenen B\u00fcchern \u00fcber die Regierung die wir haben, um eine ungef\u00e4hre Ahnung zu haben, wo die Dinge zu finden sind, daher lasse ich dich deine eigene Geschicklichkeit n\u00fctzen, um die Information, die du willst auszugraben.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die ersten beiden Aufgaben z\u00e4hlen als 2 Tage Arbeit, die letzte als 3 Tage.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Woche werden wir drei weitere Aufgaben auf derselben Linie wie die letzte Woche haben. Die ersten beiden m\u00fcssen schriftlich erledigt werden und ich werde dich \u00fcber die letzte testen, wenn du fertig bist.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Was verbietet die Verfassung den Staaten zu tun?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Welche Rechte haben die Staaten?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 3. Lerne die folgenden Definitionen. (Jede Person, die auf intelligente Weise \u00fcber Regierungsangelegenheiten reden will, sollte wissen, was diese Begriffe bedeuten.)<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Kongress \u2013 ein K\u00f6rper von M\u00e4nnern, der die Gesetze der Vereinigten Staaten macht, dieser K\u00f6rper besteht aus dem Repr\u00e4sentantenhaus und dem Senat.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Legislative Department \u2013 das Department, das mit dem Machen von Gesetzen zu tun hat<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Exekutive Department \u2013 das Department, das darauf achtet, das die Gesetze erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Juristische Department \u2013 das Department, das Gesetze erkl\u00e4rt und Gesetzesbrecher verurteilt.<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Erstinstanzliche Zust\u00e4ndigkeit \u2013 ein Gericht hat die erstinstanzliche Zust\u00e4ndigkeit, wenn ein Fall zuerst in diesem Gericht eingereicht wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Berufungsinstanz \u2013 Ein Gericht ist die Berufungsinstanz, wenn dort ein Fall von einem niedrigeren Gericht eingereicht wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Admiralit\u00e4t \u2013 Rechtsprechung \u00fcber F\u00e4lle aus maritimen Aff\u00e4ren und Verbrechen, die auf hoher See ver\u00fcbt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Botschafter \u2013 ein Beamter, der sein Land in einem fremden Land repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Konsul \u2013 ein Beamter, der sein Land haupts\u00e4chlich in kommerziellen Interessen in einem fremden Land vertritt.<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Impeachment \u2013 Anklage gegen einen Beamten im \u00f6ffentlich Dienst wegen Verbrechen oder schlechten Benehmens in seinem Amt.<\/p>\n<p class=\"A1\">11. Habeas Corpus \u2013 eine Vollmacht , die eine Untersuchung bez\u00fcglich der Legalit\u00e4t der Inhaftierung eines Einzelnen erzwingt.<\/p>\n<p class=\"A1\">12. Ex Post Facto Gesetz \u2013 macht eine Tat kriminell, die es nicht war als sie ver\u00fcbt wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Material f\u00fcr diese zwei Aufgaben kann in der Verfassung selbst gefunden werden oder in einem der B\u00fccher \u00fcber die Regierung.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die erste Aufgabe z\u00e4hlt als zwei Tage Arbeit; die Zweite als 1 Tag und die Dritte als 2 Tage.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">GEOGRAFIEPENSEN<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 1<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(F\u00fcr 8. Klasse, Sch\u00fcler von 12 bis 13 Jahren alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VIII\u00a0 Pensum 4<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">GEOGRAFIE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">THEMA: CHINA<\/p>\n<p class=\"A1\">Du kennst schon einige von Chinas Problemen durch das Studium der Abr\u00fcstungskonferenz. Ich denke du wirst daran interessiert sein, mehr \u00fcber diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Nation von 400 000 000 Leuten, deren nat\u00fcrlichen F\u00e4higkeiten nicht geringer sind als unsere, obwohl ihre Sitten und Br\u00e4uche so verschieden sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Zivilisation von China ist wahrscheinlich um 2000 Jahre \u00e4lter als die von Europa \u2013 also etwa 4000 Jahre alt. Einige sagen sie ist viel \u00e4lter.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Die drei gro\u00dfen chinesischen Religionen sind alle viel \u00e4lter als die Christi. Der Gr\u00fcnder des Buddhismus war ein geb\u00fcrtiger Inder. Konfuzius und Lao-Tsin waren Chinesen, die ihre Namen gro\u00dfen Religionen gaben. Du wirst \u00fcber sie alle in der Menschheitsgeschichte von Van Loon, S. 240 \u2013 250 lesen. Schreib etwa eine halbe Seite \u00fcber jede Religion.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Studiere sowohl die Karte S. 243 als auch die Illustration auf S. 249 sorgf\u00e4ltig.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 3. Auf den Regalen wirst du einen Satz Bilder \u00fcber das Chinesische Leben finden, die es wert sind, genau betrachtet zu werden. Jedes Bild wird durch einen kleinen Paragrafen erkl\u00e4rt, der immer im Zusammenhang damit gelesen werden sollte. Es gibt viele Bilder \u00fcber das Chinesische Leben auf den hinteren Seiten von Asia und Geografic. Ich werde ein paar dieser Magazine f\u00fcr dich auf die Seite legen.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 4. Schreib eine Seite \u00fcber deine ersten Eindr\u00fccke als Reisender in China. Schreib dar\u00fcber, wie du dich f\u00fchlst, \u00fcber die Dinge, die dich interessieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mr. Klauber verbrachte etwas Zeit in China. Er wird vor uns am Donnerstag sprechen, und wird einige interessante Bilder, M\u00fcnzen und Papiergeld als eine Leihgabe des Museums mitbringen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 z\u00e4hlt als eineinhalb Tage Arbeit; Aufgabe 2 als einen halben Tag; Aufgabe 3 als einen Tag, Aufgabe 4 als einen Tag.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Fachliche K\u00fcrzungen\/\u00dcberschneidungen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Frage den Leiter des Englischdepartments um zu sehen wie viel diese Arbeiten f\u00fcr Englisch z\u00e4hlen. Nachdem sie korrigiert und zufrieden stellend sind, schreib sie nochmals in dein Heft f\u00fcr Religionen ein.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt eine gute Karte von China und dem Fernen Osten auf S. 17 in deinem \u00dcbungsbuch. Du wirst es als viel einfacher und klarer finden als die Karte des Pazifiks.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Benenne Gew\u00e4sser, Landfl\u00e4chen, Halbinseln, L\u00e4nder, Provinzen, Fl\u00fcsse und Kan\u00e4le laut Anleitung Exs. XIX und XX.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Lies S. 200 \u2013 235 in Asia, einer Geografieanthologie. In deinen Notizen lege besonderen Wert auf die Gr\u00fcnde f\u00fcr Chinas andauernde Isolation, die Bev\u00f6lkerungsdichte und die Armut der Arbeiterschicht.<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr den Fall, dass mehrere Leute diese Aufgabe zur selben Zeit erledigen wollen, kann ich auf Lesestoff in anderen B\u00fcchern hinweisen.<\/p>\n<p class=\"A1\">ACHTUNG: Zwei Chinesische Studenten werden uns in unserem Geografievortrag am Donnerstag besuchen. Sie werden uns Hinweise geben, um uns an das chinesische Spiel Mulan zu gew\u00f6hnen und jede Frage, die du stellen k\u00f6nntest beantworten.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 wird als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen; Aufgabe 2 als drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Lies \u00fcber die chinesische Republik in Robinsons Commercial oder Advanced Geography von Dodge nach. Mach dir Notizen und beantworte diese Fragen:<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Warum ist die Bev\u00f6lkerung von China in bestimmten Provinzen so dicht? Gib Details.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Warum lehnen die Chinesen Arbeit erleichternde Maschinen ab?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Kannst du erkl\u00e4ren warum sie sich in 2000 Jahren so wenig entwickelt haben?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Finde heraus wie Seide produziert wird und schreibe dar\u00fcber. Beziehe dich auf den American Educator oder dem Werbematerial auf den Regalen. Finde heraus welche anderen L\u00e4ndern in gr\u00f6\u00dferen Mengen Seide produzieren, und welches Land die meiste verbraucht. Untersuche die Muster im Museum und geh in die Klasse und frag Miss Baily dir zu zeigen, wie Seide gewoben wird. Dein Kunstpensum hat dieses Monat mit Textilien und F\u00e4rben zu tun. Das ist besonders interessant.<\/p>\n<p class=\"A1\">ACHTUNG: Einige von euch werden sich an den Besuch der Seidenshow im Grand Central Palace letzten Fr\u00fchling erinnern. Mr. Eaton von der Nonotuck Silk Company schickt uns ein paar Seidenraupe, damit du sie bei der Arbeit beobachten kannst.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen f\u00fcr Aufgabe 1 wird als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen; das Beantworten der Fragen in Aufgabe 1 wird als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen. Aufgabe 2 wird als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Ich gebe dir eine Auswahl von Themen zur Nachforschung. W\u00e4hle zwischen \u201eThe Chinese Boy\u201c oder \u201eThe Chinese Girl\u201c. W\u00e4hrend du mit dem Lesen vorankommst wirst du verstehen, wie die Zwischentitel, die ich vorschlagen werde, mit dem Gebiet das du ausgew\u00e4hlt hast, zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>The Chinese Boy.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Ahnenverehrung<\/p>\n<p class=\"A1\">Erziehung<\/p>\n<p class=\"A1\">Chinesische Schrift<\/p>\n<p class=\"A1\">Untersuchungen<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Mandarin<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>The Chinese Girl.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Sie ist nicht erw\u00fcnscht \u2013 warum?<\/p>\n<p class=\"A1\">Fu\u00dfbandagen<\/p>\n<p class=\"A1\">Kleidung<\/p>\n<p class=\"A1\">Polygamie<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Schwiegermutter<\/p>\n<p class=\"A1\">Bezieh dich auf eines der B\u00fccher \u00fcber China. Schau in den Index was dich interessiert.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt einige interessante Bilder vom chinesischen Leben und von bekannten Chinesen im Geschichtezimmer. Der Donnerstagvortrag wird in der Art einer Diskussion sein. Die Buben k\u00f6nnen die Seite des chinesischen Buben einnehmen und die M\u00e4dchen die Seite des M\u00e4dchens. <em>Frage<\/em>: China ist der beste Ort auf der Welt um erzogen zu werden.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen deines Themas wird als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen, das Schreiben als drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 2<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr siebente Klasse, Sch\u00fcler 11 bis 12 Jahre alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VII.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">GEOGRAfIE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">4. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Thema: S\u00fcd-Amerika.<\/p>\n<p class=\"A1\">Du bist vom Handelsminister der amerikanischen Regierung ernannt worden um S\u00fcd-Amerika zu besuchen und von den kommerziellen Ressourcen und M\u00f6glichkeiten dieses Kontinents zu berichten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Bevor du deine Reise antreten willst du dich wahrscheinlich ein wenig mit den Karten von S\u00fcdamerika vertraut machen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1. Erstelle eine politische Karte von Nord- und S\u00fcdamerika, mit dem \u00c4quator, den Polen, den Zonen, den wichtigsten Fl\u00fcssen und Bergketten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 2. Vergleiche die Lage von Nord- und S\u00fcdamerika in Bezug auf den \u00c4quator, die Pole, die Longitude, andere Kontinente.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 3. Vergleiche die K\u00fcstenlinien der beiden Kontinenten. Welche hat wenig H\u00e4fen?<\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 4. Lies Prospekte der Dampfschifffahrtsgesellschaften \u00fcber S\u00fcdamerika und bestimme eine Route, die\u00a0 es dir erm\u00f6glicht alle wichtigen L\u00e4nder S\u00fcdamerikas, einschlie\u00dflich Boliviens, zu besuchen. Du k\u00f6nntest es in Brasilien f\u00fcr notwendig erachten zwei oder drei St\u00e4dte zu besuchen um dem Handelsminister einen allumfassenden Bericht zu erstatten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Achtung: Statt einer Besprechung gehen wir diese Woche alle in den Central Park um der Enth\u00fcllung der Statue \u201eBolivar\u201c durch zwei unserer Kinder, Patricia und Maraquita MacManus, beizuwohnen, deren Urgro\u00dfvater der erste Pr\u00e4sident Boliviens war. Es ist f\u00fcr uns alle interessant zu wissen dass diese Statue das Werk von Peggys Modellierlehrerin ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 5. F\u00fcr einen kurzen Bericht \u00fcber die Geschichte S\u00fcdamerikas, lies S. 203 \u2013 205 in Tarr und McMurry, Book II. Berichte m\u00fcndlich \u00fcber Aufgaben 2, 3, 4 und 5.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 z\u00e4hlt als zwei Tage Arbeit, Aufgabe 2 und 3 als einen Tag Arbeit, Aufgabe 4 als einen Tag Arbeit und Aufgabe 5 als einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Du bist nun dazu bereit, deine Reise zu beginnen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Aufgaben<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Ich schlage vor, du machst nur kurze Besuche in Venezuela und Guyana, notierst nur die Hauptprodukte und die klimatischen Besonderheiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Die Vereinigten Staaten sind sehr an den derzeitigen und potenziellen Ressourcen von Brasilien interessiert. Stelle an mehreren H\u00e4fen fest, welche Produkte in welchen Mengen exportiert werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 3. Lern so viel wie m\u00f6glich \u00fcber das Amazonastal. Informiere dich \u00fcber das Thema Kautschuk.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst Informationen, die es dir m\u00f6glich machen diese Erfahrungen zu interpretieren in einigen von folgenden B\u00fcchern finden: &#8211;<\/p>\n<p class=\"A1\">Geography of Commerce and Industry \u2013 Robinson.<\/p>\n<p class=\"A1\">American Educator.<\/p>\n<p class=\"A1\">Man and His Work \u2013 Herbertson.<\/p>\n<p class=\"A1\">Advanced Geography.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tarr and McMurry. Buch II.<\/p>\n<p class=\"A1\">Story of Rubber \u2013 John Martin<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Mach dir zu deinem eigenen Nutzen Notizen bevor du mit jeder Aufgabe beginnst.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 (mit Notizen) wird als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen; Aufgabe 2 als zwei Tage Arbeit; Aufgabe 3 als zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Setze deine Reise fort und beende sie.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Mach nur kurze Besuche in Uruguay und Paraguay.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Besuche Argentinien und stelle so genaue Erkundigungen wie in Brasilien an.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 3. Besuche Peru und Chile, mache so genaue Erkundigungen wie vorher und erforsche den Einfluss der Anden auf das Klima dieser L\u00e4nder.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 4. Mach einen kurzen Besuch in Kolumbien um festzustellen, ob es dort ergiebige \u00d6lfelder gibt.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Siehe Pensum von letzter Woche.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Mach dir Notizen so wie letzte Woche<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 und 4 werden jeweils als einen halben Tag Arbeit z\u00e4hlen; Aufgabe 2 und 3 jeweils als zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Der Minister erwartet deinen Bericht am 10.. Er sollte auf deinen Notizen basieren und sollte nicht mehr als zehn eng beschriebene Seiten umfassen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Zwei oder mehr Seiten werden als einen Tag Arbeit z\u00e4hlen. Der Bericht wird wie auch immer nicht als vollst\u00e4ndig erachtet, solange nicht alle deine Notizen in ihm eingeschlossen wurden.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSUM 3<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr High School Sch\u00fcler von 13 bis 14 Jahren)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">High School GEOGRAPHY<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">1. Jahr Pensum 4<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir haben einige Zeit an Aufgaben gearbeitet, die von der Abr\u00fcstungskonferenz mit besonderem Hinweis auf China und Japan vorgeschlagen wurden. Wir werden nun dieselben Aufgaben und viele neue aus dem Blickwinkel der Kolonialmacht Britannien aufnehmen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Lies im New World von Isaiah Bowman \u2013 einem aktuellen und ma\u00dfgebenden Buch \u00fcber politische Geografie \u2013 Kapitel II \u00fcber \u201eProbleme der Kolonialmacht Brittanien\u201c, S. 12 \u2013 16, die einleitenden Paragrafen in denen die Ausma\u00dfe des British Empire und die Gewinne durch den Great War besprochen werden. Das ganze Kapitel geht von S. 12 \u2013 S. 79.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist der M\u00fche wert, ziemlich umfangreiche Notizen zu machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Auf S. 31 der Practical Map Exercises, \u00d6stliche Hemisph\u00e4re, wirst du eine Weltkarte finden. Suche diese Karte. Liste die Teile des British Empire wie auf S. 29 der New World vorgegeben auf. Mach diese Teile auf der Karte ausfindig indem du ordentliche Abk\u00fcrzungen in Gro\u00dfbuchstaben oder entsprechende Nummern statt ganzer Worte ben\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst eine Weltkarte finden, auf der das British Empire im Economic Atlas von Lyde in rot dargestellt wird. Im Atlas of Reconstruction von Rand &amp; Mc Nally wirst du die Beitr\u00e4ge zum Empire seit 1914 finden.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 wird als drei Tage Arbeit z\u00e4hlen; Aufgabe 2 als zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Lies im New World sorgf\u00e4ltig (mach wie \u00fcblich Notizen) S. 16 \u2013 27 \u00fcber die Handelsorganisation des Empire und die Paragrafen auf S. 28, die mit der politischen Linie Gro\u00dfbritanniens gegen\u00fcber Teilen des Empire zu tun haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Erg\u00e4nze deine Notizen mit einer einseitigen Diskussion \u00fcber eines der folgenden Themen:<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Beziehung zwischen Kohle und Industrie.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die \u00c4hnlichkeiten zwischen England und Japan.<\/p>\n<p class=\"A1\">Freier Handel und Protektion als nationale Politik.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 wird als drei Tage Arbeit z\u00e4hlen; Aufgabe 2 als zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Die f\u00fcnf autonomen Dominion \u2013 Kanada, Australien, S\u00fcdafrika, Neuseeland und Neufundland \u2013 bilden mehr ein Bollwerk als eine Bedrohung f\u00fcr das British Empire. Dennoch sind sie mit ihrem gro\u00dfen Ma\u00df an Freiheit nicht g\u00e4nzlich zufrieden, wie du auf S. 29 \u2013 30 der New World von Bowman lesen kannst.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die gr\u00f6\u00dften Probleme, denen sich Gro\u00dfbritannien ausgesetzt sieht, entstehen (laut Bowman, der S\u00fcdafrika offensichtlich aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet) durch jene Teile des Empire in denen ein starker Nationalismus mit Revolutionen droht: \u2013 Irland, S\u00fcdafrika, Indien und \u00c4gypten. Als dieses Buch geschrieben wurde, konnte eine Vereinbarung zwischen Englischen und Irischen Delegierten gefunden werden, die offensichtlich das Problem Irland l\u00f6st. Mach dir genaue Notizen \u00fcber dessen Umst\u00e4nde und Bedingungen aus der New World. (Dieser Bericht \u00fcber die Irische Frage scheint in manchen Einzelheiten l\u00fcckenhaft) Finde mehr heraus \u00fcber:<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Den gro\u00dfen Irischen F\u00fchrer des 19. Jahrhunderts.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Die Sinn Fein Party.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das Lesen und die Notizen werden als drei Tage Arbeit z\u00e4hlen; die Fragen, die du mit mir erl\u00e4uterst werden als zwei Tage Arbeit z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Bringe jedes Buch oder jede Zeitschrift in die Schule mit, die Berichte \u00fcber den irischen Konflikt oder \u00fcber die k\u00fcrzlich erreichte \u00dcbereinkunft enthalten. Ich werde alles was ich dar\u00fcber finde mitbringen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Entscheide, welcher Aspekt der Frage dich am meisten interessiert und nimm dir vor, eine bestimmte Menge zu lesen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Schreib einen Aufsatz \u00fcber, sagen wir 3 Seiten aus dem Blickwinkel von Ulster, der Briten oder von Sinn Fein. Betone radikale, religi\u00f6se, politische oder wirtschaftliche Unterschiede so wie es dir am besten scheint. Du wirst f\u00fcr diesen Aufsatz Anrechnungen im Englischdepartment erhalten. Der beste wird in der Versammlung am Mittwoch verlesen werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">ACHTUNG: Mr. Seumas MacManus, der irische Schriftsteller wird am Dienstag in der Schule sein. Er wird an unserer Versammlung in der dritten Woche teilnehmen. Am Dienstag der vierten Woche wird Mr. Humphrey (er ist in politischen Kreisen wohl bekannt und nahm die Er\u00f6ffnung des Sulgrave Manor vor) wird eine Seite im Irischen Konflikt einnehmen zu der du ihn befragen willst. Es wird vielleicht f\u00fcr dich interessant sein, mit Tom, dem schottischen Zimmermann zu sprechen, der ein paar entschlossene Ansichten vertritt.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSUM MATHEMATIK<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 1<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr Sch\u00fcler der 8. Klasse von 12 bis 13 Jahre)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VIII\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Mathematik\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">5. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\">Es geschieht oft, dass ein gesch\u00e4ftliches Unternehmen zu Gros f\u00fcr ein Individuum oder zwei Individuen ist um all das ben\u00f6tigte Geld zu verschaffen. Deshalb vereinigen einige Personen sich und bilden eine Aktiengesellschaft oder -gemeinschaft. Du m\u00f6chtest z.B. $ 50.00 oder mehr f\u00fcr dein \u201ePuppentheater\u201c. Wir nehmen an dass alle Sch\u00fcler aus der 7. und 8. Klasse eine Aktiengesellschaft bilden und zustimmen eine bestimmte Zahl von Aktien kaufen wollen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir nennen die Aktiengesellschaft die \u201ePuppentheater Gesellschaft\u201c. Edgar ist der Vertreter der Gesellschaft, er verkauft also die Aktien. Er bekommt einige nicht ausgef\u00fcllte Aktienzertifikate, du kannst also bei ihm Aktien kaufen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Kapital der Gesellschaft ist $ 50.00 und jede Aktie hat einen Wert von $ 1.00. Wenn Alice 10 Aktien kauft muss sie also $ 10.00 zahlen. Es ist Edgars Aufgabe so zu verkaufen dass alle Mitglieder der Klassen VII und VIII Aktieninhaber sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Gewinne einer Gesellschaft hei\u00dfen Dividende und sie werden regelm\u00e4\u00dfig unter den Aktieninhabern verteilt, nach der Zahl von Aktien die jeder besitzt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Eine Aktie ist kein Geld, aber sie kann f\u00fcr Geld gekauft und verkauft werden und ein Aktieninhaber kann nur Geld daf\u00fcr bekommen wenn er sie einem verkauft der sie kaufen will. Der Nennwert ist der wirkliche Wert jeder Aktie. Die Aktien k\u00f6nnen unter ihrem Wert (at a discount) oder \u00fcber ihrem Wert (premium) verkauft werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Aktien. Wir bekommen nun einige Aufgaben zum Kauf und Verkauf dieser Aktien.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Mitteilungsbrett lesen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Auf dem Mitteilungsbrett im Klassenzimmer f\u00fcr Mathe findest du eine Liste mit den Namen der Sch\u00fcler die Aktien gekauft haben. Diese Liste nennt auch die Zahl von Aktien die sie gekauft haben.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">1. Berechne wie viel j\u00e4hrliche Dividende Gretchen f\u00fcr ihre Aktien zu viereinhalb % erh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Berechne die j\u00e4hrliche Dividende von allen Aktieninhabern wenn die Zinsen 5% pro Jahr betragen.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Wie viel Aktien mit zweieinhalb % Zinsen muss Eugene haben um ein Jahreseinkommen von $1.00 zu erreichen?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Wie viele Aktien zu 56% kann er f\u00fcr $30.00 kaufen?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Elizabeth Sandler verkauft 6 von ihren \u201ePuppentheater\u201c-Aktien um 35% und investiert den Ertrag in Bankaktien zu $0,45. Wie viel Bankaktien kauft sie?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Bearbeite die Fragen 8, 9, 10 auf Seite 245 und Fragen 2, 3, 4 und 5 auf Seite 244 der Ontario Public School Arithmetic.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Wie gew\u00f6hnlich machst du diese Aufgaben in deinem Heft.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Besprechung<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4hrend unserer Besprechung, die zum Gl\u00fcck fr\u00fch in der Woche stattfindet, wird Edgar seine Aktien verkaufen. Wir machen eine Liste von den verkauften Aktien und heften diese auf das Mitteilungsbrett.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 und\u00a0 2 z\u00e4hlen als einen Tag Arbeit, Aufgabe 3, 4 und 5 z\u00e4hlen als einen Tag Arbeit: Aufgabe 6 z\u00e4hlt als drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>2. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Zinsen.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Zins ist das Geld das f\u00fcr den Gebrauch, f\u00fcr das Leihen von Geld bezahlt wird.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Das <em>Kapital<\/em> ist der Geldbetrag \u00fcber den die Zinsen berechnet werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der <em>Betrag<\/em> ist die zu zahlende Geldsumme am Verfalltag. Er umfasst Kapital plus Zinsen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der <em>Prozentsatz<\/em> zeigt wie viel Prozent Zinsen pro Jahr bezahlt wird.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Quellen<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Lies sorgf\u00e4ltig Paragraf 390 auf Seite 184 von \u201eThe New Practice Arithmetic\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Mach die Aufgaben auf 391.<\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst sehen dass sie nach den Zinsen auf diese verschiedenen Summen zu 6% nach 60 Tagen, 30 Tagen, 90 Tagen, 6 Tagen, 12 Tagen, 18 Tagen, 3 Tagen, 2 Tagen, 24 Tagen fragen. Berechne dies auf die einfachste Weise.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Jede der vier Aufgaben z\u00e4hlt als einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgabe oder m\u00fcndlicher Bericht<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du solltest sehr viele dieser Aufgaben im Kopf berechnen k\u00f6nnen. Den Rest kannst du in deinem Heft machen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Besprechung<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Ich werde die Zeit von der Besprechung dieser Woche benutzen um die ersten Prinzipien von Zinsen f\u00fcr diejenigen zu erkl\u00e4ren, die keine Schwierigkeiten mit den Zinsen hatten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">R\u00fcckschau. Wir werden unsere Zeit diese Woche einer allgemeinen R\u00fcckschau widmen.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">1. Ein Grundst\u00fcck ist 8,5 Ruten lang und 6,4 Ruten breit. Welche Dezimalzahl eines Acre ist es?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. \u00c4ndere 3\/25 in eine Dezimalzahl und dividiere das Ergebnis durch 0.25, durch 2.5, durch 25.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Welcher Teil eines Kubikfu\u00dfes ist ein Block mit 12 mal 6 mal 2 Inch?<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Wie viel kostet es ein Haus um $7, 200.00 bei 3\/8%; bei 3\/10%; bei 1\/4% zu versichern?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Ein H\u00e4ndler verkauft 65% seines Holzbestands und hatte dann 7000 Fu\u00df: Wie viel Holz hatte er vor dem Verkauf?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Ein Haus mit einem Wert von $4,500.00 ist zu 2\/3 seines Werts auf 3\/5% versichert. Wie hoch ist die Pr\u00e4mie?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Wie hoch sind die Zinsen von $1.00 um 6%? F\u00fcr 3 Jahre? F\u00fcr 2 1\/2 Jahre?<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Wie hoch sind die Zinsen von $1.00 f\u00fcr 30 Tage um 6%? F\u00fcr 6 Tage? F\u00fcr 18 Tage? F\u00fcr 24 Tage?<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Ein Mann, der 3\/4 einer Mine besa\u00df, verkaufte 1\/3 seines Anteils um $2,650.00; Was ist der Wert der Mine zu dieser Rate?<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Ein Kreis ist 14 Fu\u00df im Durchmesser. Errechne die Fl\u00e4che und den Umfang.<\/p>\n<p class=\"A1\">11. Was ist das Verh\u00e4ltnis von 3 1\/2 Fu\u00df zu 10 1\/2 Fu\u00df? Von 6 Inch zu 18 Inch? Von 12 1\/2 lbs. zu 50 lbs.?<\/p>\n<p class=\"A1\">12. Welche Dezimalzahl entspricht 1\/4, 3\/4, 1\/3, 2\/3, 1\/6, 5\/6, 1\/8, 3\/8, 3\/5, 4\/5?<\/p>\n<p class=\"A1\">13. Ein M\u00e4dchen ist 15 Jahre alt und ihr Alter 3\/10 vom Alter ihres Vaters. Wie alt ist ihr Vater?<\/p>\n<p class=\"A1\">14. Wie oft dreht sich ein Reifen mit 7 Fu\u00df im Durchmesser um 132 Fu\u00df zur\u00fcckzulegen? 83 Fu\u00df?<\/p>\n<p class=\"A1\">15. Ein Bub zahlte 2\/5 seines Geldes f\u00fcr eine Schiefertafel und 1\/10 f\u00fcr ein Lineal. Welcher Anteil bleibt ihm?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Jede der drei Fragen z\u00e4hlt als einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Schriftliche Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Mach dar\u00fcber Aufzeichnungen in dein Heft.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Gekr\u00fcmmte Oberfl\u00e4chen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst dich daran erinnern, dass wir an ein paar einfachen Aufgaben von Kreisen, gekr\u00fcmmten Oberfl\u00e4chen, etc. in der ersten Woche unseres 4. Pensums gearbeitet haben.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Aufgaben sind eine Fortsetzung der Arbeit aus dem 4. Pensum.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE. Bearbeite die Fragen der \u00dcbung XIX aus dem Buch I, der Arithmetik von Philips.<\/p>\n<p class=\"A1\">ACHTUNG: Du kannst das w\u00e4hlen oder eine der Wochen in Algebra aus dem Teil B.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die \u00dcbung z\u00e4hlt als f\u00fcnf Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Damit endet Teil A.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">BESPRECHUNG.<\/p>\n<p class=\"A1\">In der Besprechung dieser Woche werden wir eine allgemeine R\u00fcckschau \u00fcber die Arbeit aus dem 5. Pensum machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">TEIL B.<\/p>\n<p class=\"A1\">ALGEBRA<\/p>\n<p class=\"A1\">Part B ist nicht f\u00fcr euch alle verpflichtend, aber ich h\u00e4tte gerne, dass es so viele wie m\u00f6glich versuchen. Wenn du Teil B und C zufrieden stellend abschlie\u00dft, wirst du in deinem Zeugnis als \u201esehr guter Sch\u00fcler\u201c vermerkt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>Aufgaben<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Du wirst die Seiten 1 und 2 der General Mathematics sehr genau lesen.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1. Was ist eine Gleichung?<\/p>\n<p class=\"A1\">Erkl\u00e4re mir entweder m\u00fcndlich oder mit Hilfe einer schriftlichen Arbeit, wie dieses Experiment beweist, dass bei einer Subtraktion derselben Zahl auf beiden Seiten einer Gleichung der Rest gleich bleibt.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Da ist noch ein Beispiel auf Seite 3 beschrieben, das beweist wenn beide Seiten einer Gleichung durch dieselbe Zahl dividiert werden, die Quotienten gleich bleiben. Kannst du das ebenfalls erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p class=\"A1\">Mach alle Aufgaben auf Seite 2 und 4.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00c4quivalente<\/p>\n<p class=\"A1\">GLEICHUNGEN.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Teile eines Ausdrucks, die durch Pluszeichen (+) oder Minuszeichen (-) getrennt sind, werden Glieder einer Zahl genannt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Daher sind 2a und 3b die Glieder der Zahl 2a+3b. Eine einstellige Zahl wird Monomen genannt.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1.<\/p>\n<p class=\"A1\">8-7-2=?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 8x-7x-2x=?<\/p>\n<p class=\"A1\">8+2-7=?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 8x+2x-7x=?<\/p>\n<p class=\"A1\">2+8-7=?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2x+8x-7x=?<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Wert eines Ausdrucks bleibt unver\u00e4ndert, wenn die Reihenfolge der Glieder ver\u00e4ndert wird, vorausgesetzt jedes Glied tr\u00e4gt sein Vorzeichen auf der linken Seite. Wenn kein Zeichen auf der linken Seite des ersten Glieds eines Ausdrucks steht, wird es als Pluszeichen verstanden.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00c4HNLICHE und UN\u00c4HNLICHE GLIEDER<\/p>\n<p class=\"A1\">Glieder, die dieselbe Variable als Faktor haben, wie 2x, 3x und 5x sind <em>\u00e4hnliche Glieder<\/em>. Ihre Summe ist ein eingliedriger Ausdruck, n\u00e4mlich 10x. Wenn Glieder keine gemeinsame Variable als Faktor haben, wie 2x und 3y werden sie un\u00e4hnliche Glieder genannt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Algebraische Ausdr\u00fccke werden durch die Kombination von \u00e4hnlichen Gliedern vereinfacht. Das Kombinieren von \u00e4hnlichen Gliedern auf entweder der rechten oder linken Seite der Gleichung bringt uns dieselbe Gleichung in einfacherer Form.<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. L\u00f6se die folgenden Gleichungen:<\/p>\n<p class=\"A1\">1. 2x \u2013 7 = x + 3.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. 3x + 2 = x + 8.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. 5x \u2013 3x + 2x \u2013 2 = 2x + x + 12.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. 16y \u2013 8y + 3y \u2013 2 = 5y \u2013 2y + 14.<\/p>\n<p class=\"A1\">5. 20 + 4x = 38 \u2013 10x.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. 5x + 3 \u2013 x = x + 18.<\/p>\n<p class=\"A1\">7. 7r + 18 + 3r = 32 + 2r \u2013 2.<\/p>\n<p class=\"A1\">8. 16 + 6s + 30 + 6s = 4s + 8 + 12 + 3s + 13 + s129.<\/p>\n<p class=\"A1\">9. 25y \u2013 20 \u2013 7y \u2013 5 = 56 \u2013 5y + 5.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><em>\u00c4quivalente<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Aufgabe 1 z\u00e4hlt als einen halben Tag Arbeit: in Aufgabe 2 z\u00e4hlen zwei Fragen als einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">TEIL C.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bearbeite die folgenden Aufgaben:<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 1: Ein Gartenroller ist 4 Fu\u00df und 8 Inch im Umfang und ist 2 Fu\u00df und 10 Inch lang. Wie viele Quadratmeter (square yards) Boden w\u00e4ren bedeckt, wenn er sich 12-mal gedreht hat?<\/p>\n<p class=\"A1\">AUFGABE 2. Die Seiten eines h\u00f6lzernen Geb\u00e4udes sind 50 Fu\u00df lang, 18 1\/2 Fu\u00df breit und mit\u00a0 12 1\/2 Fu\u00df hohen W\u00e4nden m\u00fcssen gestrichen werden. Errechne die Fl\u00e4che, die so zu behandeln ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum f\u00fcr Zeichnen<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 1<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">( f\u00fcr Sch\u00fcler der f\u00fcnften Klasse 9 bis 10 Jahre)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse V\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zeichnen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Weihnachtsgeschenke<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Kleiner Blockdruckteppich oder Zeitschriftumschlag.<\/p>\n<p class=\"A1\">DESIGN<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Betrachte genau das Mustermaterial: einen kleinen Blockdruckteppich, Entw\u00fcrfe und Blockdruck, auf dem gr\u00fcnen Mitteilungsbrett. Beachte die sch\u00f6ne,\u00a0 interessante Raumverteilung in den Entw\u00fcrfen \u2013 sie sind nicht gleich. Beachte die interessanten Winkel der Entw\u00fcrfe. Sie sind auch verschieden.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. der Beginn:<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4hle das Format f\u00fcr deinen Entwurf und schneide ein St\u00fcck Manila Zeichenpapier von dieser Gr\u00f6\u00dfe aus. Entscheide dann \u00fcber die Form \u2013 soll es die Form eines Blattes oder einer Blume sein? Denk \u00fcber die Kurven nach und mach sie sch\u00f6n wenn du sie schneidest. Wenn du eine gro\u00dfe Form so geschnitten hast, dass sie dir gef\u00e4llt denk \u00fcber die R\u00e4nder nach. Kannst du diese R\u00e4nder interessanter machen? Betrachte nochmals die R\u00e4nder der Entw\u00fcrfe auf dem Mitteilungsbrett. Bemerke dass die R\u00e4nder regelm\u00e4\u00dfig dekoriert sind. Denke dar\u00fcber nach, was du machen kannst.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn deine R\u00e4nder geschm\u00fcckt sind, denke dann an den\u00a0 Mittelteil deines Entwurfs. Hier musst du dir die Raumverteilung\u00a0 sorgf\u00e4ltig \u00fcberlegen. Geh sicher, dass du Abwechslung hast und dass die Form von der Mitte zu dem \u00e4u\u00dferen Design passt. Gebrauche dunkles Papier f\u00fcr diesen Teil des Entwurfs. Mach deinen Entwurf sorgf\u00e4ltig und zeige ihn mir zur kritischen Beurteilung. Das Entwerfen ist eine Woche Arbeit. W<\/p>\n<p class=\"A1\">WIE DU DEINEN BLOCK MACHEN KANNST.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00dcbertrage deinen Entwurf auf ein St\u00fcck d\u00fcnnes, weises Pauspapier indem du um jeden Teil eine Linie ziehst. Wenn du es nicht verstehst, bitte mich es dir zu zeigen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn dein Entwurf gut \u00fcbertragen worden ist, holst du dir ein St\u00fcck Linoleum von der richtigen Gr\u00f6\u00dfe von mir, gib eine d\u00fcnne Schicht Pasta auf das ganze St\u00fcck Linoleum und leg dein Pauspapier darauf.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lege eine Zeitung darauf und reibe vorsichtig mit einem Bleistift dar\u00fcber.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn das gut getrocknet ist, kannst du deinen Linolschnitt machen. Bitte mich dir zu zeigen wie man das macht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das z\u00e4hlt als zweieinhalb Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">WIE DU DEINEN ENTWURF AUF DEINE UNTERLAGE ODER DEINE ZEITSCHRIFT GIBST<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir nennen dies \u201eEntwurf drucken\u201c. Ich werde dir zeigen m\u00fcssen wie man das macht. Suche folgende Materialien bevor du mich bittest dir zu helfen:<\/p>\n<p class=\"A1\">10 Nadeln, Spule und Faden, deinen Blockdruck, ein Lineal, 4 Rei\u00dfn\u00e4gel, dein Leinen oder deine Seide, ein Reisbrett und entweder 4 Papiert\u00fccher oder ein St\u00fcck Filz oder Baumwolle zur Polsterung.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Entwerfen und Herstellen deines Geschenks sind Arbeit f\u00fcr anderthalb Woche. Das bedeutet dass du insgesamt drei Wochen Arbeit geleistet hast<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">PENSUM Nr. 2<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(f\u00fcr Sch\u00fcler der siebenten Klasse zwischen 11 und 12 Jahre.)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VII\u00a0\u00a0 KUNSTPENSUM\u00a0\u00a0 3. Monat<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">WEIHNACHTSGESCHENKE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Tasche oder Tischtuch mit Schablonenmuster<\/p>\n<p class=\"A1\">DESIGN<\/p>\n<p class=\"A1\">verwendete Materialien: Manila Papier, Scheren, veranschaulichendes Material auf dem Anschlagbrett oder auf dem braunen Tisch.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Design selbst: Studiere das veranschaulichende Material genau. Beachte die Vielfalt der Formen, die interessanten Formen, die Tatsache, dass entweder Licht oder Schatten am wichtigsten sind, die Tatsache, dass sowohl dein Hintergrund als auch dein Vordergrund interessant sein m\u00fcssen und dass alles zusammenh\u00e4lt, dass alles eine Einheit und ein Design ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Anfang: W\u00e4hle die Gr\u00f6\u00dfe und Form deines Motivs aus. Entscheide dich, ob es Blatt- oder Blumenmotiv sein soll. Falte dein Papier in der Mitte (nachdem du es in der richtigen Gr\u00f6\u00dfe zugeschnitten hast) dann \u00f6ffne es, bevor du damit beginnst deinen Entwurf auszuschneiden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dein Entwurf: Betrachte dein St\u00fcck Papier genau und achte darauf, ob du einen Entwurf darin entdecken kannst. Arbeite zuerst nur auf einer H\u00e4lfte deines Papiers, mach dann die andere H\u00e4lfte wie die erste. Schneide zuerst die eigentliche Form, Blatt oder Blume aus. Dann beginne damit einen Entwurf f\u00fcr die Mitte zu erarbeiten und denk dabei sorgf\u00e4ltig \u00fcber die dunklen und hellen Formen nach. Geh sicher, dass es Vielfalt und sch\u00f6ne Linien gibt. Bringe deinen Entwurf zur Kritik zu mir. Schneide den Entwurf aus dem Papier aus.<\/p>\n<p class=\"A1\">DAS \u00dcBERTRAGEN DES ENTWURFS.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bitte mich dir zu zeigen, wie du mit der Schablone zu arbeiten hast. W\u00e4hle sorgf\u00e4ltig die Gr\u00f6\u00dfe und Proportion deiner Tasche und deines Tischtuchs aus. Entscheide dich wo genau dein Entwurf sein soll. Dein Design kann als Rand sowohl auf der Tasche als auch auf dem Tischtuch ben\u00fctzt werden. Probier es auf Papier in verschiedenen Abst\u00e4nden aus um zu sehen, wie es wirkt. Versuch, dass der Platz zwischen deinen Designs eine interessante Form bildet. Wenn du deine Wiederholungen geplant hast, lass mich dein Arrangement sehen, bevor du es auf das Material gibst.<\/p>\n<p class=\"A1\">Materialien, die du f\u00fcr das Schablonieren ben\u00f6tigst: Nadeln, Faden, eine B\u00fcrste, Farbe, Seide oder Leinen f\u00fcr dein Weihnachtsgeschenk.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum Musik<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Pensum 1.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">(F\u00fcr Sch\u00fcler der sechsten Klasse, 10 bis 11 Jahre alt)<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse VI\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Musik\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 5. Pensum<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>1. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">Lesen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir gehen weiter mit dem Studium von Volksliedern. W\u00e4hle zwei Lieder aus der Liste, die wir im letzten Monat gemacht haben und lerne auf folgende Weise:<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Welcher Takt ist das? Klatsche den Rhythmus. Welche rhythmischen Muster gibt es?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Suche die melodischen Muster. Schreibe diese in dein Musikheft und notiere, wie oft es vorkommt. Singe die erste Strophe. Singe die zweite Strophe und dann das ganze Lied.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Was ist der Grundton? Schreibe die Haupttonart dieses Tons. Schreib den Hauptakkord dieses Tons. Gibt es Strophen, die nur aus T\u00f6nen von diesem Akkord bestehen?<\/p>\n<p class=\"A1\">4.Spiele das Lied auf dem Klavier (nur die Melodie). Kannst du sie in einer andern Tonart spielen?<\/p>\n<p class=\"A1\">5.Schreibe das Lied aus dem Ged\u00e4chtnis in dein Musikheft.<\/p>\n<p class=\"A1\">Schreibe es in einen anderen Schl\u00fcssel um.<\/p>\n<p class=\"A1\">Oben stehendes z\u00e4hlt als f\u00fcnf Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Woche<\/p>\n<p class=\"A1\">Singen.<\/p>\n<p class=\"A1\">l. Lerne die \u00dcbungen 21, 22, 23 und 24 in deinem Solfeggiobuch.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vermerke nichts auf deiner Karte bevor wir diese in der Besprechung gesungen haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Wir werden einen Teil von unserer Besprechung dem Erlernen von folgenden Liedern widmen:<\/p>\n<p class=\"A1\">(a) Alle V\u00f6gel sind zur\u00fcck;<\/p>\n<p class=\"A1\">(b) fr\u00fch eines Morgens;<\/p>\n<p class=\"A1\">(c) Nun ist der Tag vor\u00fcber.<\/p>\n<p class=\"A1\">Den Text auswendig lernen ist zwei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>3. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">RHYTHMUS.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Teile die folgenden \u00dcbungen in Takte ein, wie vom Taktzeichen angezeigt und \u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Das z\u00e4hlt als einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Lies dir den Text des Liedes \u201eLady Moon\u201c genau durch. Zeichne die Notenk\u00f6pfe, die Taktzeichen und die Balken ein. Geh sicher, dass alle Takte ausgef\u00fcllt sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">Drei Tage Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Hier sind die ersten Strophen der Volkslieder, die du kennst. Erkennst du sie? Wenn du dir sicher bist, schreib die angegebenen Taktzeichen, Balken und Worte auf.<\/p>\n<p class=\"A1\">Einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Du solltest Rhythmen durch zuh\u00f6ren erkennen und sie durch geschriebene Symbole wiedergeben k\u00f6nnen. Unsere Trainingsstunden sollten dir dabei helfen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\"><strong>4. Woche<\/strong><\/p>\n<p class=\"A1\">HARMONIE.<\/p>\n<p class=\"A1\">Harmonisiere eines der Volkslieder, die du unter LESEN studiert hast.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zwei Tage Arbeit<\/p>\n<p class=\"A1\">GESCHICHTE.<\/p>\n<p class=\"A1\">In deinem Englischpensum in diesem Monat wirst du \u00fcber das Leben ein paar gro\u00dfer Musiker schreiben. Du wirst auf dem Anschlagbrett im Musikzimmer die Bilder von Musikern finden, von denen du gelernt hast, sowie eine Liste von Fragen betreffend die Musiker, die dir helfen wird, dir die Punkte zu merken, die wir in unserem Studium diskutiert haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Arbeit in Englisch wird f\u00fcr zwei Tage Arbeit in Musik z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">VOKABULAR.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Komponist markiert seine Komposition mit \u201eadagio\u201c: wie wirst du sie spielen? Wird ein Krippenlied piano oder forte gespielt werden?<\/p>\n<p class=\"A1\">Einen Tag Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL VII<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">DIE Grafische METHODE UM FORTSCHRITTE ZU VERMERKEN<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Als wir mit dem Dalton Laboratory Plan anfingen bekamen die Sch\u00fcler ein Tagebuch worin sie die Menge Arbeit die sie in jedem Schulfach geleistet hatten, aufschreiben sollten, bevor sie den Fachlehrraum verlie\u00dfen. Aber diese Methode, die nicht nur viel extra Lesen f\u00fcr den Lehrer bedeutete, erwies sich bald als nicht ad\u00e4quat f\u00fcr dieses Ziel. Zur selben Zeit wurde es deutlich dass irgendeine Norm f\u00fcr Zeit und Arbeit essenziell war. Oft waren Sch\u00fcler die t\u00fcchtig gearbeitet hatten, erstaunt als sie erkannten, dass sie am Ende der Woche mit ihrem Pensum ungen\u00fcgend vorw\u00e4rts gekommen waren. Ohne Kontrolle die ihnen genau zeigte was sie getan hatten, waren sie, wie sich f\u00fcr uns herausstellte, geneigt zu viel Zeit auf ein Lieblingsfach zu verwenden und zu wenig auf die andern. Sie schweiften oft vom Pensum ab und sogar von den darin genannten Themen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die zuerkannte Zeit wurde ohne jedes echte Gef\u00fchl der Verantwortung verwendet. Verst\u00e4ndnis f\u00fcr was Verantwortung bedeutete fehlte v\u00f6llig. Solange die Zeit nicht bewusst verpasst wurde, verstanden Sch\u00fcler damals nicht dass die richtige Einteilung von ihrer Zeit wesentlich war um die Zeit gut und auf richtige Weise zu verwenden. Sie waren wie Leute die glaubten dass man ihnen die gemachten Beurteilungsfehler verzeihen sollte weil sie gute Absichten hatten. Sie machten keine Sch\u00e4tzungen von der Zeit, sie vergeudeten die nur. Ich habe meine fr\u00fchen Experimente schon erz\u00e4hlt, als die Methode um Fortschritte grafisch festzulegen zum ersten Male in mir wach wurde. Es wurde sehr bald klar dass sie weit besser als die Tagebuchmethode war und seitdem wurde sie ein integrales Teil vom Dalton Plan. Dieses Mittel hilft dem Sch\u00fcler nicht nur seine Zeit vern\u00fcnftig einzuteilen sondern auch diese bei der Erf\u00fcllung von seiner Aufgabe anzupassen. Der Kontrakt zeigte sich klar als eine richtige Einheit und gab ein Gef\u00fchl der Verantwortung ohne den Sch\u00fcler aufzuhetzen. Aber die Tabelle hat noch mehr getan. Sie hat die Aufgabe vom Lehrer erleichtert und die Arbeit in den Fachlehrr\u00e4umen und die allgemeine Schulorganisation vereinfacht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt drei Arten von \u201egraphs\u201c (Tabellen). Die Erste ist die Lehrer Fachlehrraum-Tabelle (\u201eInstructor&#8217;s Laboratory Graph\u201c), die im Fachlehrraum aufbewahrt bleibt, unter der Hut vom Fachlehrer. Diese Tabellen sind in f\u00fcnf oder mehr Farben gedruckt worden, eine f\u00fcr jede von den unterschiedlichen Klassen. Das folgende Beispiel ist, wie alle meine Tabellen, durch die Educational Supply Association, 40A Holborn Viaduct, London, gedruckt worden und kann in den Vereinigten Staaten \u00fcber die Children&#8217;s University School bestellt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tabelle I nimmt an, dass es 35 Sch\u00fcler in der Klasse gibt. Ich habe einige Namen ausgef\u00fcllt um deutlich die Methode um Fortschritte zu vermerken zu zeigen. Mary, Clara, Dorothy und Helen sind, nehmen wir an, mit der Arbeit f\u00fcr die erste Woche vom Monatspensum fertig. Jedes M\u00e4dchen zieht darum einen Streifen ihrem Namen gegen\u00fcber durch die f\u00fcnf R\u00e4ume um die verrichtete Arbeit zu zeigen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese f\u00fcnf R\u00e4ume vertreten f\u00fcnf Tage Arbeit. Frances, die nur zwei F\u00fcnftel von der Wochenarbeit geleistet hat, zieht ihren Strich durch zwei von den f\u00fcnf R\u00e4umen. Mildred und Anne machen es auf dieselbe Weise mit ihren drei F\u00fcnfteln. Die \u201eequivalents\u201c im Pensum zeigen ihnen wie sie ihre Arbeit berechnen. Bei dieser Methode kann der Lehrer mit einem Blick genau sehen welchen Fortschritt jeder Sch\u00fcler mit jedem Fach gemacht hat und wenn er die Tabelle in den andern Fachlehrr\u00e4umen betrachtet kann er seinem Fortschritt in allen F\u00e4chern von seinem Pensum nachgehen. Die Tabelle zeigt auch welche F\u00e4cher das Kind am interessantesten findet und wie weit das Pensum die Entwicklung von der ganzen Klasse beeinflusst. Andrerseits ist es ebenso wertvoll f\u00fcr den Sch\u00fcler der immer weis wenn er die Tabelle vermerkt, welche Arbeit er geleistet hat und was er noch zu leisten hat. Er kann zu gleicher Zeit seine Leistung mit der von seinen Klassengenossen vergleichen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Selbstverst\u00e4ndlich wird das schnelle, intelligente Kind, wenigstens mit einigen F\u00e4chern, schneller vorw\u00e4rts kommen als das langsame oder weniger begabte Kind. Aber nachdem er seine Fortschritte selber \u00fcberpr\u00fcft hat, hat er keine Empfindung von Unehrlichkeit bei der Beurteilung von seinem Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Tabelle schlie\u00dft das entmutigende Gef\u00fchl im Vergleich mit Andern im Nachteil zu sein, das f\u00fcr ein tr\u00e4ges Kind beim Frontalunterricht so qu\u00e4lend ist, aus.<\/p>\n<p class=\"A1\">Sehr oft zeigt die Tabelle dass ein Kind das abnormal langsam in einigen F\u00e4chern ist, abnormal schnell in einem Fach ist wof\u00fcr es eine nat\u00fcrliche Begabung hat. Dadurch dass er seine Zeit einteilt, kann er bessere Fortschritte machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tabellen sind \u00fcberdies ein wichtiges Hilfsmittel f\u00fcr die Lehrerin um den richtigen Augenblick zu w\u00e4hlen um spezielle Hilfe oder Erkl\u00e4rung f\u00fcr ihre Sch\u00fcler zu bieten. Wenn sie z.B. bemerkt dass mehrere Kinder denselben Punkt mit ihrer Arbeit erreicht haben, kann sie mit ihnen verabreden, ihr im Fachlehrraum zu begegnen am n\u00e4chsten Tag zu einer bestimmten Stunde. Diese Termine k\u00f6nnten auf der Anschlagetafel der Sch\u00fcler notiert werden. Jedes Individuum, jede Gruppe oder, wenn notwendig, die ganze Klasse kann in dieser Weise f\u00fcr Hilfe und Beratung zusammengerufen werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Sch\u00fcler diese Einladungen sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir sind jetzt bei Tabelle II, oder wie sie genannt wird bei der Sch\u00fclerpensumtabelle (\u201ePupil&#8217;s Central Graph\u201c).<\/p>\n<p class=\"A1\">Mit dieser Tabelle kann ein Sch\u00fcler seine Fortschritte in allen F\u00e4chern von seinem Pensum sehen und \u00fcberwachen. Jedes Mal wenn er in Tabelle I einen Streifen zieht, wie ich es beschrieben habe, zieht er nun einen \u00e4hnlichen Streifen f\u00fcr dieses Fach auf seiner eigenen Tabelle. Das ist gleichsam die Bilanz von seiner Zeit. Bevor er zu arbeiten anf\u00e4ngt, jeden Morgen, sollte er sie sorgf\u00e4ltig studieren, denn sie erinnert ihn automatisch an seine Schw\u00e4che in einigen F\u00e4chern und an die Zeit die er benutzen soll um diese Schw\u00e4che zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tabelle II hat, wie wir festgestellt haben, mehr als irgendwelches andre Mittel, dazu beigetragen dass er seine Zeit besser einteilt und ein Gef\u00fchl der Verantwortung bekommt um diese Zeit zu benutzen. Sie hat auch den spontanen Wunsch erregt Zeit zu sparen damit spezielle Schwierigkeiten \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen. Diese Tabellen stimulieren eher gr\u00fcndliche Arbeit als eilige Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tabelle II wird in unterschiedlichen Farben gedruckt, in \u00dcbereinstimmung mit den Fachlehrr\u00e4umen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die meisten Namen und Quadrate in der Mustertabelle sind deutlich, aber eine kurze Erkl\u00e4rung wie sie als Bericht benutzt werden, ist notwendig.<\/p>\n<p class=\"A1\">Man sieht, unten auf der Karte, zehn Quadrate Raum f\u00fcr die Namen von der maximalen Zahl von F\u00e4chern die ein Sch\u00fcler lernen soll. Unter diesen Quadraten gibt es gleiche, nicht ausgef\u00fcllte Quadrate beim Worte \u201eTest\u201c. Dieses Wort kann nat\u00fcrlich auf mehrere Weisen interpretiert werden. Ich selber glaube nicht, dass Pr\u00fcfungen wirklich die Kenntnisse oder F\u00e4higkeiten von einem Sch\u00fcler feststellen k\u00f6nnen. Aber das Wort und der Raum stehen auf der Tabelle f\u00fcr den Gebrauch in Schulen die periodisch Pr\u00fcfungen halten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die vier Quadrate, 1. Woche, 2. Woche, 3. Woche und 4. Woche genannt, entsprechen den vier Wochenpensen von jedem Monatspensum. Um die Tage von einer Schulwoche zu bezeichnen hat jedes Wochenteil f\u00fcnf abgesonderte R\u00e4ume. Dies erm\u00f6glicht es dass ein Sch\u00fcler, der, denken wir, drei F\u00fcnftel vom Wochenpensum f\u00fcr Mathematik gemacht hat, durch drei von den f\u00fcnf R\u00e4umen einen Streifen nach oben ziehen kann. Ist er nur mit der Arbeit von einer halben Woche fertig, so zieht er den Streifen durch zweieinhalb R\u00e4ume.<\/p>\n<p class=\"A1\">Betty Underwood ist zw\u00f6lf Jahre alt, Sch\u00fclerin von Klasse II. Sie f\u00e4ngt am 5. Oktober mit ihren Pensum an. Nur Hauptf\u00e4cher werden in ihrer Tabelle genannt und bei diesem, ihren ersten Pensum, hat sie Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Englisch, Naturwissenschaft und Franz\u00f6sisch. Weil sie selber \u00fcber ihre Zeit verf\u00fcgen kann, w\u00e4hlt Betty Geschichte f\u00fcr ihren ersten Tag. Sie geht daher in den Fachlehrraum f\u00fcr Geschichte und bleibt da bis sie kein Interesse mehr f\u00fcr das Geschichteteil von ihrem Pensum hat und sich lieber mit einem andern Fachgebiet besch\u00e4ftigen will. Bevor sie das Klassenzimmer verl\u00e4sst, geht sie zum Fachlehrer und l\u00e4sst feststellen dass sie drei F\u00fcnftel vom Wochenpensum f\u00fcr Geschichte gemacht hat.<\/p>\n<p class=\"A1\">Sie vermerkt dies dadurch dass sie einen Streifen durch drei R\u00e4ume auf der Lehrertabelle zieht und auf ihrer eigenen Tabelle zieht sie gleichfalls einen Streifen durch drei R\u00e4ume. Am Ende von jedem Streifen schreibt sie eine eins (1) weil es ihr erster Arbeitstag mit diesem Pensum ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Betty macht dann die Wahl in den Fachlehrraum f\u00fcr Englisch zu gehen. Wenn sie das englische Pensum liest, sieht sie dass wegen der variierten Art von der Arbeit eine Zeiteinteilung dabei steht. Grammatik, so liest sie, z\u00e4hlt f\u00fcr zwei Tage Arbeit, Lesen f\u00fcr nochmals zwei Tage und Aufsatz f\u00fcr einen Tag.<\/p>\n<p class=\"A1\">Da sie keine Lust hat einen Aufsatz zu schreiben, f\u00e4ngt sie zu lesen an und macht alles Lesen das ihr Pensum erfordert. Weil noch etwas Zeit vor zw\u00f6lf Uhr \u00fcbrig ist, f\u00e4ngt sie mit Grammatik an und beendet die H\u00e4lfte vom Erforderten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ihr \u201eequivalent\u201c ist also ein Raum (= ein Tag Arbeit) f\u00fcr Grammatik, und zwei R\u00e4ume oder zwei Tage Arbeit f\u00fcr Lesen. Nachdem sie einen Strich durch diese R\u00e4ume auf der Lehrertabelle gezogen hat, vermerkt sie die Spalte f\u00fcr Englisch auf dieselbe Weise.<\/p>\n<p class=\"A1\">Betty verbringt den ganzen Morgen vom n\u00e4chsten Tag im Fachlehrraum f\u00fcr Naturwissenschaft. Dadurch vollendet sie nicht nur ihr Wochenpensum f\u00fcr Naturwissenschaft von der ersten Woche, sondern macht auch die Aufgaben f\u00fcr einen Tag von der zweiten Woche. Um das zu vermerken f\u00fcgt sie \u201e2\u201c am Ende vom Tabellenstreifen hinzu, also sechs R\u00e4ume und dies zeigt dass der sechste Raum zur Arbeit von ihrem zweiten Tag von der ersten Woche geh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das zweite Beispiel von Tabelle II zeigt Betty&#8217;s vollendetes Pensum. Die Zahlen am Ende von jedem Streifen nennen den Tag wo sie ein bestimmtes Teil von ihrer Arbeit gemacht hat.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn Betty f\u00fcnf Tage gearbeitet h\u00e4tte und dann wegen Krankheit abwesend gewesen w\u00e4re, w\u00fcrde sie am Tage wo sie wieder zur Schule ging alles was sie fertig hatte mit \u201e6\u201c vermerkt haben. Wir wollen nicht dass sie denkt dass sie zur\u00fcckgeblieben ist, sondern dasjenige was sie geleistet hat in Begriffen von Zeit ermessen lassen. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir sie ehrlich mit Andern vergleichen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn wir ihre Tabelle lesen, sehen wir dass sie ihr Pensum in den erlaubten zwanzig Tagen vollendet hat. Die Zahl \u201e4\u201c unter \u201eZahl der Wochen\u201c zeigt dies. Aber wenn sie f\u00fcr das Pensum 22 Tage gebraucht h\u00e4tte, h\u00e4tte sie die Zahl \u201e2\u201c hinzuf\u00fcgen m\u00fcssen, was bedeutet, dass sie 22 Tage mit ihrem Pensum besch\u00e4ftigt war.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wiewohl Betty nach 19 Tagen mit ihrem Pensum f\u00fcr Mathematik fertig war, durfte sie noch nicht mit der Mathematik-Arbeit f\u00fcr den zweiten Monat anfangen weil ihr Pensum fordert dass sie mit allen Teilen fertig sein soll bevor sie sich mit Extra-Arbeit in irgendeinem Teil besch\u00e4ftigen kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Ziel von der Sch\u00fclertabelle ist nur die Zeit die in den Fachlehrr\u00e4umen verbracht worden ist, zu messen. Daher m\u00fcssen nur diese F\u00e4cher auf der Tabelle genannt werden. Aber bevor Betty ihren Monat beendet wird sie an Tests oder m\u00fcndlichen Pr\u00fcfungen unterworfen, w\u00e4hrend der m\u00fcndlichen Stunden in diesem Monat. Wenn diese aufeinander folgenden gezeigt h\u00e4tten dass Betty im Stande gewesen war ihre verpflichtete Arbeit in, sagen wir, f\u00fcnfzehn Tagen zu beenden, so h\u00e4tten wir ihr erlauben k\u00f6nnen mit dem zweiten Monatspensum f\u00fcr Mathematik anzufangen, denn ihre allgemeine schriftliche Pr\u00fcfung w\u00fcrde sie am Ende von den zwanzig Tagen, zusammen mit allen Sch\u00fclern aus der Klasse, machen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es w\u00fcrde nicht ehrlich sein, dass Bett ihr Tempo dem der tr\u00e4geren Sch\u00fcler anpassen sollte. Aber das ist eine Sache die jede Lehrerin auf Grund von ihren Erfahrungen mit individuellen Sch\u00fclern selber entscheiden muss.<\/p>\n<p class=\"A1\">Beim Dalton Plan gibt es nicht die Gefahr dass ein Kind am Ende vom Monat vergessen hat was es am Anfang gelernt hat. Da jedes Fach im eigenen Tempo studiert worden ist, zurzeit da das Interesse am gr\u00f6\u00dften ist, wird die so erworbene Kenntnis viel tiefer im Ged\u00e4chtnis verankert als beim alten Frontalunterricht, als er oft mit Widerwillen gezwungen war eine Lektion auswendig zu lernen, um diese am n\u00e4chsten Tage herleiern zu k\u00f6nnen und die sofort danach aus dem Ged\u00e4chtnis verschwand.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wie ich gesagt habe, in F\u00e4llen wo ein Kind wegen Krankheit seine Arbeit unterbrechen muss, geht es beim R\u00fcckkehr an dieser Stelle weiter.<\/p>\n<p class=\"A1\">Da es bei unserer Methode keine Konflikte mit dem Programm gibt, kann es auch zu jeder Zeit zur Schule gehen. Ein Kind vermerkt den Tag auf Grund von seinen Fortschritten, so wie ein Tagel\u00f6hner f\u00fcr seine Arbeit nach der Zahl der Tage die er gearbeitet hat, bezahlt wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir haben bemerkt, dass die Tabellen auch in sozialer Hinsicht wertvoll sind. Bei den Sch\u00fclern in einer Klasse gibt es immer die Neigung ihre Tabellen zu vergleichen. \u00c4ltere Sch\u00fcler entwickeln auch Interesse und Sympathie f\u00fcr die Fortschritte von j\u00fcngeren Kindern und helfen ihnen oft mit Rat in Bezug auf die Zeiteinteilung und die richtigste Weise allerhand Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden ohne dass der Lehrer sie dazu anzutreiben braucht. Dadurch verbreiten soziale Kontrolle und das Gef\u00fchl der Bruderschaft sich durch die Schule, zum Wohl von allen Betroffenen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Herr \u00fcber nicht nur ihre Zeit und Arbeit sondern auch \u00fcber sich selber zu werden, ist eine echte Vorbereitung aufs Leben, wo wir lernen m\u00fcssen die Arbeit zu verrichten die vor uns liegt, ob wir daran interessiert sind oder nicht. Und das Interesse w\u00e4chst sogar aus dem Gef\u00fchl, dass Probleme gel\u00f6st und Schwierigkeiten \u00fcberwunden worden sind. Wie ein Kind einem mir bekannten Lehrer sagte:\u201c Man lernt dass dasjenige was man tun soll auch dasjenige wird was man tun will\u201c. Dieses Kind war in keiner Hinsicht abnormal intelligent. Es war im Gegenteil unterdurchschnittlich begabt, ein Knabe der nach vielem Kampf und vieler Ausdauer seine nat\u00fcrlichen Schwierigkeiten \u00fcberwunden hatte. Und ich glaube dass ich sagen darf, dass es der Dalton Plan war der es ihm erm\u00f6glicht hatte Selbstbeherrschung zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Hinten auf der Sch\u00fclertabelle gibt es einen Raum f\u00fcr Hinweise f\u00fcr Sch\u00fcler die entweder von der Lehrerschaft oder von einem Sch\u00fclerausschuss gegeben werden k\u00f6nnen. Hier kann ihnen genau erz\u00e4hlt werden wie sie die Tabelle gebrauchen k\u00f6nnen und solche Empfehlungen wie \u201e Wenn ein Fachlehrraum zu voll ist kannst du besser in einen andern gehen um deine Zeit nicht zu vergeuden\u201c k\u00f6nnen dazu geh\u00f6ren. Diese Hinweise sollen jedoch nicht zu einer Liste von Regeln entarten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das kann man dadurch vermeiden dass man Sch\u00fclern gestattet Hinweise zu geben, was \u00fcberdies sowohl ihre Fantasie wie ihr Gef\u00fchl von Verantwortung anreizt. Junge Kinder sind vielleicht dazu noch nicht im Stande, aber M\u00e4dchen und Knaben zwischen zw\u00f6lf und zwanzig sollten bestimmt ab und zu Hinweise f\u00fcr die eigene Klasse geben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tabelle III ist eine Klassentabelle, oder, wie man in England sagt, ein \u201eHouse Graph\u201c (ein \u201ehouse\u201c ist eine eigene Abteilung von der Schule, mit gr\u00f6\u00dferem Zusammenhang; der \u00dcbers.), wobei der Nachdruck auf der ganzen Zahl von Arbeitswochen liegt. Der Bequemlichkeit halber ist sie mit vierzig R\u00e4umen entworfen worden um die Fortschritte in zehn F\u00e4chern zu vermerken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn sechs Hauptf\u00e4cher aus dem Lehrplan von einem Sch\u00fcler vollendet worden sind, und jedes Fach enth\u00e4lt vier Wochen Arbeit, vergegenw\u00e4rtigt das ganze Pensum vierundzwanzig Wochen, f\u00fcnf F\u00e4cher zwanzig Wochen, usw.<\/p>\n<p class=\"A1\">Tabelle III (siehe Beispiel) soll jede Woche vermerkt werden, entweder am Anfang oder am Ende. Sie kann gek\u00fcrzt werden und man kann sie so der Zahl von Wochen in jedem Pensum anpassen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn man jede Woche eine neue Klasse- oder Haustabelle gebraucht, bekommt man einen guten Eindruck vom allgemeinen Fortschritt von jeder Klasse und von der ganzen Schule. Diese Tabellen sollen von einem Datum versehen und sorgf\u00e4ltig in Archiven aufbewahrt werden. Diese Tabelle sollte einen Raum f\u00fcr jeden Sch\u00fcler in der Klasse haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir setzen Betty&#8217;s Geschichte fort, um zu zeigen wie diese Tabelle benutzt werden kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nehmen wir an, dass sie in einer Woche von f\u00fcnf Tagen ein \u201eequivalent\u201c von vier Tagen Geschichte, drei Tagen Englisch, f\u00fcnf Tagen Erdkunde, sechs Tagen Naturwissenschaft und einem Tag Franz\u00f6sisch, insgesamt von neunzehn Tagen, gemacht hat. Wir dividieren neunzehn durch f\u00fcnf um festzustellen wie viele Wochen Arbeit im Vergleich zum Ganzen sie geleistet hat. Das Ergebnis ist drei und vier F\u00fcnftel. Betty darf nun drei R\u00e4ume und das gr\u00f6\u00dfte Teil vom vierten Raum vermerken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Eine vierte Tabelle f\u00fcr die Anwesenheit in der Schule wird in einigen Schulen gebraucht, entweder nur eine Tabelle f\u00fcr die ganze Schule wenn diese klein ist, oder eine f\u00fcr jede Klasse wenn man das bevorzugt. Die Anwesenheitsliste soll auf dem Mitteilungsbrett in der Diele h\u00e4ngen, sodass jeder Sch\u00fcler die Ankunftszeit jeden Morgen vermerken kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir haben daf\u00fcr keine gedruckten Karten. Man kann sie leicht selber entwerfen. Unter dem Datum steht eine Liste mit den Namen von allen Kindern und dahinter zwei R\u00e4ume: \u201eRechtzeitig\u201c und \u201eZu Sp\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Gute Uhren \u00fcber dem Mitteilungsbrett zeigen die richtige Zeit. Die Abwesenheit von einem Sch\u00fcler zeigt sich durch einen nicht ausgef\u00fcllten Raum.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL VIII<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">LEHREN UND LERNEN<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Pers\u00f6nlich bin ich der Meinung dass das Lehren weltweit zweckm\u00e4\u00dfiger war als viele Kritiker von unserem Unterrichtssystem sich vergegenw\u00e4rtigen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unsere Schulen haben sehr viele Lehrer die umfangreiche Kenntnisse besitzen, sowohl von den F\u00e4chern die sie unterrichten wie von den Methoden um diese Kenntnisse zu lehren und zu vereinfachen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn wir das hohe Niveau das der Lehrer und die Lehrerin oft erreichen nicht sch\u00e4tzen, r\u00fchrt dies daher dass Lehren so oft unwirksam zu sein scheint \u2013 dass der Lernende nicht lernt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Wahrheit ist dass wir bisher die Probleme vom Lehren und vom Lernen durcheinander gew\u00fcrfelt haben, oder besser, sie erledigt haben, als ob es nicht zwei Probleme w\u00e4ren sondern nur eines. Wir haben bisher die Tatsache nicht anerkannt dass Lehren einfach etwas ist wie das Pferd ans Wasser f\u00fchren. (Bem. das ist eine Anspielung auf ein englisches Sprichwort: \u201cyou can lead the horse to the water, but you can&#8217;t make him drink\u201c = man kann das Pferd ans Wasser f\u00fchren, aber man kann es nicht trinken machen &#8211; <em>Anmerkung des \u00dcbersetzers<\/em>) Lehren kann, beim alten System, ebenso wenig den Sch\u00fcler lernen machen wie ein Begleiter das Pferd trinken machen kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist jedoch nicht des Lehrers Schuld, weil die ganze Schule sorgf\u00e4ltig gebaut worden ist, nicht aus dem Standpunkt vom Sch\u00fcler sondern vom Lehrer. Bestenfalls kann die t\u00fcchtigste Lehrerin nur ein erzieherisches Zelt \u00fcber ihre Klasse errichten. Sie macht dies vielleicht sehr klug und auf dramatische Weise, aber da die Menge von Sch\u00fclern die darunter sitzen Individuen sind, stark verschieden in geistiger und moralischer Hinsicht, ist nur ein kleines Teil im Stande ihren Anstrengungen zu folgen oder diese zu assimilieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Mehrzahl findet das Zelt zu klein oder zu gro\u00df f\u00fcr sie. Sie sind zu nahe an oder zu weit von den \u201eGedanken vom Sprecher\u201c. Es ist letzten Endes die Arbeit vom Lehrer, nicht die ihrige, sein Tempo und nicht ihr Tempo, sein Interesse und nicht ihr Interesse.<\/p>\n<p class=\"A1\">Erst wenn das Lernen aus dem Standpunkt vom Sch\u00fcler betrachtet wird, verl\u00e4sst unsere Jugend wirklich unterrichtet und erzogen die Schule. Erst wenn die Schule reorganisiert worden ist und die Energie von den Sch\u00fclern vom Stundenplan und dem Klassenzelt befreit worden ist, werden sie anfangen jene Initiative, Erfindungsgabe und Konzentration zu entfalten welche die unentbehrlichen Bedingungen f\u00fcr den Lernprozess sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">Beim alten System spielt die Lehrerin die Hauptrolle. Sie ist, vielleicht unbewusst, mit dem Versuch besch\u00e4ftigt ihre Pers\u00f6nlichkeit und Auffassungen auf die Kinder zu pr\u00e4gen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber der Dalton Plan dreht diese Rollen um und gibt der Pers\u00f6nlichkeit vom Kinde eine Chance. Die Rolle vom Lehrer ist das sich entfaltende Leben Schritt f\u00fcr Schritt zu begleiten. Das bedeutet nicht den Lehrer nach einer niedrigeren Ebene zu verbannen. Um das Kind zu verstehen und mit seinem Wachstum Schritt zu halten, muss er selber wachsen, denn dieselben fundamentalen Gesetze die den Wachstum regeln sind auch f\u00fcr jede n\u00e4chste Ebene g\u00fcltig.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die wirkliche Aufgabe von der Schule ist nicht den Sch\u00fcler an vor gefassten Meinungen zu ketten, sondern um ihm die Freiheit zu gew\u00e4hren seine eigene Meinung zu entdecken und ihm zu helfen alle seine Kr\u00e4fte auf das Problem vom Lernen zu lenken. Ein Pensum (&#8218;contract, job&#8216;) f\u00fcr das er seine ganze Vernunft gebrauchen muss, ist mehr oder weniger eine Herausforderung auf die er automatisch reagiert. Sogar wenn er im Anfang nicht genau weis was er mit seiner Verantwortung tun soll, werden Erfahrung und Freiheit zusammen es ihm bald beibringen. Erfahrung ist der beste und eben der einzige wirkliche Lehrer.<\/p>\n<p class=\"A1\">Eltern haben mich oft gefragt warum schlechte Sprache und \u00fcble Gewohnheiten die Kinder so fesseln. Die Ursache ist, meiner Meinung nach, dass wenn sie dies machen sie sich davon bewusst sind und dass sie davon genie\u00dfen, weil sie dies selber machen. Darum macht er es sich zu Eigen und bildet eine Gewohnheit wof\u00fcr keine einzige Strafe ausreicht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Anziehungskraft steckt nicht sosehr im \u00dcbel selber, sondern im Freiheitssymbol das sie vertritt. Darum geniest er vom Freiheitsgef\u00fchl wenn er diese freiwillig erobert hat. Warum sollten wir ihm nicht dieselbe Erfahrung im Zusammenhang mit Arbeit und Lernen geben?<\/p>\n<p class=\"A1\">Man hat mich auch oft gefragt:\u201c In welchem Alter wird ein Kind sich hinreichend bewusst von seinen Erfahrungen um Vorteil davon zu haben?\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich neige dazu zu meinen dass im Alter von neun oder zehn Jahren das normale Kind im Stande ist seine Erfahrungen richtig zu bewerten und dass es dann anfangen sollte zu lernen um seine Arbeit auf dieser Grundlage zu organisieren. In diesem Alter soll das Kind fertig f\u00fcr sein erstes Pensum sein.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bestimmte Tatsachen soll man jedoch gut beachten wenn man die erzieherischen Bed\u00fcrfnisse vom Kinde beurteilt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt, grob gesagt, drei abgesonderte Entwicklungsperioden worauf man Acht geben soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bis an das Alter von acht Jahren soll man dem Kinde so viel Freiheit g\u00f6nnen\u00a0 dass es seine individuellen F\u00e4higkeiten entfalten kann damit es sp\u00e4ter als verantwortliches Mitglied von der Gruppe funktionieren kann. Dies ist die Ursache und der Zweck von Freiheit.<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4hrend der zweiten oder pr\u00e4-adoleszenten Periode, zwischen acht und zw\u00f6lf, soll das Kind sich die \u201eMaterialien f\u00fcr Kenntnisse\u201c (\u201etools of knowledge\u201c) erwerben. Diese bereiten ihn auf die Pubert\u00e4t zwischen zw\u00f6lf und zwanzig vor.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das ist die dritte Phase in der Entwicklung. Diese Letzte ist wegen der k\u00f6rperlichen \u00c4nderungen die es gibt, die schwierigste, mit Bezug auf Arbeit und Konzentration betrachtet. Wenn wir dem Kinde nicht helfen seinen Charakter in der pr\u00e4-adoleszenten Periode aufzubauen, gibt es die Gefahr dass es w\u00e4hrend der kritischen Jahre, w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t, der Linie vom geringsten Widerstand folgt, weil es nicht hinreichend intellektuelles Gep\u00e4ck hat.<\/p>\n<p class=\"A1\">Freiheit ist in jedem Alter gleich wesentlich f\u00fcr das Kind, denn es ist ebenso wirklich ein Individuum w\u00e4hrend der Kindheit wie in jeder sp\u00e4teren Phase in seinem Leben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan ist entworfen worden als ein Schritt vorw\u00e4rts nach der L\u00f6sung von den Problemen die kennzeichnend f\u00fcr die zweite und dritte Phase in seiner Entwicklung sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">In Kinderg\u00e4rten wo freie Arbeit angewandt wird bereitet die Erzieherin eine aufsteigende Reihe von Reizen vor in der Gestalt von materiellen Gegenst\u00e4nden und sie legt diese vor das Kind. Die sorgf\u00e4ltige Pr\u00e4sentation von diesen Gegenst\u00e4nden im Augenblick wo sie das Kind ber\u00fchren reicht um es Schritt f\u00fcr Schritt durch die verschiedenen F\u00e4cher vom Lehrplan zu f\u00fchren. Es ist klar dass die Erzieherin in dieser Phase den Prozess leitet. Das Ausma\u00df an Leitung und der Vorteil f\u00fcr das Kind werden von der Natur vom Material aus seiner Umgebung bestimmt.<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4hrend der pr\u00e4-adoleszenten Phase im Leben vom Kinde \u00e4ndert sich das Problem im Verh\u00e4ltnis zum Wachstum. Jetzt, neben Freiheit und sorgf\u00e4ltig auserw\u00e4hltem Material, soll der Sch\u00fcler anfangen seine eigenen Ziele anzugreifen und zu organisieren. Seine frei gemachte Energie und Intelligenz sollen benutzt werden um ein Ziel zu erreichen dessen er sich wirklich bewusst ist. Hier ist das Ausma\u00df von dem was er erreicht abh\u00e4ngig von seinem Verm\u00f6gen um nicht nur seine Studien und Zur\u00fcstung zu organisieren sondern seine Zeit immer besser zu planen. Dies bedeutet sein Leben zu ordnen, auf immer.<\/p>\n<p class=\"A1\">In der Kindheit zeigt sich das Konzentrationsverm\u00f6gen durch Aufmerksamkeit von langer Dauer, aber w\u00e4hrend der Pr\u00e4-Adoleszenz dauert die Konzentration etwas k\u00fcrzer, aber sie ist viel kr\u00e4ftiger. Der Sch\u00fcler braucht dann eine andere Art von Freiheit. In der fr\u00fcheren Phase war die Umgebung so strukturiert dass sie ihn kontrollierte und entwickelte, jetzt soll er seine Entwicklung dadurch fortsetzen dass er lernt seine Umgebung zu kontrollieren. Wenn er dies nicht tun darf gibt es die M\u00f6glichkeit, dass die Energie, die er in diesem Alter besitzt, ihn beherrscht, es sei denn dass er lernt, sie zu beherrschen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die moderne Psychologie und ihre Entdeckungen werfen viel Licht auf die Probleme von der Pr\u00e4-Adoleszenz. Sie lehren uns die induktive Methode, so beliebt in der alten Schule der P\u00e4dagogik, durch deduktive Methoden zu ersetzen. Wir haben jetzt gelernt dass ein genaues Verst\u00e4ndnis von dem was erreicht werden soll wesentlich ist, nicht nur f\u00fcr das grundlegende Ziel um das Interesse von Kindern anzuregen, sondern auch dass es geistig den Zweck von den ihm gestellten Anforderungen zu sch\u00e4tzen weis.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Zweck worauf gezielt wird ist f\u00fcr das Kind wie eine Karotte f\u00fcr einen Esel: es verursacht, dass er fortf\u00e4hrt sich vorw\u00e4rts zu bewegen. Ein Plan, gegeben in der Gestalt von einem Pensum, ist die beste Illustration von der deduktiven Methode. Wenn das Kind den Plan vor sich hat den es vollbringen will, kann sein Interesse zeitweilig nachlassen, aber nie auf immer. Dasselbe trifft zu f\u00fcr das Leben von Erwachsenen. Ohne Pl\u00e4ne w\u00e4re es nicht der M\u00fche wert, wir k\u00f6nnten auch nicht ohne ein Ziel leben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es hat den Anschein dass bis der Dalton Laboratory Plan den neuen und besseren Weg zeigte, viele Lehrer, indem sie einen theoretischen Glauben an der Freiheit vom Kinde hegten, nie entdeckt haben wie man diese Auffassung mit der Aufgabe einem Lehrplan zu folgen vers\u00f6hnen kann. Sie betrachteten das Problem, als ob es aus zwei unvers\u00f6hnlichen Elementen best\u00fcnde und fassten nicht dass der Lehrplan nur gr\u00fcndlich und befriedigend ausgef\u00fchrt werden kann indem man den Sch\u00fcler befreit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die neue Methode demonstriert diese Einheit und \u00e4ndert dadurch das Verhalten von Lehrer und Sch\u00fcler hinsichtlich der Arbeit und einander.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn der befreite Sch\u00fcler in der Pr\u00e4-Pubert\u00e4t allm\u00e4hlich den Schulplan besiegt, besitzt er viele, zusammenh\u00e4ngende Kenntnisse die als Grundlage f\u00fcr die Pubert\u00e4t dienen kann. Bewaffnet mit den \u201eGer\u00e4ten f\u00fcr Kenntnisse\u201c (\u201etools of knowledge\u201c) kann diese Phase weitere Kr\u00e4fte erzeugen um eine Superstruktur von wahrer Kultur auf sicherer Grundlage zu errichten. Ohne diese Grundlage kann er nur auf Sand bauen und er kann sogar die Lust zum Bauen verlieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber die moderne Psychologie kann uns noch weiter helfen um die individuellen Kapazit\u00e4ten bei Sch\u00fclern zu testen. Wiewohl solche Tests die Schw\u00e4che von Kindern nicht heilen, zeigen sie diese Schw\u00e4chen wohl sehr deutlich.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein ausgezeichneter Psychologe f\u00fchrte eine Reihe von Tests mit Sch\u00fclern in einer gro\u00dfen Sekundarschule in England aus. Die Tests zeigten dass die Sch\u00fcler in geistigen Kapazit\u00e4ten stark verschieden waren. Die entdeckte geistige, individuelle Kapazit\u00e4t wurde mit einer Zahl dargestellt, die als \u201eIntelligenzquotient\u201c, oder wie Wissenschaftler ihn nennen, der \u201eIQ\u201c bekannt ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">In diesem Fall variierte er von hoch bis niedrig, aber, sonderbar es zu sagen, man entdeckte dass die theoretischen Schulleistungen von diesen Sch\u00fclern nicht mit ihrem Intelligenzquotient \u00fcbereinkamen. Viele Sch\u00fcler mit niedrigem \u201eIQ\u201c \u00fcbertrafen die Leistungen von Andern mit hohem \u201eIQ\u201c. Dies zeigte dass die Umst\u00e4nde in dieser Schule nicht daf\u00fcr berechnet waren um begabten Sch\u00fclern zu erlauben ihren Kapazit\u00e4ten widerfahren zu lassen. Vierzehn Monate sp\u00e4ter, nachdem die Schule nach dem Dalton Laboratory Plan reorganisiert worden war, wurde ein \u00e4hnlicher Test abgenommen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zu meiner gro\u00dfen Genugtuung offenbarten die Tests dass die intelligenteren Sch\u00fcler durch diese Methode die h\u00f6chste Leistung geliefert hatten, die mit ihren Kapazit\u00e4ten \u00fcbereinkamen und dass die niedrigsten Leistungen mit dem niedrigsten Intelligenzquotient \u00fcbereinkamen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich empfehle Schulleitern stark diese psychologischen Tests zu benutzen \u2013 die nat\u00fcrlich von einem Sachverst\u00e4ndigen unabh\u00e4ngig vom Stab angewandt werden sollen, sowohl bevor der Dalton Plan eingef\u00fchrt wird wie ein Jahr sp\u00e4ter.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn am Ende vom zweiten Jahre die Test wiederum angewandt werden w\u00fcrden und es sollte sich herausstellen dass irgendein Sch\u00fcler nicht seinem \u201eIQ\u201c gem\u00e4\u00df arbeiten w\u00fcrde, so sollte dieser Sch\u00fcler als ein au\u00dferordentlicher Fall betrachtet werden, f\u00fcr den ein spezielles Pensum entworfen werden sollte. Sein Versagen wird wahrscheinlich durch einen Defekt in Gesundheit oder Charakter verursacht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nat\u00fcrlich zeigen Schulen, genau so wie Individuen, Unterschiede und bisweilen auch sehr ausgepr\u00e4gte Unterschiede bez\u00fcglich Charakter und Pers\u00f6nlichkeit. Einige brauchen mehr Zeit um sich der neuen Organisation anzupassen. Aber die Schwierigkeit die man empfindet wenn man die Schule kollektiv dem neuen Gesichtspunkt anpassen will, ist nur ein Beweis von der gro\u00dfen Notwendigkeit von der \u00c4nderung.<\/p>\n<p class=\"A1\">Geduld ist notwendig w\u00e4hrend der \u00dcbergangsphase. Wenn ein PKW \u00fcberpr\u00fcft wird, l\u00e4uft der Motor nicht. Es ist dasselbe wenn ein Sch\u00fcler mit der neuen Freiheit die der neue Plan ihm gibt, ringt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Indem ein Kind danach strebt seinen tr\u00e4gen oder unordentlichen Geist\u00a0 zu meistern, wird er wahrscheinlich stille stehen, wie der Motor. Erst wenn er gelernt hat wie er arbeiten soll, fangen seine Fortschritte an. Aber wenn er einmal in guter Kondition ist, sollen sein Tempo und seine Zweckm\u00e4\u00dfigkeit einleuchtend sein.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich bin vielen Sch\u00fclern begegnet die eine ausgezeichnete Veranlagung besa\u00dfen, aber die nach vier Jahren in der Schule \u00e4rmliche Zeugnisse hatten. Dieses Versagen konnte fast unab\u00e4nderlich auf die Tatsache zur\u00fcckgef\u00fchrt werden dass diese Sch\u00fcler gew\u00f6hnlich ihre Energie und Intelligenz gebraucht hatten um Arbeit zu vermeiden und Radau in der Schule zu machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es nahm mehrere Monate um diese Gewohnheiten zu korrigieren. Aber sobald ihre nat\u00fcrliche Veranlagung unter dem Dalton Plan auf die richtige Spur gebracht worden war, habe ich oft gesehen dass Kinder die fr\u00fcher widerspenstig waren, schlie\u00dflich gut leisteten und alle Rivalen \u00fcbertrafen. Ich kann noch hinzuf\u00fcgen dass jene Lehrer die anfangs zweifelten oder sogar der neuen Methode feindlich gegen\u00fcber standen, oft die am meisten begeisterten Anh\u00e4nger wurden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein wenig Takt bei der Einf\u00fchrung von der \u00c4nderung wird viele von den Anfangsschwierigkeiten verschwinden machen. F\u00fchren Sie es bitte nicht bei den Sch\u00fclern mit einer Predigt ein dass es zu ihrem Wohl ist. Am besten kann man es ihnen so einfach wie m\u00f6glich erkl\u00e4ren und daf\u00fcr sorgen dass die \u201eTechnik\u201c, besonders bei den Vermerkkarten, aus dem Effeff verstanden wird. Es ist dabei empfehlenswert Schritt f\u00fcr Schritt weiter zu gehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Lehrer sollten zuerst lernen wie man Pensen macht. Lassen Sie zuerst einen Monat vergehen bevor man mit der Interaktion in Gruppen anf\u00e4ngt, was Sozialisierung bedeutet. Wenn die Sch\u00fcler gut im Bilde mit dem neuen Plan von der individuellen Arbeit sind, kann ein Versuch mit Interaktion von Gruppen in zwei oder drei Fachlehrr\u00e4umen, wo die Lehrer begeistert und f\u00e4hig sind, gemacht werden. Sp\u00e4ter kann solche Zusammenarbeit auf die ganze Schule erweitert werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Anfang wird es wahrscheinlich einen gro\u00dfen Unterschied in der Zeit geben die jedes Individuum f\u00fcr die Erledigung von seinem Pensum braucht. Gewisserma\u00dfen kann man dies regeln indem man die Pensen in minimal, mittlere und maximal verteilt, so wie ich es bereits in einem fr\u00fcheren Kapitel erw\u00e4hnte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Plan, wenn er einmal angewandt wird, wird allm\u00e4hlich die verschiedenen Tempi und Kapazit\u00e4ten von den Sch\u00fclern enth\u00fcllen. Es zeigt sich dass Pr\u00fcfungen zu gegebenen Zeiten f\u00fcr die Mehrheit von den Sch\u00fclern \u00fcberfl\u00fcssig sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich habe bei j\u00fcngeren Kindern bemerkt, dass es n\u00fctzlich ist sie eine Viertelstunde frei zu lassen damit sie etwas ruhiger werden und ihre Materialien beisammen suchen k\u00f6nnen bevor sie sich an die Arbeit machen und auch dass sie zwei von den f\u00fcnf Morgen die Gelegenheit haben mit der Lehrerin R\u00fccksprache \u00fcber die Frage zu halten wie die Zeit verteilt werden kann um Schwierigkeiten mit einem Fach zu vermeiden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Zahl von m\u00fcndlichen Stunden soll zum gr\u00f6\u00dften Teil dem Urteil von jedem Lehrer und seinen Kenntnissen von den individuellen Sch\u00fclern \u00fcberlassen werden. Ich m\u00f6chte jedoch allen Lehrern ans Herz legen dass sie den alten Gedanken dass man die Klasse beisammen halten kann, abschaffen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist ein falscher Begriff, der, im Hinblick auf den Unterschied in Tempo und Veranlagung bei Sch\u00fclern, nie Wirklichkeit war und es auch nie sein kann. F\u00fcnf Sch\u00fcler kann man nicht leichter beisammen halten als vierzig und umso schneller Lehrer diese Illusion die in den K\u00f6pfen von einigen unter ihnen geistert, verlieren, desto besser es f\u00fcr die Schule ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zusammenhalten impliziert Zwang und das vornehmste Ziel vom Dalton Plan ist den Zwang in jeder Gestalt abzuschaffen. Er beachtet die Befreiung vom Lehrer nicht weniger als die Befreiung vom Kinde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Beim Dalton Plan sollten beide besser funktionieren. Die gr\u00fcndliche Beobachtung von der Natur des Kindes und die Einf\u00fchrung von Freude und Interesse in Leben und Arbeit der Kinder sollen einen unermesslich verst\u00e4rkenden Einfluss auf die Pers\u00f6nlichkeit vom Lehrer aus\u00fcben. Er wird sich nicht l\u00e4nger besch\u00e4ftigen mit dem Ausgie\u00dfen von Auskunft \u00fcber widerwillige K\u00f6pfe oder mit dem Fordern von uninteressanten Aufgaben f\u00fcr abgestumpfte Sch\u00fcler.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aus Verfolger wird der Lehrer beim Dalton Plan zum Verfolgten dessen Rat und Sympathie gesucht und gesch\u00e4tzt werden. Und diese \u00c4nderung im Verh\u00e4ltnis widerspiegelt sich nicht nur im Erfolg und Gl\u00fcck der Kinder, sondern auch im Erfolg und Gl\u00fcck des Lehrers.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um konkrete Beispiele von dieser \u00c4nderung im Verh\u00e4ltnis zu h\u00f6ren, bat ich sieben Lehrer von derselben Schule um offen ihr Urteil \u00fcber den neuen Plan zu geben, was der neue Plan f\u00fcr jeden von ihnen bedeutet. In dieser besonderen Schule wurde der Plan w\u00e4hrend zwei Jahren angewandt, und keiner von den Lehrern hatte eine Ahnung dass er f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichung schrieb.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Historiker schrieb:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e Als ich vor zwei Jahren mit dem Unterricht nach dem Dalton Laboratory Plan anfing, mit zehnj\u00e4hriger Erfahrung in Regelschulen hinter mir, fasste ich mein neues Problem mit gro\u00dfem Interesse an, aber nicht ohne Staunen und Zweifel \u00fcber das Verdienst vom neuen Plan. Ich hatte die Augen offen, mit dem Wunsch ein besseres Mittel zu finden um das Kind zu lehren und es zu einem besseren Staatsb\u00fcrger zu machen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eEine von den ersten Sachen die ich entdeckte war dass ich beim Dalton Plan mehr Interesse und Begeisterung f\u00fcr Geschichte bei den Kindern erregen konnte als beim alten System. Dies kam dadurch dass die Kinder sich an die Arbeit machten und zuvor die ganze Aufgabe und die Ziele sahen. Das machte das Monatspensum. Ich wei\u00df noch wie ich Geschichte hasste als ich noch Sch\u00fcler war, wie ich den Gedanken verabscheute \u201elies die n\u00e4chsten sieben Seiten\u201c ohne dass ich eine Vorstellung davon hatte wohin ich ging. Beim Dalton Plan wissen die Kinder, wohin es f\u00fchrt und ich sp\u00fcre, dass die Kinder, ohne jede Ausnahme, aktives Interesse f\u00fcr Geschichte hegen. Solches Interesse bei den Kindern erregt Begeisterung beim Lehrer um seine Pensen immer einladender als je zuvor zu machen und ein andauerndes Interesse f\u00fcr das Fach zu erregen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan gibt einem Lehrer die M\u00f6glichkeit um das Kind zu kennen, eine Chance die er beim Klassenunterricht nie bekommt, wie sehr er es auch versucht. Hier ist der Lehrer eher der gro\u00dfe Bruder und Freund denn als Lehrer. Er hat mit einem Kinde individuell zu tun und kennt es somit besser. Der Lehrer ist nur ein Mitglied vom sozialen Kreis und das Kind geht zu ihm, um \u00fcber Probleme zu reden genau so wie eine Person in einer Gemeinschaft zu einem \u00e4lteren Freund geht. Es gibt dabei eine wundervolle M\u00f6glichkeit f\u00fcr den Lehrer und eine wundervolle Verantwortung.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e<em>Das Problem von der Ordnung (Disziplin) ist beim Plan stark vereinfacht. Wenn das Kind aus Interesse seine Arbeit macht, ist es nat\u00fcrlich ein besserer B\u00fcrger in der Schule als wenn es versucht seinem Erzfeind, dem Lehrer, einen b\u00f6sen Streich zu spielen. Nat\u00fcrlich gibt es im Anfang bisweilen ein gedankenloses Kind welches das Gleichgewicht von seinen Nachbarn zerst\u00f6rt und verwirrt, genau so wie man immer solche Leute in der Gesellschaft antrifft. Die \u00f6ffentliche Meinung von ihren Klassengenossen beaufsichtigt diese Art von Sch\u00fclern und macht ihnen den Standpunkt klar. Ordnungsma\u00dfnahmen vom Lehrer werden selten\u201c.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>\u201eDer Dalton Laboratory Plan bedeutet f\u00fcr mich eine enorme Erleichterung von dem t\u00f6dlichen Alltagstrott im Klassenzimmer und eine gro\u00dfartige Gelegenheit Individuen zu studieren indem ich verstehe was sie brauchen um starke Charaktere zu entfalten und n\u00fctzliche B\u00fcrger zu werden\u201c.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\"><em>R.W.B., Lehrer f\u00fcr Geschichte<\/em>.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Lehrerin f\u00fcr Geografie schickte diese Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eWenn man mich fragen w\u00fcrde, welche Eigenschaft vom Dalton Laboratory Plan mir am besten gef\u00e4llt, w\u00fcrde ich an erster Stelle das Verh\u00e4ltnis\u00a0 von Zusammenarbeit zwischen Sch\u00fclern und Lehrerinnen nennen, das sich beim Plan entwickelt. Jedes Kind in meiner Abteilung kommt mir jetzt als eine interessante und sympathische Person vor, mit Eigenschaften und Kapazit\u00e4ten, von denen ich in vielen F\u00e4llen keine Ahnung hatte. Die Kinder ihrerseits betrachten die Lehrerin als eine freundliche Expertin, die mit ihnen \u00e4u\u00dferst wichtige Arbeit leistet\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDas Verneinen von den kreativen Antrieben vom Arbeiter zu Gunsten von billiger Massenproduktion und die scharfe Klassengrenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben ihr Gegenst\u00fcck in der heutigen Schule. Die Hinnahme vom Dalton Plan nach einer Periode von theoretischem und altmodischem Lehren k\u00f6nnte man fast vergleichen mit einer Wiederkehr vom mittelalterlichen Zunftsystem, mit demokratischem Verkehr zwischen Meister und Lehrling, mit Ehrfurcht als Eckstein.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201cEs w\u00fcrde jedoch ein Irrtum sein wenn man meinte dass beim Dalton Plan weniger Arbeit als beim alten System geleistet wird. Das Umgekehrte ist im Allgemeinen der Fall, da die Kinder, indem sie Verantwortung nehmen, zu gr\u00f6\u00dferer Anstrengung angespornt werden. Der Plan beansprucht nicht, dass man schnellstens einen ausf\u00fchrlichen Lehrplan verarbeiten kann und ebenso wenig dass man gro\u00dfe Mengen vorgekauter Nahrung bekommen kann\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">L. R.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Lehrer f\u00fcr Naturwissenschaft dr\u00fcckt sich folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eWenn man mit dem Dalton Plan arbeitet wird der Lehrer mit einer Erfahrung die sowohl neu wie angenehm ist, konfrontiert. Er sp\u00fcrt mit Erstaunen dass die Mehrheit von den Sch\u00fclern ihre Arbeit mit einem Interesse und einer Begeisterung anfasst welche beim alten System auf eine sehr kleine Minderheit beschr\u00e4nkt war.\u00a0 Die fr\u00fchere Rolle vom Lehrer, jene vom Regulator, der St\u00fccke vorgekauter Auskunft austeilte, hat sich ge\u00e4ndert. Er wird zum wahren Helfer, dessen Rat \u00fcber viele und vielartige Probleme die f\u00fcr das Kind sehr echt sind, gesucht wird. Sie arbeiten nicht mehr um seine Kritik zu entweichen oder um Lob zu empfangen, sondern um mit einer bestimmten Aufgabe fertig zu werden. Jedes Kind empfindet dass die Arbeit von Allen auch seine eigene spezielle Aufgabe ist und der Lehrer wird sein Berater der ihm hilft es zu leisten. Dieser Geist von Begeisterung ist ansteckend und die langsameren Kinder werden meistens dadurch hingerissen. Dies ist vielleicht der erste Eindruck den der Lehrer bekommt der zum ersten Male mit dem Dalton Plan arbeitet, und ebenso bei den Kindern, wird seine Begeisterung schon beim Anfang erregt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">R.D.O.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Englischlehrerin \u00e4u\u00dfert auch ihre Anerkennung:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e1. Der Dalton Plan bietet den Vorteil von individueller Arbeit. Er f\u00fchrt zum Verst\u00e4ndnis vom Kinde und zu Sch\u00e4tzung von seinen Schwierigkeiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e2. Es entsteht ein Gef\u00fchl von Sympathie und Freundschaft zwischen Lehrerin und Kind. Das Kind lernt die Lehrerin als Helferin und Freundin zu betrachten und geht zu ihr mit vielen von seinen eigenen Problemen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e3. Es ist wirklich eine Freude mit spontanen Kindern zu arbeiten. Der Plan sch\u00f6pft Spontaneit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e4. Die Arbeit regt an. Jedes Individuum tritt mit seiner Arbeit auf eigene Weise hervor und dies befreit die Lehrerin von einer monotonen und festen Lehrweise.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e5. Das wirkliche Schreiben von den Monatspensen f\u00fchrt zur Systematisierung vom Arbeitsplan.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201e6. Die Lehrerin hat die Gelegenheit ihre Zeit und Energie dem Lehren zu widmen, weil die Disziplinfrage wenig bedeutet<\/p>\n<p class=\"A1\">C.K.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Mathematiklehrerin berichtet:<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>Aus dem Standpunkt von den Sch\u00fclern.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eMeiner Meinung nach hat der Sch\u00fcler den meisten Vorteil vom Dalton Plan, und mit Recht. Wenn es je eine Zeit in der Weltgeschichte gegeben hat dass wir Menschen brauchten die unabh\u00e4ngig, selbstst\u00e4ndig denken und verfahren konnten, ist es jetzt der Fall. Vieles vom Versagen in der heutigen Politik r\u00fchrt von der Tatsache her dass Politiker die Sklaven von der Meinung von anderen Leuten sind. Ein Sch\u00fcler der nach dem Dalton Plan arbeitet kann nichts andres machen als selber denken. Er muss sich auf seine eigenen Kr\u00e4fte verlassen und das ist bestimmt was von ihm im sp\u00e4teren Leben erwartet wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eViele Leute k\u00f6nnen bestimmte Sachen sehr gut machen, aber wenn sie diese Sachen in einem gr\u00f6\u00dferen Rahmen aufnehmen m\u00fcssen, scheitern sie kl\u00e4glich. Es kommt mir vor dass das System von Monatspensen den Sch\u00fclern gro\u00dfe Sicht auf ihre Arbeit gibt. Ungeachtet wie gut sie ein Lernfach machen, die ganze Arbeit reicht nicht, es sei denn dass alle Teile gut zusammenpassen. Das vollendete Pensum ist wie ein gro\u00dfes Geb\u00e4ude das zusammenst\u00fcrzt wenn ein St\u00fctzbalken schwach ist. Die Kinder scheinen sich zu vergegenw\u00e4rtigen dass jedes Fach einer bestimmten Norm entsprechen soll wenn ihre Monatsarbeit erfolgreich sein soll.<\/p>\n<p class=\"A1\"><em>\u201eAus dem Gesichtspunkt von der Lehrerin.<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Ich bin sicher dass die Durchschnittslehrerin beim Dalton Plan ihre Arbeit mit mehr Freude machen wird als beim alten Klassensystem. Sie ist frei und f\u00fchlt sich behaglich ohne ihre W\u00fcrde zu verlieren. Es ist eine gro\u00dfe Erleichterung dass man nicht erhaben und unnat\u00fcrlich dem Sch\u00fcler gegen\u00fcber ist. Man f\u00fchlt sich nun wie eine \u00e4ltere Freundin die J\u00fcngeren Rat gibt.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eVieles vom Fehlen vom alten System r\u00fchrte daher dass die Lehrerin es oft unm\u00f6glich fand die Schwierigkeiten von den unterschiedlichen Sch\u00fclern zu diagnostizieren. Ein Sch\u00fcler kann nicht nur einen Tag beim neuen Plan arbeiten ohne dass die Lehrerin einige von seinen Schw\u00e4chen gefunden hat. Dies erleichtert ihre Aufgabe.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eEine wirklich gute Lehrerin erz\u00e4hlt ihren Sch\u00fclern nur dasjenige was sie selber nicht ausfindig machen k\u00f6nnen. Wir behalten nicht was uns gesagt worden ist, sondern wir behalten was wir m\u00fchsam erfunden haben\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">C.H.P.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nach einem Jahr Erfahrung mit dem Dalton Plan wurde es mit Zeichnen und Musik erweitert und wiewohl die Lehrkr\u00e4fte von diesen F\u00e4chern ihre liebe Not bei der Reorganisation von ihrer Arbeit beim neuen Plan hatten, wurden sie ebenso begeistert wie ihre Kolleginnen als der heilsame Einfluss sich zeigte durch bessere Arbeit und angenehmere Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich erw\u00e4hne hier den Kommentar dieser beiden Lehrkr\u00e4fte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Lehrerin Zeichnen sagt:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eIch liebe die Atmosph\u00e4re die der Dalton Laboratory Plan sch\u00f6pft. Die Kinder sind flei\u00dfig und sie kommen aus Interesse. Sie denken nach und beabsichtigen selber das Problem vom Pensum zu l\u00f6sen, bitten nur um die Hilfe von der Lehrerin wenn etwas n\u00e4her erkl\u00e4rt werden soll. Sie sind spontan, k\u00f6nnen die Lehrerin um Rat bitten wenn sie diesen am meisten brauchen, wenn sie das gr\u00f6\u00dfte Interesse haben. Es ist ruhig, es herrscht Ordnung, man wird zur Arbeit inspiriert.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eGanz ehrlich, ich staune dass ich den Dalton Laboratory Plan so angenehm finde. Im Gro\u00dfen und Ganzen habe ich mehr Freude w\u00e4hrend der Zeit im Fachlehrraum als mit der jungen Klasse. Die Zeit mit der Klasse ist n\u00fctzlich um die Individuen als Klasse zu beobachten.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eIch liebe die Gelegenheit die der Dalton Laboratory Plan F\u00fcr individuelle Arbeit bietet. Die Lehrerin hat mehr Freiheit sodass sie dem Kinde so lange wie erforderlich ist helfen kann. Die andern Kinder die mit dem Pensum arbeiten, verlieren keine Zeit wenn sie so t\u00e4tig ist\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDer Dalton Laboratory Plan macht wiederholte Hinweise \u00fcberfl\u00fcssig, denn die Hinweise sind alle deutlich im Pensum geschrieben worden und das tr\u00e4gere Kind kann sie so oft wie notwendig ist wieder lesen um das Problem zu verstehen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">H.T.B.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Musiklehrerin erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDer Dalton Laboratory Plan gibt dem Musikunterricht einen andern Ton. Er bietet Gelegenheit zu individuellem Ausdruck, was beim Klassenunterricht nicht m\u00f6glich war.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eOft r\u00fchrt der Mangel an Sch\u00e4tzung von Musik von einem Befehl her den er nicht ausf\u00fchren will. Das Ergebnis ist dass er nachahmt. Beim Dalton Laboratory Plan erregen seine eigenen Experimente und Erfahrungen mit Musik ein Gef\u00fchl dass Musik ein Teil von ihm selbst ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eUngenauigkeiten treten bei Musik deutlicher hervor und \u00e4rgern auch mehr als bei andern F\u00e4chern. Nur wenn Schwierigkeiten durch individuelle Arbeit beseitigt worden sind, w\u00e4chst die Sch\u00e4tzung vom Kinde, oder kann es seine Rolle in Gruppenarbeit, d.h. beim Singen vom mehrstimmigen Liedern, im Orchester usw. spielen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDer Dalton Laboratory Plan erm\u00f6glicht es der Lehrerin mit dem ungeteilten Interesse von Kindern zu arbeiten. Pers\u00f6nlich bin ich der Meinung dass es mir ein Gef\u00fchl von gro\u00dfer Genugtuung gibt. Es gibt gr\u00fcndlichen und echten Fortschritt ohne den unterbrechenden und zerst\u00f6renden Drill. Die Ordnungsprobleme gibt es nicht mehr und aus dem Verhalten von Kindern, wenn sie im Fachlehrraum t\u00e4tig sind, zeigt sich\u00a0 die wahre Harmonie die man immer zu erreichen versucht\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">A. D.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um das Bild komplett zu machen zitiere ich Meinungen von Sch\u00fclern im Alter von acht bis zw\u00f6lf Jahren. Diese Kinder geh\u00f6rten zu vierzehn unterschiedlichen Nationalit\u00e4ten. Ihre Ansichten wurden m\u00fcndlich gegeben und von einem Stenografen aufgeschrieben. Sie waren sehr spontan.<\/p>\n<p class=\"A1\">FRAGE: \u201cWir haben noch nie \u00fcber den Arbeitsplan gesprochen, seit er eingef\u00fchrt wurde. Weil ich nicht wei\u00df, was du vom Plan h\u00e4ltst, m\u00f6chte ich gerne von dir h\u00f6ren, ob er dir gef\u00e4llt oder nicht. Ich bitte um Auskunft\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">L-, 12 Jahre alt. \u201eIn dieser Schule kann einer der nicht so schnell als Andere in einem Fach arbeiten kann, viel mehr Zeit auf dieses Fach verwenden und dennoch alles was gemacht werden soll, fertig machen. Darum mag ich den Plan. Die Vermerkkarten machen, dass jeder Knabe und jedes M\u00e4dchen schneller arbeitet, weil sie sehen k\u00f6nnen wie viel sie schon gemacht haben. Sie arbeiten besser weil sie alle mit den Pensen fertig sein wollen und die Vermerkkarten sorgen daf\u00fcr, dass sie die Arbeit von Andern sehen k\u00f6nnen. In andern Schulen, wenn man mit seiner Klasse zum Fachlehrraum F\u00fcr Mathematik geschickt wird, kann man das nicht \u00e4ndern und in den Fachlehrraum f\u00fcr Englisch gehen, wenn man m\u00fcde ist. Aber in unserer Schule, wenn man einige Zeit Mathe gemacht hat, kann man f\u00fcr kurze Zeit in einen andern Fachlehrraum gehen und zur\u00fcck nach Mathe wenn man das will. In andern Schulen soll man jede Minute arbeiten und wenn man aufh\u00f6rt um eine Minute auszuruhen, soll man sofort weiter gehen. Hier kann man aufh\u00f6ren und sich ausruhen und dann wieder t\u00fcchtig arbeiten\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">D-, Alter 10 Jahre. \u201eWenn man in andern Schulen Geografie macht, braucht man viel Zeit und ist nicht fertig, und dann soll man Mathematik machen, und man sitzt da und vergeudet Zeit weil man die Mathematik schon gemacht hat. In dieser Schule kann man die Zeit die man bei Mathematik \u00fcbrig hat f\u00fcr Geografie benutzen und so hat man Zeit genug um mit der Geografie rechtzeitig fertig zu sein. Wenn man abends Hausarbeit machen soll ist man m\u00fcde in der Schule und wenn man dann arbeiten soll macht man es nicht gut. Hier, wenn man erm\u00fcdet ist, sitzt man ruhig und liest und bald empfindet man dass man wieder arbeiten kann. Sachen die man tun soll macht man nie gut\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">H-, Alter 9 Jahre. \u201eWenn man in andern Schulen nicht mit einer gro\u00dfen Menge Arbeit fertig ist, soll man das zu Hause machen und das erm\u00fcdet sehr. Hier f\u00e4hrt man am n\u00e4chsten Tag damit fort. Wenn man einen Tag t\u00fcchtig in der Schule gearbeitet hat, hat man keine Lust Hausarbeiten zu machen. Ich mag diesen Plan weil jeder Zeit genug hat um seine Arbeit zu leisten und wenn man ein Fach satt hat, kann man etwas Anderes machen. Ich liebe diese Arbeit mehr als die Arbeit in anderen Schulen. Mein Hauptgrund ist dass wenn man abwesend ist, kann man den n\u00e4chsten Tag weitergehen. In andern Schulen gibt man einem 50 Minuten um die Arbeit zu leisten und das braucht man nicht v\u00f6llig, oder bisweilen gibt man zu wenig Zeit. Man soll genau gen\u00fcgend Zeit haben\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">G-, 10 Jahre alt. \u201eIch mag den Plan weil wir weitergehen k\u00f6nnen und unsere Arbeit leisten und nicht von Kindern die langsamer sind gehemmt werden und auch weil wir t\u00fcchtig arbeiten k\u00f6nnen und schnell vorw\u00e4rts kommen und einen guten Ruf bekommen f\u00fcr eine Arbeit die wir gut machen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u2013 , 11 Jahre alt. \u201eIn einigen Schulen wenn man nach Rechnen geht. soll man eine halbe Stunde rechnen, und man soll so viel machen dass man irre wird. Hier, wenn man m\u00fcde wird und die Arbeit gelingt nicht mehr, kann man in ein anderes Zimmer gehen und alles vom vorigen Fach vergessen, und so wird man nicht irre. Sp\u00e4ter kann man das erste Fach wieder machen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">A\u2013 9 Jahre alt. \u201eAm Ende vom Monat, wenn man sehr gut arbeitet, wird man belohnt mit eigener Genugtuung und \u00fcberdies kann man zu einer h\u00f6heren Klasse bef\u00f6rdert werden\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">FRAGE: \u201eH\u00e4ttest du nicht lieber eine andere Belohnung, eine Medaille oder ein Buch oder etwas was du gerne h\u00e4ttest?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">ANTWORT: \u201cNein, das ist nicht notwendig, die Genugtuung reicht. Ich gehe lieber weiter\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">FRAGE: \u201eIch glaube nicht dass du im Anfang den Plan mochtest, und du arbeitetest nicht so gut. Welches war die Ursache?\u201c (diese Frage war nicht ehrlich, aber war als Herausforderung gemeint).<\/p>\n<p class=\"A1\">V-, 9 Jahre alt. \u201eWir waren so froh dass wir zu einer Schule gingen wo wir eine Weile allein sein konnten dass wir ein bisschen Urlaub machten\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">E-, 9 Jahre alt. \u201eIm Anfang vom Jahre dachte jeder mehr an andere Sachen als an die Arbeit\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">P-, 10 Jahre alt. \u201eWir verstanden nicht wie wir arbeiten konnten\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">G-, 9 Jahre alt. \u201eIm Anfang waren wir ein wenig sch\u00fcchtern weil wir die Lehrerinnen nicht kannten und nicht wussten was sie von uns erwarteten. Wir waren diese Arbeitsweise nicht gewohnt und wir waren gewohnt, dass alle zu gleicher Zeit dasselbe Lernfach hatten und die Aufmerksamkeit die wir bekamen war ganz anders\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">J\u2013 Alter 9 Jahre.\u201c Im Anfang waren sie eine andere Methode gewohnt und es dauerte eine Weile bevor sie es verstanden\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">FRAGE: Braucht ihr eine Pause am Morgen? Alle antworteten mit Nein. Ein Bub, zehn Jahre alt, erkl\u00e4rte: \u201eNein, wir entscheiden selbst, wann wir Pause machen, wenn wir m\u00fcde sind. Dann k\u00f6nnen wir uns hinsetzen und lesen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">FRAGE: \u201eIhr alle habt die angenehmen Sachen erz\u00e4hlt, aber was ist nicht in Ordnung?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Kinder sagten dass sie keinen Fehler sahen. Dies war einhellig.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein Knabe wurde von den andern Kindern gew\u00e4hlt nachher zu mir zu gehen. Ich trank gerade Tee mit einer kleinen Gruppe von Menschen als das Kind hereinkam.<\/p>\n<p class=\"A1\">Er sagte: \u201cEntschuldigung, darf ich mit Ihnen reden?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Meine Antwort war: \u201cNat\u00fcrlich! Was ist los?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Er sagte ruhig: \u201cEs ist etwas Pers\u00f6nliches. D\u00fcrfen wir ins n\u00e4chste Zimmer?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich ging sofort. Dann sagte er: \u201cIch will nicht unh\u00f6flich sein, Miss Parkhurst, aber die Kinder denken dass Sie den Plan nicht m\u00f6gen. Sie haben ihn sehr gerne und sie haben mich geschickt um Sie zu fragen warum Sie den Plan nicht m\u00f6gen. Stehen Sie nicht dahinter?\u201c (Er meinte: \u201cUnterst\u00fctzen Sie ihn nicht?\u201c).<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich versicherte ihm dass ich Interesse daf\u00fcr h\u00e4tte und dass ich mich so gut es mir m\u00f6glich sein werde \u201ehinter den Plan stellen\u201c werde. Ich sch\u00e4tzte aufrichtig das Interesse das sich aus ihrer Frage zeigte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es wurde ab diesem Augenblick mehr als je zuvor IHR Plan und ich bekam dadurch eine bessere Perspektive.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Kinder in dieser Schule haben keine \u201eHausarbeit\u201c, wiewohl sie ein kulturelles B\u00fccherverzeichnis haben als F\u00fchrer f\u00fcr freie Zeit. Einige von den Knaben kamen mit sehr \u00e4rmlichen Zensuren zu dieser Schule, einer oder zwei hatten vier Schulen in ebenso vielen Jahren besucht. Als ihre Energie durch den Dalton Laboratory Plan auf eine echte Aufgabe gerichtet worden war, machten sie es ausgezeichnet und sogar das langsamste Kind erledigte sein Jahrespensum.\u00a0 Die Lehrerschaft ist mit einander einverstanden dass die Kinder einfacher, offener und begeisterter geworden sind und keine emotionellen Konflikte haben. Die nerv\u00f6sen Angewohnheiten die einige hatten, sind verschwunden. Als Gruppe sind sie reif, aber \u00fcberhaupt nicht affektiert. Sie haben, kurz, sich selbst gefunden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zum Schluss gibt es noch einen Punkt, den ich verst\u00e4rken m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Laboratory Plan muss nicht als ein gusseisernes Schema betrachtet werden. Ich biete ihn als einen ersten Schritt nach einem Schema von Unterricht und Erziehung an der die kreative F\u00e4higkeit in Lehrern und Sch\u00fclern entfalten wird. Ich bin dazu angespornt es auszuarbeiten, mit dem Wunsch einige \u00dcbel die unsere Schulen geerbt haben zu beheben und besonders das schlimmste \u00dcbel, das, meiner Meinung nach, die Abwesenheit von der Gelegenheit zum Lernen f\u00fcr den Sch\u00fcler ist. Lehrer besuchen Bildungsanstalten, um die Kunst vom Lehren zu erwerben bevor sie diese in die Praxis umsetzen. Darum sollte man Sch\u00fclern die Chance bieten die Kunst vom Lernen zu erwerben bevor man von ihnen erwartet dass sie lernen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich bin zufrieden wenn der Dalton Plan \u2013 und ich habe sogar nicht versucht ihm meinen Namen zu geben \u2013 nach seinen Fr\u00fcchten beurteilt werden wird. Diese Fr\u00fcchte haben, laut Zeugnis von zahllosen Lehrerinnen, Lehrern und Sch\u00fclern, das intellektuelle und geistige Leben in Schulen wo der Plan angewandt wird, zum Guten gewendet.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieses Zeugnis gibt mir die Zuversicht dass die Vorteile die hier geerntet werden, schlie\u00dflich zum sozialen und politischen Leben von der Welt beitragen werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich beanspruche nicht dass ich meinen Plan vervollkommnet habe. Viele werden sich darauf konzentrieren und zusammen arbeiten m\u00fcssen wenn er lebendig und lebenskr\u00e4ftig sein soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn er zu hinreichendem Interesse anreizt um die beste Energie im Lehrerberuf auf diese Aufgabe zu richten, bin ich reichlich f\u00fcr mein Anteil bei der gro\u00dfen Aufgabe belohnt worden.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL IX<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">EIN EINJ\u00c4HRIGES EXPERIMENT IN EINER ENGLISCHEN SEKUNDARSCHULE<a href=\"#_ftn3\" title=\"\">*<\/a> \u201e<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">von Rosa Bassett, MBE, MA, Schulleiterin Streatham County Sekundarschule<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Artikel in <em>Times Educational Supplement<\/em> vom 27.Mai 1920 machte viele Menschen nachdenklich. Der Grundgedanke vom Dalton Plan schien so einfach zu sein, so weit reichend mit seinen M\u00f6glichkeiten, dass man dar\u00fcber staunte dass man nie zuvor daran gedacht hatte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wiewohl wir jetzt eine gro\u00dfe Schule mit \u00fcber 700 M\u00e4dchen sind, fassten wir den Entschluss das Experiment m\u00f6glichst bald zu versuchen. Dank der weiten Einsichten von \u201ethe Board of Education\u201c und von \u201ethe London County Council\u201c sind wir im Stande gewesen es \u00fcber ein Jahr lang zu pr\u00fcfen, mit dem Ergebnis dass es, mehr als irgendwelcher anderer Plan, die Mitwirkung der Sch\u00fclerin bei ihrer Ausbildung anregt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es hat sie zweifellos dazu veranlasst mehr als fr\u00fcher zu studieren,\u00a0 wiewohl die Auswirkung vielleicht nicht sofort sichtbar ist, denn nat\u00fcrlich k\u00f6nnen die gebr\u00e4uchlichen Testverfahren den Wachstum der Intelligenz eines Kindes nicht messen. Wir erfinden eigentlich nur langsam wie man die Intelligenz messen kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Plan scheint in Amerika sehr einfach zu sein, weil dort Sch\u00fcler in einer High School nur selten mehr als sechs Hauptf\u00e4cher lernen. In einer englischen Schule sind es neun oder zehn, aber der Plan ist in England leichter ausf\u00fchrbar weil wir hier mehr Freiheit haben. Es ist in einer englischen Schule auch besser ausf\u00fchrbar weil die Lehrer besser ausgebildet worden sind und mehr Freiheit und Freizeit als in einer amerikanischen High School haben. Selbstverst\u00e4ndlich gelingt der Plan nur dann wenn die Lehrerschaft f\u00e4hig und t\u00fcchtig und auch gut qualifiziert und ausgebildet ist. Dank der herzlichen Zusammenarbeit von der Lehrerschaft konnten wir es versuchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Am Anfang von jedem Monat bekommt jedes M\u00e4dchen einen Syllabus von der Arbeit f\u00fcr jedes Schulfach. Mindestens eine m\u00fcndliche Lektion wird w\u00e4hrend der Woche in jedem Fachgebiet gegeben, und das Thema von diesen Lektionen wird gew\u00f6hnlich im Syllabus genannt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Den ganzen Dienstagmorgen und ein Teil von drei Nachmittagen sind den Klassenstunden gewidmet. Es gibt einen festen Stundenplan f\u00fcr diese Gelegenheiten. \u00fcberdies haben die dritten Klassen Lektionen am Donnerstagmorgen: also der gr\u00f6\u00dfere Teil von der Schule hat den ganzen Montag, Mittwoch und Donnerstagmorgen f\u00fcr freies Lernen. Es gibt Gruppenarbeit am Freitagmorgen. Jede Lehrerin sagt zuvor welche Themen besprochen werden: sie kann einige Individuen beauftragen anwesend zu sein, aber als Regel ist die Anwesenheit freiwillig.<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00e4cher werden, wenn m\u00f6glich, in Fachlehrr\u00e4umen studiert, wo man die Fachlehrerin um Rat bitten kann. Von jedem M\u00e4dchen wird erwartet dass sie der Lehrerin durchschnittlich mindestens einmal pro Woche begegnet, neben den Pflichtstunden. Sie darf nat\u00fcrlich w\u00e4hrend der ganzen Periode in einem Klassenzimmer bleiben wenn sie dies w\u00fcnscht. Die Lehrerin ist immer da um sie zu beraten oder um ihre Arbeit zu korrigieren. Es gibt Fachbibliotheken in den Fachlehrr\u00e4umen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jedes M\u00e4dchen soll bei den Pflichtstunden anwesend sein, aber abgesehen davon kann sie ihre Arbeitszeit in der Schule oder zu Hause organisieren wie sie es will. Ihre Wahlzeit ist 34 Perioden von 40 Minuten minus die Pflichtstunden. Ihre Hausarbeitsstunden sollten zwischen 5 und 15 pro Woche sein, abh\u00e4ngig von der Klasse welche sie besucht. Sie ist daf\u00fcr verantwortlich dass sie allen F\u00e4chern in ihren Pensum die richtige Zeitdauer w\u00e4hrend des Monats widmet und sie vermerkt auf Karten in den Fachlehrr\u00e4umen die Zeit die sie da verwendet hat und die Menge Arbeit die sie geleistet hat.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Fachlehrerin muss die Arbeit als gen\u00fcgend beurteilen bevor sie mit dem n\u00e4chsten Pensum anf\u00e4ngt. Dies kann durch Tests bestimmt werden oder durch irgendwelche Methode welche die Lehrerin f\u00fcr das M\u00e4dchen am meisten geeignet findet.<\/p>\n<p class=\"A1\">PENSEN<\/p>\n<p class=\"A1\">Pensen werden auf drei Niveaus f\u00fcr jedes Fach gegeben.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Niedrigeres. Dies sollte das langsamste M\u00e4dchen in der Klasse bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen und alle m\u00fcssen dies machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Mittleres. Gibt die M\u00f6glichkeit mehr zu lesen und sich weiter in dem Fach zu vertiefen.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. H\u00f6heres. Ermutigt ein begabtes M\u00e4dchen so weit wie es ihr m\u00f6glich ist zu gehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mittlere und h\u00f6here Sch\u00fcler d\u00fcrfen nicht weitergehen mit dem Pensum f\u00fcr den n\u00e4chsten Monat. Die M\u00e4dchen w\u00e4hlen das Niveau selber. Manchmal wird den schw\u00e4chsten empfohlen nicht zu viel zu versuchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">VERTEILUNG VON DEN STUNDEN ( F\u00e4cher und Klassen)<\/p>\n<p class=\"A1\">Die erste Spalte gibt die Totalsumme die w\u00f6chentlich verwendet werden muss (Stunden und Studieren zu Hause und in der Schule). Die zweite Spalte gibt die Zahl der Klassenstunden. Wahlf\u00e4cher haben ein Sternchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Klassen:<\/p>\n<p class=\"A1\">SCHEMA PAG 178<\/p>\n<p class=\"A1\">Geschichte und Erdkunde werden in der dritten und vierten Klasse alle zwei Jahre gegeben und weiter noch ein halbes Jahr in der niedrigeren f\u00fcnften Klasse. In der h\u00f6heren f\u00fcnften Klasse d\u00fcrfen Sch\u00fcler ein Fach oder beide w\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Eine Lehrerin braucht nicht bestimmt eine Lektion w\u00e4hrend der Pflichtstunden zu geben. Sie kann sich beschr\u00e4nken auf eine kurze Erkl\u00e4rung oder einen Hinweis und der Klasse Erlaubnis geben wahrend des Restes der Pensumzeit zu studieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Idealerweise sollte alle Arbeit in den Fachlehrr\u00e4umen gemacht werden. In Wirklichkeit muss bei uns eine gewisse Menge Arbeit in der Halle gemacht werden. Wiewohl die Lehrerin einen Tisch au\u00dferhalb ihres Klassenzimmers hat mit Mitteilungen an welchen Tagen oder Tagesteilen das Klassenzimmer f\u00fcr gewisse Klassen oder f\u00fcr alle Sch\u00fcler ge\u00f6ffnet ist, geschieht es bisweilen dass ein Kind auf der Suche ist mit B\u00fcchern f\u00fcr zwei oder mehr F\u00e4cher und sp\u00fcrt dass alle Klassenzimmer voll sind. In diesem Fall muss sie in der Halle arbeiten. Sowohl in Fachlehrr\u00e4umen wie in der Halle ist es M\u00e4dchen erlaubt ruhig zusammen zu arbeiten. Dies ist ein anderer Grund weshalb Antipathien gegen bestimmte F\u00e4cher allm\u00e4hlich nachlassen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unser Schulparlament erhebt von Zeit zu Zeit Proteste gegen \u00fcberf\u00fcllte Fachlehrr\u00e4ume und den Egoismus von Individuen die Nachschlagewerke aus der Bibliothek leihen und diese daheim zur\u00fccklassen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir haben vieles von den Kindern gelernt. Wir bitten sie gelegentlich um Kommentar und wenn wir das machen wird er offen und ehrlich gegeben. Wir sind oft den Vorschl\u00e4gen der Kinder gefolgt und haben unsere Absichten zum Vorteil von Schule und Lehrerschaft ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"A1\">Was nun folgt ist eine typische Reihe von Fragen an die Schule am Ende vom ersten Jahre Arbeit nach dem Dalton Plan.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. \u00c4ndert dieses System deine Beurteilung von B\u00fcchern und Lesen?<\/p>\n<p class=\"A1\">2. In welchem Fach oder in welchen F\u00e4chern bist du besser geworden?<\/p>\n<p class=\"A1\">3. In welchem Fach bist du nicht besser geworden?<\/p>\n<p class=\"A1\">4..Bist du damit einverstanden dass M\u00e4dchen zusammen arbeiten? Ist es vorteilhaft f\u00fcr sie?<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Welche Vorteile bietet dieses System?<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Wie w\u00fcrdest du es verbessern?<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Welche Nachteile gibt es?<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Antworten wurden eilig von den Sch\u00fclern aufgeschrieben die zu diesem Zweck in der Halle beisammen waren. Die Antworten wurden anonym eingeliefert, nur mit der Erw\u00e4hnung vom Alter der Sch\u00fclerin, bevor die Versammlung geschlossen wurde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt \u00fcber 700 M\u00e4dchen in der Schule, aber wir brauchen nur sechs Antworten in Betracht zu nehmen die wegen ihrer Offenheit und Naivit\u00e4t Licht auf die spontane Reaktion von den Sch\u00fclerinnen auf ihre Umgebung werfen.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. \u201eIch liebe B\u00fccher mehr und es hat mein Lesen verbessert. Es hat mich auch gelehrt mich besser in Aufs\u00e4tzen auszudr\u00fccken\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201e Ich habe jetzt mehr Interesse f\u00fcr B\u00fccher, denn wenn ich schnell mit dem Pensum fertig bin habe ich mehr Zeit f\u00fcr Lesen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201e Ich denke dass ich hierdurch mehr B\u00fccher lese weil ich Sachen aufsuche und dann das ganze Buch lese\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIch bevorzuge die gr\u00f6\u00dfere Bibliothek. Lesen hat mir stark geholfen. Ich mag die neuen und interessanteren B\u00fccher die wir nun in der Bibliothek habe ( z.B. Neue Freiheit) mehr als die alten B\u00fccher mit blo\u00df allt\u00e4glichen Tatsachen, usw.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eBeim alten System w\u00fcrde ich abh\u00e4ngig sein von dem was die Lehrerin mir erz\u00e4hlen w\u00fcrde und ich w\u00fcrde es nicht in einem Buche aufgesucht haben. Jetzt schlage ich alles in so viel wie m\u00f6glich B\u00fcchern nach.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIch habe mehr Interesse f\u00fcr die B\u00fccher die ich jetzt lese weil es so viel Abwechslung gibt und wir brauchen jetzt w\u00e4hrend des Semesters nicht nur ein oder zwei B\u00fccher zu lesen. Bei Geschichte, statt dass die ganze Klasse dieselbe Auffassung vom Thema hat, betrachtet jeder die Frage aus einem andern Gesichtspunkt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Die Mehrheit von den M\u00e4dchen denkt dass sie bei Geschichte, Geografie und Englisch besser geworden sind und sehr viel M\u00e4dchen sagen dass sie sowohl in Mathematik wie in Naturwissenschaft unter diesem System besser geworden sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Bei den Modernen Fremdsprachen denken M\u00e4dchen dass ihre Aussprache zur\u00fcckgegangen ist. Der Typus von M\u00e4dchen der klagt, dass sie ihrem eignen Verstand trauen muss statt dem von der Lehrerin, glaubt dass alle F\u00e4cher unter dem neuen System leiden.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Bei den Antworten auf diese Frage sind die Meinungen verteilt. Ohne Zweifel arbeiten die M\u00e4dchen gerne zusammen wenn sie ungef\u00e4hr gleich gut sind und ein schw\u00e4cheres M\u00e4dchen hat gerne Hilfe von einem st\u00e4rkeren, aber viele sagen dass die schw\u00e4cheren sich zu viel auf die st\u00e4rkeren st\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIn den meisten F\u00e4llen denke ich dass das st\u00e4rkere M\u00e4dchen die Arbeit leistet und dass das schw\u00e4chere M\u00e4dchen glaubt dass sie es versteht und sich weiter nicht anstrengt. Sie w\u00fcrde mehr lernen wenn sie alleine arbeiten w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eM\u00e4dchen haben die Chance einander zu helfen, was einige M\u00e4dchen nicht wissen, wissen andere\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eWir lernen mehr, denn wir haben die Meinung von uns selber und von andern M\u00e4dchen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eMan kann freundlicher zu einander sein\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eM\u00e4dchen sind im Allgemeinen freundlicher zu einander, es werden nicht so viele Sippschaften gebildet; mehr Zusammenarbeit.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eDas bessere M\u00e4dchen bekommt Zeit um schw\u00e4cheren zu helfen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">5. \u201eM\u00e4dchen die schnell arbeiten werden nicht von den langsameren M\u00e4dchen gehemmt\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eDie M\u00e4dchen die schneller sind k\u00f6nnen einen Vorsprung haben und\u00a0 brauchen nicht auf sie zu warten. \u201eWenn ein M\u00e4dchen r\u00fcckst\u00e4ndig ist wartet die Klasse nicht auf dieses M\u00e4dchen, sondern geht weiter. \u201eDie besseren M\u00e4dchen brauchen nicht auf die langsameren zu warten bis diese auch so weit sind und dieselben Sachen viele Male erkl\u00e4rt zu h\u00f6ren wenn sie es bereits verstehen. \u201eIch habe mehr Zeit und kann mehr Arbeit leisten.\u201c \u201eIch brauche nie etwas zu beratschlagen, wenn ich es nicht verstehe.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDie M\u00e4dchen die nicht so schnell sind k\u00f6nnen Hilfe von der Lehrerin bekommen, und so schneller vorw\u00e4rts kommen als fr\u00fcher\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eDie langsameren M\u00e4dchen k\u00f6nnen vielmals um Hilfe bitten ohne zu denken, dass die Klasse zu schnell f\u00fcr sie vorw\u00e4rts kommt.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eMan kann so viel Zeit auf ein Fach verwenden wie man will.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eMan braucht nicht etwas sofort zu tun, man kann dar\u00fcber nachdenken und es einen Tag sp\u00e4ter machen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eDie Vorteile bestreichen ein gro\u00dfes Gebiet. Abgesehen von der Tatsache dass man mehr liest, sch\u00e4tzen M\u00e4dchen den Vorteil f\u00fcrs Individuum und auch f\u00fcr die Arbeit selber ist es vorteilhaft.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eEs ist nicht notwendig immer wieder ein anderes Fach zu tun.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eWenn die Glocke l\u00e4utet braucht man nicht mitten in der Arbeit aufzuh\u00f6ren und nicht zu einem andern Fachlehrraum fort zu gehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eBeim alten System mussten wir oft am Montag mitten in etwas aufh\u00f6ren und bis Mittwoch warten um es fertig zu machen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eMan lernt sich v\u00f6llig auf die Arbeit zu konzentrieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Und die logische Schlussfolgerung folgt:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eWir lernen gr\u00fcndlicher zu arbeiten und nicht ganz ruhig wie man es manchmal in der Klasse macht.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIch kann mehr Arbeit in der Schule machen und viel weniger zu Hause.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201e Die errungenen Kenntnisse sind nicht so \u00f6de.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eWir lernen gut und emsig zu arbeiten und es ist nicht so \u00f6de wie eine langweilige Lektion.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Viele M\u00e4dchen sehen eine \u00c4nderung in der moralischen Atmosph\u00e4re in der Schule und das Entstehen von einer fundamentaleren Ordnung:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eEs gibt mehr Verantwortung f\u00fcr uns in diesem System.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eWenn eine Lehrerin mich nicht sieht, denke ich dass ich besser arbeiten kann denn es gibt mir die Empfindung dass man mir bei der Arbeit traut, und dann kann man mir auch trauen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eEs hilft einem ruhig zu sein wenn die Lehrerin nicht da ist um dich ruhig zu halten.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eDer Vorteil von diesem System ist dass es M\u00e4dchen die Empfindung gibt dass man ihnen trauen kann.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eWir lernen was das Wort \u201eVertrauen\u201c bedeutet\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Andere besprechen den st\u00e4rkenden Effekt welchen das System auf sie hat:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eMan lernt selber zu denken und nicht von der Lehrerin abh\u00e4ngig zu sein.\u201c \u201eDas System hilft dir dich nicht auf die Lehrerin zu st\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eEs lehrt dich, dich selber zu lehren\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIch traute immer den Lehrerinnen und las kaum etwas, aber jetzt traue ich ihnen weniger und lese viel mehr. \u201eIch habe mehr B\u00fccher studiert als ich beim alten System getan haben w\u00fcrde, wenn ich abh\u00e4ngig gewesen sein w\u00fcrde von dem was die Lehrerin mir erz\u00e4hlte, und ich w\u00fcrde es nicht in B\u00fcchern nachgeschlagen haben. Jetzt ziehe ich m\u00f6glichst viele B\u00fccher zu Rate.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIch habe oft beim alten System bemerkt dass ich eine Rechenaufgabe nicht l\u00f6sen oder eine These beweisen oder einen Aufsatz schreiben konnte weil es mir zum Halse heraushing. Gerade in diesen Momenten empfindet man wie viel angenehmer sein eigener Stundenplan ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Ein armes Kind das offensichtlich Arbeit und Verantwortung nicht liebt, wollte den Plan dadurch verbessern dass man die ganze Sache abschaffen w\u00fcrde:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eIch w\u00fcrde das ganze System abschaffen. Fast alles. Warum sollten wir als Briten den Amerikanern nachahmen, warum nicht unsere eigenen Auffassungen benutzen? Unser Temperament passt nicht zu so viel Arbeit, weil wir nicht von Kindheit an dazu erzogen worden sind wie die Amerikaner.<\/p>\n<p class=\"A1\">Viele wollten es dadurch verbessern dass man die Probearbeiten abschaffen oder durch eine andere Art von Probearbeiten ersetzen w\u00fcrde:<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eZum Beispiel, bei Geschichte, w\u00fcrde ich eine Frage wie \u201eErz\u00e4hle alles was du wei\u00dft \u00fcber die Rebellion in India, die Ursachen, die Folgen f\u00fcr India und f\u00fcr die Regierungen von England und India\u201c vorziehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eBei Geschichte hatten wir \u201eWie war die Kolonisation von Australien eine Folge von der Rebellion in Kanada?\u201c. F\u00fcr den Wachstum vom British Empire hatte ich jedes Teil einzeln genommen und gelernt wie sie Teile vom British Empire wurden. Ich machte keine Verbindung dazwischen. Wenn die Frage gewesen w\u00e4re:\u201c Wie kamen bestimmte Teile vom British Empire unter britische Herrschaft?\u201c h\u00e4tte ich das besser beantworten k\u00f6nnen und ich h\u00e4tte zeigen k\u00f6nnen dass ich mehr wusste vom Wachstum vom British Empire als sich aus der genannten Frage zeigte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Andere m\u00f6chten Zeit f\u00fcr stille Arbeit haben; viele bitten um mehr B\u00fccher und um weniger \u00fcberf\u00fcllte Klassenzimmer.<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Die genannten Nachteile sind oft die entgegengesetzten Pole vom Kompass. Einige wollten mehr Lektionen, andere weniger.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eEs nimmt mehr Zeit aus B\u00fcchern zu sammeln als aus dem Munde von der Lehrerin.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eEiner von den Nachteilen ist dass man dazu verf\u00fchrt werden kann F\u00e4cher die man nicht mag hinauszuschieben und nur diejenigen zu machen die man mag. Dies k\u00f6nnte vermieden werden wenn wir mehr als drei oder vier Fachlektionen pro Woche beiwohnen sollten. \u201eF\u00fcr M\u00e4dchen die sich nicht konzentrieren k\u00f6nnen ist es viel schwieriger Auskunft aus einem Buch zu bekommen als von einer die das Fach interessant machen und Auskunft geben kann ohne \u00f6de Tatsachen\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0\u00a0 \u201eBeim Lernen aus B\u00fcchern k\u00f6nnen viele Leute die wichtigsten Tatsachen nicht finden, aber machen zweimal so viel Arbeit weil sie unbedeutende Sachen ohne jeden echten Wert lernen.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Es w\u00fcrde t\u00f6richt sein zu meinen dass sogar ein so sch\u00f6ner Entwurf wie der Dalton Plan in jeder englischen Schule allgemeine und willkommene Annahme bei Lehrerschaft oder Sch\u00fclern finden w\u00fcrde. Die konservativeren Lehrer betrachten im Anfang misstrauisch einen ungeprobten Versuch, sie f\u00fcrchten dass ihre Autorit\u00e4t auf null reduziert wird und ihre Jahre von Kenntniszunahme und Unterrichtserfahrung wenig Wert haben werden. Aber kein Plan w\u00fcrde der M\u00fche von \u00dcberlegung wert sein wenn er nicht anerkennen w\u00fcrde dass ein Lehrer seine Autorit\u00e4t und Verantwortung nicht abschaffen kann und seine Erfahrung und Kenntnisse nicht vergeuden muss.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Plan sch\u00f6pft ein so intimes Band zwischen Sch\u00fcler und Lehrerin dass letztere weniger ein Autokratin und mehr eine Begleiterin wird. Unsere Speicher an Kenntnissen sind offen f\u00fcr alle die hineingehen m\u00f6chten. \u201eWenn du jemand mit Kenntnissen siehst, gehe sofort zu ihm und halte deine F\u00fc\u00dfe bei der Schwelle von seiner T\u00fcr\u201c sagt der Prediger. Mit mehr Freiheit in der Schule wird dies nun m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"A1\">Junge, unge\u00fcbte Lehrerinnen k\u00f6nnen \u00fcberdies oft nicht in allen Hinsichten eine \u00c4nderung verstehen die so neu f\u00fcr ihre Erfahrung ist. Alles wor\u00fcber sie verf\u00fcgen ist ihre Universit\u00e4tslaufbahn und ihre Erinnerung an wie sie selber in der Schule unterrichtet wurden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die schlaffe Lehrerin neigt dazu das alte Schema hinzunehmen. Sie, die Sch\u00fcler und der Plan sind drei Sachen ohne jeden Zusammenhang, und sie braucht bisweilen mehr Aufsicht als die Sch\u00fcler, denn die schwache, nicht begeisterte Lehrerin produziert ebenso schwache und nicht begeisterte J\u00fcnger.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber die Person mit Zuversicht, Erfahrung, die Kenntnisse vom Kinde und Liebe f\u00fcrs Kind hat, produziert hundertmal Obst.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Entz\u00fcckende vom Dalton Plan steckt in der Tatsache dass er auf viele Weisen interpretiert und angewandt werden kann. Die Prinzipien von Freiheit und Initiative geh\u00f6ren sowohl zum Schulleiter wie zum Sch\u00fcler.<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Allgemeinen sind es die Leute die wenig oder nichts von den Effekten vom Plan gesehen haben die am meisten fruchtbar mit Kritik sind, was variieren kann von Stress f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrerschaft bis die Gr\u00f6\u00dfe von den Schulbanken die nicht zu den unterschiedlichen Altern von denjenigen die darin sitzen geh\u00f6ren oder die L\u00e4nge von einem senkrechten Strich bei Vermerkkarten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Frage von Stress bei Sch\u00fclern geh\u00f6rt zu zwei Kapiteln: Augenstress und Nervenstress. Es gibt welche die f\u00fcrchten dass Sch\u00fcler unter dem Lesen w\u00e4hrend einer zu langen Periode leiden werden. Aber in Wirklichkeit geschieht dies selten, denn normale Knaben und M\u00e4dchen lesen bis sie nichts mehr aufnehmen, sie h\u00f6ren mit dem Lesen auf um diskutieren zu k\u00f6nnen oder sie fangen mit einem anderen Lernfach an.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Frage von Gr\u00fcbeln \u00fcber Arbeit und Verantwortung, dar\u00fcber soll jede Schule ernsthaft nachdenken. Wenn Lehrer nicht die Wichtigkeit von allseitiger Entwicklung f\u00fcr ihre Sch\u00fcler verstehen, sowohl k\u00f6rperlich wie geistig und moralisch, kann dies bei jedem System geschehen. Aber beim Dalton Plan, wo der Lehrer viel enger mit dem Sch\u00fcler in Ber\u00fchrung kommt, ist die M\u00f6glichkeit von Gr\u00fcbeln \u00fcber Verantwortung geringer geworden. Das Kind das Angst vor Verantwortung hat ist gerade die Person die voller Mitempfindung zu Selbstvertrauen gef\u00fchrt werden muss.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bei einem sympathischen Lehrer gibt es diese M\u00f6glichkeit. Jedes Kind wird als ein Individuum betrachtet, seine Arbeit und deren Ergebnisse passen zu seinen Bed\u00fcrfnissen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bei jedem System kann das fahrl\u00e4ssige Kind das seine Arbeit vernachl\u00e4ssigt am Ende der Periode in Schwierigkeiten geraten und durchgedreht sein. Jetzt sehen wir das weniger Sch\u00fcler ihre Arbeit vernachl\u00e4ssigen und auch dass weniger Sch\u00fcler sich Sorgen dar\u00fcber zu machen brauchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Einf\u00fchrung von jedem Plan verursacht mehr Nachdenken und mehr Versammlungen seitens der Lehrerschaft. Die Gedanken gehen in einer neuen Richtung. Man denkt nicht l\u00e4nger dar\u00fcber nach wie man den Lernstoff, die Auskunft zum Kinde bringen kann, sondern wie das Kind es selber ausfindig machen kann. Man denkt dar\u00fcber nach wie man das Interesse erregen und aufrechterhalten kann wenn man ein Lernfach studiert, sodass Arbeit zu einem \u201eAtem eines erhabenen Geistes\u201c wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nat\u00fcrlich, als nach gro\u00dfen Anstrengungen die Pensen im Anfang Unvollkommenheiten enthielten und Sch\u00fcler nicht machten was man von ihnen erwartete, eine leichte Empfindung von Entt\u00e4uschung uns klar machte dass die Arbeit schwieriger als zuvor war.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber als die Monate vergingen verursachten Anstrengung und Nachdenken so viel W\u00fcrdigung von den Sch\u00fclern dass diese B\u00fcrde bald leichter wurde. Viele Menschen scheinen zu meinen dass die Lehrerinnen w\u00e4hrend der Pensumzeit da sitzen und beobachten wie Kinder arbeiten. Andere glauben eine Reihe von Sch\u00fclern zu sehen die alle mit derselben Frage kommen und eine Lehrerin die es satt wird immer dieselbe Antwort geben zu m\u00fcssen. Aber die Wahrheit ist dass die Lehrerin lebt, noch immer bei vollem Verstand ist, noch immer leitet und Vorschl\u00e4ge macht, fr\u00fchere Pl\u00e4ne verbessert.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vielleicht bedauert der Super-Spezialist das m\u00f6gliche Verschwinden von der inspirierenden Lektion. Wenn man sich an Reden und Predigten und Lektionen erinnert die eine Freude und Inspiration waren, vergegenw\u00e4rtigt man sich wie sehr der Wert vom Erregen von Emotionen abh\u00e4ngig war und wie dieser Wert durch Diskussion und Lesen nachher wuchs. Der Einfluss von einer Lehrerin auf ihre Klasse erreicht nicht die gr\u00f6\u00dfte H\u00f6he w\u00e4hrend einer Lektion, ungeachtet wie inspirierend die Lektion sein mag.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das brillante Kind bewundert die sch\u00f6ne Lektion und sch\u00e4tzt die Lehrerin daf\u00fcr. Das Durchschnittskind ist dadurch geehrt, das langsame Kind kann mit Ehrfurcht erf\u00fcllt werden. Aber eine richtige Belohnung bekommt man auch wenn man einige Worte zu einem Kind sagt das ein wenig durcheinander ist, wenn man es beruhigt und Schwierigkeiten behebt und ihm einen Weg in die Zukunft zeigt. Dies ist vielleicht n\u00fctzlicher als die brillante Lektion.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist zweifelhaft ob irgendeine Lehrerin jeder Klasse mehr als eine inspirierende Lektion pro Woche geben kann. Wir k\u00f6nnen jede Woche mehrere Lektionen geben die uns als befriedigend vorkommen aber diese inspirieren nicht notwendigerweise die Klasse. Die inspirierende Lektion hat auch beim Dalton Plan seine Stelle, besonders wenn ein neues Fachunterteil, oder eine neue Phase von einem Lernfach, oder ein gro\u00dfes Thema angeschnitten wird. Die Fortsetzung von den Kr\u00e4ften die durch so eine Lektion erregt werden ist nun mit individueller Arbeit m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt auch noch Andere die eine Vision haben von einer ausgel\u00f6schten Lehrerschaft welche die Nacht mit Korrektur verbringt. Gruppenarbeit f\u00fchrt dazu dass die Menge an Korrektur geringer wird. Gruppendiskussion und Diskussion zwischen Gruppen k\u00f6nnen sehr gut die Stelle von schriftlicher Arbeit einnehmen. Es ist f\u00fcr jeden Lehrer wichtig dass er sich erinnert dass Frische und Energie, geistig und k\u00f6rperlich, f\u00fcr den Sch\u00fcler vorteilhafter sind als eine Reihe von gr\u00fcndlich korrigierten Lektionen die nur selten die Zeit wettmachen die darauf verwendet worden ist, sogar wenn es Sachen betrifft die man zeigen kann wenn die Gelegenheit da ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Verh\u00e4ltnis zwischen Pflichtstunden und Stunden f\u00fcr freie Arbeit \u00e4ndert sich nach den Bed\u00fcrfnissen von einer bestimmten Klasse oder den Bed\u00fcrfnissen von einem bestimmten Fachunterteil zu einer bestimmten Stunde. Die Abschaffung von solchen Lektionen ist nicht ein wesentliches Teil vom Plan und wenn die Zahl von Sch\u00fclern f\u00fcr eine Lehrerin zu gro\u00df ist, ist es fast eine Unm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Viele Kritiker vom Dalton Plan bef\u00fcrchten dass er einen R\u00fcckgang vom Klassengeist oder von der Zusammengeh\u00f6rigkeit verursacht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn Klassenstunden das einzige Wesentliche beim Wachstum vom Klassengeist w\u00e4ren, w\u00fcrde jede Klasse in jeder Schule in England eine starke Zusammengeh\u00f6rigkeit zeigen. Wenn die Schulatmosph\u00e4re und das Verh\u00e4ltnis in der Lehrerschaft gut sind wird Zusammengeh\u00f6rigkeit bei jedem System wachsen. Dass die Lehrerin jedes Kind als ein Individuum betrachtet bedeutet nicht dass Kinder die Schule als einzelne Einheiten durchlaufen. Gruppen f\u00fchlen Stolz bei Gruppenleistungen, sowohl bei Arbeit wie bei Wettk\u00e4mpfen. Zusammengeh\u00f6rigkeit ist fast v\u00f6llig soziale Entwicklung. Klassenstunden und Notenlisten machen aus einer Klasse noch nicht einen Organismus.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt auch die Meinung dass Dr\u00fcckeberger beim neuen Plan ein gl\u00fcckliches Leben wie der liebe Gott in Frankreich haben k\u00f6nnten. Nat\u00fcrlich soll die Lehrerin auf diese Gefahr gefasst sein. Gew\u00f6hnlich kann man dadurch etwas dagegen tun dass man ihnen bessere Arbeit vorschl\u00e4gt und wenn dieser Vorschlag nicht ausreicht kann sie diese Sch\u00fcler immer mit einem individuellen Stundenplan bei der Arbeit haben bis sie geeignet sind von der Freiheit vom Plan zu genie\u00dfen. Aber wenn man immer bessere Pensen entwirft, auf den Standpunkt der Kinder gezielt, wird Interesse ein starker Reiz und Dr\u00fcckeberger werden selten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein andres \u00dcbel das Spezialisten bef\u00fcrchten ist dass Sch\u00fcler zu t\u00fcchtig an ihrem Lieblingsfach arbeiten und ihre schwierigen vernachl\u00e4ssigen. Sie bef\u00fcrchten auch dass Sch\u00fcler massenweise zu den Fachlehrr\u00e4umen von beliebten Lehrern gehen und andere vermeiden werden. Nat\u00fcrlich ist die Sch\u00fclerin geneigt dorthin zu gehen wo sie herzlich willkommen ist, ermutigt wird und wo man ihr hilft, und dass sie geneigt ist jene Person zu vermeiden die sie mit Vorw\u00fcrfen begr\u00fc\u00dft. Wo Gef\u00fchle der Feindseligkeit bestehen werden Freude, Energie und Arbeitserfolg geringer.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber wenn alle spezialisierten Lehrer Interesse f\u00fcr den Allroundfortschritt der Sch\u00fcler hegen gibt es keine Feindseligkeit. Alle Lehrer sollten sich vergegenw\u00e4rtigen dass Kinder lernen wollen und dass jedes Mittel das ihnen hilft diesen Wunsch zu erf\u00fcllen benutzt werden soll, sogar wenn dies bedeutet dass man nicht l\u00e4nger Kritik \u00e4u\u00dfert und im Gegenteil ein Begleiter und Freund wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die wahre Ordnung die ein Kind entfaltet wenn es mit Freude und Ausdauer einer Reihe von Lektionen beiwohnt ist viel besser f\u00fcr den Charakter als das Gef\u00fchl von Scham oder Groll die durch Vorwerfe entstehen, sogar wenn nach Vorw\u00fcrfen gute Arbeit geleistet werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Merkw\u00fcrdige ist dass wenn Kinder die Wahl vom Lernfach und von der Zeit haben, und wenn sie zu urteilen anfangen, sie einen Unterschied zwischen dem beliebten Lehrer und dem Lehrer der Hilfe leistet, machen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zu ihrem Gunsten, das soll gesagt sein, sie gehen dorthin wo Kenntnisse sind. Es ist gut f\u00fcr ein Kind wenn es ein absorbierendes Interesse f\u00fcr ein Lernfach hat, und wenn einer dies nach seinem Wert sch\u00e4tzt, breitet das Interesse sich von einem Fach zum andern aus. Sogar wenn dies nicht so w\u00e4re, w\u00fcrde es noch besser f\u00fcr ein Kind sein die Schule mit diesem einen Interesse zu verlassen als mit einer sorgf\u00e4ltig berechnenden und gleichm\u00e4\u00dfig verteilten Menge an allgemeiner Information.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Klassenlehrer und die Vermerkkarte vom Kinde helfen dazu dass man einen guten \u00dcberblick vom ganzen Fortschritt hat, wiewohl nat\u00fcrlich einige Sch\u00fcler immer das Minimale bei einigen F\u00e4chern und das Maximale bei andern leisten wollen.<\/p>\n<p class=\"A1\">P\u00fcnktlichkeit und Anst\u00e4ndigkeit sind die n\u00e4chsten Begriffe die angegriffen werden. Jeder gute Lehrer wei\u00df wo P\u00fcnktlichkeit wesentlich ist, wo Anst\u00e4ndigkeit wesentlich ist, und er wird nicht erlauben dass das Kind durch M\u00e4ngel in dieser Hinsicht gute Bem\u00fchungen ruiniert. Kinder sch\u00e4tzen Proben f\u00fcr P\u00fcnktlichkeit, sie sehen ihren Wert. Sie \u00fcberreichen gerne ein sch\u00f6n geschriebenes Werkst\u00fcck, mit guter Sprache und Rechtschreibung, wiewohl ihre Kladde abscheulich sein mag. Ein Kind dr\u00fcckt seine Gedanken ungehemmt aus in Diskussionen oder wenn es eine Kladde schreibt, aber Gedanken werden oft gehemmt wenn man zu viel achtet auf Schreiben und Sauberkeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr andere Kritiker scheinen m\u00fcndliche Arbeit und \u00dcbungen im Sprechen au\u00dferordentliche Probleme zu sein. Bei Klassenarbeit spricht der Sch\u00fcler der sich leicht ausdr\u00fccken kann w\u00e4hrend der meisten Zeit und der sprachlich weniger Begabte h\u00f6rt zu oder tr\u00e4umt oder sagt m\u00fchsam einige Worte. Sie k\u00f6nnen ihre Gedanken nicht so gut in Worten fassen weil sie sich von der Kritik von den Klassengenossen und ihren Lehrern bewusst sind und daher wollen sie die Zeit von der Klasse nicht in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Beim Daltonplan hat das sch\u00fcchterne Kind eine gr\u00f6\u00dfere Chance. Sie hat einen besseren Kontakt zur Lehrerin, sie wei\u00df dass sie die Zeit von der Klasse nicht in Anspruch nimmt wenn sie sich \u00e4u\u00dfern m\u00f6chte. \u00dcberdies kann die Lehrerin, wenn sie sie als Individuum betrachtet, etwas finden was sie interessiert, vielleicht hat dies kaum Zusammenhang mit dem Thema womit sie sich besch\u00e4ftigt, aber was im Stande ist den Geist des Kindes aufzuschlie\u00dfen, sodass sie frei sagt was sie interessiert.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn ein Kind in dieser Weise einmal ein bisschen entgleist ist, wird es sich immer mehr von andern Sachen bewusst um dar\u00fcber zu reden und sie bleibt nicht langer die Tr\u00f6delliese von der Klasse. Verbesserung von einem Sprach\u00fcbel findet auf eine freundlichere Weise statt wenn das Kind neben der Lehrerin steht und M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung kommen \u00f6fter vor.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das m\u00fcndliche In-Worte-Fassen ist zu einer wertvollen \u00dcbung geworden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wiewohl man zugesteht dass der Plan erfolgreich f\u00fcr das begabte Kind sein kann, das, der Meinung von Kritikern nach, den gr\u00f6\u00dften Teil von der Zeit der Lehrerin beschlagnahmt, zweifelt man oft daran ob er ebenso erfolgreich f\u00fcr das langsamere Kind ist. Man muss bejahen dass das begabte Kind viel mehr Fortschritte macht als zuvor, aber, zu gleicher Zeit muss man auch bejahen dass das langsamere Kind auch schnellere Fortschritte macht, und auf viel bessere Weise.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das sehr langsame Kind braucht immer spezielle Aufmerksamkeit und kann diese als Individuum oder in einer Gruppe bekommen. Die Furcht die es in den K\u00f6pfen mit Bezug auf den letzten Typus gibt, ist dass solche Sch\u00fcler nicht wirklich von den verl\u00e4ngerten Perioden von eigenem Studium genie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Zuerst muss ich betonen dass die Sch\u00fclerin nicht verpflichtet ist w\u00e4hrend verl\u00e4ngerter Perioden zu studieren. Sie kann ihr Fach \u00e4ndern wenn sie dies will. \u00fcberdies geniest sie wirklich von den Diskussionen bei ihrem Studium mit ihrer Lehrerin oder mit andern M\u00e4dchen. Vielleicht w\u00fcrde sie eine Woche von nur Studium ohne Lektionen und ohne Arbeit mit den Hunden oder lauter \u00dcbungen oder Spielen nicht angenehm finden. Aber Freiheit um eine bestimmte Menge von Arbeit selber zu leisten gibt gewiss mehr Freude bei der gemachten Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ein anderer Kritiker fragt: \u201cWelches ist die moralische Wirkung wenn man Kindern erlaubt ihre Besch\u00e4ftigung zu gewissen Zeiten zu w\u00e4hlen, wenn sie, im sp\u00e4teren Leben, machen sollen was ihnen zu gegebener Zeit aufgetragen worden ist?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn ein strenger Stundenplan von Klassenstunden ein Volk hervorgebracht h\u00e4tte dessen Ideale so hoch w\u00e4ren dass alles aus Pflichterf\u00fcllung und Disziplin gemacht w\u00fcrde \u2013 ein Volk derma\u00dfen entwickelt dass Selbstdisziplin allgemein w\u00e4re, w\u00fcrde man nicht geneigt sein irgendwelche \u00c4nderung in Erziehungsmethoden zu erw\u00e4gen. Aber weil es \u00fcberhaupt nicht so ein Volk gibt, hat man das Recht zu erhoffen dass eine \u00c4nderung zum Besseren f\u00fchrt, und dass eine Erziehung, gegr\u00fcndet auf Wahlfreiheit um jenes Studium zu machen das attraktiv ist wo und wenn der Lernende es will, hilft einen Staat zu gr\u00fcnden der im Stande ist zu w\u00e4hlen und sein eigenes Schicksal anzustreben, lieber als die Stimme einer Autorit\u00e4t zu gehorchen, sei es in der Gestalt eines sich laut br\u00fcstenden Demagogen, einer wertlosen Zeitung, einer Modeerscheinung oder leerer Worte.<\/p>\n<p class=\"A1\">In der Welt machen Menschen \u201edasjenige was zu einer bestimmten Zeit ihnen befohlen worden ist\u201c entweder weil es in ihrem Interesse ist oder weil es ihr Auskommen betrifft. Kinder die heranwachsen mit Freude bei der Arbeit die sie interessiert, werden wahrscheinlich bemerken dass Interesse n\u00fctzlich in ihrem sp\u00e4teren Leben ist. Es ist jedenfalls sicher dass unser Unterrichtssystem das einem Kinde Freiheit um sich zu entfalten gibt und Zeit zum Denken und Planen die Erweiterung von allen guten Eigenschaften die ihm eingeboren sind, f\u00f6rdert.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KAPITEL\u00a0 X<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">DER DALTON PLAN F\u00dcR GRUNDSCHULEN<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">von John Eades, Schulleiter von der Kirkstall Road Council School in Leeds<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Dalton Plan ist festgesetzt worden. Er hat sich seinen Platz gesichert in der Sekundarschule und ist auch in vielen Grundschulen eingef\u00fchrt worden. Er wurde tats\u00e4chlich in vielen verschiedenen Gestalten in einigen modernen englischen Schulen angewandt schon lange bevor er aus Amerika kam. Ich hoffe solche Auskunft \u00fcber die Einf\u00fchrung und die Wirkung vom neuen Plan in Grundschulen zu geben dass Lehrer die Interesse f\u00fcr den Plan haben ihn ihren eigenen Schulen und besonderen Umst\u00e4nden anpassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vor mehreren Jahren fing ich mit einem System der Spezialisation in der Leeds Kirkstall Road Schule an. Ich habe viele Klassenstunden \u00fcber Schubf\u00e4cher geh\u00f6rt, die vorbereitet und gegeben von Studenten worden waren. Dies \u00fcberzeugte mich von der Unm\u00f6glichkeit von irgendwelchem Lehrer jedem Fach im Schulplan Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Geschmack, \u00dcbung, F\u00e4higkeit und Kenntnisse waren alle dagegen. Es war klar dass ein Lehrer immer jene F\u00e4cher am besten lehrte von denen er am meisten wusste und das waren unab\u00e4nderlich die F\u00e4cher f\u00fcr welche er das gr\u00f6\u00dfte Interesse hatte. Alle Lehrer haben ein oder zwei solche F\u00e4cher und ihre Begeisterung inspiriert oft ihre Sch\u00fcler. Und so liefern sie mehr und bessere Arbeit mit viel weniger Energie.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir besprachen die Angelegenheit in mehreren Versammlungen der Lehrerschaft und redeten \u00fcber die Vorz\u00fcge von mehreren Lehrern. Dann bekam jeder Lehrer ein oder zwei F\u00e4cher, der Stundenplan wurde demgem\u00e4\u00df eingerichtet und seitdem wurde Spezialisierung in unserer Schule mit befriedigendem Erfolg angewandt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dennoch, als die Zeit fortschritt, wurden die Schw\u00e4che und die Nutzlosigkeit von anh\u00e4ufenden F\u00e4chern peinlich deutlich. Indem ich Hunderten von Stunden in wissenschaftlichen F\u00e4chern zuh\u00f6rte \u2013 die sorgf\u00e4ltig und oft ausf\u00fchrlich vorbereitet worden waren \u2013 und indem ich sah dass das Ergebnis v\u00f6llig ungen\u00fcgend war, kam der Gedanke in mir auf Abteilungsstunden zu geben. Klassen wurden in drei Abteilungen verteilt \u2013 eine umfasste die begabteren Sch\u00fcler, eine die Durchschittskinder und die dritte Abteilung die schw\u00e4cheren und r\u00fcckst\u00e4ndigen Kinder.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das war eine Verbesserung im Vergleich zu den Frontalstunden aber dennoch blieb etwas W\u00fcnschenswertes \u00fcbrig und wir hatten noch das Problem vom Individuum \u2013 das Problem das jedes uns anvertraute Kind einzigartig ist, denn keine zwei Kinder in der Welt sind genau identisch, jedes Kind hat eine Pers\u00f6nlichkeit die anders als von jeder andern Person ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jedes Mal wenn ein Kind seinen Willen aus\u00fcbt hat diese Handlung einen abgesonderten und direkten Einfluss auf die Charakterentwicklung, was ihn im Laufe der Zeit zu einer deutlichen Einheit macht die eine abgesonderte Behandlung fordert. Denn wir k\u00f6nnen nur mit Erfolg mit diesen Pers\u00f6nlichkeiten arbeiten wenn wir sie individuell behandeln und unsere Methoden im Einvernehmen mit der Natur und den Kapazit\u00e4ten von jedem Kinde anwenden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Etwa vor drei, vier Jahren f\u00fchrte dieser Gedanke zu individueller Arbeit die den Sch\u00fclern in der siebten Klasse gegeben wurde, wobei wir den Kindern Arbeit f\u00fcr eine Woche boten. Dann kam der Dalton Plan und dieser f\u00fchrte zu weiteren Entwicklungen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aber bevor ich n\u00e4her auf Einzelheiten eingehe m\u00f6chte ich einige Nachteile vom Klassenunterricht oder Frontalunterricht bei wissenschaftlichen F\u00e4chern nennen, die uns n\u00f6tigten einen andern Plan zu akzeptieren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Gescheite Kinder werden gehemmt und dumme Kinder werden gehetzt, zum Nachteil von ihren geistigen Kr\u00e4ften, durch den Versuch vom Lehrer um den problematischen Durchschnitt zu erreichen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Faule Kinder machen so wenig wie nur m\u00f6glich ist und verstecken sich hinter den schnelleren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt kaum Zusammenarbeiten und Zusammenarbeiten ist einer von den wesentlichen Z\u00fcgen vom erfolgreichen Unterricht. Der Lehrer wird dazu angestiftet neue Tatsachen in die K\u00f6pfe der Kinder zu gie\u00dfen und der Unterricht wird \u201eRede ein wenig, nimm die Kreide, rede ein wenig mehr\u201c und die Kinder bleiben inzwischen passiv, werden oft gleichg\u00fcltig und unartig.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn eine Lektion effektiv sein soll, muss sie von den Kindern und vom Lehrer sein, und mehr von den Kindern als vom Lehrer.<\/p>\n<p class=\"A1\">Abermals, ein Kind muss bestimmte F\u00e4cher erlernen, jedes zur bestimmten Zeit, in bestimmter Zeitdauer, ob es Lust hat ein bestimmtes Fach zu erlernen oder nicht. Und derjenige der ein Fach schwierig findet kann nur dieselbe Zeit darauf verwenden wie einer der es leicht findet.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieses Verfahren verursacht im Kinde einen Widerwillen gegen dieses Fach. Wenn es mehr Zeit daf\u00fcr gehabt h\u00e4tte und es h\u00e4tte mehr Hilfe bekommen, h\u00e4tte es diese Schwierigkeiten \u00fcberwunden und wahres Interesse f\u00fcr gerade jene Arbeit die es einst verabscheute gefunden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Und schlie\u00dflich: schnelleres Vorw\u00e4rtskommen ist ein gro\u00dfes Problem beim normalen Klassenunterricht. Die einzige L\u00f6sung f\u00fcr ein gescheites Kind scheint sechs Monate in einer Klasse zu sein und dann zur N\u00e4chsten bef\u00f6rdert zu werden. Aber dies bedeutet ein ernsthafter Bruch im Arbeitsschema und zerbricht den Faden vom geordneten und einher schreitenden Unterricht, was am Ende mehr \u00dcbel als Gutes verursacht.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um diese Nachteile zu vermeiden sollen bestimmte F\u00e4cher individuell unterrichtet werden und andere in Gruppen oder klassenweise.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aller Unterricht kann grob in zwei Arten verteilt werden:<\/p>\n<p class=\"A1\">(1) dasjenige was sich richtet auf die Entwicklung von geistigen\u00a0 Kapazit\u00e4ten und die Erwerbung von solchen Kenntnissen die unentbehrlich sind um ein guter B\u00fcrger zu sein; und (2) dasjenige was als Ziel die K\u00f6rperentwicklung, die Entwicklung von Soziabilit\u00e4t und Empfindungen hat.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mit diesen beiden Zielen k\u00f6nnen wir, grob gesagt, unsere Schulf\u00e4cher in zwei Gruppen verteilen, die im Wesentlichen mit diesen beiden Zielen \u00fcbereinstimmen:<\/p>\n<p class=\"A1\">1. die theoretischen F\u00e4cher \u2013 z.B. Lesen, Rechnen, Naturwissenschaft, Aufsatz, Rechtschreibung, Grammatik, Geschichte, Erdkunde, Zeichnen und Werken stimmen mit unserem ersten Ziel \u00fcberein;<\/p>\n<p class=\"A1\">2. die k\u00f6rperlichen, sozialen, emotionellen F\u00e4cher \u2013 z.B. Turnen (einschlie\u00dflich Wettk\u00e4mpfe und Tanzen), Musik, Literatur, Ausfl\u00fcge f\u00fcr Naturstudien und Skizzieren und Diastunden kommen mit unserem zweiten Teil \u00fcberein. Es wird einige \u00dcberschneidung bei (1) und (2) geben, aber das ist nicht nachteilig f\u00fcr den Plan.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die theoretischen F\u00e4cher werden individuell unterrichtet und bisweilen in kleinen Gruppen mit Kindern von demselben Niveau.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt individuelles Zusammenarbeiten \u2013 die j\u00fcngeren Kinder werden ermutigt Hilfe bei den \u00e4lteren zu suchen und die \u201e\u00e4lteren werden ermutigt diese zu leisten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die andern F\u00e4cher werden klassenweise unterrichtet, aber die Klassenzusammensetzung geschieht vornehmlich nach Alter und nicht nach Klassen. Bei diesen Stunden gibt es gemeinschaftliches Zusammenarbeiten und nur durch eine gl\u00fcckliche Anwendung von beiden Arten Kooperation k\u00f6nnen das beste soziale Leben und die besten Charaktere sich entfalten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die erste Entscheidung die getroffen werden muss ist welche Klassen zum Plan geh\u00f6ren. Unsere Entscheidung ist: Klassen IV bis VIII. Wenn dies geschehen ist werden die Klassenzimmer nach den unterschiedlichen F\u00e4chern eingerichtet, \u00fcbereinstimmend mit der Arbeit welche die Mitglieder vom Personal \u00fcbernommen haben. Unsere Klassenzimmer sind folgenderma\u00dfen eingeteilt worden:<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Diele Lesen<\/p>\n<p class=\"A1\">Klasse 1 Kunst<\/p>\n<p class=\"A1\">Klasse 2 Geschichte und Erdkunde<\/p>\n<p class=\"A1\">Klasse 3 Englisch (Aufsatz,<\/p>\n<p class=\"A1\">Rechtschreibung und Grammatik)<\/p>\n<p class=\"A1\">Klasse 4 Mathematik<\/p>\n<p class=\"A1\">Klasse 5 Naturwissenschaft und<\/p>\n<p class=\"A1\">Werken<\/p>\n<p class=\"A1\">Der Lehrer der sich in den genannten F\u00e4chern spezialisiert hat, hat die Aufsicht in seinem Klassenzimmer und \u00fcber die Arbeit die dort geleistet werden muss. Ich habe die Aufsicht \u00fcber das Lesen, was selbstverst\u00e4ndlich stilles (stummes) Lesen ist und das bringt mich in engen und vielfachen Kontakt mit jedem Sch\u00fcler im oberen Teil von der Schule.<\/p>\n<p class=\"A1\">Der verantwortliche Lehrer bestimmt die Menge Arbeit f\u00fcr jedes Fach f\u00fcr einen Monat und befestigt dies auf der Mauer im Klassenzimmer oder auf dem Mitteilungsbrett. Diese Menge an Arbeit kann leicht von einem Kinde mit Durchschnittsbegabung geleistet werden. Kinder d\u00fcrfen es in ihrem Heft aufschreiben, entweder als ein Ganzes oder in Teilen wenn sie das w\u00fcnschen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um 9.30 Uhr morgens l\u00e4utet die Glocke, die Religionsstunde ist beendet, die Kinder gehen nach dem Raum den sie w\u00fcnschen und bleiben dort so lange wie sie wollen. Es kann also geschehen, und es geschieht meistens, dass Kinder aus allen genannten Klassen sich in irgendwelchem Raum zur selben Zeit befinden. Einige bleiben dort eine halbe Stunde, andere eine ganze Stunde und einige den ganzen Morgen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jeder Sch\u00fcler plant seine eigene Arbeit und leistet diese im eigenen Tempo.<\/p>\n<p class=\"A1\">Hier Zeichnung Seite 202<\/p>\n<p class=\"A1\">Tr\u00f6deln ist nicht erlaubt. Ein Knabe soll lesen, studieren, schreiben, zeichnen, modellieren usw. Der Lehrer fragt jeden Sch\u00fcler kurz nach seiner Studienarbeit, bespricht Sachen mit ihm und untersucht die geschriebenen Antworten auf Fragen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jedes Kind bekommt ein \u201eWork Record Card\u201c. Dies steckt er in einen Briefumschlag in seiner Schultasche, zusammen mit seinem Schreibmaterial und Schulb\u00fcchern, denn er ist verantwortlich f\u00fcr die Sauberkeit und Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn der Lehrer den Sch\u00fcler \u00fcber ein Teil von seiner Arbeit befragt hat oder eine von seinen geschriebenen Antworten korrigiert hat, vermerkt er es mit einem Finken in roter Tinte. Alles was der Lehrer auf der Karte schreibt, geschieht mit roter Tinte. Meine Initialen als Schulleiter sind, wenn die Monatsarbeit erledigt worden ist, mit schwarzer Tinte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn der Lehrer mit seinen Initialen erkl\u00e4rt hat dass das Monatspensum fertig ist, macht er einen Finken hinter dem Namen vom Knaben in seinem Buch, wo sich die Namen von allen Knaben aus allen Klassen befinden. Wenn ich meine Initialen unter das vollendete Monatspensum schreibe, f\u00fcge ich beim Namen von jedem Knaben eine Zahl hinzu, um zu zeigen an welcher Stelle er unter den Knaben aus seiner Klasse geendet hat. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir zu jeder Zeit ausfindig machen wie weit ein Knabe mit seiner Arbeit gekommen ist und eine Bitte um seine Pensumkarte gibt die Einzelheiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Kein Knabe darf mit einem Fach aus dem Pensum weiter gehen bevor er mit der Arbeit in allen F\u00e4chern vom vorigen Monat fertig ist. Viele Kinder sind mit der Arbeit f\u00fcr den M\u00e4rz schon im Februar fertig und haben die Arbeit f\u00fcr den April fr\u00fch im M\u00e4rz beendet. Wenn sie es m\u00f6gen d\u00fcrfen sie die \u00fcbrige Zeit auf ihre Lieblingsf\u00e4cher verwenden \u2013 und vielleicht lernt er dabei mehr als bei den andern \u2013 oder sie k\u00f6nnen mit dem Pensum f\u00fcr den n\u00e4chsten Monat weiter gehen. Die meisten Kinder bevorzugen letzteres und viele vollbringen die Jahresarbeit in sieben, acht oder neun Monaten und gehen sofort mit der Arbeit von der h\u00f6heren Klasse weiter.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die langsameren Sch\u00fcler brauchen manchmal 15 oder 16 Monate um die Jahresarbeit zu leisten, aber wenn sie das gemacht haben, haben sie es gut gemacht und das ist besser f\u00fcr sie als fl\u00fcchtige Arbeit bei ihren Versuchen gleichen Schritt zu halten mit denjenigen die geistig begabter sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">M\u00fcndliche Lektionen sind beim Dalton Plan nicht ausgeschlossen. Der pers\u00f6nliche, individuelle Verkehr zwischen Lehrer und Sch\u00fclern setzt den Lehrer in den Stand ihre besonderen Schwierigkeiten zu entdecken. Wenn dieselbe Schwierigkeit bei mehreren Sch\u00fclern auftaucht, macht der Lehrer davon einen Notiz und sammelt sie bei der Wandtafel und bespricht dort ihre Schwierigkeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bei andern Teilen von einem Pflichtfach ist es vielleicht nicht m\u00f6glich f\u00fcr die Kinder jede erw\u00fcnschte Auskunft zu bekommen aus ihren Schulb\u00fcchern oder verf\u00fcgbaren Nachschlagewerken auf die sie verwiesen werden. Wenn dies geschieht, vielleicht ein- oder zweimal pro Monat, verabredet der Lehrer einen Tag und eine bestimmte Zeit, macht eine Notiz oder erw\u00e4hnt es im Pensum und bittet alle Kinder die dieses Fach erlernen f\u00fcr eine spezielle Lektion nach seinem Zimmer zu kommen. Andere Kinder die zu dieser Zeit im Klassenzimmer sind m\u00fcssen nach einem andern Fachlehrraum gehen und dort arbeiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Hier folgen einige Beispiele von Monatspensen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Klasse IV<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Geschichte<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"A1\">lernen<\/p>\n<p class=\"A1\">(a) Wie ein Kloster Nahrung und Geld bekam<\/p>\n<p class=\"A1\">(b) die Klosterbr\u00fcder<\/p>\n<p class=\"A1\">(c) Eine mittelalterliche Stadt zur Zeit von Edward III (14. Jahrhundert)<\/p>\n<p class=\"A1\">geschriebene Arbeit<\/p>\n<p class=\"A1\">(a) mache eine Skizze vom Viehbestand auf S. 134, aber lasse die Zeichnungen vom Manne und von der Frau weg<\/p>\n<p class=\"A1\">(b) Schreibe in eigenen Worten \u00fcber die M\u00f6nche<\/p>\n<p class=\"A1\">(c) Wie glaubst du dass die Stra\u00dfen in Leeds im 14. Jahrhundert aussahen?<\/p>\n<p class=\"A1\">(d) Was wei\u00dft du von den Z\u00fcnften?<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">ENGLISCH<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Februar<\/p>\n<p class=\"A1\">Aufsatz<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00e4hle aus den folgenden Themen vier Themen, sammle Ideen f\u00fcr sie und schreibe dann Aufs\u00e4tze dar\u00fcber in deinem Heft.<\/p>\n<p class=\"A1\">(a) ein Regentag<\/p>\n<p class=\"A1\">(b) Meine Mutter oder mein Vater<\/p>\n<p class=\"A1\">(c) eine Beschreibung von deinem beliebten Spielzeug<\/p>\n<p class=\"A1\">(d) ein Brief zu einem Freund worin du erz\u00e4hlst welche Freude du hattest als du einen Schneemann machtest<\/p>\n<p class=\"A1\">(e) Ein Unfall auf dem Eis Gib davon zwei Berichte:<\/p>\n<p class=\"A1\">(1) vom Verletzten<\/p>\n<p class=\"A1\">(2) Von der Person die Hilfe leistete<\/p>\n<p class=\"A1\">Grammatik<\/p>\n<p class=\"A1\">Lerne die Seiten 13 und 14 in deinem Englischbuch. Schreibe \u00dcbung 10 und unterstreiche die F\u00fcrw\u00f6rter<\/p>\n<p class=\"A1\">Rechtschreibung<\/p>\n<p class=\"A1\">Mache die Erg\u00e4nzungs\u00fcbung auf Seiten 44 und 45. Lerne die fett gedruckten W\u00f6rter und bereite dich vor dass du diese m\u00fcndlich in S\u00e4tzen verwenden musst.<\/p>\n<p class=\"A1\">spezielle Lektion<\/p>\n<p class=\"A1\">Am Montag, 6. Februar, um 9.30 Uhr, wird eine Lektion \u00fcber Lesezeichen gegeben. Alle Knaben aus Klasse IV sollen dabei anwesend sein, andere die wissen dass ihr Gebrauch von Lesezeichen mangelhaft ist d\u00fcrfen auch anwesend sein.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KLASSE V<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">GEOMETRIE<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">ARITHMETIK<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">klasse vi<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">zeichnen<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"A1\">Mache nach eigener Wahl vier Aufgaben:<\/p>\n<p class=\"A1\">stilleben<\/p>\n<p class=\"A1\">Mache eine Aquarellzeichnung von der Gruppe von Objekten die im Klassenzimmer f\u00fcr Zeichnen bereit stehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">zeichnen aus dem Ged\u00e4chtnis<\/p>\n<p class=\"A1\">Zeichne aus dem Ged\u00e4chtnis eine Gruppe von Objekten bestehend aus einem Hobel, einer S\u00e4ge die man gebraucht bei der Herstellung von Schwalbenschwanzverbindungen, einem Holzhammer und einem Mei\u00dfel. Wenn du dich im Fachlehrraum f\u00fcr Werken befindest, beobachte sorgf\u00e4ltig die Konstruktion und die Form von diesen Ger\u00e4ten.<\/p>\n<p class=\"A1\">entwerfen<\/p>\n<p class=\"A1\">Zeichne zwei Randverzierungen, eine gegr\u00fcndet auf gerade Linien und eine auf gebogene Linien. Male sie und benutze die Farben die deiner Meinung nach am besten zusammengeh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Buchstaben<\/p>\n<p class=\"A1\">Beobachte sehr gut die Beispiele von r\u00f6mischen Buchstaben die an der Wand h\u00e4ngen. Die Verh\u00e4ltnisse der Buchstaben bis K werden gezeigt. Zeichne diese sorgf\u00e4ltig, in Quadrate von 5 Zentimeter. Beachte dass die Buchstaben C, D, G\u00a0 einen Kreis als Basis haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bilder zeichnen<\/p>\n<p class=\"A1\">Beobachte Knaben oder M\u00e4nner die Fu\u00dfball spielen. Betrachte die Position von Armen und Beinen wenn jemand einen t\u00fcchtigen Sto\u00df macht. Mache Zeichnungen von Fu\u00dfballspielern die aus mehreren Haltungen schie\u00dfen. Mache eine Zeichnung von einem Ereignis das man \u201eGerettet\u201c nennen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Geografie<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Februar<\/p>\n<p class=\"A1\">lernen<\/p>\n<p class=\"A1\">Lerne die Produkte und Industrien in Indien, und dann die St\u00e4dte und Verbindungen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lies Lay&#8217;s British Dominions, S. 50-63. Suche weitere Auskunft in Nachschlagewerken.<\/p>\n<p class=\"A1\">geschriebene Arbeit<\/p>\n<p class=\"A1\">(1) Mache aus \u00dcbungen im Kartenlesen die Aufgaben 4, 9, 12, 13 auf S. 54 und 3, 15, 17, auf S. 61.<\/p>\n<p class=\"A1\">(2) In \u201eThings to do\u201c (zu machenden Sachen) Auftr\u00e4ge 1, 2 auf S. 55 und 1, 2 auf S. 62.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">spezielle Lektion<\/p>\n<p class=\"A1\">Eine Lektion wird am Montag 27. Februar, um 11 Uhr morgens \u00fcber \u201eDer Wert von Indien f\u00fcr England und der Wert von England f\u00fcr Indien\u201c gegeben. Alle Knaben die Indien studieren m\u00fcssen anwesend sein.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">LESEN<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">April<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn du dein Monatsbuch gew\u00e4hlt hast, schreibe deinen Namen, deine Klasse und den Titel vom Buch im dazu bestimmten Heft.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lies das ganze Buch bevor du die Antworten schreibst.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn du beim Lesen auf etwas st\u00f6\u00dft das du nicht verstehst, frage einen \u00e4lteren Knaben oder suche es im W\u00f6rterbuch auf. Wenn du es dann noch nicht wei\u00dft, komme zu mir.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn du das ganze Buch gelesen hast, beantworte folgende Fragen:<\/p>\n<p class=\"A1\">(1) Welches ist deiner Meinung nach die beste Geschichte oder das beste\u00a0 Kapitel im Buch? Beschreibe es.<\/p>\n<p class=\"A1\">(2) Welche Person im Buch magst du am meisten? Sage weshalb du ihn (oder sie) vorziehst und erz\u00e4hle eine oder zwei von den Taten von dieser Person.<\/p>\n<p class=\"A1\">(3) Schreibe ein kleines Schauspiel und benutze dabei den Inhalt von einem Kapitel aus dem Buch, oder schreibe ein Gedicht von mindestens drei Strophen \u00fcber eine Person oder einen Vorfall im Buch.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">KLASSE 7<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">English<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">Mathematik und Wissenschaften<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">EXPERIMENTELLE WISSENSCHAFT<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"A1\">lernen<\/p>\n<p class=\"A1\">Mache und beschreibe zwei oder mehr Experimente aus Lektion 6 und 7 \u00fcber den Kegel und den Zylinder.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lerne Lektion 13 \u00fcber spezifisches Gewicht und zeichne die Figur auf S. 12, McDougall&#8217;s Handwork Science, Book II.<\/p>\n<p class=\"A1\">Jetzt m\u00f6chte ich einige Vorteile von dieser individuellen Unterrichtsmethode erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Die Pers\u00f6nlichkeit vom Kinde wird anerkannt, studiert und entwickelt.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Jedes Kind bestimmt eigenes Tempo. Kein Kind braucht auf andere zu warten. Das langsame Kind wird nicht \u00fcber seine Kr\u00e4fte gehetzt und leistet dadurch bessere und bleibende Arbeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Das Kind mit Neigung zur Faulheit wird interessiert weil es mehr Wahlen bekommt.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Das Kind leistet die Arbeit, es wird nicht f\u00fcr das Kind gemacht. Es bekommt Erfahrung wenn es die Arbeit leistet und hat Genugtuung, wenn es selber etwas vollendet hat.<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Man braucht nicht mit der Arbeit aufzuh\u00f6ren wenn diese am interessantesten ist, man braucht auch nicht damit weiter zu gehen wenn sie langweilig wird oder wenn man m\u00fcde wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Es gibt Einheit im Unterricht. Wenn ein Kind eine oder zwei Wochen abwesend ist, geht er beim R\u00fcckkehr weiter, gerade dort wo er stecken geblieben ist. Er verliert den Faden von seinem Fach nicht wie es so oft beim Klassenunterricht der Fall ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Die Kinder in jedem Klassenzimmer bilden eine Familiengruppe, die \u00e4lteren, die weiter vorger\u00fcckt sind, helfen den j\u00fcngeren und schw\u00e4cheren immer wenn sie um Hilfe gebeten werden, ohne dass sie ihnen zu viel erz\u00e4hlen oder sie zu abh\u00e4ngig machen. Dies entwickelt ein hilfreiches Benehmen in den \u201e\u00e4lteren Sch\u00fclern und verst\u00e4rkt zu gleicher Zeit ihr eigenes Wissen wie es bei jedem Unterricht \u00fcbrigens der Fall ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Es gibt keinen scharfen Bruch mit der Studiermethode die man im sp\u00e4teren Leben anwendet.<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Es gibt kein fixes Datum wo ein Kind in Klasse VII versetzt wird, ungeachtet wie wenig Kinder in dieser Klasse sitzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Kinder die mit einem Lernfach besch\u00e4ftigt sind wenn sie dies wollen sind begeisterter, arbeiten besser und \u00fcberwinden Schwierigkeiten leichter.<\/p>\n<p class=\"A1\">11. Das Organisationsverm\u00f6gen eines Kindes wird entwickelt, weil es planen muss und mit dem Monatspensum rechtzeitig fertig sein soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">12. Es entsteht freundschaftlicher Wetteifer, die j\u00fcngeren Kinder arbeiten t\u00fcchtig um die \u00e4lteren zu \u00fcberholen und die \u201e\u00e4lteren wollen gerne voran bleiben.<\/p>\n<p class=\"A1\">13. Es gibt engeren pers\u00f6nlichen Kontakt zwischen Lehrer und Sch\u00fcler.<\/p>\n<p class=\"A1\">14. Es gibt keine Schwierigkeiten bei der Versetzung, jedes Kind wird versetzt wenn es so weit ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">15. W\u00e4hrend etwa des letzten Jahres dass ein Kind zur Schule geht darf es wenig Zeit verwenden auf die F\u00e4cher f\u00fcr die es eine geringe oder keine Veranlagung hat und die Erziehung und der Unterricht werden v\u00f6llig auf jene F\u00e4cher gerichtet die sein gro\u00dfes Interesse haben.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieser Stundenplan gibt ein gutes Beispiel von den F\u00e4chern die nachmittags in den Klassen unterrichtet werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vier gleiche Gruppen, zusammen 160 bis 200 Kinder sind auf Grund vom Alter eingeteilt worden:<\/p>\n<p class=\"A1\">Gruppe 1\u00a0 Alter 13 und 14 Jahre<\/p>\n<p class=\"A1\">Gruppe 2\u00a0 Alter 12 und 13 Jahre<\/p>\n<p class=\"A1\">Gruppe 3\u00a0 Alter 11 und 12 Jahre<\/p>\n<p class=\"A1\">Gruppe 4\u00a0 Alter 9, 10, 11 Jahre<\/p>\n<p class=\"A1\">Lehrf\u00e4cher<\/p>\n<p class=\"A1\">Wie schon erw\u00e4hnt werden Ausfl\u00fcge f\u00fcr Biologie und Zeichnen, Diastunden f\u00fcr Erdkunde oder Geschichte eigens organisiert und die Zeiten werden im Logbuch unter \u201eNaturwissenschaft\u201c genannt. Eine Reihe von Stunden \u00fcber Gesundheitslehre wird organisiert und Physikexperimente werden gezeigt. Weil die Gruppen nicht mit den Klassen \u00fcbereinstimmen, teilt der Lehrer Gruppen ein bei experimenteller und m\u00fcndlicher Arbeit w\u00e4hrend die anderen wie morgens arbeiten.<\/p>\n<p class=\"A1\">Vortrag und Theater geschehen w\u00e4hrend der Stunden f\u00fcr Literatur und Lesen. Literatur wird in Klassen unterrichtet, genau so wie Religion.<\/p>\n<p class=\"A1\">Bei diesen Stunden hat die Pers\u00f6nlichkeit vom Lehrer den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf die Fantasie und die Gef\u00fchle der Kinder wenn er die Worte, Gedanken und den Geist vom Autor \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Literaturstunden geschehen anhand meines Buches Literaturunterricht in Schulen \u2013 A Manual of Matter and Method, (Verlag E. J. Arnold, Leeds). Der Preis ist 4s 6d und das Buch hat gen\u00fcgend Lernstoff f\u00fcr die acht Schuljahre.<\/p>\n<p class=\"A1\">W\u00f6chentlich findet eine Debatte statt in Gruppe I, eine Woche zuvor bestimmen die Kinder das Thema und wer es leitet. Die \u00e4lteren lernen nachzudenken und sie werden ge\u00fcbt gute und logische Antworten zu geben \u2013 eine \u00dcbung die sehr notwendig ist: man braucht nur Sprechern \u00fcber Themen auf allerhand Gebieten vom Leben zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"A1\">Sch\u00f6nschreiben umfasst Schreiben, Zahlen und methodische Schrift. Dies verh\u00fctet die Neigung zu nachl\u00e4ssiger Arbeit was passieren kann wenn Kinder mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr den Lernstoff haben als f\u00fcr die Reinheit von der Weise wie sie es ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"A1\">Dennoch, wenn beim Dalton Plan nachl\u00e4ssige Arbeit beim Lehrer eingeliefert wird um beurteilt zu werden, missbilligt der Lehrer es und die \u00dcbung soll aufs Neue gemacht werden. Dadurch lernt das Kind dass dasjenige was getan werden soll, wert ist getan zu werden auch wert ist gut gemacht zu werden und dass nachl\u00e4ssige, schmutzige und unsaubere Arbeit eine Tat der Unh\u00f6flichkeit der Person gegen\u00fcber ist dem es angeboten wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">K\u00f6rpererziehung und Musik werden von einem spezialisierten Lehrer gegeben, in den Altersgruppen \u2013 eine weit bessere Einteilung f\u00fcr diese F\u00e4cher als Klassen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">ZEICHNUNGEN AUF S. 217 UND 218 HIER<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Nun gebe ich eine Reihe von Fragen und kritischen Bemerkungen von Besuchern und meine Antworten darauf.<\/p>\n<p class=\"A1\">1. Ist das fortw\u00e4hrende Besch\u00e4ftigt-Sein nicht eine zu gro\u00dfe B\u00fcrde f\u00fcr die Kinder?<\/p>\n<p class=\"A1\">Das haben wir nicht gesp\u00fcrt. Kinder k\u00f6nnen vom Fach \u00e4ndern wenn sie es satt sind. Nach angestrengter Lernarbeit oder geschriebener Arbeit kann ein Kind ins Klassenzimmer f\u00fcr Zeichnen gehen, oder ins Klassenzimmer f\u00fcr Lesen, wo es ein interessantes Buch lesen kann oder eine Reihe von Geschichten. Oder es geht zum Fachlehrraum f\u00fcr Werken oder Naturwissenschaft um dort einige Experimente, oder eine Modelle in Pappe oder Plastilin oder etwas was er gelesen hat, zu machen. Dadurch wird \u00dcberlastung verh\u00fctet.<\/p>\n<p class=\"A1\">2. Aber wie steht es um die Nervenbelastung vom Lehrer?<\/p>\n<p class=\"A1\">Sicher, der Lehrer arbeitet w\u00e4hrend der Morgenzeit sehr t\u00fcchtig, aber er hat die Leitung von seinem Fach in den eigenen H\u00e4nden. Er kann Korrektur von schriftlicher Arbeit mit Fragen \u00fcber die von ihm aufgegebene Arbeit abwechseln. Er kann mit einigen Kindern bei der Wandtafel Gruppeninstruktion \u00fcber einen schwachen Unterteil geben oder er geht zu den Knaben und redet mit ihnen \u00fcber ihre Arbeit. Diese Abwechslung ist sehr effektiv, so hat es sich gezeigt.<\/p>\n<p class=\"A1\">3. Wie verh\u00fcten sie dass Knaben ihre Zeit vergeuden wenn sie darauf warten dass ihre Arbeit beurteilt wird?<\/p>\n<p class=\"A1\">Jeder Knabe der mit seiner Arbeit fertig ist sodass diese korrigiert werden kann, schreibt seinen Namen auf der Wandtafel und geht mit seiner Arbeit weiter. Der Lehrer ruft einen Knaben zu gleicher Zeit, in der Reihenfolge von den Namen auf der Wandtafel.<\/p>\n<p class=\"A1\">4. Besprechen sie wohl mal dass Kinder zwecklos von einem Fachlehrraum zum andern gehen?<\/p>\n<p class=\"A1\">Nein. Die meisten Knaben bleiben eine Stunde oder mehr in einem Fachlehrraum. Wir ermutigen sie eine schriftliche Antwort, das\u00a0 Zeichnen von einer Karte oder ihren Aufsatz zuerst fertig zu machen wenn sie damit angefangen haben, bevor sie mit einem andern Fach weitergehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">5. Sind alle ihre Schulb\u00fccher geeignet?<\/p>\n<p class=\"A1\">Sie sind die besten die zurzeit zu haben sind. Wenn es einen gr\u00f6\u00dferen Bedarf an B\u00fcchern gibt die f\u00fcr junge Kinder geeignet sind, reagieren die Verleger wohl. Lehrer sollten die neuesten Kataloge untersuchen und selber w\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"A1\">6. Besprechen Sie dass Kinder unter dem neuen System tr\u00f6deln?<\/p>\n<p class=\"A1\">Sie k\u00f6nnen nicht tr\u00f6deln ohne dass wir es bemerken. Ihre Vermerkkarte zeigt was sie f\u00fcr jedes Fach gemacht haben und jeder Lehrer kann sie zu jeder Zeit bitten diese zu zeigen. Mit einem Blick auf seine eigene Karte kann ein Lehrer sofort sehen ob ein Knabe sein Fach vernachl\u00e4ssigt und ihn zu sich rufen um ihn abzufragen. Aber die Neigung ist gerade umgekehrt. Die Schwierigkeit ist Kinder mit ihrer Arbeit aufh\u00f6ren zu machen wenn es Spielzeit ist oder Zeit um nach Hause zu gehen. Viele arbeiten zu Hause freiwillig weil keine Hausarbeit aufgegeben wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">7. Wie regeln Sie es wenn zu viele Kinder zu gleicher Zeit in den selben \u00a0Fachlehrraum gehen wollen?<\/p>\n<p class=\"A1\">Zuerst d\u00fcrfen die Kinder hinein die ein wenig im Fach zur\u00fcckgeblieben sind und diejenigen die nur dieses Fach fertig machen m\u00fcssen um mit dem ganzen Monatspensum fertig zu sein. Der Lehrer erz\u00e4hlt den Kindern dass er nur sechs, acht oder zehn zulassen will, je nach der Sachlage, und bittet sie nun freiwillig nach einem andern Fachlehrraum zu gehen und eine gen\u00fcgende Zahl geht sofort, ohne Protest. Es ist eine gute \u00dcbung in Selbstverleugnung.<\/p>\n<p class=\"A1\">8. Leidet die m\u00fcndliche Arbeit nicht unter diesem Plan?<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt in reichem Ausma\u00df Gelegenheit f\u00fcr m\u00fcndliche Arbeit und Sprech\u00fcbung in den Nachmittagsklassenstunden wie Sie auf dem Stundenplan sehen k\u00f6nnen. Und w\u00e4hrend der Morgenstunden kommen Gespr\u00e4che zwischen den Kindern selber oft vor, und auch zwischen Lehrer und Kind.<\/p>\n<p class=\"A1\">9. Was geschieht wenn ein Kind seine Pensumkarte oder Vermerkkarte verliert?<\/p>\n<p class=\"A1\">Es muss ein Penny f\u00fcr eine neue bezahlen und hat auch Probleme um den Namenszug vom Lehrer wieder unter seiner Arbeit zu bekommen. Das bedeutet dass er Zeit und Geld wie seine Karte verliert und deshalb ist er vorsichtig damit. Wenige haben die Karte verloren.<\/p>\n<p class=\"A1\">10. Sp\u00fcren Sie dass der Stil von der schriftlichen Arbeit abw\u00e4rts geht?<\/p>\n<p class=\"A1\">Sehr wenig. Am Nachmittag wird eine spezielle Stunde gegeben um jede Tendenz dazu zu korrigieren. \u00fcberdies, wenn ein Kind morgens nachl\u00e4ssige Arbeit macht, muss die am Nachmittag aufs Neue geschrieben werden und so lernen Kinder dass was wert ist gemacht zu werden auch wert ist gut gemacht zu werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">11. Beabsichtigen Sie den Plan in einer niedrigeren Klasse einzuf\u00fchren?<\/p>\n<p class=\"A1\">M\u00f6glicherweise in Klasse III, aber, unserer jetzigen Meinung nach, nicht niedriger, wiewohl die Methoden in den Klassen I und II in einigen F\u00e4chern, besonders Lesen, Schreiben und Rechnen zum gr\u00f6\u00dften Teil individuell sind. Man soll nicht vergessen, dass der Dalton Plan kein Montessorisystem ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">12. Hat die erlaubte Freiheit einen nachteiligen Einfluss auf die Ordnung gehabt?<\/p>\n<p class=\"A1\">Im Gegenteil, es ist eine gute Unterst\u00fctzung f\u00fcr Disziplin und Selbstkontrolle. Wenn Kinder interessiert sind und hinreichend zu tun haben gibt es keine Schwierigkeiten mit der Ordnung.<\/p>\n<p class=\"A1\">13. Haben sie abschlie\u00dfbare K\u00e4stchen f\u00fcr die Knaben?<\/p>\n<p class=\"A1\">Nein. Alle haben Schulmappen und jeder tr\u00e4gt seine eigenen B\u00fccher und Schreibmaterialien. Jeder betroffene Lehrer \u00fcberwacht die Materialien f\u00fcr Zeichnen, Werken und Physikexperimente liegen in den Schr\u00e4nken in den bestimmten Klassenzimmern. Die Knaben bekommen diese wenn sie es wollen und legen sie wieder auf den richtigen Stellen weg wenn sie fertig damit sind.<\/p>\n<p class=\"A1\">14. Was machen Sie mit einem Kinde das, sagen wir, drei Monate abwesend gewesen ist?<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir lassen es dort weitergehen wo es stecken geblieben ist, aber wir verringern die Menge Arbeit in den meisten F\u00e4chern damit es m\u00f6glichst bald den R\u00fcckstand \u00fcberwinden kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">15. Was machen Sie mit einem Kinde das z.B. im Rechnen sehr r\u00fcckst\u00e4ndig ist und ziemlich gut in den andern F\u00e4chern?<\/p>\n<p class=\"A1\">Es bekommt f\u00fcr dieses Fach leichtere Aufgaben. Wenn es notwendig ist, bekommt er Aufgaben aus einer niedrigeren Klasse. Die Arbeit soll zu ihm passen. Wir machen nicht das Unm\u00f6gliche indem er zur Arbeit passen soll.<\/p>\n<p class=\"A1\">16. Wie geht ein Knabe weiter wenn er alle F\u00e4cher, ausgenommen eines, vom Monatspensum fertig hat und wenn er in den betreffenden Fachlehrraum geht und da sieht dass alle Platze belegt sind?<\/p>\n<p class=\"A1\">Dieser Knabe darf zum Fachlehrer gehen und ihm sagen dass er nicht mit diesem Fach aus dem Monatspensum weitergehen kann. Der Lehrer bittet einen dessen Arbeit nicht so dringend ist das Klassenzimmer zu verlassen und dies wird immer gemacht.<\/p>\n<p class=\"A1\">17. Sie erlauben Knaben zu reden und hin und her zu gehen w\u00e4hrend der Arbeitszeit. Gibt es keine Wahrheit in der alten Redensart: \u201eGib ihm den kleinen Finger und er nimmt die ganze Hand?\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Diese Redensart trifft zu f\u00fcr Kinder die der alten, milit\u00e4rischen Disziplin unterworfen waren. Wie Kinder deren Eltern sie mit einer eisernen Rute regierten und wie Milit\u00e4rs die, wenn die Einschr\u00e4nkungen aufgehoben worden sind, ungehemmt reagieren und die Gewalttaten sind gew\u00f6hnlich proportional mit dem vorhergehenden Druck. Diese Redensart trifft nicht zu bei Kindern die unter vern\u00fcnftigeren Umst\u00e4nden herangewachsen sind. Gewiss, wir erlauben Kindern zu reden und hin und her zu gehen. Sie m\u00fcssen dies machen wenn sie einander helfen. Aber die Regel ist dass jedes Gespr\u00e4ch fl\u00fcsternd gemacht wird und das Gehen durch das Klassenzimmer muss ein bestimmtes Ziel haben, im Zusammenhang mit dem Fach. Wir bemerken nicht dass dieses Vorrecht missbraucht wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">18. Schl\u00e4gt beim Dalton Plan das Pendel nicht zu weit in der entgegengesetzter Richtung aus weil fr\u00fcher der Lehrer fast alle Arbeit machte?<\/p>\n<p class=\"A1\">Nicht auf unsere Weise und Methode. Der Lehrer macht vieles, in der Gestalt von Beratung, Hilfe, Begleitung und Ermutigung, aber er macht es mit dem Individuum und nicht mit der Menge \u2013 eine viel beeindruckendere und effektivere Methode. Und dies als Erg\u00e4nzung zu den Gruppen- und Klassenstunden in den Lehrf\u00e4chern.<\/p>\n<p class=\"A1\">19. Wann erlauben Sie mehr Wahlfreiheit was die F\u00e4cher betrifft?<\/p>\n<p class=\"A1\">Wenn ein Knabe mit den F\u00e4chern aus Klasse VII fertig ist, bekommt er nur Aufgaben f\u00fcr Mathe und Englisch, die er in etwa sechs oder sieben Tagen im Monat leisten kann. Die \u00fcbrige Zeit wird auf Lieblingsf\u00e4cher verwendet. Das einzige Erfordernis ist dass er die gemachte Arbeit in einem Tagebuch erw\u00e4hnt und dass die Arbeit vom Fachlehrer \u00fcberpr\u00fcft wird. In Einzelf\u00e4llen geschieht dies auch mit Kindern die das Pensum f\u00fcr Klasse VII nicht fertig haben und nie fertig damit werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">20. Ich bef\u00fcrchte dass die Inspiration und Begeisterung die beim Klassenunterricht vom Lehrer zu Sch\u00fclern gehen, beim Dalton Plan verschwinden. Was halten Sie davon?<\/p>\n<p class=\"A1\">Es ist wahr, dass bei einigen Stunden, und besonders bei einigen Lehrern, subtiler Einfluss beim Klassenunterricht vom Lehrer zu den Sch\u00fclern geht. Aber Religion, Literatur, Musik und einige Geschichtestunden sind fast die einzigen F\u00e4cher bei denen dies geschieht und bei unserem Plan werden diese auch klassenweise\u00a0 unterrichtet. Ich bin der Meinung dass der Einfluss von einem Gespr\u00e4ch vom Lehrer mit einem individuellen Kind bei irgendeinem theoretischen Fach viel bedeutenderer als dasjenige was in einer Klassenstunde gesagt worden ist. Diejenigen unter uns die \u00e4lter sind H\u00f6ren oft Predigten oder Vorlesungen die uns inspirieren und wenn wir das Vorrecht haben nachher mit dem Prediger oder Professor dar\u00fcber zu reden, ist das Ergebnis kr\u00e4ftiger und dauernd. Aber wie viele Klassenstunden m\u00fcssen Kinder h\u00f6ren, die langweilig und nutzlos sind und andere die sie nicht hinreichend interessieren um etwas zu fragen? Wenn wir dem Klassenunterricht und der individuellen Arbeit allen die Stelle geben die ihnen zusteht, folgen die besten Ergebnisse.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">\u00dcbersetzung: Harald Eichelberger<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Vorarbeit zur \u00dcbersetzung: C. J. Jannsen<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">Check Diana Eastment May 2006<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">*<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 Aus einer Rede des Vorsitzenden zur Mathematical Association. Gedruckt in der <em>Mathematical Gazette<\/em>, M\u00e4rz 1918.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"A1\" align=\"left\"><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">*<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zitat nach Genehmigung der Verleger<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">*<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aufs neue gedruckt mit freundlicher Genehmigung von <em>The Times<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"A1\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UNTERRICHT NACH DEM DALTONPLAN von HELEN PARKHURST, Schulleiterin der Children&#8217;s [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-13","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-daltonplan-paedagogik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}