{"id":40,"date":"2014-01-07T11:38:24","date_gmt":"2014-01-07T11:38:24","guid":{"rendered":"?p=40"},"modified":"2014-01-07T11:38:24","modified_gmt":"2014-01-07T11:38:24","slug":"mobile-eine-neue-schule-entsteht-eine-anregung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=40","title":{"rendered":"Mobile \u2013 eine neue Schule entsteht \u2013 eine Anregung"},"content":{"rendered":"<p class=\"A1\">Mobile soll eine offene Ganztagsschule (mit Kindergarten und Vorschule) mit reformp\u00e4dagogischem Hintergrund (Montessori-P\u00e4dagogik, Freinet-P\u00e4dagogik, Jenaplan-P\u00e4dagogik, Daltonplan-P\u00e4dagogik, Anthroposophie, Konzept von R. und M. Wild, \u2026) werden. In dieser Schule soll die Entwicklung des Kindes als ein dialogischer Lernprozess betrachtet werden. Sie nimmt sich mit Offenheit aller St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der Kinder, sie erkennt die Kinder \u2026 Sie schafft Ausgeglichenheit zwischen Nicht-Direktivit\u00e4t und klaren Strukturen. Mobile f\u00f6rdert das Zusammenspiel vieler Lernwege und das individuelle Wachstum der Kinder. Mobile soll getragen sein von der Haltung, dass Lernen immer ein gegenseitiger Prozess ist \u2013 ein Prozess f\u00fcr Lehrende und Lernende. Alle an der Schule beteiligten Personen befinden sich in einem st\u00e4ndigen Lern- und Entwicklungsprozess, auch die Schule selbst ist eine \u201elernende Organisation\u201c. Mobile als Anregung zur Schulentwicklung!<\/p>\n<h2 align=\"right\">Harald Eichelberger<\/h2>\n<h1>Mobile \u2013 eine neue Schule entsteht \u2013 eine Anregung<\/h1>\n<p class=\"A1\">Mobile soll eine offene Ganztagsschule (mit Kindergarten und Vorschule) mit reformp\u00e4dagogischem Hintergrund (Montessori-P\u00e4dagogik, Freinet-P\u00e4dagogik, Jenaplan-P\u00e4dagogik, Daltonplan-P\u00e4dagogik, Anthroposophie, Konzept von R. und M. Wild, \u2026) werden. In dieser Schule soll die Entwicklung des Kindes als ein dialogischer Lernprozess betrachtet werden. Sie nimmt sich mit Offenheit aller St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der Kinder, sie erkennt die Kinder \u2026 Sie schafft Ausgeglichenheit zwischen Nicht-Direktivit\u00e4t und klaren Strukturen. Mobile f\u00f6rdert das Zusammenspiel vieler Lernwege und das individuelle Wachstum der Kinder. Mobile soll getragen sein von der Haltung, dass Lernen immer ein gegenseitiger Prozess ist \u2013 ein Prozess f\u00fcr Lehrende und Lernende. Alle an der Schule beteiligten Personen befinden sich in einem st\u00e4ndigen Lern- und Entwicklungsprozess, auch die Schule selbst ist eine \u201elernende Organisation\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">Mobile soll die gesamte Schule ver\u00e4ndern!<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Basiskompetenzen statt Allgemeinbildung (?)<\/h2>\n<p class=\"A1\">Auch reformp\u00e4dagogische Schulen kommen nicht um die grunds\u00e4tzliche Frage herum, was ein heranwachsender Mensch den lernen m\u00fcsse, um als gebildet gelten zu k\u00f6nnen. Mit der exorbitanten Zunahme des Wissens in dieser Welt, wird dies Frage nach Meinung vieler Bildungswissenschafter aber sekund\u00e4r. Stand noch zur Schulzeit der heutigen Elterngeneration die Frage nach dem Bildungskanon und dessen Beschaffenheit im Vordergrund, so wird heute zunehmend die Frage nach den so genannten Basiskompetenzen oder Schl\u00fcsselqualifikationen, die die Kinder in der Schule erwerben sollen, gestellt. Auch nach den Ergebnissen der PISA<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a>-Studie wird eindeutig der Erwerb folgender Basiskompetenzen als didaktische Orientierung der Schulpolitik empfohlen:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr sich selbst verantwortlich sein k\u00f6nnen;<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Initiativkraft entwickeln;<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Flexibilit\u00e4t und Probleml\u00f6sungsverhalten;<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Teamf\u00e4higkeit;<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leistungsmut;<\/p>\n<p class=\"A1\">All diese Kompetenzen werden zwischen dem 5. und 15. Lebensjahr, also in der Pflichtschulzeit erworben. Der Erwerb dieser Schl\u00fcsselqualifikationen ist Voraussetzung und gleichzeitig Mittel zur Selbstbildung und zur g\u00fcltigen Allgemeinbildung, deren Inhalte ma\u00dfgeblich und selbst verantwortlich vom Lernenden selbst mitbestimmt werden. Das ist der Weg, die Methode, die Lernen zu einem nachhaltigen Erleben und zu einer lebensbestimmenden und lebensbedeutenden F\u00e4higkeit werden lassen. Der Versuch, Bildung zu vermitteln ohne den Basiskompetenzen zu erm\u00f6glichen, ist lediglich Anh\u00e4ufung von mehr oder weniger totem Wissen. Der p\u00e4dagogische Fortschritt im schulischen Lernen muss in der konsequenten didaktischen und methodischen Reform der Schulen bestehen, dass der Erwerb der Basiskompetenzen unbedingte Grundlage des zur Bildung f\u00e4higen Menschen ist und dass der gebildete Mensch der zum <em>Selbstwirksamkeitskonzept<\/em> f\u00e4hige Mensch ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir bleiben trotz oder gerade wegen dieses Besinnungswandels dabei: Der Mensch bedarf der Bildung als eines seiner wichtigsten und notwendigen Wesensmerkmale, und Bildung ist zweifelsohne eine der wichtigsten Ressourcen unserer Gesellschaft. Die Aneignung von Bildung muss aber verbunden sind mit einem \u2013 und das ist wichtiger als die Bildungsinhalte selbst<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Selbstwirksamkeitskonzept,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit der F\u00e4higkeit des Menschen sich in die Welt hineinwagen,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit Neugierverhalten,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit Forschen und mit Entdecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Was Kinder brauchen ist die Entwicklung des Neugierverhaltens. Mit Druck und Zwang bekomme ich viel Wissen in die K\u00f6pfe der Kinder, aber kaum stimulierende Erfahrungen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Diesen existenziellen und wesentlichen Zusammenhang noch wesentlich tiefer er\u00f6rternd hat Jean Piaget auf den Zusammenhang von selbst bestimmten, forschenden, entdeckenden Lernen und der Ausbildung der Moralit\u00e4t des Menschen hingewiesen. Jean Piaget f\u00fchrt sinngem\u00e4\u00df aus, dass nur der Mensch, der in seinem Menschwerdungsprozess \u2013 und damit auch in seinen fundamentalen Lernprozessen \u2013 immer wieder Wahrheiten selbst bestimmt und forschend entdecken durfte \u2013 zur Entwicklung von Moralit\u00e4t den Mitmenschen, der Welt und sich selbst gegen\u00fcber f\u00e4hig sei.<\/p>\n<p class=\"A1\">Richard Feynman sieht die Bef\u00e4higung zum Forschen, die M\u00f6glichkeit, Antworten selbst zu finden in einem relativierenden Kontext, die Ich-St\u00e4rke des Individuums hervorhebend:<\/p>\n<p><em>\u201eIch glaube, es ist sehr viel interessanter, etwas nicht zu wissen, als Antworten zu haben, die vielleicht falsch sind. Ich habe f\u00fcr manches ann\u00e4hernde Antworten, halte manches f\u00fcr m\u00f6glich und wei\u00df verschiedene Dinge mit unterschiedlicher Gewissheit. Aber es gibt nichts, dessen ich <\/em><em>mir<\/em><em> vollkommen sicher bin, und es gibt viele Dinge, \u00fcber die ich gar nichts wei\u00df &#8230; Es beunruhigt mich nicht, dass ich etwas nicht wei\u00df, dass ich verloren und ohne Plan in einem Universum lebe, denn so ist es ja wirklich, soweit ich sehe. Es macht mir keine Angst.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Exkurs: Die Sch\u00e4dlichkeit des Fernsehens: hier kann ich als Kind nichts gestalten, nichts wagen \u2013 ich gebe mich vor dem Schirm auf! Der Lernprozess hei\u00dft: das Geschehen l\u00e4uft ohne mich ab \u2013 St\u00f6rung des Selbstwertkonzepts, St\u00f6rung der sozialen und emotionalen Kompetenz.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Die Lehrerin \/ der Lehrer<\/h2>\n<p class=\"A1\">Kinder brauchen Herausforderung und damit Wachstumsimpulse, indem sie Probleme als solche erkennen und nach Probleml\u00f6sungen suchen k\u00f6nnen; das schlie\u00dft auch den Umgang mit dem Scheitern mit ein. Dieser Besinnungswandel betrifft auch die Lehrerinnen und Lehrer mehr als es im ersten Augenblick den Anschein hat. Die f\u00fcr den skizzierten Bildungsanspruch notwendige Verbundenheit des\/der Lehrerin mit den Sch\u00fclerinnen, ist verpflichtet<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dem Schutz, der Entfaltung und der Entwicklung des Lebens,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 einem gegenseitigen und immer reversiblen Vertrauensprinzip und<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 einem B\u00fcndnis: die Lehrerin\/der Lehrer ist immer auf die Mitwirkung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler angewiesen und umgekehrt.<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Lehrerin\/der Lehrer darf grunds\u00e4tzlich nur dem Nutzen des Kindes dienen. Das Ausgeliefertsein des Kindes darf niemals ausgen\u00fctzt werden.<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Lehrerin\/der Lehrer ist der Selbstbegrenzung von Macht verpflichtet.<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich betone in diesem Zusammenhang ein notwendiges neues Selbstbewusstsein der Profession des\/der Lehrerin: Bedeutend f\u00fcr das Selbstbewusstsein der Lehrerinnen und Lehrer ist die Betonung des Eigensinns und der Eigenlogik von Bildung! Lehrerin-Sein ist nicht blo\u00df eine Dienstleistung; diese besteht nur auf der Basis eines Vertrages; die Verpflichtung des\/der Lehrerin basiert hingegen auf ethischen Prinzipien: Jede Erziehung muss grunds\u00e4tzlich darauf angelegt sein, dass der\/die Erzieherin nicht \u00fcber den zu Erziehenden verf\u00fcgt. Und Erfahrung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler muss sein: Jede Erziehung muss grunds\u00e4tzlich darauf angelegt sein, dass es auf die Kinder selbst in ihrem verantwortungsvollen Tun ankommt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lehrerinnen und Lehrer sollen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Respekt vor dem Wunder des Kindseins haben und zeigen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die F\u00f6rderung der Lernfreude als Maxime betrachten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Interesse an der seelischen Gesundheit der Kinder haben<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Entwicklungsschritte wahrnehmen, begleiten, f\u00f6rdern, dokumentieren kommunizieren, \u2026<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Entwicklungsaufgaben bereitstellen k\u00f6nnen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Supervision f\u00fcr Lehrerinnen und Lehrer in Anspruch nehmen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geh\u00e4lter, die die Leistung der Lehrerinnen und Lehrer anerkennen, beziehen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h2>Ganzheitlichkeit<\/h2>\n<p class=\"A1\">Den Ph\u00e4nomenen der Welt und des Lebens kann man nur in ganzheitlicher Weise gerecht werden. Ganzheitliche Betrachtung versucht der Einf\u00e4ltigkeit in der Betrachtung und Vorgehensweise zu entrinnen. Ganzheitlichkeit versucht die Vielfalt und Komplexit\u00e4t der Zusammenh\u00e4nge angemessen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Kinder sind Teil eines Systems und dieses System bewegt sich in einer Umwelt und diese Umwelt ist konstitutiv f\u00fcr das System. Herk\u00f6mmliche P\u00e4dagogik, auch die meisten reformp\u00e4dagogischen Modelle, besch\u00e4ftigen sich nur mit einem Ausschnitt gesellschaftlicher Wirklichkeit, n\u00e4mlich mit der Erziehung des Kindes. Ganzheitliche P\u00e4dagogik geht \u00fcber diesen einen Aspekt hinaus \u2026<\/p>\n<p class=\"A1\">Neben der Auswahl der Materialien zum Arbeiten, gibt es auch die Materialien, aus denen die R\u00e4ume sind, die Architektur, die \u00c4sthetik, das Essen, die spirituelle Haltung und vieles mehr. Neben einem respektvollen und liebevollen Umgang mit den Kindern, sollte auch mit den Eltern und der Umwelt respektvoll und liebevoll umgegangen werden. Diese Ganzheitlichkeit soll im Schulkonzept ihren Niederschlag finden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Schule ist partei- und konfessionslos.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Reformp\u00e4dagogische Modelle als Grundlage der Konzepterstellung<\/h2>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr moderne und aktuelle Unterrichtsentwicklung sind heute weltweit vier (bis 5) reformp\u00e4dagogische Modelle ma\u00dfgeblich:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori-P\u00e4dagogik<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Daltonplan-P\u00e4dagogik<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Freinet-P\u00e4dagogik<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jenaplan-P\u00e4dagogik<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Waldorf-P\u00e4dagogik)<\/p>\n<p class=\"A1\">Aus diesen bew\u00e4hrten Modellen des individuellen Lernens und den pers\u00f6nlichen Anspr\u00fcchen und Vorstellung wird ein didaktisches System und eine entsprechende Schulstruktur und Schulorganisation erstellt.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h1>Kurze Illustration der reformp\u00e4dagogischen Modelle:<\/h1>\n<h3>Montessori-P\u00e4dagogik<\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201cRealizing too, that the will can be strengthened only by voluntary activity he sees the importance of liberty in the schoolroom; and that this freedom \u2018can only come by self-activity\u2019\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">E. M. Standing<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Maria Montessori nannte ihre P\u00e4dagogik oft eine Methode. Diese Methode fu\u00dft auf der aufmerksamen Beobachtung von Kindern und deren Entwicklungsbed\u00fcrfnissen und ist in der gemeinsamen Arbeit mit Kindern entstanden. Maria Montessori hat in ihren Schriften diese Methode immer wieder erkl\u00e4rt und begr\u00fcndet:<\/p>\n<p><em>\u201eWenn wir spr\u00e4chen von einer \u201aHilfe f\u00fcr die menschliche Person, ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu erobern\u2019, von einem \u201aMittel, sie von der Unterdr\u00fcckung durch alte Vorurteile \u00fcber die Erziehung zu befreien\u2019, dann w\u00fcrde alles klar sein. Die menschliche Personalit\u00e4t muss in den Blick genommen werden und nicht eine Erziehungsmethode: die Verteidigung des Kindes, die wissenschaftliche Erkenntnis seiner Natur, die Proklamation seiner sozialen Rechte m\u00fcssen an die Stelle der zerst\u00fcckelten Weisen, die Erziehung zu konzipieren, treten.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn2\" title=\"\"><sup><sup>[2]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"A1\">Die kindliche Entwicklung und die Arbeit mit dem Kind \u2013 das gemeinsame Leben \u2013 sind die Orientierungspunkte f\u00fcr die erzieherische Arbeit:<\/p>\n<p><em>\u201eWer kann uns denn die nat\u00fcrlichen Wege, auf denen sich das nat\u00fcrliche Wachstum des menschlichen Individuums vollzieht, offenbaren, wenn nicht das Kind selbst, sofern es in Verh\u00e4ltnisse gebracht wird, die es ihm m\u00f6glich machen, sich zu offenbaren? Unser erster Lehrmeister wird also das Kind selbst sein oder, besser noch: der Lebensdrang mit den kosmischen Gesetzen, die es unbewusst leiten. Es ist nicht sosehr das, was wir \u201eden Willen des Kindes\u201c nennen, als der geheimnisvolle Wille, der seine Bildung leitet.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn3\" title=\"\"><em><sup><strong><sup>[3]<\/sup><\/strong><\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Daltonplan-P\u00e4dagogik<\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDass es nichts Neues unter der Sonne gibt, ist in der Erziehung ebenso wahr wie anderswo. Die Methode der Organisation und des Unterrichts, wie sie Helen Parkhurst in ihrem Dalton-Plan beschreibt, bildet keine Ausnahme von dieser allgemeinen Regel;\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">(Percy Nunn)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Helen Parkhurst sah in ihrem Plan ein erstes <em>Reforminstrumentarium<\/em>, um f\u00fcr die gesamte Schule den Prozess einer \u201ereconstruction\u201c einzuleiten und zweitens ein didaktisches Instrumentarium in einem exemplarischen Sinn, das \u00fcberall anwendbar ist, wo die Voraussetzungen gegeben sind.<a href=\"#_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Grundabsichten ihres Konzeptes, beschreibt sie selbst folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p><em>\u201e &#8230; Erneuerungen der Schulprozesse, so dass Kinder sowohl mehr Freiheit als auch einen Lebensraum genie\u00dfen w\u00fcrden, der besser auf ihre Studien eingerichtet ist&#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eVor allem wollte ich die pers\u00f6nlichen Schwierigkeiten der Kinder \u00fcberwinden und die gleiche Entwicklungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr das langsame und das aufgeweckte Kind schaffen.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn5\" title=\"\"><em><strong>[5]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p class=\"A1\">Neben der grunds\u00e4tzlichen Neugestaltung der Schule ist die Individualisierung des Unterrichts die zentrale Aufgabenstellung f\u00fcr Helen Parkhursts Konzept, das Lernen in einem individuellen Rhythmus erlaubt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Realisierung von Schule aus einem Lebensraum lebendig motivierten Studierens in unmittelbarer Auseinandersetzung mit den Dingen setzt das Zusammenwirken mehrer didaktischer Faktoren voraus:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die die selbstt\u00e4tige Arbeit erst erm\u00f6glichenden assignments<a href=\"#_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a>,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die veranschaulichenden und zur selbstt\u00e4tigen Arbeit anregenden Facharbeitsr\u00e4ume,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Rolle der Lehrerin als Anregerin und Beraterin und<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 das Eigenstudium der Sch\u00fcler.<\/p>\n<p class=\"A1\">Auf Grund des notwendigen Zusammenwirkens dieser Faktoren spricht Helen Parkhurst in ihrem Dalton-Plan von einer synthetischen Zielsetzung.<a href=\"#_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a> Diese beschreibt sie in \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c sehr differenziert:<\/p>\n<p><em>\u201eEs (das Eigenstudium \u2013 Verf.) weckt in dem Kind einen Geist des Selbstvertrauens und der Initiative; dadurch beginnt sofort die Charakterbildung. Das ist Lebenserfahrung f\u00fcr das kleine Kind. Es lernt seiner eigenen Lebenserfahrung entsprechend zusammen mit seinen Mitsch\u00fclern, die alle das gleiche Abenteuer suchen. Es formt w\u00e4hrend seines Schullebens die gleichen Beziehungsarten aus, die es sp\u00e4ter im Gesch\u00e4fts- oder Berufsleben antreffen wird. <\/em><em>Es lernt, indem es versucht (He is learning by trying)\u201d<\/em>.<a href=\"#_ftn8\" title=\"\">[8]<\/a><\/p>\n<p class=\"A1\">Als erstes Prinzip des Dalton-Planes nennt sie die Freiheit, doch schon als zweites Prinzip betont sie die Interaktion:<\/p>\n<p><em>\u201eDer zweite Grundsatz des Dalton-Plans ist die Kooperation oder, wie ich ihn zu nennen bevorzuge, die Interaktion im Gruppenleben.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn9\" title=\"\"><em><strong>[9]<\/strong><\/em><\/a><em> Sie umschreibt dieses Prinzip mit verschiedenen Wendungen, wie \u201esocial experience\u201c, \u201esense of responsibility\u201c, \u201esocialisation<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn10\" title=\"\">[10]<\/a>.<\/p>\n<p class=\"A1\">F\u00fcr Herrmann R\u00f6hrs ist der Dalton-Plan eine Chance, \u201edie Schule so zu erneuern, dass aus der blo\u00dfen Lernarbeit ein selbst verantwortetes Studieren wird, dessen Methode in entwicklungsspezifischer Weise einsichtig bleibt\u201c und stellt ebenso ein \u201ep\u00e4dagogisches Faszinosum\u201c dar, das in seinem ganzen Ausma\u00df \u00fcberhaupt noch nicht ins Auge gefasst und erprobt wurde.<a href=\"#_ftn11\" title=\"\">[11]<\/a> Der Daltonplan ist keine Methode, it ist \u201ea way of life, a way of lifelong learning\u201c.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h3>Freinet-P\u00e4dagogik<\/h3>\n<p class=\"A1\">C\u00e9lestin Freinet begreift \u201evom Kinde aus\u201c ebenfalls als Beachtung psychologischer Entwicklungsbedingungen zugleich aber auch als \u201eschulische\u201c Aufarbeitung der von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in die Schule gebrachten Erfahrungen und Lebensumst\u00e4nde, um<em> \u201eGrundlagen f\u00fcr eine befreiende Erziehung der Arbeiterklasse zu schaffen.<\/em>\u201c (Freinet, C\u00e9lestin; 1980, S. 26.) In diesem politischen Kontext ist auch der \u201efreie Text\u201c zu sehen, der einerseits der Ausdruck der Individualit\u00e4t des Kindes ist, anderseits aber den Kindern zeigt, dass das von ihnen geschriebene Wort nicht nur eine Mitteilung an jemand ist, sondern die Realit\u00e4t ihres eigenen Lebens dadurch ver\u00e4nderbar sein kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Durch die Einf\u00fchrung des Klassenrates und der Schulversammlung ist die demokratische Gestaltung des Lebensraumes des Kindes der Freinet-P\u00e4dagogik immanent. Die demokratische Gestaltung \u201efreinetschen\u201c Schullebens zeigt uns die Aktualit\u00e4t dieser P\u00e4dagogik und auch den reformp\u00e4dagogischen Glauben, zu einer \u201ebesseren\u201c Gesellschaft \u00fcber eine \u201erichtigere\u201c Erziehung zu kommen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Schulisches Lernen in einer Freinet-Klasse ist in einem hohen Ma\u00df handlungsorientiert und immer von den Lernenden selbst bestimmt. Freinet geht auch davon aus, dass jedes Kind die wichtigen Erfahrungen in seinem Leben selbst machen muss und dass jedes Kind ein grunds\u00e4tzliches Recht hat, Wahrheiten selbst zu entdecken. Lebendiges Lernen besteht f\u00fcr Freinet darin, dass das Kind \u2013 eingebunden in die emotionellen und sozialen Beziehungen seiner Gruppe(n) und in enger Verbindung zu seinem Milieu \u2013 daran geht, die Beschaffenheit seiner Welt, ihre Werte und Beziehungen herauszufinden. Doch Freinet-P\u00e4dagogik hei\u00dft auch, ein Bewusstsein dar\u00fcber zu entwickeln, dass diese Welt durch meine (des Sch\u00fclers \u2013 Verf.) \u201epolitische\u201c Arbeit ver\u00e4nderbar ist.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Soll Lernen und Arbeiten f\u00fcr Kinder eine seine Individualit\u00e4t entwickelnde Bedeutung haben, so muss es im \u201eHier und Jetzt\u201c stattfinden und sehr wohl auch den Bed\u00fcrfnissen und Interessen der Kinder entsprechen. So wird auch der Unterricht in der Freinet-P\u00e4dagogik erfahrungsorientiert, sachbezogen und f\u00fcr das Kind sinnvoll erlebbar sein. So wird zum Beispiel die Kulturtechnik des Schreibens immer auf ein Gegen\u00fcber gerichtet sein, dem ich etwas mitteilen kann, mit dem ich etwas austauschen kann. Wozu schreiben wir in der herk\u00f6mmlichen Schule, wenn es au\u00dfer der Lehrerin keiner liest und am Ende des Schuljahres das Heft weggeworfen wird? Freinets P\u00e4dagogik verwendet gro\u00dfe Sorgfalt und umfangreiche Mittel darauf,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Suchbewegungen anzubahnen,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neugierverhalten zu ermutigen und<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erfahrungslernen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wie schon bei der Darstellung der Montessori-P\u00e4dagogik und der Daltonplan-P\u00e4dagogik finden wir auch in der P\u00e4dagogik C\u00e9lestin Freinets Merkmale, ohne die eine aktuelle Unterrichts- und Schulentwicklung nicht mehr denkbar ist. Hervorzuheben sind hier vor allem die weitest gehende demokratische Selbstbestimmung im Klassenrat, das Erfahrungslernen, das handlungsorientierte und entdeckende Lernen und das Bewusstsein der M\u00f6glichkeit einer Ver\u00e4nderung meiner Lebenssituation im Rahmen gemeinschaftlicher und demokratischer Einrichtungen. In diesen Merkmalen gewinnt die Freinet-P\u00e4dagogik gleichsam Modellcharakter f\u00fcr die Prozesshaftigkeit von Unterrichts- und Schulentwicklung.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h3>Jenaplan-P\u00e4dagogik<\/h3>\n<p class=\"A1\">Den Jenaplan Peter Petersens d\u00fcrfen wir explizit als Schulentwicklungskonzept begreifen. Der Jenaplan ist keine Unterrichtsmethode! Er ist vielmehr ein p\u00e4dagogisches Konzept f\u00fcr \u201e<em>eine freie allgemeine Volksschule nach den Grunds\u00e4tzen Neuer Erziehung.<\/em>\u201c (Petersen, Peter. In: R\u00f6hrs, Hermann; 1986, S.\u00a0209ff.) Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass Peter Petersen den Jenaplan eine <em>Ausgangsform <\/em>nennt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Das Verst\u00e4ndnis des Begriffes \u201eAusgangsform\u201c ist f\u00fcr die Anwendung des Jenaplans konstitutiv. Diese Ausgangsform ist eine wesentliche Unterscheidung gegen\u00fcber anderen Schulkonzeptionen oder -modellen. Sie ist konkretisierbar und beschreibbar in der <em>Erziehungsidee<\/em>, in dem, was eine <em>p\u00e4dagogische Situation<\/em> sein soll, in den <em>Bildungsgrundformen<\/em> und vor allem in der Vorstellung, dass die Erziehungsidee und die p\u00e4dagogische Situation f\u00fcr den jeweils <em>konkreten<\/em> individuellen und gesellschaftlichen Rahmen eine andere Auspr\u00e4gung haben werden. Bildlich gesprochen erhalten P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen von Peter Petersen eine Form, von der sie \u201eausgehen\u201c, und einen Plan. Doch es ist im Rahmen dieses Planes (Jenaplan) immer ihre Verantwortung, auf welchem Weg sie versuchen, das Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Erziehung vollzieht sich nach der Erziehungsidee Peter Petersens in und durch die Gemeinschaft. Das Individuum bringt sich mit all seinen F\u00e4higkeiten und Kenntnissen absichtslos in die echte Gemeinschaft ein und erf\u00e4hrt so seine Sinnerf\u00fcllung: Das Individuum wird zur Pers\u00f6nlichkeit durch Leben in der Gemeinschaft. So gesehen ist die Frage nach der optimalen Unterrichtsmethodik zweitrangig gegen\u00fcber der alles entscheidenden Frage, wie der Unterricht \u201eden beiden Ideen der Ehrfurcht vor dem Leben und der Erziehung, d. h. der Freimachung des Menschentums in jedem Kinde\u201c (Petersen, Peter. In: R\u00f6hrs, Hermann; 1986, S.\u00a0209ff.) ohne Einschr\u00e4nkung dienen kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Erst wenn ein echtes und reiches Gemeinschaftsleben funktioniert, kommen didaktische und methodische \u00dcberlegungen und Anstrengungen, die ja unbestritten die \u201ebesonderen Aufgaben\u201c der Schule sind, zu ihrem vollen Recht und zur Entfaltung ihres schulp\u00e4dagogischen Sinns. Im gemeinschaftlichen Leben erf\u00e4hrt und erlebt der Mensch, dass er f\u00e4hig und dass es f\u00fcr ihn notwendig ist, in sich das zu entwickeln und zu kultivieren, wozu nur Menschen f\u00e4hig sind: zur G\u00fcte, zum Mitleid, zum Verstehen, zur Ehrfurcht, zur Treue, zur R\u00fccksicht, zum Verzeihen, zur Freude (usw.). &#8230; man erf\u00e4hrt aber ebenso deutlich, dass Gemeinschaft gar nicht erst zustande kommt oder zerst\u00f6rt wird, wenn vielleicht nur eine der angesprochenen Handlungen nicht vollzogen wird, wenn nur eines der menschlichen Gef\u00fchle verweigert wird.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nach den Grundintentionen Peter Petersens reizt der Jenaplan zur steten Schulreform von innen, weil die p\u00e4dagogisch-anthropologischen Grundmotive Peter Petersens besondere schulpraktische M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen. \u201eHumane Handlungsformen in Schule und Unterricht\u201c, \u201eFreie Arbeit und Wochenplan\u201c, \u201eWachstumsbed\u00fcrfnisse des Schulkindes\u201c, \u201eSchule ohne Klassen\u201c sind nur einige bekannte Stichworte, die auf die Grundideen der Jenaplan-P\u00e4dagogik verweisen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es war dieser Schule wichtig, das \u201evolle Leben\u201c in die Schule hinein zu nehmen, <em>Lernr\u00e4ume<\/em> au\u00dferhalb der Schule zu finden, die <em>F\u00e4chertrennungen<\/em> zu \u00fcberwinden und einen <em>Arbeitsunterricht<\/em> zu kultivieren, der es jungen Menschen erm\u00f6glicht, <em>selbstst\u00e4ndig<\/em> und <em>interessengeleitet<\/em> zu lernen. Ganz selbstverst\u00e4ndlich war es ihr, an der \u00dcberwindung der Klassen- und Konfessionsgrenzen zu arbeiten und eine \u201eSchulgemeinde\u201c zu sein, in der Eltern, Lehrer und Sch\u00fcler gemeinsam versuchen konnten, die angestrebte neue demokratische Gesellschaft schulisch zu <em>antizipieren<\/em>. Peter Petersen nannte sein Institut \u201eErziehungswissenschaftliche Anstalt\u201c, eine \u201e\u00dcbungsschule\u201c war angeschlossen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Peter Petersen ging davon aus, dass der Jenaplan in jeder Schule verwirklicht werden kann, wenn man die Bedingung Ber\u00fccksichtigt, dass das p\u00e4dagogische Tun unter dem Primat der \u201eErziehungsidee\u201c steht. In diesem Sinne ist der Jenaplan nach Peter Petersen explizit als Schulentwicklungskonzept anzusprechen. Das Besondere an diesem Konzept ist die prinzipielle Beteiligung von Eltern, Lehrer\/innen und Sch\u00fcler\/innen an der Entwicklung einer eigenen Schule und damit auch an der Entwicklung der eigenen Lebenssituation. Wenn Schule im Sinne Peter Petersens \u201eLebensst\u00e4tte\u201c werden kann, so liegt ihre Gestaltung und Entwicklung in der Verantwortung der prim\u00e4r Beteiligten. In diesem Sinne hat Peter Petersen in seinem Jenaplan einen radikalen Schritt zur Autonomisierung der Schule getan. Wir sollten in seine Fu\u00dfstapfen treten!<\/p>\n<h2>Conclusio<\/h2>\n<p class=\"A1\">Ziel der Reformp\u00e4dagogik war (und ist) die Ver\u00e4nderung der Gesellschaft durch die Schule. Der heute anzustrebende Wandel der Gesellschaft in eine inklusive Gesellschaft, die den Einzelnen als Subjekt, als Wert an sich anerkennt, der sich nicht in der \u201eN\u00fctzlichkeit\u201c und \u201eProduktivit\u00e4t\u201c des Menschen darstellen kann, ben\u00f6tigt wieder \u201eReformp\u00e4dagoginnen und Reformp\u00e4dagogen\u201c, die ihre Kraft in dieses Ziel investieren. Was Ellen Key in ihrem Buch \u201eDas Jahrhundert des Kindes\u201c formuliert hat, gewinnt im Sinne der aktuellen Schulsituation wieder an Bedeutung:<\/p>\n<p><em>\u201eEinzelreformen in der modernen Schule bedeuten nichts, solange man durch dieselben nicht bewusst die gro\u00dfe Revolution vorbereitet, die, welche das gro\u00dfe jetzige System zertr\u00fcmmert und von diesem nicht einen Stein auf dem anderen l\u00e4sst.\u201c (Key, Ellen; 1905, S. 275.)<\/em><\/p>\n<p class=\"A1\">Die Reformp\u00e4dagogik war von Anbeginn eine internationale Bewegung, die \u00fcber nationale Grenzen hinaus an einem gemeinsamen Ziel orientiert war. Die Reformp\u00e4dagogik ist eine permanente Bewegung. Sie ist heute so aktuell wie gestern. Heute schlie\u00dfen an die damaligen Ziele der Reformp\u00e4dagogen die Ziele der modernen Schulentwicklung nahtlos an.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Die Grundanliegen der Reformp\u00e4dagogik<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Individualisierung,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Humanisierung,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Liberalisierung,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pazifizierung,<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Demokratisierung<\/p>\n<p class=\"A1\">m\u00fcssen auch heute Triebfedern jeder schulischen und gesellschaftlichen Reform sein.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p><em>\u201eDie Reformp\u00e4dagogik ist sicherlich keine Schulbewegung; vielmehr ist sie in ihrer Aufgabenstellung \u2013 unter Einfluss der Erwachsenenbildung, der Frauenemanzipation sowie lebensreformerischer Bestrebungen \u2013 auf eine Gesellschaftsform gerichtet. Aber die gesellschaftliche Umwandlung wird in erster Linie \u00fcber eine grunds\u00e4tzliche Reform der Bildungsinstitutionen \u2013 insbesondere der Schule \u2013 erwartet. Insofern bildet die Schule den Brennpunkt der reformp\u00e4dagogischen Er\u00f6rterung<\/em>.\u201c (R\u00f6hrs, Hermann; 1991, S. 147.)<\/p>\n<p class=\"A1\">Die heute existierenden traditionellen Schulen der Reformp\u00e4dagogik beweisen durch ihre Lebenskraft die Adaptionsf\u00e4higkeit reformp\u00e4dagogischer Konzepte an wechselnde historische Verh\u00e4ltnisse. Wollen wir uns heute die Reformp\u00e4dagogik f\u00fcr die Schulentwicklung nutzbar machen, so haben wir die Verpflichtung, einzelne Erziehungskonzepte und Einzelph\u00e4nomene der Reformp\u00e4dagogik in ihren vielf\u00e4ltigen sozialen, wirtschaftlichen, politischen und ideengeschichtlichen Verflechtungen kritisch auf ihre Brauchbarkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen und mit dem Allgemeinbegriff von Erziehung, der gegenw\u00e4rtigen Erziehungssituation und ihren immanenten Entwicklungsm\u00f6glichkeiten in Beziehung zu setzen.<\/p>\n<p class=\"A1\">In dem Bewusstsein, dass auch die Reformp\u00e4dagogik keine \u201eRezepte\u201c zur L\u00f6sung aller Erziehungsprobleme haben kann, weil die Menschen sich selbst gestalten, \u201eErziehung\u201c annehmen oder nicht, kann es nur darum gehen mit Hilfe der reformp\u00e4dagogischen Konzepte p\u00e4dagogische Situationen, Lernwelten zu schaffen, in denen Einzelne sich bilden k\u00f6nnen und wo sie die Unterst\u00fctzung finden, die sie f\u00fcr ihre optimale individuelle Entwicklung brauchen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>R\u00e4ume und Vorbereitete Umgebung<\/h2>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">\u201eDie innere Empf\u00e4nglichkeit bestimmt, was aus der Vielfalt der Umwelt jeweils aufgenommen werden soll und welche Situationen f\u00fcr das augenblickliche Entwicklungsstadium die vorteilhaftesten sind. Sie ist es, die bewirkt, dass das Kind auf gewisse Dinge achtet und auf andere nicht.\u201c<\/p>\n<p class=\"A1\">Maria Montessori<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Maria Montessori nennt diese spezifischen Empf\u00e4nglichkeiten \u201esensible Phasen\u201c. Zu deren Auspr\u00e4gung und Aktualisierung bedarf es einer <em>Vorbereiteten Umgebung<\/em>. Die Vorbereitete Umgebung ist ein kind- und kulturgem\u00e4\u00df gestalteter Lebens-, Lern- und Entwicklungsraum zur (freien) <em>Entfaltung<\/em> der jeweils angelegten Pers\u00f6nlichkeit. Die Entwicklungsmaterialien sind in einer didaktischen Ordnung dargeboten und f\u00fcr das Kind \u00fcbersichtlich pr\u00e4sentiert. Die Lehrerin bzw. der Lehrers ist ein Teil der f\u00fcr die Entwicklung des Kindes vorbereiteten Umgebung. Er\/sie f\u00fchrt und leitet das Kind in dessen eigenst\u00e4ndigen Entwicklungsprozess.<\/p>\n<p class=\"A1\" align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bewegungsraum mit einer Bewegungslandschaft<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00e4ume zur Naturbeobachtung \u2013 R\u00e4ume zum Staunen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Spielraum<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Werkst\u00e4tte<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Theater- und Tanzraum<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Garten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 K\u00fcche<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00e4ume, die unterschiedlichen Themen entsprechen (Ateliers)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sportanlagen (m\u00f6glichst ohne Z\u00e4une)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Platz f\u00fcr Tiere und Tierpflege<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Raumeinheiten \u2013 flexible Raumeinheiten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u2026<\/p>\n<h2>P\u00e4dagogisches Konzept<\/h2>\n<p class=\"A1\">Essentiell ist, dass den Kindern die Freude am Lernen erhalten bleibt und Lernen in dieser Schule eine Basis ist f\u00fcr lebensbegleitendes und lebensbedeutendes und sinnstiftendes Lernen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Was Kinder lernen sollen:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lernen, seine Gef\u00fchle zu sp\u00fcren und auszudr\u00fccken<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Umgang mit Konflikten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Putzstunde<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kochen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 W\u00e4sche waschen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pflege der Vorbereiteten Umgebung<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Handwerk<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tanz<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Theater<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erfahrungen in der Natur (Wasser, Holz, Erde, B\u00e4ume)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 H\u00e4user bauen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Arbeiten im Garten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Soziales Lernen in durchmischten Gruppen (Stammgruppen, Projektgruppen, Freundschaftsgruppen, \u2026)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Individuelle F\u00f6rderung und Entwicklung<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rituale, Feste und Lebensrhythmus<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geschichten, Mythen, Poesie<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Keine altershomogenen Klassen)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u2026<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h1>Lernen<\/h1>\n<p class=\"A1\">Folgende Rahmenbedingungen erm\u00f6glichen in unserer Einrichtung optimales Lernen:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vertrauen in die selbst gesteuerte Lern- und Entwicklungsf\u00e4higkeit des Kindes<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Freie Wahl der T\u00e4tigkeiten in Eigenverantwortung<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geduld f\u00fcr das eigene Lerntempo des Kindes<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verst\u00e4ndnis, Unterst\u00fctzung und Hilfestellung f\u00fcr seinen pers\u00f6nlichen Weg, seine Interessen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Respektvolle und liebevolle Begleitung beim Spielen und Lernen in einer Vorbereiteten Umgebung<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zeit und Raum f\u00fcr Mitbestimmung, Mitgestaltung und Ver\u00e4nderung<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h2>Freie Wahl der Arbeit<\/h2>\n<p class=\"A1\">Die Kinder w\u00e4hlen nach ihren eigenen Bed\u00fcrfnissen und Interessen:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Womit sie arbeiten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ob sie alleine und\/oder mit wem sie arbeiten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Den Zeitpunkt und die Dauer der Arbeit<\/p>\n<p class=\"A1\">So arbeiten sie in Freiheit ihrer Entscheidung und ihrer Verantwortung f\u00fcr sich selbst in der <em>erziehenden Gemeinschaft<\/em>. Diese Freiheit ist keine unbegrenzte, sondern ein Freiraum f\u00fcr die Entwicklung des Kindes zu seiner Individualit\u00e4t innerhalb klarer p\u00e4dagogischer Strukturen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Regeln und Grenzen<\/h2>\n<p class=\"A1\">Nur in einer entspannten Umgebung und Atmosph\u00e4re kann sich das Kind in eine selbst gew\u00e4hlte T\u00e4tigkeit (<em>Selbstt\u00e4tigkeit<\/em>) vertiefen. Klare Regelungen und Strukturen geben den sch\u00fctzenden Rahmen, innerhalb dessen das Kind seine Freiheit nutzen und sich im sozialen Gef\u00fcge mitverantwortlich erfahren kann.<\/p>\n<h2>Wie wir lernen, wie wir lehren<\/h2>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ganzheitlich<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Frei<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Offen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aktiv<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Voll Freude<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verantwortung f\u00fcr sich, seine Mitmenschen und sein Umwelt entwickeln<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Im eigenen Tempo lernen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gewaltfreie Kommunikation<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Konfliktsituationen sind Lernsituationen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Generationen\u00fcbergreifendes Lernen und Leben<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h3>Schl\u00fcsselbegriffe aus der Reformp\u00e4dagogik<\/h3>\n<h2>Individualisierung<\/h2>\n<p class=\"A1\">Reformp\u00e4dagogische Lernsituationen ber\u00fccksichtigen die Tatsache, dass jeder Mensch seine subjektive Wirklichkeit konstruiert. Diese ist abh\u00e4ngig von den jeweiligen Vorerfahrungen, von der individuellen Lernbiografie. Ebenso werden individuelle Begabungen, individuelle Lernwege und individuelle Interessen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h2>Kooperation<\/h2>\n<p class=\"A1\">In reformp\u00e4dagogischen Lernsituationen spielt die Kooperation eine Schl\u00fcsselrolle. Die gemeinsame Arbeit f\u00fchrt zu einem Austausch der subjektiven Wirklichkeiten, es entsteht eine objektivierte Sicht der Dinge durch Kommunikation und durch Anerkennung und Achtung des jeweils Anderen.<\/p>\n<h2>Exemplarisches Lernen<\/h2>\n<p class=\"A1\">Die Komplexit\u00e4t der Anforderung zur Konstruktion der Wirklichkeit und die Vielfalt der vorhandenen Wirklichkeitskonstruktionen kann nur reduziert werden durch die Auswahl exemplarischer Beispiele, die den Lernenden die M\u00f6glichkeit bieten \u201ebeispielhafte\u201c Lernprozesse zu durchlaufen.<\/p>\n<h2>Verantwortung<\/h2>\n<p class=\"A1\">Unter Anerkennung der subjektiven Wirklichkeitskonstruktion wird der Anspruch notwendig, in diesem Prozess Verantwortung f\u00fcr sich selbst, den eigenen Lernprozess, f\u00fcr die Welt und die Aufrechterhaltung der Gemeinschaft zu \u00fcbernehmen. Reformp\u00e4dagogische Lernsituationen zeichnen sich aus durch die sukzessive Steigerung und \u201e\u00dcbernahme\u201c von Verantwortung durch den Lernenden.<\/p>\n<h2>Selbstt\u00e4tigkeit<\/h2>\n<p class=\"A1\">Der Prozess der Wirklichkeitskonstruktion ist nicht \u201emachbar\u201c. Er ist gekennzeichnet durch Eigenaktivit\u00e4t (\u201einnere und \u00e4u\u00dfere Arbeit\u201c). Der Lernende kann nur \u201eperturbiert\u201c, \u201eangesto\u00dfen\u201c werden, im Rahmen \u201epassender\u201c Lernsituationen aktiv zu werden. Reformp\u00e4dagogische Lernsituationen stellen den pers\u00f6nlichen Bezug, die Betroffenheit, das Interesse, den Ansporn, Problem l\u00f6send aktiv zu werden, in den Mittelpunkt des didaktischen Angebotes.<\/p>\n<h2>Struktur<\/h2>\n<p class=\"A1\">Reformp\u00e4dagogische Lernsituationen bieten immer Strukturen, die die Komplexit\u00e4t von Lernprozessen reduzieren, mit dem Ziel, dass Lernende bef\u00e4higt werden, die Strukturierung mit zunehmender F\u00e4higkeit selbst zu \u00fcbernehmen. Diese Strukturen k\u00f6nnen den Lerninhalt betreffen, die Lernumgebung, die Kommunikation mit der Gemeinschaft oder die Lernzeit.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Freie Wahl<\/h2>\n<p class=\"A1\">Die M\u00f6glichkeit der freien Wahl in reformp\u00e4dagogischen Lernsituationen vereint die Prinzipien Verantwortung und Selbstt\u00e4tigkeit. Der Anspruch nach\u00a0 Selbstt\u00e4tigkeit erfordert die freie Wahl, um an die jeweilige subjektive Wirklichkeit des Individuums ankn\u00fcpfen zu k\u00f6nnen. Diese freie Wahl muss jedoch geleitet werden durch den Anspruch der Verantwortung sich selbst, der Welt und der Gemeinschaft gegen\u00fcber.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Reflexion<\/h2>\n<p class=\"A1\">Verantwortung zu \u00fcbernehmen und eine ad\u00e4quate freie Wahl zu treffen, sind hohe Lernanspr\u00fcche. Die entsprechenden Lernprozesse sind abh\u00e4ngig von der \u00dcberpr\u00fcfung der individuellen Versuche aus der je eigenen Werthaltung heraus und aus der Sicht der Gemeinschaft. Nur so werden \u201eFehler\u201c zu neuen Lernchancen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Inhalte<\/h2>\n<p class=\"A1\">Gleichwertig nebeneinander sollen mindestens folgende Angebote vorhanden sein:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bewegung: verschiedene Sportarten (Judo, Fu\u00dfball, Ballet etc.), Tanzen, sensorische Integration, Zirkus, \u2026<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mathematik<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kreativit\u00e4t: Theater, Schreibwerkstatt, Literatur, Kunst, Museums- und Atelierbesuche<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Musik: Fl\u00f6ten, Trommeln, Singen, etc.<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Natur: Garten (Gartenkultur, Blumen, Gem\u00fcse, Obstb\u00e4ume), Biologie<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sprachen: Native Speaker (englisch, franz\u00f6sisch, chinesisch, \u2026)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Handwerk: Tischlern, T\u00f6pfern, Stricken, N\u00e4hen, Bauen, \u2026<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ethik &amp; Spiritualit\u00e4t: verschiedene Religionen, Weltanschauungen, Geisteshaltungen, \u2026<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u2026<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h2>Mit allen Sinnen<\/h2>\n<p class=\"A1\">Kinder Lernen mit Lust, Ausdauer und Kraft, wenn wir sie aktiv t\u00e4tig sein lassen. Daher wird das p\u00e4dagogische Konzept der Mobile-Schule ein Konzept des \u201eaktiven Lernens\u201c sein. Erkenntnisse der Neurobiologie und der Entwicklungspsychologie belegen, dass Kinder von sich aus aktiv sind und die Welt entdecken wollen. Der Impuls zur Entwicklung des Kindes (des Menschen) kommt aus seinem Inneren, seinem inneren Bauplan, wie Maria Montessori formulierte. Dabei ist der Gebrauch aller Sinne bei der Entwicklung des Kindes von eminenter Bedeutung. Begreifen kommt von Entdecken, Forschen, Experimentieren (\u201eDie H\u00e4nde machen uns intelligent!\u201c)<a href=\"#_ftn12\" title=\"\">[12]<\/a> Alles, was wir selber erfahren, f\u00fchrt zu echtem, integrativen Wissen, Erkenntnissen und K\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Eigenes Lerntempo<\/h2>\n<p class=\"A1\">Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo. Jean Piaget zeigt in seinen Studien, dass sich eine Logik, wie sie von Erwachsenen verstanden wird, erst etwa um das zw\u00f6lfte Lebensjahr entwickelt. Davor wirken sich die Anforderungen reflexives und abstraktes Denken \u00fcberfordernd auf die Entwicklung der Kinder aus.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h1>Unabh\u00e4ngiger Beirat<\/h1>\n<p class=\"A1\">Dieser soll aus P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen, K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern, klugen, wohlwollenden, weit blickenden, weisen und auch \u00e4lteren Menschen bestehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Steuerberatung und rechtliche Beratung.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h1>Integration<\/h1>\n<p class=\"A1\">Die Schule als Schule f\u00fcr alle Kinder.<\/p>\n<p class=\"A1\">Nicht die Kinder m\u00fcssen schulgerecht werden, sondern die Schule muss kindgerecht werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h1>Essen<\/h1>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Biologisch dynamisch<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vollwertig<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vegetarisch<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Im Haus gekocht unter Einbeziehung der Kinder (vom Korn bis zum Backen \u2026)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h1>Organisation<\/h1>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schulbeginn nicht vor 08:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sch\u00fcler in Schulvorg\u00e4nge und Schulentscheidungen miteinbeziehen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Englisch (auch) als Unterrichtssprache<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Andere Sprachen Wahlweise<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h1>Projekte<\/h1>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zusammenarbeit mit Handwerkerinnen und Handwerkern<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zusammenarbeit mit K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h1>Kooperationspartner<\/h1>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pensionistenhaus<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Seniorinnen- und Senioreninitiativen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Asylantenheim<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kunstschule Wien<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schulkooperationen (z.B. W@lz)<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Industrieunternehmen<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Handwerk<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h1>Organisationsentwicklung<\/h1>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schultr\u00e4ger \u2013 Verein<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Supervision<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Trennung von P\u00e4dagogik, Personal und Gesch\u00e4ftsleitung<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schulentwicklerin \/ Schulentwickler<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<h1>Finanzierung<\/h1>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sponsoren<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elternbeitr\u00e4ge<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fundraising<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kooperation mit Firmen<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h1>Eine Schule auf der Grundlage reformp\u00e4dagogischer Konzepte<\/h1>\n<p class=\"A1\">Eine Lehrerin, ein Lehrer stellt (s)eine Schule vor, die nach den Vorstellungen der Reformp\u00e4dagogik entwickelt worden ist: Das Interesse an p\u00e4dagogischen Modellen, die eine m\u00f6glichst optimale Entwicklung des Individuums in einer bestehenden Gemeinschaft zum Ziel haben und eine geeignete Erg\u00e4nzung zu unserem Unterrichtskonzept, das ja schon vorhanden war, darstellen, war der eigentlich Ausgangspunkt unserer Schulentwicklung. Es ist aber nicht m\u00f6glich, ohne tief greifende Erfahrung einfach festzulegen, was ich an Elementen oder Prinzipien aus den daf\u00fcr in Frage kommenden p\u00e4dagogischen Modellen \u201eherausnehmen\u201c kann.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es bedurfte einer guten Ausbildung in den reformp\u00e4dagogischen Modellen der Montessori-P\u00e4dagogik, der Freinet-P\u00e4dagogik, der Jenaplan-P\u00e4dagogik und auch der Daltonplan-P\u00e4dagogik. Erst nach intensivem Studium, etlichen Hospitationen, entsprechendem Erfahrungsaustausch mit Schulen, die eine \u00e4hnliche Schulentwicklung ausprobiert haben und langer eigener p\u00e4dagogischer Erfahrung ist es m\u00f6glich, an die Entwicklung eines eigenst\u00e4ndigen p\u00e4dagogischen Modells heranzugehen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Heutzutage w\u00fcrde man sagen, dass eine der wesentlichen Schwierigkeiten bei der Entwicklung eines \u201ereformp\u00e4dagogischen\u201c Schulmodells in der \u201eKompatibilit\u00e4t\u201c liegt und damit in der Frage, was zusammenpasst und was nicht und auch darin, die Klarheit eines p\u00e4dagogischen Zieles nicht zu verlieren. Spezifika der einzelnen Richtungen zeigen sich dann auch klar in der Schulorganisation.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Schulorganisation<\/h2>\n<p class=\"A1\">Von Maria Montessoris Idee eines Kinderhauses ausgehend, ist unsere Schule nicht nur eine Schule, sondern eine Institution, die Kindergarten und Schule verbindet, eben ein Haus der Kinder. Kinder k\u00f6nnen ab dem vollendeten dritten Lebensjahr in die so genannte Kindergartengruppe eintreten. Das ist auch w\u00e4hrend des Jahres m\u00f6glich. Der Kindergarten ist grunds\u00e4tzlich nach den Prinzipien der Montessori-P\u00e4dagogik aufgebaut und eingerichtet. Notwendige Erg\u00e4nzungen, wie z. B. im k\u00fcnstlerischen oder rhythmischen Bereich sind integriert worden.<\/p>\n<p class=\"A1\">In der Kindergartengruppe finden sie Kinder im Alter von ca. 3 \u2013 5 Jahren. Da Kindergarten und \u201eSchule\u201c unter einem Dach sind, bestimmen zu aller erst einmal die Kinder, wann sie denn in die \u201eSchule\u201c gehen m\u00f6chten. Der \u00dcbergang kann f\u00fcr die Kinder variabel und flie\u00dfend gestaltet werden. Das bedeutet, dass Kinder, die in die \u201eSchule\u201c gehen m\u00f6chten, auch wieder in den Kindergarten zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen und sich vielleicht nach einiger einen neuen Anlauf in die Schule nehmen k\u00f6nnen, bis sie dann in der ersten \u201eSchulgruppe\u201c heimisch geworden sind. Die erste Schulgruppe sind die 5 \u2013 7-j\u00e4hrigen Kinder. Das bedeutet, dass Kinder so ab dem 5. Lebensjahr \u201ein die Schule gehen\u201c k\u00f6nnen, mit Abschluss des 7. Lebensjahres der Schulbesuch obligat wird. Selbstverst\u00e4ndlich wird der \u00dcbertritt intensiv p\u00e4dagogisch begleitet, von Eltern und den P\u00e4dagogen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Aus der Gruppeneinteilung wird auch sichtbar, dass die Stammgruppen unserer Schule nach dem Prinzip der Altersheterogenit\u00e4t aufgebaut sind. Wir d\u00fcrfen von folgender ungef\u00e4hrer Einteilung ausgehen:<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3 \u2013 5-j\u00e4hrige Kinder \u2013 Kindergarten<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 5 \u2013 7-j\u00e4hrige Kinder \u2013 erste Schulgruppe<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 7\/8 \u2013 9\/10-j\u00e4hrige Kinder \u2013 Mittelgruppe<\/p>\n<p class=\"StrichAufzhlung\" align=\"left\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 9\/10 \u2013 12-j\u00e4hrige Kinder \u2013 Obergruppe<\/p>\n<p class=\"A1\">Es sind dies Stammgruppen, wie sie auch Peter Petersen in seinem Jenaplan vorgeschlagen hat. Das Prinzip der Altersheterogenit\u00e4t finden wir in fast allen reformp\u00e4dagogischen Richtungen verwirklicht. Diese Einteilung in Stammgruppen bedingt auch, dass wir die Verweildauer des einzelnen Sch\u00fclers an unserer Schule nicht mehr nach Schuljahren, sondern nach \u201eLernjahren\u201c rechnen. Der tiefer gehende p\u00e4dagogische Wert dieser Ma\u00dfnahme liegt auch darin begr\u00fcndet, dass sich das Lernangebot, das ein Sch\u00fcler an unserer Schule erh\u00e4lt, nach seinem individuellen Lernfortschritt und seiner Begabung richten muss und nicht nach einem nach Schuljahren festgelegten Lehrplan.<\/p>\n<p class=\"A1\">Unsere Schule ist eine Ganztagsschule. Unsere Schule ist ab sieben Uhr morgens f\u00fcr die Kinder ge\u00f6ffnet, die schon kommen wollen und f\u00fcr die, die eben aus irgendwelchen Gr\u00fcnden kommen m\u00fcssen. Der gemeinsame Unterricht beginnt allerdings um 8,30 Uhr. Der gemeinsame Schultag dauert bis 16 Uhr. Kinder k\u00f6nnen freiwillig noch bis 17 Uhr verbleiben. Mittagspause dauert mehr als eine Stunde. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen die Kinder in der Schule auch Mittagessen bekommen, wenn sie dies w\u00fcnschen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt es an unserer Schule keine Einteilung in Jahrgangsklassen mehr, und es gibt auch keinen Stundenplan. Nach den Ideen von Peter Petersen haben wir den Tagesablauf rhythmisiert. Hier orientieren wir uns auch an den Bildungsgrundformen, die da hei\u00dfen Arbeit, Gespr\u00e4ch, Spiel und Feier. So beginnen die meisten Tage mit einem Gespr\u00e4ch oder mit einer Feier, werden fortgesetzt mit einer Phase der Arbeit, die wiederum von einer anderen Arbeitsphase oder einer Spielphase abgel\u00f6st werden. Der Rhythmus unterscheidet sich von Stammgruppe zu Stammgruppe. Die Rhythmisierung bietet vor allem f\u00fcr die Kinder einen wichtigen Lern- und Lebensrhythmus f\u00fcr sein Schulleben.<\/p>\n<p class=\"A1\">In unserer Schule werden Arbeitsphasen vor allem bei j\u00fcngeren Kindern als Freiarbeitsphasen nach den Prinzipien der Montessori-P\u00e4dagogik gestaltet, und auch die vorbereitete Umgebung entspricht diesem Vorhaben und den Sensibilit\u00e4ten der Kinder. Neben den Freiarbeitsphasen gibt es auch den gemeinsamen Unterricht. Dieser kann nach Absprache in den Lehrerkonferenzen auch als \u201eNiveauunterricht\u201c, der nach Leistung differenziert \u2013 zumindest zeitweise \u2013 abgehalten werden. Prinzipiell gilt aber f\u00fcr jeden Unterricht die Aufforderung Peter Petersens, eine \u201ep\u00e4dagogische Situation\u201c herzustellen, eine Situation, in der Kinder, von dem, was sie lernen sollen, auch innerlich ber\u00fchrt werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Gemeinsame Projekte haben demnach immer einen Bezug zur Lebenswirklichkeit unserer Sch\u00fcler. In manchen Gruppenr\u00e4umen werden sie auch Ateliers finden. C\u00e9lestin Freinets P\u00e4dagogik ist den Intentionen mancher Kolleginnen oder Kollegen nach, in manchen Gruppen integriert. In der Einrichtung des Sch\u00fclerparlaments ist uns die P\u00e4dagogik C\u00e9lestin Freinets eine willkommene Grundlage, wie auch in der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung und den Ver\u00f6ffentlichungen, die es an unserer Schule gibt.<\/p>\n<p class=\"A1\">Wir haben die Erfahrung gemacht, dass mit dem zunehmenden Alter der Kinder, sich auch die Bed\u00fcrfnisse f\u00fcr die so genannte Freiarbeit \u00e4ndern. Aus diesem Grund arbeiten \u00e4ltere Kinder an unserer Schule in speziell eingerichteten R\u00e4umen. Sie k\u00f6nnten diese R\u00e4ume eine \u201eLernlandschaft\u201c nennen oder auch eine p\u00e4dagogische Werkst\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"A1\">Es gibt einen Raum, der als Arbeitsbibliothek, einen anderen, der f\u00fcr naturwissenschaftliche Studien, einen, der als Werkst\u00e4tte eingerichtet ist usw. Wir haben uns entschieden, den \u00e4lteren Kindern individuelle <em>Lernaufgaben<\/em> zu geben, die in einen gewissen Zeitrahmen eingebettet sind. Helen Parkhurst hat diese <em>Lernaufgaben <\/em>auch als \u201eAssignments\u201c mit klar definierter Struktur beschrieben. Diese Lernaufgaben beinhalten auch ein klar definiertes Lernziel f\u00fcr den Sch\u00fcler und m\u00f6gliche Wege, dieses zu erreichen. Die Evaluation oder Bewertung der Erreichung des Zieles wird gemeinsam vorgenommen, sodass Sch\u00fcler auch lernen, ihre eigene Arbeit zu beurteilen.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Demokratische Struktur<\/h2>\n<p class=\"A1\">Wichtigstes demokratisches Forum der Schule ist die so genannte <em>Schulkonferenz<\/em>. In der Schulkonferenz sind alle Lehrerinnen und Lehrer vertreten, die jeweilige, auf Zeit bestellt Vertretung der Schule \u2013 wir nennen diese Vertretung absichtlich nicht Schulleitung -, die Sch\u00fclervertreter und die Elternvertreter. Die Sch\u00fclervertreter werden im Sch\u00fclerparlament gew\u00e4hlt, einer st\u00e4ndigen Einrichtung der Schule, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zusammen tritt.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"A1\">Da wir keine festen Klassen an der Schule haben, werden die Mitglieder des Sch\u00fclerparlaments in einer Vollversammlung gew\u00e4hlt. Es k\u00f6nnen Vertreter von Interessensgruppen, die sich frei bilden, oder auch von in der Schulorganisation verankerten Stammgruppen gew\u00e4hlt werden. Was aber noch wichtiger ist: Unsere demokratische Struktur ist lebendig, sie ist ver\u00e4nderbar. Das ist zwar sehr m\u00fchsam, aber konsequent und wertvoll. Die Vertreter der Eltern werden ebenso in einer Vollversammlung gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p class=\"A1\">In der Schulkonferenz haben dann alle Mitglieder der Schulkonferenz das gleiche Stimmrecht. Es mag paradox klingen, aber es gibt f\u00fcr die Erziehung zur Demokratie noch etwas Wichtigeres als ein Stimmrecht innezuhaben. Dies ist die M\u00f6glichkeit, demokratische Strukturen ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen und sie f\u00fcr die an einem demokratischen Prozess beteiligten <em>gerecht gestalten <\/em>zu k\u00f6nnen. In diesem Sinne ist das Erleben eines verantwortungsvollen Umgangs mit demokratischer Macht und die Reflexion dar\u00fcber eine unabdingbare p\u00e4dagogische Bedingung.<\/p>\n<p class=\"A1\">In der Schulkonferenz werden alle f\u00fcr die schulische Arbeit notwendigen Beschl\u00fcsse gefasst. Leiter der Schulkonferenz sind der jeweilige Schulvertreter und dessen Stellvertreter. Es gibt keinen vom Schulerhalter oder von der Gemeinde oder den politischen Parteien bestellten Schulleiter mehr. Der Schulvertreter wird f\u00fcr zwei Jahre gew\u00e4hlt und kann sich nach seiner Vertretungsperiode der Wiederwahl stellen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lebensbegleitendes Lernen bedeutet f\u00fcr die einzelne Schule (auch), dass sich diese \u00f6ffnen k\u00f6nnen muss f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse und Interessen der sie regional umgebenden Gesellschaft. Warum soll in Zukunft Schule nicht auch als Einrichtung der Erwachsenenbildung genutzt werden k\u00f6nnen? Warum kann Schule nicht als Modell demokratischer Lebensform mit weitgehenden Mitbestimmungsm\u00f6glichkeiten aller an der Schule beteiligten Personen gef\u00fchrt werden? Und warum sollte Schule nicht auch von privaten Vereinen genutzt werden k\u00f6nnen, die sich der Erziehung und Bildung der Kinder widmen. Es sind dies nur einige Ideen zur \u00d6ffnung der Schule, die uns zeigen, dass auch die einzelne Schule \u2013 und damit auch das gesamte Schulwesen \u2013 ihr Rollenverst\u00e4ndnis bei der Verwirklichung eines Konzeptes des lebensbegleitenden Lernens radikal \u00e4ndern wird m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"A1\">Um diesem Ziel einer nach den Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbst\u00e4ndigkeit gestalteten Schule n\u00e4her zu kommen, bedarf es nicht einer Schulreform \u2013 im Sinne der Wiederherstellung eines Zustandes nach altem (hierarchisch gesteuerten) Muster \u2013 oder einer Schulerneuerung von oben herab, sondern einer <em>Schulentwicklung<\/em>, die den p\u00e4dagogischen Prinzipien der reformp\u00e4dagogischen Konzepte konsequent entspricht.<\/p>\n<p class=\"A1\">\u00a0<\/p>\n<h2>Schulentwicklung<\/h2>\n<p class=\"A1\">Entwicklung der Schule beinhaltet grunds\u00e4tzlich die Beteiligung und volle Einbeziehung der direkt Betroffenen, der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern und auch der Sch\u00fcler. Sie sind es, die ihre eigene Schule entwickeln k\u00f6nnen und im Sinne einer Selbstbestimmung auch m\u00fcssen. Erkl\u00e4rt man sich mit dieser Voraussetzung einverstanden, wird klar, dass sich Schulenwicklung nicht nur auch die Schulgestaltung einer einzelnen Schule beziehen wird, sondern \u2013 wie schon eingangs erw\u00e4hnt worden ist \u2013 eine strukturelle Ver\u00e4nderung des gesamten Schul- und Bildungswesens des Staates erfordert.<\/p>\n<p class=\"A1\">Ich sehe in diesen Konzepten des selbst bestimmten Lernens eine unabdingbare Grundlage f\u00fcr das Erlernen der F\u00e4higkeit des lebensbegleitenden Lernens. Als Voraussetzung daf\u00fcr muss auch die Selbstbestimmung der (einzelnen) Bildungsinstitution Schule m\u00f6glich werden. Die Entwicklung eines eigenst\u00e4ndigen, didaktisch fundierten p\u00e4dagogischen Konzeptes, (Vgl. Eichelberger, Harald &amp; Wilhelm, Marianne: Entwicklungsdidaktik. Wien 2003!) die Organisation des inneren Bereiches der Schule, z.B. nach <em>alters\u00fcbergreifenden Lerngruppen<\/em> an Stelle von starren Jahrgangsklassen, die <em>Gestaltung des Lehrplanes<\/em>, die <em>Innovation<\/em> eines Systems der <em>Bewertung von Leistungen<\/em> der Sch\u00fcler und der Lehrer und auch die weitestgehende <em>Kooperation<\/em> zwischen Schulen k\u00f6nnen der <em>autonomen Gestaltung<\/em> einer Schule \u00fcberantwortet werden.<\/p>\n<p class=\"A1\">Lehrer, Eltern und Sch\u00fcler sind durchaus in der Lage in einem Entwicklungsprozess, ihre eigene Schule nach ihren p\u00e4dagogischen Vorstellungen und Notwendigkeiten zu gestalten, sofern sie dies auch tun wollen. Dazu ist Hilfe n\u00f6tig. Doch: Wer sich nicht selbst entwickeln darf, wird nur schwerlich anderen Menschen in ihrer Entwicklung behilflich sein k\u00f6nnen, auch nicht in ihrer Entwicklung zur F\u00e4higkeit eines lebensbegleitenden Lernens.<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Projekt of international student assessment<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maria Montessori, \u00dcber die Bildung des Menschen, Freiburg 1996, S. 16<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maria Montessori, a. a. O., S. 22<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. dazu: R\u00f6hrs, Hermann, Die Reformp\u00e4dagogik. Ursprung und Verlauf unter internationalem Aspekt. <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 8. Auflage 1998, Deutscher Studien Verlag, S. 89.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 13.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Assignment \u2013 schriftliche Arbeitsanweisung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 29.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 33.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" title=\"\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 19.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" title=\"\">[10]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan. New York 1926, 4. Auflage, S. 19.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" title=\"\">[11]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 R\u00f6hrs, Hermann, Die Reformp\u00e4dagogik. Ursprung und Verlauf unter internationalem Aspekt.<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 8. Auflage 1998, Deutscher Studien Verlag, S. 97.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" title=\"\">[12]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0 Nach E. M. Standing<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobile soll eine offene Ganztagsschule (mit Kindergarten und Vorschule) mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-40","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unterrichtsentwicklung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}