{"id":65,"date":"2014-02-13T11:10:49","date_gmt":"2014-02-13T11:10:49","guid":{"rendered":"?p=65"},"modified":"2014-02-13T11:10:49","modified_gmt":"2014-02-13T11:10:49","slug":"die-montessori-paedagogik-als-konzept-der-selbstbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eichelberger.at\/?p=65","title":{"rendered":"Die Montessori-P\u00e4dagogik als Konzept der Selbstbildung"},"content":{"rendered":"<p>Im Mittelpunkt der P\u00e4dagogik Maria Montessoris steht jedoch das Ph\u00e4nomen der Polarisation der Aufmerksamkeit \u2013 hier im Original:<\/p>\n<p><em>\u00a0\u201e&#8230; beobachtete ich ein etwa dreij\u00e4hriges M\u00e4dchen, das tief versunken war in die Besch\u00e4ftigung mit einem Einsatzzylinderblock, aus dem es die kleinen Holzzylinder herauszog und wieder an ihre Stelle steckte. Der Ausdruck des kleinen M\u00e4dchens zeugte von so intensiver Aufmerksamkeit, da\u00df er f\u00fcr mich eine au\u00dferordentliche Offenbarung war. &#8230; Und jedesmal, wenn eine solche Polarisation der Aufmerksamkeit stattfand, begann sich das Kind vollst\u00e4ndig zu ver\u00e4ndern. Es wurde ruhiger, fast intelligenter und mitteilsamer. Es offenbarte au\u00dfergew\u00f6hnliche innere Qualit\u00e4ten, die an die h\u00f6chsten Bewu\u00dftseinsph\u00e4nomene erinnern, wie die der Bekehrung.\u201c(<\/em> Montessori, Maria, Schule des Kindes, Freiburg 1976 (fr\u00fcher Montessori-Erziehung f\u00fcr Schulkinder, Stuttgart 1926.)<\/p>\n<p>Mit dieser Entdeckung hatte Maria Montessori endg\u00fcltig einen Zugang zum kindlichen Selbstbildungsprozess gefunden. Die weitere Frage richtete sich auf die systematisch herstellbaren Bedingungen f\u00fcr das Auftreten bzw. Eintreten des Ph\u00e4nomens \u2013 die Frage nach der vorbereiteten Umgebung.<\/p>\n<h1 align=\"right\">Harald Eichelberger<\/h1>\n<h1>Die Montessori-P\u00e4dagogik als Konzept der Selbstbildung<\/h1>\n<p class=\"Vorspann\">\u00a0\u00a0Die Erziehung zur Selbst\u00e4ndigkeit durch Selbstt\u00e4tigkeit in einem Konzept der Selbstbildung. Es geht darum, Wahrheiten immer wieder selbst entdecken zu d\u00fcrfen!<\/p>\n<h2>Maria Montessori \u2013 der Zugang zum Selbstbildungsprozess<\/h2>\n<p>Im Zentrum ihres fr\u00fchen Forschungsinteresses stand das wissenschaftliche Studium der Aufmerksamkeit, gefasst unter der Bezeichnung \u201epsychische Re-aktionen\u201c sowie die experimentelle Untersuchung der Anregungsbedingungen. F\u00fcr diesen Untersuchungsansatz griff Maria Montessori auf die einschl\u00e4gigen Forschungsarbeiten von Jean Gaspard Itard und Eduard S\u00e9guin zur\u00fcck. Maria Montessori bezog einen weiteren Faktor mit ein: das Studium der Entwicklung des Kindes, und zwar nicht als Voraussetzung erster kinderpsychologischer Erkenntnisse sondern als Beobachtung <em>kindlicher Selbst\u00e4u\u00dferungen <\/em>unter Gew\u00e4hrung von Entwicklungsfreiheit in konkret gestalteten p\u00e4dagogisch-didaktischen Situationen.<a href=\"#_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Langwierige und in der Stille betriebene Versuche, zu denen sie von Jean Gaspard Itard und Eduard S\u00e9guin angeregt wurde, bezeichnet Montessori als ihren ersten Beitrag zu Erziehung. Die eigentliche Experimentalphase war die Zeit von 1898 bis 1900, in der sie die Scuola Ortofrenica leitete.<\/p>\n<p>Die Gestaltung des r\u00f6mischen Kinderhauses in San Lorenzo stellte bereits die Anwendung dieses Beitrages dar und brachte eine Entdeckung, die zum Kristallisationspunkt aller weiteren experimentalpsychologischen Forschung wurde \u2013 die <em>Polarisation der Aufmerksamkeit<\/em>.<\/p>\n<p>Maria Montessori nannte ihre experimentelle Arbeit mit drei- bis sechsj\u00e4hrigen Kindern \u201e<em>einen praktischen Beitrag zur Erforschung der Pflege, deren die Kinderseele bedarf<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn2\" title=\"\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Auf welchem Denk- und Arbeitsansatz diese Arbeit Maria Montessoris beruhte, beschreibt sie 1948 in ihrem Werk \u201eSelbstt\u00e4tige Erziehung im fr\u00fchen Kindesalter\u201c: \u201e<em>Und so fand ich allm\u00e4hlich meinen Weg zu neuen Zielen, die sich auf dem Gebiete der Psychiatrie zeigten. Ich begriff, was andere nicht begriffen, n\u00e4mlich, da\u00df die wissenschaftliche Erziehung nicht auf dem Studium und den Me\u00dfergebnissen der zu erziehenden Menschen beruht, sondern eine fortlaufende Behandlung voraussetzt, die ihn ver\u00e4ndern kann<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Zeittafel zu Leben und Werk<\/h3>\n<p>1870 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maria Montessori wird am 31. August im m\u00e4rkischen St\u00e4dtchen Ciaravalle geboren.<\/p>\n<p>1876 \u2013 1890 \u00a0\u00a0 Besuch der Volksschule und der h\u00f6heren Schulen in Rom<\/p>\n<p>1890\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sie inskribiert Mathematik und Naturwissenschaften an der Universit\u00e4t Rom<\/p>\n<p>1892 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Abschlusspr\u00fcfung des medizinischen Vorkurses, hartn\u00e4ckiger Kampf um die M\u00f6glichkeit, als erste Frau Italiens Medizin\u00a0 zu studieren<\/p>\n<p>1895 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Assistentin am Krankenhaus<\/p>\n<p>1896 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dissertation \u00fcber ein psychiatrisches Thema<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vertritt als eine der Delegierten Italien auf dem internationalen Frauenkongre\u00df in Berlin. Nach ihrer R\u00fcckkehr befasst sie sich mit der Literatur \u00fcber behinderte Kinder. Sie ist beeindruckt von den Werken der franz\u00f6sischen \u00c4rzte Itard (1774 \u2013 1838) und S\u00e9guin (1812 \u2013 1880). \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sie kommt zur \u00dcberzeugung, dass diesen Kindern durch Erziehung mehr geholfen werden kann als durch blo\u00dfe medizinische Betreuung.<\/p>\n<p>1897\/98\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Besuch von p\u00e4dagogischen Vorlesungen<\/p>\n<p>1898 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geburt ihres Sohnes Mario Montessori<\/p>\n<p>1902 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sie \u00fcbersetzt s\u00e4mtliche Werke S\u00e9guins ins Italienische und entdeckt dabei, dass S\u00e9guin schon 1866 forderte, seine Methode auch auf die Erziehung gesunder Kinder auszudehnen.<\/p>\n<p>1903 \u2013 1908\u00a0 \u00a0 Vorlesungen am p\u00e4dagogischen Institut der Universit\u00e4t Rom \u00fcber Geschichte der Anthropologie und ihre Anwendung auf die P\u00e4dagogik. Aus der Vorlesung entsteht sp\u00e4ter das Werk \u201eAntropologia Pedagogica\u201c.<\/p>\n<p>1907\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Er\u00f6ffnung der ersten &#8222;Casa dei bambini&#8220; f\u00fcr gesunde Kinder in San Lorenzo, einer von Ingenieur Talami gebauten Armensiedlung in Rom. Weiterentwicklung des Materials.<\/p>\n<p>1908 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Er\u00f6ffnung der \u201eCasa dei bambini\u201c in Mailand unter der Leitung von Anna Maccheroni durch die \u201eSociet\u00e0 Umanitaria\u201c, einer von Sozialisten gegr\u00fcndeten philantropischen Gesellschaft.<\/p>\n<p>1909 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1. internationaler Ausbildungskurs f\u00fcr ungef\u00e4hr 100 Lehrer. Ver\u00f6ffentlichung des ersten Buchs: \u201eIl metodo della pedagogia scientifica applicato all&#8217;educazione infantile nelle case dei bambini\u201c. Teresa Bontempi f\u00fchrt die Montessori-Methode offiziell im Tessin ein.<\/p>\n<p>1911\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erste Montessori-Schulen in den USA<\/p>\n<p>1912\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Graham Bell, in seiner Jugend Taubstummenlehrer und mit einer taubstummen Frau verheiratet, errichtet in seinem Haus eine Montessori-Klasse. In den USA erscheint \u201eThe Montessori-Method\u201c \u2013 Die Auflage von 5000 St\u00fcck ist innerhalb von 4 Tagen ausverkauft. Tod der Mutter Renilde. Sohn Mario zieht zu Maria Montessori.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2. internationaler Ausbildungskurs in Rom<\/p>\n<p>1913 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 3. internationaler Ausbildungskurs in Rom, stark unterst\u00fctzt durch das amerikanische Montessori-Komitee. Sie trifft John Dewey, Thomas Edison, Helen Keller. Ihr Material wird in England durch die Firma Philip &amp; Tracey hergestellt.<\/p>\n<p>1914\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4. internationaler Ausbildungskurs in Castel Sant&#8217;Angelo mit Teilnehmerinnen aus 15 L\u00e4ndern. \u201eDr. Montessori&#8217;s own Hand-book\u201c erscheint in New York.<\/p>\n<p>1915\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zweite Amerikareise. Einrichtung einer Montessori-Klasse an der \u201ePanama Pacific Exposition\u201cunter ihrer Sch\u00fclerin Helen Parkhurst. 5. internationaler Ausbildungskurs in San Diego. Tod des Vaters.<\/p>\n<p>1916 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maria Montessori \u00fcbersiedelt nach Barcelona. 6. internationaler\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ausbildungskurs. Erscheinen von \u201eL&#8217;Autoeducazione nelle scuole elementari\u201c.<\/p>\n<p>1917\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erster Besuch Hollands. Zusammentreffen mit dem Biologen Hugo de Vries. Maria Montessori \u00fcbernimmt von ihm den Begriff der \u00a0 \u201eSensitiven Perioden\u201c. Gr\u00fcndung der holl\u00e4ndischen Montessori-Gesellschaft. Dritter Besuch der USA.<\/p>\n<p>1919\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 7. intern. Ausbildungskurs in London mit 250 Teilnehmern<\/p>\n<p>1922 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung des ber\u00fchmten Montessori-Hauses f\u00fcr Kinder in Wien durch \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lilli E. Peller-Roubiczek. Zum Wiener Montessori-Kreis geh\u00f6rten auch Emma Plank-Spira, Anna Freud u. a.<\/p>\n<p>1923\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Im M\u00e4rz Besuch der Montessori-Schule in Wien, wo das Buch \u201eDas Kind in der Familie\u201c erscheint.<\/p>\n<p>1924 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2. Besuch in Wien<\/p>\n<p>1929\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung der \u201eAssociation Montessori Internationale\u201c mit Sitz in Berlin. Maria Montessori wird Pr\u00e4sidentin, ihr Sohn Sekret\u00e4r. F\u00f6rderer sind Sigmund Freud, Rabindranat Tagore, Guglielmo Marconi, Jan Masaryk, Jean Piaget, Giovanni Gentile.<\/p>\n<p>1940 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nach Eintritt Italiens in den Krieg werden Maria Montessori und ihr Sohn getrennt interniert. Am 31. August, dem 70. Geburtstag Maria Montessoris, f\u00fchrt die britische Regierung die beiden wieder zusammen. In den folgenden Jahren bilden sie gemeinsam \u00fcber 1000 indische Lehrer aus. 28. intern. Ausbildungskurs in Adyar. Gr\u00fcndungeiner indischen Montessori-Gesellschaft. Treffen mit Gandhi, Nehru, Radhakrischnan. Sie interessiert sich immer mehr f\u00fcr das S\u00e4uglingsalter.<\/p>\n<p>1949 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Buch \u201eThe absorbent Mind\u201c erscheint in Madras.<\/p>\n<p>1952\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pl\u00e4ne f\u00fcr Reise nach Ghana. Maria Montessori stirbt am 6.Mai in Noordwijk aan Zee (Holland).<\/p>\n<h3>Zur Kritik der Schule<\/h3>\n<p>Ver\u00e4nderungen in der P\u00e4dagogik haben immer mannigfaltige Ursachen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf mein einleitendes Statement der Suche nach einer humaneren Schule. Mit Sicherheit hat Maria Montessori in unserem Jahrhundert einen gro\u00dfen Beitrag geliefert, die Schule humaner zu machen &#8230;<\/p>\n<p>\u201eSchr\u00e4nkte &#8230; das Lernen sich auf ein blo\u00dfes Empfangen ein, so w\u00e4re die Wirkung nicht viel besser, als wenn wir S\u00e4tze auf das Wasser schrieben; denn nicht das Empfangen, sondern die Selbstt\u00e4tigkeit des Ergreifens und die Kraft, sie wieder zu gebrauchen, macht erst eine Er-kenntnis zu unserem Eigentum.\u201c<a href=\"#_ftn4\" title=\"\"><strong>[4]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>In ihrem 1916 erschienen Buch \u201eL&#8217;Autoeducazione &#8230;\u201c wirft Maria\u00a0Montessori einen kritischen Blick auf die herk\u00f6mmliche Erziehungspraxis:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich der (herk\u00f6mmliche) Lehrer herk\u00f6mmlicher Sch\u00fcler als \u201eSch\u00f6pfer des kindlichen Geistes\u201c versteht, bedeutet Bildung im Sinne Maria Montessoris \u201e<em>Selbstsch\u00f6pfung<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>In der Auseinandersetzung mit J.F. Herbart verweist sie an folgender Stelle auf die Problematik des \u201eBewirkens\u201c des Interesses und der Aufmerksamkeit: \u201e<em>Sich k\u00fcnstlich interessant machen, das hei\u00dft sich interessant machen f\u00fcr jemand, der kein Interesse an uns hat, das ist eine sehr schwierige Aufgabe. Und stunden- und jahrelang durch Interesse nicht eine, sondern eine Vielzahl von Personen an uns binden, die nichts mit uns gemein haben, nicht einmal das Alter: das ist eine \u00fcbermenschliche Aufgabe<\/em>.\u201c (&#8230;) \u201e<em>Das (Begreifen und Lernen) ist eine im Innern sich vollziehende Arbeit, die er (der Lehrer) nicht gebieten kann<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Ein weiter Kritikpunkt ist f\u00fcr Maria\u00a0Montessori das \u201edominierende \u00d6konomieprinzip\u201c in den Schulen \u2013 m\u00f6glichst viel in m\u00f6glichst kurzer Zeit \u2013 der Lehrplan soll doch erf\u00fcllt werden &#8230;<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der P\u00e4dagogik Maria Montessoris steht jedoch das Ph\u00e4nomen der Polarisation der Aufmerksamkeit<a href=\"#_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a> \u2013 hier im Original:<\/p>\n<p>\u00a0\u201e&#8230; beobachtete ich ein etwa dreij\u00e4hriges M\u00e4dchen, das tief versunken war in die Besch\u00e4ftigung mit einem Einsatzzylinderblock, aus dem es die kleinen Holzzylinder herauszog und wieder an ihre Stelle steckte. Der Ausdruck des kleinen M\u00e4dchens zeugte von so intensiver Aufmerksamkeit, da\u00df er f\u00fcr mich eine au\u00dferordentliche Offenbarung war. &#8230; Und jedesmal, wenn eine solche Polarisation der Aufmerksamkeit stattfand, begann sich das Kind vollst\u00e4ndig zu ver\u00e4ndern. Es wurde ruhiger, fast intelligenter und mitteilsamer. Es offenbarte au\u00dfergew\u00f6hnliche innere Qualit\u00e4ten, die an die h\u00f6chsten Bewu\u00dftseinsph\u00e4nomene erinnern, wie die der Bekehrung.\u201c<a href=\"#_ftn7\" title=\"\"><strong>[7]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Mit dieser Entdeckung hatte Maria Montessori endg\u00fcltig einen Zugang zum kindlichen Selbstbildungsprozess gefunden. Die weitere Frage richtete sich auf die systematisch herstellbaren Bedingungen f\u00fcr das Auftreten bzw. Eintreten des Ph\u00e4nomens \u2013 die Frage nach der vorbereiteten Umgebung.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Zur vorbereiteten Umgebung<\/h3>\n<p>Nicht nur ein Bild der p\u00e4dagogischen Struktur, sondern deren unabdingbare Voraussetzung ist die <em>vorbereitete Umgebung<\/em>, in der die Entwicklungsmaterialien nach didaktischen Gesichtspunkten geordnet den Kindern angeboten werden. Es sind dies die Entwicklungsmaterialien f\u00fcr die <em>\u00dcbungen des t\u00e4glichen Lebens<\/em>, die \u201e<em>&#8230;dem Menschen helfen, sein inneres Gleichgewicht, seine seelische Gesundheit und sein Orientierungsverm\u00f6gen unter den gegenw\u00e4rtigen Umst\u00e4nden in der \u00e4u\u00dferen Welt zu bewahren<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn8\" title=\"\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Diese p\u00e4dagogische Absicht gilt ebenso f\u00fcr die Arbeit mit den <em>Sinnesmaterialien<\/em>, wie auch f\u00fcr die <em>didaktischen Materialien<\/em> der Sprache, der Mathematik und der kosmischen Erziehung.<\/p>\n<h3>Zur Freiarbeit<\/h3>\n<p>In diesem Prozess des Gebens und Helfens steckt auch der Sinn der <em>Freiarbeit<\/em> in einer Montessori-Klasse. Freisein bedeutet nach Maria Montessori vor allem die Freiheit <em>f\u00fcr<\/em> die eigene individuelle Entwicklung des Kindes und auch der Lehrerin oder des Lehrers.<\/p>\n<p>\u201eWenn man in der Erziehung von der Freiheit des Kindes spricht, vergi\u00dft man oft, da\u00df Freiheit nicht mit Sich\u00fcberlassensein gleichbedeutend ist. Das Kind einfach freilassen, damit es tut, was es will, hei\u00dft nicht es frei machen.<\/p>\n<p>Die Freiheit ist immer eine gro\u00dfe positive Errungenschaft; man kann sie nicht leicht erlangen. Man gewinnt sie nicht einfach dadurch, da\u00df man Tyrranei beseitigt, Ketten zerbricht.<\/p>\n<p>Freiheit ist Aufbau; man mu\u00df sie aufrichten sowohl in der Umwelt wie in sich selbst. Hierin besteht unsere eigentliche Aufgabe, die einzige Hilfe, die wir dem Kind reichen k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"#_ftn9\" title=\"\"><strong>[9]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Dieser Prozess einer intensiven pers\u00f6nlichen Entwicklung, eines intensiven individuellen Lernens bedarf einer f\u00fcr alle Beteiligten einsichtigen und akzeptierbaren p\u00e4dagogischen Struktur. Das Ziel aller Erziehungsbem\u00fchungen ist f\u00fcr Maria\u00a0Montessori die aktive F\u00f6rderung kindlicher Unabh\u00e4ngigkeit und Selbst\u00e4ndigkeit durch Selbstt\u00e4tigkeit<em>.<\/em><a href=\"#_ftn10\" title=\"\">[10]<\/a> Und an gleicher Stelle zitiert Hildegard Holtstiege Maria Montessori mit einer anderen Umschreibung dieser Erziehungsabsicht: \u201e<em>Meister seiner selbst zu sein\u201c,<\/em> ein Zustand, der gleichbedeutend ist mit Freiheit. <a href=\"#_ftn11\" title=\"\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Die Arbeit mit den didaktischen Materialien f\u00fcr Sprache, Mathematik oder die Kosmische Erziehung ist zwar ein wesentlicher Bestandteil der Montessori-P\u00e4dagogik, aber bei weitem nicht die vollst\u00e4ndige Anwendung der Erziehungskonzeption Maria\u00a0Montessoris. Anderseits ist der Einsatz des Materials unumg\u00e4nglich beim individuellen Lernen und in seinen didaktischen Effektivit\u00e4t und seinem didaktisch-methodischen Aufbau un\u00fcbertroffen. Hier d\u00fcrfen wir zur Erl\u00e4uterung Jean Piaget zitieren: F\u00fcr ihn besteht kein Zweifel, da\u00df die wirkliche Bedeutung der mathematischen Erziehung lange vor der Handhabung von Symbolen im intelligenten Gebrauch konkreter Gegenst\u00e4nde liegt.<a href=\"#_ftn12\" title=\"\">[12]<\/a> Das didaktische Material erm\u00f6glicht den intelligenten Gebrauch konkreter Gegenst\u00e4nde im Sinne des ganzheitlichen Lernens mit Kopf, Herz und Hand. Wer bereit ist, sich in die Arbeit mit den Montessori-Materialien einzulassen, wird diesen zutiefst p\u00e4dagogischen Satz Jean Piagets erleben und auch erahnen k\u00f6nnen, was er f\u00fcr das Lernen und Leben unserer Kinder bedeuten kann. Auch Erwachsene k\u00f6nnen z. B. mathematische Strukturen neu in einer lustvollen Arbeit immer wieder neu entdecken.<\/p>\n<h3>Der absorbierende Geist<\/h3>\n<p>Nochmals Maria Montessori im Original:<\/p>\n<p>\u201eWir sind Aufnehmende, wir f\u00fcllen uns mit Eindr\u00fccken und behalten sie in unserem Ged\u00e4chtnis, werden aber nie eins mit ihnen, so wie das Wasser vom Glas getrennt bleibt. Das Kind hingegen erf\u00e4hrt eine Ver\u00e4nderung: Die Eindr\u00fccke dringen nicht nur in seinen Geist ein, sondern formen ihn. Die Eindr\u00fccke inkarnieren sich in ihm. Das Kind schafft gleichsam sein \u201egeistiges Fleisch\u201c im Umgang mit den Dingen seiner Umgebung. Wir haben seine Geistesform absorbierender Geist genannt.\u201c<a href=\"#_ftn13\" title=\"\"><strong>[13]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Erwachsene nehmen ihr Wissen mit Hilfe der Intelligenz auf, das Kind absorbiert es mit seinem psychischen Leben. Gerade darin \u00e4u\u00dfert sich das qualitative Anderssein der fr\u00fchkindlichen Intelligenz und ihrer Aktivit\u00e4ten.<a href=\"#_ftn14\" title=\"\">[14]<\/a> <em>Kinder sind anders<\/em>!<\/p>\n<h3>Zur Lektion<\/h3>\n<p>Die Aufgabe der Lehrerin besteht darin zu zeigen, wie eine T\u00e4tigkeit ausgef\u00fchrt werden soll \u2013 zugleich aber die M\u00f6glichkeit der Nachahmung auszuschalten. Die T\u00e4tigkeit muss f\u00fcr sich selbst sprechen. Die Lehrerin muss dem Kind die betroffene Handlung zeigen, es aber dem Kind \u00fcberlassen, sie auf seine Weise auszuf\u00fchren. Sie soll dem Kind helfen, <em>es selbst zu tun<\/em>. Und noch etwas Wichtiges f\u00fcgt sie diesem ber\u00fchmten Satz hinzu: &#8230; <em>wir sollten immer lehrend lehren \u2013 nicht korrigierend<\/em>!<\/p>\n<p>\u201eSie mu\u00df das Kind, das arbeitet, respektieren, ohne es zu unterbrechen. Sie mu\u00df das Kind, das Fehler macht, respektieren, ohne es zu korrigieren. Sie mu\u00df das Kind respektieren, das sich ausruht und das die Arbeit anderer betrachtet, ohne es zu st\u00f6ren und ohne es zur Arbeit zu zwingen. Sie mu\u00df aber unerm\u00fcdlich sein, immer wieder denen Gegenst\u00e4nde anzubieten, die sie schon einmal abgelehnt haben und Fehler machen. Und dies, indem sie seine Umgebung mit ihrem Sorgen belebt, mit ihrem bedachten Schweigen, mit ihrem sanften Wort; mit der Gegenwart jemandes, der liebt.\u201c <a href=\"#_ftn15\" title=\"\"><strong>[15]<\/strong><\/a><\/p>\n<h3>Zur kosmischen Erziehung<\/h3>\n<p>Maria Montessori hat ihr p\u00e4dagogisches Konzept einer <em>Kosmischen Erziehung <\/em>auf der Grundlage ihrer individuellen kosmischen Vorstellung und ihrer eigenen imaginativen Sicht der kindlichen Entwicklung geschaffen. Sie ging davon aus, dass der gesamten Sch\u00f6pfung ein einheitlicher \u201ePlan\u201c<a href=\"#_ftn16\" title=\"\">[16]<\/a>zugrunde liegt: Unsere Erde, die Natur, stellt eine Ganzheit dar, in der jedes Teil, jede Pflanze und jedes Lebewesen eine Aufgabe f\u00fcr das Ganze erf\u00fcllt. Umgekehrt dient das Ganze den einzelnem Teilen. Dadurch wird ein harmonisches Zusammenwirken erzielt und erhalten.<a href=\"#_ftn17\" title=\"\">[17]<\/a> Zur Erkl\u00e4rung f\u00fchrt sie die ihrer Meinung nach ersten gl\u00e4nzenden Beispiele an, die Darwin \u00fcber das enge Zusammenwirken zwischen bl\u00fchenden Pflanzen und Insekten gegeben hat. Das Insekt, das ausfliegt, seine Nahrung in der Bl\u00fcte der Pflanze zu suchen, f\u00fchrt unbewusst eine altruistische Aufgabe aus: die Best\u00e4ubung der Bl\u00fcten. Es sichert auf diese Weise die Kreuzung und das \u00dcberleben der Pflanzen. \u00c4hnlich f\u00fchren alle anderen Lebewesen z.B. durch den Prozess ihrer eigenen Ern\u00e4hrung oder der Nahrungssuche eine \u201ekosmische\u201c Aufgabe aus, die dazu beitr\u00e4gt, die Natur in einem harmonischen Zustand der Reinheit zu erhalten.<a href=\"#_ftn18\" title=\"\">[18]<\/a><\/p>\n<p>Innerhalb des Systems nimmt der Mensch eine Sonderstellung ein. W\u00e4hrend die Natur unbewusst ihren vorbestimmten \u201ePlan\u201c erf\u00fcllt, kann er Entscheidungen treffen. Der Mensch \u00fcbt eine Ver\u00e4nderung auf die Natur aus. Diese Ver\u00e4nderung ist ( &#8230; das wissen wir besonders heute in einer Zeit der Umweltkatastrophen &#8230;) nicht immer positiv f\u00fcr die Natur \u2013 den Kosmos. Maria Montessori sieht den Menschen eingebunden in einen kosmischen Sch\u00f6pfungsplan. Ihre erkl\u00e4rte Vorstellung war die einer einzigen universalen harmonischen Gesellschaft, in der gegenseitige Achtung, Hilfe f\u00fcr den Schw\u00e4cheren, Dankbarkeit und Liebe vorherrschende Tugenden sind. Die Sonderstellung des Menschen besteht vor allem auch darin, dass \u2013 wie wir annehmen \u2013 der Mensch als einziges Lebewesen dieser Erde \u00fcber Bewusstsein seines Tuns verf\u00fcgt und daher die Folgen seiner Handlungen absch\u00e4tzen kann. Nur er kann in Zukunft und Vergangenheit denken. Daraus resultiert, dass er als einziges Lebewesen bewusst Verantwortung \u00fcbernehmen kann uns \u2013 moralisch gesehen \u2013 auch muss. Kosmische Erziehung ist daher auch zu einem wesentlichen Teil <em>Erziehung zur Verantwortung<\/em> sich selbst, den Mitmenschen und der Umwelt gegen\u00fcber. Die Kosmische Erziehung soll dem Menschen helfen, sich seiner kosmischen Aufgabe bewusst zu werden: \u201e<em>Das Werk der Sch\u00f6pfung fortzusetzen<\/em>\u201c (nicht in egoistischer Ausbeutung, sondern im \u201eDienst\u201c an dieser Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Maria Montessori selbst sah ihre \u201ekosmische Theorie\u201c in die N\u00e4he der Religionen ger\u00fcckt: \u201e<em>Wenn Gott die Wesen intelligent bewegt, gibt er dem Menschen Intelligenz selbst<\/em>\u201c.<a href=\"#_ftn19\" title=\"\">[19]<\/a> Ihre Hoffnung war es, durch eine Kosmische Erziehung das Gewissen und die Verantwortung der Menschen in Harmonie vereinigen zu k\u00f6nnen. Viele der Vorstellungen Maria Montessoris muten idealistisch an, haben aber heutzutage besondere Aktualit\u00e4t. Ihre Gedanken haben unsere im Wandel begriffene Einstellung zur Natur vor mehr als einem halben Jahrhundert schon vorweggenommen. Nicht als Herren der Sch\u00f6pfung d\u00fcrfen wir uns verstehen, sondern als Teil eines Ganzen. Kosmische Erziehung bedeutet f\u00fcr Maria Montessori, dass sich Kinder in ihrer gesamten Pers\u00f6nlichkeit (als Teil des Kosmos) begreifen, verstehen und auch f\u00fchlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aufgabe einer Kosmischen Erziehung ist es nicht nur, dem Kind eine <em>Vorstellung<\/em> vom Zusammenspiel der Natur und des Menschen zu vermitteln, sondern auch, dem Kind zu helfen, selbst eine Vorstellung vom Werden, dem Sein und den Ver\u00e4nderungen in diesem Universum bilden zu k\u00f6nnen vor allem, seine eigene h\u00f6chst individuelle Vorstellung und seine <em>Imaginationskraft <\/em>entwickeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Zur Imagination<\/h4>\n<p>Eine der faszinierendsten Eigenschaften von Maria Montessori war ihre F\u00e4higkeit, das heutige Leben mit dem Leben in weit zur\u00fcckliegender Vergangenheit in Zusammenhang bringen zu k\u00f6nnen. Ein einfacher Anlass konnte sie bewegen, einen panoramaartigen \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung des Menschen bis zur Gegenwart zu entwerfen, wobei sie das <em>Vorstellungsverm\u00f6gen<\/em> ihrer Zuh\u00f6rer unwiderstehlich stimulierte.<\/p>\n<p>Ihr Sohn Mario Montessori schreibt, dass ihre Entwicklung der <em>kosmischen Erziehung <\/em>aus dieser ungew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeit erwuchs, Gegenwart und Vergangenheit durch <em>imaginatives Denken <\/em>zu verkn\u00fcpfen. Wie sie selbst darlegte,<em> &#8230; <\/em>(ist)<\/p>\n<p>\u201edie imaginative Sicht von der blo\u00dfen Wahrnehmung eines Gegenstandes g\u00e4nzlich verschieden, denn sie hat keine Grenzen. Die Imagination kann nicht nur unendlich R\u00e4ume durchmessen, sondern auch unendliche Zeitspannen; wir k\u00f6nnen die Epochen nach r\u00fcckw\u00e4rts verfolgen und eine Vision der Erde haben, wie sie damals war, mitsamt den Gesch\u00f6pfen, die sie damals bewohnten. Um zu erfahren, ob ein Kind etwas verstanden hat oder nicht, sollten wir zu ermitteln versuchen, ob es sich eine geistige Vorstellung davon bilden kann, ob es \u00fcber die Ebene des blo\u00dfen Verstehens hinausgegangen ist &#8230; Das Geheimnis eines guten Unterrichts ist es, die Intelligenz des Kindes als eine fruchtbares Feld anzusehen, auf dem Saat ausgestreut werden kann, um in der W\u00e4rme der feurigen Imagination<a href=\"#_ftn20\" title=\"\"><strong>[20]<\/strong><\/a> zu keimen. Deshalb ist es nicht nur unser Ziel, das Kind etwas verstehen zu lassen und, weniger noch, es zu zwingen, etwas im Ged\u00e4chtnis zu behalten, sondern seine Imagination zu ber\u00fchren, da\u00df sein innerster Kern begeistert wird.\u201c<a href=\"#_ftn21\" title=\"\"><strong>[21]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Maria Montessori strebt im Unterricht und in ihrem Konzept einer Kosmischen Erziehung nicht blo\u00df die Ausstattung des Kindes mit Wissen an. So w\u00e4re ihr auch das Wissen um \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge als Bildungsfaktor f\u00fcr die Entwicklung des kindlichen Geistes zu wenig gewesen; selbst mit der Stufe des Verstehens gibt sie sich in ihrer Konzeption noch nicht zufrieden. Sie m\u00f6chte vielmehr, dass Menschen \u201eaus sich heraus\u201c mit unserer Hilfe ihre eigene Vorstellung (Imagination) von sich, der Natur und der Sch\u00f6pfung bilden k\u00f6nnen. Sie beschreibt hier eine Qualit\u00e4t im Erziehungsgeschehen, die auch heute wahrscheinlich nur wenige Kinder genie\u00dfen k\u00f6nnen. Vorstellungen bilden und Wahrheiten entdecken zu k\u00f6nnen hat auf die moralischen Einstellungen und die Bildung der humanistischen Werte eines Menschen einen gro\u00dfen Einfluss. Ich wage in diesem Zusammenhang die Hypothese, dass Menschen, die ihre eigenen Vorstellungen bilden durften, mit sich, ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt moralisch verantwortungsvoller umgehen. Vielleicht ist dies sogar die Voraussetzung zur Friedf\u00e4higkeit &#8230;<\/p>\n<p>So wird es nach dem Konzept von Maria Montessori m\u00f6glich sein, die Richtung zu pr\u00fcfen, in die wir gehen, und Perspektiven zu entwerfen, nach denen man die Dinge so beeinflussen kann, dass wir mit unserer Anpassungsf\u00e4higkeit, unserer Intelligenz und unserer Kreativit\u00e4t einen konstruktiven Weg finden, mit dieser unserer Welt umzugehen \u2013 einer Welt, die ein wunderbarer Raum ist, um darin zu leben.<\/p>\n<h4>Die Sicht des Kindes<\/h4>\n<p>Die Sicht von der kindlichen Entwicklung in der Montessori-P\u00e4dagogik wird auch durch die grunds\u00e4tzliche Frage Jean Piagets charakterisiert:<\/p>\n<p>&#8230; \u201eob denn die Kindheit nur ein notwendiges \u00dcbel sei, das man so schnell wir m\u00f6glich beseitigen solle, oder ob wir verstehen k\u00f6nnen, da\u00df Kindheit einen tieferen Sinn habe, den uns das Kind durch eine spontane Aktivit\u00e4t aufzeigen kann und den es in m\u00f6glichst reichem Ma\u00dfe auskosten sollte.\u201c<a href=\"#_ftn22\" title=\"\"><strong>[22]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Nach diesem eindeutigen Verweis Jean Piagets auf die Eigenbedeutung der Kindheit, besteht Piaget darauf, dass das Recht auf eine ethische und intellektuelle Erziehung mehr bedeutet als nur das Recht, sich Wissen anzueignen, zuzuh\u00f6ren und zu gehorchen: es ist vielmehr ein Recht, gewissen wertvolle Instrumente f\u00fcr intelligentes Handeln und Denken auszubilden (siehe \u2013 z.B. Imaginationsf\u00e4higkeit &#8230;)<\/p>\n<p>Daf\u00fcr wird eine spezifische soziale Umgebung ben\u00f6tigt, nicht aber Unterw\u00fcrfigkeit gegen\u00fcber einem festen System. Erziehung in der Schule und in der Familie muss auf die volle Entwicklung der menschlichen Pers\u00f6nlichkeit ausgerichtet sein. Sie sollte imstande sein, Individuen hervorzubringen, die sowohl intellektuell als auch moralisch autonom sind und solche Autonomie bei anderen respektieren, indem sie das Gesetz der Gegenseitigkeit anwenden, so wie es auf sie selbst angewandt wird.<\/p>\n<p>Diese Auffassung vom Menschen und der menschlichen Entwicklung beinhaltet ein erzieherisches Postulat: Es kann nur dann m\u00f6glich sein, <em>ethisch denkende <\/em>Menschen zu erziehen, wenn diesen in ihrem intellektuellen Lernen erlaubt ist, <em>Wahrheiten selbst zu entdecken<\/em>.<\/p>\n<p>Als eine Besonderheit an der Erziehungskonzeption Maria\u00a0Montessoris k\u00f6nnen wir festhalten, dass es ein erkl\u00e4rtes Ziel dieser gro\u00dfen P\u00e4dagogin war (ist), menschlichen Wesen bei der gewaltigen Aufgabe des inneren Aufbaus zu helfen, der erforderlich ist, um aus der Kindheit ins Erwachsenenalter hineinzuwachsen.<a href=\"#_ftn23\" title=\"\">[23]<\/a> Nach der p\u00e4dagogischen Theorie Maria Montessoris ist die erste Integration des Menschen in seine Welt in den ersten sechs Lebensjahren von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Entwicklung des Menschen.<a href=\"#_ftn24\" title=\"\">[24]<\/a> Wir helfen den Kindern bei ihrer Entwicklung durch die \u00dcbungen des t\u00e4glichen Lebens und durch die \u00dcbungen zur Sinnesschulung. Wir helfen den Kindern, dass sie Ordnungen finden k\u00f6nnen, dass sie in Bewegung lernen und ihre eigenen Fortschritte machen k\u00f6nnen, &#8230;<\/p>\n<p>Ab dem sechsten Lebensjahr aber beginnt bei vielen Kindern ein neuer und ebenso bedeutender Entwicklungsabschnitt in ihrem Leben: nicht mehr die Integration ihrer Pers\u00f6nlichkeit in ihre Umwelt, sondern die Integration ihrer selbst steht im Vordergrund.<\/p>\n<p>Wenn ein Kind in den ersten sechs Lebensjahren die Hilfe erhalten hat, wie wir sie oben beschrieben haben, findet \u201e<em>eine Integration der Pers\u00f6nlichkeit<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn25\" title=\"\">[25]<\/a> ungef\u00e4hr um das sechste Lebensjahr herum statt.<\/p>\n<p>\u201eDie kosmische Erziehung bietet die Art von Hilfe, die die neuen, auf dieser ersten Integrationsebene konsolidierten Potentialit\u00e4ten aktiviert. Der Weg f\u00fcr diese Aktivierung ist durch indirekte Vorbereitung auf einer fr\u00fcheren Stufe geebnet worden. Alle Erfahrungen, die dem Kind fr\u00fcher in der vorbereiteten Umwelt geboten wurden, waren Grunderfahrungen, die entweder f\u00fcr die Ausbildung sp\u00e4terer Funktionen oder als Schl\u00fcssel gebraucht wurden, durch die es seine Welt erkunden oder sich in ihr orientieren konnte. Wenn es diese zweite Phase der Reife erreicht, sollte ihm eine umfassendere Sicht der Welt geboten werden, d.h. eine Sicht des ganzen Universums.<a href=\"#_ftn26\" title=\"\"><strong>[26]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich beginnen Kinder in diesem Alter die f\u00fcr ihre geistige Entwicklung wichtigen philosophischen Fragen zu stellen: \u201eWer hat die Welt gemacht?\u201c \u201eWoher kommt die Welt?\u201c \u201eWoher komme ich?\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>In Konsequenz einer Konzeption der Kosmischen Erziehung kann es nun nicht darum gehen, den Kindern abgeschlossene und ihr Denken und Fragen abschlie\u00dfende Antworten zu geben. Vielmehr geht es darum, die <em>Imaginationsf\u00e4higkeit <\/em>der Kinder anzuregen, sodass sie ihre eigenen Vorstellungen ihre Fragen betreffend entwickeln k\u00f6nnen. Maria Montessori gibt uns einen wesentlichen Hinweis, wie wir dem Interesse der Kinder am Universum und am Universellen, ihrem Interesse am Gro\u00dfen und Umfassenden begegnen k\u00f6nnen: <em>Den Kindern die Details geben, aus denen sie das Ganze erschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p>\u201eKinder dieser Altersstufe sind fasziniert, weil diese Geschichte sie pers\u00f6nlich betrifft. Sie beginnen, sich ihrer eigenen Situation als sich entwickelnde menschliche Wesen bewu\u00dft zu werden und sie werden auf nat\u00fcrlich Weise des Unterschieds zwischen dem Menschen und anderen Lebewesen gewahr. Zwischen beiden und der Umwelt besteht eine Wechselbeziehung. Diese Wechselbeziehung wird deutlich in dem, was Maria Montessori als kosmische Aufgabe bezeichnet \u2013 den Dienst, den die Individuen, den die Individuen jeder Spezies ihrer Umwelt leisten m\u00fcssen, von der ihre Existenz abh\u00e4ngt, um sie in der Weise zu erhalten, da\u00df sie auch ihren Nachkommen, Generation nach Generation, Unterhalt bietet.\u201c<a href=\"#_ftn27\" title=\"\"><strong>[27]<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Es ist nicht leicht f\u00fcr Lehrer, die Details auszuw\u00e4hlen, aus denen f\u00fcr Kinder das Ganze erschlie\u00dfbar wird. Martin Wagenschein gibt uns hier sicher einige Hilfen, wenn wir sein Prinzip des Exemplarischen beachten, das wunderbar zum Konzept einer kosmischen Erziehung passt.<\/p>\n<h3>Zusammenfassung<\/h3>\n<p>Maria Montessori hat ein in sich geschlossenes didaktisches System geschaffen. In dessen Mittelpunkt steht zwar die Selbstbestimmung des Kindes, doch in einem vom P\u00e4dagogen vorgegebenen Rahmen und einer vorgegebenen Struktur.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist die Qualit\u00e4t der Entwicklungsmaterialien zur Selbstbildung der Kinder. Diese Materialien sind sicher einzigartig in ihrer Materialisierung eines abstrakten Inhaltes und in ihrer Kindgem\u00e4\u00dfheit.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der P\u00e4dagogik steht ausschlie\u00dflich die <em>Entwicklung des Kindes<\/em>. In diesem Sinne ist es eine P\u00e4dagogik vom Kinde aus f\u00fcr das Kind.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nach Holtstiege, Hildegard, Maria Montessori und die reformp\u00e4dagogische Bewegung, \u00a0 S.35<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori,\u00a0 Maria, a.a.O., S.69<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, Die Entdeckung des Kindes, Freiburg 1966 (fr\u00fcher: Selbstt\u00e4tige Erziehung im fr\u00fchen Kindesalter, Stuttgart 1913), S.36<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref4\" title=\"\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hegel, G.W.F., \u201eGymnasialreden\u201c, in: Werke in 20 B\u00e4nden, 4.Bd., N\u00fcrnberger und Heidelberger \u00a0\u00a0 Schriften, 1808-1817, Theorie-Werkausgabe, Frankfurt a.M., 1970, S.332<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref5\" title=\"\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, Schule des Kindes, Freiburg 1976, S.50f.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p align=\"left\"><a href=\"#_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, Schule des Kindes, Freiburg 1976 (fr\u00fcher Montessori-Erziehung f\u00fcr Schulkinder, Stuttgart 1926), S.69f.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, a.a.O., S. 70<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, \u00dcber die Bindung des Menschen, Freiburg 1966, S.21<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" title=\"\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, Die Selbsterziehung des Kindes, in: Franz Hilker, Die Lebensschule, Heft 12, Berlin 1923, S. 9<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" title=\"\">[10]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Holtstiege, Hildegard, Modell Montessori, Freiburg\/Breisgau 1977, S.16<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" title=\"\">[11]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, Grundlagen meiner P\u00e4dagogik, Heidelberg 1968 (M\u00fcnchen 1934), S.23<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" title=\"\">[12]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Piaget, Jean, Das Recht auf Erziehung und die Zukunft unseres Bildungssystems, M\u00fcnchen \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1975<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" title=\"\">[13]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, Das kreative Kind, S. 23<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" title=\"\">[14]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Holtstiege, Hildegard, Modell Montessori, S. 75<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" title=\"\">[15]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Internationaler Montessori-Kursus Barcelona 1938<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" title=\"\">[16]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Plan =\u00a0Sch\u00f6pfungsplan nach Maria.\u00a0Montessori<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" title=\"\">[17]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Montessori, Maria, Von der Kindheit zur Jugend<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" title=\"\">[18]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Montessori, Maria, Von der Kindheit zur Jugend<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" title=\"\">[19]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Montessori, Maria, Von der Kindheit zur Jugend<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" title=\"\">[20]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Imagination \u2013 Einbildungskraft, Vorstellungskraft<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" title=\"\">[21]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Maria, To Educate the Human Potential<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" title=\"\">[22]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Piaget, Jean, Das Recht auf Erziehung und die Zukunft unseres Bildungssystems<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" title=\"\">[23]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Montessori, Mario, Erziehung zum Menschen, S 131 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" title=\"\">[24]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. hierzu Montessori, Maria., Die Entdeckung des Kindes, S. 47ff.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" title=\"\">[25]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maria Montessori versteht darunter, dass sich das Kind nur verst\u00e4rkt sich selbst, der bewussten Entwicklung seiner Pers\u00f6nlichkeit und metaphysischen Fragen zuwendet.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" title=\"\">[26]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Mario, ebenda<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" title=\"\">[27]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Montessori, Mario, ebenda<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Mittelpunkt der P\u00e4dagogik Maria Montessoris steht jedoch das Ph\u00e4nomen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-65","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-montessori-paedagogik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eichelberger.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}