{"id":16,"date":"2013-12-21T15:28:27","date_gmt":"2013-12-21T15:28:27","guid":{"rendered":"?p=16"},"modified":"2013-12-21T15:28:27","modified_gmt":"2013-12-21T15:28:27","slug":"freiheit-fuer-die-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=16","title":{"rendered":"Freiheit f\u00fcr die Schule"},"content":{"rendered":"<p>Leitlinien zur Diskussion des Schul- und Bildungskonzeptes sind die \u201e<em>\u00d6ffnung der Schule<\/em>\u201c f\u00fcr deren Gestaltung durch die von ihr Betroffenen, die \u201e<em>Entparteipolitisierung<\/em>\u201c und die \u201e<em>Demokratisierung<\/em>\u201c der Schule, die \u201e<em>P\u00e4dagogisierung<\/em>\u201cder Schule im Sinne einer Professionalisierung schulischer Arbeit, die \u201e<em>Internationalisierung und Europ\u00e4isierung<\/em>\u201c und die \u201e<em>Communisierung<\/em>\u201c der Schule im Sinne einer \u00d6ffnung zur Gesellschaft und f\u00fcr die Gesellschaft. Hauptkriterium der vorliegenden Konzeption ist deren Gestaltung als <em>flexible und entwickelbare Struktur<\/em>.<\/p>\n<h2 align=\"right\">Harald Eichelberger<\/h2>\n<h1>Freiheit f\u00fcr die Schule<\/h1>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir unser Schulsystem entwickeln, dass<\/p>\n<ul>\n<li>die einzelnen Bildungsinstitutionen eine kindgem\u00e4\u00dfe P\u00e4dagogik entwickeln und realisieren lernen,<\/li>\n<li>die Kinder ihre Individualit\u00e4t zu ihrer Pers\u00f6nlichkeit entwickeln k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>Lernen als Freude an sich selbst eine dem Leben Sinn gebende T\u00e4tigkeit erfahren k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>die Schl\u00fcsselkompetenzen, wie Initiativkraft und Leistungsmut erlernt werden k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>ihren individuellen Bildungsweg nach der eigenen Bildungsbiografie optimal gestalten k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>die Lehrerinnen und Lehrer in einer Bildungsinstitution arbeiten, die sie mitgestaltet haben, mit der sie sich identifizieren k\u00f6nnen und in der sie ihr subjektiv-didaktisches Bildungsmodell mit ihren Kindern leben k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Schul- und Bildungssystem eines Landes ist in seiner strukturellen Sensibilit\u00e4t einem Kartenhaus vergleichbar. Will man einen Teil daraus ver\u00e4ndern, so hat dies auch meistens Folgen f\u00fcr die anderen Teile. Man muss vorsichtig mit Ver\u00e4nderungen vorgehen, will man die Struktur eines Bildungssystems in ihrer Effektivit\u00e4t erhalten, auch wenn man es gleichzeitig ver\u00e4ndern m\u00f6chte. Es ist meist nur ein kleines Problem, Karten von ganz oben auszutauschen, ein gro\u00dfes hingegen, das Fundament zu \u00e4ndern. Manches Mal muss man dann die gesamte Struktur dieses Geb\u00e4udes neu schaffen, vor allem aber sein Fundament.<\/p>\n<p>Leitlinien zur Diskussion des Schul- und Bildungskonzeptes sind die \u201e<em>\u00d6ffnung der Schule<\/em>\u201c f\u00fcr deren Gestaltung durch die von ihr Betroffenen, die \u201e<em>Entparteipolitisierung<\/em>\u201c und die \u201e<em>Demokratisierung<\/em>\u201c der Schule, die \u201e<em>P\u00e4dagogisierung<\/em>\u201cder Schule im Sinne einer Professionalisierung schulischer Arbeit, die \u201e<em>Internationalisierung und Europ\u00e4isierung<\/em>\u201c und die \u201e<em>Communisierung<\/em>\u201c der Schule im Sinne einer \u00d6ffnung zur Gesellschaft und f\u00fcr die Gesellschaft. Hauptkriterium der vorliegenden Konzeption ist deren Gestaltung als <em>flexible und entwickelbare Struktur<\/em>. Es ist ein <em>Entwicklungskonzept<\/em>, das von den Betroffenen immer wieder neu gedacht werden kann und muss und das die Verantwortlichkeit den Ausf\u00fchrenden \u00fcberl\u00e4sst, Abh\u00e4ngigkeiten verringert und den Betroffenen einen h\u00f6heren Grad an Gestaltungsfreiheit einr\u00e4umt.<\/p>\n<p>Bereits in diesem Stadium der Diskussion eines Schul- und Bildungskonzeptes wird f\u00fcr den Leser klar, dass Grundsatzentscheidungen bereits gefallen sind. Die Leitlinien, die f\u00fcr die Erstellung des Konzeptes ausgew\u00e4hlt worden sind, basieren auf bestimmten individuellen Vorstellungen, Werthaltungen, Einstellungen und einem mehr oder weniger stark ausgepr\u00e4gten Menschen- und Gesellschaftsbild. Die Diskussion um Leitlinien einer Schulerneuerung\u00a0folgt in dieser Phase auch eindeutig einer politischen Dimension, die sich mit <em>basisdemokratischer Orientierung<\/em>, Betonung der <em>Individualit\u00e4t<\/em>, st\u00e4rkerer Orientierung der <em>Selbstbestimmung<\/em>\u00a0und dem <em>Abbau ungerechtfertigter Abh\u00e4ngigkeiten und Unterdr\u00fcckungen<\/em> beschreiben l\u00e4sst sowie der p\u00e4dagogischen Dimension der Kindorientierung. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass die gesellschaftspolitischen Orientierungen und die Werthaltungen einer Schule als p\u00e4dagogische Einheit f\u00fcr <em>alle<\/em> Beteiligten transparent sind.<\/p>\n<h3>Innovation<\/h3>\n<p>Die folgende Diskussion sehen wir unter den Perspektiven eines m\u00f6glichen Lernprozesses aus den PISA-Studien. F\u00fcr schulische Erneuerung ist offenbar die \u201eSchulautonomie\u201c eine entscheidende Faktorengr\u00f6\u00dfe. Der Wechsel von b\u00fcrokratischer Regelung zur weitgehenden Schulautonomie, \u00a0von Top\u2013Down zu Bottom\u2013Up, scheint sich in den meisten postindustriellen Gesellschaften durchzusetzen. Dieser Wechsel der Strategien der Schulentwicklung bringt auch mit sich, dass Schulen vor allem in der <em>Grundorientierung<\/em>, die nicht mehr zentralistisch gesteuert wird, in der <em>Wissensauswahl<\/em>, die durch offene Prozesse gesteuert wird, ohne sich durch Lehrpl\u00e4ne allzu sehr einschr\u00e4nken zu lassen, in den <em>Zielsetzungen<\/em>, die regionalen Ver\u00e4nderungen unterliegen k\u00f6nnen, in der <em>personenorientierten Intention<\/em> und schlie\u00dflich in der <em>Konzentration <\/em>auf eine einzelne Schule als p\u00e4dagogische Einheit Autonomie anstreben.<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Konzepte der Schulentwicklung\u00a0sind in den erfolgreichen Staaten der PISA-Studien p\u00e4dagogisch orientiert und bewegen sich auch meist in reformp\u00e4dagogischer Tradition. Die Suche nach dem <em>besten Modell<\/em> wird nach Angaben von aktuellen Forschungen heutzutage als problematisch hingestellt. Es gibt kein bestes Modell. Wenn Schulen individuelle Handlungseinheiten sind (oder werden), die sich bei gen\u00fcgender Autonomie\u00a0selbst optimieren k\u00f6nnen, dann schlie\u00dft diese Optimierung auch die Eigenst\u00e4ndigkeit des p\u00e4dagogischen Konzeptes mit ein. Das bedeutet, dass die Schule ein p\u00e4dagogisches Konzept entwickeln wird, das vielleicht auf dem f\u00fcr sie besten (reformp\u00e4dagogischen) Konzept beruhen kann, aber nicht ausschlie\u00dflich und nicht ohne die Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Dabei darf nicht vergessen werden, dass das Schulkonzept\u00a0auch dem \u00f6ffentlichen Auftrag zu entsprechen hat und auch von der Finanzierung der Schule abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Wie initiiert man aber eine Schulentwicklung, wie kann ein innovativer Wandel zum Besseren eingeleitet werden? J\u00fcrgen Oelkers formuliert dazu Vorschl\u00e4ge, die darin \u00fcbereinstimmen, dass die Systemanreize \u00fcberh\u00f6ht, die Struktur der Schule gelockert und die Karrierem\u00f6glichkeiten des Lehrpersonals verbessert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Der staatliche Rahmen des Kern-Curriculums und der bisherige finanzielle Aufwand bleiben erhalten. Die Schulen selbst werden freigesetzt, in diesem Rahmen eigene Schulkonzepte zu entwickeln. Die Evaluation der Schulerfolge muss von unabh\u00e4ngigen Instanzen durchgef\u00fchrt werden.<\/li>\n<li>Die staatliche Mindestausstattung kann durch Leistungspr\u00e4mien erh\u00f6ht werden. Sie darf aber ein Minimum nicht unterschreiten. Es gibt Schulen mit unterschiedlicher Ausstattung.<\/li>\n<li>Die Lehrergeh\u00e4lter werden nach oben hin ge\u00f6ffnet, wobei Innovationen, wie. z.B. solche im didaktischen oder methodischen Bereich, belohnt werden k\u00f6nnen. Das Egalit\u00e4tsprinzip in der gleichen Besoldungsgruppe ist aufzul\u00f6sen und durch ein leistungsbezogenes Besoldungsschema zu ersetzen.<\/li>\n<li>Lehrerfortbildungen, die der Schulentwicklung\u00a0dienen, werden gef\u00f6rdert.<\/li>\n<li>Es gibt verbindliche und unverbindliche Curricula; ein Standardcurriculum und ein Wahlcurriculum der Schule. Beide sind konstituierend f\u00fcr das Schulkonzept.<\/li>\n<li>Selbstverwaltung und Selbstverantwortung der Schule sollen erh\u00f6ht werden. Zugleich m\u00fcssen die Angebote f\u00fcr Abnehmer transparent sein, und die Schule ist zu einem Leistungsnachweis und zu einer Selbstdarstellung verpflichtet.<\/li>\n<li>Schulabschl\u00fcsse werden mit Berechtigungen zu m\u00f6glichst vielen Bildungsanschl\u00fcssen verbunden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Verbesserung von Schule ist ein innovativer Prozess, der alle an der Schule Beteiligten mit einschlie\u00dfen sollte. Die folgenden Variablen sollten dabei Ber\u00fccksichtigung finden, wenn eine Effektivierung der Schule als relevante p\u00e4dagogische Handlungseinheit versucht wird:<\/p>\n<ul>\n<li>Klarheit \u00fcber die autonomen Bereiche einer Schule und \u00fcber die Bereiche der Abh\u00e4ngigkeit.<\/li>\n<li>Die F\u00fchrungsqualit\u00e4ten des Schulmanagements und deren eindeutige Kompetenzen.<\/li>\n<li>Die Zusammengeh\u00f6rigkeit und die Solidarit\u00e4t des Lehrk\u00f6rpers als eine Gruppe gleich gesinnter.<\/li>\n<li>Die schulinterne Lehrplanentwicklung, Umsetzungsstrategien des Lehrplanes und die Kontrolle der Durchf\u00fchrung.<\/li>\n<li>Interne Weiterbildung und spezielle Ausbildung und Qualifikationen der Lehrer der Schule.<\/li>\n<li>Einbeziehung der Eltern in die konkrete schulische Arbeit und die Unterst\u00fctzung durch die Eltern und die Unterst\u00fctzung der Eltern; Beratungskompetenz der Lehrer.<\/li>\n<li>\u00d6ffentliche Anerkennung der Bildungsarbeit der Schule.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Katalog der Variablen kann als Grundlage dienen, wenn in einem autonomen Sinne eine Entwicklung der Schule angestrebt wird.<\/p>\n<h2>Wertorientierungen und p\u00e4dagogische Grunds\u00e4tze<\/h2>\n<p>Die Erneuerung des Bildungs- und Schulwesens eines Landes bedarf trotz radikaler Erneuerungen einer vorsichtigen Entwicklung. Die Qualit\u00e4t der demokratischen Kultur eines Staates zeigt sich auch an der Beteiligung der direkt Betroffenen an dieser Erneuerung. Die Mitgestaltungsm\u00f6glichkeiten von Lehrern, Eltern und Sch\u00fclern an Bildung und Schule k\u00f6nnen sicher erweitert werden.<\/p>\n<p>Die Erweiterung der Mitgestaltungsrechte an der Schule ist ein wesentliches Element der Demokratisierung\u00a0einer Gesellschaft, die Folge daraus eine weitgehende Autonomisierung der Schule. Schulentwicklung\u00a0und Schulorganisation k\u00f6nnen eigenst\u00e4ndig innerhalb der gesetzlich festgelegten Rahmenbedingungen von den an der Schule beteiligten Personen geleistet werden.<\/p>\n<p>Gesetzliche Rahmenbedingungen sind notwendig! Diese sollen sich an den Grunds\u00e4tzen der Demokratisierung\u00a0und Autonomisierung von Erziehungsinstitutionen orientieren. Gleichzeitig sollen diese Rahmenbedingungen eine Dezentralisierung\u00a0erm\u00f6glichen. Ziel dieser Bem\u00fchungen ist die Abschaffung der Fragmentierung des Schulsystems, die Minimierung der Hintergrundfaktoren als Einflussgr\u00f6\u00dfe auf den individuellen Bildungserfolg und der Abbau der selektiven Faktoren eines Schulsystems.<\/p>\n<p>Die Integration\u00a0<em>aller <\/em>Kinder in eine gemeinsame Schule \u2013 ohne Ansehen ihres Geschlechtes, ihrer Rasse, ihrer Nationalit\u00e4t ihrer Kultur und ihrer Religion \u2013 ist als Grundrecht zu akzeptieren und zu respektieren. Im Sinne der Demokratisierung\u00a0und Autonomisierung der Schule gewinnt das Recht auf \u201eFreiheit der Schulwahl\u201c an Bedeutung.<\/p>\n<p>Das Grundprinzip der Schule ohne Ausgrenzung besagt, dass alle Kinder gemeinsam lernen sollen, wo immer das m\u00f6glich ist, egal, welche Schwierigkeiten sie haben oder welche Unterschiede es geben mag. Grundmodell der erfolgreichen Schule ist das Modell einer differenzierenden und individualisierenden Gesamtschule. Die Integration\u00a0behinderter Kinder in eine gemeinsame Schule mit nicht behinderten Kindern ist als Grundrecht zu akzeptieren und zu respektieren.<\/p>\n<p>Am Kind orientierte Schulen sind Bildungsst\u00e4tten f\u00fcr eine am Menschen und seiner Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung orientierten Gesellschaft, die sowohl die Unterschiede als auch die W\u00fcrde aller menschlichen Wesen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die Schaffung von Schulen ohne Ausgrenzung stellt einen entscheidenden Schritt zur \u00dcberwindung diskriminierender Einstellungen, zur Schaffung offener Gemeinschaften und einer Gesellschaft ohne Ausgrenzung dar. Schule ohne Ausgrenzung ist das wirksamste Mittel zur Schaffung von Solidarit\u00e4t zwischen Kindern mit besonderen Bed\u00fcrfnissen. Die Erziehung von Kindern mit besonderen Erziehungsbed\u00fcrfnissen ist die gemeinsame Aufgabe von Eltern und Fachleuten.<a href=\"#_ftn2\" title=\"\"><em><strong>[2]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>Die Institution Schule selbst ist dem schulischen Umfeld zu \u201e\u00f6ffnen\u201c, damit die einzelne Schule auf aktuelle gesellschaftliche Anforderungen reagieren kann und gleichzeitig auch zur Bildung von gesellschaftlichen Gruppen au\u00dferhalb der Unterrichtszeit der Kinder zur Verf\u00fcgung stehen kann.<\/p>\n<h3>Schulgestaltung<\/h3>\n<p>Die Forderung nach \u00d6ffnung der Schule fordert die Abkehr vom System der zentralen Lenkung der Schule durch die Schulbeh\u00f6rde, den Landesschulr\u00e4ten und dem Ministerium.<\/p>\n<p>Die Aufgaben der Gestaltung der Schule, der Organisation der Schule, der Entwicklung eines eigenst\u00e4ndigen Schulkonzepts, die Verwirklichung einer eigenst\u00e4ndigen p\u00e4dagogischen Konzeption, die Diskussion und Festschreibung eigener Zielsetzungen und die Formulierung eines schuleigenen Lehrplans in \u00dcbereinstimmung mit dem Kerncurriculum\u00a0des Staates sollen in einer schritt weisen Entwicklung den einzelnen Schulen \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Der derzeitige Rahmenlehrplan\u00a0ist grunds\u00e4tzlich ein sehr guter Lehrplan. Als Rahmenlehrplan erweckt er jedoch f\u00fcr viele Lehrer den Anschein des \u201eNicht-mehr-zu-bew\u00e4ltigenden\u201c. Es f\u00e4llt vielen Lehrern schwer, aus dem Rahmenlehrplan etwas auszusuchen und in diesem Fall \u201eexemplarisch\u201c zu denken.<\/p>\n<p>Das Kerncurriculum\u00a0ist hingegen bereits auf das Notwendige beschr\u00e4nkt. Es muss von den Lehrern f\u00fcr ihre Arbeit konkretisiert, teilweise modifiziert und in didaktisch-methodischen Dimensionen weitergedacht werden. Insofern erweckt es nicht den Eindruck, dass die Stofff\u00fclle erdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Jede Schule sollte aus dem Kerncurriculum\u00a0ihr eigenes Standardcurriculum ableiten k\u00f6nnen. Dieses Curriculum ist als notwendige Arbeitsstruktur zu verstehen. Es enth\u00e4lt <em>Orientierungen<\/em>, <em>Ziele<\/em>, <em>Organisationsformen der Lehrveranstaltungen<\/em>, <em>Zeiteinteilungen<\/em>, <em>lang- und mittelfristige Planungen<\/em>, <em>Projekte<\/em>, <em>Beschreibung didaktischer Grundlagen<\/em>, <em>Methoden<\/em> und sp\u00e4ter Platz f\u00fcr <em>R\u00fcckmeldungen und Reflexionen<\/em>.<\/p>\n<p>Es ist als begr\u00fcndeter und transparenter Wegweiser schulischer Arbeit zu verstehen. Ein Wegweiser, der den schulischen Bed\u00fcrfnissen auch immer wieder angepasst werden kann.<\/p>\n<h3>Bildung<\/h3>\n<p>Schulisches Lernen und Arbeiten orientiert sich an folgenden p\u00e4dagogischen Grunds\u00e4tzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ziel der Erziehung ist der gebildete, leistungsbereite, \u00fcber sich selber bestimmen k\u00f6nnende und gemeinschafts- und gef\u00fchlsreife Mensch.<\/li>\n<li>Bildung definiert sich nicht ausschlie\u00dflich im Bereich des Wissens, sondern konstituiert sich aus der exemplarischen Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des zu Lernenden f\u00fcr den Lernenden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zentraler Begriff des hier konzipierten schulischen Lernens ist nach wie vor die Bildung des Menschen bzw. dessen Erziehung zur M\u00fcndigkeit. Die Bildungsziele entsprechen nicht mehr den klassischen und humanistischen Idealen, sondern orientieren sich an einem realistischen und individualistischen Ansatz.<\/p>\n<p>Als vorrangige Lern- und Bildungsziele k\u00f6nnen<\/p>\n<ul>\n<li>die <em>Selbstbestimmungsf\u00e4higkeit<\/em> des Menschen,<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit zur <em>Informationsbeschaffung<\/em>,<\/li>\n<li>das Verstehen von <em>Zusammenh\u00e4ngen<\/em>,<\/li>\n<li>die Bereitschaft zu verantwortlichem und <em>moralischem<\/em> Handeln,<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit zur friedlichen und <em>demokratischen<\/em> Konflikterkennung und -l\u00f6sung,<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit zu <em>gegenseitiger Achtung<\/em> und <em>Solidarit\u00e4t<\/em> und<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit der Entdeckung des <em>Gemeinsamen<\/em> als M\u00f6glichkeit kultureller Bereicherung gelten<\/li>\n<\/ul>\n<p>In gleicher Weise strebt Bildung die <em>Kooperationsf\u00e4higkeit<\/em><em>, Mitbestimmungsf\u00e4higkeit <\/em>und <em>Solidarit\u00e4tsf\u00e4higkeit<\/em> des in einer Demokratie lebenden, lernenden und sich entwickelnden Menschen an. Jegliche p\u00e4dagogische Arbeit ist der optimalen Entwicklung des Kindes verpflichtet und findet ihre Konkretisierung in kind- und entwicklungsorientierten p\u00e4dagogischen Konzepten.<\/p>\n<h3>Konzept<\/h3>\n<p>Die Wahl eines p\u00e4dagogischen Konzeptes bzw. die Wahl der Methode d\u00fcrfen in ihrer Bedeutung nicht untersch\u00e4tzt werden. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Bildungszielen und der Methode (dem Weg), mit der man diese zu erreichen versucht. Die Erziehung zur Selbst\u00e4ndigkeit\u00a0verlangt auch ein Konzept des selbst\u00e4ndigen Arbeitens. Ziele und Methoden m\u00fcssen daher einander entsprechen, zueinander passen.<\/p>\n<p>Ein erweitertes Angebot an erprobten p\u00e4dagogischen Konzepten, wie z.B. die reformp\u00e4dagogischen Modelle, kann den Mangel an p\u00e4dagogischer Konzeption vielleicht beheben helfen. F\u00fcr einen guten Unterricht ist eine klar durchschaubare und in ihrer Begr\u00fcndung nachvollziehbare didaktisch-methodische Konzeption Voraussetzung. Sie ist auch durch eine eindeutige Namensgebung identifizierbar und daher immer wieder erkennbar.<\/p>\n<p>Jede p\u00e4dagogische Konzeption soll in ihrem inneren Aufbau, in ihrer Struktur sehr konsequent und stringent sein, in ihrer Durchf\u00fchrung aber Flexibilit\u00e4t und Toleranz zulassen. Schulisches Lehren und Lernen sind daher charakterisiert als <em>aktives<\/em>, <em>selbst\u00e4ndiges<\/em>, <em>selbst organisiertes<\/em> und <em>selbst bestimmtes<\/em> Lehren und Lernen. Formen des <em>entdeckenden<\/em> und <em>sinnhaft verstehenden<\/em> Lernens sind zur Bildung des Menschen als unbedingt notwendig anzusehen. Lernen ist immer in seiner Bedeutung als zu erlernende <em>F\u00e4higkeit des lebenslangen Lernens <\/em>und als <em>sinn gebende<\/em> T\u00e4tigkeit zu verstehen.<\/p>\n<p>Jede erzieherische und schulische Arbeit ist bestimmt durch qualitativ hochwertige, leistungsorientierte p\u00e4dagogische Konzepte, orientiert an wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftspolitischen Erfordernissen.<\/p>\n<h2>Neustrukturierung der Schulorganisation<\/h2>\n<p>Unsere Diskussionen konzentrieren sich auf folgende Bereiche:<\/p>\n<ul>\n<li>Schuleingangsbereich<\/li>\n<li>Grundschule oder Primarbereich<\/li>\n<li>Sekundarstufe I<\/li>\n<li>Sekundarstufe II<\/li>\n<li>Hochschulen \u2013 Lehrerinnen- und Lehrerbildung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Schuleingangsbereich\u00a0umfasst in der Regel ein Lernjahr des Sch\u00fclers, kann aber nach Bedarf auch zwei Jahre umfassen.<\/p>\n<p>Ich habe den Begriff \u201eLernjahre\u201c statt des Begriffes \u201eSchuljahre\u201c eingef\u00fchrt. Er soll vor allem Flexibilit\u00e4t in der individuellen Verweildauer eines Kindes in einem Schulbereich signalisieren. Manche k\u00f6nnten einfach schneller sein, in ihren ersten 10 Lernjahren auch schon die Sekundar-II erreicht haben, andere wiederum werden in ihren 10 Lernjahren die integrative Betreuung ben\u00f6tigen. Das Denken in \u201eLernjahren\u201c ist somit ein Beitrag zur Individualisierung der Schullaufbahn.<\/p>\n<p>Der Eintritt in den Schuleingangsbereich\u00a0ist um den 5. Geburtstag des Kindes m\u00f6glich. Der Schuleintritt selbst kann auch flie\u00dfend gestaltet werden.<\/p>\n<h3>Fr\u00fchkindliche Bildung<\/h3>\n<p>Aus den PISA-Studien k\u00f6nnen wir noch etwas lernen: auf die fr\u00fchkindliche Bildung kommt es an! Ich verweise an dieser Stelle nochmals auf die beiden Beitr\u00e4ge von D. Pichler-Bogner und M. Luckmann in diesem Buch. Diese Autorinnen beschreiben konkret einen Perspektivenwechsel, indem sie die Bedeutung der kindlichen Entwicklung verdeutlichen. Gleichzeitig machen sie darauf aufmerksam, wie bedeutend die fr\u00fchkindliche Entwicklung und die richtig verstandene Freiheit zur fr\u00fchkindlichen Entwicklung als Grundlage der Bildung des Menschen ist. Fr\u00fchkindliche Bildung ist die Grundlage des Menschen f\u00fcr sein lebenslanges Lernen.<\/p>\n<p><em>\u201eFr\u00fchkindliche Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie stellt h\u00f6chste Anspr\u00fcche an die Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher sowie an die Qualit\u00e4t und das Qualit\u00e4tsmanagement des Bildungsangebots. Dies gilt besonders bei der Sprachf\u00f6rderung und der Vermittlung musischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Kenntnisse. Sie stellt sich mit besserer und fr\u00fcherer Integration bildungsferner Schichten den sich versch\u00e4rfenden sozialen Gegens\u00e4tzen in unserer Gesellschaft fr\u00fch entgegen.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn3\" title=\"\"><em><strong>[3]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>Fr\u00fchkindliche Bildung minimiert den Einfluss der Hintergrundfaktoren auf den Schulerfolg, fr\u00fchkindliche Bildung verbessert die Chancengerechtigkeit der Kinder in ihrer Schullaufbahn und erh\u00f6ht die Lebenschancen und fr\u00fchkindliche Bildung ist ein Beitrag zur Verbesserung des \u201eHumankapitals\u201c in unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p><em>\u201eIch bin \u00fcberzeugt: Bildung, vor allem fr\u00fchkindliche Bildung, ist der Schl\u00fcssel zu allem. Wenn die PISA-Studie eine Botschaft an uns hat, dann wohl diese: Nur die R\u00fcckbesinnung auf das Elementare f\u00fchrt zur Verbesserung des Akademischen. Indem wir fr\u00fch die Basis f\u00fcr Bildung legen, kommen wir zu einer neuen Erziehungs- und Bildungsbewegung. Und je fr\u00fcher Menschen unabh\u00e4ngig von ihrer sozialen Herkunft an Bildung teilhaben k\u00f6nnen, desto mehr Chancengerechtigkeit wird es geben in diesem Land. Wir brauchen einen klaren Mentalit\u00e4tswechsel. Wenn Kinder eine Entwicklungschance und damit unsere Wissensgesellschaft eine \u00dcberlebenschance haben sollen, dann ist eine signifikante Verbesserung der fr\u00fchkindlichen Bildung \u2026unumg\u00e4nglich.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn4\" title=\"\"><em><strong>[4]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>N\u00fctzen wir die spontanen Aktivit\u00e4ten der Kinder, vertrauen wir auf ihre Entwicklungs- und Lernbereitschaft und unterst\u00fctzen wir diese, wie in den reformp\u00e4dagogischen Modellen beschreiben. Kindgem\u00e4\u00dfe P\u00e4dagogik ist ein wichtiger Baustein zur fr\u00fchkindlichen Bildung. \u201e<em>Beginnen wir, auf die kindliche Neugier und nat\u00fcrlich Lernbereitschaft zu vertrauen. Beginnen wir mit dem Lernen ab der Geburt und nicht erst in der Schule. Arbeiten wir daran, die fr\u00fchkindliche Bildung als einen wichtigen Teil der Bildungsgeschichte eines Menschen zu verstehen.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Fr\u00fchkindliche Bildung bedeutet auch, dass die Kinderg\u00e4rtnerinnen und Kinderg\u00e4rtner in Zukunft vermehrt einem Bildungsauftrag nachkommen werden. Sie sind es, die eine ausgezeichnete Ausbildung brauchen, eine allen anderen Lehrerinnen und Lehrern in allen Belangen gleichwertige Ausbildung, ein hohes Sozialprestige verdienen und deren Arbeit auch \u00f6konomisch aufgewertet werden muss. Ein erster Verbesserungsschritt in diese Richtung w\u00e4re die gemeinsame Ausbildung von Kinderg\u00e4rtnerinnen und Kinderg\u00e4rtnern und Lehrerinnen und Lehrern an P\u00e4dagogischen Hochschulen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend nochmals J\u00fcrgen Kluge mit einem wesentlichen \u00f6konomischen Aspekt, der langfristig zu bedenken ist: \u201e<em>Wie zahlen sich Investitionen in qualitativ hochwertige fr\u00fchkindliche Bildung sp\u00e4ter \u00f6konomisch aus? Langzeitstudien, die sich auf Vorschulprogramme st\u00fctzen, versprechen eine Rendite von 12 Prozent. Hochschulausbildung zum Beispiel liegt deutlich dahinter zur\u00fcck: zwischen 3 und 4 Prozent<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a><\/p>\n<h3>Schuleintrittsphase<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Schuleintrittsphase des Kindes sollen in jeder Grundschule p\u00e4dagogische Bedingungen geschaffen werden, die die individuelle Entwicklung des Kindes ber\u00fccksichtigen. Ein erheblicher Teil der \u201eSchuleinsteiger\u201c hat mit der Schuleintrittsphase immer wieder Schwierigkeiten. Es kommt zu R\u00fcckstellungen, Wiederholungen oder Sonderschuleinweisungen. Die Schuleingangsphase kann verl\u00e4ngert werden. Als integrativer Bestandteil jeder Grundschule soll sie die Entwicklung des Kindes so f\u00f6rdern, dass schulisches Lernen und Leben f\u00fcr die Kinder weitestgehend problemlos erfolgen kann.<\/p>\n<p>In diesem Sinne soll sich die Schule dem Kind und seiner Entwicklung anpassen und nicht umgekehrt. Die zentrale p\u00e4dagogische Frage ist: \u201eWie kann die Schule dem Kind helfen, individuell lernen zu lernen, wie kann die Schule dem Kind den Weg zu seiner Entwicklung zeigen, wie kann die Schule auf die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des Kindes p\u00e4dagogisch professionell reagieren?\u201c<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge zum Schuleintritt, der in der Regel mit Vollendung des 5. Lebensjahres m\u00f6glich ist:<\/p>\n<p>In den Institutionen, in denen Kindergarten\u00a0und Schule als \u201ep\u00e4dagogische Einheit\u201c angeboten werden, soll<\/p>\n<ul>\n<li>der Schuleintritt des Kindes flexibel und individuell von Eltern, Kinderg\u00e4rtnerin und Lehrern nach dem Entwicklungsstand des Kindes bestimmt werden d\u00fcrfen,<\/li>\n<li>die M\u00f6glichkeit der institutionellen Eigendefinition des Zeitbereiches der Schuleingangsphase\u00a0bis zu einer gesetzlich festgelegten Obergrenze f\u00fcr jede Primarschule bestehen,<\/li>\n<li>Flexibilisierung und P\u00e4dagogisierung durch die Aufhebung der Jahrgangsklassen zugunsten einer entsprechenden altersgemischten Organisationsstruktur (Lerngruppen) erreicht werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Schulen, die nicht mit einem Kindergarten\u00a0kooperieren, kann und soll eine Vorschulstufe als integrativer Teilbereich der Grundschule angeboten werden. Dieser Vorschulbereich dient der kindgem\u00e4\u00dfen Gestaltung der Schuleingangsphase\u00a0und der Aufnahme der Kinder ab der Vollendung des 5. Lebensjahres.<\/p>\n<p>Die derzeitige Vorschule kann f\u00fcr die p\u00e4dagogische Gestaltung der Schuleingangsphase\u00a0als Basis dienen. Als integrativer Teilbereich der Grundschule verliert die Vorschule ihren bis dato ausschlie\u00dflich kompensatorischen Charakter. Ihre prim\u00e4re Bedeutung erlangt sie f\u00fcr viele Kinder dann, wenn diese lernen k\u00f6nnen, \u201ein die Schule zu gehen\u201c. Vorschule ist eine wichtige Bildungseinrichtung im Sinne der Pers\u00f6nlichkeitsbildung des Kindes. (Siehe dazu nochmals das Kapitel von M. Luckmann in diesem Buch!)<\/p>\n<h3>Grundschule oder Primarbereich (6 bis 7 Jahre)<\/h3>\n<p>Vor der Vollendung des sechsten Lebensjahres des Kindes sollen vor allem die Kinder selbst den Zeitpunkt ihres vollst\u00e4ndigen Eintrittes in die Schule bestimmen d\u00fcrfen. In Institutionen, die Kindergarten\u00a0und Primarbereich unter einem Dach anbieten, sicherlich kein Problem. Verpflichtender Schuleintritt: Schulbeginn nach Abschluss des 6. Lebensjahres.<\/p>\n<p>Der Primarbereich umfasst in der Regel sechs Lernjahre und ist eine Gesamtschule:<\/p>\n<p>Die Primarschulzeit\u00a0soll auf 6 Lernjahre\u00a0der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verl\u00e4ngert werden. Diese k\u00f6nnen je nach Begabung und Reife des Sch\u00fclers im Altersbereich vom 5. bis zum 11. Lebensjahr oder auch vom 7 bis zum 13. Lebensjahr absolviert werden. Im Bedarfsfall kann eine siebenj\u00e4hrige Verweildauer eines Sch\u00fclers gestattet werden. Die Entscheidung dar\u00fcber obliegt Eltern und Lehrern. Die Verl\u00e4ngerung des Primarbereiches erm\u00f6glicht eine st\u00e4rkere p\u00e4dagogische Orientierung der Arbeit in der Volksschule und die Entwicklung und Realisierung von p\u00e4dagogischen Konzepten.<\/p>\n<p>Die Primarschule unterliegt keiner gesetzlichen Trennung mehr in Grundstufe I und Grundstufe II. Die organisatorische und p\u00e4dagogische Gestaltung der Schule liegt in der Verantwortung der an der jeweiligen Schule beteiligten Eltern, Lehrer und Sch\u00fcler. Im Primarbereich ist keine spezielle Qualifikation f\u00fcr den Sekundar I-Bereich zu erbringen.<\/p>\n<p>Die Kombination mit dem Kindergartenbereich und die Kombination mit der Sekundarstufe I als eine gemeinsame Erziehungsinstitution bzw. Schule ist m\u00f6glich und erstrebenswert.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201eLernjahre\u201c an Stelle des Begriffes Schuljahre hat zuallererst einmal eine Signalfunktion. Er fordert zum Umdenken auf. Lernjahre orientieren sich am Individuum und dessen individueller Studienzeit in der Schule. Dadurch vermitteln \u201eLernjahre\u201c aus der Perspektive des Sch\u00fclers eine andere Sicht seiner Schulzeit: Es ist gleichsam seine Zeit, in seiner Verantwortung, und nicht mehr die Zeit der Schule.<\/p>\n<p>Lernt ein Sch\u00fcler in seiner Schule in Lerngruppen und nicht mehr innerhalb eines Jahrgangsklassensystems, so erfolgt die Orientierung an den Lernjahren des Sch\u00fclers, die er an dieser Schule verbracht hat. Lernjahre\u00a0passen zu einem individuellen Beginn der Schulzeit und zu einem ebenso individuellen \u00dcbertritt in die Sekundar-I. Ein Sch\u00fcler kann ja bereits mit 5 Jahren beginnen, oder genauso 7 Lernjahre in der Primarstufe bleiben.<\/p>\n<p>Neben einer individuellen Verweildauer in einem Bereich weist der Begriff Lernjahre\u00a0auch auf ein unterschiedliches Lern- und Entwicklungstempo hin. Je nach Begabung kann ein Sch\u00fcler f\u00fcr die Absolvierung eines Schulbereiches mehr oder weniger Lernjahre ben\u00f6tigen. So kann den so genannten \u201eHochbegabten\u201c und den langsameren Lernern besser entsprochen werden. Prinzipiell hat die Schule f\u00fcr die optimale Entwicklung und F\u00f6rderung jedes Kindes zu sorgen.<\/p>\n<p>Beschrieben werden die Leistungen des Sch\u00fclers anhand des Standardcurriuculum einer Schule. Dieses wurde nach dem Kerncurriculum\u00a0erstellt. Diese schuleigene Beschreibung muss eine Vergleichbarkeit gew\u00e4hrleisten, aber keine Noten mehr enthalten. Sie muss ein Repetieren ausschlie\u00dfen. Ein weiteres Lernjahr in einem Schulbereich obliegt dem Beschluss von Lehrern, Eltern und Schulberatung. Unterschiedliche Leistungen in den unterschiedlichen Fachbereichen sind jedoch die Regel.<\/p>\n<p>Bei individuell stark differenzierten Unterrichtsangeboten kann keine alleinige fachbezogene Leistungsgrenze mehr zur Beurteilung herangezogen werden. Die Leistungsbeschreibung hat sich an der Entwicklung der Gesamtpers\u00f6nlichkeit zu orientieren.<a href=\"#_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a> In kombinierten Schulen (z.B. Grundschule und Sekundarstufe I) braucht die Beschreibung eines Sch\u00fclers keine Qualifikationskriterien f\u00fcr internes Weiterkommen mehr zu enthalten. Im vorliegenden Schulsystem hat die Leistungsbeschreibung keine Funktion der Schulzuweisung mehr.<\/p>\n<p>Oberste Priorit\u00e4t bei der \u00d6ffnung der Schule in allen Schulbereichen kommt der Gestaltung der Schule nach p\u00e4dagogischen Gesichtspunkten zu. Die Gestaltung der Schulorganisation, des Standardcurriculums und der didaktisch-methodischen Arbeit kann ausdr\u00fccklich nach den didaktischen Konzepten der Reformp\u00e4dagogik\u00a0erfolgen. Schulen, die nach einem reformp\u00e4dagogischen Konzept gef\u00fchrt werden, d\u00fcrfen in der Beschreibung ihres Schulkonzepts also die Bezeichnung dieser p\u00e4dagogischen Richtung verwenden.<\/p>\n<p>Selbstt\u00e4tige, kooperative, entdeckende und zur Haltung des lebenslangen Lernens f\u00fchrende Lernformen sind in allen Schulbereichen bei der Konzeption der Unterrichtsmethoden anzuwenden.<\/p>\n<h3>Sekundarstufe I (3 bis 4 Jahre)<\/h3>\n<p>Die Sekundarstufe I umfasst in der Regel drei Lernjahre und ist eine Gesamtschule. Eine allgemein festzulegende H\u00f6chstzahl an Lernjahren soll aber in keinem Bereich \u00fcberschritten werden.<\/p>\n<p>Die Schule ist in ihrer inneren Struktur so zu organisieren, dass auf unterschiedliche Entwicklungsbed\u00fcrfnisse des Kindes eingegangen werden kann, ohne dass dem einzelnen Kind Nachteile entstehen. Wie im Primarbereich sind Bildungseinrichtungen des Sekundar-I-Bereiches nach den Methoden des individuellen und autonomen Lernens organisatorisch und strukturell zu gestalten. Die Schule der Sekundarstufe I ist wie die Grundschule als gemeinsame Schule aller Kinder einzurichten.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit der Anbindung der Sekundarstufe I an eine institutionelle Einheit bestehend aus Fr\u00fcherziehung und Grundschule oder an eine Sekundarstufe II ist p\u00e4dagogisch sicher viel versprechend. Durch die verschiedenen Kombinationsm\u00f6glichkeiten der einzelnen Schulbereiche unter einem Dach und in einer gemeinsamen, p\u00e4dagogisch einheitlichen Institution ergeben sich intensive Kooperationsm\u00f6glichkeiten, die st\u00e4rkere p\u00e4dagogische Orientierung der Sekundarstufen, die Zusammenarbeit von Lehrern, die bisher in getrennten schulischen Institutionen gearbeitet haben, und stark verbesserte Integrationsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Die organisatorische und p\u00e4dagogische Gestaltung der Sekundarstufe I kann innerhalb der f\u00fcr die Schulautonomie\u00a0festgelegten Rahmenbedingung von der jeweiligen Schule selbst vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Am Ende der Sekundarstufe I wird eine Empfehlung f\u00fcr die Sekundarstufe II vergeben. Diese besteht aus einer Beschreibung der erbrachten Leistungen in Bezug auf das schuleigene Standardcurriculum, der Begabungen und Interessen des Sch\u00fclers und einer Empfehlung f\u00fcr einen der drei Bereiche der Sekundarstufe\u00a0II.<\/p>\n<p>In das schuleigene Standardcurriculum sind grunds\u00e4tzlich zu integrieren:<\/p>\n<ul>\n<li>eine Berufsorientierung,<\/li>\n<li>eine verst\u00e4rkte \u00d6ffnung der Schule f\u00fcr das Umfeld der Schule,<\/li>\n<li>die demokratische Gestaltung des Schullebens,<\/li>\n<li>Fragen der Internationalisierung und Europ\u00e4isierung,<\/li>\n<li>Multikulturelle P\u00e4dagogik,<\/li>\n<li>Freizeitp\u00e4dagogik\u00a0und<\/li>\n<li>Aktuelle Technologien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Sch\u00fcler ist auch auf der Sekundarstufe\u00a0I ein unteilbares Prinzip.<\/p>\n<h3>Sekundarstufe II (in Modulen bis zur Hochschulreife)<\/h3>\n<p>Im hier vorgeschlagenen Schulsystem stellt die Sekundarstufe II einen eigenst\u00e4ndigen Schulbereich dar, der in eine <em>Allgemeinbildende H\u00f6here Schule<\/em>, in eine <em>Berufsbildende H\u00f6here Schule<\/em> und <em>Berufspraktisch Orientierte Schule<\/em> gegliedert ist. Die horizontale Durchl\u00e4ssigkeit ist im Sinne der autonomen Bildungsweggestaltung unbedingt zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Allgemeinbildende und Berufsbildende H\u00f6here Schulen schlie\u00dfen mit der Qualifikation zum Hochschul- und Universit\u00e4tsstudium ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sekundarstufe II ist nach dem staatlichen Kerncurriculum\u00a0ein eigenst\u00e4ndiges Schulkonzept\u00a0zu entwickeln, das \u00fcber die <em>Ziele<\/em>, die <em>innere Schulorganisation<\/em>, die zu <em>erbringenden Leistungen<\/em> und das <em>didaktisch-methodische Konzept<\/em> Auskunft gibt.<\/p>\n<p>Die Entwicklung des Schulkonzepts obliegt der einzelnen Schule im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zur Schulautonomie.<\/p>\n<p>Sekundarstufe I und Sekundarstufe II k\u00f6nnen als institutionelle Einheit an einem Schulstandort organisiert werden. Auch in diesem Fall kann der \u00dcbertritt von einer Stufe zur n\u00e4chsten flexibel und der Begabung und dem Lernfortschritt des Sch\u00fclers entsprechend gestaltet werden.<\/p>\n<h3>ad AHS und BHS<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Abschlussqualifikation an Allgemeinbildenden und Berufsbildenden H\u00f6heren Schulen sind folgende Kriterien zu beachten:<\/p>\n<ul>\n<li>Internationale Vergleichbarkeit und Anerkennung der zu vergebenden Qualifikation zur Hochschulreife,<\/li>\n<li>Auslandsaufenthalt im Sinne der Internationalisierung und Europ\u00e4isierung,<\/li>\n<li>Wissenschaftsorientierung der zu vergebenden Qualifikation.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>ad BOS<\/h3>\n<p>Die <strong><em>B<\/em><\/strong><em>erufspraktisch <strong>O<\/strong>rientierte <strong>S<\/strong>chule <\/em>ist neben der Ausbildung zu einem oder mehreren Berufen ebenso der Pers\u00f6nlichkeitsbildung des Sch\u00fclers verpflichtet. Sie muss in ihrer p\u00e4dagogischen Konzeption einerseits in professioneller Weise berufsorientiert sein, anderseits ebenso den Wechsel in einen der beiden anderen Bereiche der Sekundarstufe II (AHS oder BHS) sicherstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um die Durchl\u00e4ssigkeit zur BHS zu gew\u00e4hrleisten, ist eine Kooperation mit diesem Schultyp auf Curriculumebene und durch gemeinsame Lehrer gesetzlich ausdr\u00fccklich zu erm\u00f6glichen und zu f\u00f6rdern. Ebenso sind Kombinationen mit der SEK I eine schulp\u00e4dagogisch sinnvolle Ma\u00dfnahme. F\u00fcr die Berufsausbildungen sind hohe Praxisanteile vorzusehen.<\/p>\n<p>Das schuleigene Curriculum soll ein berufspraktisches Ausbildungsprogramm enthalten, das von den an der berufspraktischen Ausbildung beteiligten Personen erstellt worden ist. Eine Modularisierung der theoretischen und praktischen Ausbildungsstruktur soll die \u00dcbertrittsm\u00f6glichkeiten von einer spezifischen Berufsausbildung zu einer anderen garantieren und die Ausbildung zu mehreren Berufen erleichtern.<\/p>\n<p>Ausbildung und Qualifikationsnachweis haben aus Gr\u00fcnden der internationalen Anerkennung den standardisierten Normen der Europ\u00e4ischen Union zu entsprechen.<\/p>\n<p>Verpflichtende Teile des Standardcurriculums der Schule sind auch:<\/p>\n<ul>\n<li>Internationalisierung (Sprachen und Auslandsaufenthalte),<\/li>\n<li>Selbst\u00e4ndigkeit\u00a0und Selbstbestimmung\u00a0als Voraussetzung f\u00fcr ein Lebens bestimmendes Demokratieverst\u00e4ndnis,<\/li>\n<li>Teamarbeit und Kooperation,<\/li>\n<li>Erziehung zu lebenslangem Lernen,<\/li>\n<li>Integration\u00a0des <strong>O<\/strong>pen and <strong>D<\/strong>istance <strong>L<\/strong>earnings in den Ausbildungs- und Bildungsprozess.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine enge Zusammenarbeit zwischen BHS und BOS ist auf allen Ebenen anzustreben. Die BOS ist in besonderer Weise f\u00fcr eine \u00d6ffnung im Sinne einer Erwachsenenbildungseinrichtung geeignet. Sie sollte auch f\u00fcr berufliche Weiterbildung und qualifizierende Ausbildung f\u00fcr berufliche Umstiege zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>BOS kann ebenso als self-study-center f\u00fcr berufs- und pers\u00f6nlichkeitsorientiertes lebenslanges und eigen verantwortetes Lernen zu Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<h2>Leben und lernen in der Ganztagsschule<\/h2>\n<p>Hartmut von Hentig findet, dass die Ganztagsschule eine riesige Ver\u00e4nderung, vielleicht der radikalste Reformimpuls w\u00e4re, wenn sich das Leben und das Lernen gegenseitig anregen und der die unsinnige Aufteilung in vormitt\u00e4gliche Belehrung und nachmitt\u00e4gliches Leben aufgehoben werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ganztagsschulen sind auch Anpassungen an die heutige Lebensweise der Eltern und der Kinder. Ganztagsschulen k\u00f6nnen Erfahrungsr\u00e4ume f\u00fcr Kinder sein und Bildungserlebnisse bieten, die in der kurzen und gerafften Zeit von 8 \u2013 13 Uhr nicht zu bieten sind. Erst die Ganztagsschule kann sich vom Fetzenstundenplan l\u00f6sen und Bildungsstrukturen f\u00fcr ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Die Ganztagsschule hat einfach mehr Zeit f\u00fcr Kinder und damit f\u00fcr kindgem\u00e4\u00dfe P\u00e4dagogik. Kinder haben dort mehr Zeit zum lernen. Sie haben auch mehr Zeit f\u00fcr das Leben in der Gemeinschaft. Sie brauchen auch professionelle Erzieher, die f\u00fcr sie auch am Nachmittag da sind.<\/p>\n<p>Als Mats Ekholm, der Generaldirektor der schwedischen Bildungsbeh\u00f6rde einmal gefragt wurde, wo denn der gro\u00dfe Unterschied zwischen den schwedischen und den deutschen Schule liege, hat er geantwortet: \u201e<em>Die Kinder bekommen in den deutschen Schulen nichts zu essen.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn8\" title=\"\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Essen ist in schwedischen Schulen, die alle Ganztagsschulen sind, selbstverst\u00e4ndlich. Essen ist eine Frage der Kultur, ebenso wie Literatur und Musik. Essen ist ein Bestandteil des Lebens in den Ganztagsschulen, ein verbindendes Element. Das Leben wird in die Schule hereingenommen. Diese Antwort m\u00fcssen wir wohl erst verdauen.<\/p>\n<p>Und damit wird eine Ganztagsschule eine Ort f\u00fcr Kinder, der ihnen sagt, das ist unsere Welt, hier werden wir gef\u00f6rdert und gefordert, hier werden wir angenommen und lernen f\u00fcr uns zu sorgen.<\/p>\n<h2>Schulautonomie<\/h2>\n<p>Schulautonomie\u00a0ist auf alle Bereiche des schulischen Lebens auszudehnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Schulbudget\u00a0(exklusive Lehrergeh\u00e4lter),<\/li>\n<li>p\u00e4dagogische Konzeption,<\/li>\n<li>Finanzierung und Schuleinrichtung,<\/li>\n<li>Schulorganisation,<\/li>\n<li>Leiterbestellung durch demokratische Wahl,<\/li>\n<li>Lehrplanentwicklung,<\/li>\n<li>eigenst\u00e4ndiges Schulkonzept,<\/li>\n<li>Beurteilung und Qualifikationsnachweis.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Schulbeh\u00f6rde kommen folgende Funktionen zu:<\/p>\n<ul>\n<li>Beratung der Schulen bei der Erstellung des schuleigenen Curriculums und dessen Umsetzung,<\/li>\n<li>Beratung in schulorganisatorischen Fragen,<\/li>\n<li>rechtliche Beratung,<\/li>\n<li>Evaluation der p\u00e4dagogischen Arbeit und Controlling der finanziellen Gebarung der einzelnen Schule.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr diese Aufgaben sind wissenschaftlich qualifizierte Berater einzusetzen.<\/p>\n<p>Die \u00d6ffnung der Schule und die Einf\u00fchrung der Schulautonomie\u00a0bringen nicht nur eine \u00c4nderung des gesamten Schulsystems, sondern auch \u00c4nderungen des Systems der Schulbeh\u00f6rde und der Schulaufsicht und deren Funktionen mit sich.<\/p>\n<p>Eine dezentrale Einheit einer Schulbeh\u00f6rde ist als \u00fcberschaubare Einheit f\u00fcr einen Bezirk oder eine Stadt bzw. einen Stadtteil zust\u00e4ndig. Die Leitung dieser Einheit wird von einem p\u00e4dagogisch qualifizierten Leiter auf Zeit \u00fcbernommen. Pr\u00e4sentations- und Macht\u00e4mter, wie Pr\u00e4sidenten und Vizepr\u00e4sidenten, Landesschulinspektoren und ein Teil der Bezirksschulinspektoren k\u00f6nnen entfallen. Es gibt eine zentrale Schulbeh\u00f6rde auf ministerieller Ebene und die erw\u00e4hnten dezentralen Einheiten der Schulbeh\u00f6rden, deren Aufgaben vorwiegend in der Beratung, Supervision und Evaluation von weitgehend autonomen Schulen besteht.<\/p>\n<p>Durch diese Umstrukturierung er\u00f6ffnet sich ein beachtliches Einsparungspotential der staatlichen Verwaltung. Die frei werdenden finanziellen Mittel k\u00f6nnen f\u00fcr die Verbesserung der Schulausstattung eingesetzt werden. Qualifikation und Funktion von Arbeitsstellen innerhalb der Schulbeh\u00f6rde bed\u00fcrfen einer genauen sachlichen und fachlichen Beschreibung. Es besteht keine Notwendigkeit, dass Mitarbeiter der Schulbeh\u00f6rde pragmatisierte Beamte oder Angeh\u00f6rige politischer Parteien sind.<\/p>\n<p>Innerhalb der anzustrebenden Schulautonomie\u00a0liegt es in der Entscheidung der einzelnen Schule, auch Hilfspersonal anzustellen, dessen Aufgaben klar umschrieben werden m\u00fcssen. In diesem Fall wird z.B. eine Schule auch eigenst\u00e4ndig f\u00fcr die Reinigung des Geb\u00e4udes sorgen k\u00f6nnen. Der verbeamtete Schulwart verliert damit seine ohnehin bereits unzeitgem\u00e4\u00dfe Stellung.<\/p>\n<h2>\u201eFreie Schulen\u201c<\/h2>\n<p>Hier ist eine Entwicklung von der Methodenfreiheit\u00a0zur Schulfreiheit anzustreben und Privatschulen sind mit den staatlichen Schulen auch hinsichtlich der Finanzierung gleichzustellen.<\/p>\n<p>Eltern haben das Recht, die Einrichtung einer Schule ihrer Wahl von der Gemeinde zu beantragen. Bedingungen sind<\/p>\n<ul>\n<li>eine ausreichende Sch\u00fclerzahl,<\/li>\n<li>keine Schule des gew\u00fcnschten p\u00e4dagogischen Modells in der zumutbaren Schulwegdistanz,<\/li>\n<li>Erziehungsinteressen multikultureller oder integrativer Art,<\/li>\n<li>fehlende medizinisch-therapeutische Einrichtungen im Rahmen einer integrativen Erziehung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gestaltung der Schule obliegt in der Folge den Eltern, Lehrern und Sch\u00fclern nach den Bestimmungen der Schulautonomie. Die Schulbeh\u00f6rde hat bei der Einrichtung einer neuen \u201eFreien Schule\u201c beratende und evaluierende Funktion. Ihr obliegt auch die Kontrolle der Einhaltung der gesetzlichen Bedingungen zur staatlichen Finanzierung.<\/p>\n<h2>Gute Lehrerinnen und Lehrer \u2013 Gutes Schulsystem<\/h2>\n<p>Die F\u00e4higkeiten der Lehrerinnen und Lehrer sind f\u00fcr die Qualit\u00e4t eines Bildungssystems relevant:<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t eines Schulsystems sind die Lehrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die vor allem Staaten und Regionen untersucht hat, die bei der internationalen Sch\u00fclervergleichsstudie PISA auf den Spitzenpl\u00e4tzen gelandet sind oder von denen angenommen wird, dass sie sich aufgrund k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrter Reformen stark verbessern.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Studie haben die Autoren rund 15 Staaten und knapp zehn Regionen unter die Lupe genommen, die meisten davon in Nordamerika und Asien. Europa war nur durch England, Finnland, Belgien und die Niederlande vertreten. Analysiert wurden die PISA-Ergebnisse, au\u00dferdem wurden Interviews mit mehr als 100 Experten und Entscheidungstr\u00e4gern gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die drei wichtigsten Einflussfaktoren f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Schulsystems sind laut McKinsey die Auswahl der richtigen Personen f\u00fcr den Lehrerjob, deren anschlie\u00dfende Aus- und Fortbildung sowie die Bereitstellung des bestm\u00f6glichen Unterrichts f\u00fcr jedes Kind.<\/p>\n<p>Umgekehrt wurden einige Mythen identifiziert: So sei vor allem nicht entscheidend, wie viel Geld f\u00fcr das Bildungssystem aufgewendet wird. Gerade die Top-L\u00e4nder w\u00fcrden oft weniger f\u00fcr das Bildungswesen ausgeben als der OECD-Schnitt. Auch die Klassengr\u00f6\u00dfe hat kaum einen Einfluss auf die Resultate.<a href=\"#_ftn9\" title=\"\">[9]<\/a><\/p>\n<h3>Ausbildung<\/h3>\n<p>Es gilt, eine f\u00fcr alle Lehr- und Erzieherberufe (von der Kindergartenp\u00e4dagogik\u00a0bis zum AHS-, BHS-, bzw. BOS-Lehramt und der Qualifikation f\u00fcr die T\u00e4tigkeit als Lehrerbildner) <em>eigenst\u00e4ndige <\/em>und <em>gleichwertige<\/em> Ausbildung in einer gemeinsamen Bildungseinrichtung zu schaffen.<\/p>\n<p>Diese Bildungseinrichtung ist eine <em>p\u00e4dagogische Hochschule <\/em>und kann als solche in den Universit\u00e4ten integriert sein.<\/p>\n<p>Die Dauer eines Lehramtsstudiums betr\u00e4gt 9-10 Semester und kann f\u00fcr alle Lehramtsstudien an einer p\u00e4dagogischen Hochschule gleich angesetzt werden.<\/p>\n<p>Die <em>P\u00e4dagogische Hochschule<\/em> ist eine Ausbildungsinstitution f\u00fcr p\u00e4dagogische Berufe, wie z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Volksschullehramt,<\/li>\n<li>Hauptschullehramt,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr Sonderschulen und Integration,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr AHS,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr BHS,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr BOS,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr Kindergartenp\u00e4dagogik,<\/li>\n<li>Elternakademie,<\/li>\n<li>berufsp\u00e4dagogische Ausbildungen,<\/li>\n<li>Ausbildung der Tagesm\u00fctter,<\/li>\n<li>Ausbildung in Erwachsenenbildung,<\/li>\n<li>Lehr\u00e4mter f\u00fcr Ausbildner aus anderen Berufen,<\/li>\n<li>Didaktiklehrg\u00e4nge, z.B. f\u00fcr Lehrerbildner und &#8230;,<\/li>\n<li>auch: Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer in bezug auf <em>Interkulturalit\u00e4t<\/em>, <em>Freizeitp\u00e4dagogik<\/em><em>\u00a0<\/em>und <em>reformp\u00e4dagogische Richtungen<\/em>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ausbildung wird in einem <em>Modulsystem <\/em>angeboten. Qualifikationen k\u00f6nnen im Rahmen der Ausbildung und der Fortbildung immer zus\u00e4tzlich erworben werden. Dadurch ergibt sich eine Erweiterung der Berufsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr P\u00e4dagogen. Der Aufbau der einzelnen Lehramtsstudien kann so gestaltet werden, dass erhebliche Teile jedes Studiums f\u00fcr die Absolvierung eines weiteren Lehramtsstudiums angerechnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der grunds\u00e4tzliche modulartige Aufbau der Studien soll das Studium weiterer Lehramtsstudien w\u00e4hrend der aktuellen Lehrerfortbildung und damit einen m\u00f6glichen Wechsel in einen anderen Schulbereich erleichtern.<\/p>\n<p>Im Zentrum aller Ausbildungen steht die theoriegeleitete praktische Ausbildung, flankiert von Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Humanwissenschaft. Diese werden in einem Kurssystem angeboten, so dass der Modulcharakter der Organisation der P\u00e4dagogischen Hochschule gew\u00e4hrleistet werden kann.<\/p>\n<p>Die einzelnen Lehramtsstudien (einschlie\u00dflich Kindergartenstudium und Studium f\u00fcr die Sekundarstufe II) sind als gleichwertig anzusehen. Diese Gleichwertigkeit findet ihren Niederschlag auch in einer Gleichbehandlung im Gehalt.<\/p>\n<p>Elemente der Gruppendynamik, grundlegende Selbsterfahrung, Veranstaltungen zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und therapeutische Angebote und Ausbildungsm\u00f6glichkeiten sind in die Lehrerbildung\u00a0zu integrieren.<\/p>\n<p>Eine weitestgehende \u00d6ffnung der P\u00e4dagogischen Hochschule als self-study-center ist in der Konzeption dieser Hochschule anzustreben.<\/p>\n<p>Die Ausbildung zur Kinderg\u00e4rtnerin und zum Kinderg\u00e4rtner wird aufgewertet und findet an der P\u00e4dagogischen Hochschule in einem den anderen Lehramtspr\u00fcfungen gleichwertigen Studium statt. Die Kindergartenerziehung ist neben der famili\u00e4ren Erziehung das Fundament des Lernens f\u00fcr das Leben. Insofern kommt der Kindergartenerziehung ein hoher didaktischer und methodischer Stellenwert zu.<\/p>\n<p>Vom p\u00e4dagogischen und entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten ausgehend, ist die Bedeutung einer professionellen Entwicklungsf\u00f6rderung des 2-5j\u00e4hrigen Kindes nicht hoch und bedeutsam genug einzusch\u00e4tzen. Kindergarten\u00a0ist nicht nur eine gute Anstalt zur Kinderaufbewahrung, der Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung!<\/p>\n<p>Ausbildung zur Kindergartenp\u00e4dagogik, Errichtung und Einrichtung von Kinderg\u00e4rten und der Kindergartendidaktik muss der Stellenwert in der Gesellschaft zukommen k\u00f6nnen, der der Bedeutung als entscheidende Entwicklungsphase des Menschen entspricht.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Lehramt der Sekundarstufe II kann \u00fcberlegt werden, ob das Lehramt der Sekundarstufe I als Voraussetzung anzusehen ist und das Lehramt f\u00fcr die Sekundarstufe II durch ein fachwissenschaftlich und fachdidaktisch orientiertes Erg\u00e4nzungsstudium erlangt werden kann.<\/p>\n<p>Besonders f\u00fcr die Sekundarstufe II ist eine didaktische und methodische Orientierung im Studienaufbau vorzusehen. Das bisherige fachwissenschaftliche Studium ist zwar eine Voraussetzung, aber bei weitem f\u00fcr den Lehrerberuf nicht ausreichend. Die Ausbildung der begabtesten Menschen in einer Gesellschaft bedarf p\u00e4dagogisch professionell ausgebildeter Lehrer.<\/p>\n<p>Das Lehramtsstudium f\u00fcr Sekundar-II bedarf dringend einer Professionalisierung in Richtung Unterricht und Erziehung. Vorbild kann die Studienstruktur an den P\u00e4dagogischen Akademie sein. Diese Studienstruktur bietet eine spezifische Lehrerausbildung, die das Primat der P\u00e4dagogik vor der Fachwissenschaft betont, gleichzeitig aber die didaktischen Zusammenh\u00e4nge herstellt. Das Lernen der Wissensaneignung ist wichtiger als die blo\u00dfe Wissensanh\u00e4ufung.<\/p>\n<p>Die organisatorische und p\u00e4dagogische Gestaltung einer P\u00e4dagogischen Hochschule obliegt dem Professorenkollegium. Wie f\u00fcr jede andere Schule auch hat auch eine Hochschule ein Studien leitendes Standardcurriculum auszuarbeiten. Wir d\u00fcrfen von der Erfahrung ausgehen, dass ein genaues und klares Curriculum f\u00fcr das Funktionieren des Studienbetriebes eine unabdingbare Voraussetzung darstellt und dass nur innerhalb einer organisatorisch und p\u00e4dagogisch stimmigen Struktur die notwendige Offenheit und Freiheit f\u00fcr eine individuelle Gestaltung des Studiums, das auch den Bed\u00fcrfnissen und Interessen der Studierenden entspricht, Platz greifen kann.<\/p>\n<h3>Die Lehrerbildung\u00a0ist das Fundament jedes Bildungssystems!<\/h3>\n<p><em>\u201eLehrerbildung<\/em><em>\u00a0muss die pers\u00f6nliche und professionelle Entwicklung von Lehrerinnen und Lehrern w\u00e4hrend ihrer gesamten Laufbahn f\u00f6rdern. &#8230; Das Hauptziel der Lehrerbildung ist die Entwicklung von F\u00e4higkeiten, Wissen und Fertigkeiten, mit denen Lehrerinnen und Lehrer in der Lage sind, den Erfordernissen ihrer Sch\u00fcler\/Studenten gerecht zu werden, und damit im weiteren Sinne auch den gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Erfordernissen.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Zielsetzung muss durch den Inhalt und die Methodik der Ausbildung gef\u00f6rdert werden. Zentrale Werte der Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0und des Erziehungssystems m\u00fcssen sein: der Respekt f\u00fcr andere Mitmenschen und f\u00fcr deren Verh\u00e4ltnis zur Gesellschaft und zur Umwelt, zur Demokratie, zur Chancengleichheit und eine Einstellung, die den Respekt f\u00fcr die Vielfalt der Kulturen f\u00f6rdert und den Rassismus und Fremdenhass entschieden bek\u00e4mpft.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Lehrberuf ist als einheitlicher Beruf zu verstehen. Er weist Schl\u00fcsselmerkmale auf, die f\u00fcr alle Lehrerinnen und Lehrer zutreffen \u2013 von der Vorschule bis hin zu Hochschule. Alle Lehrerinnen und Lehrer sollen eine hohe Qualifikation besitzen &#8230; Mit diesen Merkmalen notwendigerweise verbunden ist eine weit reichende professionelle Autonomie<\/em><em>\u00a0des Individuums einerseits und anderseits eine auf repr\u00e4sentativer Basis beruhende Mitwirkung bei betreffenden p\u00e4dagogischen Entscheidungen im Rahmen der Strukturen des \u00f6ffentlichen Dienstes.<\/em><\/p>\n<p><em>Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0muss als Teil der Hochschulbildung anerkennt werden, \u00e4quivalent zu anderen Disziplinen und Qualifikationen, mit M\u00f6glichkeiten zu eigener p\u00e4dagogischer Forschung und zur Nutzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse.<\/em><\/p>\n<p><em>Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0muss die Anwendung p\u00e4dagogischer Forschung im Unterricht und im Lehrbetrieb f\u00f6rdern. Dies muss Teil eines kontinuierlichen Prozesses der Interaktion zwischen Lehrerbildung und Schule\/Unterricht sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0ist ein Prozess, der die gesamte Lehrerlaufbahn begleitet. Die verschiedenen Abschnitte der Lehrerbildung m\u00fcssen sich aufeinander beziehen. Als Voraussetzung f\u00fcr lebenslanges Lernen und die berufliche Entwicklung m\u00fcssen Arbeitgeber und die \u00f6ffentlichen Einrichtungen die notwendigen Bedingungen schaffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0geh\u00f6ren vier Elemente, die miteinander in Beziehung stehen: die fachwissenschaftlichen Studien, die erziehungswissenschaftlichen Studien (einschlie\u00dflich P\u00e4dagogik), didaktisch-methodische Studien und Praxisanteile. Diese Elemente m\u00fcssen in eine angemessene Balance gebracht werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Europ\u00e4ische Dimension ist wichtig f\u00fcr die Lehrerbildung<\/em><em>. Sie umfasst die Ber\u00fccksichtigung von ganz Europa, verbunden mit dem Respekt f\u00fcr nationale und regionale Vielf\u00e4ltigkeit. Die europ\u00e4ische Dimension setzt gemeinsames Wissen und gemeinsame Erfahrung sowie die Mobilit\u00e4t von Studenten und Lehrern in der Lehrerbildung voraus. &#8230; Ebenso wichtig ist das Lernen von Sprachen, die Entwicklung von Sprachkompetenzen. Dar\u00fcber hinaus muss die Europ\u00e4ische Dimension nicht nur die nationalen und regionalen Perspektiven von Europa umfassen, sondern auch die Kulturen ethnischer Minderheiten und \u00fcberhaupt eine breitere internationale Perspektive.<\/em><\/p>\n<p><em>Bildung ist eine Investition in die F\u00e4higkeiten des Individuums und die Verwirklichung seiner M\u00f6glichkeiten, aber auch in das soziale, \u00f6konomische und kulturelle Leben sowohl der einzelnen L\u00e4nder wie auch Europas im Ganzen.\u201c<a href=\"#_ftn10\" title=\"\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<h1>\u00a0<\/h1>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. auch Oelkers, J\u00fcrgen: Schulreform und Schulkritik, W\u00fcrzburg 1995, S. 155 f.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. GETTING there, International Update \u00fcber Erziehung ohne Ausgrenzung, Nov. 95\/No. 2<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rede Prof. Dr. J\u00fcrgen Kluge 27. Oktober 2005 II. McKinsey-Bildungskongress Staatsoper Unter den Linden Berlin<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rede Prof. Dr. J\u00fcrgen Kluge 27. Oktober 2005 II. McKinsey-Bildungskongress Staatsoper Unter den Linden Berlin<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rede Prof. Dr. J\u00fcrgen Kluge 27. Oktober 2005 II. McKinsey-Bildungskongress Staatsoper Unter den Linden Berlin<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rede Prof. Dr. J\u00fcrgen Kluge 27. Oktober 2005 II. McKinsey-Bildungskongress Staatsoper Unter den Linden Berlin<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Formen der kommentierten und direkten Leistungsvorlage, wie von R. Vierlinger beschrieben, <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 geben hier entscheidende Hilfen im Umdenken<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kahl, Reinhard: Am Wendekreis der P\u00e4dagogik. Treibh\u00e4user der Zukunft. S. 122f.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" title=\"\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mc-Kinsey-Studie: Gute Lehrer &#8211; Gutes Schulsystem. Standard vom Dezember 07<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" title=\"\">[10]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Lehrerbildung\u00a0in Europa, CSEE\/ETUCE, Boulevard E. Jacmain 155, Brulles, S. 12<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leitlinien zur Diskussion des Schul- und Bildungskonzeptes sind die \u201e\u00d6ffnung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-16","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unterrichtsentwicklung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}