{"id":610,"date":"2014-04-04T11:41:10","date_gmt":"2014-04-04T11:41:10","guid":{"rendered":"?p=610"},"modified":"2014-04-04T11:41:10","modified_gmt":"2014-04-04T11:41:10","slug":"der-daltonunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=610","title":{"rendered":"Der Daltonunterricht"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 11pt; line-height: 115%;\">Der Daltonunterricht entstand als eine praktische L\u00f6sung f\u00fcr ein praktisches Problem. Im Jahre 1904 wurde die junge amerikanische Lehrerin Helen Parkhurst, nach minimaler Ausbildung, zur Leiterin der Einlehrerschule im Dorfe Waterville, Wisconsin, ernannt. Zu der Zeit war der Klassenunterricht noch vorherrschend \u2013 aber eine Unm\u00f6glichkeit, wenn man mit sechs oder mehr Klassen (Jahrgangsklassen \u2013 Anm. des Hg.) gleichzeitig arbeiten musste. Helen Parkhurst w\u00e4hlte daher eine andere Didaktik, eine andere Methode. Sie erkundigte sich bei jedem Kinde, was es w\u00e4hrend der kommenden Woche zu lernen beabsichtige. Die Antworten der Kinder wurden aufgeschrieben, und es wurden Verabredungen getroffen: Die Sch\u00fcler versprachen mit diesem \u201eKontrakt\u201c, am Ende der Woche mit der vereinbarten Arbeit fertig zu sein. Die Lehrerin versprach, jede notwendige Hilfe zu leisten, wenn sie nicht mit einer Gruppe besch\u00e4ftigt war. Hatte die Lehrerin keine Zeit, durften die Sch\u00fcler andere um Hilfe bitten. Die Sch\u00fcler durften selbst w\u00e4hlen, wo und mit wem sie ihre Arbeit machen w\u00fcrden und mit welchem Lernfach sie sich besch\u00e4ftigen wollten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; line-height: 115%;\">Janssen, C. J.: Der Daltonunterricht. In: Eichelberger, Harald: Lebendige Reformp\u00e4dagogik. Innsbruck 1997. StudienVerlag<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; line-height: 115%;\"><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"Autor\">&nbsp;C. J. Janssen<\/p>\n<div class=\"WordSection1\">\n<h1>Der Daltonunterricht<\/h1>\n<p class=\"Vorspann\" style=\"margin-left: 0cm; text-align: left;\" align=\"left\"><span style=\"font-style: normal;\">\u201e<\/span> &#8230;, dass sich die Heranwachsenden in konstruktiven Problem\u00adl\u00f6sungen als lernf\u00e4hig erfahren k\u00f6nnen<span style=\"font-style: normal;\">.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"Vorspann\" style=\"margin-left: 0cm; text-align: left;\" align=\"left\"><span style=\"font-style: normal;\">\u201e<\/span>Das Grundprinzip besteht also darin, die (traditionellen) Lehrstrategien in eine Didaktik der Aneignungsstrategien zu \u00fcbersetzen<span style=\"font-style: normal;\">.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"Vorspann\" style=\"margin-left: 0cm; text-align: left;\" align=\"left\">Helen Parkhurst<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht entstand als eine praktische L\u00f6sung f\u00fcr ein praktisches Problem.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Im Jahre 1904 wurde die junge amerikanische Lehrerin Helen Parkhurst, nach minimaler Ausbildung, zur Leiterin der Einlehrerschule im Dorfe Waterville, Wisconsin, ernannt.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Zu der Zeit war der Klassenunterricht noch vorherrschend \u2013 aber eine Unm\u00f6glichkeit, wenn man mit sechs oder mehr Klassen (Jahrgangsklassen \u2013 Anm. des Hg.) gleichzeitig arbeiten musste.<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Helen Parkhurst w\u00e4hlte daher eine andere Didaktik, eine andere Methode. Sie erkundigte sich bei jedem Kinde, was es w\u00e4hrend der kommenden Woche zu lernen beabsichtige. Die Antworten der Kinder wurden aufgeschrieben, und es wurden Verabredungen getroffen: Die Sch\u00fcler versprachen mit diesem \u201eKontrakt\u201c, am Ende der Woche mit der vereinbarten Arbeit fertig zu sein. Die Lehrerin versprach, jede notwendige Hilfe zu leisten, wenn sie nicht mit einer Gruppe besch\u00e4ftigt war. Hatte die Lehrerin keine Zeit, durften die Sch\u00fcler andere um Hilfe bitten. Die Sch\u00fcler durften selbst w\u00e4hlen, wo und mit wem sie ihre Arbeit machen w\u00fcrden und mit welchem Lernfach sie sich besch\u00e4ftigen wollten.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In dieser kleinen Dorfschule wurden die ersten Umrisse des Daltonunterrichts sichtbar.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Heute spricht man nicht mehr von einem Kontrakt, sondern von einem<em> Pensum<\/em>. Und nicht mehr die Sch\u00fcler sagen, was sie w\u00e4hrend des n\u00e4chsten Zeitabschnittes<\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; line-height: 115%; font-family: times new roman,times;\"><span style=\"font-size: 11pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\"><br style=\"page-break-before: always;\" clear=\"all\" \/> <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">machen werden, sondern der Lehrer bestimmt dies, indem er die F\u00e4higkeiten des individuellen Sch\u00fclers ber\u00fccksichtigt<a id=\"ftnref1\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref1\" href=\"#ftn1\">[1]<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der theoretische, p\u00e4dagogische und anthropologische Inhalt dieses Konzeptes wurde erst r\u00fcckwirkend deutlich. Es zeigt sich, dass es bei dieser Didaktik des Daltonplanes Prinzipien, Merkmale und Folgen gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Von Prinzipien ist die Rede, wenn es sich um das Wesentliche des Dalton\u00adunterrichtes handelt. Ohne Prinzipien gestaltet zu haben, ist eine Schule keine Daltonschule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Erstes Prinzip: Freiheit<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Das erste und wichtigste Prinzip ist die <em>Freiheit<\/em>, zu definieren als Wahlfreiheit, die unl\u00f6slich verbunden ist mit Verantwortung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es gibt Wahlfreiheit f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrer (und Schulen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Wahlfreiheiten f\u00fcr Sch\u00fcler<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Die Sch\u00fcler w\u00e4hlen, <em>mit welchem Fach<\/em> sie sich w\u00e4hrend der Daltonstunden besch\u00e4ftigen wollen. Das bedeutet, dass nicht der Stundenplan dar\u00fcber ent\u00adscheidet, sondern sie selber.<\/li>\n<li>Sie bestimmen selber, <em>wie lange<\/em> sie sich mit diesem Fach besch\u00e4ftigen wollen. Parkhurst wies darauf hin, dass Sch\u00fcler ungleich begabt sind, nicht nur im Vergleich zueinander, sondern auch in den unterschiedlichen Fachgebieten. Ein Sch\u00fcler kann z.B. schwach in Fremdsprachen sein, aber gut in Mathematik. Das bedeutet, dass er mehr Zeit f\u00fcr die Fremdsprachen als f\u00fcr Mathematik braucht. In der herk\u00f6mmlichen Klassenschule achtet man nicht darauf, der Stundenplan bestimmt die zu verwendende Zeit. Da der Daltonunterricht die Verantwortung f\u00fcr das Lernen den Sch\u00fclern \u00fcbertr\u00e4gt, bekommen sie auch in dieser Hinsicht die Wahlfreiheit. Die Sch\u00fcler sollen ja am Ende der Pensumzeit mit der Arbeit fertig sein.<\/li>\n<li>Die Sch\u00fcler w\u00e4hlen, <em>wo<\/em> sie mit ihrem Pensum arbeiten wollen. Das kann sein: am eigenen Tisch, irgendwo sonst im Klassenzimmer oder sogar irgendwo sonst im Geb\u00e4ude. In den Dalton-Grundschulen gibt es, wenn m\u00f6glich, Arbeitsecken und R\u00e4ume, wo die Sch\u00fcler ruhig arbeiten k\u00f6nnen, auch ohne Aufsicht seitens des Lehrers. Parkhurst wollte, dass die Sch\u00fcler (besonders im Sekundarunterricht), den Fachlehrraum des Fachgebietes n\u00fctzen k\u00f6nnen, f\u00fcr das sie sich entschieden haben. Dort gibt es ja alle Hilfsmittel und wenn n\u00f6tig, ist der Fachlehrer f\u00fcr Hilfe da.<\/li>\n<li>Die Sch\u00fcler bestimmen selbst, ob sie die Arbeit<em> alleine oder mit anderen<\/em><em>Sch\u00fclern<\/em> machen. Dazu gibt es nur eine Ausnahme: Probearbeiten m\u00fcssen alleine gemacht werden, weil der Lehrer wissen will, ob der Lernstoff tats\u00e4chlich verstanden ist.<\/li>\n<li>Die Sch\u00fcler bestimmen selbst, <em>welche Hilfsmittel<\/em> sie benutzen wollen: Nachschlageb\u00fccher aus dem Dokumentationszentrum, Computer, usw.<\/li>\n<li>Mache ich das Fach, mit dem ich besch\u00e4ftigt bin,<em> in einem Guss<\/em> fertig oder <em>verteile<\/em> ich es \u00fcber mehrere Tage? Wenn ich die Verteilung \u00fcber mehrere Tage w\u00e4hle, wie lange werde ich daran arbeiten?<\/li>\n<li>Bei dem englischen Daltonpionier Lynch kam noch die bewu\u00dfte Entscheidung hinzu: Mache ich eine <em>Pause<\/em>? Wenn ja, wann und wie lange?<\/li>\n<li>Weil der Daltonunterricht kein eigenes, bestimmtes Material vorschreibt, kann die Lehrerschaft selbst w\u00e4hlen, <em>welche B\u00fccher<\/em> (Methoden) f\u00fcr die Schulf\u00e4cher benutzt werden. In den Niederlanden schreibt der Staat auch in dieser Hinsicht nichts vor.<\/li>\n<li>Die Lehrerschaft bestimmt selbst, <em>welche Hilfsmittel<\/em> sie benutzen will.<\/li>\n<li>Das Team bestimmt selbst, <em>wie<\/em> es <em>die<\/em><em>Pensen<\/em><em>aufschreiben<\/em> will: ebenso ausf\u00fchrlich wie Parkhurst es in ihrem grundlegenden Werke \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c<a id=\"ftnref2\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref2\" href=\"#ftn2\">[2]<\/a> beschreibt, oder in verk\u00fcrzter Form, wie dies in den Niederlanden oft geschieht.<\/li>\n<li>Das Team w\u00e4hlt selbst, wie die Pensen <em>vermerkt<\/em> werden.<\/li>\n<li>Im Pensum (sei es auf dem Pensumbrett, im Pensumheft oder auf dem Pensumblatt) gibt es einen Platz, wo man vermerken kann, dass der Sch\u00fcler mit einem bestimmten Fach fertig ist. Meistens benutzt man Tagesfarben daf\u00fcr, z.B. blau meint, dass der Sch\u00fcler am Dienstag mit diesem Fach fertig war. Das Team <em>w\u00e4hlt<\/em> selbst die <em>Tagesfarben<\/em>.<\/li>\n<li>Das Team bestimmt selbst, <em>wie<\/em><em>differenziert<\/em> wird (nach Tempo, Niveau, Interesse, einer Mischung hieraus &#8230;).<\/li>\n<li>Die Lehrerschaft bestimmt selbst, <em>wie viele Daltonstunden<\/em> es pro Tag oder pro Woche gibt. \u2013 Es ist klar, dass nur eine Stunde pro Tag zu wenig ist, um den Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeit zu geben, ihre Zeit selbst einzuteilen. Dies w\u00e4re bestenfalls eine Hausarbeitsstunde und keine Daltonstunde.<\/li>\n<li>Die Schule trifft selbst die Wahl, ob die Klassen <em>waagrecht<\/em> (wie im herk\u00f6mmlichen Unterricht) oder <em>senkrecht<\/em> (wie bei Maria Montessori und im Jenaplan) gruppiert werden. Beide Formen kommen in Daltonschulen vor.<\/li>\n<li>Das Team trifft <em>mehrere Verabredungen<\/em> und evaluiert diese regelm\u00e4\u00dfig.<\/li>\n<li>Das Team trifft zusammen mit den Sch\u00fclern Verabredungen \u00fcber <em>Verhaltens- und andere Regeln<\/em> in der Schule.<\/li>\n<li>Und das Team trifft dar\u00fcber hinaus <em>so viele Verabredungen,<\/em> wie es f\u00fcr w\u00fcnschenswert findet.<\/li>\n<li>Sch\u00fcler m\u00fcssen vereinbart haben, z.B. Geographieaufgaben zusammen zu lernen und zu machen. Sie fragen einander den Lernstoff ab und \u00fcberpr\u00fcfen die Richtigkeit und Qualit\u00e4t der Antworten. Das bedeutet, dass sie zuh\u00f6ren und nachdenken k\u00f6nnen m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Weiter sollen sie sich auf das Thema konzentrieren, sonst verschwindet die Aufmerksamkeit. Und sie m\u00fcssen einander sehen k\u00f6nnen, also nicht nebeneinander, sondern einander gegen\u00fcber sitzen. W\u00e4hrenddessen <em>reden <\/em>sie miteinander (eine Tods\u00fcnde in der Klassenschule!) \u2013 und, indem sie das machen, lernen sie implizit vieles dabei:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Die Wahlfreiheit ist nicht unbeschr\u00e4nkt. Der Sch\u00fcler ist gebunden an das Pensum und an die Verabredungen, die in und mit der Klasse oder Schule gemacht worden sind. Eine wichtige Regel dabei ist: \u201eDu sollst den anderen nicht st\u00f6ren!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Wahlfreiheiten f\u00fcr Lehrer<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Weil der Daltonunterricht kein festumrissenes System sein will (das w\u00e4re ja ein Widerspruch zur Wahlfreiheit!), haben die Lehrer die Freiheit, anhand der Daltonprinzipien ihre Schule selber zu gestalten. Sie k\u00f6nnen daher selbst Entscheidungen treffen. Einige davon sind:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Zweites Prinzip: Selbst\u00e4ndigkeit<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Im herk\u00f6mmlichen Unterricht war der Lehrer die zentrale Figur im Lernprozess: Er bestimmte den Lehrstoff, das zur Verf\u00fcgung stehende Zeitausma\u00df, die Hilfsmittel und vor allem, wie er den Lehrstoff erkl\u00e4rte (zumeist nach den Regeln Herbarts). Die Sch\u00fcler waren dabei oft passiv, im g\u00fcnstigsten Fall rezeptiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Bei Selbstt\u00e4tigkeit stellt der Lehrer die Sch\u00fcler vor Probleme, ohne selbst die L\u00f6sungen anzubieten. Diese sollen von den Sch\u00fclern gefunden werden, alleine oder in kleinen Gruppen. Des Lehrers Aufgabe \u00e4ndert sich: Er erkl\u00e4rt nicht, sondern gibt zur Not kurze Hinweise oder Denkanregungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Ein Kind geht zum Lehrer und sagt: \u201eIch verstehe diese Rechenaufgaben nicht!\u201c In der herk\u00f6mmlichen Schule f\u00e4ngt der Lehrer sofort zu erkl\u00e4ren an. Bei Selbstt\u00e4tigkeit aber sagt er: \u201eWie k\u00f6nntest du diese Aufgabe angehen? Was hast du gedacht?\u201c Immer wieder aktiviert er das Denken des Sch\u00fclers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es ist auff\u00e4llig, dass Helen Parkhurst den Aspekt der Selbstt\u00e4tigkeit in ihren Auffassungen wohl sieht, aber nicht zum Prinzip erhebt \u2013 sie erw\u00e4hnt ihn nur kurz. In den Niederlanden findet man diesen Aspekt jedoch so wichtig, dass man ihn als Grundprinzip betrachtet. Die Selbstt\u00e4tigkeit gilt sowohl f\u00fcr die Sch\u00fcler, wie auch f\u00fcr die Lehrer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Sch\u00fcler sollen selbst L\u00f6sungen suchen \u2013 und Lehrer auch. Der Daltonunterricht bietet den Lehrern kein fix und fertiges Modell, sie sollen selbst \u00fcber die Gestaltung und den Inhalt ihrer Schule nachdenken, genauso wie die Sch\u00fcler. Nat\u00fcrlich, wenn der Sch\u00fcler nicht imstande ist, eine L\u00f6sung zu finden und Hinweise nichts helfen, dann erkl\u00e4rt der Lehrer mehr. Es kommt vor, dass in einer Klasse eine Gruppe von Sch\u00fclern sehr viel \u00fcber den Weg der Selbstt\u00e4tigkeit lernt und eine andere Gruppe mehr Hilfe braucht. Die Lehrer k\u00f6nnen sich Hilfe holen, indem sie Daltonschulen besuchen und Kollegen um Rat bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Vor einigen Jahren sind die Schulen, die Mitglied des Niederl\u00e4ndischen Daltonvereins sind, in Bezirke aufgeteilt worden. Das Ziel dieser Organisation: Praxisverbesserung. Die Bezirksschulen arbeiten zusammen, suchen miteinander L\u00f6sungen f\u00fcr unterschiedliche Anforderungen ( z.B. Wie erstellen und gestalten wir die Pensen? Das gilt besonders f\u00fcr jene Schulen, die noch keine anerkannten Daltonschulen sind.). Sie veranstalten jedes Schuljahr einen themenorientierten Studientag. Die anerkannten Daltonschulen des jeweiligen Bezirkes helfen Schulen in ihrem Entwicklungsprozess, wenn sie darum gebeten werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Das Prinzip der Selbstt\u00e4tigkeit legt nicht in erster Linie Nachdruck auf Ged\u00e4chtnisleistungen, wie dies fr\u00fcher der Fall war, sondern auf problem\u00adl\u00f6sungsorientiertes Denken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es gibt f\u00fcr den Wert des Prinzips der Selbstt\u00e4tigkeit auch einen gesellschaftlichen Grund: Die Gesellschaft \u00e4ndert sich durch neue Erfindungen sehr rasch. Weder Eltern noch Schulen k\u00f6nnen mehr vorhersehen, in was f\u00fcr einer Gesellschaft die Kinder leben werden. Was die Kinder f\u00fcr ihr k\u00fcnftiges Leben jedenfalls brauchen werden, ist eine geschulte Intelligenz, um selbst die heute noch unbekannten Probleme der Zukunft l\u00f6sen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Drittes Prinzip: Zusammenarbeit<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Im herk\u00f6mmlichen Unterricht war der beste Lehrer derjenige, der gut erkl\u00e4ren konnte. Das war seine Aktivit\u00e4t und seine Pflicht. Der Sch\u00fcler sollte das Gelernte herleiern k\u00f6nnen und wie am Schn\u00fcrchen parat haben. Zusammenarbeit war dabei verboten, obwohl die Schule auch damals den Anspruch auf Sozialbildung erhob.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es gibt Bedingungen f\u00fcr das Zusammenarbeiten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Die Sprache wird in allen Facetten ge\u00fcbt.<\/li>\n<li>Die Sch\u00fcler lernen gut zuzuh\u00f6ren und \u00fcber Argumente nachzudenken, d.h. das logische Denken wird ge\u00fcbt.<\/li>\n<li>Der Sch\u00fcler lernt die Meinung des andern zu respektieren und die eigene Meinung aufgrund besserer Argumente zu \u00e4ndern. So entstehen Gespr\u00e4che und nicht ein Prestigeduell.<\/li>\n<li>mit anderen L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme suchen,<\/li>\n<li>anderen helfen, und auch:<\/li>\n<li>andere nicht st\u00f6ren.<\/li>\n<li>Kontrakt = die Arbeit f\u00fcr das gesamte Schuljahr.<\/li>\n<li>Pensum (Aufgabe) = die Arbeit f\u00fcr einen Monat.<\/li>\n<li>Periode = die Arbeit f\u00fcr eine Woche.<\/li>\n<li>Tag oder unit = die Arbeit f\u00fcr einen Tag.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Auch f\u00fcr dieses Prinzip gibt es einen gesellschaftlichen Grund: Jeder Mensch soll in seinem Leben mit anderen zusammenarbeiten k\u00f6nnen, niemand kann ohne den anderen leben. Der Daltonunterricht sagt daher, dass man dies im jungen Alter lernen muss. Und die Praxis beweist, dass dies ohne M\u00fche von den Sch\u00fclern geleistet werden kann. Eine amerikanische Untersuchung zeigt \u00fcberdies, dass auch die helfenden Sch\u00fcler profitieren, denn sie verstehen selbst den Lernstoff besser, wenn sie Mitsch\u00fclern geholfen haben, ihn zu verstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Zusammenarbeit bedeutet also:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Die Pensen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Das Pensum beschreibt, welche Arbeit die Sch\u00fcler w\u00e4hrend einer vereinbarten Periode zu leisten haben. Der Daltonunterricht geht davon aus, dass Kinder gerne lernen, und das entspannte Verh\u00e4ltnis zwischen Lehrer und Sch\u00fcler sorgt daf\u00fcr, dass diese Auffassung nicht in unertr\u00e4glichen Zwang ausartet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Umfang des Pensums ist abh\u00e4ngig vom Alter und von der Entwicklungs\u00adphase des Sch\u00fclers. Junge Kinder bekommen ein kleines Pensum f\u00fcr einige Stunden, sp\u00e4ter f\u00fcr einen Tag, dann f\u00fcr eine halbe Woche und, in der Grundschule, schlie\u00dflich f\u00fcr eine ganze Woche. Beim Fortbildungsunterricht ist die Periode meistens l\u00e4nger, weil die Sch\u00fcler mehr \u00fcberblicken k\u00f6nnen. Die Verantwortung nimmt in demselben Ma\u00dfe zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Parkhurst stellte hohe Anforderungen an die Pensen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Zuerst sollten sie v\u00f6llig ausgeschrieben sein (\u201ewritten, not oral\u201c). Die Folge war, dass die Sch\u00fcler erst lesen lernen mussten, bevor sie mit Pensen arbeiten konnten. Folgerichtig schreibt Helen Parkhurst:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 13.05pt 6pt 35.45pt;\">\u201eDer Dalton Plan hat f\u00fcr die Periode der Kleinkinder wenig zu bieten. [&#8230;] Der Plan befasst sich mit dem Alter der Pr\u00e4pubert\u00e4t und der Pubert\u00e4t [&#8230;].\u201c<a id=\"ftnref3\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref3\" href=\"#ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die niederl\u00e4ndische Praxis zeigt indessen etwas anderes: Es ist sehr wohl m\u00f6glich, mit Kindern im Kindergartenalter zu daltonisieren. Diese jungen Kinder k\u00f6nnen zwar nicht lesen im gebr\u00e4uchlichen Sinne des Wortes, sie k\u00f6nnen aber sehr wohl Symbole \u201elesen\u201c. Eine Zeichnung von einem Pinsel auf dem Pensumblatt bedeutet z.B. \u201eF\u00e4rben in der dazu bestimmten Ecke des Klassenzimmers\u201c. Die jungen Kinder verstehen diese Symbole sehr schnell.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Ein richtiges Pensum, so schreibt Parkhurst, f\u00e4ngt mit einem \u201einterest pocket\u201c an. Dieser Ausdruck ist un\u00fcbersetzbar. Sie meint damit, dass am Anfang des Pensums einige S\u00e4tze stehen sollen, die die Sch\u00fcler neugierig machen und dazu motivieren, mehr wissen zu wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In den Anfangsjahren des Daltonunterrichts gab es Verwirrung um einige Benennungen des Pensums. Der englische Daltonpionier Lynch schlug darum Folgendes vor, um einen einheitlichen Sprachgebrauch zu erreichen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In den Niederlanden gebraucht man heutzutage nur das Wort \u201etaak\u201c (=Aufgabe, Pensum) f\u00fcr jede Zeitdauer, ohne dass Verwirrung dadurch entsteht. Man redet zur Not \u00fcber \u201eweektaak\u201c (Wochenpensum), \u201edagtaak\u201c (Tagespensum) usw.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Nach dem \u201einterest pocket\u201c wird von Parkhurst das Thema des Faches im Pensum benannt und dann werden die Probleme, denen die Sch\u00fcler begegnen k\u00f6nnen, beschrieben oder die Auftr\u00e4ge genannt, die auszuf\u00fchren sind. In ihrem Werk \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c sind alle Unterteilungen zu finden. Eine gro\u00dfe Anforderung an den Verfasser eines Pensums sieht Parkhurst darin, dass das Pensum so klar und deutlich geschrieben sein soll, dass der Sch\u00fcler nichts mehr zu fragen hat, dass er es sofort v\u00f6llig versteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die niederl\u00e4ndischen Grundschulen schreiben im Pensum meistens nicht mehr als z.B. die Seitenangabe der Aufgaben im Rechenbuch.<a id=\"ftnref4\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref4\" href=\"#ftn4\">[4]<\/a> Parkhurst lehnte eine m\u00fcndliche Erkl\u00e4rung des Pensums ab, in den Niederlanden legt man Wert darauf, die Pensen m\u00fcndlich zu erkl\u00e4ren, denn dies bedeutet Kontakt mit den Sch\u00fclern. Beim Sekundarunterricht werden die Pensen ausf\u00fchrlicher beschrieben, mehr dem Geiste Parkhursts entsprechend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die modernen Methoden in Lehr- Lernb\u00fcchern sind ungleich besser als fr\u00fcher. Oft beschreiben sie bereits auszuf\u00fchrende Auftr\u00e4ge und enthalten auch Sonderauftr\u00e4ge f\u00fcr Sch\u00fcler, die schneller arbeiten k\u00f6nnen. Diese braucht man also nicht mehr im Pensum aufzunehmen, denn der Sch\u00fcler begegnet diesen \u201evon selbst\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es steckt eine Gefahr in Parkhursts W\u00fcnschen bez\u00fcglich des Aufbaus der Pensen. Wer die Pensen vor Schulanfang f\u00fcr das ganze Jahr schreiben will, hat eine Heidenarbeit zu leisten, und vielleicht tut er dies nur einmal. Und dann ist es um die Flexibilit\u00e4t geschehen. Daher weichen die niederl\u00e4ndischen Dalton-Grundschulen in dieser Hinsicht ruhig von Parkhursts Auffassungen ab. Mit ruhigem Gewissen, denn sie selbst wollte ja ihre Auffassungen nicht zu einem System erstarren lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es k\u00f6nnte den Anschein haben, dass der Daltonunterricht sich nur um die kognitiven Aspekte der Unterrichts k\u00fcmmert. Nichts ist weniger wahr. Zun\u00e4chst gibt es Vorschriften seitens des Ministeriums hinsichtlich der musisch-technischen F\u00e4cher, welche jede Schule beachten soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Zweitens gibt es die \u00dcberzeugung der Lehrerschaft, dass uns das Leben mehr zu bieten hat als kognitive Anforderungen. Und der Daltonunterricht will auf das Leben in der k\u00fcnftigen Gesellschaft vorbereiten. In Parkhursts eigener Daltonschule in New York war ein Drittel der Zeit der Kunst und dem Sport gewidmet. Sie berief ber\u00fchmte K\u00fcnstler an ihre Schule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die Lehrer schreiben die Pensen. Hat der Sch\u00fcler auch noch etwas zu sagen? Die Antwort lautet: Ja, sobald er mit dem Pensum anf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Neben den Pflichtf\u00e4chern, welche die Obrigkeit vorschreibt, gibt es Wahlm\u00f6glichkeiten, wenn der Sch\u00fcler mit dem Pensum fertig ist. Dann bestimmt er selbst, welcher T\u00e4tigkeit er weiter seine Aufmerksamkeit zuwenden m\u00f6chte, womit er sich besch\u00e4ftigt. Und weiters teilt der Sch\u00fcler selbst die Zeit ein, w\u00e4hlt die Reihenfolge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Implikationen des Daltonunterrichtes<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Parkhurst lehnt den Stundenplan (\u201ea bugbear\u201c) zum gr\u00f6\u00dften Teil ab. Denn dieser Plan bestimmt, wie lange ein Sch\u00fcler sich mit einem vom Stundenplan gesetzten Fach bet\u00e4tigen soll. Am Ende l\u00e4utet die Glocke, was bedeutet, dass alle Sch\u00fcler sich zu gleicher Zeit einem andern, wiederum vom Stundenplan bestimmten Fachgebiet widmen sollen. Unbeachtet bleibt dabei, ob der Sch\u00fcler mit diesem Fach fertig ist oder noch nicht. Wenn der Sch\u00fcler aus Interesse sich noch l\u00e4nger mit diesem Fache befassen m\u00f6chte, oder wenn er noch nicht fertig ist, verhindert der Stundenplan die Erf\u00fcllung dieses Wunsches. Der Stundenplan verhindert Wahlfreiheiten. Deshalb soll nach Helen Parkhurst die Glocke aus der Schule verschwinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Der Daltonunterricht schafft den Stundenplan zum gr\u00f6\u00dften Teile ab, aber nicht v\u00f6llig. Es bleiben Klassenstunden, z.B. f\u00fcr Musik, K\u00f6rpererziehung, Erz\u00e4hlungen (auch in Geschichte und Geographie). Weiter kann es vorkommen, dass ein ganz neues Thema aufs Tapet gebracht wird, z.B. die Bruchzahlen. Der Lehrer kann in diesem Falle entscheiden, diese Introduktion mit der ganzen Klasse zu machen. In einer richtigen Daltonschule bleiben Klassenstunden jedoch die Ausnahme. In der Praxis ist es vom Wagemut, den Einsichten und den Kenntnissen des Lehrers abh\u00e4ngig, inwieweit er der Selbstt\u00e4tigkeit der Sch\u00fcler Raum l\u00e4sst. Viele Lehrer haben w\u00e4hrend ihrer Ausbildung wohl den Frontalunterricht kennengelernt und ge\u00fcbt, aber nicht die Selbstt\u00e4tigkeit und dann m\u00fcssen sie umdenken, wobei das Gewissen eine wichtige Rolle spielt. Es ist f\u00fcr den Lehrer ein Lernprozess, der solange andauert, bis er erkennt, dass Selbstt\u00e4tigkeit bessere Erfolge hat und Sch\u00fcler besser auf ihr k\u00fcnftiges Leben vorbereitet. Kurz, der Stundenplan soll minimalisiert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Selbst die Zeit einteilen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">F\u00fcr Helen Parkhurst war diese Implikation des Daltonunterrichtes ein sehr wichtiger Teil ihres Planes. Sie nannte es sogar \u201edas vierte Prinzip\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Bei der Wahlfreiheit zeigte es sich bereits, dass ein Sch\u00fcler f\u00fcr ein bestimmtes Fach mehr Zeit braucht als f\u00fcr ein anderes. Aber es kann auch vorkommen, dass er w\u00e4hrend einer Woche mehr Zeit f\u00fcr z.B. Rechnen verwendet als w\u00e4hrend einer anderen Woche. Das empfindet er selber, w\u00e4hrend es f\u00fcr den Lehrer \u00e4u\u00dferst schwierig, wenn nicht unm\u00f6glich ist, es im voraus zu wissen. Aus diesen Gr\u00fcnden soll es dem Sch\u00fcler \u00fcberlassen bleiben, selber seine Zeit einzuteilen. Die Probleme l\u00f6sen sich in dieser Weise \u201evon selbst\u201c. Der Sch\u00fcler soll selber planen, den Zeitbedarf sch\u00e4tzen und seinen Arbeitsplan erstellen. Er wei\u00df, dass er am Ende der Pensumzeit mit seinen Aufgaben fertig sein soll und dass er dabei nicht \u00fcberfordert sein wird. Er empfindet, dass er selbst f\u00fcr sein Lernen Verantwortung tr\u00e4gt und dass er nicht f\u00fcr den Lehrer, sondern f\u00fcr sich selbst lernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">In einigen Daltonschulen benutzt man ein Hilfsmittel, um die Zeit, \u00fcber die die Sch\u00fcler noch verf\u00fcgen, zu veranschaulichen. Auf einer magnetischen Wandtafel werden so viele Kreise befestigt, wie es Schulzeiten (Vor- und Nachmittage) gibt. Nach jeder Schulzeit wird ein Kreis entfernt. Ein anderes Hilfsmittel ist eine \u00dcbersicht f\u00fcr jeden Sch\u00fcler und seine \u201ePensumaufgaben\u201c bzw. den F\u00e4chern. Wenn ein Sch\u00fcler mit einem Unterteil fertig ist, wird das mittels Farben vermerkt. Der Lehrer (und der Sch\u00fcler!) kann mit einem Blick sehen, wie weit der Sch\u00fcler vorangekommen ist, oder ob ein Sch\u00fcler in der Zeit weit zur\u00fcckbleibt. Der Lehrer kann sich beim Sch\u00fcler nach den Ursachen erkundigen und wenn m\u00f6glich, diese beseitigen. Es kommt in der Praxis immer wieder vor, dass ein Sch\u00fcler durch diese \u00dcbersicht bemerkt, dass ein Klassenkollege etwas zur\u00fcckbleibt und sich dann entscheidet, diesem zu helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Disziplin (Ordnung)<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In der Daltonliteratur liest man Optimistisches \u00fcber diese Frage. Helen Parkhurst schreibt in \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c: \u201e<em>Ich k\u00fcmmere mich nicht um Disziplinprobleme, Gleichg\u00fcltigkeit, betr\u00fcgende und faule Knaben, weil die Bedingungen und Anl\u00e4sse, welche diese und sonstige Schul\u00fcbel verursachen, vom Daltonplan beseitigt werden<\/em>.\u201c<a id=\"ftnref5\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref5\" href=\"#ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Wodurch wird unerw\u00fcnschtes Benehmen verursacht? Die Daltonianer sehen einige Anl\u00e4sse daf\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der erste ist Langeweile. Wenn ein Sch\u00fcler vor dem Ende der Zeit f\u00fcr ein bestimmtes Fach bereits fertig ist, oder den Lernstoff schon verstanden hat, w\u00e4hrend der Lehrer noch bem\u00fcht ist, diesen zu erkl\u00e4ren, tritt Langeweile auf \u2013 und das ist der beste N\u00e4hrboden f\u00fcr unerw\u00fcnschtes Benehmen. Beim Daltonunterricht hat der Sch\u00fcler immer etwas zu tun, sei es f\u00fcr das Pensum oder f\u00fcr eine Wahlt\u00e4tigkeit. Er braucht sich also nicht zu langweilen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Ein zweiter Grund liegt in Lernstoff, der nicht den Kapazit\u00e4ten des Sch\u00fclers gem\u00e4\u00df ist: entweder zu schwierig oder zu leicht. In einer guten Daltonschule wird nicht das Kind dem Lernstoff angepasst, sondern umgekehrt: Der Lernstoff muss dem Kind entsprechen, das hei\u00dft, dass jedes Kind den Lernstoff bekommt, den es bew\u00e4ltigen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Neben den \u201enormalen\u201c F\u00e4chern ist der Sch\u00fcler mit Wahlarbeit t\u00e4tig. Man kann erwarten, dass er Interesse daf\u00fcr hat. Ein Sch\u00fcler, der sich f\u00fcr das, womit er sich besch\u00e4ftigt, interessiert, verursacht keine Disziplinprobleme. Und nat\u00fcrlich gibt es immer die M\u00f6glichkeit, dass das Kind auch den \u201enormalen\u201c Lernstoff erarbeitet, weil es diesem Lernstoff gewachsen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Den dritten Grund bildet das Verh\u00e4ltnis zwischen Lehrer und Kind. In der Daltonschule findet man ein entspanntes Lehrer-Sch\u00fcler-Verh\u00e4ltnis, kein autorit\u00e4res. Ein Daltonlehrer traut seinen Sch\u00fclern und respektiert sie und die Sch\u00fcler wissen, dass sie selber Verantwortung tragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Helen Parkhurst schreibt weiter in \u201eEducation on the Dalton Plan\u201c: \u201e<em>Alle Schwierigkeiten, welche den Lehrer qu\u00e4len, sind entstanden aus ungel\u00f6sten Problemen der Sch\u00fcler. Wenn diese verschwinden, verschwinden auch diejenigen des Lehrers<\/em>.\u201c<a id=\"ftnref6\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref6\" href=\"#ftn6\">[6]<\/a> Und das ist eine tiefe Wahrheit!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es ist nat\u00fcrlich klar, dass es vielschichtige Ursachen f\u00fcr Sch\u00fclerprobleme geben kann: Die Veranlagung des Sch\u00fclers, seine Lebensverh\u00e4ltnisse, die Wohnlage, Einfluss anderer Bezugspersonen, [&#8230;] Trotzdem kann auch die Schule selber, durch unzul\u00e4ngliche Didaktik oder (zu) autorit\u00e4res Verhalten des Lehrers Disziplinprobleme verursachen. Der Daltonunterricht hilft, diese Schwierigkeiten zu beseitigen, indem er L\u00f6sungen zu den Ursachen inakzeptablen Verhaltens bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Aktivit\u00e4t<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Wir unterscheiden hier zwischen k\u00f6rperlichen und geistigen Aktivit\u00e4ten. In einer herk\u00f6mmlichen Schule soll das Kind still sitzen und den Mund halten, es darf nicht reden. Im Grunde genommen ist das unnat\u00fcrlich, denn ein gesundes Kind will sich bewegen, rennen, spielen, reden &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In der Daltonschule kann das Kind innerhalb des Schulgeb\u00e4udes gehen, wohin es will. \u00dcberdies kann es mit andern Sch\u00fclern reden, wenn es mit ihnen zusammen arbeiten will. Obwohl also k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t nicht unterdr\u00fcckt wird, f\u00fchrt dies nicht zu Unruhe in der Schule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Die geistige Aktivit\u00e4t in den Daltonschulen ist gro\u00df: Das Nachdenken \u00fcber zu findende L\u00f6sungen ist eine Aktivit\u00e4t des Ich, so zeigte die deutsch-niederl\u00e4ndische Denkpsychologie. Es handelt sich hier im Grunde genommen um Ausdenken und nicht um Nachdenken, was ein anderer (der Lehrer!) vorgedacht hat. Es ist ganz normal, dass Sch\u00fcler nach einiger Zeit \u00fcber etwas Leichteres reden, denn dieses Denken wirkt erm\u00fcdend. Trotzdem sind sich die Sch\u00fcler immer der Tatsache bewusst, dass das Pensum rechtzeitig fertig sein muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Ein Vorfall<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Ein Besucher aus der Slowakei besucht eine Dalton-Grundschule. Nach einigen Stunden sagt der Schulleiter:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 13.05pt 6pt 35.45pt;\">\u201eHaben Sie bemerkt, dass zweihundert Sch\u00fcler die Schule verlassen haben?\u201c Der Besucher wundert sich, er ist gew\u00f6hnt, dass die Sch\u00fcler l\u00e4rmend die Schule verlassen. Es entsteht ein Gespr\u00e4ch dar\u00fcber. Die Schlussfolgerung des slowakischen Besuchers ist: \u201eDiese Sch\u00fcler d\u00fcrfen w\u00e4hrend der Schulzeit k\u00f6rperlich und geistig aktiv sein, sie haben also kein Bed\u00fcrfnis, mehr L\u00e4rm zu machen, um Aktivit\u00e4t nach\u00adzuholen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Flexibilit\u00e4t<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In vielen B\u00fcchern \u00fcber Reformp\u00e4dagogik z\u00e4hlt man den Daltonunterricht zu den modernen <em>Unterrichtssystemen<\/em>. Es gibt tats\u00e4chlich Unterrichtskonzepte, die ein System sein wollen, denn so ein System gibt Halt: Wenn man genau nach den Vorschriften oder Auffassungen dieses Systems verf\u00e4hrt, so macht man keine Fehler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><em>Der Daltonunterricht will bestimmt kein System sein, und er hat daf\u00fcr seine Gr\u00fcnde.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die Wissenschaft \u00e4ndert sich in einem noch nie dagewesenen Tempo \u2013 man denke nur an die Physik, Chemie, Biologie, Medizinwissenschaften, Fernsehm\u00f6glichkeiten, Kommunikationsmittel via Computer usw. Die Folge ist, dass auch die Welt, die Gesellschaft, sich \u00e4ndert. Und eine feste Regel ist, dass, wenn die Gesellschaft sich \u00e4ndert, auch ihre Anforderungen an die B\u00fcrger sich \u00e4ndern. Und dann soll die Schule mit\u00e4ndern, denn diese soll ja auf das Leben in der Gesellschaft vorbereiten. Ein System hat die Neigung zur Erstarrung, und dies bedeutet, dass ein Unterrichtssystem nach Verlauf von Zeit veraltet und nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht will die Gefahr der Erstarrung vermeiden, er will <em>flexibel<\/em> sein. In den Niederlanden hat sich diese Flexibilit\u00e4t schon l\u00e4ngst bew\u00e4hrt: In den Zwanziger- und Drei\u00dfigerjahren war der Daltonunterricht eng verbunden mit der Denkpsychologie, nachher mit Blooms&#8217;s Mastery Learning, jetzt wird der Computer benutzt. Differenzierung ist kein Problem und die letzte Entwicklung (die sog. Lernstofflinien) passen wunderbar zum Daltonunterricht. Kurz: Daltonunterricht ist imstande, sich (zeitweilig) mit neueren Auffassungen zu verbinden, ohne sich v\u00f6llig mit diesen zu identifizieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht schreibt daher wenig vor. Was kennzeichnend f\u00fcr ihn ist, soll man in der Schule finden. Lernmaterialien werden nicht vorgeschrieben, denn sie werden immer moderner und besser und die Auswahl wird dem Team \u00fcber\u00adlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Die Folge ist, dass in den Niederlanden keine zwei Schulen identisch sind, jede Daltonschule hat ihre eigene Wahl getroffen und die Schule danach gestaltet. Es w\u00e4re ja komisch, wenn eine Schule in einem alten Gro\u00dfstadtviertel einer Dorfschule gleich w\u00e4re, denn die Lebens- und Erfahrungswelt der Sch\u00fcler ist grundverschieden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Differenzierung<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Ein Merkmal des Klassenunterrichts ist, dass alle Sch\u00fcler in derselben Zeit denselben Lernstoff lernen m\u00fcssen. Der Daltonunterricht differenziert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">\u00c4ndert man eine von diesen drei variablen Voraussetzungen, so spricht man von Differenzierung oder Individualisierung. Beh\u00e4lt man dabei den Lernstoff im Auge, so ist die Rede von Differenzierung, beachtet man den Sch\u00fcler, so redet man von Individualisierung. Aber beide Formen kommen zum selben Resultat, in der Praxis gibt es zwischen ihnen keinen Unterschied.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es gibt mehrere Arten von Differenzierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Lynch w\u00e4hlte in England die <em>Tempodifferenzierung<\/em>. Bei ihm bedeutete das, dass alle Sch\u00fcler denselben Lernstoff bekamen, aber die Geschwindigkeit, mit der sie sich den Lernstoff aneigneten, war unterschiedlich. Er \u00e4nderte also die Variable \u201edieselbe Zeit\u201c. Je h\u00f6her die Klasse, desto gr\u00f6\u00dfer wurden die Tempounterschiede zwischen den Sch\u00fclern. Gute, intelligente Sch\u00fcler kamen bei ihm viel schneller vorw\u00e4rts als die tr\u00e4geren, weniger intelligenten. Der Vorteil ist, so sagte Lynch, dass alle Sch\u00fcler den verarbeiteten Lernstoff gut verstanden h\u00e4tten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Bonamie in Belgien kommentiert dazu, dass es immer schwieriger wird, die Sch\u00fcler zusammenarbeiten zu lassen, wenn man Tempodifferenzierung anwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es ist auch m\u00f6glich, die Variable \u201edenselben Lernstoff\u201c zu \u00e4ndern, was in der Praxis bedeutet, dass man die Schwierigkeit des Lernstoffes den F\u00e4higkeiten des Sch\u00fclers anpasst. Gute, intelligente Sch\u00fcler bekommen mehr oder schwierigeren Lernstoff, die weniger intelligenten bekommen nur den Basislernstoff, den alle Sch\u00fcler sich aneignen sollen. Diese Art von Differenzierung wird <em>Niveau\u00addifferenzierung<\/em> genannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die Engl\u00e4nderin Rosa Basset unterschied drei Niveaustufen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Unteres oder niedrigeres Niveau: Das bedeutet Lernstoff, den sich alle Sch\u00fcler aneignen k\u00f6nnen (und m\u00fcssen).\n<ol>\n<li>Mittleres Niveau: Dieses erm\u00f6glicht, dass die Sch\u00fcler mehr lesen und tiefer denken.<\/li>\n<li>H\u00f6heres Niveau: Dieses ermutigt begabte Sch\u00fcler, m\u00f6glichst viel zu lernen.\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: lower-alpha;\">ausgedehnterer Lernstoff:<\/li>\n<li style=\"list-style-type: lower-alpha;\">schwierigerer Lernstoff:<\/li>\n<li style=\"list-style-type: lower-alpha;\">Wahllernstoff:<\/li>\n<li style=\"list-style-type: lower-alpha;\">In jedem Fach ist der Lernstoff f\u00fcr die Sch\u00fcler wesentlich unterschiedlich, mit Abstufungen nach Schwierigkeit. Wissenschaftlich gesehen ist es schwer, die Unterschiede der Schwierigkeit festzustellen und den Lernstoff auf Schwierigkeitsgrade abzustimmen.<\/li>\n<li style=\"list-style-type: lower-alpha;\">Basislernstoff f\u00fcr alle und danach Vertiefung oder Ausdehnung, nachdem sich der Sch\u00fcler den Basislernstoff angeeignet hat und auch die dazugeh\u00f6renden \u00dcbungen oder Aufgaben erledigt sind. Dies ist bei Mastery Learning der Fall.<\/li>\n<li style=\"list-style-type: lower-alpha;\">Wiederum Basislernstoff f\u00fcr alle, und die Niveauunterschiede werden bei der Verarbeitung des Lernstoffes, also in den zu erledigenden Aufgaben und \u00dcbungen, getroffen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es gibt dabei mehrere M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In Geschichte lernen begabtere Sch\u00fcler mehr vom selben Thema, sie lesen z.B. mehr \u00fcber den Kulturkampf, in Geographie mehr \u00fcber bestimmte L\u00e4nder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In allen F\u00e4chern bekommen intelligente Sch\u00fcler schwierigere Aufgaben bzw. schwierigeren Lernstoff.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.5pt;\">Ein Sch\u00fcler hat das Pensum beendet und der Lehrer ist zufrieden mit seiner Leistung. Daher sagt er: \u201eJetzt darfst du selber w\u00e4hlen, was du machen willst\u201c. Der Sch\u00fcler kann sich dann f\u00fcr a) oder b) entscheiden, oder er widmet sich seinem favorisierten Fach oder Hobby.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es gibt in den Niederlanden Daltonschulen, die dazu eine Reihe von M\u00f6glichkeiten anbieten: Schach oder Dame spielen, mehrere Arten von Werken usw. Oft wird die Auswahl begrenzt, dann d\u00fcrfen die Sch\u00fcler eine bestimmte Aktivit\u00e4t erst wieder w\u00e4hlen, wenn sie alle andere M\u00f6glichkeiten ersch\u00f6pft haben. Diese Schulen m\u00f6chten Einseitigkeit verh\u00fcten und zu gleicher Zeit eine Grundlage f\u00fcr ein sp\u00e4teres Hobby bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Andere, aber verwandte Niveaudifferenzierungen sind:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die dritte Art der Differenzierung nennen wir <em>Interessendifferenzierung<\/em>. Bei dieser Art ber\u00fccksichtigt der Lehrer spezielle F\u00e4higkeiten oder Vorlieben des Sch\u00fclers, indem er im Pensum daf\u00fcr Raum bietet. Meistens soll der Sch\u00fcler zuerst den \u201enormalen\u201c Lernstoff lernen und dann bekommt er die M\u00f6glichkeit, sich mit dem Wahlgebiet zu bet\u00e4tigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Dabei gibt es jedoch die Gefahr, dass nur begabtere Sch\u00fcler, die schneller lernen k\u00f6nnen und daher eher mit dem Pensum fertig sind, sich mit Wahl\u00adaktivit\u00e4ten bet\u00e4tigen k\u00f6nnen und tr\u00e4gere, weniger intelligente Sch\u00fcler nicht, weil sie alle Zeit brauchen, um mit dem \u201enormalen\u201c Pensum fertig zu werden. Es gibt daher Schulen, die z.B. einmal pro zwei Wochen einen Tag \u201epensumfrei\u201c machen, damit alle Sch\u00fcler sich einer Wahlaktivit\u00e4t widmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es ist weiters m\u00f6glich, dass eine Schule eine Kombination aus den vorigen drei Arten von Differenzierung w\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Die Differenzierung wurde absichtlich ausf\u00fchrlicher beschrieben, weil jede Daltonschule differenzieren soll \u2013 das geh\u00f6rt zu den Wesensmerkmalen dieser Unterrichtserneuerung. Und es ist eine immanente Eigenschaft des Dalton\u00adunterrichts, dass er auch in dieser Hinsicht nicht vorschreibt, in welcher Weise differenziert werden soll \u2013 das geh\u00f6rt ja zur Wahlfreiheit, und auch hierin zeigt sich die Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Zweckm\u00e4\u00dfigkeit<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht strebt Zweckm\u00e4\u00dfigkeit in vielerlei Hinsicht an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die erste Art der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit besteht darin, dass der Sch\u00fcler praktische Arbeitsmethoden kennen und dadurch Probleme l\u00f6sen lernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Hat eine Schule kombinierte Klassen, d.h. mehrere Jahresgruppen sitzen beieinander, so bietet der Daltonunterricht daf\u00fcr eine zweckm\u00e4\u00dfige Organisation: Die Sch\u00fcler verlieren keine Zeit, weil der Lehrer zuerst eine Gruppe unterrichten will und daher die andere Gruppe warten soll. Diese andere Gruppe kann sofort mit dem Pensum anfangen. Sie haben ja immer etwas zu tun, sei es aus den Pflichtf\u00e4chern, sei es mit einer gew\u00e4hlten anderen Aktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht ist dadurch effektiv, dass zu jeder Zeit Hilfe geleistet werden kann, vom Lehrer oder von einem Mitsch\u00fcler. Auch hierdurch verliert der Sch\u00fcler keine Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Wenn ein Kind einige Tage krank gewesen ist, hat es dadurch noch keinen un\u00fcberwindlichen R\u00fcckstand bekommen, denn der Lehrer kann das Pensum verkleinern (anpassen), indem er z.B. weniger Aufgaben f\u00fcr Rechnen machen l\u00e4\u00dft. Auch dann ist die Hilfe anderer Sch\u00fcler wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die Effizienz nimmt zu, wenn der Lehrer nach einigen Wochen ein Kontrollpensum gibt und aus den Ergebnissen schlie\u00dfen kann, ob der Sch\u00fcler den Lernstoff wirklich verstanden hat oder noch Hilfe oder geeignete \u00dcbungen braucht. Dazu ist eine Analyse der gemachten Fehler notwendig. Der Lehrer sieht an den Fehlern, wo der Sch\u00fcler entgleist ist und welche Hilfe er braucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Sch\u00fcler entdeckt, dass nachl\u00e4ssige Arbeit Zeit kostet, denn der Lehrer nimmt das nicht hin und er will diese Arbeit nicht vermerken. Nachl\u00e4ssigkeit ist nicht zweckm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Die Selbst\u00e4ndigkeit des Sch\u00fclers nimmt schon in der Grundschule zu und das ist wichtig, wenn er zum Fortbildungsunterricht geht. Hier muss er selbst\u00e4ndiger arbeiten und seine Arbeit planen. Das hat er bereits in der Dalton-Grundschule gelernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Diese Selbst\u00e4ndigkeit ist wichtig f\u00fcr die Gesellschaft, denn eine Demokratie braucht selbst\u00e4ndige, kritisch denkende B\u00fcrger, die gelernt haben, Verantwortung zu tragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Niederl\u00e4ndische Abweichungen von Parkhursts Auffassungen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Helen Parkhurst experimentierte ihr ganzes Leben hindurch, um den Dalton\u00adunterricht besser zu gestalten, oder \u2013 wegen der Flexibilit\u00e4t \u2013 zus\u00e4tzliche bzw. neue Anwendungsm\u00f6glichkeiten zu finden oder zu benutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">In den Niederlanden sieht man in den Daltonschulen mehrere Abweichungen von dem, was Helen Parkhurst schrieb. So werden die Pensen in den Grundschulen weniger ausf\u00fchrlich geschrieben, als sie es wollte. Die gr\u00f6\u00dfte Abweichung betrifft jedoch das Daltonisieren mit Kindern von 4 bis 8 Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Helen Parkhurst sah keine M\u00f6glichkeit, den Daltonunterricht auch f\u00fcr diese Altersgruppe zug\u00e4nglich zu machen wegen ihrer Anforderung, dass die Pensen unab\u00e4nderlich \u201ewritten, not oral\u201c sein sollten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Im Jahre 1990 besuchte ihre engste Mitarbeiterin, die hochbejahrte Mrs. Dorothy Rawls Luke, einige niederl\u00e4ndische Daltonschulen, und ihre Aufmerk\u00adsamkeit betraf besonders diesen neuen Aspekt des Daltonisierens. Sie war begeistert von dem, was sie beobachten konnte und erkl\u00e4rte, dass Parkhurst sich sehr dar\u00fcber gefreut haben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">All dies ruft die Frage hervor: Welches sind die Grenzen des Dalton\u00adunterrichtes, was geh\u00f6rt zum Wesentlichen dieser Form der Unterrichts\u00aderneuerung? Die Antwort soll lauten: <em>Jede Daltonschule arbeitet mit Pensen als Hilfsmittel und gestaltet auf eigene Weise die Prinzipien und die Differenzierung.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Wenn eine Schule in den Niederlanden eine anerkannte Daltonschule werden will, so durchl\u00e4uft sie eine Prozedur. Dazu ist \u201ehet Stappenplan\u201c (der Schritteplan)<a id=\"ftnref7\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref7\" href=\"#ftn7\">[7]<\/a> entworfen worden. Am Ende dieser Entwicklung besucht ein Ausschuss des Niederl\u00e4ndischen Daltonvereins die Schule und anhand des \u201ekijkwijzer\u201c (Kriterien) wird festgestellt, ob es sich wahrlich um eine richtige Daltonschule handelt. Obengenannte Merkmale werden besonders in Augenschein genommen: Welche Wahlm\u00f6glichkeiten haben die Schulen in dieser Hinsicht getroffen und wie haben sie diese gestaltet? Eine feste Anforderung ist das Daltonisieren mit den jungen Kindern, das geh\u00f6rt untrennbar zur modernen Daltonschule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es versteht sich, dass Parkhurst sich \u00fcber diese Neuentwicklung gefreut haben w\u00fcrde, sie wollte ja kein festumrissenes System entwerfen, sondern flexible Neugestaltungen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Anthropologischer Hintergrund<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Obwohl der Daltonunterricht als eine praktische L\u00f6sung f\u00fcr ein konkretes praktisches Problem entstand, ergibt sich aus der Analyse, dass er mehr als ein erfolgreicher Kunstgriff f\u00fcr eine bestimmte Situation ist. Der Erfolg, den Parkhurst in ihrer Einlehrerschule und nachher in andern Schulen erreichte, wurde nicht ausschlie\u00dflich verursacht durch die Tatsache, dass sie eine ausgezeichnete Lehrerin war. Diese Erfolge erreichen heutige Daltonschulen unter ganz unterschiedlichen Ausgangssituationen gleichfalls. Es muss daher mehr dahinter stecken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Aus der Analyse ergibt sich, dass den Prinzipien anthropologische \u00dcber\u00adzeugungen, wenn nicht Grundmerkmalen des Menschen, entsprechen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht sieht den Menschen als ein <em>freies <\/em>Wesen, das ausw\u00e4hlen und zu gleicher Zeit die Verantwortung f\u00fcr die getroffene Wahl \u00fcbernehmen kann. Wir sind frei, <em>wenn <\/em>und <em>insofern <\/em>wir w\u00e4hlen d\u00fcrfen und k\u00f6nnen. In der Geschichte hat sich keine einzige Diktatur behaupten k\u00f6nnen, denn alle sind im Laufe der Zeit verschwunden. Sie stehen ja mit dem Wesen des Menschen in Konflikt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht sieht den Menschen als ein <em>kreatives<\/em> Wesen, auch in seinem Denken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Und schlie\u00dflich sieht der Daltonunterricht den Menschen als ein <em>Individuum-in-Gemeinschaft<\/em><em><span style=\"font-family: Prestige;\">.<\/span><\/em> Diese beiden Pole sollen im Daltonunterricht im selben Aus\u00adma\u00df zur Geltung kommen. Weder die individuelle noch die soziale Seite darf vorherrschend sein, der Daltonunterricht strebt ein Gleichgewicht zwischen beiden Dimensionen an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Diese anthropologische Auffassung hat zur Folge, dass die Prinzipien zu gleicher Zeit <em>Erziehungsziele<\/em> sind. Sie sind damit viel mehr als organisatorische oder didaktische Hilfsmittel und somit ist der Daltonunterricht auch kein didaktischer Trick, der weiter nichts bedeutet, sondern eine vollwertige, eigenst\u00e4ndige Unterrichts(re)form. Oder, wie Mrs. Luke sagt: \u201e<em>Der Dalton\u00adunterricht ist eine sehr gute Vorbereitung auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es ist erfreulich, dass niederl\u00e4ndische Schulen dies immer mehr erkennen und das wiederum hatte in den letzten Jahren ein starkes Wachstum der Zahl von Schulen, die Mitglied des Niederl\u00e4ndischen Daltonvereins sind, zur Folge. Im Jahre 1989 waren nur 23 Schulen Mitglied des Niederl\u00e4ndischen Daltonvereins, jetzt sind es 140, und in K\u00fcrze folgen noch etliche mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Der Daltonunterricht kommt heute nicht nur in den Niederlanden vor. Es gibt eine Daltonschule in Moskau, in Minsk und St. Petersburg sind Schulen unterwegs. In Tschechien gibt es nun einen Daltonverein. Im Jerichower Land (unweit Magdeburg) daltonisieren bereits sechs Schulen. Sie alle haben Kontakte mit niederl\u00e4ndischen Schulen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Weiters gibt es in Australien (Sydney) noch eine Daltonschule und in Japan drei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Die \u00e4lteste Daltonschule, von Helen Parkhurst in New York gegr\u00fcndet, ist noch immer eine renommierte Daltonschule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-align: left; text-indent: 0cm;\" align=\"left\"><em>Helen Parkhurst<\/em>, Education on the Dalton Plan, New York 1922<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Susanne Popp<\/em>, Der Daltonunterricht in Theorie und Praxis. Ein aktuelles reformp\u00e4dagogisches Modell zur F\u00f6rderung selbst\u00e4ndigen Lernens in der Sekundarstufe, Bad Heilbrunn, 1995, Klinkhardt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\" align=\"left\">Zum Autor<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"left\">Drs. C. J. Janssen ist Dozent f\u00fcr P\u00e4dagogik a. D. und Sekret\u00e4r der Daltonplanvereinigung in den Niederlanden. Er ist in der Ausbildung und Schulentwicklung t\u00e4tig und Herausgeber und Autor von Daltonplanliteratur. Drs. C. J. Janssen gilt in Europa als einer der f\u00fchrenden Daltonplanexperten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 11pt; line-height: 115%; font-family: times new roman,times;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 3pt 13.6pt; text-align: left; text-indent: -13.6pt;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref1\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn1\" href=\"#ftnref1\">[1]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Achtung: F\u00fcr den Vertrag zwischen Lehrer und Sch\u00fcler wird der Begriff \u201econtract\u201c schon noch gebraucht. Kontrakt kann aber nach der Terminologie von Lynch auch Pensum bedeuten. (Anm. des Hg.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref2\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn2\" href=\"#ftnref2\">[2]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton Plan, New York 1922<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 3pt; text-align: left;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref3\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn3\" href=\"#ftnref3\">[3]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, Helen, Education on the Dalton Plan &#8230;, S. 45<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 3pt 13.6pt; text-align: left; text-indent: -13.6pt;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref4\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn4\" href=\"#ftnref4\">[4]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Damit wird der Idee Helen Parkhursts \u2013 einer Individualisierung durch individuell gestaltete Lernaufgaben \u2013 wahrscheinlich nur in einem sehr eingeschr\u00e4nktem Ma\u00df entsprochen. (Anm. des Hg.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 3pt; text-align: left;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref5\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn5\" href=\"#ftnref5\">[5]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, H., Education on the Daltonplan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 3pt; text-align: left;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref6\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn6\" href=\"#ftnref6\">[6]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Parkhurst, H., Education on the Daltonplan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 3pt; text-align: left;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref7\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn7\" href=\"#ftnref7\">[7]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eSchritteplan\u201c = Entwicklungsplan in Stufen (Anm. des Hg.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Daltonunterricht entstand als eine praktische L\u00f6sung f\u00fcr ein praktisches [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-daltonplan-paedagogik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=610"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/610\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}