{"id":37,"date":"2014-01-03T15:14:45","date_gmt":"2014-01-03T15:14:45","guid":{"rendered":"?p=37"},"modified":"2022-10-28T06:03:56","modified_gmt":"2022-10-28T06:03:56","slug":"einfuehrung-zur-daltonplan-paedagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=37","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung zur Daltonplan-P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDass es nichts Neues unter der Sonne gibt, ist in der Erziehung ebenso wahr wie anderswo. Die Methode der Organisation und des Unterrichts, wie sie Helen Parkhurst in ihrem Dalton-Plan beschreibt, bildet keine Ausnahme von dieser allgemeinen Regel;\u201c (Percy Nunn)<br \/>\nAufschlussreich f\u00fcr die Entwicklung des Daltonplanes sind die Ursachen, die zu seiner Entstehung gef\u00fchrt haben. Helen Parkhurst erhielt wesentliche Anregungen f\u00fcr die genauere Ausgestaltung des Dalton-Planes \u2013 in der Anfangsphase \u201eLaboratory method\u201c genannt \u2013 durch Maria Montessori.<\/p>\n<p>Zitiert aus: Eichelberger, Harald (Hrsg.): Eine Einf\u00fchrung in die Daltonplan-P\u00e4dagogik. Innsbruck 2002. Studienverlag.<\/p>\n<h1>Einf\u00fchrung zur Daltonplan-P\u00e4dagogik<\/h1>\n<p align=\"right\">Harald Eichelberger<\/p>\n<p align=\"right\">\n<p>\u201e<em>Dass es nichts Neues unter der Sonne gibt, ist in der Erziehung ebenso wahr wie anderswo. Die Methode der Organisation und des Unterrichts, wie sie Helen Parkhurst in ihrem Dalton-Plan beschreibt, bildet keine Ausnahme von dieser allgemeinen Regel<\/em>;\u201c<\/p>\n<p>(Percy Nunn)<\/p>\n<p>Aufschlussreich f\u00fcr die Entwicklung des Daltonplanes sind die Ursachen, die zu seiner Entstehung gef\u00fchrt haben. Helen Parkhurst erhielt wesentliche Anregungen f\u00fcr die genauere Ausgestaltung des Dalton-Planes \u2013 in der Anfangsphase \u201eLaboratory method\u201c genannt \u2013 durch Maria Montessori. Der eigentliche Ausgangspunkt der \u201eLaboratory method\u201c sind die N\u00f6te der Lehrerin, in einer einklassigen Volksschule zur gleichen Zeit mehrere Jahrg\u00e4nge unterrichten zu m\u00fcssen. Ein erster Schritt zur L\u00f6sung dieses Problems bestand f\u00fcr Helen Parkhurst in der Einrichtung so genannter \u201eGegenstandswinkel\u201c \u2013 \u201esubject corners\u201c. In diesen \u201esubject corners\u201c fanden die Kinder didaktische Materialien, die eine freit\u00e4tige Arbeitsweise erlaubten. Mit der Einrichtung dieser \u201esubject corners\u201c war auch die allgemeine Fragestellung nach der Individualisierung der erzieherischen und unterrichtlichen Arbeit in den Vordergrund des Bewusstseins der Junglehrerin Helen Parkhurst ger\u00fcckt. Dies geschah 1905, also zu einer Zeit, zu der John Deweys Hauptwerke noch nicht geschrieben waren. Zwar bezieht sich Helen Parkhurst immer wieder auf John Deweys Schriften<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a>, konkrete Antworten auf ihre spezifischen Schulprobleme sucht sie in den ersten Jahren des vorigen Jahrhunderts aber bei Maria Montessori und deren Konzept einer selbstt\u00e4tigen Erziehung, auf das sich Helen Parkhurst sp\u00e4ter immer wieder fachlich berief.<\/p>\n<p>Helen Parkhurst sah in ihrem Plan ein erstes <em>Reforminstrumentarium<\/em>, um f\u00fcr die gesamte Schule den Prozess einer \u201ereconstruction\u201c einzuleiten und zweitens ein <em>didaktisches Instrumentarium<\/em> in einem exemplarischen Sinn, das \u00fcberall anwendbar ist, wo die Voraussetzungen gegeben sind.<a href=\"#_ftn2\" title=\"\">[2]<\/a> \u201e<em>Daher soll hier auch der Standpunkt vertreten werden, dass mit dem Dalton-Plan ein bedeutsames Schulkonzept vorgelegt wurde, dessen Lebenskraft keineswegs auf die kurze Entwicklungsperiode in den zwanziger und drei\u00dfiger Jahren begrenzt zu sein brauchte. Der Dalton-Plan ist vielmehr nicht blo\u00df ein historisches Kapitel der neueren Bildungsgeschichte, sondern er ist auch gegenw\u00e4rtig in den verschiedenen Schulformen anwendbar, weil er noch heute empfindlich sp\u00fcrbare Schulsch\u00e4den zu \u00fcberwinden versucht. Der Dalton-Plan erfordert ein hohes Ma\u00df didaktischer Reife und Urteilsf\u00e4higkeit, soweit er p\u00e4dagogisch \u00fcberzeugend umgesetzt werden soll.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Die Grundabsichten ihres Konzeptes, das aus der erw\u00e4hnten Ausgangssituation in jahrelanger Denkarbeit bis 1913 von Helen Parkhurst entwickelt worden war, beschreibt sie selbst folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<ol>\n<li>\u201e &#8230; Erneuerungen der Schulprozesse, so dass Kinder sowohl mehr Freiheit als auch einen Lebensraum genie\u00dfen w\u00fcrden, der besser auf ihre Studien eingerichtet ist&#8230;\u201c<\/li>\n<li>\u201eVor allem wollte ich die pers\u00f6nlichen Schwierigkeiten der Kinder \u00fcberwinden und die gleiche Entwicklungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr das langsame und das aufgeweckte Kind schaffen.\u201c<\/li>\n<li>\u201e1913 hatten wir den Laboratoriumsplan ausgearbeitet, so dass der Stundenplan teilweise abgeschafft werden konnte.\u201c<\/li>\n<li>\u201e1913 begannen wir, die Kinder in Gruppen einzuteilen mit einer freien Wahl der Laboratorien.\u201c<a href=\"#_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"a1\">Neben der grunds\u00e4tzlichen Neugestaltung der Schule ist die Individualisierung des Unterrichts die zentrale Aufgabenstellung f\u00fcr Helen Parkhursts Konzept, das Lernen in einem individuellen Rhythmus erlaubt. Daher scheint es folgerichtig, dass Helen Parkhurst 1914 nach Rom reist, um die P\u00e4dagogik der Selbstt\u00e4tigkeit bei Maria Montessori zu studieren. In diesem Zusammenhang schreibt Hermann R\u00f6hrs, dass \u201e<em>erst das Prinzip Maria Montessoris, die selbstst\u00e4ndige Lernarbeit durch ein didaktisch vorgeformtes und daher individuell stimulierendes Material zu sichern<\/em>\u201c, die Methode Helen Parkhurst zu einem p\u00e4dagogischen Konzept gemacht hat, das das gesamte Schulleben zu durchdringen vermag. \u201e<em>So sind die assignments als didaktische Garanten der freien Arbeitsweise ebenso wie die didaktisch strukturierten Facharbeitsr\u00e4ume erst nach der Auseinandersetzung mit Maria Montessori m\u00f6glich.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Die Realisierung von Schule aus einem Lebensraum lebendig motivierten Studierens in unmittelbarer Auseinandersetzung mit den Dingen setzt das Zusammenwirken mehrer didaktischer Faktoren voraus:<\/p>\n<ul>\n<li>die die selbstt\u00e4tige Arbeit erst erm\u00f6glichenden assignments<a href=\"#_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a>,<\/li>\n<li>die veranschaulichenden und zur selbstt\u00e4tigen Arbeit anregenden Facharbeitsr\u00e4ume,<\/li>\n<li>die Rolle der Lehrerin als Anregerin und Beraterin und<\/li>\n<li>das Eigenstudium der Sch\u00fcler.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"a1\">Auf Grund des notwendigen Zusammenwirkens dieser Faktoren spricht Helen Parkhurst in ihrem Dalton-Plan von einer synthetischen Zielsetzung.<a href=\"#_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a> Diese beschreibt sie in \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c sehr differenziert: \u201e<em>Es (das Eigenstudium \u2013 Verf.) weckt in dem Kind einen Geist des Selbstvertrauens und der Initiative; dadurch beginnt sofort die Charakterbildung. Das ist Lebenserfahrung f\u00fcr das kleine Kind. Es lernt seiner eigenen Lebenserfahrung entsprechend zusammen mit seine Mitsch\u00fclern, die alle das gleiche Abenteuer suchen. Es formt w\u00e4hrend seines Schullebens die gleichen Beziehungsarten aus, die es sp\u00e4ter im Gesch\u00e4fts- oder Berufsleben antreffen wird. <\/em><em>Es lernt, indem es versucht (He is learning by trying)<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn8\" title=\"\">[8]<\/a><\/p>\n<p class=\"a1\">Die Sicherung der kindlichen Arbeit durch die schriftlichen Arbeitsbeschreibungen (assignments) erlaubt es dem Kind \u2013 unter beratender Mitwirkung der Lehrerin \u2013 in Facharbeitsr\u00e4umen seinen Interessen und Lernschwerpunkten nachzugehen. Die assignments erm\u00f6glichen dar\u00fcber hinaus ebenso die Abkehr vom klassikalen Organisationsprinzip f\u00fcr die Schule. Die Grundbedingung eines assignments bestimmt Helen Parkhurst wie folgt: \u201e<em>Die erste Bedingung eines guten assignments ist, dass es unmissverst\u00e4ndlich geschrieben ist, nicht nur m\u00fcndlich gegeben wird, dass es klar ausgedr\u00fcckt ist und durch seine Gestaltung dem Kinde klar macht, wohin es gef\u00fchrt werden soll<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn9\" title=\"\">[9]<\/a><\/p>\n<p class=\"a1\">Ein weiterer wichtiger Vorteil f\u00fcr die individuelle Arbeit ergibt sich fast zwangsl\u00e4ufig aus dem \u00dcberblick \u00fcber die gesamte Aufgabenstellung, der erst durch die Verschriftlichung der Aufgabenstellung m\u00f6glich wird. Dadurch kann jedem Kind die seinem Leistungsstand entsprechende Arbeitsweise und sein Arbeitstempo gew\u00e4hrt werden. Auch \u201e<em>das langsamere Kind kann sich auf die wichtigsten Fragen eines Gegenstandes beschr\u00e4nken und an ihnen arbeiten, bis es sie durch und durch beherrscht<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn10\" title=\"\">[10]<\/a> Die motivationale Wirkung der assignments wird noch sinnvoll erg\u00e4nzt durch die didaktisch kluge Ausstattung der Facharbeitsr\u00e4ume. Die Kombination der assignments und der Facharbeitsr\u00e4ume l\u00e4sst den Eindruck einer \u201eKinder-Universit\u00e4t\u201c durchaus als gerechtfertigt erscheinen.<\/p>\n<p class=\"a1\">Formen der Selbstkontrolle und der Selbstpr\u00fcfung geh\u00f6ren wesenhaft zu einer selbstst\u00e4ndigen und selbstt\u00e4tigen Arbeit der Kinder in der Schule. Im Sinne des zitierten \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit der Kinder erarbeitet Helen Parkhurst Berichtformen, die es der Lehrerin und den Kindern aktuell erm\u00f6glichen, die Arbeit an den assignments zu dokumentieren. Zu den drei Berichtformen, die sie vorschl\u00e4gt, schreibt sie: \u201e<em>Es gibt drei verschiedene Diagrammformen. Die erste erm\u00f6glicht f\u00fcr jeden Fachlehrer und Berater, den individuellen Fortschritt jedes Kindes zu verfolgen und ihn mit demjenigen, der anderen Klassenmitglieder zu vergleichen. Sie bef\u00e4higt das Kind selber, seinen Fortschritt mit demjenigen seiner Klassenkameraden zu vergleichen. Aber Mary hat auch ihr eigenes Arbeitsdiagramm, in dem sie \u00fcber ihren t\u00e4glichen Fortschritt berichtet. Das dritte Diagramm zeigt dem Fortschritt der Klasse oder einer Gruppe wie auch den individuellen Fortschritt<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn11\" title=\"\">[11]<\/a><\/p>\n<p class=\"a1\">Gegen\u00fcber dem Dalton-Plan ist oft der Einwand erhoben worden, dass vor allem die Arbeit an den assignments in den Facharbeitsr\u00e4umen eine sozial verd\u00fcnnte Situation erwirke. Dieses Argument hat auch Peter Petersen dazu veranlasst, seinen Jena-Plan einen \u201eWiderpart des Dalton-Plans\u201c<a href=\"#_ftn12\" title=\"\">[12]<\/a> zu nennen. Helen Parkhurst bezieht gegen diese Kritik klar Stellung. Als erstes Prinzip des Dalton-Planes nennt sie die Freiheit, doch schon als zweites Prinzip betont sie die Interaktion: \u201e<em>Der zweite Grundsatz des Dalton-Plans ist die Kooperation oder, wie ich ihn zu nennen bevorzuge, die Interaktion im Gruppenleben.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn13\" title=\"\">[13]<\/a> Sie umschreibt dieses Prinzip mit verschiedenen Wendungen, wie \u201esocial experience\u201c, \u201esense of responsibility\u201c, \u201esocialisation\u201c<a href=\"#_ftn14\" title=\"\">[14]<\/a> und betont an anderer Stelle in ihrem Hauptwerk \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c: \u201e<em>Diese Sozialisation in der Schule, wie ich sie nenne, ist f\u00fcr den Erfolg des Experiments ebenso wichtig wie die Freisetzung der Kinder<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn15\" title=\"\">[15]<\/a> Das Funktionieren dieses Prinzip erf\u00e4hrt auch immer wieder eine Best\u00e4tigung durch die P\u00e4dagogen, die den Dalton-Plan \u201eschulerneuernd\u201c und \u201eschulentwickelnd\u201c in die Praxis umsetzen: C. W. Krimmins und Belle Rennie, die neben A. J. Lynch die Dalton-Plan-Bewegung in England initiiert haben, schreiben: \u201e<em>Die Schule wird \u2013 sobald sie nach dem Dalton-Plan organisiert ist \u2013 eine soziale Gemeinschaft, die nicht nur auf das Leben vorbereitet, sonder selbst Leben ist.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn16\" title=\"\">[16]<\/a> In diesem Werk wird der Dalton-Plan als ein Schulmodell verstanden, dessen entscheidende p\u00e4dagogische Kriterien die Individualisierung der Schularbeit und soziale Fundierung des Schullebens sind. Auch die Praxis der Dalton-Plan Schulen in den Niederlanden zeigt die Betonung der Sozialisationsfaktoren in einer modernen Anwendung des Planes Helen Parkhursts.<\/p>\n<p>F\u00fcr Herrmann R\u00f6hrs ist der Dalton-Plan eine Chance, \u201e<em>die Schule so zu erneuern, dass aus der blo\u00dfen Lernarbeit ein selbst verantwortetes Studieren wird, dessen Methode in entwicklungsspezifischer Weise einsichtig bleibt<\/em>\u201c und stellt ebenso ein \u201ep\u00e4dagogisches Faszinosum\u201c dar, das in seinem ganzen Ausma\u00df \u00fcberhaupt noch nicht ins Auge gefasst und erprobt wurde.<a href=\"#_ftn17\" title=\"\">[17]<\/a> Moderne Schulentwicklungsarbeit in den USA bietet in diesem Sinne durchaus erstaunliche Perspektiven des Dalton-Plans: &#8230; \u201e<em>as Lawrence A. Cremin suggests, four dominant themes present throughout the movement:<br \/>\n<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><em>a broadening of the school to include a direct concern<br \/>\nfor health, vocation, and the quality for community life;<br \/>\n<\/em><em> <\/em><\/li>\n<li><em>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><em>the application in the classroom of more humane, more<br \/>\nactive, and more rational pedagogical techniques derived<br \/>\nfrom research in philosophy, psychology, and the social<br \/>\nsciences;<br \/>\n<\/em><em> <\/em><\/li>\n<li><em>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><em>the tailoring of instruction more directly to the different<br \/>\nkinds and classes of children who were being brought<br \/>\nwithin the purview of school; \u2026<br \/>\n<\/em><em> <\/em><\/li>\n<li><em>and finally, the use of more systematic and rational<br \/>\napproaches to the administration and management of the<br \/>\nschools<\/em>.<a href=\"#_ftn18\" title=\"\">[18]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"a1\">Schulentwicklung und Schulerneuerung nach dem Dalton-Plan sind Inhalt eines noch neuen, ziemlich kurzen aber umso interessanteren Kapitels in der \u00f6sterreichischen Schulgeschichte. Wichtige Beispiele dieser Entwicklungen sind in diesem Buch nachzulesen. Sie alle haben wesentliche Anregungen erfahren durch die Aus- und Fortbildungsveranstaltungen zur Reformp\u00e4dagogik an der P\u00e4dagogischen Akademie des Bundes in Wien. Dieses Buch bietet durch die Darstellung des Dalton-Planes in Form eines Studientextes die p\u00e4dagogischen Grundlagen f\u00fcr Schulerneuerung und Schulentwicklung und die illustrierenden Beispiele engeagierter P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen. Dabei kommt dem Dalton-Plan f\u00fcr eine p\u00e4dagogische fundierte Reform des Sekundarschulewesens eine entscheidende Bedeutung zu: Er ist nicht nur ein notwendiges didaktisches System, er stellt nicht nur eine methodische Struktur dar, sondern er ist \u2013 wie andere \u201ePl\u00e4ne\u201c auch \u2013 f\u00fcr die jeweilige Schule adaptierbar, er ist selbst entwickelbar. F\u00fcr die engagierten P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen, die sich mit dem Plan Helen Parkhursts auseinandersetzen, wird dieser (selbst)verst\u00e4ndlich und wird einsichtig als \u201ea way of life, a way of lifelong learning\u201c.<\/p>\n<p class=\"a1\">\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auch wenn sich Helen Parkhurst hinsichtlich der Fundierung ihres \u201ePlanes\u201c auf John Dewey beruft, so finden sich die \u00fcberzeugten Anh\u00e4nger des Daltonismus anfangs in England und nicht in den USA.<\/p>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. dazu: R\u00f6hrs, Hermann, Die Reformp\u00e4dagogik. Ursprung und Verlauf unter internationalem Aspekt. 8. Auflage 1998, Deutscher Studien Verlag, S. 89.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00f6hrs, Hermann, Die Reformp\u00e4dagogik. &#8230; S. 89.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 13.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00f6hrs, Hermann, Die Reformp\u00e4dagogik. &#8230; S. 90.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Assignment \u2013 schriftliche Arbeitsanweisung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 29.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 33.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" title=\"\">[9]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 58.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" title=\"\">[10]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dewey, Evelyn, The Dalton-Laboratory-Plan. New York 1922, S. 8.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" title=\"\">[11]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 44.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" title=\"\">[12]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Petersen, Peter (Hg.), Die Praxis der Schulen nach dem Jena-Plan. Weimar 1934, S. 81.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" title=\"\">[13]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 19.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" title=\"\">[14]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 19.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" title=\"\">[15]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 46.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" title=\"\">[16]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; C. W. Krimmines, Belle Rennie, The Triumph of the Dalton-Plan. London o. J., S.&nbsp;100.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" title=\"\">[17]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00f6hrs, Hermann, Die Reformp\u00e4dagogik. Ursprung und Verlauf unter internationalem Aspekt. 8. Auflage 1998, Deutscher Studien Verlag, S. 97.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" title=\"\">[18]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Cremin, Lawrence, A., American Education: The Metropolitan Experience, New York 1988. In: Semel, Susan F., The Dalton School. New York 1992, S. 9.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDass es nichts Neues unter der Sonne gibt, ist in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-37","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-daltonplan-paedagogik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":902,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37\/revisions\/902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}