{"id":49,"date":"2014-01-09T12:21:55","date_gmt":"2014-01-09T12:21:55","guid":{"rendered":"?p=49"},"modified":"2014-01-09T12:21:55","modified_gmt":"2014-01-09T12:21:55","slug":"vorschlaege-zur-innovativen-entwicklung-des-bildungs-und-schulwesens-in-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=49","title":{"rendered":"Vorschl\u00e4ge zur innovativen Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens in \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p>Sie finden hier Vorschl\u00e4ge zur Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens in \u00d6sterreich. Diese Vorschl\u00e4ge werden sich an den Kriterien einer \u201eguten\u201c Schule, an den Kriterien von \u201e\u00d6ffnung der Schule\u201e und an den \u201eeurop\u00e4ischen Trends\u201c orientieren. Es sind Vorschl\u00e4ge, die die Diskussion \u2013 hoffentlich \u2013 in Gang setzen.<\/p>\n<p>Zitiert aus: Eichelberger, Harald u. a.: Freiheit f\u00fcr die Kinder \u2013 Freiheit f\u00fcr die Schule. Innsbruck 2008. Studienverlag.<\/p>\n<h1 align=\"right\">Harald Eichelberger<\/h1>\n<h1>Vorschl\u00e4ge zur innovativen Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens in \u00d6sterreich<\/h1>\n<p>Sie finden hier Vorschl\u00e4ge zur Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens in \u00d6sterreich. Diese Vorschl\u00e4ge werden sich an den Kriterien einer \u201eguten\u201c Schule, an den Kriterien von \u201e\u00d6ffnung der Schule\u201e und an den \u201eeurop\u00e4ischen Trends\u201c orientieren. Es sind Vorschl\u00e4ge, die die Diskussion \u2013 hoffentlich \u2013 in Gang setzen.<\/p>\n<h2>Nochmals Vorordnungen<\/h2>\n<p>Das Schul- und Bildungssystem eines Landes ist in seiner strukturellen Sensibilit\u00e4t einem Kartenhaus vergleichbar. Will man einen Teil daraus ver\u00e4ndern, so hat dies auch meistens Folgen f\u00fcr die anderen Teile. Man muss vorsichtig mit Ver\u00e4nderungen vorgehen, will man die Struktur eines Bildungssystems in ihrer Effektivit\u00e4t erhalten, auch wenn man es gleichzeitig ver\u00e4ndern m\u00f6chte. Es ist meist nur ein kleines Problem, Karten von ganz oben auszutauschen, ein gro\u00dfes hingegen, das Fundament zu \u00e4ndern. Manches Mal muss man dann die gesamte Struktur dieses Geb\u00e4udes neu schaffen, vor allem aber sein Fundament.<\/p>\n<p>Die in der Folge eingebrachten Vorschl\u00e4ge repr\u00e4sentieren aus dem genannten Grund ein Gesamtkonzept, und damit eine neue Struktur des Schul- und Bildungswesens. Leitlinien zur Erstellung des Schul- und Bildungskonzeptes sind die \u201e<em>\u00d6ffnung der Schule<\/em>\u201e f\u00fcr deren Gestaltung durch die von ihr Betroffenen, die \u201e<em>Entparteipolitisierung<\/em>\u201c und die \u201e<em>Demokratisierung<\/em>\u201e der Schule, die \u201e<em>P\u00e4dagogisierung<\/em>\u201cder Schule im Sinne einer Professionalisierung schulischer Arbeit, die \u201e<em>Internationalisierung und Europ\u00e4isierung<\/em>\u201c und die \u201e<em>Communisierung<\/em>\u201c der Schule im Sinne einer \u00d6ffnung zur Gesellschaft und f\u00fcr die Gesellschaft. Hauptkriterium der vorliegenden Konzeption ist deren Gestaltung als <em>flexible und entwickelbare Struktur<\/em>. Es ist ein <em>Entwicklungskonzept<\/em>, das von den Betroffenen immer wieder neu gedacht werden kann und muss und das die Verantwortlichkeit den Ausf\u00fchrenden \u00fcberl\u00e4sst, Abh\u00e4ngigkeiten verringert und den Betroffenen einen h\u00f6heren Grad an Gestaltungsfreiheit einr\u00e4umt.<\/p>\n<p>Bereits in diesem Stadium der Diskussion eines Schul- und Bildungskonzeptes wird f\u00fcr den Leser klar, dass Grundsatzentscheidungen bereits gefallen sind. Die Leitlinien, die f\u00fcr die Erstellung des Konzeptes ausgew\u00e4hlt worden sind, basieren auf bestimmten individuellen Vorstellungen, Werthaltungen, Einstellungen und einem mehr oder weniger stark ausgepr\u00e4gten Menschen- und Gesellschaftsbild. Die Diskussion um Leitlinien einer Schulerneuerung\u00a0folgt in dieser Phase auch eindeutig einer politischen Dimension, die sich mit <em>basisdemokratischer Orientierung<\/em>, Betonung der <em>Individualit\u00e4t<\/em>, st\u00e4rkerer Orientierung der <em>Selbstbestimmung<\/em>\u00a0und dem <em>Abbau ungerechtfertigter Abh\u00e4ngigkeiten und Unterdr\u00fcckungen<\/em> beschreiben l\u00e4sst. Damit sind nicht die engen Grenzen von Parteipolitik gemeint. Wer aber versucht, Bildung und Schule zu erneuern, muss sich klar werden, welche gesellschaftliche Aufgabe seine Konzeption von Schule erf\u00fcllen soll. Da aber Schule nicht von einer Einzelperson erneuert oder gestaltet wird, wird die Gruppe der Beteiligten zumindest zu einer Solidarit\u00e4t der Handlungsf\u00e4higkeit gelangen m\u00fcssen. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass die gesellschaftspolitischen Orientierungen und die Werthaltungen einer Schule als p\u00e4dagogische Einheit f\u00fcr <em>alle<\/em> Beteiligten transparent sind.<\/p>\n<p>Meine Leitlinien beschreiben nur eine m\u00f6gliche Position, es sind Vorschl\u00e4ge und Positionen, die f\u00fcr eine intensive Diskussion formuliert worden sind. Die Vorschl\u00e4ge sind zu folgenden Themenbereichen erstellt worden. Wo es notwendig ist, werden diese Vorschl\u00e4ge auch ausf\u00fchrlich kommentiert (Siehe betrifft:!).<\/p>\n<h2>Themenbereiche<\/h2>\n<h3>Wertorientierungen und p\u00e4dagogische Grunds\u00e4tze<br \/>Neustrukturierung der \u00f6sterreichischen Schulorganisation<br \/>\u00d6ffnung der Schule<br \/>Lehrplan<br \/>Fr\u00fcherziehung und Kindergarten<br \/>Kooperation zwischen Kindergarten\u00a0und Schule<br \/>Gestaltung der Schuleintrittsphase<br \/>Grundschule oder Primarbereich (6\/7 Jahre)<br \/>Sekundarstufe I\u00a0(4\/5 Jahre)<br \/>Sekundarstufe II\u00a0<br \/> (4 Jahre f\u00fcr AHS und BHS; 3 oder 5 Jahre f\u00fcr BOS)<br \/>Ganzt\u00e4gige oder halbt\u00e4gige Schulformen<br \/>Schulautonomie<br \/>\u201eFreie Schulen\u201c<br \/>Lehrerbildung<br \/>Sozialberufe<br \/>Lehrerfortbildung<br \/>Integration\u00a0und Sonderschule<\/h3>\n<h2>Wertorientierungen und p\u00e4dagogische Grunds\u00e4tze<\/h2>\n<p>Schulisches Lernen, Arbeiten und Leben ist in Form und Inhalt folgenden gesellschaftspolitischen Wertorientierungen verpflichtet:<\/p>\n<p>Lernen, Arbeiten und Leben und jede Form des p\u00e4dagogischen Wirkens in der Schule orientieren sich an den Prinzipien der <em>Demokratie<\/em> als gesellschaftliche Lebensform: Recht der <em>freien Meinungs\u00e4u\u00dferung<\/em>, Recht der <em>Mitbestimmung<\/em>, Recht auf Entwicklung und F\u00f6rderung der eigenen <em>Individualit\u00e4t<\/em>.<\/p>\n<p>Die an einer Erziehungsinstitution beteiligten Personen, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Kinder haben grunds\u00e4tzlich das Recht zur Gr\u00fcndung und Mitwirkung einer an demokratischen Werten orientierten Erziehungsinstitution (Kindergarten, Schule, Kinderhaus) innerhalb der gesetzlich festgelegten Rahmenbedingungen<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a>.<\/p>\n<h3>Betrifft: Schulerneuerung\u00a0und Demokratisierung<\/h3>\n<p>Die Erneuerung des Bildungs- und Schulwesens eines Landes bedarf trotz radikaler Erneuerungen einer vorsichtigen Entwicklung.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t der demokratischen Kultur eines Staates zeigt sich auch an der Beteiligung der direkt Betroffenen an dieser Erneuerung. Die Mitgestaltungsm\u00f6glichkeiten von Lehrern, Eltern und Sch\u00fclern an Bildung und Schule k\u00f6nnen sicher erweitert werden.<\/p>\n<p>Die Erweiterung der Mitgestaltungsrechte an der Schule ist ein wesentliches Element der Demokratisierung\u00a0einer Gesellschaft, die Folge daraus eine weitgehende Autonomisierung der Schule.<\/p>\n<p>Schulentwicklung\u00a0und Schulorganisation k\u00f6nnen eigenst\u00e4ndig innerhalb der gesetzlich festgelegten Rahmenbedingungen von den an der Schule beteiligten Personen geleistet werden.<\/p>\n<h3>Betrifft: Rahmenbedingungen<\/h3>\n<p>Gesetzliche Rahmenbedingungen sind notwendig! Diese sollen sich an den Grunds\u00e4tzen der Demokratisierung\u00a0und Autonomisierung von Erziehungsinstitutionen orientieren. Gleichzeitig sollen diese Rahmenbedingungen eine Dezentralisierung\u00a0erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die Integration\u00a0<em>aller <\/em>Kinder in eine gemeinsame Schule \u2013 ohne Ansehen ihres Geschlechtes, ihrer Rasse, ihrer Nationalit\u00e4t ihrer Kultur und ihrer Religion \u2013 ist als Grundrecht zu akzeptieren und zu respektieren.<\/p>\n<p>Angeh\u00f6rigen von ethnischen Minderheiten ist das Recht auf Gr\u00fcndung und Gestaltung eigener Erziehungsinstitutionen und Schulen innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen einzur\u00e4umen. Bei Einhaltung der Rahmenbedingungen haben diese Schulen die gleichen Rechte wie alle \u00f6ffentlichen, staatlichen Schulen. Die Wahl der Schule obliegt den Angeh\u00f6rigen der ethnischen Minderheiten.<\/p>\n<h3>Betrifft: Multikulturalit\u00e4t<\/h3>\n<p>Im Sinne der Demokratisierung\u00a0und Autonomisierung der Schule gewinnt das Recht auf \u201eFreiheit der Schulwahl\u201c an Bedeutung. So sollten Angeh\u00f6rige von ethnischen Minderheiten in allen F\u00e4llen das Recht haben, selbst zu entscheiden, ob sie den Weg der Integration\u00a0einschlagen oder die eigene Schule besuchen.<\/p>\n<p>Das Grundprinzip der Schule ohne Ausgrenzung\u00a0besagt, dass alle Kinder gemeinsam lernen sollen, wo immer das m\u00f6glich ist, egal, welche Schwierigkeiten sie haben oder welche Unterschiede es geben mag.<\/p>\n<p>Die Integration\u00a0behinderter Kinder in eine gemeinsame Schule mit nicht behinderten Kindern ist als Grundrecht zu akzeptieren und zu respektieren. Die Inanspruchnahme dieses Rechtes ist jedoch freiwillig.<\/p>\n<h3>Betrifft: Integration<\/h3>\n<p>Am Kind orientierte Schulen sind das Lernfeld f\u00fcr eine am Menschen orientierte Gesellschaft, die sowohl die Unterschiede als auch die W\u00fcrde aller menschlichen Wesen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die Schaffung von Schulen ohne Ausgrenzung stellt einen entscheidenden Schritt zur \u00dcberwindung diskriminierender Einstellungen, zur Schaffung offener Gemeinschaften und einer Gesellschaft ohne Ausgrenzung dar. Schule ohne Ausgrenzung ist das wirksamste Mittel zur Schaffung von Solidarit\u00e4t zwischen Kindern mit besonderen Bed\u00fcrfnissen. Die Erziehung von Kindern mit besonderen Erziehungsbed\u00fcrfnissen ist die gemeinsame Aufgabe von Eltern und Fachleuten.<a href=\"#_ftn2\" title=\"\"><em><strong>[2]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>Die Institution Schule selbst ist dem schulischen Umfeld zu \u201e\u00f6ffnen\u201c, damit die einzelne Schule auf aktuelle gesellschaftliche Anforderungen reagieren kann und gleichzeitig auch zur Bildung von gesellschaftlichen Gruppen au\u00dferhalb der Unterrichtszeit der Kinder zur Verf\u00fcgung stehen kann.<\/p>\n<p>Die Selbstbestimmungsm\u00f6glichkeiten der Schule sind im Rahmen einer m\u00f6glichst weitgehenden Schulautonomie\u00a0zu fassen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne sind Schulen als eigenst\u00e4ndige Rechtsk\u00f6rper (-personen) gesetzlich zu definieren.<\/p>\n<h3>Betrifft: rechtliche Eigenst\u00e4ndigkeit<\/h3>\n<p>Staatliche Schulen sind zurzeit nicht in der Lage z.B. \u00fcber eigene Finanzen und eigene Einnahmen zu verf\u00fcgen. Schulen k\u00f6nnten zur L\u00f6sung dieses Problems ein \u00e4hnlicher Rechtsstatus wie Vereinen gew\u00e4hrt werden.<\/p>\n<p>Schulisches Lernen und Arbeiten orientiert sich an folgenden p\u00e4dagogischen Grunds\u00e4tzen:<\/p>\n<p>Ziel der Erziehung ist der gebildete, leistungsbereite, \u00fcber sich selber bestimmen k\u00f6nnende und gemeinschafts- und gef\u00fchlsreife Mensch.<\/p>\n<p>Bildung definiert sich nicht ausschlie\u00dflich im Bereich des Wissens, sondern konstituiert sich aus der exemplarischen Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des zu Lernenden f\u00fcr den Lernenden.<\/p>\n<h3>Betrifft: Bildung<\/h3>\n<p>Zentraler Begriff des hier konzipierten schulischen Lernens ist nach wie vor die Bildung des Menschen bzw. dessen Erziehung zur M\u00fcndigkeit. Die Bildungsziele entsprechen nicht mehr den klassischen und humanistischen Idealen, sondern orientieren sich an einem realistischen und individualistischen Ansatz.<\/p>\n<p>Als vorrangige Lern- und Bildungsziele k\u00f6nnen<\/p>\n<ul>\n<li>die <em>Selbstbestimmungsf\u00e4higkeit<\/em> des Menschen,<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit zur <em>Informationsbeschaffung<\/em>,<\/li>\n<li>das Verstehen von <em>Zusammenh\u00e4ngen<\/em>,<\/li>\n<li>die Bereitschaft zu verantwortlichem und <em>moralischem<\/em> Handeln,<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit zur friedlichen und <em>demokratischen<\/em> Konflikterkennung und -l\u00f6sung,<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit zu <em>Toleranz<\/em> und <em>Solidarit\u00e4t<\/em> und<\/li>\n<li>die F\u00e4higkeit der Entdeckung des <em>Gemeinsamen<\/em> als M\u00f6glichkeit kultureller Bereicherung gelten<\/li>\n<\/ul>\n<p>In gleicher Weise strebt Bildung die <em>Kooperationsf\u00e4higkeit<\/em><em>, Mitbestimmungsf\u00e4higkeit <\/em>und <em>Solidarit\u00e4tsf\u00e4higkeit<\/em> des in einer Demokratie lebenden, lernenden und sich entwickelnden Menschen an.<\/p>\n<p>Jegliche p\u00e4dagogische Arbeit ist der optimalen Entwicklung des Kindes verpflichtet und findet ihre Konkretisierung in kind- und entwicklungsorientierten p\u00e4dagogischen Konzepten.<\/p>\n<h3>Betrifft: P\u00e4dagogische Konzepte<\/h3>\n<p>Die Wahl eines p\u00e4dagogischen Konzeptes bzw. die Wahl der Methode d\u00fcrfen in ihrer Bedeutung nicht untersch\u00e4tzt werden. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Bildungszielen und der Methode (dem Weg), mit der man diese zu erreichen versucht. Die Erziehung zur Selbst\u00e4ndigkeit\u00a0verlangt auch ein Konzept des selbst\u00e4ndigen Arbeitens. Ziele und Methoden m\u00fcssen daher einander entsprechen, zueinander passen.<\/p>\n<p>Ein erweitertes Angebot an erprobten p\u00e4dagogischen Konzepten, wie z.B. die reformp\u00e4dagogischen Modelle, kann den Mangel an p\u00e4dagogischer Konzeption vielleicht beheben helfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen guten Unterricht ist eine klar durchschaubare und in ihrer Begr\u00fcndung nachvollziehbare didaktisch-methodische Konzeption Voraussetzung. Sie ist auch durch eine eindeutige Namensgebung identifizierbar und daher immer wieder erkennbar. [Dabei m\u00fcssen sie nicht unbedingt ein Anh\u00e4nger des chaosorientierten-kritisch-emanzipatorischen Modells werden.]<\/p>\n<p>Jede p\u00e4dagogische Konzeption soll in ihrem inneren Aufbau, in ihrer Struktur sehr konsequent und stringent sein, in ihrer Durchf\u00fchrung aber Flexibilit\u00e4t und Toleranz zulassen.<\/p>\n<p>Schulisches Lehren und Lernen sind daher charakterisiert als <em>aktives<\/em>, <em>selbst\u00e4ndiges<\/em>, <em>selbstorganisiertes<\/em> und <em>selbstbestimmtes<\/em> Lehren und Lernen. Formen des <em>entdeckenden<\/em> und <em>sinnhaft verstehenden<\/em> Lernens sind zur Bildung des Menschen als unbedingt notwendig anzusehen.<\/p>\n<p>Lernen ist immer in seiner Bedeutung als zu erlernende <em>F\u00e4higkeit des lebenslangen Lernens <\/em>und als <em>sinn gebende<\/em> T\u00e4tigkeit zu verstehen.<\/p>\n<p>Jede erzieherische und schulische Arbeit ist bestimmt durch qualitativ hochwertige, leistungsorientierte p\u00e4dagogische Konzepte, orientiert an wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftspolitischen Erfordernissen.<\/p>\n<h2>Neustrukturierung der \u00f6sterreichischen Schulorganisation<\/h2>\n<p>Das gesamte Schulsystem ist in folgende Bereiche gegliedert:<\/p>\n<ul>\n<li>Schuleingangsbereich<\/li>\n<li>Grundschule oder Primarbereich<\/li>\n<li>Sekundarstufe I<\/li>\n<li>Sekundarstufe II<\/li>\n<li>Hochschulen, Universit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Schuleingangsbereich\u00a0umfasst in der Regel ein Lernjahr des Sch\u00fclers, kann aber nach Bedarf auch zwei Jahre umfassen.<\/p>\n<h3>Betrifft: Lernjahre<\/h3>\n<p>Ich habe den Begriff \u201eLernjahre\u201e statt des Begriffes \u201eSchuljahre\u201c eingef\u00fchrt. Er soll vor allem Flexibilit\u00e4t in der individuellen Verweildauer eines Kindes in einem Schulbereich signalisieren. Manche k\u00f6nnten einfach schneller sein, in ihren ersten 10 Lernjahren auch schon die Sekundar-II erreicht haben, andere wiederum werden in ihren 10 Lernjahren die integrative Betreuung ben\u00f6tigen. Das Denken in \u201eLernjahren\u201c ist somit ein Beitrag zur Individualisierung der Schullaufbahn.<\/p>\n<p>Der Eintritt in den Schuleingangsbereich\u00a0ist um den 5. Geburtstag des Kindes m\u00f6glich. Der Schuleintritt selbst kann auch flie\u00dfend gestaltet werden.<\/p>\n<h3>Betrifft: Schuleingangsphase<\/h3>\n<p>Vor der Vollendung des sechsten Lebensjahres des Kindes sollen vor allem die Kinder selbst den Zeitpunkt ihres vollst\u00e4ndigen Eintrittes in die Schule bestimmen d\u00fcrfen. In Institutionen, die Kindergarten\u00a0und Primarbereich unter einem Dach anbieten, sicherlich kein Problem.<\/p>\n<p>Verpflichtender Schuleintritt: Schulbeginn nach Abschluss des 6. Lebensjahres<\/p>\n<p>Der Primarbereich umfasst in der Regel sechs Lernjahre.<\/p>\n<p>Die Sekundarstufe I\u00a0umfasst in der Regel drei Lernjahre.<\/p>\n<p>Eine individuell unterschiedliche Verweildauer eines Kindes in einem der Bereiche ist durchaus zul\u00e4ssig und beabsichtigt. Diese kann durch die individuelle Entwicklung des Kindes bedingt sein. Die Schule ist in ihrer inneren Struktur so zu organisieren, dass auf ein unterschiedliches Entwicklungstempo des Kindes eingegangen werden kann, ohne dass dem einzelnen Kind Nachteile entstehen. Das Wiederholen eines gesamten Jahres ist in dieser zu w\u00e4hlenden Organisationsform unzul\u00e4ssig. Eine Milderung eines etwaigen Notendrucks soll erwartet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine allgemein festzulegende H\u00f6chstzahl an Lernjahren soll aber in keinem Bereich \u00fcberschritten werden.<\/p>\n<h3>Betrifft: Dauer der einzelnen Schulbereiche und Kombinationsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Die Verl\u00e4ngerung des Primarbereiches erm\u00f6glicht eine st\u00e4rkere p\u00e4dagogische Orientierung der Arbeit in der Volksschule und die Entwicklung und Realisierung von p\u00e4dagogischen Konzepten.<\/p>\n<p>Durch die verschiedenen Kombinationsm\u00f6glichkeiten der einzelnen Schulbereiche unter einem Dach und in einer gemeinsamen, p\u00e4dagogisch einheitlichen Institution ergeben sich intensive Kooperationsm\u00f6glichkeiten, die st\u00e4rkere p\u00e4dagogische Orientierung der Sekundarstufen, die Zusammenarbeit von Lehrern, die bisher in getrennten schulischen Institutionen gearbeitet haben, und stark verbesserte Integrationsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Vorhergehende Schulbereiche sind nicht mehr dem oft schwierigen Erwartungsdruck einer Nachfolgeschule ausgesetzt. Die einzelne Schule muss in viel selteneren F\u00e4llen eine Qualifikation f\u00fcr eine weiterf\u00fchrende Schule vergeben.<\/p>\n<p>Die Sekundarstufe II\u00a0umfasst f\u00fcr die Bereiche AHS<a href=\"#_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a> und BHS<a href=\"#_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a> in der Regel vier Lernjahre\u00a0f\u00fcr den Bereich BOS<a href=\"#_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a> drei Jahre plus zwei m\u00f6gliche Lernjahre eines Aufbaulehrganges f\u00fcr den Abschluss in AHS oder BHS.<\/p>\n<h3>Betrifft: BOS<\/h3>\n<p>Die Lehrlingsausbildung wird aus dem Wirtschaftsbereich in den Schulbereich verlegt. Diese Ma\u00dfnahme dient der Erh\u00f6hung und Verbesserung der Bildungschancen aller Jugendlichen.<\/p>\n<p>Kindergarten, Schuleingangsphase, Primarbereich und Sekundarstufe I\u00a0k\u00f6nnen als ein einziger Schulstandort eingerichtet werden.<\/p>\n<p>Die Dauer der Schulpflicht\u00a0betr\u00e4gt 9 Jahre plus ein m\u00f6gliches Jahr der Schuleingangsphase.<\/p>\n<h3>Betrifft: Dauer der Schulpflicht<\/h3>\n<p>Die obligate Schulpflicht\u00a0betr\u00e4gt 9 Jahre. Sie soll wie bisher als \u201eUnterrichtspflicht\u201c definiert werden. Durch die Kombinationsm\u00f6glichkeiten wird f\u00fcr die meisten Kinder das Angebot eines Vorschuljahres angenommen werden. Durch die Einrichtung einer berufsorientierten Sekundarstufe II\u00a0verl\u00e4ngert sich f\u00fcr fast alle Schule die effektive Dauer des Schulbesuches auf insgesamt 13 Jahre<em>.<a href=\"#_ftn6\" title=\"\"><strong>[6]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Da die Berufsausbildung innerhalb des Schulsystems in Kooperation mit der Wirtschaft stattfindet, verl\u00e4ngert sich die Phase der schulischen Bildung und Ausbildung de facto noch um mindestens drei Jahre (BOS).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Kinder-\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schulein-\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Primarbereich\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sekundarstufe I\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Sekundarstufe II<\/p>\n<p>garten\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 gangsphase<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">3-4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">4-5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">5-6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">6-7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">7-8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">8-9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">9-10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">10-11<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">11-12<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">12-13<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">13-14<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">14-15<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">15-16<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">16-17<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">17-18<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">18-19<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">19-20<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>KKG<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>KKG<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">VS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">VS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">GS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">GS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">GS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">GS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">GS<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S I<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S I<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S I<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S II<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S II<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S II<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">S II<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">BOS<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>3<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">3<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">11<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">12<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">14<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">3<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">\u00e8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">11<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">12<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">5-6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">6-7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">7-8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">8-9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">9-10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">10-11<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">11-12<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">12-13<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">13-14<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">14-15<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">15-16<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">16-17<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">17-18<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">3\/4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">11<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">12<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">5-6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">6-7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p align=\"center\">7-8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">8-10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">10-11<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">11-12<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">12-13<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">13-14<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">14-15<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">15-16<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">16-17<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">17-18<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">18-19<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"23\">\n<p>10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"37\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"35\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Betrifft: Erkl\u00e4rung der Tabelle<\/h3>\n<p>Zeile 1 gibt das Alter der Kinder an.<\/p>\n<p>Zeile 2 gibt Auskunft \u00fcber den institutionellen Bereich.<\/p>\n<p>Zeile 3 illustriert eine Schullaufbahn im wahrscheinlichen Normalfall.<\/p>\n<p>Zeile 4 und 5: M\u00f6gliche Verteilung der Lernjahre\u00a0eines begabten Sch\u00fclers.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zeile 6 und 7: M\u00f6gliche Verteilung der Lernjahre\u00a0eines langsamer lernenden Sch\u00fclers. Die Lernjahre des Sch\u00fclers werden nach seinem schulischen Erfolg auf die Institution verteilt \u2013 eine Flexibilisierung der Schullaufbahn und das Vermeiden schulischer Unsitten, wie das Wiederholen einer Gesamtklasse, (die es ohnehin nicht mehr gibt).<\/p>\n<p>Zeilen 8, 9 und 10 zeigen Kombinationsm\u00f6glichkeiten von Schulbereichen unter \u201eeinem Dach\u201c \u2013 die einheitlich gestaltete p\u00e4dagogische Institution: Kindergarten\u00a0\u2013 Vorschule \u2013 Primarbereich, Primarbereich und Sekundarbereich I, Sekundarbereich I und Sekundarbereich II (AHS), Sekundarbereich I und Sekundarbereich II (BHS), Sekundarbereich I und Sekundarbereich II (BOS), BHS und BOS.<\/p>\n<p>Diese Kombinationen werden durch die Prinzipien der Autonomisierung und Dezentralisierung\u00a0der Schule m\u00f6glich.<\/p>\n<h2>\u00d6ffnung der Schule<\/h2>\n<p>Die Forderung nach \u00d6ffnung der Schule\u00a0fordert die Abkehr vom System der zentralen Lenkung der Schule durch die Schulbeh\u00f6rde, den Landesschulr\u00e4ten und dem Ministerium.<\/p>\n<p>Die Aufgaben der Gestaltung der Schule, der Organisation der Schule, der Entwicklung eines eigenst\u00e4ndigen Schulprofils, die Verwirklichung einer eigenst\u00e4ndigen p\u00e4dagogischen Konzeption, die Diskussion und Festschreibung eigener Zielsetzungen und die Formulierung eines schuleigenen Lehrplans in \u00dcbereinstimmung mit dem Kerncurriculum\u00a0des Staates sollen in einer schritt weisen Entwicklung den einzelnen Schulen \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Bei der Gestaltung des schuleigenen Curriculums sind Notwendigkeiten des schulischen Umfeldes an vorderer Stelle zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Die Schule ist im Zuge ihrer \u00d6ffnung und Autonomisierung als demokratische Einrichtung zu gestalten. Die Wahl der Funktionstr\u00e4ger (Schulleiter, Administratoren, Koordinatoren &#8230;) obliegt einzig und allein der Schule.<\/p>\n<p>Die \u00d6ffnung der Schule\u00a0kann ebenso f\u00fcr andere gesellschaftliche Gruppen erfolgen. Die Nutzung von Schulen als study-center oder self-study-center neben der regul\u00e4ren Unterrichtszeit f\u00fcr Kinder erh\u00f6ht die Effektivit\u00e4t der Schule f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Schule zu einer Institution des lebenslangen Lernens mit den entsprechenden Einrichtungen kann nur durch eine \u00d6ffnung der Schule\u00a0f\u00fcr die Verantwortung der direkt Beteiligten erfolgen.<\/p>\n<h2>Lehrplan<\/h2>\n<p>Der staatliche Lehrplan ist in seiner Verbindlichkeit in einem so genannten Kerncurriculum\u00a0zu formulieren. Dieses Kerncurriculum enth\u00e4lt Wertorientierungen, Lernziele und unbedingt notwendige Lernbereiche. Wie der Name sagt: den Kern an Wissen, F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten.<\/p>\n<p>Das Kerncurriculum\u00a0ist modifizierbar, erweiterbar und die verbindliche Grundlage aller Schulen f\u00fcr die Entwicklung des schuleigenen Standardcurriculums.<\/p>\n<p>Der Kerncurriculum\u00a0muss ausschlie\u00dflich exemplarischen Charakter aufweisen.<\/p>\n<p>Das Standardcurriculum\u00a0dient einerseits als von den Lehrern selbst formulierte Arbeitsgrundlage. Es muss f\u00fcr jeden informativ und einsichtig sein k\u00f6nnen. Es ist auch Grundlage der Evaluation der schulischen Arbeit.<\/p>\n<p>Bei der Formulierung des Standardcurriculums haben Vertreter der Schulbeh\u00f6rde beratende Funktion.<\/p>\n<h3>Betrifft: Curricula<\/h3>\n<p>Der derzeitige Rahmenlehrplan\u00a0ist grunds\u00e4tzlich ein sehr guter Lehrplan. Als Rahmenlehrplan erweckt er jedoch f\u00fcr viele Lehrer den Anschein des \u201eNicht-mehr-zu bew\u00e4ltigenden\u201c. Es f\u00e4llt vielen Lehrern schwer, aus dem Rahmenlehrplan etwas auszusuchen und in diesem Fall \u201eexemplarisch\u201e zu denken.<\/p>\n<p>Das Kerncurriculum\u00a0ist hingegen bereits auf das Notwendige beschr\u00e4nkt. Es muss von den Lehrern f\u00fcr ihre Arbeit konkretisiert, teilweise modifiziert und in didaktisch-methodischen Dimensionen weitergedacht werden. Insofern erweckt es nicht den Eindruck, dass die Stofff\u00fclle erdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Jede Schule sollte aus dem Kerncurriculum\u00a0ihr eigenes Standardcurriculum ableiten k\u00f6nnen. Dieses Curriculum ist als notwendige Arbeitsstruktur zu verstehen. Es enth\u00e4lt <em>Orientierungen<\/em>, <em>Ziele<\/em>, <em>Organisationsformen der Lehrveranstaltungen<\/em>, <em>Zeiteinteilungen<\/em>, <em>lang- und mittelfristige Planungen<\/em>, <em>Projekte<\/em>, <em>Beschreibung didaktischer Grundlagen<\/em>, <em>Methoden<\/em> und sp\u00e4ter Platz f\u00fcr <em>R\u00fcckmeldungen und Reflexionen<\/em>.<\/p>\n<p>Es ist als begr\u00fcndeter und transparenter Wegweiser schulischer Arbeit zu verstehen. Ein Wegweiser, der den schulischen Bed\u00fcrfnissen auch immer wieder angepasst werden kann.<\/p>\n<h2>Kooperation zwischen Kindergarten\u00a0und Schule<\/h2>\n<p>Bei einer Kooperation von Kindergarten\u00a0und Schule ist <em>nicht<\/em> eine Verschulung des Kindergartens Ziel der Kooperation.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine organisatorische und p\u00e4dagogische Zusammenarbeit zwischen Kindergarten\u00a0und Schule an und in einem gemeinsamen Standort und als eine einheitliche p\u00e4dagogische Institution sind gesetzliche Bedingungen noch zu formulieren.<\/p>\n<h3>Betrifft: Kooperation zwischen Kindergarten\u00a0und Schule<\/h3>\n<p>Eine kooperative Arbeit zwischen Kindergarten\u00a0und Schule bedingt auch eine kooperative Arbeit zwischen der Kindergarten- und Schulausbildung, z.B. bei der Ausbildung in kooperativen p\u00e4dagogischen Konzepten, bei der Ausbildung in \u201eIntegrativer P\u00e4dagogik\u201c oder im Bereich des Team-Teaching oder der Supervision. Wir werden diesen Aspekt bei der Konzeption einer P\u00e4dagogischen Hochschule ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Als Grundbedingungen f\u00fcr eine einheitliche p\u00e4dagogische Institution von Kindergarten\u00a0und Schule k\u00f6nnten gelten:<\/p>\n<p>Ein klar formuliertes, in den Wertorientierungen transparentes und durchgehendes p\u00e4dagogisches Konzept.<a href=\"#_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr alle Kinder dieser kooperativen Institution ist eine zeitlich individuelle Gestaltung des dann \u201eso genannten\u201c Schuleintrittes (bis zu einer zu bestimmenden Obergrenze) m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Bereitstellung alle notwendigen p\u00e4dagogischen Einrichtungen, damit eine kindorientierte P\u00e4dagogik auch verwirklicht werden kann.<\/p>\n<p>Das p\u00e4dagogische Konzept muss ebenso ein eindeutig formuliertes \u201eSchulprofil\u201e enthalten, das eine Evaluation des Schulerfolges erm\u00f6glicht.<\/p>\n<h3>Betrifft: Kooperationsbedingungen<\/h3>\n<p>Prinzipiell sind Formen der Kooperation zu f\u00f6rdern. Die Bedingungen sind jedoch f\u00fcr die Einhaltung vor allem p\u00e4dagogischer Mindeststandards unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<h2>Gestaltung der Schuleintrittsphase<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Schuleintrittsphase des Kindes sollen in jeder Grundschule p\u00e4dagogische Bedingungen geschaffen werden, die die individuelle Entwicklung des Kindes ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h3>Betrifft: Schuleintritt<\/h3>\n<p>Ein erheblicher Teil der \u201eSchuleinsteiger\u201c hat mit der Schuleintrittsphase immer wieder Schwierigkeiten. Es kommt zu R\u00fcckstellungen, Wiederholungen oder Sonderschuleinweisungen. Die Schuleingangsphase kann verl\u00e4ngert werden. Als integrativer Bestandteil jeder Grundschule soll sie die Entwicklung des Kindes so f\u00f6rdern, dass schulisches Lernen und Leben f\u00fcr die Kinder weitestgehend problemlos erfolgen kann. In diesem Sinne soll sich die Schule dem Kind und seiner Entwicklung anpassen und nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>Eine einheitliche p\u00e4dagogische Konzeption von Kindergarten\u00a0und Schule in einer kombinierten Einrichtung ist f\u00fcr die Gestaltung einer kindgem\u00e4\u00dfen Schuleingangsphase\u00a0besonders geeignet.<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge zum Schuleintritt, der in der Regel mit Vollendung des 5. Lebensjahres m\u00f6glich ist:<\/p>\n<p>In den Institutionen, in denen Kindergarten\u00a0und Schule als \u201ep\u00e4dagogische Einheit\u201c angeboten werden, soll<\/p>\n<p>der Schuleintritt des Kindes flexibel und individuell von Eltern, Kinderg\u00e4rtnerin und Lehrern nach dem Entwicklungsstand des Kindes bestimmt werden d\u00fcrfen,<\/p>\n<p>die M\u00f6glichkeit der institutionellen Eigendefinition des Zeitbereiches der Schuleingangsphase\u00a0bis zu einer gesetzlich festgelegten Obergrenze f\u00fcr jede Primarschule bestehen,<\/p>\n<p>Flexibilisierung und P\u00e4dagogisierung durch die Aufhebung der Jahrgangsklassen zugunsten einer entsprechenden altersgemischten Organisationsstruktur (Lerngruppen) erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Schulen, die nicht mit einem Kindergarten\u00a0kooperieren, kann und soll eine Vorschulstufe als integrativer Teilbereich der Grundschule angeboten werden. Dieser Vorschulbereich dient der kindgem\u00e4\u00dfen Gestaltung der Schuleingangsphase\u00a0und der Aufnahme der Kinder ab der Vollendung des 5. Lebensjahres.<\/p>\n<h3>Betrifft: Vorschule<\/h3>\n<p>Die derzeitige Vorschule kann f\u00fcr die p\u00e4dagogische Gestaltung der Schuleingangsphase\u00a0als Basis dienen. Als integrativer Teilbereich der Grundschule verliert die Vorschule ihren bis dato ausschlie\u00dflich kompensatorischen Charakter. Ihre prim\u00e4re Bedeutung erlangt sie f\u00fcr viele Kinder dann, wenn diese lernen k\u00f6nnen, \u201ein die Schule zu gehen\u201c.<\/p>\n<p>Betrifft: Schuleingangsphase<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>3-4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>4-5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>5-6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>6-7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>7-8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Kindergarten<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Kindergarten<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Schuleingangsphase<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Schuleingangsphase<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Grundschule<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Grundschule<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>individuelle<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>Verweildauer<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>3<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>4<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p>3<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Legende:<\/p>\n<p>Zeile 1 \u2013 Alter<\/p>\n<p>Zeile 2 Bezeichnungen<\/p>\n<p>Zeile 4 und 5 m\u00f6gliche Gestaltung nach Lernjahren<\/p>\n<h2>Grundschule oder Primarbereich (6\/7 Jahre)<\/h2>\n<p>Die Primarschulzeit\u00a0dauert im Durchschnitt 6 Lernjahre\u00a0des Sch\u00fclers. Diese k\u00f6nnen je nach Begabung und Reife des Sch\u00fclers im Altersbereich vom 5. bis zum 11. Lebensjahr oder auch vom 7 bis zum 13. Lebensjahr absolviert werden. Im Bedarfsfall kann eine siebenj\u00e4hrige Verweildauer eines Sch\u00fclers gestattet werden. Die Entscheidung dar\u00fcber obliegt Eltern und Lehrern.<\/p>\n<p>Die Primarschule unterliegt keiner gesetzlichen Trennung mehr in Grundstufe I und Grundstufe II.<\/p>\n<p>Die organisatorische und p\u00e4dagogische Gestaltung der Schule liegt in der Verantwortung der an der jeweiligen Schule beteiligten Eltern, Lehrer und Sch\u00fcler.<\/p>\n<p>Im Primarbereich ist keine spezielle Qualifikation f\u00fcr den Sekundar-I-Bereich zu erbringen.<\/p>\n<p>Die Kombination mit dem Kindergartenbereich und die Kombination mit der Sekundarstufe I\u00a0als eine gemeinsame Erziehungsinstitution bzw. Schule ist m\u00f6glich und erstrebenswert.<\/p>\n<h3>Betrifft: Lernjahre<\/h3>\n<p>Der Begriff \u201eLernjahre\u201e an Stelle des Begriffes Schuljahre hat zuallererst einmal eine Signalfunktion. Er fordert zum Umdenken auf. Lernjahre orientieren sich am Individuum und dessen individueller Studienzeit in der Schule. Dadurch vermitteln \u201eLernjahre\u201c aus der Perspektive des Sch\u00fclers eine andere Sicht seiner Schulzeit: Es ist gleichsam seine Zeit, in seiner Verantwortung, und nicht mehr die Zeit der Schule.<\/p>\n<p>Lernt ein Sch\u00fcler in seiner Schule in Lerngruppen und nicht mehr innerhalb eines Jahrgangsklassensystems, so erfolgt die Orientierung an den Lernjahren des Sch\u00fclers, die er an dieser Schule verbracht hat.<\/p>\n<p>Lernjahre\u00a0konvenieren zu einem individuellen Beginn der Schulzeit und zu einem ebenso individuellen \u00dcbertritt in die Sekundar-I. Ein Sch\u00fcler kann ja bereits mit 5 Jahren beginnen, oder genauso 7 Lernjahre in der Primarstufe bleiben.<\/p>\n<p>Neben einer individuellen Verweildauer in einem Bereich weist der Begriff Lernjahre\u00a0auch auf ein unterschiedliches Lern- und Entwicklungstempo hin. Je nach Begabung kann ein Sch\u00fcler f\u00fcr die Absolvierung eines Schulbereiches mehr oder weniger Lernjahre ben\u00f6tigen. So kann den so genannten \u201eHochbegabten\u201c und den langsameren Lernern besser entsprochen werden. Prinzipiell hat die Schule f\u00fcr die optimale Entwicklung und F\u00f6rderung jedes Kindes zu sorgen.<\/p>\n<h3>Betrifft: Leistungsbeschreibung<\/h3>\n<p>Beschrieben werden die Leistungen des Sch\u00fclers anhand des Standardcurriuculum einer Schule. Dieses wurde nach dem Kerncurriculum\u00a0erstellt.<\/p>\n<p>Diese schuleigene Beschreibung muss eine Vergleichbarkeit gew\u00e4hrleisten, aber keine Noten mehr enthalten. Sie muss ein Repetieren ausschlie\u00dfen. Ein weiteres Lernjahr in einem Schulbereich obliegt dem Beschluss von Lehrern, Eltern und Schulberatung.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Leistungen in den unterschiedlichen Fachbereichen sind jedoch die Regel.<\/p>\n<p>Bei individuell stark differenzierten Unterrichtsangeboten kann keine alleinige fachbezogene Leistungsgrenze mehr zur Beurteilung herangezogen werden. Die Leistungsbeschreibung hat sich an der Entwicklung der Gesamtpers\u00f6nlichkeit zu orientieren<em>.<a href=\"#_ftn8\" title=\"\"><strong>[8]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>In kombinierten Schulen (z.B. Grundschule und Sekundarstufe I) braucht die Beschreibung eines Sch\u00fclers keine Qualifikationskriterien f\u00fcr internes Weiterkommen mehr zu enthalten.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Schulsystem hat die Leistungsbeschreibung keine Funktion der Schulzuweisung mehr.<\/p>\n<h3>Betrifft: Methodenfreiheit\u00a0\u2013 Schulfreiheit<\/h3>\n<p>Oberste Priorit\u00e4t bei der \u00d6ffnung der Schule\u00a0in allen Schulbereichen kommt der Gestaltung der Schule nach p\u00e4dagogischen Gesichtspunkten zu. Die Gestaltung der Schulorganisation, des Standardcurriculums und der didaktisch-methodischen Arbeit kann ausdr\u00fccklich nach den didaktischen Konzepten der Reformp\u00e4dagogik\u00a0erfolgen. Schulen, die nach einem reformp\u00e4dagogischen Konzept gef\u00fchrt werden, d\u00fcrfen in der Beschreibung ihres Schulprofils also die Bezeichnung dieser p\u00e4dagogischen Richtung verwenden.<\/p>\n<p>Selbstt\u00e4tige, kooperative, entdeckende und zur Haltung des lebenslangen Lernens f\u00fchrende Lernformen sind in allen Schulbereichen bei der Konzeption der Unterrichtsmethoden anzuwenden.<\/p>\n<h2>Sekundarstufe I\u00a0(3\/4 Jahre)<\/h2>\n<p>Die Dauer der Sekundarstufe I\u00a0betr\u00e4gt im Durchschnitt 3 Jahre. Ein viertes Lernjahr kann im Bedarfsfall in der Sekundarstufe I absolviert werden.<\/p>\n<p>Die Schule der Sekundarstufe I\u00a0ist wie die Grundschule als gemeinsame Schule aller Kinder einzurichten.<\/p>\n<p>Sie ist ebenso wie die Grundschule als weitgehend individualisierende und differenzierende Schule zu gestalten.<\/p>\n<h3>Betrifft: Gesetzliche Verankerung von Kombinationen<\/h3>\n<p>Die M\u00f6glichkeit der Anbindung der Sekundarstufe I\u00a0an eine institutionelle Einheit bestehend aus Fr\u00fcherziehung und Grundschule oder an eine Sekundarstufe II\u00a0ist gesetzlich vorzusehen.<\/p>\n<p>Die organisatorische und p\u00e4dagogische Gestaltung der Sekundarstufe I\u00a0wird innerhalb der f\u00fcr die Schulautonomie\u00a0festgelegten Rahmenbedingung von der jeweiligen Schule selbst vorgenommen.<\/p>\n<p>Am Ende der Sekundarstufe I\u00a0wird eine Qualifikation f\u00fcr die Sekundarstufe II\u00a0vergeben. Diese besteht aus einer Beschreibung der erbrachten Leistungen in Bezug auf das schuleigene Standardcurriculum, der Begabungen und Interessen des Sch\u00fclers und einer Empfehlung f\u00fcr einen der drei Bereiche der Sekundarstufe\u00a0II.<\/p>\n<p>In das schuleigene Standardcurriculum sind grunds\u00e4tzlich zu integrieren:<\/p>\n<ul>\n<li>eine Berufsorientierung,<\/li>\n<li>eine verst\u00e4rkte \u00d6ffnung der Schule\u00a0f\u00fcr das Umfeld der Schule,<\/li>\n<li>die demokratische Gestaltung des Schullebens,<\/li>\n<li>Fragen der Internationalisierung und Europ\u00e4isierung,<\/li>\n<li>Multikulturelle P\u00e4dagogik,<\/li>\n<li>Freizeitp\u00e4dagogik\u00a0und<\/li>\n<li>Aktuelle Technologien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Sch\u00fcler ist auch auf der Sekundarstufe\u00a0I\u00a0ein unteilbares Prinzip.<\/p>\n<h2>Sekundarstufe II\u00a0(4 Jahre f\u00fcr AHS und BHS, 3 oder 5 Jahre f\u00fcr BOS)<\/h2>\n<p>Im vorgeschlagenen Schulsystem stellt die Sekundarstufe II\u00a0einen eigenst\u00e4ndigen Schulbereich dar, der in eine <em>Allgemeinbildende H\u00f6here Schule<\/em>, in eine <em>Berufsbildende H\u00f6here Schule<\/em> und <em>Berufspraktisch Orientierte Schule<\/em> gegliedert ist.<\/p>\n<p>Allgemeinbildende und Berufsbildende H\u00f6here Schulen dauern vier Lernjahre. Die Berufspraktisch Orientierte Schule dauert drei Jahre.<\/p>\n<p>Allgemeinbildende und Berufsbildende H\u00f6here Schulen schlie\u00dfen mit der Qualifikation zum Hochschul- und Universit\u00e4tsstudium ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sekundarstufe II\u00a0ist nach dem staatlichen Kerncurriculum\u00a0ein eigenst\u00e4ndiges Schulprofil\u00a0zu entwickeln, das \u00fcber die <em>Ziele<\/em>, die <em>innere Schulorganisation<\/em>, die zu <em>erbringenden Leistungen<\/em> und das <em>didaktisch-methodische Konzept<\/em> Auskunft gibt.<\/p>\n<p>Die Entwicklung des Schulprofils obliegt der einzelnen Schule im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zur Schulautonomie.<\/p>\n<p>Sekundarstufe I\u00a0und Sekundarstufe II\u00a0k\u00f6nnen als institutionelle Einheit an einem Schulstandort organisiert werden. Auch in diesem Fall kann der \u00dcbertritt von einer Stufe zur n\u00e4chsten flexibel und der Begabung und dem Lernfortschritt des Sch\u00fclers entsprechend gestaltet werden.<\/p>\n<p>Bei der organisatorischen und p\u00e4dagogischen Gestaltung der drei Bereiche der Sekundarstufe II\u00a0ist darauf R\u00fccksicht zu nehmen, dass ein Wechsel von und in jeden Bereich m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Betrifft: SEK II \u2013 Aufbau<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>Hochschule oder Universit\u00e4t<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>Hochschule oder Universit\u00e4t<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>Hochschule oder Universit\u00e4t<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>\u00a0\u00a0 Aufbaulehrgang<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>4. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt;\u00a0 4. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>\u00a0\u00a0 Aufbaulehrgang<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>3. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt;\u00a0 3. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt; 3. Lernjahr<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>2. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt;\u00a0 2. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt; 2. Lernjahr<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>1. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt;\u00a0 1. Lernjahr &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt; 1. Lernjahr<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 AHS\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BHS\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &gt;<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"205\">\n<p>&lt; \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BOS\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>ad AHS und BHS<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Abschlussqualifikation an Allgemeinbildenden und Berufsbildenden H\u00f6heren Schulen sind folgende Kriterien zu beachten:<\/p>\n<p>Internationale Vergleichbarkeit und Anerkennung der zu vergebenden Qualifikation zur Hochschulreife,<\/p>\n<p>Auslandsaufenthalt im Sinne der Internationalisierung und Europ\u00e4isierung,<\/p>\n<p>Wissenschaftsorientierung der zu vergebenden Qualifikation.<\/p>\n<h3>ad BOS<\/h3>\n<p>Die <strong><em>B<\/em><\/strong><em>erufspraktisch <strong>O<\/strong>rientierte <strong>S<\/strong>chule<\/em><em>\u00a0<\/em>ist neben der Ausbildung zu einem oder mehreren Berufen ebenso der Pers\u00f6nlichkeitsbildung des Sch\u00fclers verpflichtet.<\/p>\n<p>Sie muss in ihrer p\u00e4dagogischen Konzeption einerseits in professioneller Weise berufsorientiert sein, anderseits ebenso den Wechsel in einen der beiden anderen Bereiche der Sekundarstufe II\u00a0(AHS oder BHS) sicherstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um die Durchl\u00e4ssigkeit zur BHS zu gew\u00e4hrleisten, ist eine Kooperation mit diesem Schultyp auf Curriculumebene und durch gemeinsame Lehrer gesetzlich ausdr\u00fccklich zu erm\u00f6glichen und zu f\u00f6rdern. Ebenso sind Kombinationen mit der SEK I eine schulp\u00e4dagogisch sinnvolle Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Berufsausbildungen sind hohe Praxisanteile vorzusehen. Die berufspraktische Ausbildung wird von Mitgliedern des Lehrerkollegiums gemeinsam mit betriebseigenen Ausbildnern in Betrieben durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das schuleigene Curriculum wird ein berufspraktisches Ausbildungsprogramm enthalten, das von den an der berufspraktischen Ausbildung beteiligten Personen (Lehrerkollegium und betriebseigene Ausbildner) erstellt worden ist.<\/p>\n<p>Eine Modularisierung der theoretischen und praktischen Ausbildungsstruktur soll die \u00dcbertrittsm\u00f6glichkeiten von einer spezifischen Berufsausbildung zu einer anderen garantieren und die Ausbildung zu mehreren Berufen erleichtern.<\/p>\n<p>Ausbildung und Qualifikationsnachweis haben aus Gr\u00fcnden der internationalen Anerkennung den standardisierten Normen der Europ\u00e4ischen Union zu entsprechen.<\/p>\n<p>Verpflichtende Teile des Standardcurriculums der Schule sind auch:<\/p>\n<ul>\n<li>Internationalisierung (Sprachen und Auslandsaufenthalte),<\/li>\n<li>Selbst\u00e4ndigkeit\u00a0und Selbstbestimmung\u00a0als Voraussetzung f\u00fcr ein Lebens bestimmendes Demokratieverst\u00e4ndnis,<\/li>\n<li>Teamarbeit und Kooperation,<\/li>\n<li>Erziehung zu lebenslangem Lernen.<\/li>\n<li>Integration\u00a0des <strong>O<\/strong>pen and <strong>D<\/strong>istance <strong>L<\/strong>earnings in den Ausbildungs- und Bildungsprozess.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Betrifft: Lehrlingsausbildung\u00a0an der BOS<\/h3>\n<p>Die Qualifikation aller an der BOS t\u00e4tigen Lehrer erfolgt an der P\u00e4dagogischen Hochschule.<\/p>\n<p>Eine enge Zusammenarbeit zwischen BHS und BOS ist auf allen Ebenen anzustreben.<\/p>\n<p>Die betriebspraktische Ausbildung kann in entsprechender Dauer in den Betrieben erfolgen, aber auch in der Schule selbst, wenn ein Teil dieser Berufspraktisch Orientierten Schule als selbst\u00e4ndiger Betrieb gemeinsam von Lehrern und Sch\u00fclern in voller p\u00e4dagogischer und betriebswirtschaftlicher Verantwortlichkeit gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die BOS ist in besonderer Weise f\u00fcr eine \u00d6ffnung im Sinne einer Erwachsenenbildungseinrichtung geeignet. Sie sollte auch f\u00fcr berufliche Weiterbildung und qualifizierende Ausbildung f\u00fcr berufliche Umstiege zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>BOS kann ebenso als self-study-center f\u00fcr berufs- und pers\u00f6nlichkeitsorientiertes lebenslanges und eigen verantwortetes Lernen zu Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<h2>Ganzt\u00e4gige oder halbt\u00e4gige Schulform<\/h2>\n<p>Die Entscheidung \u00fcber eine halb- oder ganzt\u00e4gige Schulform kann im Sinne der weitest gehenden Selbstbestimmung\u00a0der einzelnen Schule nur dieser selbst \u00fcberantwortet werden.<\/p>\n<p>Ganzt\u00e4gige Schulformen m\u00fcssen auch \u00fcber die entsprechenden Freizeiteinrichtungen und Versorgungseinrichtungen f\u00fcr die Sch\u00fcler und Lehrer verf\u00fcgen.<\/p>\n<h2>Schulautonomie<\/h2>\n<p>Schulautonomie\u00a0ist auf alle Bereiche des schulischen Lebens auszudehnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Schulbudget\u00a0(exklusive Lehrergeh\u00e4lter),<\/li>\n<li>p\u00e4dagogische Konzeption,<\/li>\n<li>Finanzierung und Schuleinrichtung,<\/li>\n<li>Schulorganisation,<\/li>\n<li>Leiterbestellung durch demokratische Wahl,<\/li>\n<li>Lehrplanentwicklung,<\/li>\n<li>eigenst\u00e4ndiges Schulprofil,<\/li>\n<li>Beurteilung und Qualifikationsnachweis.<\/li>\n<li>Der Schulbeh\u00f6rde kommen folgende Funktionen zu:<\/li>\n<li>Beratung der Schulen bei der Erstellung des schuleigenen Curriculums und dessen Umsetzung,<\/li>\n<li>Beratung in schulorganisatorischen Fragen,<\/li>\n<li>rechtliche Beratung,<\/li>\n<li>Evaluation der p\u00e4dagogischen Arbeit und Controlling der finanziellen Gebarung der einzelnen Schule.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr diese Aufgaben sind wissenschaftlich qualifizierte Berater einzusetzen.<\/p>\n<h3>Betrifft: Schulautonomie<\/h3>\n<p>Die \u00d6ffnung der Schule\u00a0und die Einf\u00fchrung der Schulautonomie\u00a0bringen nicht nur eine \u00c4nderung des gesamten Schulsystems, sondern auch \u00c4nderungen des Systems der Schulbeh\u00f6rde und der Schulaufsicht und deren Funktionen mit sich.<\/p>\n<h3>Betrifft: Dezentralisierung<\/h3>\n<p>Eine dezentrale Einheit einer Schulbeh\u00f6rde ist als \u00fcberschaubare Einheit f\u00fcr einen Bezirk oder eine Stadt bzw. einen Stadtteil zust\u00e4ndig. Die Leitung dieser Einheit wird von einem p\u00e4dagogisch qualifizierten Leiter auf Zeit \u00fcbernommen. Pr\u00e4sentations- und Macht\u00e4mter, wie Pr\u00e4sidenten und Vizepr\u00e4sidenten, Landesschulinspektoren und ein Teil der Bezirksschulinspektoren k\u00f6nnen entfallen. Es gibt eine zentrale Schulbeh\u00f6rde auf ministerieller Ebene und die erw\u00e4hnten dezentralen Einheiten der Schulbeh\u00f6rden, deren Aufgaben vorwiegend in der Beratung, Supervision und Evaluation von weitgehend autonomen Schulen besteht.<\/p>\n<p>Durch diese Umstrukturierung er\u00f6ffnet sich ein beachtliches Einsparungspotential der staatlichen Verwaltung. Die frei werdenden finanziellen Mittel k\u00f6nnen f\u00fcr die Verbesserung der Schulausstattung eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Qualifikation und Funktion von Arbeitsstellen innerhalb der Schulbeh\u00f6rde bed\u00fcrfen einer genauen sachlichen und fachlichen Beschreibung. Es besteht keine Notwendigkeit, dass Mitarbeiter der Schulbeh\u00f6rde pragmatisierte Beamte oder Angeh\u00f6rige politischer Parteien sind.<\/p>\n<p>Innerhalb der anzustrebenden Schulautonomie\u00a0liegt es in der Entscheidung der einzelnen Schule, auch Hilfspersonal anzustellen, dessen Aufgaben klar umschrieben werden m\u00fcssen. In diesem Fall wird z.B. eine Schule auch eigenst\u00e4ndig f\u00fcr die Reinigung des Geb\u00e4udes sorgen k\u00f6nnen. Der verbeamtete Schulwart verliert damit seine ohnehin bereits unzeitgem\u00e4\u00dfe Stellung.<\/p>\n<p>Hilfspersonal kann zu weiter reichenden Aufgaben angestellt werden, als Schulwarte zu leisten bereit sind.<\/p>\n<h2>\u201eFreie Schulen\u201e<\/h2>\n<p>Hier ist eine Entwicklung von der Methodenfreiheit\u00a0zur Schulfreiheit vorzusehen!<\/p>\n<p>Anzustreben ist die weitestgehende Autonomie\u00a0der Schule.<\/p>\n<p>Privatschulen sind mit den staatlichen Schulen gleichzustellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Errichtung jeglicher Schulen mit privater Tr\u00e4gerschaft (auch \u201eFreie Schulen\u201c genannt) gelten folgende Rahmenbedingungen, wenn diese Schulen eine staatliche Finanzierung erhalten:<\/p>\n<p>Der Zugang zu dieser Schule muss ausnahmslos f\u00fcr alle Kinder im schulpflichtigen Alter m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfen keine konfessionellen Barrieren bestehen, die den Schulbesuch verhindern k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die \u201eFreien Schulen\u201c, die Anspruch auf eine staatliche Finanzierung erheben, sind der im Gesetz verankerten gemeinsamen Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern verpflichtet.<\/p>\n<p>Als allgemeine und \u00fcbergeordnete Verhaltensregel aller gilt die UN-Kinderrechtsdeklaration.<\/p>\n<p>Die Aufnahme von Lehrern erfolgt unabh\u00e4ngig von Parteizugeh\u00f6rigkeit, Geschlecht und Familienstand.<\/p>\n<h3>ad Elternrechte<\/h3>\n<p>Die Eltern haben das Recht, mitzubestimmen, nach welchem p\u00e4dagogischen Modell ihre Kinder in der Schule unterrichtet werden sollen. Das Mitspracherecht der Eltern ist in den Statuten der Schule zu verankern. In diesem Bereich ist auch die Schulpartnerschaft gesetzlich zu modifizieren.<\/p>\n<p>Eltern haben das Recht, die Einrichtung einer Schule ihrer Wahl von der Gemeinde zu beantragen. Bedingungen sind<\/p>\n<ul>\n<li>eine ausreichende Sch\u00fclerzahl,<\/li>\n<li>keine Schule des gew\u00fcnschten p\u00e4dagogischen Modells in der zumutbaren Schulwegdistanz,<\/li>\n<li>Erziehungsinteressen multikultureller oder integrativer Art,<\/li>\n<li>fehlende medizinisch-therapeutische Einrichtungen im Rahmen einer integrativen Erziehung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gestaltung der Schule obliegt in der Folge den Eltern, Lehrern und Sch\u00fclern nach den Bestimmungen der Schulautonomie. Die Schulbeh\u00f6rde hat bei der Einrichtung einer neuen \u201eFreien Schule\u201c beratende und evaluierende Funktion. Ihr obliegt auch die Kontrolle der Einhaltung der gesetzlichen Bedingungen zur staatlichen Finanzierung.<\/p>\n<h2>Lehrerbildung<\/h2>\n<p>Es gilt, eine f\u00fcr alle Lehr- und Erzieherberufe (von der Kindergartenp\u00e4dagogik\u00a0bis zum AHS-Lehramt und der Qualifikation f\u00fcr die T\u00e4tigkeit als Lehrerbildner) <em>eigenst\u00e4ndige <\/em>und <em>gleichwertige<\/em> Ausbildung in einer gemeinsamen Bildungseinrichtung zu schaffen.<\/p>\n<p>Diese Bildungseinrichtung ist eine <em>p\u00e4dagogische Hochschule <\/em>und kann als solche in den Universit\u00e4ten integriert sein.<\/p>\n<p>Die Dauer eines Lehramtsstudiums betr\u00e4gt 9-10 Semester und kann f\u00fcr alle Lehramtsstudien an einer p\u00e4dagogischen Hochschule gleich angesetzt werden.<\/p>\n<p>Die <em>P\u00e4dagogische Hochschule<\/em> ist eine Ausbildungsinstitution f\u00fcr p\u00e4dagogische Berufe, wie z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Volksschullehramt,<\/li>\n<li>Hauptschullehramt,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr Sonderschulen und Integration,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr AHS,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr BHS,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr BOS,<\/li>\n<li>Lehramt f\u00fcr Kindergartenp\u00e4dagogik,<\/li>\n<li>Elternakademie,<\/li>\n<li>berufsp\u00e4dagogische Ausbildungen,<\/li>\n<li>Ausbildung der Tagesm\u00fctter,<\/li>\n<li>Ausbildung in Erwachsenenbildung,<\/li>\n<li>Lehr\u00e4mter f\u00fcr Ausbildner aus anderen Berufen,<\/li>\n<li>Didaktiklehrg\u00e4nge, z.B. f\u00fcr Lehrerbildner und &#8230;,<\/li>\n<li>auch: Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer in Bezug auf <em>Interkulturalit\u00e4t<\/em>, <em>Freizeitp\u00e4dagogik<\/em><em>\u00a0<\/em>und <em>reformp\u00e4dagogische Richtungen<\/em>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ausbildung wird in einem <em>Modulsystem <\/em>angeboten. Qualifikationen k\u00f6nnen im Rahmen der Ausbildung und der Fortbildung immer zus\u00e4tzlich erworben werden. Dadurch ergibt sich eine Erweiterung der Berufsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr P\u00e4dagogen.<\/p>\n<h3>Betrifft: Module<\/h3>\n<p>Der Aufbau der einzelnen Lehramtsstudien kann so gestaltet werden, dass erhebliche Teile jedes Studiums f\u00fcr die Absolvierung eines weiteren Lehramtsstudiums angerechnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der grunds\u00e4tzliche modulartige Aufbau der Studien soll das Studium weiterer Lehramtsstudien w\u00e4hrend der aktuellen Lehrerfortbildung und damit einen m\u00f6glichen Wechsel in einen anderen Schulbereich erleichtern.<\/p>\n<p>Im Zentrum aller Ausbildungen steht die theoriegeleitete praktische Ausbildung, flankiert von Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Humanwissenschaft. Diese werden in einem Kurssystem angeboten, so dass der Modulcharakter der Organisation der P\u00e4dagogischen Hochschule gew\u00e4hrleistet werden kann.<\/p>\n<h3>Betrifft: Gleichwertigkeit<\/h3>\n<p>Die einzelnen Lehramtsstudien (einschlie\u00dflich Kindergartenstudium und Studium f\u00fcr die Sekundarstufe II) sind als gleichwertig anzusehen. Diese Gleichwertigkeit findet ihren Niederschlag auch in einer Gleichbehandlung im Gehalt.<\/p>\n<p>Elemente der Gruppendynamik, grundlegende Selbsterfahrung, Veranstaltungen zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und therapeutische Angebote und Ausbildungsm\u00f6glichkeiten sind in die Lehrerbildung\u00a0zu integrieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Lehrerbildung\u00a0gelten wie f\u00fcr die Schulen die gesetzlichen Bestimmungen einer autonomen Bildungseinrichtung.<\/p>\n<p>Eine weitest gehende \u00d6ffnung der P\u00e4dagogischen Hochschule als self-study-center ist in der Konzeption dieser Hochschule anzustreben.<\/p>\n<h3>Betrifft: Kindergarten<\/h3>\n<p>Die Ausbildung zur Kinderg\u00e4rtnerin und zum Kinderg\u00e4rtner wird aufgewertet und findet an der P\u00e4dagogischen Hochschule in einem den anderen Lehramtspr\u00fcfungen gleichwertigen Studium statt. Die Kindergartenerziehung ist neben der famili\u00e4ren Erziehung das Fundament des Lernens f\u00fcr das Leben. Insofern kommt der Kindergartenerziehung ein hoher didaktischer und methodischer Stellenwert zu.<\/p>\n<p>Vom p\u00e4dagogischen und entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten ausgehend, ist die Bedeutung einer professionellen Entwicklungsf\u00f6rderung des 2-5j\u00e4hrigen Kindes nicht hoch und bedeutsam genug einzusch\u00e4tzen. Kindergarten\u00a0ist nicht nur eine gute Anstalt zur Kinderaufbewahrung.<\/p>\n<p>Ausbildung zur Kindergartenp\u00e4dagogik, Errichtung und Einrichtung von Kinderg\u00e4rten und der Kindergartendidaktik muss der Stellenwert in der Gesellschaft zukommen k\u00f6nnen, der der Bedeutung als entscheidende Entwicklungsphase des Menschen entspricht.<\/p>\n<h3>Betrifft: Sekundarstufe II<\/h3>\n<p>F\u00fcr das Lehramt der Sekundarstufe II\u00a0kann \u00fcberlegt werden, ob das Lehramt der Sekundarstufe I\u00a0als Voraussetzung anzusehen ist und das Lehramt f\u00fcr die Sekundarstufe II durch ein fachwissenschaftlich und fachdidaktisch orientiertes Erg\u00e4nzungsstudium erlangt werden kann.<\/p>\n<p>Besonders f\u00fcr die Sekundarstufe II\u00a0ist eine didaktische und methodische Orientierung im Studienaufbau vorzusehen. Das bisherige fachwissenschaftliche Studium ist zwar eine Voraussetzung, aber bei weitem f\u00fcr den Lehrerberuf nicht ausreichend. Die Ausbildung der begabtesten Menschen in einer Gesellschaft bedarf p\u00e4dagogisch professionell ausgebildeter Lehrer.<\/p>\n<p>Das Lehramtsstudium f\u00fcr Sekundar-II bedarf dringend einer Professionalisierung in Richtung Unterricht und Erziehung. Vorbild kann die Studienstruktur an den P\u00e4dagogischen Hochschulen sein. Diese Studienstruktur bietet eine spezifische Lehrerausbildung, die das Primat der P\u00e4dagogik vor der Fachwissenschaft betont, gleichzeitig aber die didaktischen Zusammenh\u00e4nge herstellt. Das Lernen der Wissensaneignung ist wichtiger als die blo\u00dfe Wissensanh\u00e4ufung.<\/p>\n<p>Die organisatorische und p\u00e4dagogische Gestaltung einer P\u00e4dagogischen Hochschule obliegt dem Professorenkollegium. Wie f\u00fcr jede andere Schule auch hat auch eine Hochschule ein Studien leitendes Standardcurriculum auszuarbeiten. Wir d\u00fcrfen von der Erfahrung ausgehen, dass ein genaues und klares Curriculum f\u00fcr das Funktionieren des Studienbetriebes eine unabdingbare Voraussetzung darstellt und dass nur innerhalb einer organisatorisch und p\u00e4dagogisch stimmigen Struktur die notwendige Offenheit und Freiheit f\u00fcr eine individuelle Gestaltung des Studiums, das auch den Bed\u00fcrfnissen und Interessen der Studierenden entspricht, Platz greifen kann.<\/p>\n<h3>Betrifft: Bedeutung der Lehrerbildung\u00a0in der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft<\/h3>\n<p>Die Lehrerbildung\u00a0ist das Fundament jedes Bildungssystems!<\/p>\n<p><em>\u201eLehrerbildung<\/em><em>\u00a0muss die pers\u00f6nliche und professionelle Entwicklung von Lehrerinnen und Lehrern w\u00e4hrend ihrer gesamten Laufbahn f\u00f6rdern. &#8230; Das Hauptziel der Lehrerbildung ist die Entwicklung von F\u00e4higkeiten, Wissen und Fertigkeiten, mit denen Lehrerinnen und Lehrer in der Lage sind, den Erfordernissen ihrer Sch\u00fcler\/Studenten gerecht zu werden, und damit im weiteren Sinne auch den gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Erfordernissen.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Zielsetzung muss durch den Inhalt und die Methodik der Ausbildung gef\u00f6rdert werden. Zentrale Werte der Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0und des Erziehungssystems m\u00fcssen sein: der Respekt f\u00fcr andere Mitmenschen und f\u00fcr deren Verh\u00e4ltnis zur Gesellschaft und zur Umwelt, zur Demokratie, zur Chancengleichheit und eine Einstellung, die den Respekt f\u00fcr die Vielfalt der Kulturen f\u00f6rdert und den Rassismus und Fremdenhass entschieden bek\u00e4mpft.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Lehrberuf ist als einheitlicher Beruf zu verstehen. Er weist Schl\u00fcsselmerkmale auf, die f\u00fcr alle Lehrerinnen und Lehrer zutreffen \u2013 von der Vorschule bis hin zu Hochschule. Alle Lehrerinnen und Lehrer sollen eine hohe Qualifikation besitzen &#8230; Mit diesen Merkmalen notwendigerweise verbunden ist eine weit reichende professionelle Autonomie<\/em><em>\u00a0des Individuums einerseits und anderseits eine auf repr\u00e4sentativer Basis beruhende Mitwirkung bei betreffenden p\u00e4dagogischen Entscheidungen im Rahmen der Strukturen des \u00f6ffentlichen Dienstes.<\/em><\/p>\n<p><em>Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0muss als Teil der Hochschulbildung anerkennt werden, \u00e4quivalent zu anderen Disziplinen und Qualifikationen, mit M\u00f6glichkeiten zu eigener p\u00e4dagogischer Forschung und zur Nutzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse.<\/em><\/p>\n<p><em>Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0muss die Anwendung p\u00e4dagogischer Forschung im Unterricht und im Lehrbetrieb f\u00f6rdern. Dies muss Teil eines kontinuierlichen Prozesses der Interaktion zwischen Lehrerbildung und Schule\/Unterricht sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0ist ein Prozess, der die gesamte Lehrerlaufbahn begleitet. Die verschiedenen Abschnitte der Lehrerbildung m\u00fcssen sich aufeinander beziehen. Als Voraussetzung f\u00fcr lebenslanges Lernen und die berufliche Entwicklung m\u00fcssen Arbeitgeber und die \u00f6ffentlichen Einrichtungen die notwendigen Bedingungen schaffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Lehrerbildung<\/em><em>\u00a0geh\u00f6ren vier Elemente, die miteinander in Beziehung stehen: die fachwissenschaftlichen Studien, die erziehungswissenschaftlichen Studien (einschlie\u00dflich P\u00e4dagogik), didaktisch-methodische Studien und Praxisanteile. Diese Elemente m\u00fcssen in eine angemessene Balance gebracht werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Europ\u00e4ische Dimension ist wichtig f\u00fcr die Lehrerbildung<\/em><em>. Sie umfasst die Ber\u00fccksichtigung von ganz Europa, verbunden mit dem Respekt f\u00fcr nationale und regionale Vielf\u00e4ltigkeit. Die europ\u00e4ische Dimension setzt gemeinsames Wissen und gemeinsame Erfahrung sowie die Mobilit\u00e4t von Studenten und Lehrern in der Lehrerbildung voraus. &#8230; Ebenso wichtig ist das Lernen von Sprachen, die Entwicklung von Sprachkompetenzen. Dar\u00fcber hinaus muss die Europ\u00e4ische Dimension nicht nur die nationalen und regionalen Perspektiven von Europa umfassen, sondern auch die Kulturen ethnischer Minderheiten und \u00fcberhaupt eine breitere internationale Perspektive.<\/em><\/p>\n<p><em>Bildung ist eine Investition in die F\u00e4higkeiten des Individuums und die Verwirklichung seiner M\u00f6glichkeiten, aber auch in das soziale, \u00f6konomische und kulturelle Leben sowohl der einzelnen L\u00e4nder wie auch Europas im Ganzen<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn9\" title=\"\">[9]<\/a><\/p>\n<h2>Sozialberufe<\/h2>\n<p>Ausbildungen f\u00fcr Sozialberufe k\u00f6nnen und sollen in die P\u00e4dagogische Hochschule integriert werden, um eine intensive Kooperation zu erreichen.<\/p>\n<h2>Lehrerfortbildung<\/h2>\n<p>Fortbildung ist in allen Lehrberufen verpflichtend und an die Vorr\u00fcckung im Gehaltsschema gekoppelt.<\/p>\n<p>Aus einem breiten Angebot verschiedener methodischer Ans\u00e4tze sind pro Arbeitsjahr eine bestimmte Anzahl von Fortbildungstagen verpflichtend zu w\u00e4hlen. Ein Teil der Fortbildung muss aus dem Bereich der pers\u00f6nlichkeitszentrierten Angebote zur Reflexion des eigenen Tuns und ein Teil aus dem Bereich der methodisch-didaktischen Arbeit gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Die Fortbildung erfolgt an den P\u00e4dagogischen Hochschulen und ist mit einer Qualifikation verbunden.<\/p>\n<p>Es soll allen p\u00e4dagogischen Berufen die M\u00f6glichkeit eines \u201earbeitsfreien\u201c Jahres oder auch mehrerer \u201earbeitsfreier Jahre geboten werden. Ein \u201earbeitsfreies\u201c Jahr ist nach dem gesetzlich m\u00f6glichen Pensionsantrittsalter einzubringen.<a href=\"#_ftn10\" title=\"\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Das Besoldungsschema f\u00fcr <em>alle <\/em>Lehrberufe ist zu vereinheitlichen, und die Progression desselben ist zugunsten des Anfangsgehaltes auszugleichen.<\/p>\n<h2>Integration\u00a0und Sonderschule<\/h2>\n<p>Es gilt das Prinzip der freien Schulwahl f\u00fcr behinderte Kinder im selben Umfang wie f\u00fcr nicht behinderte Kinder. Entsprechend ihren Bed\u00fcrfnissen m\u00fcssen alle Schularten behinderten Kindern, gleich welcher Behinderung, offen stehen.<\/p>\n<p>Bei behinderten Kindern gilt im besonderen Ma\u00df das Recht auf volle Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben.<\/p>\n<p>Schule ist so zu gestalten, dass dieses Recht von behinderten Menschen ihrer Wahl gem\u00e4\u00df wahrgenommen werden kann und dass schulisches Leben und Arbeiten zu einer Erweiterung der Selbstverwirklichung aller Beteiligten f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Der Schulbeh\u00f6rde und der einzelnen Schule steht nicht das Recht zu, ein Kind als nicht der Norm entsprechend abzulehnen und an eine Sondereinrichtung zu verweisen. Schulen sind organisatorisch und p\u00e4dagogisch so einzurichten, dass die Arbeit mit behinderten Kindern als p\u00e4dagogische und gesellschaftliche Aufgabe angenommen werden kann.<\/p>\n<p>Sonderp\u00e4dagogische und therapeutische Ma\u00dfnahmen sind in der Regelschule zu integrieren.<\/p>\n<p>Im Sinne einer p\u00e4dagogisch professionellen Integration\u00a0sind Lehrer mit sonderp\u00e4dagogischer Ausbildung in h\u00f6herem Ausma\u00df in der Regelschule einzusetzen.<\/p>\n<p>Jede integrative Arbeit beim gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern verlangt eine hoch individualisierende und differenzierende Arbeit im Unterricht. Die reformp\u00e4dagogischen Unterrichtsmodelle k\u00f6nnen Grundlage dieser Arbeit sein.<\/p>\n<p>Die Ausbildung von Integrationslehrern an den P\u00e4dagogischen Hochschulen ist zu verst\u00e4rken. Ebenso sind methodisch-didaktische Grundlagen der integrativen Klassenarbeit in das Curriculum aller Ausbildungsg\u00e4nge zu integrieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Sekundarbereich I ist eine analoge Regelung zu den Bestimmungen des Grundschulbereichs zu treffen. Es gilt auch hier das uneingeschr\u00e4nkte Recht der Eltern und Kinder auf freie Schulwahl. Eine Modifizierung des Bildungsauftrages der Sekundarstufe I\u00a0ist im Standardcurriculum der Schule festzuhalten.<\/p>\n<p>Die Sonderschuleinrichtungen sind in medizinisch-p\u00e4dagogische Zentren zu integrieren bzw. als schulisch-therapeutische Zentren zu gestalten. Die Reintegration der Sch\u00fcler ist oberstes Ziel dieser Einrichtungen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><em>Conclusio<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bleibt noch die Frage, ob die Menschen, die diese Schulerneuerung\u00a0tragen k\u00f6nnten, auch bereit sind, die vorgeschlagenen Innovationen anzugehen. Es ist eine Schulerneuerung, die Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Kinder gemeinsam durchf\u00fchren k\u00f6nnen, ihrer freien Entscheidung nach, und wenn sie bereit sind, sich f\u00fcr die Freiheit, die dazu notwendig ist, auch zu engagieren und sich einzusetzen.<\/p>\n<p>Ein erster Schritt, der innerlich wahrscheinlich gar nicht so leicht mit zu vollziehen ist, besteht in der Akzeptanz der vorgeschlagenen \u201eReform leitenden\u201c Ideen, die uns eine Grundorientierung f\u00fcr die demokratische Erneuerung des \u00f6sterreichischen Schulwesens geben:<\/p>\n<p>Schule geh\u00f6rt vor allem in die <em>Verantwortung<\/em> derer, die Schule auch machen. In die Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern und nicht zuletzt der Kinder. An ihnen ist es, ihre eigene Schule zu gestalten, nach ihren Vorstellungen, nach ihrer P\u00e4dagogik und in einem demokratischen und gleichberechtigten Prozess. Die respektvolle und akzeptierende Integration\u00a0der Kinder in die Bereiche des Schullebens ist die Erziehungsatmosph\u00e4re, die sie zu moralisch verantwortungsvoll denkenden und f\u00fchlenden Menschen heranwachsen lassen wird (nicht das Wissen, das wir versuchen in unsere Kinder hineinzustopfen).<\/p>\n<p>Die Erziehung zur <em>Demokratie<\/em> kann nur in einer demokratisch geordneten Gemeinschaft erfolgen. Die Erziehung zur Demokratie in einer hierarchischen, autorit\u00e4r ausgerichteten Struktur ist mit einer Alibiaktion vergleichbar. Elternforum und Sch\u00fclermitspracherechte sind zu wenig. Sie t\u00e4uschen demokratische Strukturen vor, die in ihrer Effektivit\u00e4t gar nicht vorhanden sind. In diesem Sinne sind diese beiden Einrichtungen f\u00fcr eine Demokratisierung\u00a0der Schule sogar kontraproduktiv. Der bekannte \u00f6sterreichische Ausspruch: \u201eAch, das haben wir doch schon alles!\u201c hei\u00dft in Wirklichkeit: \u201eBis hierher, und nicht weiter!\u201c<\/p>\n<p>Weitere entscheidende Voraussetzungen f\u00fcr die Demokratisierung\u00a0der Schule sind die radikale <em>Dezentralisierung<\/em>\u00a0der Schule, ihre weitest gehende Abkoppelung von einer politisch orientierten Schulbeh\u00f6rde und die <em>autonome Gestaltung<\/em> jeder einzelnen Schule. Erst dann werden auch die Voraussetzungen f\u00fcr eine p\u00e4dagogische Gestaltung der Schule und des Schulwesens vorhanden sein, und erst dann wird Schule auch ihre gesellschafts- bildende Kraft entfalten k\u00f6nnen. Der Mut zur Demokratisierung der Schule ist damit auch der Mut zu einer demokratischen Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Gehen wir diesen Weg!<\/p>\n<p>Sollten Sie das Buch bis hierher gelesen haben, so haben Sie sicher schon begonnen, den Weg von Schulerneuerung und Schulentwicklung nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gehen. Ein Freinet-P\u00e4dagoge hat einmal gesagt, man muss dabei \u2013 gemeint war die Ver\u00e4nderung von Schule \u2013 immer einen Fu\u00df auf dem Boden behalten, sonst&#8230;<\/p>\n<p>Damit unsere Vorstellungen und Initiativen nicht versiegen, ist die Lehrerbildung abschlie\u00dfend nochmals aufgefordert, sich dem Thema der Schulerneuerung und Schulentwicklung in der Art und Weise anzunehmen, dass sie selbst zum Vorbild einer p\u00e4dagogischen Schulgestaltung wird. Die Lehrerbildung hat die Kraft der Schulver\u00e4nderung und der Schulerneuerung und wird sich in dieser Rolle auch mehr und mehr verstehen m\u00fcssen \u2013 als gemeinsame Lehrerbildung f\u00fcr alle Lehrer.<\/p>\n<p>Ich gehe nicht davon aus, dass jeder mit allem, was hier geschrieben worden ist, einverstanden sind. Ich aber w\u00fcnsche mir, die intensive und lang dauernde Diskussion und eine Schule, die dann den Kinder, den Lehrern und Eltern geh\u00f6rt.<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Siehe auch die Themenbereiche \u201eFreie Schulen\u201c und \u201eSchulautonomie\u201e<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. GETTING there, International Update \u00fcber Erziehung ohne Ausgrenzung, <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nov. 95\/No. 2<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 AHS \u2013 Allgemein Bildende H\u00f6here Schule<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BHS \u2013 Berufsbildende H\u00f6here Schule<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BOS \u2013 Berufsorientierte Schule<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vergleiche dazu auch die \u201eeurop\u00e4ische\u201c Tabelle!<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Siehe auch Standardcurriculum und Kerncurriculum\u00a0im Kapitel \u201eLehrplan\u201c <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 wie auch \u201eAutonomie\u201e.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Formen der kommentierten und direkten Leistungsvorlage, <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 wie von R. Vierlinger beschrieben, geben hier entscheidende Hilfen im Umdenken<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" title=\"\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Lehrerbildung\u00a0in Europa, CSEE\/ETUCE, Boulevard E. Jacmain 155, <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bruxelles, S. 12<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" title=\"\">[10]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Andere Modelle der Einteilung der Lebensarbeitszeit werden <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ebenso diskutiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie finden hier Vorschl\u00e4ge zur Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-49","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unterrichtsentwicklung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}