{"id":616,"date":"2014-04-11T11:57:57","date_gmt":"2014-04-11T11:57:57","guid":{"rendered":"?p=616"},"modified":"2014-04-11T11:57:57","modified_gmt":"2014-04-11T11:57:57","slug":"montessori-erziehung-und-ihre-didaktischen-auswirkungen-auf-kinder-im-alter-von-0-6-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=616","title":{"rendered":"Montessori-Erziehung und ihre didaktischen Auswirkungen auf Kinder im Alter von 0 \u2013 6 Jahren"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p class=\"Vorspann\" style=\"margin: 6pt 0cm;\">&#8222;Das gro&szlig;e Problem der Erziehung beruht demnach auf der Achtung vor der Pers&ouml;nlichkeit des Kindes und auf dem Bestreben, deren nat&uuml;rlichen T&auml;tigkeitstrieb frei walten zu lassen, statt ihn unterdr&uuml;cken und beherrschen zu wollen.&#8220;<br \/>Maria Montessori&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Maria Montessori hat deutlich Stellung bezogen mit ihrer Sicht des sich entwickelnden Kindes. Sie hat scharf beobachtet, wie Kinder sich entwickeln und welche Bed&uuml;rfnisse zu welchem Alter geh&ouml;ren. Sie betrachtet Erziehung und Unterricht als eine zusammengeh&ouml;rige Einheit. Der Unterricht ist ein Teil der Erziehung! Falls dies vielleicht als selbstverst&auml;ndlich erscheint, so sieht man in der Praxis oft ganz anderes.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Glaser, Ria: Montessori-Erziehung. In: Eichelberger, Harald: Lebendige Reformp&auml;dagogik. Innbruck 1997. StudienVerlag<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<div class=\"WordSection1\">\n<p class=\"Autor\" style=\"margin-top: 6pt;\">Ria Glaser<\/p>\n<h1 style=\"margin: 6pt 0cm;\">Montessori-Erziehung und ihre didaktischen Auswirkungen auf Kinder im Alter von 0 &ndash; 6 Jahren<\/h1>\n<p class=\"Vorspann\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Das gro&szlig;e Problem der Erziehung beruht demnach auf der Achtung vor der Pers&ouml;nlichkeit des Kindes und auf dem Bestreben, deren nat&uuml;rlichen T&auml;tigkeitstrieb frei walten zu lassen, statt ihn unterdr&uuml;cken und beherrschen zu wollen.<\/em><\/p>\n<p class=\"Vorspann\" style=\"margin: 6pt 0cm;\"><em>Maria Montessori<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ich will ausdr&uuml;cklich &uuml;ber die Erziehung von<\/span> Kindern <span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">dieser Altersstufe sprechen, weil uns Maria Montessori ganz besonders auf die Wichtigkeit der Erziehung von Kleinkindern aufmerksam gemacht hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Das Alter von 0 &ndash; 6 Jahren ist von fundamentaler Bedeutung f&uuml;r die Entwicklung des weiteren Lebens. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Meine Ausf&uuml;hrungen sind folgenderma&szlig;en aufgebaut:<\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Wie sieht Maria Montessori die Entwicklung des Kindes?<\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Wie kann der Erzieher das Kind w&auml;hrend seiner Entwicklung begleiten, bzw. erziehen?<\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Welche Rolle kann dabei der Unterricht spielen? Wie und wo schlie&szlig;t er an? Inwiefern sind Entwicklung, Erziehung und Unterricht eine Einheit und sollten als solche betrachtet werden?<\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">&Uuml;ber Montessori-P&auml;dagogik gibt es verschiedene Meinungen. Ich m&ouml;chte diese gerne verdeutlichen anhand einiger Bemerkungen von Studierenden der P&auml;dagogischen Akademie w&auml;hrend einer ersten Vorlesung &uuml;ber die P&auml;dagogin Maria Montessori.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Einige Beispiele:<\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Die Montessorischule? Ist das nicht eine Schule f&uuml;r Kinder mit Lernschwierigkeiten? Sie bekommen dort doch individuellen Unterricht?<\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Ach ja, das ist die Schule, in der die Kinder tun d&uuml;rfen, was sie wollen!<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><span style=\"font-size: 11pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\"><br style=\"page-break-before: always;\" clear=\"all\" \/> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Montessori-Unterricht? Meine eigenen Kinder w&uuml;rde ich nicht dorthin schicken. Sie d&uuml;rfen mit dem Entwicklungsmaterial nur das tun, wof&uuml;r es bestimmt ist und nichts anderes.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Es erscheint mir angenehm, als Lehrer an so einer Schule zu arbeiten. Man kann viel mehr vom Kind ausgehen als von der Methode.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Diese und &auml;hnliche Bemerkungen sagen alle etwas &uuml;ber die Erziehung, beziehungsweise den Unterricht nach Montessori aus.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Maria Montessori hat deutlich Stellung bezogen mit ihrer Sicht des sich entwickelnden Kindes. Sie hat scharf beobachtet, wie Kinder sich entwickeln und welche Bed&uuml;rfnisse zu welchem Alter geh&ouml;ren. Sie betrachtet Erziehung und Unterricht als eine zusammengeh&ouml;rige Einheit. Der Unterricht ist ein Teil der Erziehung! Falls dies vielleicht als selbstverst&auml;ndlich erscheint, so sieht man in der Praxis oft ganz anderes.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Erst wird eine Unterrichtsmethode festgelegt, die Erziehung muss sich dann eben anpassen. Ein Beispiel: Kinder werden im Unterricht mit Bildern belohnt, wenn sie eine Aufgabe gemacht haben. &bdquo;Die Aufgabe gemacht haben&ldquo; steht somit im Mittelpunkt. Ob das Belohnen mit Bildern ein gutes oder schlechtes Erziehungs&shy;mittel ist, ist nicht mehr von Bedeutung.<a id=\"ftnref1\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"_ftnref1\" href=\"#ftn1\">[1]<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2 style=\"margin: 6pt 0cm;\">Eine P&auml;dagogik der Entwicklung<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Doch zur&uuml;ck zu Maria Montessoris Erkenntnissen &uuml;ber das sich entwickelnden Kind sowie zur Frage, wie der Erzieher das Kind w&auml;hrend seiner Entwicklung begleiten kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">In der Entwicklung unterscheidet Montessori drei Phasen: die von 0 bis 6 Jahren, von 6 bis 12 Jahren und die Phase von 12 bis 18 Jahren. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Die Phase von 0 bis 6 Jahren verl&auml;uft in zwei Abschnitten: 0 bis 3 und 3 bis 6 Jahre. In den drei ersten Lebensjahren nimmt das Kind Informationen unbewusst auf. Maria Montessori spricht vom &bdquo;absorbierenden Geist&ldquo; des Kindes. In Bezug auf seine Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung strebt das Kind schon in dieser Zeit nach einem St&uuml;ckchen Unabh&auml;ngigkeit. Es will selbst&auml;ndig essen, selbst etwas tragen oder sich selbst an- und ausziehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Erzieher m&uuml;ssen Kinder darin best&auml;rken und nicht bremsen. Das erfordert viel Geduld. Selbst&auml;ndig einen Becher Milch einzuschenken, kann zum Beispiel auch daneben gehen. In dieser Phase sehen wir eine der ersten bewussten Handlungen auf dem Weg zur Unabh&auml;ngigkeit: Das Kind verwehrt sich n&auml;mlich gegen diejenigen, die ihm helfen wollen! &bdquo;Alleine machen&ldquo; ist oft die Antwort des Kleinkindes.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">W&auml;hrend der Phase von 3 bis 6 Jahren nimmt das Kind Eindr&uuml;cke bewusst auf und ordnet sie. Das Kind nimmt die Welt zuerst untersuchend mit seinen H&auml;nden wahr, danach entwickelt sich sein Wille (von 0 bis 3 Jahren sprechen wir von &bdquo;vitalem Drang&ldquo;).<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Das Kind sucht Unabh&auml;ngigkeit von K&ouml;rper und Geist der anderen. Es muss Erfahrungen machen, um eigenes Wissen zu erwerben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Maria Montessori sieht Kinder als Wesen, die st&auml;ndig versuchen, Ordnung in das anf&auml;ngliche Chaos von Erfahrungen zu bringen. Das braucht man Kinder nicht zu lehren. Ein Kind, das frei gelassen wird, tut das von selbst. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Eigentlich sagt das Kind: &bdquo;Es interessiert mich nicht, was du wei&szlig;t, ich will es selbst erfahren.&ldquo; Um dies zu erm&ouml;glichen, sorgt der Erzieher oder der Lehrer f&uuml;r ein Umfeld, das an diese innerlichen Bed&uuml;rfnisse anschlie&szlig;t. Montessori nennt dies &bdquo;das vorbereitete Umfeld&ldquo;. In diesem Umfeld m&uuml;ssen Kinder sich wohl f&uuml;hlen. Alles hat einen festen Platz und alles ist f&uuml;r Kinder zug&auml;nglich. Das vorbereitete Umfeld gibt den Inhalt des Unterrichts an, es ist richtungsweisend und es bestimmt, was ein Kind sich zu eigen machen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Entsprechend den Entwicklungsschritten des Kindes ist das vorbereitete Umfeld sehr unterschiedlich. Es wird damit beabsichtigt, dass das Kind ein stets gr&ouml;&szlig;eres Ma&szlig; an Selbst&auml;ndigkeit erreicht und auch gleichzeitig mehr Verantwortung tragen lernt. In jeder Phase muss das Kind das Ma&szlig; von Selbst&auml;ndigkeit erwerben k&ouml;nnen, das innerhalb seiner M&ouml;glichkeiten liegt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Maria Montessori sagt dar&uuml;ber Folgendes: &bdquo;<em>Das vorbereitete Umfeld ist st&auml;ndig der Funke, der das innere Leben entz&uuml;ndet, das Umfeld entwickelt Neues und dadurch erwacht Interesse und entsteht Intuition, die zusammen den Fortschritt in der Entwicklung bilden<\/em>.&ldquo;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Innerhalb des vorbereiteten Umfelds kann das Kind frei w&auml;hlen und sich frei bewegen. Das f&ouml;rdert die Konzentration, weil Kinder dann aus einer inneren Motivation arbeiten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Die Entwicklungsmaterialien sind ein Teil des vorbereiteten Umfeldes. Vor&shy;aussetzung dabei ist, dass die Arbeit mit diesen Materialien eine spontane Aktivit&auml;t des Kindes bleibt und dass die Kinder durch Handeln lernen. Kopf und H&auml;nde arbeiten zusammen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Auch der Erwachsene ist ein Teil des vorbereiteten Umfeldes. Er beobachtet sorgf&auml;ltig und bietet seine Hilfe an &ndash; und das nicht nur, wenn das Kind konkret darum fragt. Das w&uuml;rde n&auml;mlich ein Unterricht sein, der zu sehr dem Kind folgt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Die Frage aus der P&auml;dagogik &bdquo;F&uuml;hren oder Wachsen lassen&ldquo; ist allgemein bekannt. Viele denken, dass Montessori-Unterricht vom Wachsenlassen ausgeht. Zum Teil ist das auch so. Maria Montessoris Konzept basiert auf der Theorie vom nat&uuml;rlichen Reifungsprozess, aber daneben ist die Rolle des Erziehers bestimmend. Er sorgt mit Hilfe des vorbereiteten Umfelds und im Gespr&auml;ch mit den Kindern daf&uuml;r, dass sie eingef&uuml;hrt werden in die Bedeutungen der Umwelt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Konkret bedeutet das, dass der Lehrer immer wieder versuchen wird, das Kind vor neue Aufgaben zu stellen. Er wird Kinder zu selbst&auml;ndigem Denken und Handeln anregen, indem er bestimmte Materialien in das Umfeld einbringt. Dadurch wird das Kind neugierig und m&ouml;chte mehr dar&uuml;ber wissen. Der Lehrer stimuliert das Kind, sich neue Denkweisen anzueignen und &ouml;ffnet ihm neue Wege. Diese Art zu unterrichten stimmt &uuml;berein mit der russischen Lehrpsychologie von Vygotsky. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ich m&ouml;chte dazu ein Beispiel anf&uuml;hren:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wenn ein Kind den Lehrer bittet, ihm einen Fisch zu zeichnen, dann kann dieser w&auml;hlen zwischen einem ganz einfachen und einem komplizierten Fisch. Der komplizierte Fisch macht das Kind neugierig und regt zu Fragen an.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Maria Montessori nennt dies: &bdquo;<em>Anregen zum Leben, aber das Leben doch frei lassen in seiner Entwicklung<\/em>.&ldquo;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Im vorbereiteten Umfeld sind die Materialien in ihrer Anzahl beschr&auml;nkt, es gibt zum Beispiel nur einen rosa Turm. Durch die Beschr&auml;nkung bleibt alles &uuml;bersichtlich und das hilft dem Kind, Ordnung in seinen Geist zu bringen. Die Beschr&auml;nkung des Materials hat auch eine soziale Bedeutung. Das Kind lernt n&auml;mlich, zu warten. Angenommen, es wollte den rosa Turm w&auml;hlen, aber ein anderes Kind hat ihn schon ausgesucht, dann muss es sich anpassen und eine neue Wahl treffen. Gleichzeitig erf&auml;hrt das Kind, dass das Material zwar f&uuml;r alle Kinder bestimmt ist, dass aber nicht alle gleichzeitig dar&uuml;ber verf&uuml;gen k&ouml;nnen. Hinnahme, Geduld und Toleranz sind wichtige erzieherische Prinzipien, die hier ge&uuml;bt werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Das vorbereitete Umfeld ist also sehr wesentlich f&uuml;r den Montessori-Unterricht. Darum habe ich dies auch ausf&uuml;hrlich behandelt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Aber nun wieder zur&uuml;ck zur Entwicklungsphase der drei- bis sechsj&auml;hrigen Kinder. Es ist selbstverst&auml;ndlich, dass der Unterricht w&auml;hrend dieser Phase f&uuml;r ein Umfeld sorgen muss, das angepasst ist an die speziellen Bed&uuml;rfnisse der Kinder dieses Alters.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Welche wichtigen Bed&uuml;rfnisse haben drei- bis sechsj&auml;hrige Kinder?<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Ausgehend vom Bed&uuml;rfnis, mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu ordnen, ist Material vorhanden, das abstrakte Begriffe konkret macht. Zum Beispiel Material zum Ordnen von gro&szlig; nach klein oder von lang nach kurz. Die Ordnung der Denkbilder ist sp&auml;ter die Basis, um Zusammenh&auml;nge, Regelm&auml;&szlig;igkeiten und Verbindungen zu erkennen. Das Kind bekommt Einsicht in fundamentale und allgemeine Prinzipien.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Kleinkinder haben auch ein gro&szlig;es Bewegungsbed&uuml;rfnis und brauchen darum in dieser Phase viel Bewegungsraum und Bewegungsfreiheit.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p class=\"Aufzhl-Bullett\" style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\">Ein drittes, wichtiges Bed&uuml;rfnis in diesem Alter ist das Bed&uuml;rfnis, W&ouml;rter zu lernen. Neben verschiedensten Sprachaktivit&auml;ten werden auch sogenannte Namenstunden gegeben. Der Lehrer macht das aber erst, wenn das Kind schon viele Erfahrungen &uuml;ber die Sinne aufbauen konnte. Der Name ist eigentlich nur noch die Benennung der Sinneswahrnehmung. Man sieht dann auch, dass Kinder sehr schnell viele neue W&ouml;rter lernen, wie zum Beispiel Licht, gr&uuml;n, Ellipse oder Pyramide.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Durch Beobachtung der Kleinkinder wurde es f&uuml;r Maria Montessori deutlich, dass auch sie Material zum Schreiben-, Lesen- und Z&auml;hlenlernen n&ouml;tig hatten. In der Montessorischule sieht man daher auch f&uuml;r die Kindergarten- und Vorschulkinder Material zum Lernen von Buchstaben, zum Zusammenstellen von W&ouml;rtern und zum Schreiben. Auch ist Material vorhanden, womit die jungen Kinder z&auml;hlenderweise Einsicht in Zahlenstrukturen bekommen k&ouml;nnen. Diese Materialien entsprechen der Art und Weise, wie junge Kinder Kenntnisse erwerben, n&auml;mlich durch Handeln und durch sinnliche Wahrnehmung.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Es finden also viele verschiedene Aktivit&auml;ten gleichzeitig statt. Die Stimmung in der Klasse ist ruhig und je l&auml;nger die Kinder in der Schule sind, desto &ouml;fter sieht man, dass sie sich selbst Aufgaben stellen. Das Kind leistet sozusagen seinem eigenen Willen Gehorsam. Es passiert regelm&auml;&szlig;ig, dass ein Kind gleich am Morgen, wenn es in die Klasse kommt, verk&uuml;ndet, woran es arbeiten will.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2 style=\"margin: 6pt 0cm;\">Freiheit in der Erziehung<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ich sagte schon fr&uuml;her, dass ein Kind alles selbst erfahren und selbst entdecken will &ndash; <\/span><em>es will selbst wissen.<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wenn ein Erzieher begreift, was das bedeutet, dann kann er den Kindern auch Freiheit dazu geben. Das hei&szlig;t also, dass Freiheit die Voraussetzung f&uuml;r Entwicklung ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Was bedeutet nun dieser Begriff in der Praxis? Maria Montessori sagt dar&uuml;ber: &bdquo;<em>Niemand kann frei sein, ohne selbst&auml;ndig zu sein. Wenn wir klare Denkbilder besitzen und die F&auml;higkeit haben, Entscheidungen zu treffen, gibt uns das ein Gef&uuml;hl von Freiheit. Wir sind dadurch n&auml;mlich nicht von anderen abh&auml;ngig<\/em>.&ldquo;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wie entsteht Freiheit in der Erziehung? Auf diese Frage gibt Maria Montessori eine einfache Antwort. &bdquo;<em>Freiheit entsteht, indem man Beschr&auml;nkungen wegnimmt und dadurch M&ouml;glichkeiten schafft, in denen das Kind Erfahrungen gewinnen kann durch selbst&auml;ndiges Arbeiten<\/em>.&ldquo;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Sie sagt: &bdquo;<em>Gerade in Freiheit kommen die intellektuellen M&ouml;glichkeiten eines Kindes zu ihrem Recht<\/em>.&ldquo; Maria Montessori denkt n&auml;mlich, dass bei der intellektuellen Entwicklung von Menschen genau so eine Wachstumskraft vorhanden ist wie bei der motorischen Entwicklung. Man unterrichtet ein Kind auch nicht in Stehen, Gehen oder &auml;hnlichem. Das wird aus einem innerlichen Drang erlernt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wenn ein Kind in Freiheit arbeitet, erf&auml;hrt es, dass es Hindernisse &uuml;berwinden kann. Dies f&ouml;rdert wiederum das Kompetenzgef&uuml;hl. Kompetent sein gibt dem Kind das Gef&uuml;hl, dass es imstande ist, etwas zu lernen. Dieses Gef&uuml;hl ist eine wichtige Voraussetzung zum Lernen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Welche Freiheiten bietet der Montessori-Unterricht? Er bietet<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">freie Arbeitswahl, freie Arbeitsdauer, freies Arbeitstempo, freie Arbeitsfolge und<\/span><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Freiheit zur Selbstkontrolle.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Die Sch&uuml;ler d&uuml;rfen selbst ihre Arbeiten kontrollieren. F&uuml;r die &auml;lteren Kinder gibt es Kontrollkarten F&uuml;r j&uuml;ngere Kinder ist eine Fehlerkontrolle im Entwicklungs&shy;material eingebaut.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Freiheit hei&szlig;t also nicht: Tun was man will, sondern: <\/span><em>Wollen<\/em><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"> was man tut. &bdquo;Tun was man will&ldquo; w&uuml;rde Verwahrlosung der Pers&ouml;nlichkeit zur Folge haben. &bdquo;Wollen was man tut&ldquo; bedeutet: Disziplin akzeptieren als ein Mittel, um soziale Erfahrungen machen zu k&ouml;nnen. Was ich damit meine, m&ouml;chte ich gerne mit einem Beispiel aus fr&uuml;herer eigener Erfahrung verdeutlichen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 13.05pt 6pt 35.45pt;\">Meine Tochter Myra m&ouml;chte gerne alleine mit dem Fahrrad von der Schule nach Hause fahren. Sie ist erst acht Jahre alt. Immer wieder bittet sie mich, doch alleine fahren zu d&uuml;rfen. Meine erste Reaktion ist &ndash; o nein, das geht noch nicht. Ich komme nicht einmal auf den Gedanken, mit ihr dar&uuml;ber zu diskutieren.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Zwei Monate sp&auml;ter macht sie wieder einen Versuch und behauptet, dass sie wirklich schon alleine fahren kann! Ich sage ihr, dass ich in der Tat glaube, dass sie es alleine kann, aber dass ich Angst habe, sie k&ouml;nnte einen Unfall haben.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Nach ein paar weiteren Wochen fragt Myra, ob sie nicht wenigstens ein einziges Mal alleine fahren d&uuml;rfe. Mir ist nun deutlich, dass ich meine Angst &uuml;berwinden und mein Kind loslassen muss. So treffe ich alle nur erdenklichen Vorsorgema&szlig;nahmen: &bdquo;Ist dein Rad in Ordnung, wirst du die Hand richtig ausstrecken, bleib stehen, bevor du die Stra&szlig;e &uuml;berquerst, &ndash; &ldquo; und so weiter.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Dann ist f&uuml;r sie endlich der Tag gekommen, an dem sie alleine von der Schule nach Hause fahren darf. Ab drei Uhr Nachmittag (in Holland werden die Kinder aller Grundschulen zu dieser Zeit entlassen) dauert jede Minute f&uuml;r mich besonders lang. Ich gehe die ganze Zeit vor dem K&uuml;chenfenster hin und her, nach einer Viertelstunde kommt sie an. Triumphierend sitzt sie auf ihrem Rad und winkt mir so nebenbei. Sie stellt ihr Rad in die Garage, was sie ansonsten meistens vergisst. Ich laufe ihr entgegen und sage: &bdquo;Ich gratuliere dir Myra, du bist zum ersten Mal alleine aus der Schule gekommen.&ldquo; Daraufhin sieht sie mich ein wenig von oben herab an und antwortet: &bdquo;Ich gratuliere <em>dir<\/em>, dass du dich endlich getraut hast.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Dieses Beispiel zeigt uns, dass Myra, weil sie mit dem Rad alleine nach Hause darf, beinahe selbstverst&auml;ndlich die dazugeh&ouml;rige Disziplin akzeptiert: in diesem Fall also die Stra&szlig;enverkehrsregeln und die Hausregel, das Rad in die Garage zu stellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Im Montessori-Unterricht sehen wir dies immer wieder: Dort, wo Sch&uuml;ler die Freiheit bekommen, zu w&auml;hlen und sich selbst Auftr&auml;ge zu erteilen und diese dann so selbst&auml;ndig wie m&ouml;glich ausf&uuml;hren, dort passen sie sich gerne den Regeln in ihrer Umgebung an.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2>Freiheit und Disziplin geh&ouml;ren somit zusammen<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ein Kind leistet Gehorsam an sein Inneres. Der Erzieher muss dies unterst&uuml;tzen &ndash; nicht durch Strafen oder Belohnen, sondern durch Gelegenheit zu Freiheit und Selbst&auml;ndigkeit.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wenn Besucher zum ersten Mal in einer Montessorischule sind, sagen sie oft: &bdquo;Die Sch&uuml;ler sind so ruhig, obwohl sie eigentlich relativ viel Freiheit haben.&ldquo; Diese Bemerkung macht deutlich, dass manche Erzieher davon ausgehen, dass Kinder mit Freiheit nicht oder fast nicht umgehen k&ouml;nnen. Aber das Gegenteil ist der Fall. In der Montessorischule gebrauchen die Sch&uuml;ler die Freiheit, um in Gehorsam gegen&uuml;ber ihren inneren Kr&auml;ften zu arbeiten. Freiheit und Disziplin gehen Hand in Hand!<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Freiheit entsteht also, wenn Beschr&auml;nkungen weggenommen werden. Ich m&ouml;chte einige Beispiele von Beschr&auml;nkungen nennen, die laut Maria Montessori (durch Erwachsene) auf Kinder &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen, indem der Erwachsene oft den Willen des Kindes seinem eigenen Willen unterordnen will. Ein Kind will zum Beispiel die Welt entdecken und alles angreifen. Wenn der Erwachsene st&auml;ndig sagt: &bdquo;nicht anfassen&ldquo;, dann gibt es bald einen Kampf zwischen Kind und Erwachsenem. Besser w&auml;re es, die Ursache des Streites wegzunehmen, das hei&szlig;t, den Kindern, die viel angreifen wollen, dazu die Gelegenheit zu geben.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Beschr&auml;nkungen sind aber auch <\/span>Vorurteile und festgelegte Ansichten der Erzieher. Ein 4 &ndash; 5 j&auml;hriges Kind sei zum Beispiel noch viel zu jung, um Lesen und Schreiben zu lernen. Maria Montessori war zun&auml;chst auch dieser Meinung. Aber nachdem sie Kinder genau beobachtete und ihnen gut zuh&ouml;rte, entdeckte sie, dass das Schreibenwollen eine Kraft war, die aus dem Kind selbst kam.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Viele Lehrer, Erzieher und Eltern denken noch immer, dass das fr&uuml;he Lesen und Schreiben eine Folge der Montessori-Methode ist. Es wird noch immer Kritik ge&uuml;bt an dieser fr&uuml;hreifen intellektuellen Arbeit. Die Ursache daf&uuml;r liegt aber darin, dass sich Erwachsene durch ihre Vorurteile selbst eine Barriere schaffen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wenn ein Kind w&auml;hrend der Entwicklungsphase von 0 &ndash; 6 Jahren mit vielen Beschr&auml;nkungen zu k&auml;mpfen hat, dann kann dies zu einem Problemverhalten f&uuml;hren. Wenn die spontanen Aktivit&auml;ten des Kindes zu sehr unterdr&uuml;ckt werden, oder von Erwachsenen zu strenge Forderungen gestellt werden, kann die Spannkraft zu eigenen Initiativen abnehmen und der Instinkt zur Selbsterziehung kann m&ouml;glicherweise verloren gehen. Auch k&ouml;nnen Minderwertigkeitsgef&uuml;hle entstehen, die ein negatives Selbstbild zur Folge haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Freiheit hat nat&uuml;rlich auch ihre Grenzen. Maria Montessori sagt dar&uuml;ber: &bdquo;<em>Im Chaos von Grenzenlosigkeit kann nichts bestehen<\/em>.&ldquo; Die Grenze der Freiheit ist in der Montessorischule von allgemeinem Interesse. Es ist zum Beispiel ganz wichtig, dass man einander bei der Arbeit nicht st&ouml;rt. Auch gibt es bestimmte Regeln zum Gebrauch von Entwicklungsmaterial.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Wann kann man von einer gesunden Entwicklung sprechen? Dann, wenn das Kind Verhaltensweisen zeigt, die aus seinen inneren Bed&uuml;rfnissen kommen. Maria Montessori spricht vom &bdquo;normalisierten Verhalten&ldquo;. Das Kind f&uuml;hlt sich nicht gehindert durch seine Umgebung. Es w&auml;hlt selbst seine Arbeit, arbeitet konzentriert, besitzt Selbstdisziplin und verh&auml;lt sich sozial. Es anerkennt und lobt die Arbeit anderer.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2 style=\"margin: 6pt 0cm;\">Selbstbestimmung<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">In der P&auml;dagogik kennen wir den Begriff &bdquo;<\/span><em>Selbstverantwortliche Selbst&shy;bestimmung<\/em>&ldquo;<span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">. Dieses p&auml;dagogische Streben betrachte ich als den roten Faden in der Montessori-P&auml;dagogik.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Auf den drei folgenden Gebieten kann das Kind die selbstverantwortliche Selbstbestimmung &uuml;ben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2>Das Gebiet des Verstandes oder des kognitiven Denkens<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Lernen und denken kann nur durch das Kind selbst geschehen. Der Erwachsene spielt dabei dann eine Rolle als Mittelsmann zwischen Material oder Handlungen und dem Kind, das Kenntnis erwirbt, diese Kenntnis reflektiert und daraus Einsicht erwirbt.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Das Material ist einladend und herausfordernd. Es ist so aufgebaut, dass das Kind damit Erfolg haben kann. Dieses Erfolgserlebnis ist eine der drei wichtigsten Grundbed&uuml;rfnisse des Kindes. Wie ich schon fr&uuml;her sagte, gibt Erfolg den Kindern ein Gef&uuml;hl von Kompetenz, das Gef&uuml;hl &bdquo;ich kann etwas&ldquo;. Durch Erfolgserlebnisse gewinnt das Kind Selbstvertrauen, seine Motivation nimmt zu und es verliert nicht den Spa&szlig; am Lernen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ein Beispiel:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Kinder von zweieinhalb bis vier oder f&uuml;nf Jahren w&auml;hlen aus dem Materialangebot gerne Zylinderbl&ouml;cke zum Spielen und Lernen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Was glauben Sie? Wie viele verschiedene Unterrichtseinheiten kann ich damit den Kindern geben? Zwei, f&uuml;nf, zehn oder f&uuml;nfzehn? <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ohne Begleitung wird das kleine Kind die Bl&ouml;cke vor allem herausholen und wieder hinein tun. Nach vielen Wiederholungen dieser &Uuml;bung ist die Spannung aus dem Material und dann wird das Kind dieses Material nicht mehr w&auml;hlen. Aber als Lehrer wei&szlig; ich, dass ich mit diesem Material sicher f&uuml;nfzehn verschiedene Unterrichtseinheiten geben kann. Es sind kleine Schritte, wobei das Kind stets ein Erfolgserlebnis hat. Das vergr&ouml;&szlig;ert sein Selbstvertrauen, und hierdurch wagt es sich wieder an neue Schwierigkeiten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2>Das Gebiet des Handelns und\/oder die Kreativit&auml;t<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Es ist nichts im Geist, was nicht erst mit den Sinnen wahrgenommen wurde. Darum gibt es in der Montessori-Methode so viel Material, womit die Sinne der Kinder angesprochen werden. Es werden nicht nur Sehen und H&ouml;ren stimuliert, sondern auch das Tasten, das Schmecken und Riechen. Durch das Wahrnehmen von Gewicht und das F&uuml;hlen und Erkennen von Figuren (stereognostische Sinne) &uuml;bt das Kind mehrere Sinneswerkzeuge.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2>Das Gebiet der Freiheit<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\">Frei ist derjenige, der erkennen, beurteilen und beschlie&szlig;en kann, ohne dabei abh&auml;ngig zu sein. Ich habe schon darauf hingewiesen, dass der Montessori&shy;-Unterricht w&auml;hrend der Arbeit dem Kind verschiedene Freiheiten bietet.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Der Lehrer, das Umfeld und das Material sind die Mittel, um dem Kind die &bdquo;Selbstverantwortliche Selbstbestimmung&ldquo; zu erm&ouml;glichen. Darum m&ouml;chte ich gerne einige Eigenschaften nennen, die laut Maria Montessori ein guter Lehrer haben sollte:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Er muss an das Kind glauben, das sich ihm &ouml;ffnet.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Er muss sich verantwortlich f&uuml;hlen f&uuml;r das Umfeld.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Er muss Interesse wecken. Maria Montessori nennt dies &bdquo;<em>Stimulieren zum Leben, aber das Leben frei lassen in seiner Entwicklung<\/em>.&ldquo;<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">In Erg&auml;nzung zum Beispiel vom Fische zeichnen m&ouml;chte ich Ihnen gerne noch ein anderes geben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ich war auf Hausbesuch und die 6j&auml;hrige Tochter erz&auml;hlte ganz begeistert ihrer Mutter: &bdquo;Mama, ich kann Opa und Oma schreiben,&ldquo; und sie schrieb die W&ouml;rter vor. Die Reaktion der Mutter war: &bdquo;Ja, sch&ouml;n, aber du musst die W&ouml;rter aneinander schreiben.&ldquo; Das Kind war ein wenig entt&auml;uscht und schrieb:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 36pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">O P A<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 36pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">I I I<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 36pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">O M A<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Der Lehrer, den Maria Montessori vor Augen hat, w&uuml;rde zusammen mit dem Kind begeistert sein und sagen: &bdquo;Aber dann kannst du auch &bdquo;Po&ldquo; oder &bdquo;Mama&ldquo; oder &bdquo;Papa&ldquo; oder &bdquo;Omo&ldquo; und &bdquo;am&ldquo; schreiben. Dies nennen wir heute &bdquo;Entwickelnden Unterricht&ldquo;, w&auml;hrend die Reaktion der Mutter viel mehr &bdquo;Programm gerichteter Unterricht&ldquo; ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Weitere Eigenschaften eines guten Lehrers sind:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Er st&ouml;rt das Kind nicht.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Er stellt sich in den Dienst des Kindes. Montessori meint damit, dass er dem Kind hilft, selbst zu wollen, selbst zu handeln und selbst zu denken.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Zusammenfassend m&ouml;chte ich sagen: <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Gib als Lehrer den Kindern die M&ouml;glichkeit, selbst zu erforschen und selbst zu entdecken und erm&ouml;gliche ihnen, aktiv zu sein. Ein Kind will nicht nur empfangen, es ist kein passives Wesen, sondern viel mehr ein aktives Wesen. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Erzieher darauf achtet, dass das Kind nicht vom ihm abh&auml;ngig bleibt. Die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung steht im Mittelpunkt. Gerade durch die heutige unsichere Zukunftsperspektive ist es notwendig, dass der Erzieher sich auf die Pers&ouml;nlichkeit des Kindes konzentriert. Dies erm&ouml;glicht dem Kind, dass es sp&auml;ter als Erwachsener die Gesellschaft, in der es lebt, begreift und ihre Spielregeln beherrscht.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Es gibt das Sprichwort. &bdquo;Kleine Kinder, kleine Sorgen &ndash; gro&szlig;e Kinder, gro&szlig;e Sorgen&ldquo;.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Ich denke, dass ich im Sinne von Maria Montessori spreche, wenn ich dieses Sprichwort umdrehe.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><em><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Die Erziehung kleiner Kinder muss uns eine gro&szlig;e Sorge und ein gro&szlig;es Anliegen sein. Kinder m&uuml;ssen mit viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit umgeben werden. Das Ergebnis dieser Erziehung werden dann unabh&auml;ngige gro&szlig;e Kinder sein, die freiere Menschen sind durch eine starke Pers&ouml;nlichkeit.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm; text-indent: 0cm;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">Die Rolle des Erziehers besteht darin, immer mehr in den Hintergrund zu treten und mit Stolz zu sehen, wie unsere Kinder wachsen in der Kunst, ihr eigenes Leben mit Weisheit zu regeln, auch dann, wenn sie einen Weg w&auml;hlen, der anders ist als der Weg, den wir f&uuml;r sie ausgedacht haben!<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><strong><span style=\"font-size: 15pt; font-family: 'Avalon','sans-serif'; letter-spacing: -0.15pt;\"><br style=\"page-break-before: always;\" clear=\"all\" \/> <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<h2>Lit<span class=\"berschrift2Zchn\"><span style=\"font-weight: normal;\">e<\/span><\/span>ratur<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Esser, B., &amp; Wilde, Chr<\/em>., Montessori-Schulen, Zu Grundlagen und p&auml;dagogischer Praxis, Hamburg 1989<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Helming, Helene<\/em>, Montessori-P&auml;dagogik, 5. Aufl., Freiburg 1978<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Holtstiege, Hildegard,<\/em> Maria und die reformp&auml;dagogische Bewegung, Freiburg 1986<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Holtstiege, Hildegard<\/em>, Modell Montessori, Freiburg 1986<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Kramer, Rita<\/em>, Maria Montessori, Biographie, Frankfurt am Main 1983<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em> u.a., Die Selbsterziehung des Kindes, Berlin 1923<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Das kreative Kind. Der absorbierende Geist, hrsg. von: Oswald\/Schulz-Benesch, Freiburg 1972<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Die Entdeckung des Kindes, hrsg. von: Oswald\/Schulz-Benesch, Freiburg 1950<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Die Macht der Schwachen, hrsg. von: Oswald\/Schulz-Benesch, Freiburg 1989<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Frieden und Erziehung. Die Bedeutung der Erziehung f&uuml;r die Verwirklichung des Friedens, hrsg. von: Oswald\/Schulz-Benesch, Freiburg&nbsp;1973<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Kinder sind anders, Stuttgart 1952<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Schule des Kindes, hrsg. von: Oswald\/Schulz-Benesch, Freiburg 1979<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Maria<\/em>, Spannungsfeld Kind &ndash; Gesellschaft &ndash; Welt, Freiburg 1979<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\"><em>Montessori, Mario<\/em>, Erziehung zum Menschen, M&uuml;nchen 1987<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left;\" align=\"left\">Oswald, P. &amp; Schulz-Benesch, G., Grundgedanken der Montessori-P&auml;dagogik, Freiburg 1967<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left; text-indent: 0cm;\" align=\"left\"><em>Scheid, Paul,<\/em> Das Frankfurter Modell. In: Scheid &amp; Weidlich, Beitr&auml;ge zur Montessori-P&auml;dagogik 1977, Stuttgart 1977<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 6pt 0cm 6pt 13.6pt; text-align: left; text-indent: 0cm;\" align=\"left\"><em>Scheid\/Weidlich<\/em>, Beitr&auml;ge zur Montessori-P&auml;dagogik 1977, Konzepte der Humanwissenschaft, Stuttgart 1977<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h4>&nbsp;<\/h4>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<h2>Zur Autorin<\/h2>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt; text-align: left;\" align=\"left\">Ria Glaser war P&auml;dagogin an der Edith Stein Hogeschool in Hengelo (Niederlande) mit dem Schwerpunkt Montessori-P&auml;dagogik und Leiterin der Montessori-Abteilung.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 3pt 13.6pt; text-align: left; text-indent: -13.6pt;\" align=\"left\"><a id=\"ftnref1\" style=\"vertical-align: super;\" name=\"ftn1\" href=\"#ftnref1\">[1]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Eine nach Maria Montessori wahrscheinlich nicht akzeptierte Beeinflussung der f&uuml;r die Selbstbestimmung des Kindes notwendigen Freiheit (Anm. des Hg.)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt;\"><span style=\"letter-spacing: -0.15pt;\"><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das gro&szlig;e Problem der Erziehung beruht demnach auf der Achtung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-616","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-montessori-paedagogik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/616\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}