{"id":39,"date":"2014-01-03T15:29:23","date_gmt":"2014-01-03T15:29:23","guid":{"rendered":"?p=39"},"modified":"2014-01-03T15:29:23","modified_gmt":"2014-01-03T15:29:23","slug":"fuer-eine-bessere-schule-ideen-der-reformpaedagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=39","title":{"rendered":"F\u00fcr eine \u201ebessere Schule\u201c &#8230; Ideen der Reformp\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<p>\u201e<em>Soll Erziehung als eine Art Konfektionsarbeit verstanden werden, die der Verfertigung von Kindern (das hei\u00dft ihrer Herstellung und Abrichtung) dient, oder hei\u00dft Erziehung Freisetzung des Kindes zu seiner eigenen Selbstgestaltung<\/em>?\u201c (B\u00f6hm, Winfried, Was ist \u201eaktuell\u201c an Montessori? In: Fuchs, Brigitta &amp; Harth-Peter, Waltraud (Hrsg.), Montessori-P\u00e4dagogik und die Erziehungsprobleme der Gegenwart, W\u00fcrzburg 1990, S. 24)<\/p>\n<h2 align=\"right\"><em>Harald Eichelberger<\/em><\/h2>\n<h1>F\u00fcr eine \u201ebessere Schule\u201c &#8230; Ideen der Reformp\u00e4dagogik<\/h1>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201e<em>Soll Erziehung als eine Art Konfektionsarbeit verstanden werden, die der Verfertigung von Kindern (das hei\u00dft ihrer Herstellung und Abrichtung) dient, oder hei\u00dft Erziehung Freisetzung des Kindes zu seiner eigenen Selbstgestaltung<\/em>?\u201c<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte\u00a0 f\u00fcr dieses Vorwort gerne ein durchaus bekanntes Zitat eines gro\u00dfen deutschen Schulp\u00e4dagogen voraus stellen: \u201e<em>Wer sich in der Reformp\u00e4dagogik einigerma\u00dfen auskennt, stellt fest, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil heutiger Initiativen f\u00fcr innere Schul- und Unterrichtsformen direkt oder indirekt auf Ideen der Reformp\u00e4dagogik des ersten Jahrhundertdrittels zur\u00fcckgeht oder als Wiederentdeckung solcher Ideen anzusprechen ist<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn2\" title=\"\">[2]<\/a> Nicht eine reformp\u00e4dagogische Richtung im solit\u00e4ren Sinn ist angesprochen, sondern die Reformp\u00e4dagogik in ihrer Gesamtheit, in ihrer Kraft zur st\u00e4ndigen Erneuerung und Reform der Schule. In diesem Sinne ist diese heute schon als historisch zu nennende Epoche der P\u00e4dagogik noch immer eine \u201eReformp\u00e4dagogik\u201c. Diesem letztgenannten Anspruch wird unter allen reformp\u00e4dagogischen Richtungen im besonderen Ma\u00dfe der \u201eJenaplan\u201c gerecht. <\/p>\n<p>Das Studium der heute weltweit verbreiteten f\u00fcnf erfolgreichen Modelle der Reformp\u00e4dagogik \u2013 <em>Montessori-P\u00e4dagogik<\/em>, <em>Freinet-P\u00e4dagogik,<\/em> <em>Jenaplan-P\u00e4dagogik<\/em>, <em>Daltonplan-P\u00e4dagogik <\/em>und <em>Waldorf-P\u00e4dagogik<\/em><a href=\"#_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a> \u2013 sollte es uns erm\u00f6glichen, dem p\u00e4dagogischen Ziel eines auf <em>Selbstst\u00e4ndigkeit<\/em> und <em>Selbstbestimmung<\/em> basierenden Bildungsprozesses in den Schulen n\u00e4her zu kommen, ohne die Notwendigkeit einer didaktisch-methodischen Grundlage f\u00fcr schulisches Lernen und den gesellschaftlichen Rahmen der Schule aus den Augen zu verlieren. <\/p>\n<p>Mit all den zu diskutierenden Konzepten sind p\u00e4dagogische Prinzipien wie <em>Selbstst\u00e4ndigkeit<\/em>, <em>Selbstbildung<\/em>, <em>Eigenverantwortung<\/em>, <em>Selbstt\u00e4tigkeit<\/em>, <em>eigenst\u00e4ndiges <\/em>und<em> autonomes Lernen<\/em>, <em>entdeckendes Lernen<\/em>, <em>Bildung der Imaginationsf\u00e4higkeit, <\/em>sowie <em>soziales Lernen <\/em>und<em> Integration <\/em>verbunden. Zentrales Anliegen ist es, dem heranwachsenden Menschen in seiner Entwicklung zur eigenst\u00e4ndigen Pers\u00f6nlichkeit und zur Entfaltung seiner Individualit\u00e4t zu helfen. <\/p>\n<p>Weitere konstituierende und beschreibende Merkmale reformp\u00e4dagogischer Bildungskonzepte finden wir, ohne schon Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit erheben zu wollen, in der Gestaltung einer<em> anregenden Lernlandschaft<\/em>, im <em>f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Unterricht<\/em>, in <em>weit reichenden Mitbestimmungsm\u00f6glichkeiten des Kindes, <\/em>im Angebot so genannter <em>Entwicklungsmaterialien,<\/em> in einer <em>pers\u00f6nlichkeitsbezogenen Leistungsbewertung <\/em>und<em> Leistungsbeurteilung <\/em>und in einer prinzipiellen <em>Betonung der Eigenaktivit\u00e4t<\/em>. <\/p>\n<p>Montessori-P\u00e4dagogik, Freinet-P\u00e4dagogik, der Jenaplan nach Peter Petersen, der Daltonplan nach Helen Parkhurst oder der Epochenunterricht der Waldorfschulen bieten klare methodisch-didaktische Konzepte und sind dabei doch flexibel: Je nach dem entwickelten Schulprofil bieten sie die Grundlage f\u00fcr die p\u00e4dagogische Arbeit an der Schule oder sie bilden die Basis f\u00fcr die Entwicklung eines adaptierten oder neu erstellten Erziehungs- und Unterrichtskonzeptes. In beiden F\u00e4llen setzt die Integration eines dieser Modelle ein vorangehendes intensives Studium desselben voraus und erfordert die permanente Reflexion, ob die Intentionen der Schule auch eine Verwirklichung durch das gew\u00e4hlte p\u00e4dagogische Modell erfahren k\u00f6nnen, ob also der gew\u00e4hlte Weg auch zum Ziel f\u00fchrt. <\/p>\n<p>Der Einwand, dass diese Konzepte nicht neu sind und dass es sich bei deren Einf\u00fchrung h\u00f6chstens um eine Renaissance reformp\u00e4dagogischer Richtungen handelt, gilt dann nicht, wenn Reformp\u00e4dagogik als Grundlage einer aktuellen Schulentwicklung aufgefasst wird. Um dem Ziel einer nach den Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbstst\u00e4ndigkeit gestalteten Schule n\u00e4her zu kommen, bedarf es nicht einer Schulreform \u2013 im Sinne der Wiederherstellung eines Zustandes nach altem (hierarchisch gesteuerten) Muster \u2013 oder einer Schulerneuerung von oben herab; wir brauchen vielmehr Rahmenbedingungen f\u00fcr eine <em>Schulentwicklung<\/em>, die den p\u00e4dagogischen Prinzipien der reformp\u00e4dagogischen Konzepte konsequent entspricht. <\/p>\n<h3>Schulentwicklung \u2013 Schulverbesserung <\/h3>\n<p>Entwicklung der Schule beinhaltet grunds\u00e4tzlich die Beteiligung und volle Einbeziehung der direkt Betroffenen, der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern und auch der Sch\u00fcler. Sie sind es, die ihre eigene Schule entwickeln k\u00f6nnen und im Sinne einer Selbstbestimmung auch m\u00fcssen. Erkl\u00e4rt man sich mit dieser Voraussetzung einverstanden, wird klar, dass sich Schulentwicklung nicht nur auf die Gestaltung einer einzelnen Schule beziehen wird, sondern eine strukturelle Ver\u00e4nderung des gesamten Schul- und Bildungswesens des Staates erfordert. <\/p>\n<p>Die hier diskutierten reformp\u00e4dagogischen Konzepte sind grunds\u00e4tzlich <em>Entwicklungskonzepte<\/em>. Ihre p\u00e4dagogischen Intentionen beziehen sich auf die optimale Entwicklung des Kindes. Doch ihre Grunds\u00e4tze oder Prinzipien sind als reformleitende Ideen f\u00fcr Schulentwicklung prinzipiell anwendbar und auch in Teilen urspr\u00fcnglich als solche konzipiert und gedacht. Ich gehe in der Folge von der These aus, dass die p\u00e4dagogischen Grunds\u00e4tze der reformp\u00e4dagogischen Konzepte als Leitlinien f\u00fcr eine aktuelle Schulentwicklung dienen m\u00fcssen, wenn Bedingungen f\u00fcr eine optimale Entwicklung des Kindes im schulischen Rahmen \u2013 und damit eine kindorientierte P\u00e4dagogik \u2013 hergestellt werden sollen. Das w\u00fcrde bedeuten, dass die Schulentwicklung der Zukunft vornehmlich nach p\u00e4dagogischen Kriterien vorgenommen werden wird, und wir finden entwicklungsleitende Ideen in allen aktuellen reformp\u00e4dagogischen Konzepten. <\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\">Allen voran ist in diesem Zusammenhang Peter Petersens Jenaplan und sein ausdr\u00fccklich als \u201eAusgangsform\u201c bezeichnetes p\u00e4dagogisches Konzept zu nennen. Wir d\u00fcrfen diesen Begriff durchaus w\u00f6rtlich nehmen und von etwas <em>ausgehen<\/em>, um die uns entsprechende Form der Schule und der \u201ep\u00e4dagogischen Situation\u201c in dieser zu entwickeln. Ausgehen werden wir von den vier Bildungsgrundformen, der <em>Feier<\/em>, dem <em>Gespr\u00e4ch<\/em>, der <em>Arbeit<\/em> und dem <em>Spiel<\/em>. Ausgehen werden wir weiters von einer Rhythmisierung dieser vier Formen im schulischen Tagesablauf der Kinder statt von der Unm\u00f6glichkeit des Lernens nach einem \u201eFetzenstundenplan\u201c, von einer altersheterogenen Gruppierung der Kinder in verschiedenen Gruppen statt Jahrgangsklassen, von einem Lernen und Leben in einer Schulwohnstube und von einem grunds\u00e4tzlichen Bewusstsein, dass wir keine Zensuren mehr vergeben, aber die Entwicklung des Kindes beobachten und beschreiben. Gemeint ist die Entwicklung des Kindes in der von uns vorbereiteten \u201eP\u00e4dagogischen Situation\u201c, die f\u00fcr das Lernen des Kindes nicht nur den Lebensbezug bereith\u00e4lt, sondern die \u201einnere Begegnung\u201c des Kindes mit dem zu Lernenden anstrebt. Davon ausgehend wird jede Jenaplanschule ihre eigenst\u00e4ndige Entwicklung nehmen k\u00f6nnen. Ausgehend von der Ausgangsform wird sie den Lebens- und Lernbed\u00fcrfnissen der Menschen, die sie besuchen und die sie entwickeln, entsprechen, und sie kann \u2013 wie europaweit gezeigt wird \u2013 damit auch den staatlichen und europ\u00e4ischen Anforderungen sowie dem Lehrplan entsprechen. <\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\">Im Vergleich zur P\u00e4dagogik Peter Petersens ist Maria Montessoris Konzept prim\u00e4r auf die Entwicklung des Kindes bezogen und expressis verbis ein so genanntes Entwicklungskonzept. Als didaktisch weit gehend durchkonzipiertes System und in den Grunds\u00e4tzen der Montessori-P\u00e4dagogik bietet es eindeutige Anregungen zur Gestaltung einer p\u00e4dagogischen Institution: in der Gestaltung der \u201eVorbereiteten Umgebung\u201c, der Organisation nach altersheterogenen Gruppen, der Idee des Kinderhauses \u2013 statt der Trennung von p\u00e4dagogisch eigentlich zusammengeh\u00f6rigen Institutionen (wie Kindergarten und Schule). Sie ist intentional eine P\u00e4dagogik der Selbstbestimmung (und auch der Ich-Findung). Eine P\u00e4dagogik der Selbstbestimmung<a href=\"#_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a> wird in ihrer Realisierung auch die Selbstbestimmung aller Personen einer p\u00e4dagogischen Institution anstreben, will sie ihre Glaubw\u00fcrdigkeit erhalten. In Konsequenz dieses Gedankens wird nicht nur die Integration der Montessori-P\u00e4dagogik in ein bestehendes Schulsystem angestrebt, sondern die Montessori-P\u00e4dagogik als f\u00fcr eine Schulentwicklung geeignetes System angesehen und selbst als entwicklungsf\u00e4hige p\u00e4dagogische Konzeption betrachtet. Dabei stellt sich die Frage, ob die Montessori-P\u00e4dagogik auch eine Ausgangsform sein oder als solche aufgefasst werden kann. Die Diskussion, die diese Frage zu beantworten versucht, kann sowohl f\u00fcr die Entwicklung der Schule als auch f\u00fcr die Entwicklung der Reformp\u00e4dagogik sehr fruchtbar sein. <\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\">Helen Parkhursts Konzept des Daltonplans ist aus der Entwicklung eines neuen Schulkonzeptes entstanden \u2013 das Prinzip der Entwicklung ist dieser P\u00e4dagogik immanent. Helen Parkhurst betont, dass sie den Daltonplan nicht als System bezeichnet haben m\u00f6chte, sondern vielmehr als \u201eWay of Life\u201c. Und dieser orientiert sich an Prinzipien, die der hier angeregten Schulentwicklung eine eindeutige Orientierung und Richtung verleihen: das Prinzip der Freiheit, das Prinzip der Kooperation und \u2013 sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgt \u2013 das Prinzip vom Verh\u00e4ltnis des Aufwandes zur Erreichung des Zieles oder Budgeting Time. An individuellen Lernaufgaben soll der Sch\u00fcler in selbstst\u00e4ndiger Arbeit, \u2013 alleine oder in Zusammenarbeit \u2013 lernen und wachsen und f\u00fcr seinen Entwicklungsprozess die Verantwortung tragen k\u00f6nnen. Die p\u00e4dagogischen Prinzipien des Daltonplanes sind Grundprinzipien f\u00fcr die Entwicklung einer Schule bzw. auch f\u00fcr die Entwicklung des Schul- und Bildungswesens. Schulentwicklung nach diesen Prinzipien schlie\u00dft die Prinzipien der Freiheit, der Kooperation und des Verh\u00e4ltnisses des Aufwandes zum Ziel auch f\u00fcr die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern und der Sch\u00fcler ein. Das w\u00fcrde auch die Freiheit der Schulgestaltung, der Wahl eines p\u00e4dagogischen Konzeptes, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und alle weiteren M\u00f6glichkeiten einschlie\u00dfen. Weiters ist der Daltonplan auch selbst frei f\u00fcr Ver\u00e4nderung, wie die Einf\u00fchrung bzw. die Entwicklung des Subdaltonplanes f\u00fcr die Grundschule in Holland beweist. <\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\">Die Freinet-P\u00e4dagogik war und ist nicht auf die schulische Arbeit alleine beschr\u00e4nkt. Sie war und ist eine P\u00e4dagogik mit dem Anspruch der Ver\u00e4nderung der Gesellschaft. Nicht nur die Gestaltung der Schule ist die Aufgabe der Lehrer, Eltern und Kinder. Gerade mit der Aufgabe der Schulgestaltung und Schulentwicklung wollte C\u00e9lestin Freinet in seinen Kindern das Bewusstsein schaffen, dass auch die Gesellschaft nach den Bed\u00fcrfnissen des Kindes bzw. der Betroffenen ver\u00e4nderbar ist. Er hat den Kindern das Wort gegeben, damit sie lernen, sich zu artikulieren, damit sie lernen k\u00f6nnen, in einer Demokratie zu leben \u2013 verantwortlich f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr andere Menschen und doch selbst bestimmend innerhalb eines demokratisch strukturierten sozialen Gef\u00fcges zu sein. Wo sonst sollen Kinder Demokratie lernen, wenn nicht in der Schule? Und wir d\u00fcrfen und m\u00fcssen nicht nur den Kindern das Wort zur Gestaltung und Entwicklung ihrer Schule geben, sondern auch den Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern. <\/p>\n<h3>Das Integrative am Jenaplan<\/h3>\n<p>Der Jenaplan ist (war) ein Versuch, \u201e<em>aus der Schule als Ganzem etwas Neues zu machen, d h. das ganze Schulleben von Grund auf radikal zu \u00e4ndern. Und dann gelte es, dort hinein den Unterricht zu setzen und sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen und zu erproben, wie sich dieser \u00e4ndern werde, wenn man gezwungen sei, immer jenes neue Schulleben zu erhalten, die neue Schulgesinnung zu bewahren, also kurz gesagt: Den Unterricht der Erziehung zu unterwerfen, zuerst Erzieher, dann erst Lehrer sein<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a> Die Betonung der Gemeinschaft, der Erziehung zur Gemeinschaftsf\u00e4higkeit durch die Erziehung in der Gemeinschaft verleiht dem Jenaplan eine besondere Stellung unter den oben zitierten reformp\u00e4dagogischen Richtungen. Gleichzeitig zeigt dieses Element des Jenaplans seine erzieherische und bildnerische Aktualit\u00e4t: die sinnvolle Integration des Einzelnen in die Gemeinschaft in einer \u201eSchule f\u00fcr alle\u201c. Dar\u00fcber hinaus ist der Jenaplan auch das aktuelle reformp\u00e4dagogische Konzept, das die Integration der Prinzipien einer anderen reformp\u00e4dagogischen Richtung nicht nur erm\u00f6glicht, sondern die Realisierung derselben besonders zur Geltung bringen kann. In diesem Sinn ist der Jenaplan Grundlage f\u00fcr die \u201ereformp\u00e4dagogische\u201c Schule, in der die Prinzipien der reformp\u00e4dagogischen Richtungen zu einem neuen aktuellen und modernen Schulkonzept<a href=\"#_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a> vereinigt sind, und er ist auch Grundlage f\u00fcr die \u201ereformp\u00e4dagogische\u201c Schule, die als selbst lernendes System die Kraft zu st\u00e4ndigen notwendigen Erneuerung f\u00fcr die Anspr\u00fcche ihrer Sch\u00fcler per se in sich tr\u00e4gt. <\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0 B\u00f6hm, Winfried, Was ist \u201eaktuell\u201c an Montessori? In: Fuchs, Brigitta &amp; Harth-Peter, Waltraud (Hrsg.), Montessori-P\u00e4dagogik und die Erziehungsprobleme der Gegenwart, W\u00fcrzburg 1990, S. 24<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0 Klafki, Wolfgang, Aufgaben der Grundschule und der Grundschulreform. In: Erziehungswissenschaft, Erziehungspraxis, H.1\/1986, S. 4<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0 Die Waldorf-P\u00e4dagogik nimmt trotz ihrer weltweiten Verbreitung eine Sonderstellung ein. Sie ist in einem nur geringen Ausma\u00df f\u00fcr die Weiterentwicklung des \u00f6ffentlichen Schulsystems wirksam geworden und durch eine starke Bindung an die Anthroposophie gekennzeichnet.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0 Vgl. auch: Eichelberger, H., Handbuch zur Montessori-Didaktik, Innsbruck 1997<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0 Petersen, Peter, Zur Entstehungsgeschichte des Jenaplans. In: Westermanns P\u00e4dagogische Beitr\u00e4ge 9\/1952, S. 449-452.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0 Vergleiche auch: Eichelberger, Harald &amp; Wilhelm, Marianne, der jenaplan heute. Eine P\u00e4dagogik f\u00fcr die Schule von morgen. Innsbruck 2000<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSoll Erziehung als eine Art Konfektionsarbeit verstanden werden, die der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-39","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unterrichtsentwicklung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}